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Verdauungserkrankungen Pankreatitis, Gastritis ...

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 03.10.2019, 15:38
  #1
nor
Neuling
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 4
Standard Was ist das? (Bauchspeicheldrüse?)

Liebes Forum,

meine Katze hat ein Problem, aus dem offenbar kein TA schlau wird.

ich war bereits bei zwei verschiedenen, die als sehr gut gelten und in einschlägigen Foren und Communities immer empfohlen werden. Als nächstes gehe ich in die Tierklinik, aber bevor dort wieder nur herumprobiert wird ohne Ergebnis, was sehr hohe Kosten für mich und sehr viel Stress für die Katze bedeutet, möchte ich gerne hier mal das Problem schildern und vielleicht auf eine Idee kommen, die ich der Klinik vorschlagen kann.



Meine 4 Jahre alte Wohnungskatze Felis zeigt seit etwa 3 Jahren folgende Symptomatik:

Genau einmal im Monat stellt sie die Nahrungsaufnahme ein und/oder erbricht, das ganze geht 1-7 Tage lang so, dann hört es wieder auf.

Es ist exakt einmal im Monat, wenn ich mir die Daten aufschreibe, liest sich das wie ein Menstruationskalender einer Frau (15.3., 16.4., 19.5., 17.6. usw).



Das erste Jahr war es am schlimmsten, da war es jedes Mal 7 Tage am Stück Nulldiät.

Ich war immer beim Tierarzt, und folgte den Verordnungen: Zwangsernährung mit Spritze, Medikamente gegen Übelkeit (Cerenia) und gegen Übersäuerung des Magens (mehrere verschiedene, Name vergessen), Appettitanreger, einmal bekam sie sogar ein Antidepressivum.

Die Medikamentengabe war eine extreme Qual für die Katze, die sich ohnehin schon beim Gedanken daran, etwas schlucken zu müssen, übergeben hat.



Eine Blutuntersuchung, die leider erst sehr spät erfolgte, da es immer hieß, die Katze wirke komplett gesund und ihre Schübe seien wohl eher psychisch, ergab hohe Entzündungswerte der Bauchspeicheldrüse und hohe FIV-Werte. So richtig etwas daraus erklären konnte mir aber auch niemand, die kaputte Bauchspeicheldrüse kann sowohl Ursache als auch Folge der Nahrungsverweigerung sein, ob das alles mit dem FIV zusammenhängt und ob das überhaupt ausgebrochen ist, kann man nicht sagen.



Irgendwann habe ich also all diese Medis weggelassen und festgestellt, ihr Schub dauert mit Medis 7 Tage und ohne Medis eine Woche..

Irgendwann sind dann die Schübe schwächer geworden, und statt Nulldiät war nur noch einmal im Monat einen Tag erbrechen und weniger fressen angesagt, mittlerweile hat es sich so auf 3 Tage erbrechen und etwa 7 Tage wenig (aber nicht gar nichts) fressen eingependelt.

Regelmäßigkeit immer noch bemerkenswert verlässlich alle 30 Tage.

Oft werden die Schübe von einem leichten Schnupfen begleitet oder gefolgt, der aber dann wieder abklingt.



Die Katze bekommt Spezial-Trockenfutter, Nassfutter frisst sie nur ganz wenig.

Sie ist generell, auch wenn es ihr gut geht, seeehr mäkelig und eine schlechte Fresserin.

Sie ist untergewichtig (ca. 3kg) und friert sehr leicht (Hat es in der Wohnung unter 22 Grad, liegt sie nur noch am Schoß oder unter Decken).

Sie leidet nicht an Durchfall oder Verstopfung.

Im Haushalt leben noch 2 andere Katzen, mit denen sie sich halbwegs versteht.



Jetzt gerade wird es wieder etwas schlimmer, letztens hatte sie wieder 7 Tage Nulldiät und obwohl seither erst 2 Wochen vergangen sind, kränkelt sie schon wieder.

In letzter Zeit kneift sie auch immer, wenn es ihr schlecht geht, das linke Auge zusammen und putzt daran herum, als ob es ihr weh tun würde. Äußerlich sehen kann man da aber nix.



Ich werde sie also wieder mal einem TA vorstellen müssen, obwohl sie leider beim Autofahren tausend Tode stirbt und enormen Stress hat, der für ihren eh schon geschwächten Organismus sicher auch nicht gut ist. Ich werde diesmal in eine Klinik fahren, in der Hoffnung, dass die dort besser mit Diagnostik sind.

Hat irgend jemand eine Idee, was ich zumindest vorschlagen kann?

Ich fürchte, sonst wirds halt wieder Blutabnehmen und das zehnte Medikament, das eh nix hilft..



Vielen Dank fürs Lesen und danke schonmal im Voraus für Ideen/Denkhilfen.



LG Nora
nor ist offline  
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Alt 03.10.2019, 15:56
  #2
Poldi
Forenprofi
 
Poldi
 
Registriert seit: 2008
Ort: Kreis Recklinghausen
Alter: 57
Beiträge: 1.472
Standard

Hallo Nora, war bei der Blutuntersuchung auch der Schilddrüsenwert, T4, dabei?
Wurden die Organe geschallt?
Poldi ist offline  
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Alt 03.10.2019, 16:10
  #3
nor
Neuling
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 4
Standard

Hallo Babsi,

Zitat:
Zitat von Poldi Beitrag anzeigen
Hallo Nora, war bei der Blutuntersuchung auch der Schilddrüsenwert, T4, dabei?
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ich hoffe die TÄ hat alles getestet was relevant ist. Findest du die Symptomatik typisch für Schilddrüse? Soll ich die Klinik darauf ansprechen?

Zitat:
Zitat von Poldi Beitrag anzeigen
Wurden die Organe geschallt?
Ultraschall meinst du? Nein, nur Bluttest. Auf was sollte man denn da deiner Meinung nach konkret achten?

LG Nora
nor ist offline  
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Alt 03.10.2019, 16:56
  #4
Poldi
Forenprofi
 
Poldi
 
Registriert seit: 2008
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Zitat:
Zitat von nor Beitrag anzeigen
Hallo Babsi,



Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ich hoffe die TÄ hat alles getestet was relevant ist. Findest du die Symptomatik typisch für Schilddrüse? Soll ich die Klinik darauf ansprechen?



Ultraschall meinst du? Nein, nur Bluttest. Auf was sollte man denn da deiner Meinung nach konkret achten?

LG Nora
Wenn es meine Katze wäre, würde ich es abklären lassen. Mein Felix hatte SDÜ, bei ihm war es eher ein Zufallsbefund.

Ja ich meine Ultraschall der BSD, des Magen-Darm-Traktes, Niere Leber, Galle.

Meine Lily stellt alle paar Tage das Fressen ein, bekommt dann für einen Tag Durchfall und Erbrechen.
Momentan ist es wieder schlimmer, ihr Wurfbruder Felix ist vor kurzem gestorben, da Lily sehr sensibel ist, merkt sie natürlich unsere Anspannung. Zudem ist auch noch unser Freigänger an einem Kreuzbandriss operiert, und in unserem Schlafzimmer separiert. Somit fehlen plötzlich 2 Familienmitglieder.
Das hat sie schon seit einigen Jahren. Lily wurde mehrmals komplett untersucht, nie wurde, bis auf einen zu niedrigen Folsäure und Vitamin B12 Wert, wurde nichts gefunden. Dann war zwischenzeitlich länger mal Ruhe.
Vor zwei Jahren dann wieder alles von Vorne, alle Untersuchungen ohne Befund. Eine weiter Diagnostik in der Tierklinik, Gastroskopie und CT haben einen massiven Befall an Magengeschwüre und Helicobacter pylori gezeigt.

Ich würde direkt einen Termin in der Tierklinik machen, vielleicht haben die Tierärzte da noch Ideen.
Poldi ist offline  
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Alt 03.10.2019, 18:19
  #5
Saleme
Erfahrener Benutzer
 
Saleme
 
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Beiträge: 106
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Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine, dass auch bei Katzen Endometriose auftreten kann. Das passt zur Übelkeit und würde die Regelmäßigkeit erklären, allerdings nicht die Sache mit dem Schnupfen...
Saleme ist offline  
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Alt 03.10.2019, 18:55
  #6
nor
Neuling
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 4
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Zitat:
Zitat von Poldi Beitrag anzeigen
Eine weiter Diagnostik in der Tierklinik, Gastroskopie und CT haben einen massiven Befall an Magengeschwüre und Helicobacter pylori gezeigt.
Und wird sie dagegen jetzt gezielter behandelt, oder kann man das nicht behandeln..?

Zitat:
Zitat von Saleme Beitrag anzeigen
Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine, dass auch bei Katzen Endometriose auftreten kann. Das passt zur Übelkeit und würde die Regelmäßigkeit erklären, allerdings nicht die Sache mit dem Schnupfen...
Glaube der Schnupfen ist dann auch nur eine Begleiterscheinung von einem geschwächten Immunsystem.
Aber Endometriose.. ich hab mir jetzt durchgelesen was das ist, aber braucht es dafür nicht einen Zyklus? Hat eine kastrierte Katze einen Zyklus? Und wenn ja, ist der überhaupt so lang wie beim Menschen?
nor ist offline  
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Alt 03.10.2019, 19:21
  #7
Poldi
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Poldi
 
Registriert seit: 2008
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Beiträge: 1.472
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Lily hat nach der Diagnose eine fast 4 wöchige Antibiose Synulox, und sehr lange Omeprazol bekommen. Ein halbes Jahr später noch einmal Synulox, ansonsten gebe ich homöopathische Mittel gegen die Gastritis.
Poldi ist offline  
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Alt 03.10.2019, 19:33
  #8
nor
Neuling
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 4
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Hm, mir graut schon vor all den Untersuchungen und Medikamenten, die die Felis einfach total stressen.
Wenn man ihr täglich irgendwelche Tabletten reinquält, geht ihr auch ihr letztes bisschen Appetit verloren :/ und nachdem sie kein Nassfutter frisst und auch sonst sehr mäkelig ist, kann man ihr sowas auch nicht unbemerkt ins Futter mischen, sondern muss es wirklich auf die "harte Tour" machen
nor ist offline  
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