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Verdauungserkrankungen Pankreatitis, Gastritis ...

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 28.07.2019, 22:06
  #1
Absolut85
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Standard Gastritis und Ernährung

Hallo zusammen,

Haben gerade einen Patienten bei uns mit chronischer Gastritis. Wenn es nicht akut ist übergibt sich die Katze nur wenig. Seit ca. 10 Tagen ist es wieder akut und übergibt sich spätestens 10minuten nach der Nahrungsaufnahme. Der TA kennt die Katze schon lange und gibt infusion und Antibiotikum und eine Empfehlung ab wann man wieder mit nassfutter beginnen kann. Leider mit mäßigem Erfolg. Zunächst dachte man es klappt, aber nach ein paar Stunden und Teelöffel Portionen, manchmal mit Käsepappeltee übergibt er sich wieder. Die längste Zeit gut ging es mit dem aufbaumittel von royal canin. Pulver zum anrühren. Das leckt er dann mehr oder weniger gerne vom Finger.
Da der Besuch beim TA meist am Abend stattfindet darf erst am nächsten Morgen mit der Fütterung begonnen werden. Ist das royal canin also nass und trockenfutter wirklich so schlecht? Kann es sein das er Bestandteile nicht mehr verträgt? Selber hühnerbrust gahren? Wie kann man dem 4 beiner die akuten Phasen verkürzen oder für immer verhindern?
Dank euch
Absolut85 ist offline  
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Alt 29.07.2019, 03:19
  #2
Winterqueen
Forenprofi
 
Winterqueen
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 1.081
Standard

Zitat:
Zitat von Absolut85 Beitrag anzeigen
Ist das royal canin also nass und trockenfutter wirklich so schlecht? Kann es sein das er Bestandteile nicht mehr verträgt? Selber hühnerbrust gahren? Wie kann man dem 4 beiner die akuten Phasen verkürzen oder für immer verhindern?
Dank euch
Hallo und Willkommen im Forum.

Ich sage gleich ehrlich dass ich zur Erkrankung nichts sagen kann aber zumindest zu dem Futter.
Royal Canin ist absoluter Schrott. Nass- sowie Trockenfutter.
Grundsätzlich gilt bei Trockenfutter, dass ein viel zu großer Bestandteil aus Getreide besteht. Der Katzendarm ist nicht auf die Verdauung von so großen Mengen an pflanzlichen Bestandteilen ausgelegt. Außerdem ist so gut wie immer (versteckter) Zucker drin, was für die Zähne nicht gut ist.
Wenn der Kater sich zur Zeit so viel erbricht, dann kann er durch gleichzeitige Einnahme von Trockenfutter dehydrieren. Es gehört weder in eine kranke noch in eine gesunde Katze in großen Mengen.
Wir geben es nur noch als Leckerli.

Beim Nassfutter musste ich eben länger suchen (selbst auf der Homepage von Royal Canin selbst war unter Bestandteile einfach nichts eingetragen??).
Ich habe nun etwas auf der Seite von Fressnapf gefunden; hier im Kitten-Nassfutter:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Getreide, pflanzliche Eiweißextrakte, pflanzliche Nebenerzeugnisse, Milch und Molkereierzeugnisse, Öle und Fette, Mineralstoffe, Hefen, Zucker.

Hier im "Intense Beauty":
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Fisch und Fischnebenerzeugnisse, Getreide, Öle und Fette, pflanzliche Eiweißextrakte, pflanzliche Nebenerzeugnisse, Mineralstoffe, Zucker.


Also da kommt an Schrott nur noch Felix, Whiskas und weiterer Müll ran...
Du tust ihm mit Royal Canin nichts Gutes meiner Meinung nach.

Versuch es mit gekochtem Hähnchen als Übergang.
Ansonsten habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Futter von Almo Nature (HFC) sehr gut vertragen wird.
Allerdings müsstest du eine Futterumstellung wahrscheinlich sehr vorsichtig angehen, wenn dein Liebling zur Zeit wieder so empfindlich ist.

Zu dem Aufbaumittel in Pulverform von Royal Canin - ist es dieses Royal Canin Convalescence Support?
Laut den Inhaltsstoffen kann ich nun nicht so viel sagen.
Da würde ich schauen, dass du ihm besseres Nassfutter gibst und dieses angerührte Pulver nur noch zwischendurch gibst, aber langfristig absetzt.

Ich hoffe, dass sich vielleicht noch User melden, die etwas zur Magenentzündung sagen können.

Alles Gute für deinen Kater!
Liebe Grüße und Gute Nacht.

Geändert von Winterqueen (29.07.2019 um 03:40 Uhr)
Winterqueen ist offline  
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Alt 29.07.2019, 09:59
  #3
consti
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consti
 
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Hat denn der Tierarzt bei der Diagnose keine entsprechenden Medikamente verschrieben?
Die Magenschleinhaut ist ja entzündet und angegriffen und muss entsprechend geschützt werden.
Da reicht ein Schonfutter nicht aus.
consti ist offline  
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Alt 29.07.2019, 11:30
  #4
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Wie ist die Gastritis denn genau diagnostiziert worden? Wurde geröntgt, gab es einen Ultraschall oder eine Endoskopie?

Gekochtes Huhn ist in der Tat die beste Schonkost. Auf Trockenfutter würde ich ganz verzichten, da eine Katze, wenn sie erbricht, eh schon viel Flüssigkeit verliert.
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Alt 29.07.2019, 13:00
  #5
Asmara
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Meine hatte das und wurde durch US diagnostiziert. Das erkennt man richtig gut.

Ich hatte keine Futtereinschränkungen bekommen, aber RC wollte mir die Praxis auch immer wieder andrehen.

Dafür hatte ein Medikament (ich glaube, 1 x tgl. Gasterol) mitbekommen.
Ich habe relativ normal weitergefüttert, aber wenn es schlimm war, gabs Hühnchenschonkost.

Und ich habe SEB Ulmenrinde bestellt. Das schützt die Magenschleimhaut und hilft auch bei Sodbrennen.
Asmara ist offline  
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Alt 29.07.2019, 20:44
  #6
Absolut85
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Vielen Dank für eure Antworten.
Wir sind leider nur der Babysitter der Katze und kann daher nicht sagen, was dieses Tier genau hat.
Wie gesagt, der Tierarzt kennt das Tier schon sehr sehr lange und war das letzte mal 2018 im Frühjahr bei ihm.
2012 durfte laut der Unterlagen eine Magenspiegelung durchgeführt worden sein.
Zur zeit bekommt er Ulcostad um die Magensäurebildung niederig zu halten.
Das Pulver was ich momentan verfüttere ist Convalescence support, und das ist momentan das einzige was er drinnen behält. Dabei dürfte es sich um eine Eiweißmischung handeln. Bin froh, dass er überhaupt was isst (auch wenn ich ihm das stark geruch intensive Futter als lockmittel unter die nase halten muss, damit er frisst
Morgen Abend probieren wir es mit gegartem Hühnerfleisch und hoffe dass dies im Magen bleibt.
Die Katze ist ca. 12 Jahre alt. Heute wurde auch Blut abgenommen für ein großes Blutbild und eine Infusion hat er auch wieder bekommen.
Nach dem TA kam er uns ein wenig depressiv vor und saß nur rum. Ab und zu schlich er dann von Eck zu Eck. Und später reagierte er sogar auf eine seiner Spielsachen, dann habe ich mich ein paar Minuten mit ihm gespielt.
Ein kleines Baldrian Säckchen liegt auch herum, auf das er ziemlich fliegt (Schmusekissen).
Dein genanntes Futter habe ich auch schon gefunden, werde es aber zuvor mit selbst gegartem Futter probieren. Kennt ihr zufällig NurDas Futter?
https://nurdas.at/?page_id=2698
Absolut85 ist offline  
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Alt 30.07.2019, 14:24
  #7
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Ein großes Blutbild genügt bei den Symptomen nicht. Es sollte, auch in Anbetracht des Alters, ein geriatrisches Blutbild sein, auch wäre es sinnvoll, zusätzlich den fpli für die Pankreas bestimmen zu lassen. Wo wohnt ihr in Österreich?
Maiglöckchen ist offline  
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Alt 30.07.2019, 15:00
  #8
consti
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Ich würde wohl erstmal ein Röntgenbild (oder wenn die Katze kooperativ ist) ein Ultraschall vom Bauchraum machen.
Wenn sie das schon so lange hat und das immer wieder kommt, dann kann es sich ja auch um ein Magengeschwür oder sogar einen Tumor handeln.
Wenn man als Mensch solche Magenprobleme hat, würde der Arzt ja auch erstmal den Magen untersuchen und nicht die Bluwerte nehmen, oder?
consti ist offline  
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Alt 30.07.2019, 16:40
  #9
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Zitat:
Zitat von consti Beitrag anzeigen
Wenn man als Mensch solche Magenprobleme hat, würde der Arzt ja auch erstmal den Magen untersuchen und nicht die Bluwerte nehmen, oder?
Das hängt davon ab, auch die Pankreas kann solche Symptome machen, daher würde, auch in Anbetracht des Alters, alle potentiellen Verdächtigen abklären lassen.

Beim Menschen würde der Arzt wohl auch beides machen.

Ultraschall wäre aber auch auf jeden Fall sinnvoll und in der Regel bringt der auch mehr als eine Röntgenuntersuchung.
Maiglöckchen ist offline  
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Alt 30.07.2019, 21:15
  #10
pfotenseele
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Beiträge: 629
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ich finde auch, unbedingt ein geriatrisches blutbild mit den werten der bauchspeicheldrüse (sog. fPLI und PLI), vitamin B12 status!
dazu wenigstens mal die symptomatik lindern! da du ja der sitter bist, weiss ich nicht, wieviele kompetenzen du vom besitzer hast punkto behandlung...
er sollte etwas gegen die übelkeit bekommen (z.b. cerenia), bevor er noch mehr abmagert und die leber reagiert.
dazu empfehle ich zumindest auch einen magensäureschutz (wie z.b. omeprazol) zu testen.
koche oder gare ihm hühnchen, serviere es noch schön warm, gerne in etwas sud/brühe, das hilft auch gegen austrocknung. biete ihm immer wieder kleine portionen an und lass auch über nacht etwas stehen. stelle seinen napf höher (hilft gegen überschiessende magensäure) und füttere ihn von hand, das mögen ganz viele katzis.
ulmenrinde und gastricumeel sind natürliche mittel, aber bei dieser massiven symptomatik denke ich, das reicht nicht aus.
wenn mein kater so krisen hatte (bauchspeicheldrüse), mochte er das gastro von kattovit (schonfutter magen-darm und BSD). das ist leicht verdaulich und die sauce ist mit extra hohem elektrolytgehalt, das kann er gebrauchen.
und mich würde natürlich auch wundernehmen, wie die gastritis diagnostiziert wurde.
pfotenseele ist offline  
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