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Alt 08.11.2018, 15:11   #1
HeidiR
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HeidiR
 
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Standard Diagnose Pankreatitis (gesichert)

Hallo
ich brauche mal Eure Meinung. Bei meiner Emily wurde nun die gesicherte Diagnose Pankreatitis gestellt. Es war auf dem Ultraschall deutlich zu sehen und das Labor hat es bestätigt.

Es hat sich durch immer wieder komisch herumhocken und mal fressen, mal nicht fressen, angekündigt und Erbrechen.
Egal, das muss ich jetzt nicht alles aufschreiben.

Der aktuelle Stand:
Emily war Samstag am Tropf m. diversen Dingen wie irgendwas gegen Übelkeit, Schmerzmittel, Vitamin B etc.

Sonntag, Montag und Dienstag ging es ihr recht gut. Sie bekommt noch ein Schmerzmittel von mir, bzw. hat es mir der TA gegeben, das auch gleichzeitig entzündungshemmend ist.
Sie hat mehr oder weniger gut gegessen, ausreichend. Lag zu 90% immer total entspannt da.

Gestern Morgen hat sie dann das 1. Mal eine schöne Portion Almo Natur Huhn gegessen und war total fröhlich.
Die TÄ wollte ihr dann nochmal Vitamin B spritzen und noch irgendwas (kommt ins Haus).
Gegen Abend ging es ihr dann schlechter. Saß oft seltsam herum (aber durchaus dann auch wieder entspannt).
Fraß wenig.

Heute morgen dann nichts mehr und hat mich auch nicht begrüßt.
Trotzdem liegt sie total entspannt da, ganz langgestreckt oder eingerollt mit "verdrehtem Köpfchen" - Ihr wisst sicher, was ich meine

Sie bekommt nun zusätzlich noch Peritol Tabletten, um den Appetit anzuregen.

Was ich gerne von Euch wüsste:
Ich höre im Moment von allen Seiten, dass die meisten Katzen eine Pankreatits nicht überleben und nach wochenlangem Zwangsfüttern/Tropf/Klinik/was weiß ich dann doch eingeschläfert werden.
Wie sind Eure Erfahrungen?
Gibt es auch positive Berichte?
Muss ich so schwarz sehen?
Ich merke, wie ich mich gedanklich schon von ihr verabschiede

Was ich NICHT will: Über jeden Handgriff/Medikament/Laborwert diskutieren. Ich vertraue meiner TÄ und habe, durch die Klinik, auch eine 2. Ärztin an der Hand.

Meine Emily liegt also im Großen und Ganzen entspannt, ist heute auch mal einem Spielzeug hinterhergerannt und abends geht sie auch mal einer Paketschnur hinterher, die sich bewegt ;-)
Dann plötzlich hockt sie wieder komisch für wenige Minuten, um sich dann wieder entspannt auf die Seite zu legen.
Sie ist natürlich viel ruhiger als früher.

Sie frisst halt nix und bekommt deshalb nun Nutribound, in das ich dann das Schmerzmittel mischen werde.

Ich möchte sie so wenig wie möglich nehmen und ihr was einflößen, da es danach (durch Stress?) jedesmal einen Rückschritt gibt.

Auf jeden Fall wüsste ich gerne mal, ob tatsächlich so viele Katzen an einer Pankreatitis sterben oder ob ich mir Hoffnungen machen darf
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Alt 08.11.2018, 16:34   #2
Slimmys Frauli
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Slimmys Frauli
 
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Hallo,
tut mir leid, dass es deine Katze auch erwischt hat.
Meine Slimmy hatte diesen Sommer einen akuten Schub...3x stationär in der Klinik, beim 3. Mal schon mit der Aussicht, dass sie es nicht überstehen könnte, da keine Darmbewegung mehr vorhanden war und eine Sepsis dazukam. Sie hat es überlebt und jetzt geht es ihr insgesamt wieder gut. Nur die Verdauung haben wir immer noch nicht ganz im Griff.
Also von hier kann ich dir nur einen Schub Mut und Kraft schicken. Pankreatitis ist sch***** aber kein Todesurteil und heißt nicht, dass Katze keine Lebensqualität mehr haben wird. Im Gegenteil, bei uns wird wieder fleißig durch die Wohnung routiert..
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Alt 08.11.2018, 16:48   #3
Minki2004
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Minki2004
 
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Die Diagnose ist nicht schön, aber kein Todesurteil. Lies gern in unseren Threads, da schreiben wir die Auf und Abs. Lebensqualität können sie aber dennoch wieder erreichen. Mit ein paar kleinen Hilfestellungen, z.B immer Futter zur Verfügung stellen, denn kleine,aber dafür öfter Portionen, vertragen die Miezen besser. Und ja sie haben nach dem Essen Schmerzen, weil dann die Pankreas ihren Dienst aufnimmt.

Jede Katze leider andere Symptome , was es echt schwierig macht eine passende Therapie zu finden.

Ich schicke Dir auch einwenig Kraft und vorallem Zuversicht, das deine Maus und Du den richtigen Weg findet und Emily( süßer Name) schnell wieder fit wird.

LG, Diana mit Minki
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Alt 08.11.2018, 16:58   #4
laetisha
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Nee, das ist kein Todesurteil.
Mach dich nicht verrückt, sei aufmerksam und lass regelmässig den Blutwert messen.

Schübe kann es immer wieder geben, denn wenn es chronisch ist dann wird es die Maus ein leben lang begleiten. Ist aber machbar..
bei meinem Kater kommt noch eine Chronische Darmentzündung dazu, deswegen bekommt er Cortison..

Lies dich überall mal durch, haben wir alle gemacht weil bstimmt jeder erstmal überfordert war..
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Alt 08.11.2018, 17:04   #5
HeidiR
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Vielen Dank, ganz lieb von Euch.

Ich habe mich mit dem Thema noch nie befasst bis hier her und bin durch solche Auf und Abs total verunsichert.

Gibt es irgendwo einen Sammelthread, wo alle ein wenig reinschreiben? So ne Art Selbsthilfegruppe

Ich gebe zu, dass mich das gerade etwas überfordert. Vor drei Wochen war die Welt völlig in Ordnung und nun das.
Dazu kommt, dass ich Emily von ihrer Partnerkatze Lina nicht trennen kann, weil es danach zu einem Riesenkrieg kommt (hatten wir Samstag nach der Klinik). Daher ist das mit "Klinik und Infusion" sehr gut abzuwägen, denn der Stress danach zuhause ist wirklich nicht ohne und offenbar immer wieder mit einem Rückschritt verbunden.

Auf und Abs sind also "normal"... schon mal gut zu wissen.

Und gut zu wissen, dass es nicht unbedingt das Todesurteil ist. Ich habe plötzlich von allen Seiten (NICHT von den Tierärzten) gehört, dass man ewig herumlaboriert und dann sterben sie "doch"...

Ich danke Euch sehr.
Ich tausche mich gerne aus, am liebsten über "Wie verhält sich eine Katze mit Pankreatitis", denn im Moment kann ich das alles überhaupt nicht einschätzen.

Komisch. Nachdem ich Eure Antworten gelesen hatte, musste ich fast heulen, da habe ich gemerkt, wie angespannt ich bin - und nun geht es mir ein wenig besser.
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Alt 08.11.2018, 17:09   #6
Dijula
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Hat sie denn eine akute oder eine chronische Pankreatitis, wisst ihr das schon?

Kann mich aber den anderen auch nur anschließen, keine Panik, das heißt erstmal noch gar nichts! Und lass dich erstmal drücken! Ich glaube, wir wissen hier alle wie unglaublich belastend das ist.

Ich glaube, mein Kater hat im Januar / Februar fast 6 Wochen nicht richtig gefressen - da brauchst du echt Geduld und darfst dich von Rückschlägen nicht so runterziehen lassen, auch wenn das sehr schwer fällt. Das dauert einfach sehr lange und ist echt nervenzehrend.

Glaube, einen Sammelthread haben wir nicht, wir schreiben nur durcheinander in jedem unserer Threads. :'D Sollten aber echt mal eine Pankreatitis-Selbsthilfe-und-Aufbau-Gruppe gründen.
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Alt 08.11.2018, 17:13   #7
Slimmys Frauli
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Subkutan Infundieren kannst du auch zuhause. Ist halb so schlimm wie es sich anhört und schnell gelernt. Nur so als Idee wenn TA Besuche bei euch so problematisch sind.
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Alt 08.11.2018, 17:25   #8
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@Dijula: eine akute angeblich, allerdings wurden Zysten am Pankreas festgestellt.
6 Wochen Hast du ihn dann zwangsernährt oder war er in der Klinik? Muss mal deinen Thread suchen.

@ Slimmys Frauli: Ja, stimmt. Das wäre auch eine Idee.
Meine TÄ kommt ins Haus, sie hat eine mobile TA-Praxis, aber Emily sitzt mittlerweile schon auf dem Schrank, wenn sie sie nur klingeln hört (und vorher war das natürlich nicht so).
Allerdings geht sie mir auch zunehmend aus dem Weg, weil ich ihr so oft irgendwas einflößen muss. Was sie zum Glück lieb mit macht.

Für mich ist diese Angespanntheit so schlimm. Jedesmal, wenn man heimkommt, dieses Zittern, wie geht es ihr, frisst sie... wo ist sie, hockt sie auf dem Schrank oder liegt sie entspannt....
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Alt 08.11.2018, 17:27   #9
laetisha
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Ach Gott, fühl dich mal gedrückt.
Alles wird gut.. es gibt hier User die haben echt Ahnung und das alles schon mal durch gestanden. Ich glaube, davon profitieren wir alle

Ich nenn eine Userin, auf die ich echt nix kommen lassen weil sie weiss wovon sie spricht..

Maiglöckchen

Wenn sie Zeit hat, hilft sie gerne

Wenn Emily irgendwann gut eingestellt ist, dann kann sie gut leben damit. Und wenn du weisst, das es immer wieder einen Schub geben kann, dann gehst du auch ruhiger dran..
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Alt 08.11.2018, 17:35   #10
Dijula
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Nein, er hat selbst gefressen, aber eben nur sehr wenig und sehr mühsam, weil er Futter nur aus der Hand genommen hat - meistens so 70 bis 80 Gramm nur pro Tag, dann war mal einer dazwischen, da hat er plötzlich 230 Gramm verschlungen, am nächsten Tag dann nur 20 usw. - was ich damit nur sagen wollte, ist, es kann dauern, bis alles wieder seinen gewohnten Gang geht - das ist aber in der Regel nur eine Phase, die man durchstehen muss! (Er hatte halt erst ordentlich abgenommen und sich dann irgendwann beim Gewicht eingependelt.)

Klar, wenn eine Katze gar nichts frisst, muss man das anders händeln. Aber solange sie noch wenigstens kleine Portion frisst erstmal keine Panik, das regelt sich bestimmt wieder!
So einen Schub muss man symptomatisch behandeln und dann "aussitzen".


Wenn es eine akute ist kann es gut wieder abheilen. Als es bei meinem Kater im Januar diagnostiziert wurde war hier noch ein Kater namens Skinny, der auch eine hatte - der war noch ein paar Wochen wieder völlig fit!
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Alt 08.11.2018, 17:37   #11
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Was mich besonders belastet:

Mein Kater Legolas von der TH Miezekatze ist Anfang 2016 eingeschläfert worden, zum Schluss stellte sich auch eine Pankreatits heraus, aber da war er schon so gut wie...naja.

Mich hat das so mitgenommen, als er tot war, dass ich mir geschworen habe: NIE wieder ein Haustier.
Und damit ging es mir gut.

Und vor einem Jahr sind mir dann Emily & Lina über den Weg gelaufen und ich habe sie genommen und dachte: Sie sind 6 und 8 - du wirst viele Jahre mit ihnen haben, bis es WIEDER so weit ist.
Wir haben nun auch fast 1 Jahr gebraucht, bis wir uns aneinander gewöhnt hatten. Birmchen gehen offenbar nicht auf jeden zu, schon gar nicht, wenn sie schon mehrere Vorbesitzer hatten.
Seit zwei Monaten erst sind wir ein "Team"

Und nun nach einem Jahr stehe ich schon wieder mit einem Berg an Medikamenten, Rekonvaleszenzfutter, Spritzen, Pülverchen, Überweisungen, Rezepten in meiner Wohnung.
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Alt 08.11.2018, 17:39   #12
HeidiR
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Heute hat sie aber noch nichts gefressen, außer zwei Happen
Heute Abend wird sie dann etwas mit der Spritze bekommen, wenn sie nicht frisst.
Gestern Morgen - da hat sie reingehauen. Ich war so froh.

Zitat:
Zitat von Dijula Beitrag anzeigen
Nein, er hat selbst gefressen, aber eben nur sehr wenig und sehr mühsam, weil er Futter nur aus der Hand genommen hat - meistens so 70 bis 80 Gramm nur pro Tag, dann war mal einer dazwischen, da hat er plötzlich 230 Gramm verschlungen, am nächsten Tag dann nur 20 usw. - was ich damit nur sagen wollte, ist, es kann dauern, bis alles wieder seinen gewohnten Gang geht - das ist aber in der Regel nur eine Phase, die man durchstehen muss! (Er hatte halt erst ordentlich abgenommen und sich dann irgendwann beim Gewicht eingependelt.)

Klar, wenn eine Katze gar nichts frisst, muss man das anders händeln. Aber solange sie noch wenigstens kleine Portion frisst erstmal keine Panik, das regelt sich bestimmt wieder!
So einen Schub muss man symptomatisch behandeln und dann "aussitzen".


Wenn es eine akute ist kann es gut wieder abheilen. Als es bei meinem Kater im Januar diagnostiziert wurde war hier noch ein Kater namens Skinny, der auch eine hatte - der war noch ein paar Wochen wieder völlig fit!
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Alt 08.11.2018, 18:02   #13
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Ich habe Slimmy ca. alle 2 Stunden Fressi unter die Nase gehalten. Aus der Hand ist dann meist ein bissi gegangen und über den Tag ist so doch genug im Bauchi gelandet. Aus der Hand ist wohl beruhigend außerdem ist erhöht bei Übelkeit immer besser. Direkt beim Aufwachen fressen sie auch meist automatisch ein bisschen wenn's schon direkt vor dem Mäulchen ist.
Bekommt sie was gegen Übelkeit? Cerenia sollte sehr gut wirken. Alternativ auch Nux vomica, wirkt aber nicht so stark/verlässlich.
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Alt 08.11.2018, 20:31   #14
HeidiR
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Ja, gegen die Übelkeit bekommt sie etwas.

Heute hat sie Peritol bekommen, eine halbe Tablette und dadurch sehr, sehr gut am Abend gefressen. Ich habe ihr dann sogar Futter weggenommen, damit die BSD nicht überlastet wird.

Damit muss sie nicht in die Klinik, was uns angedroht wurde wenn sie nicht frisst.

Als Nebenwirkung merke ich eine gewisse Unruhe. Aber vielleicht überträgt sich meine Unruhe auch auf sie.
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Alt 08.11.2018, 21:19   #15
Minki2004
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...die Unruhe kann vom Peritol kommen. Wenn deine TA nach Hause kommt, kann sie auch deiner Maus Vit.B spritzen, hat keine Nebenwirkungen und ist gut Appetitanregend. Deine Maus sollte viele kleine Mahlzeiten am Tag haben.
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