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Tierärzte Alles um den Besuch beim Tierarzt

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Alt 30.06.2019, 18:59
  #1
alfette
Neuling
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 14
Standard Einschläfern: War das OK so?

Liebe Forumsmitglieder,
wir mussten vor einigen Tagen wegen zwei ganz getrennter Erkrankungen unsere zwei Geschwisterkatzen mit knapp 15 Jahren einschläfern lassen. Luise hatte akutes Nierenversagen und Anton einen Tumor im Bauch, der schon große Probleme gemacht hat. Zwei schwere Verluste innerhalb von 12h - wir sind total traurig. Neben den ganzen Gedanken an die beiden - die schönen Jahre, die wir hatten und die Leere in der Wohnung - treibt mich eine Sache um. Ich möchte Euch daher um Rat fragen:

Ich habe vorher noch nie eine Einschläferung erlebt, daher bin ich mir sehr unsicher, ob alles OK war. Denn richtig "sanft" (wie ich manchmal lese) kam mir der Akt an sich nicht vor.

Es wurde jeweils eine Betäubungsinjektion in den hinteren Bereich der Katzen (genau weiß ich es nicht mehr). Der Tierarzt meinte, ich solle die Katzen ein bisschen festhalten, weil es brennt. Danach könne auch Erbrechen auftauchen. In der Tat hat die Katze (Nierenversagen), die schon seit 10 Tagen nichts mehr fraß, etwas gewürgt. Der Kater (Tumor, mit sehr schlechten Leberwerten) hat noch richtig viel gebrochen. Das war sehr hart, mit anzusehen. Das Brechen hat ca. 15-30 Sekunden gedauert, dann schlief er. Vielleicht auch etwas länger.

Dann folgte die zweite Injektion, die den Tod herbeiführte. Ich glaube, der TA hat sie direkt ins Herz gespritzt. Da wir den Kater direkt mitgenommen haben (zusammen mit der tiefgefrorenen Katze - was für eine absurde Szene), wurde den Kater noch eine Spritze gesetzt, damit er nicht zuckt (was mir ehrlich gesagt egal gewesen wäre, er war ja schon tot).

Das ganze hat jeweils ca. 15 Minuten gedauert. Der TA meinte, an der Kürze der Zeit, die das Einschlafen gedauert hat, könne man sehen, dass es den Katzen schon sehr schlecht ging.

Gekostet hat das 400 Euro (zwei Mal Einschläfern, Anti-Zucken-Spritze, Untersuchung Katze am Morgen vor dem Einschläfern, Blutbild Katze).

Ich frage mich, ob der Kater das Brechen mitbekommen hat. Hätte man nicht ein Mittel vorher geben können, damit ihm nicht schlecht? Und ist der Preis normal? Ich denke, dass das Blutbild ca. 100 Euro kostete.

Ich finde den TA eigentlich ganz gut (etwas trocken, aber wirkt kompetent). Sicher bin ich mir aber nicht. Es ging alles so schnell und ich weiß eigentlich gar nicht so genau, was da passiert ist...

Ich frage mich das nicht, weil ich mir Vorwürfe mache. Es ist sowieso vorbei und irgendwie waren wir in der Situation dem TA auch ausgeliefert. Aber sollten wir dort noch einmal hingehen, wenn wir wieder einmal Katzen hätten und dieser Schritt erneut anstünde?

Danke für Eure Meinungen.
Herzliche und traurige Grüße,
alfette ist offline  
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Alt 30.06.2019, 19:24
  #2
Kalamazoo
Erfahrener Benutzer
 
Kalamazoo
 
Registriert seit: 2019
Ort: Berlin
Alter: 54
Beiträge: 151
Standard

Das tut mir so leid für Dich, eine Katze gehen lassen zu müssen ist schon unerträglich, aber beide zusammen.. furchtbar.

Ich habe innerhalb eines Jahres Luzie und Sirius mit 17 bzw. fast 17 Jahren einschläfern lassen müssen. Das lief tatsächlich sanft ab, es gab erst eine Spritze zum Einschlafen und dann die andere Spritze. Ich habe beide Male 85,- € bezahlt. Meine Tierärztin kannte beide schon genauso lange wie ich sie hatte und daher war der Gesundheitszustand bekannt, es war uns bei beiden vorher klar, dass der Moment jetzt gekommen ist.
Kalamazoo ist gerade online  
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Alt 30.06.2019, 19:36
  #3
Winterqueen
Forenprofi
 
Winterqueen
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 1.081
Standard

Hallo und Willkommen.

Mein Beileid für den schweren Verlust... gleich beide zusammen zu verlieren muss sehr weh tun.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und deinen beiden Lieblingen eine Gute Reise über den Regenbogen.

Ich habe bisher nur einmal eine Farbmaus beim Tierarzt einschläfern lassen und da wurden auch diese beiden Spritzen hintereinander gegeben, wenn ich mich richtig erinnere.
Hoffe, dass noch jemand sich dazu äußern kann ob das mit dem Erbrechen durch die erste Spritze normal ist.

Aber was ich mir dachte - soweit ich weiß, ist die erste Spritze dazu da, damit das Tier quasi narkotisiert wird. Und durch die Narkose kann einem Tier ja wohl schnell schlecht werden, weshalb man die Tiere nur nüchtern narkotisieren darf und nach dem Aufwachen auch sehr darauf achten soll, dass sie nicht so schnell zu viel fressen. Eben weil sie dann erbrechen können.
Also wird das, was du unter Anti-Zucken-Spritze verstanden hast, sowas wie eine Narkose- oder starke Beruhigungsspritze sein könnte?

Liebe Grüße
Winterqueen ist offline  
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Alt 30.06.2019, 20:52
  #4
Paty
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Paty
 
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Erstmal mein aufrichtiges Beileid - es muss furchbar sein 2 Katzen in so einem kurzen Zeitraum zu verlieren

Ich mußte im Oktober meinen Herzenskater Samson als dritte Katze einschläfern lassen bisher.

Es ging eigentlich immer wirklich sehr sanft, Samson lag auf einem Tuch auf meinem Schoß - erst gab es eine Spritze zur Betäubung aber die hat keiner meiner Kater wirklich gemerkt (war halt eine normale Narkosespritze) - bei Samson war sogar der Zugang noch da und die Ärztin hat es ihm da rein gespritzt, er hat nicht mal gezuckt.

Als er dann geschlafen hat (eigentlich hatte diese Spritze schon bei meinen ganzen Katern gereicht) gab es dann noch die eigentliche Spritze, ebenfalls in die Vene aber davon hat keiner meiner Kater mehr etwas mitbekommen.

Aber ich weiß dass noch sehr sehr viele Tierärzte diese Herzspritze usw. verwenden - der Hund meiner Nachbarin wurde auf die gleiche Weise eingeschläfert wie deine Katzen
Paty ist gerade online  
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Alt 30.06.2019, 20:57
  #5
alfette
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Danke schon mal für Eure Eindrücke und Eure lieben Wünsche. Ich hätte dann dem Kater abends vor dem Einschläfern und morgens wohl nicht noch ein bisschen Leberwurst geben sollen. Ich wollte ihm einen Gefallen tun, damit er noch einmal was kriegt, was er liebt, aber sonst nie bekommt.
Leider hatte ich beide nicht auf dem Schoß, sonders sie waren auf diesem kalten Tisch
Das würde ich ganz sicher nicht mehr so machen.

Ja, das beide weg sind, ist echt supertraurig.
alfette ist offline  
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Alt 30.06.2019, 21:10
  #6
MSCH76
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15 min pro "Erlösung" finde ich sehr lange.
Bisher hat es bei keiner meiner Sternchen länger als 5 min. gedauert.
MSCH76 ist offline  
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Alt 30.06.2019, 21:13
  #7
Gremlin01
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Gremlin01
 
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Mein Beileid.
Also das kommt mir schon komisch vor mit den Spritzen und dem Erbrechen.
Ich habe schon mehrere Tiere einschläfern lassen müssen, aber das ist jedesmal so friedlich abgelaufen, wie von Paty beschrieben.
Es tut mir leid, dass das bei Deiner Katze offenbar anders gelaufen ist. 15 Minuten kommt mir auch sehr lange vor.
Gremlin01 ist offline  
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Alt 30.06.2019, 21:14
  #8
Finja2016
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Finja2016
 
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15 min. kommt mir auch sehr lange vor. Bei unserem TA war das bisher immer eine Sache von wenigen Minuten. Unser TA gibt aber auch nur eine Spritze, eine Überdosis Narkosemittel, wenn ich das richtig weiß.
Finja2016 ist offline  
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Alt 30.06.2019, 21:20
  #9
MSCH76
Neuling
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 9
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Meiner gibt 2 Spritzen.
Einmal Narkose und wenn ich es noch richtig weiss in die Leber.

Ist ja auch egal.


Wünsche viel Kraft um den Verlust zu verarbeiten.Das tut jedesmal sehr weh.....
MSCH76 ist offline  
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Alt 30.06.2019, 21:26
  #10
Celistine
Erfahrener Benutzer
 
Celistine
 
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Beiträge: 640
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Zitat:
Zitat von MSCH76 Beitrag anzeigen
15 min pro "Erlösung" finde ich sehr lange.
Bisher hat es bei keiner meiner Sternchen länger als 5 min. gedauert.
Es gibt wohl verschiedene "Wege" der "Erlösung". Ich kenne die eher "langsamere" Methode mit dem überdosiertem Narkosemittel, bzw. mit den zwei Spritzen.....und das kann tatsächlich 15 Minuten dauern.
Celistine ist offline  
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Alt 30.06.2019, 21:45
  #11
alfette
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Nochmals danke! Es ist gut, das zu lesen. Ich habe mich so unbeholfen gefühlt. Ich habe mich immer gefragt, wie das Ende unserer Katzen vielleicht aussehen könnte. Nun ist es passiert und es gehört ab jetzt zu meinen Erfahrungen. Der Tod gehört zum Katzenhalten dazu - das war mir bewusst, aber die Gefühle dabei sind eine andere Sache. Danke, dass Ihre Eure "technischen" Erfahrungen mit dem Einschläfern mit mir teilt. Das hilft irgendwie, auch wenn es komisch klingt. So wird es etwas normaler...

Geändert von alfette (30.06.2019 um 21:50 Uhr)
alfette ist offline  
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Alt 30.06.2019, 22:54
  #12
Majanne
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Majanne
 
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Mein Beileid....

Bei mir ist es auch noch nicht lange her...
Ich war völlig schockiert, wie lange das Einschlafen gedauert hat.
Armani hat eine Spritze in die Bauchhöhle bekommen, weil das angeblich nicht so brennt. Er hat 20 Minuten dagegen angekämpft und sich in meinem Pullover verbissen
Es war ein Albtraum...
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Alt 30.06.2019, 22:56
  #13
Paty
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Paty
 
Registriert seit: 2010
Ort: LKR NEA
Alter: 59
Beiträge: 12.104
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Ich kenne das zum Glück nur so mit der Narkose die nicht weh tut und sie dann einschlafen und nichts mehr weiter spüren, dauert nie lange und ist ganz friedlich
Paty ist gerade online  
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Alt 01.07.2019, 07:51
  #14
Gremlin01
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Gremlin01
 
Registriert seit: 2015
Ort: Hannover
Beiträge: 6.439
Standard

Zitat:
Zitat von Majanne Beitrag anzeigen
Mein Beileid....

Bei mir ist es auch noch nicht lange her...
Ich war völlig schockiert, wie lange das Einschlafen gedauert hat.
Armani hat eine Spritze in die Bauchhöhle bekommen, weil das angeblich nicht so brennt. Er hat 20 Minuten dagegen angekämpft und sich in meinem Pullover verbissen
Es war ein Albtraum...
Das tut mir leid. Das ist ja schrecklich. Diese Bilder kriegt man doch nicht mehr aus dem Kopf.
Gremlin01 ist offline  
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Alt 01.07.2019, 09:04
  #15
Cat Fud
Forenprofi
 
Registriert seit: 2008
Ort: Berlin
Beiträge: 5.194
Standard

Bei zweien meiner Kater dauerte es auch lange, bis sie für immer eingeschlafen waren, weil der Kreislauf schon so im Keller war.
Das mit dem Erbrechen und auch die Aussage, die Spritze würde brennen, gefällt mir aber nicht. Mein TA wählt bewusst ein Narkosemittel, das nicht brennt.
Cat Fud ist offline  
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