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Tierschutz - Allgemein Alles rund um den Schutz unserer Lieblinge

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Alt 30.07.2017, 20:51
  #16
Kuba
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Zitat:
Zitat von Kaly Beitrag anzeigen
Wenn sie andere Hunde sieht, freut sie sich (noch), wird aber immer hysterisch weg gezogen.
Alles Reden ist sinnlos, kommt gar nicht an.
Wie war das noch?
Das Problem ist immer am anderen Ende der Leine.

WARUM fällt es Menschen so schwer, die Bedürnisse der Tiere, die sie sich selber angeschafft haben, zu erkennen?
Kuba ist offline  
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Alt 30.07.2017, 21:25
  #17
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Zitat:
Zitat von Kuba Beitrag anzeigen
WARUM fällt es Menschen so schwer, die Bedürnisse der Tiere, die sie sich selber angeschafft haben, zu erkennen?
Sie wollen es nicht erkennen, so einfach ist das.

Wir haben hier im Ort eine ältere Frau mit recht jungem Dackel (fünf Jahre alt). Die Besitzerin braucht einen Rollator, wofür sie nichts kann. Sie dreht zweimal am Tag eine Mini-Runde mit Dackelchen, aber natürlich bekommt der Hund bei weitem nicht genug Bewegung. Meine Nachbarin, die sehr hundeerfahren ist, hat dieser Frau angeboten, dass sie täglich mit Dackelchen raus geht, um ihm ausreichend bewegung und Beschäftigung zu ermöglichen.

Die Hundehalterin hat abgelehnt. Dackelchen könne ja womöglich dann auch einen anderen Menschen "lieb" gewinnen. Der Hund ist mittlerweile massiv übergewichtig, wird mit großer Sicherheit zu Hause mit Leckerchen vollgestopft, damit er auch brav mit Mama schmust. Da wird der Hund ganz klar instrumentalisiert und man kann nicht das Geringste dagegen machen, dass es hier nur ums menschliche Ego geht. Man will halt ein Tier, das voll und ganz auf einen fixiert und von einem abhängig ist. Ob das auch für das Tier gut ist, darauf verschwendet man keinen Gedanken.
__________________
Lieben Gruß von Hexe, Merlin und Haushälterin Silvia und Sternchen Mephisto für immer im Herzen.
Maiglöckchen ist offline  
Alt 30.07.2017, 21:50
  #18
Kuba
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Zitat:
Zitat von Maiglöckchen Beitrag anzeigen
Die Hundehalterin hat abgelehnt. Dackelchen könne ja womöglich dann auch einen anderen Menschen "lieb" gewinnen. Ob das auch für das Tier gut ist, darauf verschwendet man keinen Gedanken.
MEIN Dackel, der soll keinen anderen lieben.
So ein Schwachsinn.

Wenn kein Gedanke daran verschwendet wird, nenne ich es Egoismus.

Ich möchte meine Katzen auch behalten und würde es nicht begrüßen, wenn sie freiwillig woanders einziehen wollten.
Allerdings sind sie in 10 Jahren auch noch nicht auf die Idee gekommen.

Sehe ich mir meinen ältesten Kater an, muß ich dazu sagen:
Wenn ich umziehen würde und der Kerl könnte nicht mehr raus, müßte ich ihn schweren Herzens abgeben.

Er braucht seinen Freigang dringend. Würde ich ihn in einer Wohnung einsperren, wäre seine Haltung in meinen Augen Tierquälerei.

Ich würde mir die Augen aus dem Kopf heulen...und ihn hergeben.
Ich kann mir mein Leben nicht ohne Katzen vorstellen, sie sind ein elementarer Bestandteil. Aber es soll ihnen dabei auch gut gehen, sie sollen freiwillig und gern bei mir bleiben.
Bisher hat das glücklicherweise gut geklappt.
Kuba ist offline  
Alt 30.07.2017, 21:54
  #19
cindy55
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cindy55
 
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Zitat:
Zitat von Kuba Beitrag anzeigen
Wie war das noch?
Das Problem ist immer am anderen Ende der Leine.

WARUM fällt es Menschen so schwer, die Bedürnisse der Tiere, die sie sich selber angeschafft haben, zu erkennen?
Besser gesagt, warum machen sie sich nicht über die Bedürfnisse der Tiere Gedanken bevor sie sie anschaffen und draufkämen, dass sie ihnen nicht gerecht werden können oder wollen. Das gilt für Hund und Katz.
__________________
LG
cindy mit
den drei Flauschkugeln Chino (*01.04.14), Nico(*ca.2010) u. Charlie (*20.01.14)

unvergessen, tief im Herzen die Sternchen Cindy (07/98 - 06.04.15) und Sandy (07/98 - 23.02.16)
und die Hundesternchen Candy (18.4.74 - 10.01.86) Jacky (17.08.86 - 21.04.05)




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Katzen nehmen das Leben von der entspannten Seite
cindy55 ist offline  
Alt 30.07.2017, 22:00
  #20
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Zitat:
Zitat von Kuba Beitrag anzeigen
MEIN Dackel, der soll keinen anderen lieben.
So ein Schwachsinn.
Das ist doch auch der Grund, warum starr an der Einzelhaltung z.B. von Kitten festhalten. Das Kätzchen soll nur auf sie fixiert sein.

Mancher gibt es ja sogar zu...

Ums Dackelchen tut es mir ganz furchtbar leid, das gezwungen ist, im Schneckentempo mit dem Rollatorfrauchen um den Block zu schleichen, anstatt auch mal richtig toben zu können.
Maiglöckchen ist offline  
Alt 30.07.2017, 22:17
  #21
Kuba
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Zitat:
Zitat von cindy55 Beitrag anzeigen
und draufkämen, dass sie ihnen nicht gerecht werden können oder wollen. Das gilt für Hund und Katz.
Und für alle anderen Tierarten auch.

Zitat:
Zitat von Maiglöckchen Beitrag anzeigen
Das ist doch auch der Grund, warum starr an der Einzelhaltung z.B. von Kitten festhalten. Das Kätzchen soll nur auf sie fixiert sein.
Das ist ja auch Käse. Ich habe ja nun deutlich mehr als eine Katze.
Aber gerade heute sagte eine Nachbarin zu mir:

Du siehst draußen immer aus wie der Rattenfänger von Hameln.
Alles rennt hinter Dir her.

Sie wollen halt helfen. Ein Stück weit fixiert sind sie, obwohl zu viert, auch auf mich. Es passiert ja auch immer etwas. Sie werden draußen gekämmt, es wird mit Stöckchen und Blättern geraschelt, sie werden mal durchgewuschelt...
Aber sie sind FREIWILLIG dabei, könnten jederzeit gehen. Trotzdem rennen sie hinter mir her. Ich beschäftige mich halt auch gern mit ihnen.
Glückliche Katzen = zufriedene Kuba
Ganz einfache Rechnung.

Dem Dackel würde ich auch sehr eine Renn- und Toberunde wünschen.
Kuba ist offline  
Alt 30.07.2017, 22:27
  #22
LarandBruno
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Zitat:
Zitat von cindy55 Beitrag anzeigen
Ich rege mich immer so auf, wenn ich Hundehalter sehe, die ihre Hunde NUR an der Leine einige Meter weit Gassi führen und der Hund deshalb nicht sozialisiert ist und ander Hunde angiftet. Und schuld ist der Mensch.
Dann haben solche Leute noch Rassen, die rennnen möchten. Da hat man aber keinerlei Möglichkeit. Ich habe schon versucht, sie anzusprechen. Es ändert sich nichts. Als Begründung: der ist so bös zu den anderen Hunden. Ich sage, aber der ist ja nur so, weil er nur an der Leine ist. Eine absolut ergebnislose Diskussion.

Das verstehe ich nie, wenn man nicht gerne rausgeht, soll man sich keinen Hund anschaffen.
Sorry, aber da muss ich aber doch mal eine Lanze für diese Hundehalter brechen, weil ich jahrelang von meiner "Tierschützerin" von Nachbarin angegangen wurde, weil ich angeblich mit meinem Hund nur um den Block laufe. Dass ich zur großen Runde zum Hundeauslaufgebiet fahre und man mich daher in der Umgebung nur kleine Runden laufe wird gerne ignoriert. Und so geht es vielen Hundehaltern deren Hunde mehr Auslauf kriegen als die meisten Hunde aber die leider entweder nicht zu Zeiten laufen, wo die ganze Nachbarschaft am Fenster steht, oder tatsächlich heraus in die Natur fahren.
Btw. finden gerade unkastrierte Hunde ernsthafterer Rassen sobald sie ausgewachsen sind Fremdhunde nicht so toll und haben oft wenig Interesse an infantilem "Spiel" (oftmals stressgeladenes fiddle about und Hetzen).
"Die müssen doch Schnuppern" und "Du musst deinem Hund mit JEDEM Hund spielen lassen" ist längst überholt. Gezielter häufiger Kontakt mit immer den selben Hunden, bzw. mit Hunden die im Haushalt gehalten werden und einigen bekannten Einzelhunden ist meist stressfreier für die Hunde, die im freien Spiel mit Fremdhunden auf Hundewiesen meist weniger Spaß haben als die Hundehalter sich einreden.
Gerade Hunde aus dem Tierschutz bringen oft Unverträglichkeiten und Jagdtrieb mit, die nicht mal eben so behoben werden können. Ziemlich unfair das darauf zurückzuführen, dass die Hunde an der Leine sind. Oft kann der Halter wenig dafür, gerade bei second hand Hunden.
LarandBruno ist offline  
Alt 30.07.2017, 22:28
  #23
steinhoefel
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steinhoefel
 
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Unsere Nachbarn haben einen 3-jährigen Hund.
Mischung aus zwei sehr grossen und dynamischen Hütehundrassen.
Das arme Tier ist völlig unterfordert, Gassi wird max. zwei mal am Tag im Schneckentempo eine kurze Runde gegangen.
Manchmal aber auch nicht und dann wird eben in den Garten gemacht.
Aus purer Langeweile wird hier alles aber auch wirklich alles verbellt.
Alle sind genervt von dem Hund bzw. haben Angst vor ihr.
Und sie ist eine total liebenswerte Knutschkugel.
Jetzt haben sich einige Nachbarn beschwert und sie darf nur noch stundenweise in den Garten was die Situation für alle aber sicher nicht verbessert.
Das ist auch ein typisches Beispiel von " Ich möchte ein Tier aber es darf keine Arbeit machen"
__________________
steinhoefel ist offline  
Alt 30.07.2017, 23:11
  #24
Kaly
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Kaly
 
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Zitat:
Zitat von LarandBruno Beitrag anzeigen
Gezielter häufiger Kontakt mit immer den selben Hunden, bzw. mit Hunden die im Haushalt gehalten werden und einigen bekannten Einzelhunden ist meist stressfreier für die Hunde, die im freien Spiel mit Fremdhunden auf Hundewiesen meist weniger Spaß haben als die Hundehalter sich einreden.
Das finde ich interessant, ernsthaft, denn ich kenne bisher eher das Gegenteil.

Meiner Erfahrung nach können Hunde sehr gut und schnell entscheiden, wen sie mögen, nur dulden oder eben nicht leiden können.
An häufige, wechselnde Begegnungen gewöhnte Hunde (gut sozialisierte?) wissen dann aber auch, wie sie sich aus der Situation heraus nehmen können.
Gerade bei Begegnungen zwischen "Fremdhunden" geht es doch oft eher um das Begrüßen an sich, gemeinsames Spiel ist gar nicht so wichtig.

Bruno ist völlig entspannt, wenn er nicht an der Leine ist - dann hat er ja die Möglichkeit, selbst zu entscheiden.
Ob er den Hund kennt oder nicht, spielt eine untergeordnete Rolle.
(Ausnahme: wir treffen einen seiner absoluten Lieblinge. Dann flippt er natürlich aus. )

Zitat:
Zitat von steinhoefel Beitrag anzeigen
Aus purer Langeweile wird hier alles aber auch wirklich alles verbellt.
Alle sind genervt von dem Hund bzw. haben Angst vor ihr.
Und sie ist eine total liebenswerte Knutschkugel.
Solche Hunde tun mir aus tiefster Seele leid.
Genauso wie Einzelkitten müssen sie ausbaden, was unfähige Menschen ihnen antun.
__________________
Freundliche Grüße von Claudia

Geändert von Kaly (30.07.2017 um 23:14 Uhr)
Kaly ist offline  

Alt 31.07.2017, 00:00
  #25
LarandBruno
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Zitat:
Zitat von Kaly Beitrag anzeigen
Das finde ich interessant, ernsthaft, denn ich kenne bisher eher das Gegenteil.

Meiner Erfahrung nach können Hunde sehr gut und schnell entscheiden, wen sie mögen, nur dulden oder eben nicht leiden können.
An häufige, wechselnde Begegnungen gewöhnte Hunde (gut sozialisierte?) wissen dann aber auch, wie sie sich aus der Situation heraus nehmen können.
Gerade bei Begegnungen zwischen "Fremdhunden" geht es doch oft eher um das Begrüßen an sich, gemeinsames Spiel ist gar nicht so wichtig.
Warum muss mein Hund jeden anderen Hunnd begrüßen? Die meisten Hunde haben absolut keinen Mehrwehrt davon, besonders an der Leine, aber auch im Freilauf. Gerade wer einen kleineren, eher submissiven oder jüngeren Hund hat, ist meiner Meinung nach beraten gezielt nach passenden Hundekontakten für gemeinsamen Freilauf zu suchen. Es gibt einige Hunde die tatsächlich mit jedem Hund auskommen, aber mit Fremdhunden kann man im Voraus nicht nur nicht wissen, wie sozial der andere Hund tatsächlich ist, sondern auch nicht, ob er wohlmöglich eine ansteckende Krankheit, etc. hat.
Dazu kommt das (zumindest wo ich wohne) gut die Hälfte der Hunde nicht gut im Gehorsam steht. Und wenn Spielverhalten in Mobbing oder Jagdverhalten umschlägt, kann damit der Hund oft nicht aus der Situation genommen werden. Zumal dies meist nicht einmal erkannt wird. Mein Hund neigt zum Mobben von besonders kleineren Hunden, und dies wird immer wieder von anderen Hundebesitzern als Spiel verkannt, obwohl deren Hunde total gestresst sind. In gezielt gebildeten Gruppen kann mein Hund mit angemessenen Sozialpartnern agieren, ohne dass es erst zu solchen Situationen kommt. Auch die Rasse spielt hier eine Rolle; viele sensiblere Hunderassen haben zum Beispiel ein Problem mit dem ungestümen Spielverhalten von beispielsweise Labradoren, andere mit dem sehr körperlichen Spiel von Schäferhunden. Vieles spricht für ausgewählte Sozialpartner.
Situationen wie diese: https://www.youtube.com/watch?v=z18_TAYooHo
sieht man auf zum Beispiel Hundewiesen immer wieder. Muss das wirklich sein? Es gibt einige Hunde die sehr gut damit klarkommen, andere nicht. Fremden Hundebesitzern vorzuwerfen, ihre Hunde nicht zu sozialisieren, weil sie ihre Hunde nicht mit jedem einzelnen Hund Kontakt haben lassen, ist einfach nicht fair, meiner Meinung nach.
Sorry für OT.
LarandBruno ist offline  
Alt 31.07.2017, 08:29
  #26
Kaly
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Kaly
 
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Ich erlebe das hier komplett anders.
Gerade im Wald und am Teich treffen wir natürlich tagtäglich andere, fremde Hunde.
"Stänkerer" sind selten darunter, in der Regel laufen die Begegnungen entspannt ab: (kurz oder ausgiebig) begrüßen und weiter gehen.
Gestresst sind nur die Hunde, die an der Leine vorbei gezerrt werden.

Im Hundeauslaufgebiet Arkenberge hab ich allerdings erlebt, was du meinst:
Mobber, deren Verhalten wortreich erklärt und verteidigt wird, inkl. Belehrungen für die anderen Hundehalter.
Da entsteht natürlich Stress.

Ebenfalls sorry für OT.
Kaly ist offline  
Alt 31.07.2017, 09:08
  #27
Louisella
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Zitat:
Zitat von cindy55 Beitrag anzeigen
Ich rege mich immer so auf, wenn ich Hundehalter sehe, die ihre Hunde NUR an der Leine einige Meter weit Gassi führen und der Hund deshalb nicht sozialisiert ist und ander Hunde angiftet. Und schuld ist der Mensch.
[...]
Das verstehe ich nie, wenn man nicht gerne rausgeht, soll man sich keinen Hund anschaffen.
Das rausgehen selbst sehe ich nicht mal so als Problem - aber wenn mal halt wirklich nur einmal um den Block geht und es in der Nähe nun mal keinen Bereich gibt in dem Hunde ohne Leine laufen dürfen, dann reicht das einfach nicht, dann muss man sich die Mühe machen und notfalls eben mit dem Auto irgendwo hinfahren wo's möglich ist den Hund laufen zu lassen.

Zitat:
Zitat von Kuba Beitrag anzeigen
WARUM fällt es Menschen so schwer, die Bedürnisse der Tiere, die sie sich selber angeschafft haben, zu erkennen?
Zitat:
Zitat von cindy55 Beitrag anzeigen
Besser gesagt, warum machen sie sich nicht über die Bedürfnisse der Tiere Gedanken bevor sie sie anschaffen und draufkämen, dass sie ihnen nicht gerecht werden können oder wollen. Das gilt für Hund und Katz.
Genau - warum machen sich die Leute nicht VORHER Gedanken?
Wenn's nun mal kein Freilauf-Gebiet für Hunde gibt in der Nähe, dann muss man sich darauf einstellen.

Zitat:
Zitat von LarandBruno Beitrag anzeigen
Ziemlich unfair das darauf zurückzuführen, dass die Hunde an der Leine sind. Oft kann der Halter wenig dafür, gerade bei second hand Hunden.
Naja...
Sorry, aber ich hab da so einen Lieblingsfall über den ich mich regelmässig fürchterlich aufrege, und da gebe ich ganz klar auch dem Tierschutz die Schuld dass das so beschissen läuft.
Junges Pärchen, offensichtlich ohne jegliche Hundeerfahrung, legt sich zwei Hund aus dem Tierschutz zu - und lässt die im Wohngebiet (also trotz Leinenpflicht) frei laufen.
Das erste Mal hab ich mich drüber aufgeregt als die Hunde in unsrem Garten rumgeflitzt sind. Die zugehörigen Halter zu finden war kein Problem, die haben genüsslich auf der Wiese nebenan Zigarettchen geraucht und keinerlei Anstalten gemacht die Hunde zu finden ausser gelegentlich zu rufen.
Dass die Hunde außerhalb ihres Blickfelds in Privatgärten unterwegswaren hat sie offensichtlich nicht interessiert.
Darauf angesprochen dass Leinenpflicht herrscht wurden wir als Nazis beschimpft und darauf hingewiesen dass man nichts dafür könne, die Tiere seien aus dem Ausland und würden deshalb nicht hören.
Auf den Hinweis dass man Hunde, die nicht hören, nicht von der Leine lassen darf (mal abseits davon dass im Wohngebiet Leinenpflicht herrscht) und dass sie als Halter die Hunde großen Gefahren aussetzen wenn sie sie einfach hinlaufen lassen wo sie wollen, wurden wir weiter beschimpft. Mein Hinweis dass sich in einem Privatgarten auch tödliche Gefahren für Hunde verbergen könnten, es könne ja z.B. jemand dort Fallen aufgestellt haben wurden wir als Tierquäler beschimpft. Auf den Hinweis dass in einem Privatgarten ja auch mal ein Baby auf einer Decke auf der Wiese liegen könnte wurden wir beschimpft dass man Babys ja auch nicht ohne Aufsicht einfach auf die Wiese legen dürfe usw...
Und eben immer wieder "wir können nichts dafür, die Hunde kommen aus dem Ausland"...
Das mit der Leinenpflicht wurde abgelehnt, es sei eine Unverschämtheit dass man seine Hunde nicht frei laufen lassen dürfe, die hätten ja schließlich auch Rechte...

Das hat sich noch mehrfach wiederholt mit diesem Pärchen...
Ich meine da hat der Tierschutz total versagt - warum klären die solche Menschen nicht über ganz normale Dinge wie Leinenpflicht auf?

Eins weiss ich: Wenn die Hunde das nächste Mal in unserem Garten stehen werde ich sie an die Leine nehmen und vom Tierschutz abholen lassen. In der Hoffnung dass wenigstens dann ein bisschen Aufklärung erfolgt.
Louisella ist offline  
Alt 31.07.2017, 09:19
  #28
handicat
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Zitat:
Zitat von Louisella Beitrag anzeigen
Naja...
Sorry, aber ich hab da so einen Lieblingsfall über den ich mich regelmässig fürchterlich aufrege, und da gebe ich ganz klar auch dem Tierschutz die Schuld dass das so beschissen läuft.
Junges Pärchen, offensichtlich ohne jegliche Hundeerfahrung, legt sich zwei Hund aus dem Tierschutz zu - und lässt die im Wohngebiet (also trotz Leinenpflicht) frei laufen.

Das hat sich noch mehrfach wiederholt mit diesem Pärchen...
Ich meine da hat der Tierschutz total versagt - warum klären die solche Menschen nicht über ganz normale Dinge wie Leinenpflicht auf?
Woher willst du wissen ob so eine Aufklärung durch "den Tierschutz" nicht erfolgt ist?
Ich vermute einfach mal dass sie die einfach ebenso gepflegt ignorieren.

Setz doch die abgebende Orga darüber mal in Kenntnis...und die Gemeinde die ja die Leinenpflicht festgesetzt hat.
__________________
Liebe Grüße von Beate
mit Charly, Ayleen und Aimee (das A-Team ), Whisky und meinen Sternchen Karlchen, Elisa, Gismo und Kasimir
handicat ist offline  
Alt 31.07.2017, 09:22
  #29
irlandfan
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irlandfan
 
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Zitat:
Zitat von Maiglöckchen Beitrag anzeigen
Ums Dackelchen tut es mir ganz furchtbar leid, das gezwungen ist, im Schneckentempo mit dem Rollatorfrauchen um den Block zu schleichen, anstatt auch mal richtig toben zu können.
Das hat mich in Cornwall so fasziniert, wie sehr die Leute um das Wohl ihrer Hunde bemüht sind. Selbst eine gehbehinderte ältere Frau war mit ihrem Hund auf der Tobewiese und hat ihm unermüdlich den Ball geworfen. Der kleine Kerl hatte so einen Spaß, ist gerannt und getobt, hat auf den Ball gelauert, ich hätte da den ganzen Tag zusehen können. So viele lebendige und lebensfrohe Hunde wie in den 2 Wochen, sehe ich hier im ganzen Jahr nicht.

Einmal sagte am Strand ein Hundehalter zu mir über seinen jagenden und tobenden Hund "He is so happy". Klingt vielleicht blöd, aber das war einer der Momente, die mir am meisten im Gedächtnis geblieben sind.
__________________
Shanna und Mäxchen featuring Martina


Häuptling Silberlocke und die taffe Kriegerin
irlandfan ist offline  
Alt 31.07.2017, 10:30
  #30
Louisella
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Zitat:
Zitat von handicat Beitrag anzeigen
Woher willst du wissen ob so eine Aufklärung durch "den Tierschutz" nicht erfolgt ist?
Ich vermute einfach mal dass sie die einfach ebenso gepflegt ignorieren.
Machen die denn keine Nachkontrollen?

Zitat:
Zitat von handicat Beitrag anzeigen
Setz doch die abgebende Orga darüber mal in Kenntnis...und die Gemeinde die ja die Leinenpflicht festgesetzt hat.
Wenn ich die Orga kennen würde hätte ich das längst getan - aber wie an diese Info rankommen?
Und die Gemeinde... naja... die kennen das Problem zu Genüge.
Hier ist nebenan ein öffentlicher Park, wir wohnen an der Gassirennstrecke und täglich laufen hier unzählige Leute mit ihren Hunden entlang. Das Problem dabei ist: Die meisten leinen ihre Hunde schon ein paar Häuser weiter vorne ab, lange bevor der Park losgeht, bei unserem Haus laufen also schon sehr viele Hunde frei.
Dass im öffentlichen Park ebenfalls Leinenpflicht gilt interessiert offensichtlich absolut niemanden.
Zuletzt wurde hier ein Kind vom Fahrrad gerissen und mehrfach gebissen, ein Kind im Sandkasten angegriffen usw. - das sind nur die aktuellen Fälle.
Es gab eine sehr scharf geführte Diskussion auf Facebook darüber, bei der letztendlich aber die Anwohner plattgemacht wurden, die Hundehalter beklagen sich darüber dass ihre Hunde nicht frei laufen dürfen (die sind ja alle sooooooooooooooooo brav) und das bisschen Hundekacke macht ja nichts.
Letzteres ärgert mich, weil die Wiese im Park eigentlich dafür gedacht ist dass Leute, die eben keinen eigenen Garten haben da auch mal ein Picknick machen können oder sich einfach mal eben auf die Wiese fläzen können sollen - kannste knicken, alles voller Hundekacke.
Tütchenspender sind vorhanden - aber keine entsprechenden Mülleimer mehr, die wurden alle abgebaut. Jetzt landen die gefüllten Tütchen in den Vorgärten, Hecken und Gebüschen der Anwohner. Da wünschste Dir echt die Scheiße wär nicht in Tüten, dann könnte sie wenigstens von selbst verrotten.
Die Gemeinde macht garnichts, so viele "Ordnungshüter" haben wir hier auch garnicht, die kommen ja schon nicht hinterher mit ihren Knöllchen, da interessieren sie sich nicht für freilaufende Hunde.
Dabei könnten sie hier problemlos täglich 50 bis 60 Knöllchen an Hundehalter verteilen wegen Nichteinhaltung der Leinenpflicht oder weil sie die Hinterlassenschaften nicht einsammeln...

Diesen Quark von wegen "keine Möglichkeit für Freilauf in der Nähe" seh ich auch nicht mehr ein - sie müssten nur auf die andere Seite vom Fluß, da gibt's einen Hundeplatz, wir hören das fröhliche Gebell von dort jeden Tag. Aber nein, da geht man nicht hin - ich tippe mal weil man da wahrscheinlich Mitglied sein muss und das natürlich Geld kostet, vermutlich irgendsowas um die 20 Euro im Jahr...

Es stimmt schon, es gibt hier wenig Möglichkeit für Freilauf - auch außerhalb der Städtchen und Dörfer. Die Bauern haben's halt auch nicht so gerne wenn die Hunde auf Spargel- und Erdbeerfelder kacken. Im Wald dürfen die Hunde eigentlich auch nicht rennen usw...

Aber warum macht man sich darum erst Gedanken wenn der Hund schon da ist?
Louisella ist offline  
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