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Tierärzte Alles um den Besuch beim Tierarzt


Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 02.07.2015, 20:36   #16
Maiglöckchen
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Ich denke, da hast Du nicht ganz unrecht, ELIA.

@Piepmatz: Infusionen wurden bei uns immer gemacht, das war bei allen TÄ Standard.
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Alt 02.07.2015, 20:41   #17
ELIA
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Zitat:
Zitat von Piepmatz Beitrag anzeigen
Ich bin ja medizinisch nicht so bewandert - aber würde gerne wissen ob diese Aufwachspritze nicht auch eher das ganze zu schnell macht?

Sollte sich der Körper nicht eher langsamer erholen statt im Eiltempo?

Oder hab ich da einen Denkfehler?

Und wie schaut es auch mit dem Punkt Infusion nach der OP - ist das nicht auch ein Kriterium das man mit bedenken sollte?
Das ist absolut richtig.
Wenn man so pi mal Daumen antagonisiert,nicht genau dosiert und vor Allem zu schnell,kann das richtige Probleme geben.
Äusserst unangenehm für den Patienten.
Infundieren sollte man auch,vor Allem weil man bedenken muss,dass die arme Katze schon länger nüchtern vor der Narkose sein muss.Dann darf sie ja auch nicht gleich fressen und ob sie dann genug trinkt ist die Frage
Ich bestehe da mittlerweile drauf.
Vor Allem auch jetzt bei der Hitze würde ich das unbedingt machen.Da ist der Flüssigkeitsverlust noch schlimmer.
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Alt 02.07.2015, 22:02   #18
Doc
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Für mich ist bei jeder längeren OP folgender Standard Minimum:
Venenkatheter, Infusion, Trachealtubus, Wärmematte, Pulsoxymeter
Das ist das Minimum, es geht aber auch deutlich besser was das Monitoring angeht ( EKG, Kapnograph etc)

Wenn ein TA kein Ahnung von Anaesthesie hat, dann ist das eh alles Murks.
Ein lange OP ohne Venekatheter und Tubus ist für mich unvorstellbar, aber sicher wird das trotzdem gemacht.
Da ist dann sicher die ungenau dosierte Aufwachspritze das kleinste Problem.
Die Infusion gehört ans Tier in dem Moment, wenn das Tier in Narkose geht, bevor die Operation beginnt. Sie muß während der ganzen OP durchgegeben werden und während der kompletten Aufwachphase.
Das ist ein absolutes Muß und nicht diskutabel. Wenn ich nach sowas als Besitzer extra Fragen muß oder bei einer langen OP am Ende nur eine subkutane Infusion reingedonnert wird, dann zeigt das, daß nach sehr niedrigen Qualitätsstandards gearbeitet wird.

Ich hab das schon weiter vorne geschrieben, die Qualität der Narkose ist maßgeblich abhängig von der Qualität des Anästhesisten. In einer Praxis, wo Venenkatheter und Intubation nicht zum normalen Standard für eine OP gehören, würde ich niemals ein Tier operieren lassen.
Ich rede jetzt von Operationen, die deutlich länger als eine halbe Stunde dauern.

Geändert von Doc (02.07.2015 um 22:05 Uhr)
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Alt 03.07.2015, 07:43   #19
Regine
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Doc, das drucke ich mir grad aus, super, danke!!

Und ich mache mich dann mal auf die Suche nach einer Praxis, die das alles anbietet bei Narkosen (frage erst bei mir), aber ich befürchte, das die aller-, allerwenigsten Praxen so etwas anbieten.
TK wahrscheinlich eher...
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Alt 03.07.2015, 08:54   #20
Maiglöckchen
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Ich hätte hier nicht mehr lesen sollen, was da alles falsch gemacht werden kann
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Alt 03.07.2015, 09:05   #21
JeLiGo
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Silvia, immer schön positiv denken. Das wird schon.
Ich habe mir übrigens abgewöhnt, vor einem TA-Besuch noch irgendwas über Risiken usw. zu lesen, das macht mich immer nur kirre...
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Alt 03.07.2015, 09:09   #22
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Zitat:
Zitat von Regine Beitrag anzeigen
Doc, das drucke ich mir grad aus, super, danke!!

Und ich mache mich dann mal auf die Suche nach einer Praxis, die das alles anbietet bei Narkosen (frage erst bei mir), aber ich befürchte, das die aller-, allerwenigsten Praxen so etwas anbieten.
TK wahrscheinlich eher...
Das hab ich aber schon in vielen Praxen gesehen. Die Kliniken, wenn es gute sind, haben schon höhere Standards beim Monitoring.
Statt Wäremematte, gehen natürlich auch Snuggel Safes oder ähnliches.
Wichtig ist ja eigentlich nur, daß der TA sich mit Narkoseregime beschäftigt hat. Wenn er das selber z.B in einer Klinik so gelernt hat, dann wird er das auch in die eigene Praxis übernehmen und nicht wieder narkosetechnisch ins Mittelalter zurück fallen.
Für Kastrationen ist dieser Standard aber übertrieben, bzw finanziell nicht durchzusetzen.
Hohe Sicherheit in der Narkose kostet natürlich Geld. Eine Narkose in dem Rahmen wie beschrieben liegt bei 80- 100 Euro Minimum. Nur die Narkose ohne OP.


Zitat:
Zitat von Anett Beitrag anzeigen
Was mich im konkreten Fall beim Doppelnuller interessieren würde ist welches Mittel ihm (und auch Hummel - die hat die gleiche Zusammensetzung bekommen nur mehr weil sie ja mopsiger ist) so zugesetzt hat:
Rompun 0,10 ml
Ketavet 100 mg/ml 0,20 ml
Narcofol 5,00 ml

Keine Aufwachspritze.

Also so steht es zumindest auf der Rechnung und die TÄ sagte nach der OP das Nepsi arge Probleme mit der Narkose hatte und die "nur die Dosierung für Katzenkinder" gegeben hätte.

Gewicht hatte der Doppelnuller zum Zeitpunkt der OP wenn ich mich richtig entsinne unter 5 kg...so 4,6/4,7 kg.
Schwer zu sagen.
Rompun ist der alpha2 Agonist.
Die meisten nehmen heute ein moderneres Präparat, aber 0,1 ist eine Minidosis.
Ketavet ist Ketamin, auch Niedrige Dosis.
Insgesamt eine sehr niedrige Dosis für die Einleitung.
Danach wurde die Narkose mit Narcofol : Propofol verlängert.
Meistens gibt man dann alle paar Minuten 0,5 ml oder hat einen Perfusor.

Die Frage ist, was bedeutet arge Probleme?
Ist die Herzfrequenz stark runter gegangen? Dann hätte sie mit Atropin gegensteuern müssen und wenn das nichts bringt, anatgonisieren.
Hat er nicht geatmet? Das passiert schon mal, besonders beim Propofol. Dann muß man eben beatmen, bis die Spontanatmung wieder einsetzt.
Wenn du nicht weißt, was für Probleme er konkret hatte, dann ist es schwierig.
Es muß aber beim nächsten Mal ohnehin nicht wieder genauso sein.
Ich würde einfach erwähnen, daß er nur sehr geringe Dosen Narkosemittel braucht um tief zu schlafen. Ich glaube nicht, daß es ein bestimmtes Mittel ist, das nicht vertragen wurde.
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Alt 03.07.2015, 09:10   #23
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Zitat:
Zitat von Maiglöckchen Beitrag anzeigen
Ich hätte hier nicht mehr lesen sollen, was da alles falsch gemacht werden kann
Deine TÄ ist Internistin, das ist schon quasi ein Garant für ein gutes Narkoseregime!
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Alt 03.07.2015, 09:13   #24
Maiglöckchen
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Zitat:
Zitat von Doc Beitrag anzeigen
Deine TÄ ist Internistin, das ist schon quasi ein Garant für ein gutes Narkoseregime!
Und sie hat sich zudem auf Kardiologie spezialisiert, was ich in dem Zusammenhang auch recht beruhigend finde. Sie macht zwar nicht die Zähne, ist aber ganz in der Nähe, wenn was sein sollte.
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Alt 03.07.2015, 09:15   #25
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Zitat:
Zitat von Maiglöckchen Beitrag anzeigen
Und sie hat sich zudem auf Kardiologie spezialisiert, was ich in dem Zusammenhang auch recht beruhigend finde. Sie macht zwar nicht die Zähne, ist aber ganz in der Nähe, wenn was sein sollte.
Das ist gut daß sie da ist, aber sie wird gar nicht gebraucht werden ( außer zum Schallen)
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Alt 03.07.2015, 10:08   #26
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Zitat:
Zitat von Doc Beitrag anzeigen
Das hab ich aber schon in vielen Praxen gesehen. Die Kliniken, wenn es gute sind, haben schon höhere Standards beim Monitoring.
Statt Wäremematte, gehen natürlich auch Snuggel Safes oder ähnliches.
Wichtig ist ja eigentlich nur, daß der TA sich mit Narkoseregime beschäftigt hat. Wenn er das selber z.B in einer Klinik so gelernt hat, dann wird er das auch in die eigene Praxis übernehmen und nicht wieder narkosetechnisch ins Mittelalter zurück fallen.
Für Kastrationen ist dieser Standard aber übertrieben, bzw finanziell nicht durchzusetzen.
Hohe Sicherheit in der Narkose kostet natürlich Geld. Eine Narkose in dem Rahmen wie beschrieben liegt bei 80- 100 Euro Minimum. Nur die Narkose ohne OP.
Hätte ich gerne bezahlt und das weiss meine TÄ auch, aber ich will nichts falsches sagen, ich müßte erst auf der Rechnung schauen bzw. fragen, ob und wie die das genau gemacht hat. Auf jeden Fall war es eine Inhalaltionsnarkose bei den Zwergen.

Zitat:
Zitat von Doc Beitrag anzeigen
Die Frage ist, was bedeutet arge Probleme?
Ist die Herzfrequenz stark runter gegangen? Dann hätte sie mit Atropin gegensteuern müssen und wenn das nichts bringt, anatgonisieren.
Hat er nicht geatmet? Das passiert schon mal, besonders beim Propofol. Dann muß man eben beatmen, bis die Spontanatmung wieder einsetzt.
Das hatten wir bei Püppi vor 8 Jahren, keine Atmung, Herzstillstand, klinisch tot. Sie konnte mit Mühe und Not wiederbelebt werden. Also bei ihr kommt eine Narkose nur noch in Frage, wenn es gar nicht mehr anders geht.
Das ist ja mit der Grund, warum ich von einem Herzschrittmacher absehe. Die Wahrscheinlichkeit, daß sie die Narkose überlebt (nicht die OP), ist eben sehr gering.


Silvia, alles wird gut, Du hast da sehr gute Ärzte und unsere Daumen, was soll da noch schiefgehen??
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Alt 03.07.2015, 10:12   #27
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Hallo Leute - da dieses Thema wirklich interessant ist, pinne ich es mal an. Aber ich möchte euch bitten, hier in erster Linie über Narkosearten und -möglichkeiten zu diskutieren und nicht über Pro und Contra von (evtl. sogar bestimmten) Tierärzten.

Und immer dran denken, was für das eine Tier völlig verkehrt ist, kann für das andere genau das Richtige sein. Außerdem sollte man auch die Gegebenheiten vor Ort und nicht zuletzt die finanziellen Möglichkeiten der Betreffenden nicht aus den Augen verlieren.
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Alt 03.07.2015, 13:25   #28
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Zitat:
Zitat von Primula Beitrag anzeigen
Hallo Leute - da dieses Thema wirklich interessant ist, pinne ich es mal an. Aber ich möchte euch bitten, hier in erster Linie über Narkosearten und -möglichkeiten zu diskutieren und nicht über Pro und Contra von (evtl. sogar bestimmten) Tierärzten.

Und immer dran denken, was für das eine Tier völlig verkehrt ist, kann für das andere genau das Richtige sein. Außerdem sollte man auch die Gegebenheiten vor Ort und nicht zuletzt die finanziellen Möglichkeiten der Betreffenden nicht aus den Augen verlieren.
Hallo Primula,

danke fürs anpinnen. Das jede Katze individuell behandelt werden sollte, ist hoffentlich allen klar.

Ich glaube TÄ, wir sind ja in der Kategorie TÄ, rauszuhalten, ebenso wie Kosten, wird sehr schwierig sein, da bestimmt auch Fragen/Diskussionen hier aufkommen werden.

So wie ich den Sinn des Threads verstanden habe, ist es ein Meinungs- und Informationsaustausch und dazu gehören eben auch TÄ und Kosten in direktem Zusammenhang zur Narkose.
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Alt 03.07.2015, 13:39   #29
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Zitat von Anett Beitrag anzeigen
Die TÄ die ihn und Pummel kommenden Donnerstag operieren wird weiß bereits was er bei der ersten OP bekommen hat und weiss auch dass er "Probleme" damit hatte.
Ich meine auch dass sie sagte sie verwendet was anderes als Rompun.

Ich spreche Sie aber auch auf jeden Fall auf die Aufwachspritze an.
Das ist dort eine Praxis die nur und ausschließlich Zahnerkrankungen behandeln und das nicht erst seit gestern...ich hoffe die wissen um ein vernünftiges Narkosemanagement.
Bestimmt benutzt sie statt Xylazin ( Rompun) Medetomidin. Dazu gibt es dann auch die passende Aufwachspritze. Rompun kann man zwar auch antagonisieren, aber nicht so gut wie Medetomidin.
Wenn in dieser Praxis hauptsächlich operiert wird, haben sie ja sehr viel Routine und mit Sicherheit ein gutes Narkoseregime.


Zitat:
Zitat von Regine Beitrag anzeigen
Das hatten wir bei Püppi vor 8 Jahren, keine Atmung, Herzstillstand, klinisch tot. Sie konnte mit Mühe und Not wiederbelebt werden. Also bei ihr kommt eine Narkose nur noch in Frage, wenn es gar nicht mehr anders geht.
Die Geschichte hab ich schonmal gelesen. Ehrlich gesagt grenzt das für mich an ein Wunder, daß sie Püppi reanimieren konnten, wenn die Narkose ohne Trachealtubus, Venenkatheter und EKG oder Pulsoxymeter gemacht wurde.
Ein Herzstillstand ist ja schon unter Topbedingungen in der Tiermedizin nur schwer zu beherrschen. Anders als in der Humanmedizin gibt es ja keine Elektroschocks.
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Alt 03.07.2015, 13:53   #30
Regine
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Zitat:
Zitat von Doc Beitrag anzeigen
Die Geschichte hab ich schonmal gelesen. Ehrlich gesagt grenzt das für mich an ein Wunder, daß sie Püppi reanimieren konnten, wenn die Narkose ohne Trachealtubus, Venenkatheter und EKG oder Pulsoxymeter gemacht wurde.
Ein Herzstillstand ist ja schon unter Topbedingungen in der Tiermedizin nur schwer zu beherrschen. Anders als in der Humanmedizin gibt es ja keine Elektroschocks.
Man muss auch mal Glück haben, Doc. Ich schreibe jetzt nicht wer das war, sie hat sich den A...aufgerissen, damit Püppi überlebt.......ich war ja nicht dabei, habe das erst letztes Jahr so nebenbei erfahren
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