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Tierärzte Alles um den Besuch beim Tierarzt


Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 14.02.2019, 19:17   #1
Flauschfreund
Benutzer
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 75
Standard Was kann ich da machen?

Hallo, ich habe ein kleines Problem.
Uns wurde das Antibiotikum Baytril 25mg/ml verschrieben. Laut ausgefülltem Aufkleberchen auf der Packung sollen wir 2x täglich für 2 Kilo Katze 0,4ml geben. Also 0,8ml gesamt.
Nun haben wir in der Packungsbeilage geschaut ob man das Zeug übers Futter geben kann und lesen dort 0,2ml pro Kilo Katze, einmal täglich. Hätten wir das nicht durch Zufall gelesen hätten wir unsere Zwerge meiner Meinung nach reichlich überdosiert. Zumal sie auch weniger als 2kg wiegen. Wir haben es zum Glück mitbekommen und dort angerufen. Da hieß es dann lapidar von der Sprechstundenhilfekollegin "dann geben sie es halt nur einmal täglich". Wir werden unsere Konsequenz ziehen und wechseln, aber was passiert mit Tierbesitzern, die sich auf die Empfehlung auf der Packung verlasssen? Oder den BPZ nicht lesen können weil zu klein geschrieben?
Die Sprechstundenhilfe scheint da einen großen Fehler gemacht zu haben. Ich bin auch etwas enttäuscht dass sich die TÄ nicht mal die Mühe gemacht hat, sich per Telefon bei uns zu melden, geschweige denn, sich für den Fauxpas zu entschuldigen. Wir waren dort viele Jahre Kunde, haben im Laufe der Jahre tausende von Euros dort gelassen und mussten letzten Sommer dann doch unser CNIchen dort gehen lassen.

Ich habe die Nacht kaum Schlaf gefunden, was kann man als "Mitwisser" tun damit da niemand aufgrund der Sprechstundenhilfe ernsthaft zu Schaden kommt? Ständig versuche ich mir die ganzen Medis meiner damaligen Katze ins Gedächtnis zu rufen, wurde da schon was falsch gemacht? Es ist uns nichts passiert, aber ich kann das nicht einfach so hinnehmen.
Wir werden wohl die angefangene Behandlung zu Ende bringen und dann wars das. Alleine schon weil wir der Ärztin schon noch mal auf den Zahn fühlen wollen ob sie da bzgl. der Sprechstundenhilfe was unternimmt. Erwarte ich zu viel? Was kann ich da tun wenn mein Gewissen sagt, es reicht nicht wenn ich da weg bin? Der Tierarztkammer melden? Der Fehler lag ja nicht bei der Ärztin.
Irgendwie eine Sch...-Situation
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Alt 15.02.2019, 09:33   #2
andkena
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andkena
 
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Beiträge: 215
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Die Frage ist ja auch, ob die Sprechstundenhilfe der Ärztin von eurem Telefonat erzählt hat. Vielleicht weiß die Ärztin nichts davon und hat sich entsprechend nicht bei euch gemeldet.
Ich würde zunächst das Gespräch mit der Ärztin suchen und klären, warum sie die Dosierung empfohlen hat.
Dann könnt ihr ja entscheiden ob ihr wechselt.
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Alt 15.02.2019, 09:56   #3
Lehmann
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Lehmann
 
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Beiträge: 1.239
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ich würde auch auf jeden Fall mit der TA sprechen und mich gegebenenfalls beschweren. Schon alleine deshalb, weil andere Patienten vielleicht etwas davon haben und sie in Zukunft besser schaut, welche und wieviel Medis sie mit gibt.
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Alt 15.02.2019, 13:14   #4
Irmi_
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Irmi_
 
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Beiträge: 3.851
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Grüß Dich.

Je nach Krankheitsbild können Medikamente in unterschiedlicher Dosierung gegeben werden, ein Arzt kann auch entscheiden, kurzfristig ein Medikament stark überzudosieren. Deshalb würde ich unbedingt erst Mal mit dem Tierarzt sprechen, der das verschrieben hat. Erst dann kann man sagen, ob es ein Versehen oder Beabsichtigt ist.

Edit:
Ich kenne speziell dieses Medikament nicht. Das ist eine ganz allgemeine Aussage. Darum: Bitte im Zweifelsfall immer den Arzt nachfragen.

Geändert von Irmi_ (15.02.2019 um 19:40 Uhr)
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Alt 15.02.2019, 13:22   #5
pingu04
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Beiträge: 190
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Zitat:
Zitat von Irmi_ Beitrag anzeigen
Grüß Dich.

Je nach Krankheitsbild können Medikamente in unterschiedlicher Dosierung gegeben werden, ein Arzt kann auch entscheiden, kurzfristig ein Medikament stark überzudosieren. Deshalb würde ich unbedingt erst Mal mit dem Tierarzt sprechen, der das verschrieben hat. Erst dann kann man sagen, ob es ein Versehen oder Beabsichtigt ist.
Das würde ich ebenso handhaben! Ist ja beim Menschen nicht anders: Da kann die vom Arzt verordnete Dosierung auch nach oben oder unten abweichen von dem, was auf dem Beipackzettel steht.

Nicht verrückt machen lassen. Klärt das bitte zeitnah erstmal mit dem Arzt selbst, warum er euch diese Dosierung verordnet hat. Alles Gute der kranken Katz!
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Alt 15.02.2019, 13:24   #6
NaMa
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NaMa
 
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Beiträge: 264
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Hallo, ich schließe mich Irmi an.

Du warst doch bei der Tierärztin. Hat sie die Dosierung 2x täglich angegeben oder war das tatsächlich ein Versehen der Tierarzthelferin?

In den Beipackzetteln steht eine möglich Dosierung angegeben vom Arzneimittelhersteller. In der Regel steht aber auch dabei "wenn vom Arzt nicht anders verordnet". Die Ärzte kennen in der Regel die Medikamente, die sie verordnen, und ihre Wirkungsweise und haben Erfahrungen damit, so dass sie hier sicherlich auch mal andere Dosierungen verordnen.

Also vielleicht erstmal mit der Tierärztin sprechen ...
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Alt 15.02.2019, 15:29   #7
nicker
ruritanische Hofberichterstattung
 
nicker
 
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Beiträge: 14.063
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Ich würde auch mit dem TA sprechen.

Was aber aus meiner Sicht gar nicht geht, ist der Vorschlag der TMFA, das AB dann halt nur einmal täglich zu geben!

Gerade bei AB ist es wichtig, den Zeitrhythmus einzuhalten, und viele AB sind auch so gedacht, dass sie eine Wirkungszeit von 12 Stunden haben und insofern zweimal täglich gegeben werden müssen, damit sie ihre Wirkung richtig entfalten können!

Ein Gespräch mit der TÄin ist auch insofern wichtig, weil man ja nicht ausschließen kann, dass die Helferin auch bei anderen Patientenbesitzern eigenmächtig seltsame Dosierungshinweise gibt!

An die TÄ-Kammer würde ich nicht herantreten, solange nicht ein sinnvolles Gespräch mit der Ärztin möglich gewesen ist.
Es kann leider tatsächlich vorkommen, dass irrtümlich eine falsche Dosierungsanweisung gegeben wird, und in vielen Fällen folgen daraus keine ernsthaften Konsequenzen für den Patienten. Daher habe ich meine Zweifel, ob die Kammer so einen Vorfall genauso ernst nehmen würde, wie ihr das (richtigerweise!) tut.

Ein AB ist, von diesem Standpunkt betrachtet, nicht zwingend ein Medi, das in einer gewissen Überdosiung fatal wirkt, anders als z. B. Herzmittel oder schwere Schmerzmedis. Und letztlich ist es auch so, dass Behandlungsfehler bei Kleintieren nicht so gravierende (finanzielle!) Schäden (Haftung des Arztes!) hervorrufen, wie es bei Großtieren geschweige denn beim Menschen der Fall ist. So die juristische Lage.
(Dass die Tierhalter das ganz anders sehen und auch dürfen, sollte klar sein!)

Ich hoffe, dass ihr erreichen könnt, dass diese Helferin deutlich ermahnt wird, keine so abstrusen Dosierungsanweisungen mehr zu geben, wie es bei euch der Fall war!
nicker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2019, 16:15   #8
Emmaline
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Beiträge: 326
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Zitat:
Zitat von Irmi_ Beitrag anzeigen
Grüß Dich.

Je nach Krankheitsbild können Medikamente in unterschiedlicher Dosierung gegeben werden, ein Arzt kann auch entscheiden, kurzfristig ein Medikament stark überzudosieren.
Das war auch mein erster Gedanke, aber bei Baytril ist das sehr gefährlich
"Wenn bei Katzen die empfohlene Dosierung überschritten wird, können retinotoxiscshe Effekte einschliesslich Blindheit vorkommen."
https://www.vetpharm.uzh.ch/reloader...1?inhalt_c.htm

Laut meiner TÄ gibt man Baytril bei Katzen eben wegen dieser Effekte wenn möglich nicht mehr inzwischen

Und deshalb denke ich auch, sollte man auf jeden Fall nochmal mit der Ärztin sprechen. Ich sehe genauso wie Nicker die Empfehlung es nur einmal am tag zu geben, als sehr kritisch und würde das alles ansprechen.
Die Tierärztekammer zu involvieren finde ich übertrieben und ein gespräch sinnvoller.

Geändert von Emmaline (15.02.2019 um 16:19 Uhr)
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Alt 15.02.2019, 19:39   #9
Irmi_
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Irmi_
 
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Beiträge: 3.851
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Zitat:
Zitat von Emmaline Beitrag anzeigen
Das war auch mein erster Gedanke, aber bei Baytril ist das sehr gefährlich
"Wenn bei Katzen die empfohlene Dosierung überschritten wird, können retinotoxiscshe Effekte einschliesslich Blindheit vorkommen."
https://www.vetpharm.uzh.ch/reloader...1?inhalt_c.htm

Laut meiner TÄ gibt man Baytril bei Katzen eben wegen dieser Effekte wenn möglich nicht mehr inzwischen

Und deshalb denke ich auch, sollte man auf jeden Fall nochmal mit der Ärztin sprechen. Ich sehe genauso wie Nicker die Empfehlung es nur einmal am tag zu geben, als sehr kritisch und würde das alles ansprechen.
Die Tierärztekammer zu involvieren finde ich übertrieben und ein gespräch sinnvoller.
Aua. ich hätte in meinem Beitrag noch hinzu schreiben sollen, dass ich dieses Medikament nicht kenne und nur eine allgemeine Aussage gebe. Ich werde es ergänzen.
Irmi_ ist gerade online   Mit Zitat antworten

Alt 15.02.2019, 20:19   #10
Flauschfreund
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Beiträge: 75
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Hallo,
wir waren nun noch einmal da. Es war tatsächlich ein Fehler der Sprechstundenhilfe. Es war nicht geplant, diese Dosierung zu verabreichen. Erst sollte es nur einmal gegeben werden (0,4ml), dann wurde die Gabe auf zweimal aufgeteilt, aber die Dosis nicht dementsprechend auf 0,2ml reduziert
Es muss da auf jeden Fall ziemlich geknallt haben, der benötigte Rückruf kam heute in Rekordzeit (normalerweise wird man gerne mal vergessen), als ich heute das AB in Tablettenform abgeholt habe (flüssig geht bei meinen Scheuchen nicht, es gab gestern ein ziemliches Blutbad) habe ich auch mehrmals nachgefragt ob es auch die richtige Dosis ist - es war den anwesenden sehr peinlich. Soll es auch.
Gerade weil es sich um Baytril handelt war ich megawütend, was da alles passieren kann...zum Glück ist mein Mann gestern erstmal hingefahren um das zu klären und ich habe im Auto gewartet. Ansonsten hätte ich jetzt wohl Hausverbot. Bei sowas werde ich zum Elch.
Auch das jetzige AB sollen wir nur einmal täglich geben. Wird schon spannend genug, irgendwas leckeres zu finden wo man das Tablettchen freiwillig mitschluckt.
Hoffen wir mal dass derartige Fehler nicht noch einmal passieren. Und ich heute nacht wieder ruhigen Gewissens schlafen kann

Danke für Eure Antworten
Flauschfreund ist offline   Mit Zitat antworten
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