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OMalley2 19.10.2019 10:24

Eben drum ein sachliches Gespräch erbitten, ruhig auch sagen warum, aber eben erst, wenn Du innerlich etwas "abgekühlt" bist. Etwas meh Kommunikation wäre im Fall der armen Emma evt. angebracht gewesen, wobei... ich war ja nicht dabei. Wer weiß genau, wie schnell sich alles zum Schlechten gewendet hat? :sad:

Habe eben beides erlebt, total liebe, empathische TÄ, die alles tun !!!! und andere, die alles probieren, was Geld bringt. Die einen rücken mit allen Fakten freiwillig heraus - die anderen kommen auf Fragen schon mal mit der Ansage: Ja SIE haben das nicht studiert, aber ich... da ist dann für mich Übungsende und ich werde böse.

Insgesamt fände ich mich bei vielen Tierärzten um Längen besser aufgehoben als bei vielen zynischen, ignoranten Humanmedizinern... und wie hier sehr richtig gesagt wurde, sie sind nicht die Feinde der Tierhalter. Wie überall gibts auch hier Flachpfeifen und ganz hervorragende Vertreter ihres Fachs. Mit dieser Tatsache muss man leben.

Carla64 19.10.2019 10:42

Ich habe lang genug in der Praxis gearbeitet...

Der Grund für das Kliniksterben ist übrigens ein anderer... Aber das ist jetzt zu OT

Happykatz 19.10.2019 10:44

Emma hätte so oder so nicht überlebt. Das ist mir bewusst. Und „abgekühlt“ bin ich auch. Es geht mir nur darum, dass ich angelogen wurde, was den Zustand vor der OP betrifft. Und da mir die Befunde trotz mehrfacher Aufforderung nicht ausgehändigt werden, verhärtet das meinen Verdacht.
Letzten Endes werde ich die Rechnung bezahlen müssen. Ist mir auch klar.
Aber ich erwarte für die geforderte Summe Transparenz. Ich soll Labor bezahlen, dann will ich auch die Werte haben. Und ich will, dass man ehrlich zu mir ist. Sollen die doch zugeben, dass sie mir unterschiedliche Aussagen gemacht und auch schriftlich niedergelegt haben.

OMalley2 19.10.2019 11:06

Zitat:

Zitat von Happykatz (Beitrag 6479311)
Aber ich erwarte für die geforderte Summe Transparenz. Ich soll Labor bezahlen, dann will ich auch die Werte haben. Und ich will, dass man ehrlich zu mir ist. Sollen die doch zugeben, dass sie mir unterschiedliche Aussagen gemacht und auch schriftlich niedergelegt haben.

Verstehe Deinen Standpunkt da voll und ganz.
Selbst wenn die Fehler gemacht haben - dann müssen sie dazu stehen, verdammt nochmal. Niemand ist unfehlbar, aber auf der anderen Seite will niemand verkohlt werden, gerade wenns die eigene und die Gesundheit lieber Familienmitglieder betrifft.

Happykatz 19.10.2019 11:59

Zitat:

Zitat von OMalley2 (Beitrag 6479313)
Verstehe Deinen Standpunkt da voll und ganz.
Selbst wenn die Fehler gemacht haben - dann müssen sie dazu stehen, verdammt nochmal. Niemand ist unfehlbar, aber auf der anderen Seite will niemand verkohlt werden, gerade wenns die eigene und die Gesundheit lieber Familienmitglieder betrifft.

Ganz genau. Hätte man mir Dienstag morgen vor der OP ehrlich gesagt, dass sich der Zustand von Emma über Nacht verschlechtert hätte, dann hätte ich das Einverständnis zur OP von Montag Abend widerrufen und hätte Emma friedlich in meinen Armen gehen lassen. Dann wäre der ganze OP-Stress inkl. Reanimation etc. nicht nötig gewesen.

Dieses "Anlügen" sehe ich als Arbeit gegen das Tierwohl. Es war wohl aufgrund des Zustandes klar, dass sie die Narkose kaum überleben wird. Und im Ultraschall war schon zu sehen, dass der ganze Bauchraum entzündet war. Da hat man mir aber Hoffnung gemacht. Im Nachhinein hätte ich da schon reagieren müssen. Aber mir wurde die OP förmlich aufgezwungen als einzige Option für Emma irgendwas zu tun.

OMalley2 19.10.2019 12:09

Verstehe - wird nur schwer halten, das zu beweisen. Kannst nur im Gespräch versuchen, ihnen klar zu machen, dass das ganz ganz miese PR für ihre Klinik war und sie den Verdacht, der da im Raum schwebt, doch beseitigen möchten. Evt. mit Kulanz bei der Rechnung.
Denn eine überflüssige OP möchte NIEMAND seinen Tieren zumuten, vom Geld ganz abgesehen.

UND ja, das liest sich jetzt so unempathisch und geizig, aber ich hoffe, Du verstehst, wie es gemeint ist.
In langen Jahren mit Pferd habe ich da so einiges lernen müssen. Kalt bleiben nach außen, auch wenns innen brennt...

Ayleen 19.10.2019 12:34

Happykatz, kann deine Trauer und Wut total verstehen.

Richtig wäre gewesen, dass dich die Klinik am Morgen vor der OP über das Fieber und Risiken informiert hätte, und DU dann hättest entscheiden können, ob OP ja oder nein.

Zitat:

Zitat von Carla64 (Beitrag 6479282)
Darf ich mal kurz anmerken? Weder Tierklinik noch Tierarzt sind der natürliche Feind des Katzenhalters...

aber manche haben eindeutig den falschen Beruf ergriffen...:( Man erlebt es ja zur Genüge!
Da wären doch einige besser Auto- oder Möbelverkäufer geworden, wo Schludrigkeit keinem Tier schaden würde.

rlm 19.10.2019 12:51

Happykatz, es tut mir sehr leid, das ist ein Alptraum.

Ich verstehe dich sehr gut, könnte mir aber auch vorstellen, dass die OP die einzige Chance war. Man hätte dir dies aber sagen müssen und die Entscheidung bei dir lassen müssen. Vielleicht klärt sich aber einiges im Gespräch.

Zitat:

Zitat von Ayleen (Beitrag 6479357)
Richtig wäre gewesen, dass dich die Klinik am Morgen vor der OP über das Fieber und Risiken informiert hätte, und DU dann hättest entscheiden können, ob OP ja oder nein.

Zitat:

Zitat von Ayleen (Beitrag 6479357)
aber manche haben eindeutig den falschen Beruf ergriffen...:( Man erlebt es ja zur Genüge!
Da wären doch einige besser Auto- oder Möbelverkäufer geworden, wo Schludrigkeit keinem Tier schaden würde.

Ganz genau so.

Happykatz 19.10.2019 13:29

Die Tierärztin hat gesagt, dass die OP die einzige Option sei. Nicht Chance. Sie sagte, wir müssen aufschneiden. Andere Alternativen gibt es nicht. Aufgrund des schlechten Zustandes wäre eine Euthanasie die 2. Option gewesen. Davon hat sie nichts gesagt. Im Gegenteil, sie hat mir Hoffnung gemacht, dass mit der OP alles gut wird. Und das finde ich mies. Meine emotionale Lage auszunutzen.


Inzwischen habe ich die Rechnung mit der GOT verglichen. Einigte Punkte sind im 1-fachen Satz und korrekt. Andere Positionen sind weder 1-facher, noch 2- oder 3-facher Satz. Also nicht nachvollziehbar.

Und wenn wir beim Geld bleiben: OP-Kosten all inclusiv 415€ zu Euthanasie 19,24€.

nicker 19.10.2019 14:40

Zitat:

Zitat von Happykatz (Beitrag 6479374)

Inzwischen habe ich die Rechnung mit der GOT verglichen. Einigte Punkte sind im 1-fachen Satz und korrekt. Andere Positionen sind weder 1-facher, noch 2- oder 3-facher Satz. Also nicht nachvollziehbar.

Und wenn wir beim Geld bleiben: OP-Kosten all inclusiv 415€ zu Euthanasie 19,24€.

Es freut mich, dass ich helfen konnte. :cool:

Aber denk bitte auch daran, dass die in der GOT genannten Kosten jeweils die Nettosumme darstellen, also die Mehrwertsteuer noch obendrauf kommt.

Und auch bei der Euthanasie fliegen die tödlichen Medikamente nicht durch die Luft in das Katz hinein, sondern wird zweimal eine Spritze gesetzt: erst das (noch nicht tödliche) Einschlafmittel, danach die tödliche Spritze mit dem überdosierten Narkotikum (so jedenfalls bei den Euthanasien meiner Sternchen, bei denen ich dabei war ;)). Natürlich ist auch dann noch die Summe für die Tötung weit entfernt von der für die OP, die du nennst, aber ganz so "billig" ist die Euthanasie denn doch nicht zu haben. ;)

Und in dem Fall, dass du morgens am OP-Tag aufgrund einer Verschlechterung von Emmas Befinden deine Zustimmung zur OP zurückgezogen hättest (mal ganz davon abgesehen, dass kein Arzt mit Verstand dann operiert hätte, wenn Emma nicht narkosefähig gewesen wäre *hust*), wären natürlich die Kosten für den stationären Aufenthalt über Nacht angefallen, was ja auch einige Euronen kostet....



edit:


Zitat:

Die Tierärztin hat gesagt, dass die OP die einzige Option sei. Nicht Chance. Sie sagte, wir müssen aufschneiden. Andere Alternativen gibt es nicht. Aufgrund des schlechten Zustandes wäre eine Euthanasie die 2. Option gewesen. Davon hat sie nichts gesagt. Im Gegenteil, sie hat mir Hoffnung gemacht, dass mit der OP alles gut wird. Und das finde ich mies. Meine emotionale Lage auszunutzen.
M. E. hatte die TÄin insofern recht, als mit einer Bauchöffnung am sichersten hätte festgestellt werden können, was genau in Emmas Bauch los ist. So war auch die Info an mich, was Sternchen Nero angeht, in der Uniklinik damals. Schall und Röntgen hatten kein eindeutiges Ergebnis erbracht, es bestand der Verdacht auf einen Tumor der Bauchspeicheldrüse, aber ob es tatsächlich ein Tumor gewesen wäre, hätte man eben wirklich nur durch die Bauch-OP sehen können.

Von daher wäre es, wenn man es umgekehrt betrachtet, aus meiner Sicht bei Emma fahrlässig und insofern nicht den Regeln der ärztlichen Kunst entsprechend gewesen, allein aufgrund des Röntgens (mit Verdacht auf entzündliche Veränderungen im Bauchraum) - und ohne Hinweis auf die Möglichkeit einer Bauchöffnung zwecks weiterer Diagnostik! - eine Euthanasie vorzuschlagen. :confused:



.

Ayleen 19.10.2019 14:41

Wie "richtig" das Operieren müssen war, hat sich ja gezeigt :stumm: oder wurde schon beim US gepfuscht:confused:

Es tut mir so leid für dich und deine Katze, gerade weil es mich an meinen Fall erinnert.
Da wurden im US auch Entzündungen usw. gesehen. Der TA meinte, er könnte es mit Operieren versuchen, mir aber nicht versprechen, dass dadurch die Katze gerettet werden könne. Eine Zweitmeinung sagte dasselbe.
Als Dosi hofft man immer. Also wünschte ich die OP
und konnte mich die Nacht davor, von meiner Katze iwie verabschieden. Sie wurde wegen den zahlreichen Vereiterungen nicht mehr aus der Narkose aufgeweckt und ich sofort mit Mitgefühl orientiert...

So kann es eben auch gehen...

Happykatz 19.10.2019 14:46

Zitat:

Zitat von nicker (Beitrag 6479394)
Es freut mich, dass ich helfen konnte. :cool:

Aber denk bitte auch daran, dass die in der GOT genannten Kosten jeweils die Nettosumme darstellen, also die Mehrwertsteuer noch obendrauf kommt.

Ich arbeite selbst beim Arzt und kenne mich mit Sätzen und MwSt. aus, das habe ich berücksichtigt.

Und auch bei der Euthanasie fliegen die tödlichen Medikamente nicht durch die Luft in das Katz hinein, sondern wird zweimal eine Spritze gesetzt: erst das (noch nicht tödliche) Einschlafmittel, danach die tödliche Spritze mit dem überdosierten Narkotikum (so jedenfalls bei den Euthanasien meiner Sternchen, bei denen ich dabei war ;)). Natürlich ist auch dann noch die Summe für die Tötung weit entfernt von der für die OP, die du nennst, aber ganz so "billig" ist die Euthanasie denn doch nicht zu haben. ;)

Ok, dann kommt zur GOT-Postition Euthanasie noch 2-3 Injektionen dazu.

Und in dem Fall, dass du morgens am OP-Tag aufgrund einer Verschlechterung von Emmas Befinden deine Zustimmung zur OP zurückgezogen hättest (mal ganz davon abgesehen, dass kein Arzt mit Verstand dann operiert hätte, wenn Emma nicht narkosefähig gewesen wäre *hust*), wären natürlich die Kosten für den stationären Aufenthalt über Nacht angefallen, was ja auch einige Euronen kostet....

Da ich wie gesagt von der "Stationsärztin" andere Informationen bekommen habe als von der "Operateuren" zweifle ich nach wie vor an der Narkosefähigkeit. Aber ich habe die Klinik zur Stellungnahme aufgefordert.

Happykatz 19.10.2019 14:48

Zitat:

Zitat von Ayleen (Beitrag 6479395)
Wie "richtig" das Operieren müssen war, hat sich ja gezeigt :stumm: oder wurde schon beim US gepfuscht:confused:

Während des Ultraschalls waren ich und mein Mann anwesend. Ich habe immer nachgefragt, was sie gerade schallt (Magen, Darm etc.)

Sie sagte immer hier sind diffuse Schatten, dass deutet auf Entzündung hin. Wir müssen aufschneiden und können dann erst genau sagen, was es ist und wo genau.

Die Bilder habe ich trotz mehrfacher Aufforderung noch nicht bekommen, so dass ich auch keine anderen Tierärzte (meine Haustierarztpraxis) dazu befragen kann. Es wurden 4 bis 6 Bilder gespeichert.

Gnocchilli 21.10.2019 07:57

Ich sehe es da eher wie nicker. Wenn die TÄ meint, dass eine Option durch die OP besteht, dann würde ich diese auch durchführen lassen. Ob sie narkosefähig war, würde für mich kleine Rolle spielen, wenn sie ansonsten sowieso daran sterben würde. Das sehe ich dann eher als NOT-OP an (und sie leidet ja nicht, solang sie in Narkose ist).

Natürlich hätte sie dich am Morgen aber nochmal auf den verschlechterten Zustand der Katze hinweisen müssen, sodass du dann nochmals die Entscheidung hättest treffen können. Ich finde es an sich gut, dass sie es gemacht hat (weil es genug TÄ gibt, die beim kleinsten bisschen euthanasieren wollen) und damit dem Kätzchen eine Chance geben wollte. Aber ohne deine Zusage verbunden damit, dass du alle Kenntnisse zu ihrem Gesundheitszustand hattest, geht gar nicht und würde mich auch wütend machen.

Hätte sie Chance gesagt, hätte das bei mir mehr Hoffnung indiziert als Option. Option steht da bei mir dafür, dass sie es ohne OP auf alle Fälle nicht schafft.

biveli john 21.10.2019 08:50

Was ich da nicht verstehe, wurde die Operation
zwecks Diagnose gemacht,
oder aus dem kurativen Bestreben?:)


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