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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 04.08.2014, 10:09   #1
Lienna
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Lienna
 
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Standard Frage zur Reduktion von Prednisolon

Hallo liebe Forum-Mitglieder

Nachdem mein Kater (10-jährig) am 30.03.2014 plötzlich das Fressen eingestellt hat, wurde nach längerer Zeit stationär und diversen Abklärungen festgestellt, dass er eine mittelschwere chronische Dünndarmentzündung hat. Ursache sei eine Futtermittelunverträglichkeit. Somit wird das nun IBD genannt, oder?

Mein Kater musste aufgrund Kristallen im Urin Spezialfutter von Hills und RC fressen, oftmals habe ich diesem Futter selbst gekochtes Fleisch oder Fisch untergemischt. Das habe ich sofort radikal abgesetzt und bin auf das Sana von Vet concept umgestiegen. Zudem gibt es ca. 5 Stück/Tag TF von Hills z/d.

Nach ca. 10 Wochen 7.5 mg Prednisolon und weiterhin nur Cat Sana wollte ich auf 5 mg reduzieren. Nach 2 Tagen hatte er Durchfall.

Also wieder rauf auf 7.5 mg und 2 Wochen so weitergeführt. Dann wieder ein Versuch auf 5 mg. Noch in der Nacht hatte er sehr weichen Stuhl. Also bin ich wieder bei 7.5 mg.

Meine Frage: Soll ich es mit 2 x 7.5 mg und dann 1 x 5 mg versuchen? Auch wenn er dünnen Stuhl oder Durchfall hat? Ist das normal und müssen wir da einfach durch, bis sich der Körper daran gewöhnt?

Oder muss ich ihm wohl lebenslang die 7.5 mg geben?

Dann habe ich noch das Problem, dass mein Kater niemanden ausser mir an sich heran lässt. Wie kriegt er die Tablette wenn ich mal auswärts bin?

Und die letzte Frage: Ich habe gelesen, dass bei Langzeitgabe von Prednisolon das Blut regelmässig getestet werden sollte. Wie oft wäre empfehlenswert? Und einmal im Jahr die Nieren oder?

Fragen über Fragen. Und dann ist da noch der ph-Wert des Urins, der mir Sorgen macht

Hat mir vielleicht jemand einen Tip oder eine Antwort auf eine Frage? Ich bin da gerade etwas verzweifelt und möchte nichts falsch machen.

Liebe Grüsse von Lienna
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Alt 04.08.2014, 10:21   #2
DaisyPuppe
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Zitat von Lienna Beitrag anzeigen
Hallo liebe Forum-Mitglieder

Nachdem mein Kater (10-jährig) am 30.03.2014 plötzlich das Fressen eingestellt hat, wurde nach längerer Zeit stationär und diversen Abklärungen festgestellt, dass er eine mittelschwere chronische Dünndarmentzündung hat. Ursache sei eine Futtermittelunverträglichkeit. Somit wird das nun IBD genannt, oder?

Mein Kater musste aufgrund Kristallen im Urin Spezialfutter von Hills und RC fressen, oftmals habe ich diesem Futter selbst gekochtes Fleisch oder Fisch untergemischt. Das habe ich sofort radikal abgesetzt und bin auf das Sana von Vet concept umgestiegen. Zudem gibt es ca. 5 Stück/Tag TF von Hills z/d.

Nach ca. 10 Wochen 7.5 mg Prednisolon und weiterhin nur Cat Sana wollte ich auf 5 mg reduzieren. Nach 2 Tagen hatte er Durchfall.

Also wieder rauf auf 7.5 mg und 2 Wochen so weitergeführt. Dann wieder ein Versuch auf 5 mg. Noch in der Nacht hatte er sehr weichen Stuhl. Also bin ich wieder bei 7.5 mg.

Meine Frage: Soll ich es mit 2 x 7.5 mg und dann 1 x 5 mg versuchen? Auch wenn er dünnen Stuhl oder Durchfall hat? Ist das normal und müssen wir da einfach durch, bis sich der Körper daran gewöhnt?

Oder muss ich ihm wohl lebenslang die 7.5 mg geben?

Dann habe ich noch das Problem, dass mein Kater niemanden ausser mir an sich heran lässt. Wie kriegt er die Tablette wenn ich mal auswärts bin?

Und die letzte Frage: Ich habe gelesen, dass bei Langzeitgabe von Prednisolon das Blut regelmässig getestet werden sollte. Wie oft wäre empfehlenswert? Und einmal im Jahr die Nieren oder?

Fragen über Fragen. Und dann ist da noch der ph-Wert des Urins, der mir Sorgen macht

Hat mir vielleicht jemand einen Tip oder eine Antwort auf eine Frage? Ich bin da gerade etwas verzweifelt und möchte nichts falsch machen.

Liebe Grüsse von Lienna
Wurde mal ein großes Kotprofil gemacht, bevor man zur Diagnose IBD gekommen ist? So wie du es schilderst wurde die Diagnose mittels Röntgen/Ultraschall gestellt und nicht mit einer Biopsie.
Habt ihr mal eine Ausschlussdiät gemacht? Wenn es sich um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit handelt, wäre das sinnvoll.
Dass es mit der Gabe von Kortioson besser wird - könnte allerdings für eine IBD sprechen. Bitte fahr die Dosis nicht in kurzen Abständen rauf und runter. Wenn ihr eine Minimaldosis gefunden habt mit der es ihm gut geht, dann bleibt dabei. Ich hatte zwei Katzen die Kortison als Dauergabe bekommen haben - beide sind damit eigentlich gut zurechtgekommen.
Wenn du länger nicht da bist, wirst du wohl oder übel auf eine Deoptspritze zurückgreifen müssen.
Kannst du den Urinbefund mal einstellen?
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Alt 04.08.2014, 10:27   #3
Zugvogel
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Wie ist das jetzt mit den Kristallen im Urin, wird der pH regelmäßig getestet?

Cortison immer nur sehr, sehr langsam runterfahren. Wenn er jetzt bei einer Dosis ist, die Du gern verringern möchtest, dann mach das erst mal sehr gering und nur eine von der täglichen Gabe und nur an einem Tag in der Woche. Wenn das vertragen wird, dann nach 2-3 Wochen an einem weiteren Tag eine Dosis verringern... und so weiter. Also gaaaaanz langsam runterschleichen.

Bei IBD kann man auch naturheilkundlich sehr gute Erfolge erzielen, wäre das ein gangbarer Weg für Dich?


Zugvogel
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Alt 04.08.2014, 11:08   #4
Lienna
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Lienna
 
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Vielen lieben Dank für eure schnellen Antworten.

Ein Kotprofil wurde nicht erstellt und sei auch nicht nötig. Auch ein von mir vorgeschlagener Allergietest wurde nicht empfohlen, da er nicht wirklich aussagekräftig ist.

Die Diagnose lautet "mittelschwere chronische Dünndarmentzündung" und wurde mittels eine Endoskopie festgestellt. Den Begriff IDB habe ich dazu im Internet gefunden, weiss aber nicht ob das stimmt)

Die Ausschlussdiät mit Cat Sana (reines Pferdefleisch) von Vet Concept führe ich nun schon über 3 Monate durch. Ich habe ihm in dieser Zeit nie etwas andere gegeben. Ich koche ihm zusätzlich jeden Abend ca. 40-50 gr. Pferdefleisch dazu.

Meinst du, ich kann ihm 1x pro Woche 5 mg statt 7.5 mg geben und dies einfach solange, bis er nicht mehr mit dünnen Stuhl/Durchfall reagiert? Oder wird das nicht besser? Könnte sich der Körper mit der Zeit daran gewöhnen? Eine Dosis dazwischen wird schwierig, ich könnte jedoch die Tabletten versuchen zu vierteln und dann wären das +/- 6.25 mg.

Einen Urinbefund habe ich nicht. Hier in der Schweiz kriegt man die Befunde normalerweise nicht ausgehändigt. Jedoch piesselt er sehr gut. Ich mische dem Nassfutter immer viel Wasser drunter, damit er gut durchgespült wird. Die Urinklumpen sind immer sehr gross.

Wie lange hält so eine Depotspritze? Und sollte ich die zuerst einmal ausprobieren, bevor ich weg gehe? Ich verzichte dieses Jahr auf die Ferien - jedoch könnte es mal sein, dass ich beruflich für 2 Tage weg müsste.

Den PH-Wert messe ich regelmässig selber mit den Streifen. Auch hatte er in den 4 Jahren, wo ich das Hills cd und Royal so gefuttert habe nie mehr Kristalle. Ich sorge mich nun einfach, da ich dieses Futter nicht mehr füttern kann, wieder dieses Problem auftauchen könnte. Meine TA meinte, alles können wir im Moment nicht vorbeugen, mein Kater solle weiterhin nur Pferdefleisch fressen.

@ Zugvogel

Mein Kater erhält die 7.5 mg nicht auf den Tag verteilt, sondern nur am Abend. Falls ich nun an einem Tag in der Woche eine reduzierte Gabe mache und er immer wieder mit dünnem Stuhl/Durchfall reagiert. Wie lange soll ich das denn durchziehen?

Klar wäre Naturheilkunde auch ein gangbarer Weg. Alles was meinem Kater hilft ist ein gangbarer Weg.

Könnten ihm dann diese Mittel nicht auch wieder den Darm reizen?
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Alt 04.08.2014, 11:15   #5
DaisyPuppe
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Ok - das liest sich schon mal alles ganz gut.
Tut mir leid - wollte deiner TA nix unterstellen - aber da die Informationen etwas dürftig waren, bin ich mal davon ausgegangen.
So funktioniert Cortison leider nicht - den richtigen Effekt hat es nur wenn die Dosis stimmt und ausreichend ist. Wenn es längere Zeit gut wirkt dann kannst du reduzieren - sollte es danach wieder schlechter werden, dann seid ihr bereits bei eurer Minimaldosis angelangt.
Mit dem Depotcortison kenne ich mich nicht so gut aus - ich hab das vermieden weil meine Puppe CNI hatte - da ist das eher suboptimal. Aber ich denke, dass so eine Spritze schon 4 Wochen halten kann. Du sihest ja wenn es Zeit ist, wenn die Wirkung nachlässt.
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Alt 04.08.2014, 11:19   #6
Lienna
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Ach gar kein Problem. Ich kenne mich mit Foren auch nicht so gut aus, tut mir leid habe ich etwas spärlich informiert.

Meine TA kannte jedoch das Pferdefleisch nicht, was mich doch sehr wunderte. Gestartet hatte ich damals deshalb mit Rentierfleisch von Vet Concept, bis ich auf das Pferdefleisch von Vet Concept stiess.

Danke für deine Information bezüglich Menge des Cortison. Diese Frage beschäftigte mich die ganze Zeit schon. Wenn es also immer wieder bei der Reduktion zu Durchfall/dünnen Stuhl kommt, bleibe ich bei den 7.5 mg pro Tag.

Weisst du, wie oft ich das Blut untersuchen lassen sollte? Und was genau getestet werden soll?

Liebe Grüsse und nochmals vielen Dank für eure Hilfe,
Lienna
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Alt 04.08.2014, 11:23   #7
Zugvogel
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Ich würde jetzt versuchen, die Tabletten zu teilen und 1 mal in der Woche die Gabe von 6,25 mg zu geben, aber wirklich nur 1 mal.

Und dann Futtertagebuch führen, in dem Du alle Medis und Futter und Menge genau notierst und Veränderung im Verhalten, bzw. in der Verdauung ebenso.



Zugvogel
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Alt 04.08.2014, 11:26   #8
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Zugvogel, danke für den Tipp. Ich werde das so probieren mit den 6.25 mg. Tagebuch führe ich bereits

Gerne würde ich meinem Kater mal ein anderes Futter geben, da er langsam etwas zu kämpfen hat. Aber vermutlich sollte ich das erst testen, wenn ich an der untersten Menge an Prednisolon angekommen bin, oder?
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Alt 04.08.2014, 11:27   #9
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Zitat:
Zitat von Lienna Beitrag anzeigen
Danke für deine Information bezüglich Menge des Cortison. Diese Frage beschäftigte mich die ganze Zeit schon. Wenn es also immer wieder bei der Reduktion zu Durchfall/dünnen Stuhl kommt, bleibe ich bei den 7.5 mg pro Tag.

Weisst du, wie oft ich das Blut untersuchen lassen sollte? Und was genau getestet werden soll?

Liebe Grüsse und nochmals vielen Dank für eure Hilfe,
Lienna
So würde ich es machen.
Bei Cortison sind Nieren- und Blutzuckerparameter (Fructosamin-Wert) wichtig, da es sich auf die Nieren negativ auswirken kann und unter Verdacht steht Diabetes zu begünstigen. Euere Dosis ist ja jetzt nicht wirklich hoch - damit sollte er gut klarkommen. Ich würde - auch hinsichtlich seines Alters - vorsichtshalber alle 6 Monate ein geriatrisches Blutbild machen.
Und Depotspritze nur wenn unbedingt nötig.
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Alt 04.08.2014, 11:33   #10
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Hätte ich doch hier schon früher geschrieben, vielen Dank euch

Und dass du die Dosis nicht so hoch findest, hat mich gerade seeehr erleichtert!!

Meinst du ich kann ihm nach der richtigen Einstellung auch mal ein anderes Futter von Vet Concept geben? (Ziege oder Hase, das wäre nämlich getreidefrei)
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Alt 04.08.2014, 11:38   #11
DaisyPuppe
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Zitat:
Zitat von Lienna Beitrag anzeigen
Meinst du ich kann ihm nach der richtigen Einstellung auch mal ein anderes Futter von Vet Concept geben? (Ziege oder Hase, das wäre nämlich getreidefrei)
Hast du schon mal überlegt komplett auf Barf umzusteigen? Viele Katzen mit IBD reagieren da sehr gut darauf..
Versuch es - was er verträgt kannst du nur über's Ausprobieren herausfinden.
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Alt 04.08.2014, 11:47   #12
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Können da die Supplemente nicht wieder Schaden am ohnehin schon kaputten Darmstück anrichten?
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Alt 04.08.2014, 11:53   #13
DaisyPuppe
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Zitat:
Zitat von Lienna Beitrag anzeigen
Können da die Supplemente nicht wieder Schaden am ohnehin schon kaputten Darmstück anrichten?
Ich bin kein Barf-Spezialist - meine Katzen wollten beide kein rohes Fleisch fressen - nur damit spielen
Frag mal bei Labahn nach - die kennt sich gut aus. Aber ich kann mir das nicht vorstellen - es werden nur Nährstoffe ergänzt, die die Katze ohnehin aufnehmen muss.
Wie gesagt - hier gibt es viele Berichte von IBD-Katzen, denen es mit Barf viel besser gegangen ist.
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Alt 04.08.2014, 16:28   #14
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Super, danke! Ich werde mal danach suchen
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Alt 04.08.2014, 21:26   #15
Labahn
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Hallo,

ich schreibe einfach mal ein paar Gedanken, die mir bei deinen Fragestellungen gekommen sind.

Mittels Endoskopie wurden also die entzündlichen Prozesse im Darm festgestellt und die Vermutung geäußert es handelt sich bei der Ursache um eine Futtermittelunverträglichkeit. Ich schreibe absichtlich Vermutung, da es dafür ja auch noch andere mögliche Ursachen gibt. Diese Tatsache solltest du vielleicht auch im Hinterkopf behalten.

Zitat:
Zitat von Lienna Beitrag anzeigen
Die Ausschlussdiät mit Cat Sana (reines Pferdefleisch) von Vet Concept führe ich nun schon über 3 Monate durch.
Aber gehen wir wirklich mal von einer Futtermittelunverträglichkeit/-allergie aus. Deine derzeitige Fütterung entspricht nicht wirklich der Intension einer Ausschlußdiät, sondern eher einer "wir reduzieren die möglichen Auslöser"-Diät. Bei einer Ausschlußdiät werden alle möglichen Futterbestandteile einzeln ausgetestet und als Auslöser identifiziert oder ausgeschlossen.

Das momentane Futter enthält neben Pferd aber auch noch Pastinake, Rapsöl, Mineralstoffe und verschiedene andere Zusatzstoffe. Auf all das kann theoretisch reagiert werden. Daher wäre zum anfänglichen Austesten wirklich reines Fleisch ohne jegliche Zusätze besser geeignet.

Zitat:
Zitat von Lienna Beitrag anzeigen
Können da die Supplemente nicht wieder Schaden am ohnehin schon kaputten Darmstück anrichten?
Falls die Ursache im Futter liegt wäre das natürlich möglich, aber das gilt auch schon für andere Fleischsorten beim Vetconcept. Und auch das bisherige Futter solltest du in diesem Zusammenhang nocheinmal hinterfragen, denn vielleicht ist es auch nicht geeignet und die Besserung liegt momentan nur am Cortison. Das spräche auch für die promte Reaktion bei Reduzierung der Dosis.

Gerade bei der natürlichen Supplementierung kann man die einzelnen Supplemente einzeln austesten und bei Bedarf auch Alternativen verwenden. Supplemente sind ja Dinge wie Salz, Blut, Knochen, Leber, ...

Zitat:
Zitat von Lienna Beitrag anzeigen
Den PH-Wert messe ich regelmässig selber mit den Streifen. Auch hatte er in den 4 Jahren, wo ich das Hills cd und Royal so gefuttert habe nie mehr Kristalle. Ich sorge mich nun einfach, da ich dieses Futter nicht mehr füttern kann, wieder dieses Problem auftauchen könnte. Meine TA meinte, alles können wir im Moment nicht vorbeugen, mein Kater solle weiterhin nur Pferdefleisch fressen.
Wenn du regelmäßig den pH-Wert misst ist das doch überhaupt kein Problem. Denn das ist doch dein Indikator. Du kannst beim Futter weiterhin auf ein ausgewogenes Ca/P-Verhältnis (zwischen 1,1-1,2:1) achten, darauf Kohlenhydrate möglichst zu vermeiden (verschieben den pH-Wert unnötig in den alkalischen Bereich), du kannst für mehr Flüssigkeitsaufnahme sorgen (um Blase und Nieren besser zu spülen) und bei Bedarf eben zusätzlich bedarfsgerecht ansäuern. Das ist der optimale Weg zur Behandlung/Vorbeugung von Struviterkrankungen. Daher sehe ich momentan keinerlei Einschränkungen dabei.

Wie hat sich der pH-Wert denn seit der Futterumstellung verändert? Insb. 4-8h nach der letzten Mahlzeit.

Geändert von Labahn (04.08.2014 um 21:29 Uhr)
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