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Tierärzte Alles um den Besuch beim Tierarzt

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Alt 02.07.2015, 13:47   #11
Paula_am_Strand
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Paula_am_Strand
 
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Beiträge: 2.270
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Danke für den Thread, Anett!

Ich finde anpinnen auch eine gute Idee und würde auch für dieses Unterforum plädieren, weil es ja ansonsten ein übergreifendes Thema ist, das aber immer mit dem TA-Besuch verbunden ist
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Alt 02.07.2015, 14:05   #12
Pieper
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Mich würde interessieren, wann der Einsatz von Isofluran für eine OP nicht möglich ist. (Man hört von Tierärzten da ja völlig Unterschiedliches).

Aufwachspritzen sind mir gar nicht bekannt.

Danke, Anett, sehr interessantes Thema!
__________________
Liebe Grüße von Maren mit der wilden Hilde und Moritz
und ihren Sternenkatzen Louis, Lieschen, Gismo, Kitty, Manjula und Bruno.
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Alt 02.07.2015, 19:00   #13
Doc
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Doc
 
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Zitat:
Zitat von Maiglöckchen Beitrag anzeigen
Meine Frage an Doc und alle, die sich da gut auskennen:

Wie schaut es mit Aufwachspritzen, also Narkosemittel-Antagonisten aus? Was spricht dafür, was spricht dagegen? Hexe hatte diese Spritze nach ihren beiden FORL-Operationen bekommen und war im Turbotempo wieder fit. Aber vielleicht haben diese Spritzen ja auch "verborgene" Nachteile?
Wenn die Katzen nach der Narkose schnell wieder fit sind, liegt das nicht ausschließlich an der Aufwachspritze. Es bedeutet, die ganze Narkose ist gut gelaufen.
Die Aufwachspritze antagonisieren ja nur einen kleinen Teil des "Narkosecocktails".
Für mich gibt es nur einen Grund, wenn mit alpha2 Agonisten gearbeitet wurde, keine Aufwachspritze zu geben: die operierte Katze ist ein Wildfang und man muß befürchten, daß sie völlig ausrastet, wenn sie schnell wach wird.
In allen anderen Fällen halte ich es für unverantwortlich nicht zu antagonisieren, wenn die OP rum ist. Die Katzen wachen einfach schneller auf und müssen nicht mehr so lange intensiv überwacht werden.
Denn ein schlafendes Tier gehört ohne wenn und aber permanent überwacht. Wenn man nicht antagonisiert, schlafen die Katzen eben eine Stunde länger, nach OP Ende. Ob das Tier dann die ganze Zeit überwacht wird, ich habe meine Zweifel.
Der einzige mir bekannte Nachteil ist, daß das Gegenmittel zu Unruhe und Hypermotorik führen kann. Seit man Katzen aber eine reduzierte Dosis spritzt, passiert das nicht mehr.
Für mich ist die Antagonisierung unverzichtbar, wenn man mit alpha2 Agonisten arbeitet.
Bei einer Propofolnarkose mit Valium oder Fentanyl gibt es aber zum Beispiel keine Aufwachspritze, da Propofol ein Ultrakurznarkotikum ist, wodurch die Tiere auch sehr schnell wieder aufwachen.

Die Frage, die man eigentlich stellen muß, ist nicht, ob Aufwachspritze ja oder nein, sondern eher alpha2 Agonist ja oder nein.
Diese sind wegen ihrer kreislaufdepressiven Wirkung nicht unumstritten, vor allem bei Risikopatienten. Bei Herzpatienten kontraindiziert. Aber wenn man sie nimmt, dann immer mit Aufwachspritze.

Zitat:
Zitat von Pieper Beitrag anzeigen
Mich würde interessieren, wann der Einsatz von Isofluran für eine OP nicht möglich ist. (Man hört von Tierärzten da ja völlig Unterschiedliches).
Isofluran scheidet eigentlich nur aus, wenn aus technischen Gründen kein Tubus geschoben werden kann, z. B bei Bronchoskopien oder sehr aufwendigen Kieferchirurgischen Eingriffen.
Bei einer normalen Zahnbehandlung ist es definitiv nicht ausgeschlossen. Der Operateur muß halt daran gewöhnt sein, daß er nicht so viel Bewegungsfreiheit hat, wenn der Tubus ans Narkosegerät angeschlossen ist, aber das ist eben Routine.
In der freien Praxis gibt es -leider- sehr viele TÄ, die die Technik, eine Katze zu intubieren, nicht beherrschen. Diese fahren dann eine Inhalationsnarkose mit einer Maske bei der Katze über Maul und Nase. Klar, daß man dann keine Zähne ziehen kann . Ich denke, das ist einer der Gründe für die häufig widersprüchlichen Aussagen .
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Alt 02.07.2015, 19:04   #14
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Da Propofol aber nur äußerst selten genutzt wird, ist eine Aufwachspritze demnach fast immer sinnvoll?

Auch bei Inhalationsnarkosen? Die Einleitung ist doch mehr oder weniger die Gleiche, oder habe ich das falsch verstanden?
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Lieben Gruß von Hexe, Merlin und Haushälterin Silvia und Sternchen Mephisto für immer im Herzen.
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Alt 02.07.2015, 19:21   #15
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Zitat:
Zitat von Maiglöckchen Beitrag anzeigen
Da Propofol aber nur äußerst selten genutzt wird, ist eine Aufwachspritze demnach fast immer sinnvoll?

Auch bei Inhalationsnarkosen? Die Einleitung ist doch mehr oder weniger die Gleiche, oder habe ich das falsch verstanden?
Ja genau. Wenn die Einleitung intramuskulär gegeben wird, wäre mir keine andere Injektionsnarkose bekannt. Und auch wenn man mit Inhalationsnarkose weiter macht, muß/ soll man die Einleitung am Ende der OP anatgonisieren. Genau richtig .
Ich glaube eigentlich schon, daß die meisten das machen. Viele führen die Aufwachspritze aber in der Rechnung nicht separat auf, sondern verbuchen das unter Narkose.
Ganz entscheidend ist eben auch die Dosierung der Narkotika. Da gibt es riesige Unterschiede und entsprechend unterschiedlich lang ist dann auch der Nachgang.
Ich hab gerade gelesen, dein Merlin ist morgen dran mit Zahn-OP.
Ich drück fest die Daumen, aber er wird das sicher auch so gut wegstecken.
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Alt 02.07.2015, 19:52   #16
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Ja, er ist morgen dran und wir sind dieses Mal aus diversen Gründen bei einem anderen Zahnarzt, wo ich halt noch nicht weiß, wie es läuft, auch wenn vorab alles einen guten Eindruck macht.

Dann werde ich morgen noch mal nach dem Antagonisten fragen....
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Alt 02.07.2015, 20:26   #17
Piepmatz
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Ich bin ja medizinisch nicht so bewandert - aber würde gerne wissen ob diese Aufwachspritze nicht auch eher das ganze zu schnell macht?

Sollte sich der Körper nicht eher langsamer erholen statt im Eiltempo?

Oder hab ich da einen Denkfehler?

Und wie schaut es auch mit dem Punkt Infusion nach der OP - ist das nicht auch ein Kriterium das man mit bedenken sollte?

Zeus hatte ja bisher 2 ZahnOps (vorher nur mit 5 Monaten ne Kastra) und bei der ersten ohne und die zweite mit Infusion und da war ein deutlicher Unterschied - Umstände ansich waren beide mal relativ gleich - Allgemeinzustand, Wetter, BB-Werte und all der Kram - aber die zweite OP etwas größer und da war er ja sogar schneller wieder besser drauf und fit - eben dank der Infusion.
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LG, Silvia mit Zwucki-Muckel Zeus

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Alt 02.07.2015, 20:35   #18
ELIA
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Ich habe einen ganz interessanten Link zum Thema
http://geb.uni-giessen.de/geb/vollte...hesie_2010.pdf

In der Realität sieht es in meinen Augen bei der Anästhesie in TA Praxen ziemlich mau aus.
Meist werden Standard Verfahren je nach Praxis durchgeführt und nicht auf den Patienten abgestimmt.
Dann gibt es meist kein Fachpersonal das sich auskennt.
Narkosegeräte sind glaube ich auch nicht immer vorhanden.
Ob die TÄ dann im Notfall einen Tubus schieben können und beatmen können?
O2 werden sie wahrscheinlich eine Flasche haben,hoffe ich zumindest.
Deshalb sollte man schon ganz genau fragen,wie die Praxis ausgestattet ist und ob eine Kraft die sich auskennt auch bei der Op anwesend ist.
Ich denke was Narkosen angeht,sind viele TA Praxen noch Entwicklungsland.
Wenn es nicht so ist,lasse ich mich gerne eines besseren belehren
__________________
ELIA ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2015, 20:36   #19
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Ich denke, da hast Du nicht ganz unrecht, ELIA.

@Piepmatz: Infusionen wurden bei uns immer gemacht, das war bei allen TÄ Standard.
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Alt 02.07.2015, 20:41   #20
ELIA
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ELIA
 
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Zitat:
Zitat von Piepmatz Beitrag anzeigen
Ich bin ja medizinisch nicht so bewandert - aber würde gerne wissen ob diese Aufwachspritze nicht auch eher das ganze zu schnell macht?

Sollte sich der Körper nicht eher langsamer erholen statt im Eiltempo?

Oder hab ich da einen Denkfehler?

Und wie schaut es auch mit dem Punkt Infusion nach der OP - ist das nicht auch ein Kriterium das man mit bedenken sollte?
Das ist absolut richtig.
Wenn man so pi mal Daumen antagonisiert,nicht genau dosiert und vor Allem zu schnell,kann das richtige Probleme geben.
Äusserst unangenehm für den Patienten.
Infundieren sollte man auch,vor Allem weil man bedenken muss,dass die arme Katze schon länger nüchtern vor der Narkose sein muss.Dann darf sie ja auch nicht gleich fressen und ob sie dann genug trinkt ist die Frage
Ich bestehe da mittlerweile drauf.
Vor Allem auch jetzt bei der Hitze würde ich das unbedingt machen.Da ist der Flüssigkeitsverlust noch schlimmer.
__________________
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