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Alt 18.08.2017, 13:31   #71
Goldeneye
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Goldeneye
 
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Ok, warum man natürlich füttern sollte ist klar, mir zumindest

Aber was spricht denn jetzt für Kohlenhydrate?
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Alt 18.08.2017, 14:16   #72
SiRu
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Nichts.
Außer das sie der Industrie billiger kommen.
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Alt 18.08.2017, 15:10   #73
JFA
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Zitat:
Zitat von A (nett) Beitrag anzeigen
Getreide kann dadurch nicht richtig aufgespalten und verwertet werden.
Das stimmt schon, wenn ich der Katze rohes Getreide zu futtern gebe (da würde ich jetzt allerdings auch nicht drauf wetten, dass das jeder Mensch so problemlos packt ).
Aber in bereits verarbeiteter Form (also gemahlen, gekocht...) können Kohlenhydrate an sich schon verwertet werden (gekochte Maisstärke wird z.B. zu 100% verdaut, rohe Maisstärke nur zu 78%).
Katzen besitzen prinzipiell die Enzyme, die für die Aufspaltung notwendig sind.

Die Frage ist halt wieder, wie hoch darf die Menge sein, damit das alles noch problemlos funktioniert Die Enzyme werden nämlich nicht mehr bzw. die Enzymaktivität ändert sich nicht, wenn kohlehydratreich gefüttert wird.

Zum Kohlehydratstoffwechsel generell gibt es ein paar (ältere) Studien von Ellen Kienzle:
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/1...tb00793.x/full
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/1...tb00794.x/full
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/1...tb00806.x/full
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/1...tb00310.x/full

Vorteile von Kohlehydraten:

Bei "normalen", gesunden Katzen sind die im Futter sicher nicht nötig.
Mögliche Vorteile sehe ich vor allem bei Katzen, bei denen aus irgendeinem Grund die Proteinzufuhr möglichst gering gehalten werden sollte - wenn Kohlenhydrate zur Energiegewinnung genutzt werden können, muss dafür kein Protein verwendet werden.
Bei laktierenden Katzen scheinen Kohlenhydrate auch zu einer höheren Milchleistung beizutragen. Evtl. sind sie bei anderen Tieren mit sehr hohem Energiebedarf (Streuner im Winter...) auch hilfreich.

Das Argument Natur finde ich immer ein bisschen schwierig. Wenn ich ein Raubtier, das eigentlich draußen Mäuse jagt, kastriere, in die Wohnung sperre und mit eingedostem, gekochtem Rind plus Zusätzen füttere, weiß ich nicht, ob ein paar Gramm Reis (o.ä.) das Kraut dann tatsächlich noch fett machen

Geändert von JFA (18.08.2017 um 15:19 Uhr)
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Alt 21.08.2017, 15:49   #74
LukeLeia
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Naja ist eine ziemliche Grundsatzdiskussion und muss JFA schon zustimmen, dass es schon etwas "verblendet" ist von "Artgerecht" zu sprechen wenn man sich die Umstände anschaut in denen Katzen gehalten werden.

Natürlich sind es Carnivoren, die mit Fleisch und nicht Getreide gefüttert werden sollten, jedoch sind alle tpyischen Hauskatzen durch ihre Züchtungen und ihren angepassten Lebenswandel als Haustier des Menschen auch nicht mehr die "reinrassigen" Raubtiere/Wildtiere die sie mal waren. Da hat sich auch biologisch was geändert. Die Tierwelt bleibt ja auch nicht stehen in ihrer Entwicklung.

Wie gesagt ich verfüttere selbst kein TroFu und achte auch darauf, dass das Futter möglichst keine/kaum Kohlenhydrate wie Nudeln/Mais enthält aber in Kleinstmengen wird es meine Katze wohl kaum umbringen. Und der "demografische Wandel" hat auch bei Katzen nicht Stop gemacht. Auch Katzen werden durch die heutige Medizin und die Bereitschaft ihrer Besitzer viel Geld für Medizin/Ärzte und alles auszugeben deutlich älter als früher.

Ne Bauerhofkatze hat neben möglichen Resten vom Essen auch nur das bekommen was Sie selbst gefangen hat und wurde sicher nicht zum Tierarzt gebracht, außer Sie war Schwanger. Heutzutage werden die Haustiere meist besser und regelmäßiger untersucht als viele ihrer Herrchen/Frauchen.

Und wahrscheinlich achtet kaum einer so penibel auf die Ernährung von sich selbst wie auf die seiner Tiere, wenn man sich anschaut wie sich Leute über Phosphor-Verhältnisse unterhalten... habe ich im Edeka noch nicht gesehen, dass Sich die Leute das an der Wursttheke überlegt haben.

Und wie schon einer vorher schrieb, man kann mögliche Nierenschäden im Alter aufs Alter schieben oder aufs Futter. Wo am Ende die Wahrheit liegt ist wohl nicht 100%ig zu sagen. Das Futter mag es begünstigen oder einen "Miteffekt" haben aber man wird auch Katzen finden die komplett ohne TroFu gefüttert wurden und trotzdem Nierenschäden bekommen. Ist eben nicht zu beeinflussen, so wie auch Nichtraucher Lungenkrebs kriegen können.

Wie gesagt ich achte auch durchaus auf die Ernährung und vermeide das was ich für nicht "gut" erachte aber ob dies dann zu 100% richtig ist wird man wohl nie sagen können.

Und bzgl. der Gewinnmaximierung, ich denke, dass die Futtermittelhersteller die Pate ohne Getreide machen damit auch gutes Geld verdienen weil Sie eben auch andere Preise verlangen als 30 Cent für ne 85g Dose. Also Geld verdienen tun Sie alle damit und auch nicht wenig.
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Alt 10.09.2017, 08:04   #75
A (nett)
Himbeertoni
 
A (nett)
 
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Da ich nicht zu den Menschen gehöre, die sturr und unbelehrbar an einer Meinung festhalten stelle ich das eben entdeckte hier auch mal ein:

Kompetente Antworten auf viele Fragen:
https://vetline.de/fragen-ueber-fragen/150/3518/104249/

Allerdings würde ich gerne die Studie zu den Behauptungen lesen wollen.
Was mich ebenfalls stört ist, dass zumindest auf den ersten Blick auf der veröffentlichten Seite der Broschüre Hunde und Katzen ernährungstechnisch "in einen Topf geworfen werden".

Was für mich grundsätzlich (als ehemalige Giardiengeplagte!) gegen Getreide spricht: Gias und diverse andere FIESE Einzellerkollegen ernähren sich von Getreide/Kohlenhydrate...und eine Katze welche getreidelastiges Futter gewohnt ist bei Giabefall so auf die Schnelle umzustellen ist doch recht schwierig.
__________________
A (nett), Frohnatur Nepomuk *12.10.12, Labori Bini (Korbinian) *14.07.14, KasiHasi *05_2015 und für immer im Herzen Sternchen Cocsi*30.03.1997 + 06.06.2012 und Pümi *04.06.1997 + 17.04.2015, Hummi *12.02.2010 + 19.01.17

Aufgemerkt: Gefahr von wechselnden Avatarbildern
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Alt 10.09.2017, 16:07   #76
Eifelkater
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Zitat:
Zitat von A (nett) Beitrag anzeigen
Da ich nicht zu den Menschen gehöre, die sturr und unbelehrbar an einer Meinung festhalten stelle ich das eben entdeckte hier auch mal ein:

Kompetente Antworten auf viele Fragen:
https://vetline.de/fragen-ueber-fragen/150/3518/104249/

Allerdings würde ich gerne die Studie zu den Behauptungen lesen wollen.
Was mich ebenfalls stört ist, dass zumindest auf den ersten Blick auf der veröffentlichten Seite der Broschüre Hunde und Katzen ernährungstechnisch "in einen Topf geworfen werden".
Mich stört viel eher, dass das eine Verlagsgesellschaft ist, die eigentlich Werbung verkauft.
https://schluetersche.de/services/158/1294
__________________
Die Menschheit lässt sich grob in zwei Gruppen einteilen:
In Katzenliebhaber und in vom Leben Benachteiligte.
Francesco Petrarca
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Alt 12.09.2017, 10:43   #77
A (nett)
Himbeertoni
 
A (nett)
 
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Zitat:
Zitat von Eifelkater Beitrag anzeigen
Mich stört viel eher, dass das eine Verlagsgesellschaft ist, die eigentlich Werbung verkauft.


Übrigens gleiche Quelle

Diabetes-Risikofaktoren bei der Katze
https://vetline.de/diabetes-risikofa...0/3252/103741/

Auszug:
"Das DM-Risiko bei Trockenfütterung begründen die Autoren mit dem vermuteten hohen Kohlehydrat-Gehalt, können hier aber nur spekulieren"

Und warum kann nur spekuliert werden???
Weil keiner der Hersteller (Geldgeber für solche Studien) Interesse daran hat.
__________________
A (nett), Frohnatur Nepomuk *12.10.12, Labori Bini (Korbinian) *14.07.14, KasiHasi *05_2015 und für immer im Herzen Sternchen Cocsi*30.03.1997 + 06.06.2012 und Pümi *04.06.1997 + 17.04.2015, Hummi *12.02.2010 + 19.01.17

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A (nett) ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2017, 11:33   #78
JFA
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So ein Onlinefragebogen ist denke ich unter anderem deswegen schwierig, weil er auf Einschätzungen der Besitzer beruht und retrospektiv ist. Der Fehler liegt ja u.U. schon bei "in cats assessed by owners as being normal weight" (aus der Originalstudie, die kann man sogar komplett einsehen: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5259626/)

Man bräuchte theoretisch Langzeitstudien über 10, 15 Jahre. Und müsste sämtliche sonstige Umweltfaktoren ausschließen können.
Wobei ich denke, dass einem eigentlich schon die Vernunft sagt, dass hohe Mengen an Kohlenhydraten für einen Carnivoren nix taugen können -der Streitpunkt ist ja nur, wie hoch darf die Menge sein.

Das oben erwähnte Buch hab ich übrigens mittlerweile hier, bin nur noch nicht zum Lesen gekommen.
JFA ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2017, 12:47   #79
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Zitat:
Zitat von JFA Beitrag anzeigen
Man bräuchte theoretisch Langzeitstudien über 10, 15 Jahre. Und müsste sämtliche sonstige Umweltfaktoren ausschließen können.
Und die wird niemand finanzieren, von allen anderen Problemen, die mit solchen Studien verbunden sind, mal ganz abgesehen.
__________________
Lieben Gruß von Hexe, Merlin und Haushälterin Silvia und Sternchen Mephisto für immer im Herzen.
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