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Trächtigkeit, Geburt & Aufzucht Bei Fragen rund um die Schwangerschaft und ersten Tage eines Katzenlebens

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Alt 13.04.2019, 00:41
  #31
nicker
ruritanische Hofberichterstattung
 
nicker
 
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Zitat:
Zitat von Marion555 Beitrag anzeigen
Ich bin weder Züchter noch Vermehrer sondern habe nur gelegentlich einen Wurf abgegeben. Unsere Katze wäre im Juni 7 Jahre alt geworden. Wer richtig liest weiß mehr. Ich schrieb bereits dass meine Maus nach zweijähriger Pause ungewollt gedeckt wurde, da der Kater bereits gechipt war aber die Wirkung sich erst nach Ablauf von drei Wochen voll entfaltet.
Meine Katze mußte nicht ununterbrochen werfen. Wenn ich sowas lese platzt mir der Kragen. Sie hatte zwei Würfe in 2013, einen in 2015 und drei in 2016, was mir zuviel war und wir pausiert haben. Die Gesundheit meiner Katzen liegt mir sehr am Herzen. Den Kater haben wir selbst groß gezogen, die ersten Würfe waren von einem anderen Kater, der längst kastriert ist und im Haushalt aufwuchs und verblieben ist.
Sie hatte mit Sicherheit kein HCM, damit kenne ich mich aus Erfahrung aus.
Habe sie beim Tierarzt gelassen um sie einäschern zu lassen.
Der Tierarzt meinte eine Wehenspritze würde zu starke Kontraktionen der Gebärmutter auslösen und kein Tierarzt würde das machen sondern nur Züchter.
Beim Sterben verliert jedes Lebewesen seine Körpersäfte. Diesen breiigen, stinkenden Kot habe ich bei ihr noch nie gesehen. Vielleicht durch die Medikamente?
Außerdem ist eine sechsjährige Katze noch keine Seniorin. Ich will auch dem Tierarzt nichts unterstellen, ich will nur verstehen warum eine gesunde lebhafte Katze nach einer OP plötzlich stirbt.
In Foren sollte wirklich mehr Sachlichkeit herrschen und nicht so oft angestauter Frust oder Emotionen losgelassen werden.
Zitat:
Zitat von Marion555 Beitrag anzeigen
Ja kann ich. Die Katzen wurden mit Schutzvertrag vermittelt, der auch eine Kastrationpflicht beinhaltet. Sie wurden ausschließlich in Familien mit bereits vorhandenen Katzen und etwas Freigang, zumindest ein Zugang auf einen Balkon muss gegeben sein damit sie an die Luft können. Teilweise konnte ich idealerweise auch Geschwisterpaare vermitteln und habe zu fast allen neuen Haltern (Besitzer ist ein Unwort, denn es handelt sich um Lebewesen) einen guten Kontakt, musste bei zweiten leider auch Kontrollen machen. Ich bin mir meiner Verantwortung voll bewusst und versuche immer meinen Katzen Schutz zu gewährleisten. Sie sind hier in guter Haltung und so soll es auch bei ihren neuen Haltern auch sein. Nie würde ich sie ins Tierheim geben, habe selbst welche behalten. Habe immer ein offenes Ohr für die Halter und nehme im Notfall auch vorübergehend auf.
Ich habe seit 38 Jahren Katzen, die erste eine Fundkatze, die zweite kam vom Bauernhof dazu, die erste starb und die zweite bekam Babies. Damals hatte ich nicht viel Ahnung. Drei Kater habe ich abgegeben, die zwei Katzen aus dem Wurf 17 Jahre bis zu ihrem Tod behalten. DIe Mutterkatze war im ersten Jahr plötzlich verschwunden und trotz aller Mühe nicht zu finden. Als die beiden 13 waren kam wieder ein Fundkater dazu und als die beiden kurz hintereinander starben ( innerhalb sechs Wochen) war er 4 Jahre und allein. Zwei Monate später kam ein kleines Mädchen dazu. Sie starben 2010 und 2013. Seitdem habe ich Rassekatzen, zwischendurch aber auch einen Notfall bis heute behslten) ich liebe Katzen über alles, nicht alle Menschen sind böse, aber ich würde Katzen bevorzugen. Soviel wie ich zu Katzen kam.
Zitat:
Zitat von Marion555 Beitrag anzeigen
Ich hatte einen EKH--Kater, der hatte eine Autoimmunkrankheit, hatte HCM und später dann Bsuchdpeicheldrüsenkrebs, leider zu spät bemerkt. All meine Liebe und 1200 Euro Tierarztkosten haben ihn nicht retten können so dass ich ihn mit 14 Jahren einschläfern lassen musste. Wenn meine Tiere leiden, leide ich auch. Gehst ihnen gut geht's mir auch gut, so einfach ist das. Wenn die Katzen wegziehen gehen meine Sorgen mit ihnen, ich freue mich über die Wärme der neuen Halter, die sie meinen Katzen entgegenbringen. Das spürt man einfach.
Du glaubst tatsächlich das, was du schreibst, oder?

Schau mal hier, das ist meine Bezaubernde Jeannie, damals an die 15 Jahre alt und bereits schwer krebskrank. Meine graue Ratte....



Eine reinrassige Orientalisch Kurzhaar aus einer renommierten kleinen Cattery, die im Alter von sechs Jahren, wie ich schon schrieb, kastriert wurde, nachdem sie jahrelang als Mütterchen dienen musste.
Jeannie war sehr zierlich, auch für eine Orientalin, deswegen der Witz mit der Ratte. ^^
Für Jeannie war es ein ausgesprochenes Glück, dass sie vergiftet wurde und im TH landete! Wäre sie bei ihrem vorangegangenen Besitzer geblieben, wo sie mit Sicherheit viele Würfe hatte haben müssen, wäre es ihr vielleicht ähnlich gegangen wie deinem Coon-Mädchen und sie wäre infolge einer Geburtskomplikation zuviel gestorben. Was auf jeden Fall sicher ist: Jeannie musste ihren ersten Wurf vermutlich in viel zu jungem Alter gehabt haben, sonst wäre sie nicht so im Wuchs zurückgeblieben gewesen.

Aber nun zu dir und deinen Fakten:

Dein Coon-Mädchen wurde im Juni 2012 geboren (sie wäre diesen Juni sieben geworden, schreibst du).

Im Jahr 2013, schreibst du, hatte sie zwei Würfe.

Coons werden vergleichsweise spät geschlechtsreif und sind mit einem Jahr auch körperlich noch nicht ausgewachsen. Deine Kleine muss daher noch vor ihrem ersten Geburtstag gedeckt worden sein, um innerhalb von sechs Monaten (Juni bis Dezember 2013) zwei Würfe gehabt zu haben!
Wie bei Jeannie erfolgte die erste Trächtigkeit augenscheinlich zu jung. Und der zweite Wurf folgte zu dicht auf den ersten.

Deine Kleine war mit Sicherheit auch bei ihrem zweiten Wurf noch mitten im Wachstum und hätte ihre ganze Kraft, die sie in die beiden Würfe stecken musste, für ihre eigene körperliche und auch gesundheitliche Entwicklung gebraucht.

Das Jahr 2014 verging, ohne dass sie erneut werfen musste. Vielleicht konnte sie aber auch schlichtweg nicht, vielleicht konnte sie nicht aufnehmen, weil sie gesundheitlich ausgelaugt war von den beiden zu frühen und zu dicht aufeinander folgenden Würfen.
Du musst besser wissen als wir, warum deine Süße 2014 keine Kitten hatte.

2015, schreibst du, gab es einen Wurf. 2016, und da weigern sich meine Finger fast, es niederzuschreiben, hatte die Kleine gleich drei Würfe. Unglaublich!

Ich kenne laktierende Mütterchen in seriösen Zwingern; die laufen rum wie wahre Gerippe! Bei den Orientalen mit ihrem kurzhaarigen dünnen Kleidchen sieht man das natürlich besonders deutlich, aber bei einer Langhaarrasse merkt man den Unterschied optisch bei weitem nicht so extrem. Eine rappeldürre Mama kann bei Waldkatzen oder Persern immer noch ausgesprochen plüschig aussehen, und erst auf der Waage merkt man dann, dass das Tierchen fast am Verhungern ist.

Bei seriösen Zuchtvereinen ist es verboten, dass eine Zuchtkatze mehr als drei Würfe innerhalb von ZWEI Jahren (24 Monate) hat. Es gibt gute Gründe für so ein Verbot, allen voran der Gesundheitszustand des Mütterchens!

Es wundert mich nicht, dass dein Coon-Mädchen dann zwei Jahre Pause machte - vielleicht konnte sie auch gar nicht aufnehmen .... ähnlich wie bei Frauen in großen Stresssituationen (Flucht, Krieg, Untergewicht etc.) die Mens ausbleibt, weil der Körper Wichtigeres zu tun hat als zu reproduzieren.

Die meisten Zuchtkatzen in Vereinszwingern werden im Alter von maximal zwei oder drei Jahren und nach vielleicht zwei Würfen kastriert und in den Ruhestand geschickt. Sie haben dann ein langes glückliches Leben, befreit von den Zwängen der Hormone, vor sich.
Deine kleine Coonie war sechs Jahre alt und intakt, dem Kater hattest du eine chemische Kastra verpassen lassen, die ihn für ca. 12 Monate steril hätte werden lassen.... warum war die Kleine immer noch nicht kastriert? Sollte da ein anderer Decker ran, oder sollte sie warten, bis der Kastrachip deines Katers wieder ausgelaufen war?
Wie kann man eigentlich auf die Idee kommen, dass einer alten Mutter (wie eine dann siebenjährige Kätzin es gewesen wäre) das Gebären leichter fallen würde als einer jungen? Dass es bei zunehmendem Alter mit jeder Entbindung immer anstrengender und risikoreicher für das Mütterchen werden müsste, die Frucht ohne Unterstützung auszutreiben?

Und wie bist du auf die Idee gekommen, einen neuen Wurf zu dulden, wenn du keine Vorsorge getroffen hattest, die Kitten nötigenfalls mit der Hand aufzuziehen? Bei der alten Mutter und ihrer bunten Vergangenheit mit zwei Würfen innerhalb eines halben Jahres und dann später mit drei Würfen innerhalb von 12 Monaten?


Ich kann hier keine Tierliebe erkennen, nur jede Menge Unbedachtheit und Gedankenlosigkeit und Gleichgültigkeit der kleinen Coon-Dame gegenüber! Du bist ja augenscheinlich gar nicht erst auf die Idee gekommen, dass deine Kätzin gesundheitlich überfordert sein könnte, sondern hast munter drauflos vermehrt, was nur ging. Augen zu und durch, wird schon alles gutgehen. Ging ja bisher auch immer gut. Also den neuen, ungeplanten Wurf auch durchziehen. Bloß keine Kastra und ausräumen!

HCM vom Sehen erkennen, keine Vorbereitungen für potentielle Komplikationen bei der Geburt. Keine Notfalltelefonnummer des Tierarztes, der innerhalb kürzester Zeit erreichbar gewesen wäre. Keine Vorkehrungen, um einen Wurf Waisenkinder großzuziehen.

Das nennst du Tierliebe.

Ich nenne das Verantwortungslosigkeit und Gleichgültigkeit.

Und deswegen weine ich um dein kleines Mädchen, das bei dir so viel dienen musste und nach Strich und Faden ausgebeutet wurde - wie meine Jeannie auch - und das am Ende noch daran sterben musste.
__________________
LG
tini & das Ori-Konzert

Handicats: sie sind nicht perfekt, aber glücklich!
(c) handicapkatzen.info
nicker ist offline  
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Alt 13.04.2019, 07:18
  #32
coinean
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Liebe nicker,

Vielen, vielen Dank für Deinen betroffen machenden, schonungslosen und ehrlichen Text.

Ob was davon im Oberstübchen der TE ankommt, wage ich zu bezweifeln...
__________________
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Alt 13.04.2019, 07:20
  #33
KristinaS
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Danke Nicker, dass Du das hier noch mal so schön aufgedröselt hast. Das führt einem den Egoismus der Halterin und die Sinnlosigkeit ihres Verhalten vor Augen.

An die TE: DU allein hattest das Leben Deiner Katze in der Hand! Und hast es mit Deinen wiederholten Entscheidungen zur Deckung aufs Spiel gesetzt! Glückwunsch!
__________________
Katzen wurden in die Welt gesetzt um das Dogma zu widerlegen, alle Dinge seien geschaffen um den Menschen zu dienen.
Paul Gray


Kristina mit

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Alt 13.04.2019, 07:59
  #34
Shaman
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Zitat:
Zitat von Marion555 Beitrag anzeigen
Mal ganz ehrlich sind Eure Katzen vom Himmel gefallen oder slle vom Züchter? Wenn alle Katzen kastriert sind woher kommt denn dann der Nachwuchs? Bei einer Lebenserwartung von durchschnittlich 15 Jahren sterben auch Katzen.
Meine sind ein Ups-Wurf und kommen aus dem Tierheim. Als ich meine 3 Jungs holte, waren im TH nebst Pflegestellen rund 200 Katzen.
__________________
Liberae sunt nostrae cogitationes. Ut sementem feceris, ita metes.
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Alt 13.04.2019, 08:27
  #35
Irmi_
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Zitat:
Zitat von Marion555 Beitrag anzeigen
Ich habs nicht so mit Schubladendenken. Ich höre aber immer wieder von verhaltensgestörten Katzen aus Tierheimen, die oft sehr schwierig zu händeln sind.
Es gibt halt auch Leute die nicht die Zeit und Geduld dafür haben. Mir tun die Katzen genauso leid und ich hoffe dass alle ein glückliches Zuhause finden.
Dieses Argument habe ich bisher ausschließlich von Vermehrer gehört. Komisch?

Zitat:
Zitat von tiha Beitrag anzeigen
Wo genau hast du das gelesen?
Oh. Du meinst, die traut sich für ihre Hauskatzenwelpen auch noch richtig Geld verlangen?

Ich sehe das mit der Vermehrerei übrigens genauso wie Nicker.
__________________
Grüße,
Magdalena mit dem Plüschübel Irmi, ihrer Komplizin Gesa, der mutigen Patenkatze GroCha's Irmi und meinem Sternchen Ihrer Piepsigkeit Ebony.


Einzelkatzen-Erfahrungen
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Alt 13.04.2019, 08:55
  #36
coinean
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Zitat:
Zitat von Irmi_ Beitrag anzeigen
Oh. Du meinst, die traut sich für ihre Hauskatzenwelpen auch noch richtig Geld verlangen?
In einem anderen Forum hat eine ziemlich dümmliche Mix-Vermehrerin geschrieben, sie könne mindestens 350 Euro verlangen, aber sie tue es (angeblich) nicht.

Soviel dazu.
coinean ist offline  
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Alt 13.04.2019, 08:58
  #37
Irmi_
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Zitat:
Zitat von coinean Beitrag anzeigen
In einem anderen Forum hat eine ziemlich dümmliche Mix-Vermehrerin geschrieben, sie könne mindestens 350 Euro verlangen, aber sie tue es (angeblich) nicht.

Soviel dazu.
Irmi_ ist offline  
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Alt 13.04.2019, 08:59
  #38
Celistine
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Zitat:
Zitat von KristinaS Beitrag anzeigen
An die TE: DU allein hattest das Leben Deiner Katze in der Hand! Und hast es mit Deinen wiederholten Entscheidungen zur Deckung aufs Spiel gesetzt! Glückwunsch!
Dem möchte ich mich gerne anschließen. 3 Würfe in einem Jahr.....ich finde das schrecklich und mir tut es von Herzen leid, daß die Katzenmama so missbraucht wurde. Ich denke sogar daß die Katze fehlt.....als Einnahemquelle und ich befürchte den anderen Katzen die dort leben, geht es auch nicht besser.
Celistine ist offline  
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Alt 13.04.2019, 09:06
  #39
Celistine
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Zitat:
Zitat von Winterqueen Beitrag anzeigen
Das sind ja allein schon sechs Würfe. Ich sag jetzt mal einfach (nur als Gedankenspiel) im Durchschnitt sind 3 Kitten pro Wurf entstanden.....
Falsches Gedankenspiel


Zitat:
Zitat von Marion555 Beitrag anzeigen
Sie war eine gesunde, sportliche sechsjährige Katze und hatte bisher ihre Würfe mit 5 Kitten spielend in zweieinhalb Stunden problemlos geschafft.
Celistine ist offline  
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Alt 13.04.2019, 09:17
  #40
doppelpack
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Bei all der berechtigten Kritik - ja, ich finde das ursprüngliche Verhalten nicht gut und auch in der Notsituation finde ich (wie bereits gesagt), dass man viele Stunden vorher hätte handeln müssen - würde ich mir hier doch etwas mehr Empathie wünschen.
Egal wie ihr vor Vorverhalten war und dass man das alles durch eine Kastration hätte verhindern können, ich denke schon, dass die TE an ihrer Katze gehangen hat und jetzt ist dieser Verlust da.
Auch in jeder Verantwortungs- und Gedankenlosigkeit, mit jedem Fehler, kann man dennoch sehr an seinem Tier hängen.

Dennoch hoffe ich natürlich, dass sich die TE für die Zukunft mehr Gedanken macht und ihr eigenes Verhalten besser reflektiert.
__________________

Geändert von doppelpack (13.04.2019 um 09:21 Uhr)
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Alt 13.04.2019, 09:46
  #41
Cara24
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Sechs Würfe. Drei in einem Jahr. Absolut unglaublich. Ich dachte, so eine Riesenaufgabe wird nur den Streunern draussen gestellt.

Du hast deiner Katze so viel zugemutet, daß sie am Ende genau daran sterben musste. Hättest du deinen Fehler irgendwann eingesehen und den Kater kastriert, würde sie noch leben.

Ganz ehrlich, ich verstehe nicht warum du hier klagst. Du bist den Tod deiner Katze selbst Schuld.
 
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Alt 13.04.2019, 09:54
  #42
tiha
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Ich zitiere hier mal sicherheitshalber den Eingangspost. Sowas wird ja gerne gelöscht, wenn es nicht so läuft, wie man es sich wünscht ...

Zitat:
Zitat von Marion555 Beitrag anzeigen
Hallo erstmal an alle,
ich bin neu hier und auf der Suche nach Vergleichsfällen und vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen oder einfach eure Meinung kundtun.
Meine Katze ist kurz nach einer Kaiserschnitt-OP verstorben und zwar ist Folgendes passiert.
Sie bekam am 66. Trächtigkeitstag nachts leichte Wehen, die aber wieder abflachten. Vormittags fingen die Wehen wieder an und mittags bekam sie unter großer Anstrengung ein Junges, das sie auch gut versorgte (Nabelschnur getrennt, Nachgeburt aufgefressen, das Junge geputzt, gewindelt). Das ging dann auf und ab immer auch wieder Presswehen aber es kam nichts. Daraufhin wurde ich doch etwas nervös und habe nachmittags den Tierarzt angerufen wegen einer wehenfördernden Spritze, die er aber nicht zu geben bereit war. Ich sollte dann nach der Sprechstunde um 19 und in die Praxis kommen um einen Kaiserschnitt zu planen.
Sie war spät nachmittags schon etwas erschöpft, ist aber öfter mal aufgestanden und rumgelaufen um sich die Beine zu vertreten, was auch richtig ist und evtl. wehenfördernd. Sie legte sich auch hin um etwas auszuruhen, was aber nicht richtig klappte wegen der wiederkehrenden flachen Wehen. Gefressen hatte sie nichts mehr, aber dafür die vorherigen Tage um so mehr.
Auch wirkte sie etwas gestresst und hat sich während der Trächtigkeit oft ausgeruht.
Sie war eine gesunde, sportliche sechsjährige Katze und hatte bisher ihre Würfe mit 5 Kitten spielend in zweieinhalb Stunden problemlos geschafft. Jetzt haben wir ihr eine zweijährige Pause gegönnt und den Kater immer chipen lassen, was ja immer eine dreiwöchige Wirkzeit nach sich zieht. Und darin ist es passiert.
Beim Tierarzt wurde sie geröngt und geschallt. Es waren noch zwei lebende Kitten drin, eines lag im Becken, Fruchtwasser war schon zu Hause abgegangen, und eines lag noch im Gebärmutterhorn. Jedenfalls meinte der TA das Kleine könnte schon Fruchtwasser geschluckt haben und zweifelhaft ob wir es durchbringen.
Ich wollte meiner Katze eine längere unnütze Wehentätigkeit ohne Ergebnis ersparen und gab mein OK zum Kaiserschnitt und gleichzeitiger Kastration. Ich sollte sie dann um 22 Uhr abholen. Um 21 Uhr rief er mich an, dass die OP vorüber ist, die Kitten wären da, die Mutterkatze aber zu erschöpft um aufzustehen und liegt auf der Seite um sich auszuschlafen. Ein Kitten hatte er zu kurz abgenabelt und mit einem Nylonfaden abgebunden. Er fragte ob ich einverstanden dass er meine Katze mit nach Hause zur Beobachtung mitnehmen könnte. Ich gab mein OK.
Morgens rief er an, meine Katze wäre um 1 Uhr nachts gestorben. Sie hätte wohl noch die Kitten trinken lassen. Ich bin seitdem dermaßen geschockt, dass ich nicht mal weinen kann. Als ich mittags in die Praxis kam, konnte er mir auch nicht richtig erklären was die Todesursache war, jedenfalls nicht eine Überdosierung der Narkose oder ein Herzfehler, was er mir an den Pupillen der Katze und ihren rosa Schleimhäuten im Schnäuzchen zeigte. Sie sah wirklich schlimm aus, die Nickhaut halb vor den Augen, zugenäht und am After ganz übelriechender Kot. Sie war nach 12 Stunden auch schon sehr versteift (vl schon in der Kühlung gewesen). Ich kenne das eigentlich nicht von meinen Katzen, die zuhause eingeschläfert wurden. Auch soll sie die Nachgeburt vom ersten normal geborenen Kitten und Futter erbrochen haben.
Den ganzen Vormittag habe ich mich bemüht eine Ersatzmutter für die drei Kleinen zu kriegen, was mir auch mit viel Anstrengung und Glück gelungen ist.
Sie sind jetzt bei einer ganz lieben Pflegemama mit einer Perserkatze, die nur ein dreiwöchiges Junges hat und die Kleinen sofort angenommen und versorgt bis sie ca. 4 Wochen alt sind und anfangen selbstständig zu fressen. Ich hätte sie niemals versorgen weil ich selbst zu einer OP ins Krankenhaus muss, und eine Handaufzucht, die auch sehr kräftezehrend ist, somit auch nicht möglich gewesen wäre. Wir sind ein Mehrkatzenhaushalt.
Eigentlich vertraue ich dem Tierarzt und habe bisher nur gute Erfahrungen dort gemacht. Doch jetzt habe ich viele Zweifel, 1. wegen der Verweigerung der Wehenspritze, 2. wegen des späten Termins (die Sprechstunde war ja so voll und ich hätte ja mittags kommen können, obwohl man ja wohl erst eine natürliche Geburt versucht) 3. dass ich um 22 Uhr nicht mit nach Hause nehmen sollte, sondern obwohl aus der Narkose aufgewacht noch zur Beobachtung mit zum Tierarzt sollte (Beobachten hätte ich doch auch können) 4. Nabelschnur zu kurz abgebunden (weist auf Stressverhalten des Arztes hin). Vielleicht ist ja doch ein Fehler bei der OP passiert.
Es ist ganz furchtbar für uns alle, sie fehlt uns sehr, ich freute mich so auf sie und ihre Kitten, wir konnten uns nicht von ihr verabschieden. Sie ist bei fremden Leuten gestorben ohne uns und ihre vertraute Umgebung. Sie war noch so jung und eine besonders liebe zutrauliche und anhängliche Maine Coon, unser allergrößter Schatz. Besonders schlimm ist es für die Kitten, mutterlos zur fremden Leuten, an die Ersatzmama gewöhnt, bald wieder umziehen zu müssen.
Ich bereue es so sehr meine Einwilligung gegeben zu haben, vielleicht hätte eine normale Geburt doch noch geklappt aber ich wollte sie auch nicht zu sehr in den Wehen lassen.
Was meint Ihr dazu? Schreibt mir Eure Meinung und Erfahrungen dazu.
Ein Haushalt mit gebrochenen Herzen.




Zitat:
Zitat von doppelpack Beitrag anzeigen
Bei all der berechtigten Kritik - ja, ich finde das ursprüngliche Verhalten nicht gut und auch in der Notsituation finde ich (wie bereits gesagt), dass man viele Stunden vorher hätte handeln müssen - würde ich mir hier doch etwas mehr Empathie wünschen.
Egal wie ihr vor Vorverhalten war und dass man das alles durch eine Kastration hätte verhindern können, ich denke schon, dass die TE an ihrer Katze gehangen hat und jetzt ist dieser Verlust da.
Auch in jeder Verantwortungs- und Gedankenlosigkeit, mit jedem Fehler, kann man dennoch sehr an seinem Tier hängen.

Dennoch hoffe ich natürlich, dass sich die TE für die Zukunft mehr Gedanken macht und ihr eigenes Verhalten besser reflektiert.
Wenn man hier Empathie im Sinne der TE haben soll, dann muss man ihr wohl bestätigen, dass es Schuld des Tierarztes war. Das ist es doch, was sie so gerne lesen möchte.



@All: Generell ist eine Schwangerschaft immer auch ein Risiko. Das betrifft alle, auch die ach so seriösen Züchter und ihre Abnehmer.
__________________
.
Tina + die 5 tapferen Kämpferlein
( und Muffy ❤ und Julius ❤ auf der anderen Seite)



Warum mag uns denn keiner???
tiha ist offline  
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Alt 13.04.2019, 10:05
  #43
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Zitat:
Zitat von tiha Beitrag anzeigen
Ich zitiere hier mal sicherheitshalber den Eingangspost. Sowas wird ja gerne gelöscht, wenn es nicht so läuft, wie man es sich wünscht ...









Wenn man hier Empathie im Sinne der TE haben soll, dann muss man ihr wohl bestätigen, dass es Schuld des Tierarztes war. Das ist es doch, was sie so gerne lesen möchte.



@All: Generell ist eine Schwangerschaft immer auch ein Risiko. Das betrifft alle, auch die ach so seriösen Züchter und ihre Abnehmer.
Nein, muss man nicht. Natürlich darf man Fehlverhalten auch als solches benennen.

Wie du allerdings selbst schreibst, einem Züchter kann die Katze auch wegsterben.
Ich selbst halte nichts von Zucht, aber hier tummeln sich ja einige, die Rassekatzen haben. Ausgehend von der Argumentation einiger hier wären diese dann aber auch am Tod der Katze Schuld, weil sie überhaupt Zucht betreiben. Denn hätte die Katze nie werfen müssen, ...
Ich denke allerdings nicht, dass die meisten das hier auch so formulieren würden. Die TE ist „böse“, weil sie vermehrt und deshalb muss man ihr zum Tod ihrer Katze noch so richtig was (verbal) reindrücken.
doppelpack ist offline  
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Alt 13.04.2019, 10:11
  #44
nicker
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Zitat:
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@All: Generell ist eine Schwangerschaft immer auch ein Risiko. Das betrifft alle, auch die ach so seriösen Züchter und ihre Abnehmer.

Da hast du vollkommen Recht, Tina!

Es gibt allerdings doch einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen dem Vermehrer und dem seriösen Vereinszüchter (wobei ich auch bei manchen Vereinszüchtern Vermehrerei - Wiederholung derselben Verpaarungen ohne Förderung eines Zuchtziels v. a. - sehe ^^):

Den Vereinszüchter hält sein Verein an, die Zahl der Würfe innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu begrenzen; die Tiere werden - wenn seriös gezüchtet wird! - auch gesundheitlich und futtertechnisch etc. gut versorgt, und dass eine Kätzin, die älter ist als vier Jahre immer noch zur Zucht eingesetzt wird, ist vergleichsweise selten.

Und ein seriöser Züchter zögert glücklicherweise auch nicht, Geld in die Hand zu nehmen, wenn unter der Geburt etwas schief zu gehen droht. Da wird, meine ich, viel schneller die Notkastra gemacht, auch unter Verlust aller Kitten, damit das Mütterchen überlebt.
So jedenfalls meine Wahrnehmung aus direkten Kontakten mit Vereinszüchtern, aber auch beim Besuch auf Züchterhomepages, die mir einen sinnvollen und seriösen Eindruck machten.

Natürlich ist Papier (und auch das Internet) geduldig, aber der Vereinszüchter hat m. E. doch mehr Anreiz, qualitativ hochwertig und mit großem finanziellen Einsatz zu züchten, als dies beim Vermehrer der Fall ist, der ja doch mehr geldliches Interesse hat, als dass die Züchterei ein echtes Hobby wäre.

Deswegen auch Gesundheitstests usw. beim Vereinszüchter, auf die der Vermehrer im Regelfall einfach schon deswegen verzichten wird, weil ihn niemand (= kein Verein) dazu zwingt.


Ich wünsche mir, dass die kleine Coon-Dame nicht umsonst sterben musste, sondern dass die TE vielleicht nun doch zum Umdenken bereit ist.




edit:
Doppelpack, es gibt kein "Gut" und "Böse" in dem Fall, wo ein Tier infolge der Trächtigkeit verstirbt. Es gibt insofern nur Schicksal oder falsch gemacht. Finde ich.
Was den Tod der kleinen Coonie gefördert haben könnte, habe ich weiter oben geschrieben. Dass eben die Maßregeln, die bei der Vereinszucht angewendet werden, um die Gesundheit der Zuchtkatze nach Möglichkeit zu schützen, hier anscheinend nicht beachtet wurden. Es gibt - ausweislich der eigenen Schilderung der TE - vieles, was besser hätte gemacht werden können und auch sollen. Eben um das generelle Risiko, das mit einer Geburt verbunden ist, zu mindern.

Wenn er nicht ohnehin einsichtlich ist und das Thema Zucht ernst nimmt, wird der Vereinszüchter zumindest gezwungen, durch die Zuchtrichtlinien seines Vereins, dem Tierchen immer wieder Pausen zwischen den Würfen zu gewähren, damit der Körper sich erholen kann. Und wer das Thema Zuchtziel ernst nimmt, wird ohnehin nicht mit Tieren züchten, die bereits mehrere Jahre in der Cattery sind und schon mehrere Würfe hatten, sondern diese als Kastraten beizeiten in Rente schicken. (Wobei es bei weniger seriösen Vereinszüchtern leider auch Catteryhopping mit Zuchtkatzen gibt; das gehört für mich persönlich aber auch in die Schiene Vermehrerei - in diesem Fall Vermehrerei mit Stammbaum....)


Ein sehr wichtiger Risikofaktor bei der Trächtigkeit und Geburt, wo der Vereinszüchter richtig was drehen kann, ist ja die Haltung als solche. Also gutes Futter in hoher Qualität und ausreichender Menge, dazu eine gute medizinische Versorgung. Und die Zwangspausen zwischen den Würfen.

Die seriöse Vereinszucht ist nicht auf Geld gerichtet; sie verträgt sich nicht mit dem Gedanken an Gewinnerzielung.
Wie ich schon schrieb, ist der Vermehrer frei von diesen Zwängen und wird daher oft genug auch der Versuchung unterliegen, seine Katze aus finanziellen Erwägungen Kitten produzieren zu lassen. Und sobald der finanzielle Aspekt reinkommt, müssen die wichtigen Kostenfaktoren minimiert oder komplett ausgeschaltet werden.

Und die größten Faktoren sind nun einmal Tierarzt/Labor und Ernährung. Mithin genau das, was das Gesundheitsrisiko der Trächtigkeit nach oben treibt.....

Geändert von nicker (13.04.2019 um 10:25 Uhr)
nicker ist offline  
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Alt 13.04.2019, 10:39
  #45
Jorun
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Jorun
 
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Nicker, Du hast vergessen zu erwähnen, dass ein seriöser Züchter, der mit Herzblut züchtet sich ohne Ende weiterbildet, massig Kurse in Genetik etc. besucht und halt insgesamt in
Seine Kattery auch verdammt viel Kohle reinsteckt, die in der Regel nicht vollständig durch den Kittenverkauf gedeckt wird.

Und grad bei Coons sind die schlimmen Erbkrankheiten dank solcher verantwortungslosen Vermehrer wie die TE wieder im Vormarsch.

Ganz ehrlich, Leuten wie der TE gehört von Gesetz wegen ein lebenslanges Tierhalteverbot auferlegt mit drakonischen Strafen bei Zuwiederhandlung. Desweiteren monatlich 100€ an den Tierschutz pro vermehrtem Wurf - lebenslang. Dito den Käufern solcher Kitten zur Strafe pro Katze monatlich 100€ an den Tierschutz für 20 Jahre (ungefähre Lebenserwartung GESUNDER Katzen in menschlicher Obhut).
__________________
Viele Grüße,
Jorun

Jorun ist offline  
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