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Verdauungserkrankungen Pankreatitis, Gastritis ...


Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 23.01.2019, 08:16   #1
Lieschen1
Neuling
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 1
Standard Erfahrung mit Buprenovet ?

Hallo zusammen.
Mein eigentlich kerngesundes Lieschen hat Sonntag nach dem Verzehr eines Palmen Blattes angefangen zu kotzen- (kennt man ja &#128580leider hörte sie seitdem nicht mehr auf, ihr Futter kam Postsendung auch immer hoch, so das wir gestern zum Arzt sind ..Frisst und trinkt nicht mehr ..

Sie wurde sediert, gründlich im Rachen/ Mund / Nase kontrolliert, der Magen wurde geröntgt- keine Auffälligkeiten bis auf Wasser im Magen .

Um einen Verschluss ausschließen zu können sollte ich dann in die Tierklinik Norderstedt.. hier hat der Ultraschall keine Auffälligkeiten ergeben, so das ich sie wieder mitnehmen sollte.
Mitbekommen habe ich zum in den Mundwinkel spritzen das Schmerzmittel „buprenovet“!
Sie sitzt seit gestern Abend apathisch vor ihrem Wassernapf, wankt immer noch und frisst und trinkt weiterhin nicht . Ich dreh durch, hat hier evtl jemand Erfahrung mit dem Mittel , oder einen Tip was ich noch untersuchen lassen könnte?
Lieschen1 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 23.01.2019, 08:45   #2
little-cat
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Beiträge: 2.956
Standard

Hallo
Buprenovet ist ein Narkotikum, und kann sedierend wirken, was es tut. Ist die Dosis richtig? Ich habe hier, zur Information, was rein kopiert.

Buprenorphin (Buprenex, Vetergesic oder Temgesic)
Buprenorphin ist ein Narkotikum, das dreißig Mal so potent ist wie Morphin. Handelsnamen sind Buprenex (USA), Vetergesic (GB) und Temgesic (D). Opioide sind in Deutschland verschreibungspflichtig und können nur mit Rezept in Apotheken oder beim TA gekauft werden.

Buprenorphin sollte nicht oral verabreicht werden, da es dadurch unwirksam wird. Es kann injiziert werden, aber Katzen wird es für gewöhnlich „intrabuccal“ verabreicht, d.h., es wird im Maul in Richtung Wange gespritzt. Es ist geschmacksneutral, daher akzeptieren die meisten Katzen es gut. Durch das Spritzen an die Wange wird Buprenorphin über die Mundschleimhäute absorbiert und wirkt normalerweise schnell, innerhalb von 30 Minuten. Die Wirkung hält acht Stunden vor (das Colorado State University College of Veterinary Medicine führt momentan Untersuchungen über eine Retardversion von Buprenorphin durch, dessen Wirkung bis zu drei Tagen anhalten soll).

Die übliche Dosis ist 0,01 bis 0,03 mg/kg intrabuccal. Eine 4,55 kg schwere Katze würde demnach 0,046 bis 0,136 mg bis zu dreimal täglich erhalten. Das sind schwer abmessbare Mengen. Viele TÄ haben daher kleine Spritzen vorrätig, die bereits die korrekte Dosis enthalten. Sie müssen also nur noch den Inhalt im Maul Ihrer Katze gegen die Wange spritzen.

Die meisten Menschen, die mir dazu schrieben, berichten, dass Buprenorphin ein außerordentlich wirksames Medikament mit wenig Nebenwirkungen ist. Die häufigste Nebenwirkung ist eine Sedierung, auch das Atmen kann sich verlangsamen oder erweiterte Pupillen können auftreten. Einige Katzen schnurren mehr und werden sehr liebebedürftig, während andere wiederum rastlos werden.
usw. Quelle: https://felinecrf.info/behandlung_an...m#buprenorphin

Link zu B:https://docplayer.org/23446744-Gebra...nd-katzen.html

Geändert von little-cat (24.01.2019 um 10:37 Uhr) Grund: zweiten Link
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Alt 23.01.2019, 21:13   #3
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Beiträge: 54.383
Standard

Ich habe auch schon gelesen, dass Buprenovet häufig zu hoch dosiert wird.

Ich selbst habe bei meinen Jungs damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

@Little-Cat: Wenn ich Buprenovet bzw. Buprenorphin ins Mäulchen gebe, dann verabreiche ich es doch oral???
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Alt 23.01.2019, 22:20   #4
tiha
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Silvia, man spritzt es innen ins Mäulchen in die Backe, also die Schleimhaut. Das ist so wenig, das geht ratzfatz.

Meine Tiere haben immer sehr lethargisch darauf reagiert. Mein Kater ist nach einer Zahn-OP und zwei Infusionen (also jede Menge Flüssigkeit) 24 Stunden nicht mal mehr aufs Klo gegangen. Ich hab ihn dann ins Klo gesetzt und nicht mehr rausgelassen, irgendwann hat er es dann laufen lassen. Der saß selbst da noch da mit geschlossenen Augen, ich dachte schon, der wäre im Sitzen wieder eingeschlafen.

Zukünftig würde ich es wohl wieder geben, aber nur, wenn es wirklich das Mittel der 1. Wahl wäre.
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Alt 23.01.2019, 22:39   #5
Maiglöckchen
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Tina hat er das direkt nach der OP gespritzt bekommen? Oder hast Du es ihm noch am Tag danach gegeben?

Ich frag deshalb, weil ich schon häufig von solchen NW nach Zahn-Operationen gelesen habe, aber seltener, wenn es die Katze ohne vorherige OP bekommen hat.

Hier war keiner lethargisch. Die Jungs waren gut drauf und haben ordentlich reingeschaufelt.

In die Schleimhaut spritzen? Mit Kanüle? Das hätte ich bei Dickie niemals geschafft, er hat es einfach so ins Mäulchen bekommen und es hat dennoch sehr gute Wirkung gezeigt.

Buccale Verabreichung heißt doch einfach über die Mundschleimhaut, aber das wäre theoretisch doch auch möglich, wenn es nur ein paar Tropfen ins Mäulchen gibt.
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Alt 23.01.2019, 22:46   #6
tiha
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Also nach der OP auf jeden Fall auch, aber ob noch am nächsten Tag, weiß ich nicht mehr. Ich war nur wirklich entsetzt, weil da gar nichts mehr ging.

Maggy hatte es auch bekommen, als sie schwerst angeschlagen war mit Verdacht auf Pankreatitis und heftigstem Schnupfen, da ging auch nichts mehr, die lag auch nur noch lahm herum, nachdem ich es gespritzt hatte. Da hatte mich die Tierärztin allerdings bereits im Vorfeld darauf vorbereitet und es war nicht ganz so schlimm ausgeprägt wie bei Julius.

Mit der Verabreichung kann ich nichts Genaueres sagen. Ich hatte es einmal s.c. gespritzt und einmal eben in die Maulschleimhaut, so hatte man es mir in den jeweiligen Fällen gesagt.
tiha ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2019, 22:52   #7
little-cat
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Zitat:
Zitat von Maiglöckchen Beitrag anzeigen

@Little-Cat: Wenn ich Buprenovet bzw. Buprenorphin ins Mäulchen gebe, dann verabreiche ich es doch oral???
Ich habe es auch oral verabreicht, effektiver ist das Spritzen, aber deutlich schwieriger. Der TA meinte damals, dann oral. Soll etwas länger dauern bis es wirkt, wurde mir gesagt.
little-cat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2019, 22:59   #8
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Zitat:
Zitat von little-cat Beitrag anzeigen
Ich habe es auch oral verabreicht, effektiver ist das Spritzen, aber deutlich schwieriger. Der TA meinte damals, dann oral. Soll etwas länger dauern bis es wirkt, wurde mir gesagt.
Das glaube ich auch. Bei uns wurde es erst in der TK gespritzt und dann habe ich es alle acht Stunden zu Hause ins Mäulchen gegeben.
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