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Ungewöhnliche Beobachtungen ... was könnte das sein?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 30.11.2017, 20:35
  #1
doppelpack
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Standard Niedriger Phosphatwert im Blutbild

Hatte das schonmal jemand bei seiner Katze, einen niedrigen Phosphatwert bei ansonsten sowohl augenscheinlich gesunder Katze als auch auf dem Papier (alle anderen Werte in der Referenz)?

Konntet ihr die Ursachen ausfindig machen, habt ihr das therapiert?
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Alt 02.12.2017, 15:05
  #2
doppelpack
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Ok, da scheint ja die Aussage der TA, dass das extrem ungewöhnlich sei, scheinbar korrekt, wenn das hier noch nie jemand hatte.
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Alt 02.12.2017, 17:33
  #3
Maiglöckchen
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Ich kann hier mittlerweile die Wände mit Geriatrie-Profilen tapezieren, aber wir hatten hier noch nie zu hohe oder zu niedrige Werte. Phosphat sollte man immer im Kontext mit Calcium betrachten, sollte der Wert bei Euch eher an der Obergrenze der Refenz liegen, würde ich in einigen Wochen nachkontrollieren lassen. Nur zur Sicherheit, wahrscheinlich ist es nur ein einmaliger Außreißer, wie man das bei Blutwerten schon mal haben kann.
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Alt 02.12.2017, 21:03
  #4
doppelpack
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Zitat:
Zitat von Maiglöckchen Beitrag anzeigen
Ich kann hier mittlerweile die Wände mit Geriatrie-Profilen tapezieren, aber wir hatten hier noch nie zu hohe oder zu niedrige Werte. Phosphat sollte man immer im Kontext mit Calcium betrachten, sollte der Wert bei Euch eher an der Obergrenze der Refenz liegen, würde ich in einigen Wochen nachkontrollieren lassen. Nur zur Sicherheit, wahrscheinlich ist es nur ein einmaliger Außreißer, wie man das bei Blutwerten schon mal haben kann.
Calcium liegt genau in der Mitte des Referenzbereichs, Phosphat ist zu niedrig.
Nachtesten werden wir , genau aus dem Grund, weil es vielleicht doch nur ein Ausreißer ist, ich bin natürlich nur mal wieder neugierig. Zu hohe Phosphatwerte findet man häufig (auch Informationen dazu), bei zu niedrigen aber irgendwie überhaupt nichts.
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Alt 02.12.2017, 21:10
  #5
Maiglöckchen
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Im Bereich der Humanmedizin findet man ein wenig was, z.B. dass es mit Störungen der PTH-Ausschüttung zusammen hängen kann. Oder auch auf Cushing hindeuten könnte, was aber bei Katzen extremst selten vorkommt und da müsste man auch Symptome merken.
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Alt 20.02.2018, 12:11
  #6
doppelpack
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Auch wenn wir scheinbar mal wieder die einzigen mit diesem Phänomen sind, wollte ich ein Update geben. Ein Testfehler wurde durch Nachtestung bei Lilly ausgeschlossen, der Wert ist zu niedrig. Zwischenzeitlich hat sich dann noch ergeben, dass die anderen beiden Kater einen Wert im untersten Referenzbereich (eimal minimal unter der Referenz und einmal gerade so in der Referenz) haben.
Wie es nun weitergeht, das müssen die TA entscheiden (und diese Entscheidung steht noch aus).
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Alt 20.02.2018, 13:21
  #7
Maiglöckchen
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Dass bei allen Dreien Phosphat so niedrig liegt, ist wirklich ungewöhnlich. Normalerweise tendiert man ja eher dazu, auf Futter mit moderatem Phosphatgehalt zu achten, aber vielleicht brauchen die Drei hin und wieder etwas rohes Fleisch ohne Calcium-Zugabe?

Bei Lilly fällt mir nur noch ein, dass man sich PTH mal anschauen könnte. Das einzige Labor, das das anbietet, ist Alomed. Das muss man vorher entsprechend organisieren bzw. ankündigen, weil es dafür spezielle Teströhrchen braucht.
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Alt 20.02.2018, 15:09
  #8
Regine
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Laboklin bietet das auch an:

http://v17.laboklin.de/pages/html/de...oidhormon.html

Was fütterst du denn, wenn ich fragen darf?
Vielleicht ist einfach der Phosphatgehalt in diesem Futter sehr niedrig.

Und könnte es vielleicht ein Vitamin D Mangel sein? Das alle drei gleichzeitig Probleme mit den Nieren haben, kann ich mir nicht vorstellen.
Regine ist offline  
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Alt 20.02.2018, 16:17
  #9
doppelpack
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Ich füttere eine relativ große Bandbreite an verschiedenen Marken und Sorten und wechsel immer mal wieder durch. Die Vorlieben und Abneigungen wechseln bei meinen immer wöchentlich.
Das einzige, worauf ich seit der Kinnakne vermehrt achte sind Monoproteinsorten, allerdings füttere ich auch hier insgesamt mehrere Fleisch/-Fischarten (Lamm, Huhn, Rind, Pute, Lachs...). Ergänzungsfutter gab es hier früher nur sehr selten und wurde von mir nach dem ersten BB mit Verschiebung komplett vom Speiseplan gestrichen.
Aktuell haben wir im Futterschrank (immer in diversen Sorten) Granatapet, CFF Pure, MyBio, Christopherus, Macs Mono, Fellicitas, Real Nature Wilderness, Select Gold Pure, Tasty Cat, Mjamjam, Petnatur - also völlig gängige Sorten, die zumindest auf dem Papier alle notwendigen Werte erfüllen.
Trockenfutter gibt es hier als Belohnung in geringen Mengen, dort kaufe ich Real Nature Wilderness, Applaws oder Select Gold Pure. Ansonsten gibt es noch (zur Belohnung) Trockenfleisch, Stänglis und gefriergetrocknete Snacks.

Dass die Katzen ansonsten alle 3 unerkannt etwas organisches haben,was sich dann genau gleich auswirkt, halte ich auch für sehr unwahrscheinlich, da alle anderen Werte auch super in der Referenz sind und keinerlei Auffälligkeiten im Alltag vorliegen und die Wahrscheinlichkeit auch einfach sehr gering ist.
Genau so liegt es mit genetischen Faktoren, nur Lilly und Mo sind verwandt, Feivel nicht.

Vitamin D-Mangel sollte bei Alleinfuttermittel ja eigentlich auch nicht vorkommen, soweit ich weiß.

Das mit dem Rohfleisch ist in der Tat das Einzige, was in den letzten Monaten etwas eingeschlafen/weniger geworden ist, da der einzige Fleischesser im Haushalt (neben den Katzen ) aus beruflichen Gründen in der Woche nichtmehr da ist und so schlichtweg kein Fleisch anfällt.

Geändert von doppelpack (20.02.2018 um 16:20 Uhr)
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Alt 21.02.2018, 07:40
  #10
Regine
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Musste erstmal bißchen recherchieren.

Schau mal, dass steht in meinem schlauen Buch über Phosphat, ganz unten, wenn es zu niedrig ist.



Keine Ahnung wie Kohlehydrathaltig das Futter ist, dass du gibst, aber wenn alle 3 dasselbe "Problem" haben, kann es ja nur am Futter, Umgebung oder Wasser liegen.
Die genauen Mengen an Kohlehydraten kann man sicherlich bei den Herstellern erfragen.

Zu Salicylaten musste ich erstmal googlen, da ich davon ausgehe, dass sie kein Aspirin bekommen

Das ist aber wohl in sehr vielen Dingen des täglichen Bedarfs, also unseren Bedarfs, vielleicht schaust du da mal, was du verwendest, wo sie dran können und auch gehen, ob da der Grund zu finden ist.

http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Salicylate

http://www.guaifenesin.de/salicylate-vermeiden.html

http://www.fibromyalgie-guaifenesin....nd-salicylate/

Behandeln würde ich es auf jeden Fall, Phosphat ist ja wichtig für den Körper.
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Alt 21.02.2018, 09:48
  #11
doppelpack
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Danke für deine Mühe.
Ich achte schon länger auf Naturprodukte (und seit der Kinnakne- Episode habe ich alles nochmal kontrolliert) und habe in den Listen zumindest auf die Schnelle nichts gefunden, was auf uns zutreffen würde. Was bei äußeren Einflüssen zudem hier immer dazukommt, Mo müsste dem ja dann genau so ausgesetzt sein, was bei vielen Sachen unwahrscheinlich ist (dieser Kater ist total schüchtern, geht an nichts dran, geht fast nie raus usw.).
Bei uns werden die Sachen auch immer verstaut (wir sind sehr ordentlich), sprich Reiniger in einen Schrank, Medikamente im Schränkchen, Kosmetik im Badschrank usw.

Wasser gibt es hier nur noch abgepackt, zum einen schmeckt es hier aus der Leitung seltsam, zum anderen ist es total kalkhaltig. Früher gab es hin und wieder auch mal kurzfristig etwas vom Leitungswasser, habe ich seit der Kinnakne aber auch komplett abgestellt (hatte am Ende sogar das Wasser im Verdacht).

Ein Umgebungswechsel steht nun aber auch bevor, also sollte es irgendeine undefinierte Größe hier aus der Wohnung oder Umgebung sein...

Futter - da frage ich mich dann eben, warum sind wir die einzigen mit diesem Phänomen (diese Marken verfüttern ja hier viele), warum wirkt es bei allen 3 Katzen gleich und vor allem, was wäre die alternative Fütterung? Barf ist bei uns aus verschiedenen Gründen leider keine Option.

Streu- benutze ich Bentonit ohne Duft vom FN (auf Bio/Naturstreu gehen meine nicht).

Ich will mich da aktuell auch einfach nicht mehr verrückt machen, als es den Katzen am Ende nutzt. Deshalb warte ich auch noch relativ entspannt auf die Einschätzung der Fach-TA. Dennoch finde ich jede Anregung interessant und behalte die Ideen definitiv im Hinterkopf.
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Alt 26.02.2018, 09:16
  #12
Regine
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Hast du schon was gehört von den Fach-TÄ?
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Alt 12.04.2018, 10:20
  #13
doppelpack
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So, eine verspätete Antwort, da ich erst auf einige "Ergebnisse" warten musste.
Ich bin jetzt deutlich verwirrter als zuvor. Scheinbar sollen alle Futtermarken, die ich verfüttere zu wenig Phosphat enthalten, es käme rein von den Phosphatwerten einer Nierendiät gleich. Große Verwirrung auf meiner Seite, warum füttern dann nicht alle CNI-Halter ganz einfach hochwertiges Nassfutter (wenn es so leicht wäre).
Bei der Beurteilung des Futters gab es ganz unterschiedliche Problematiken:
Beziehen sich die Angaben auf die Trocken-oder die Nasssubstanz? Die TA gingen davon aus, dass es sich auf die Trockensubstanz bezieht, ich bisher, dass es sich auf die Nasssubstanz bezieht. Nun bekam ich von einigen Herstellern die Antwort, dass sich ihre Angabe auf die Nasssubstanz bezieht, andere sprachen von der Trockensubstanz, legten dann aber andere "Soll-"Werte als die TA zugrunde. Manche Hersteller haben leider bisher überhaupt nicht geantwortet.
Allerdings betonten die TA auch nochmal, dass sie keine Ernährungsberatung hätten und mir deshalb kein Futter empfehlen könnten und die ganze Problematik nochmal von einer (externen) Ernährungsberatung angeschaut werden könnte. Zwingend notwendig sei es (aktuell) nicht, bleibt also letztlich nun meine Entscheidung.
Grundsätzlich bin ich nicht abgeneigt. Allerdings ist bei mir eben das große Fragezeichen, welches Futter ich meinen Tieren dann geben soll. Ich habe durch die Bank sehr viele günstige und hochwertige Futtersorten verglichen (wobei ja hier scheinbar dann noch das Trocken-/Nasssubstanzproblem bleibt) und die Ergebnisse weichen gar nicht so viel ab. Ich habe sogar extra auf CNI-Katzen-Seiten gelesen, da das Thema Phosphat ja ein großer Bereich ist.

Zusammenfassung: Ich bin verwirrt.

Geändert von doppelpack (12.04.2018 um 10:22 Uhr)
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Alt 12.04.2018, 10:32
  #14
JFA
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Ich kann dir jetzt nur was zu der Trockensubstanzgeschichte schreiben:

Die Angaben auf der Packung / Dose sind immer in der Originalsubstanz.
Der Richtwert für Nierendiät ist ein Phosphatgehalt von unter 0,5% in der Trockensubstanz. Wenn die Tierärzte jetzt davon ausgegangen sind, dass es sich bei den Werten auf den Futterdosen um Trockensubstanzwerte handelt, ist die Verwirrung verständlich, weil die Werte bei Nassfutter deutlich unter 0,5% liegen sollten. Aber eben in der Originalsubstanz.

Wenn auf einer Futterdose zum Beispiel 0,25% Phosphat stehen und das Futter 80% Feuchtigkeit enthält, liegen die Werte in der Trockensubstanz bei 1,25% und damit sehr deutlich über Nierendiät.
(Rechnung: 0,25:20*100, die 20 kommt durch 100-Feuchtigkeit)

Durch die unterschiedlichen Feuchtigkeitsgehalte der einzelnen Futtersorten lässt sich der Phosphatgehalt nur über die Berechnung in der Trockensubstanz vergleichen. Das muss man im Endeffekt also immer umrechnen.
JFA ist offline  
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Alt 12.04.2018, 10:34
  #15
Maiglöckchen
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Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese Futtersorten durch die Bank einen so niedrigen Phosphatgehalt haben, dass es einer Nierendiät gleich kommt. Ich weiß nur vom Granatapet Symphonie, dass der dort recht moderat sein soll, aber das mit Nierendiät zu vergleichen, halt ich für sehr gewagt.

Das sind alles Futter mit einem recht hohen Anteil an Fleisch, Herz und Innereien und einem moderaten, wenn nicht sogar recht niedrigen Fettgehalt. Woher soll da denn bitteschön der niedrige Phosphatgehalt kommen?

Du könntest, wenn Du mal ein bisschen Zeit hast, hier die einzelnen Phosphatangaben für die Futtersorten auflisten. Und dann die user JFA, SiRu und Kuro anschreiben, ob sie hier mal reinschauen mögen, um Licht ins Dunkle zu bringen.

@Edit: JFA war schneller
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