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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 25.10.2018, 18:15   #1
Louis&Luna
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Standard Chronische Pankreatitis und SDÜ

Nun eröffne ich doch ein eigenes Thema für mein Sorgenpeterle Louis.
Vielleicht finde ich hier auch noch andere, bei denen die beiden im Titel genannten Krankheiten aufeinander treffen...

Hallo, ich bin Louis. Ich bin im Jahr 2005 geboren und mit ca. 3 Monaten bei meinen Dosenöffnern eingezogen. Ich habe damals auf dem Bauernhof gelebt und als die Dosenöffner dort ankamen, habe ich Ihnen gleich schöne Augen gemacht und sie mit meinem Charme und meiner geselligen kuscheligen lieben Art erobert.
Leider bin ich schon immer sehr empfindlich, aber so richtig problematisch wurde es erst, als ich 10 Jahre wurde. Da hab ich leider Zahnprobleme bekommen und musste operiert werden. Naja die gezogenen Zähne verkrafte ich ganz gut. Ich kann trotzdem noch alles essen.
Aber leider vertrag ich seitdem kein Trockenfutter mehr. Dabei habe ich das geliebt
Nun bekomme ich aber sehr leckeres Nassfutter und kann damit leben...
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Alt 25.10.2018, 18:20   #2
Louis&Luna
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Zum Jahreswechsel hatte ich plötzlich nicht mehr so richtig Appetit. Daher musste ich zum Tierarzt. Die Fahrt ist zwar nicht lange, aber mir wird dabei immer so übel. Deshalb fand ich das ziemlich doof.
Dort hat die Ärztin erst mal festgesteckt, dass mein Hals entzündet ist und ich bekam blöde Tabletten in Leckerlis versteckt. Ich habe sie zwar versucht auszusortieren, doch dass hat Frauchen leider durchschaut.
Beim TA wurde ich auch gepiekst und mein Blut hat ergeben, dass meine Schilddrüsenwert erhöht ist.
Also bekam ich noch eine versteckte Tablette - aber immerhin mehr Leckerlis
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Alt 25.10.2018, 18:29   #3
Louis&Luna
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So, jetzt schreibt Frauchen weiter

Jedenfalls hat Louis immer weniger gegessen und wir sind wieder zu TA. Dort wurde er nochmal untersucht und das Medikament (Felimazol) sicherheitshalber abgesetzt, weil wir davon ausgingen das es daran lag. Louis Wert war auch nur knapp über dem Referenzwert, daher erstmal weiter suchen. Der TA vermutete einen Tumor und bat uns zum Ultraschall.
Zum Glück kam hierbei aber so gar nichts heraus. Es wurde dann nochmal gezielt sein Blut untersucht auf FPLI und CNI. Der Arzt hatte eher die Nieren im Verdacht, doch es war die Pankreas.
Der Wert war damals noch nicht so hoch. Ich glaube bei 7?!
Nun ja, trotzdem sollten wir s.c. Infusionen, Antibiotika und Vitamine geben.
Leider wurde der Wert trotzdem schlechter und ich musste meinen Schatzi auf Station geben. Dort war er eine Woche. Bekam Infusionen und wurde zugefüttert. Als wir ihn nach der Woche abholten, war der Wert leider noch schlechter geworden, aber der kleine Mann hatte wieder Appetit - erst mal...
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Alt 25.10.2018, 18:54   #4
Louis&Luna
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Eine Woche später wurde das Blut wieder getestet und es ging ihm zunehmend schlechter. Der Wert war dann überraschenderweise aber plötzlich gesunken, was wir zu dem Zeitpunkt nicht erwartet haben. Louis bekam dann Appetitanreger. Das hat erstmal nicht geholfen, außer das er wie auf Koffein war und keine Ruhe gefunden hat. Wir sollten ihn dann ein bißchen zufüttern, dass er jeden Tag wenigstens wenig isst.
Damals dachte ich, es geht zu Ende...
Dann, 2 Tage später morgens, aß er plötzlich und nicht wenig
Wir haben uns so gefreut.
Leider hielt die Freude nicht lange, denn - obwohl er wieder aß - kam eine Woche später der Schock: FPLI im nicht mehr messbaren Bereich (Also über 50 bei unserem Labor)...
Louis bekam dann Cortison, erstmal 5 mg.
Ihm ging es dann bald deutlich besser, er hat wieder gut gegessen und zugenommen. Aber er wurde auch unruhiger und wir vermuteten die Schilddrüse. Doch der Wert war wieder niedriger geworden.
Jedenfalls reduzierten wir das Cortison dann um die Hälfte auf 2,5 und nach ca 2 Wochen nochmal um die Hälfte auf 1,25.
Da es Louis weiterhin gut ging, hatten wir Hoffnung, dass es doch ohne Cortison geht. Doch als wir nur noch jeden 2. Tag spritzten, bekam er einen heftigen Schub.
Seither belassen wir es bei der geringen Dosis.
Mitte August wurde nochmal Blut genommen. Nun kam heraus, dass der T4 bei 8 war und behandelt werden musste.
Wir begannen wieder mit Felimazol. Nachdem er die Tablette immer 15-20 Minuten nach der Einnahme wieder spuckte, stellten wir die Behandlung nach 3 Tagen um auf Thieronorm. Das ging ungefähr 7 / 8 Tage gut, dann bekam er wieder heftig Übelkeit und Inappetenz.
Also versuchten wir (nach 1 Woche Pause und wieder aufpebbeln) Carbimazol. Das ging fast 10 Tage gut, dann wieder das selbe Problem...
Naja diesmal hatte er zwar noch Hunger, hat aber fast täglich gespuckt.
Also geben wir ihm das Thiamazol nun subkutan. Der T4 war nach 5 Tagen bei 5,4 und nach 3 Wochen nun bei 4,9. Ich hatte ihn schlechter erwartet, weil Louis sehr viel schreit nachts und dass bei den anderen Mitteln besser war. Aber mir soll's recht sein.
Naja, aktuell ist es zwar vom Blut her gut und er isst recht normal. Aber er spuckt auch immer mal wieder. Oder zeigt nachts Übelkeitsanzeichen (trotz Omeprazol).
Das äussert sich dadurch, dass er dann oft die Tapeten ableckt

Ich finde es jedenfalls komisch, dass die Behandlung der SDÜ bei Louis scheinbar Auswirkungen auf die Pankreas hat.

Naja, langer Text. Ob das überhaupt jemand lesen will ?

Es grüßt,
Miriam mit Kater Louis und Katze Luna
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Alt 25.10.2018, 19:01   #5
Louis&Luna
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Falls sich doch jemand mein Roman durchliest und hier ankommt, hätte ich eine Frage:
Kennt hier jemand das Mittel Engystol für das Immunsystem und hat damit Erfahrungen? Louis hat ein paar wunde Hautstellen. Ich denke sein Immunsystem arbeitet mit dem Cortison nicht so gut und würde gerne etwas unterstützen.
Danke...
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Alt 25.10.2018, 20:03   #6
tiha
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Wie sieht der T4 denn jetzt aktuell aus?
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Alt 25.10.2018, 20:12   #7
Louis&Luna
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Der Wert 4,9 ist vom Samstag. Da wurde Niere, Blutspiegel und T4 untersucht. Der TA meinte, dass es so okay wäre (Referenz ist bis 4,7, aber wir spritzen ja immer um 18 Uhr und Blut wird morgens um ca 8.30 / 9 Uhr abgenommen.
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Alt 25.10.2018, 20:15   #8
tiha
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Nein, das ist nicht ok! Bei alten und symptomatischen Katzen fängt der Grau- und damit Überfunktionsbereich ja bereits schon bei 2,9 an - bei euch ist er sogar drüber.

M.E. muss der dringend runter!
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Alt 25.10.2018, 20:16   #9
Maiglöckchen
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Da ich Eure Geschichte ja zum Teil schon verfolgt habe, interessiert es mich natürlich, wie es weiter geht.

Warum gab es denn bei einer chronischen Pankreatitis Antibiotika? Die gibt man normalerweise nur bei akuter Pankreatitis.

Hat Louis ein Schmerzmittel bekommen, als die Werte so doll erhöht waren?

Wobei laut unserer TÄ die Höhe des Wertes nicht unbedingt etwas über die Schwere der Symptome aussagt, wie Du ja auch erfahren hast.

Ich finde den Schilddrüsenwert auch noch etwas erhöht und vielleicht hat genau das Auswirkungen auf die Pankreas und weniger die Behandlung selbst. Die Schilddrüse regt ja alle anderen Organe an, warum also nicht auch die Pankreas.

Geändert von Maiglöckchen (25.10.2018 um 20:45 Uhr)
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Alt 25.10.2018, 20:36   #10
Louis&Luna
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Das Antibiotika war ja zu Beginn. Da gingen wir noch nicht von einem chronischen Verlauf aus sondern von einer akuten. Später bekam er kein AB mehr, nur Infusionen und Cerenia bzw. Emeprid. Schmerzen hatte er wohl nicht, auf Bauch drücken folgte keine Reaktion. Nur eben Übelkeit. Er war auch die ganze Zeit fidel und hat sich in der Zeit nie zurückgezogen oder so. Ich weiß nicht ob er damals stationär Schmerzmittel bekommen hat.
Hm die Aussage der Klinik zum T4 war, das wir in 4 Wochen nochmal testen, bzw wenn er weiter schreit oder Fell schlecht ist früher. Ende letzte Woche war er sehr schreiig, daher ging ich von einem hohen Wert aus. Aber seit Anfang der Woche wird er wieder ruhiger und auch entspannter. Deshalb bin ich auch nicht sicher, ob er deswegen schreit.

Letztes Jahr -vor der Erkrankung- war der T4 bei 3,5.
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Alt 25.10.2018, 20:38   #11
Louis&Luna
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Dazu muss ich auch noch sagen, dass Louis mit erhöhter Schilddrüse noch nicht gespuckt hat. Und ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass die schon länger wieder erhöht war.
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Alt 25.10.2018, 20:43   #12
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Was auch immer etwas untypisch war: Er hat trotz SDÜ zugenommen, recht normaler Puls für TA-Besuch und normale Atmung.
Also nicht so typische Symptome, ausser das nächtliche Schreien.
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Alt 25.10.2018, 20:46   #13
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Es gibt solche atypischen Verläufe. Mein Dicker hat trotz SDÜ und anfangs massiv erhöhten Werten auch zugenommen, anstatt abzunehmen.
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Alt 25.10.2018, 20:48   #14
Louis&Luna
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Du meintest ja auch, dass die Dosierung recht hoch ist. Kann es auch sein, dass der Wert mit gleicher Dosis noch weiter sinkt oder ist der nach ca. 4 Wochen eingependelt?
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Alt 25.10.2018, 21:13   #15
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Darauf gibt es auch keine pauschale Antwort.

Bei meinem Dicken knallte der Wert innerhalb von dreieinhalb Wochen von 14,4 auf 3,9 runter.

Bei Merlin dauerte es fast fünf Monate, bis der Wert von 7,5 auf 3,5 runter war.

Beide hatten die gleiche Einstiegsdosierung von 5mg Carbimazol.

In Fällen, wo T4 im Graubereich liegt, würde ich in Zukunft TSH nachtesten lassen, um sicher zu gehen, dass die SD nicht mehr in der Überproduktion ist. Manchmal drücken andere chronische Erkrankungen den T4 auch, so dass man da kein wirklich aussagekräftiges Ergebnis bekommt, auch da kann der TSH weiterhelfen. Wenn das Blutbild erst in den letzten Tagen gemacht wurde, kann man diesen Wert auch nachtesten lassen.

Mir scheint es auch so zu sein, dass die Injektionslösung anders verstoffwechselt wird als die Tabletten, möglicherweise muss man sie daher höher dosieren als Tabletten. Das aber nur unter großem Vorbehalt, weil es da eben bislang kaum Erfahrungswerte und erst recht keine Studien zur Injektion von Thiamazol gibt.
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