Zysten oder Tumor bei junger Katze?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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savard

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Hallo!

Unsere kleine Bailey ist nun 1,5 Jahre jung. Sie ist eine Bengalkatze und das blühende Leben. Sie wurde im dritten Quartal 2014 kastriert.

Nun haben wir festgestellt, dass am Gesäuge, sprich unter zwei Zitzen ein "Knäuel" oder ein "Gewulst" gewachsen ist.

Sofort zum Tierarzt, mit dem ich sehr, sehr zufrieden bin (Katzenpraxis Oberursel, Herr Dr. Streicher).

Nun haben wir dies dort vorgezeigt und der Arzt meinte, dass wir die Sache nun beobachten sollen. Heute waren wir erneut beim TA, da wir, meiner Meinung nach, keine Besserung feststellen konnten (aber auch keine Verschlechterung).

Die beiden "Gewulste" sind eher weich als hart und lassen sich ein wenig verschieben. Heute war die Vertretung des TA anwesend, diese tippt auf Zysten. Wir sollen weiter beobachten, ob das Ganze wächst, denn 100% kann man einen Tumor ja nicht ausschließen.

Nun haben wir ein wenig Angst. Wie schätzt ihr die Situation ein? Wie gesagt, Bailey ist knapp 1,5 Jahre jung und das blühende Leben. Frisst, spielt, fühlt sich wohl.

Wir wissen nicht, ob wir uns wirklich ernsthaft sorgen machen müssen. Also ja, das tun wir sowieso. Aber sollten wir uns auf einen Tumor einstellen? Ab wann tritt denn eine bösartige Erkrankung normalerweise auf? Sie ist so jung...

Grüße
 
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Cha Ginger

Cha Ginger

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Hallo.

Und wieso sagt ein kompetenter TA "bitte nur beobachten"?

Warum wurde nicht weiter untersucht?, eine Diagnose gestellt? ...

So etwas kann ich immer gar nicht verstehen. Klar, dass ihr Angst habt und ein komisches Gefühl, aber gerade deshalb solltet ihr auf nähere Untersuchungen bestehen.
 
Rickie

Rickie

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Zyste oder Tumor kann man aber unterscheiden.
Da die Katze sehr spaet kastriert wurde, wuerde ich auf einer sofortigen exakten Diagnose bestehen. Bei evtl. Tumor abwarten und beobachten hoert sich aber fahrlaessig an.
 
JK600

JK600

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Mammatumore sind aber hormonabhängig und kommen eher bei älteren Katzen vor, die oft rollig waren.

Wenn sie letztes Jahr im Herbst kastriert wurde und nun 1,5 Jahre alt ist, dann kann man nicht sagen, dass sie spät kastriert wurde.

War sie denn vor der Kastra schon mal rollig?
 
Cha Ginger

Cha Ginger

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In dieser Angelegenheit kann hier kaum jmd. helfen.

Ich rate dir, geh noch einmal zum TA und bestehe auf eine intensivere Untersuchung, bei dieser auch eine klare Diagnose gestellt werden kann.

Ich drücke die Daumen, dass es nichts schlimmes ist.
 
Rickie

Rickie

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War sie denn vor der Kastra schon mal rollig?

Das kann man doch nicht immer mit Sicherheit sagen.
Ein Jahr faende ich auch eher spaet, aber das tut jetzt nichts zur Sache.

In dieser Angelegenheit kann hier kaum jmd. helfen.

Ich rate dir, geh noch einmal zum TA und bestehe auf eine intensivere Untersuchung, bei dieser auch eine klare Diagnose gestellt werden kann.

Ich drücke die Daumen, dass es nichts schlimmes ist.

Dem stimme ich zu; Ferndiagnose ist ausgeschlossen.
 
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Lilly74

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Aus Interesse eine Frage: Wie könnte denn ein Tierarzt Zyste von Tumor
unterscheiden? Im Ultraschall oder nur mit einer Biopsie des Gewebes?
 
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savard

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Hallo!
Also, die Kleine war rollig. Wir haben die Phase abgewartet und haben sie dann gleich kastrieren lassen. Dürfte so im siebten bis achten Lebensmonat gewesen sein. Weiß nicht, ob das wirklich "spät" sein soll.

Beide Ärzte, die unabhängig voneinander untersuchten, sagten, dass sie die "Gewülste" eher weich als hart anfühlen und sich bewegen lassen. Ein Tumor wäre wohl eher fest und eine Zyste, Fettgeschwür oder sowas wäre eher weich und glatt. Man könne zwar nicht zu 100% feststellen, ob Zyste oder Tumor, aber die genannten Anzeichen würden eher auf keinen Tumor hindeuten.


Habe nun auch ewig recherchiert, ob und wie ein bösartiger Tumor zu unserer Kleinen passt. Der Tenor war im Grunde, dass mittel bis alte Katzen die nicht kastriert sind, eher betroffen sind.

Wir hoffen das beste und werden sicherlich in dieser Sache noch mal in die Klinik. Diese ist super, wir haben vollstes Vertrauen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Rickie

Rickie

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Aus Interesse eine Frage: Wie könnte denn ein Tierarzt Zyste von Tumor
unterscheiden? Im Ultraschall oder nur mit einer Biopsie des Gewebes?

Ja, Sonographie (US) oder Biopsie, falls US unklar bleiben sollte.


Savard,
ach, 8 Monate? Las sich aber wie ein Jahr.
Ob das spaet ist? Ist wie beim Menschen individuell verschieden.
manche Katzen, also gar nicht so wenige, sind schon mit 4 bis 5 Monaten geschlechtsreif. Du glaubst gar nicht, wieviel Streuner (!, mit suboptimaler Ernaehrung) mir unter die Finger gekommen sind, die 4.5 bis 5 Monate alt und traechtig waren.
 
S

savard

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  • #10
Ja, Sonographie (US) oder Biopsie, falls US unklar bleiben sollte.


Savard,
ach, 8 Monate? Las sich aber wie ein Jahr.
Ob das spaet ist? Ist wie beim Menschen individuell verschieden.
manche Katzen, also gar nicht so wenige, sind schon mit 4 bis 5 Monaten geschlechtsreif. Du glaubst gar nicht, wieviel Streuner (!, mit suboptimaler Ernaehrung) mir unter die Finger gekommen sind, die 4.5 bis 5 Monate alt und traechtig waren.

Ja, ca. 8 Monate würde ich tippen. Weiß es ehrlich gesagt nicht mehr ganz genau. Auf jeden Fall war sie ein Mal rollig und wurde nach der Phase kastriert.

Habe nochmal recherchiert und die Daten decken sich mit denen der Ärzte: Ein Mammakarzinom fühlt sich wohl knotig an, hat ein bestimmtes "Profil" was man beim Ertasten erkennen kann. Die hier vorliegenen Gewülste sind glatt, weich...eher wie ein Lipom, Fett...

ich weiß nicht. Wir haben trotzdem immer Angst bei sowas und werden sicher noch mal vorstellig.

Grüße
 
JK600

JK600

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  • #11
Ich würde es rausmachen lassen, dann hast du Gewissheit.

Ein Meeri hatte mal bei mir zwei verdickte Talgdrüsen und ich habe mir auch Monate eingeredet, dass es Krebs ist.
Der TA hat mich dann ausgelacht und sie operiert.
Danach habe ich mich so was von geärgert, dass ich uns die Zeit mit Angst vermiest hatte.
 
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savard

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  • #12
Ich tendiere auch momentan dazu. Ich würde alles geben, dass mich mein TA auslacht und sagt, da is nix :grin:

Das Problem ist, dass ich noch nie eine Katze gesehen habe, die SOLCHE Angst vor dem Tierarzt hat. Seit ihrer Kastration (nach Öffnen der Bauchdecke wurde klar, dass sehr, sehr viel verwachsen war) hat sie unbeschreibliche Angst. Eine Bengal ist ja so oder so sehr aktiv und die haben Power. Die nimmt mir den halben Katzenkorb auseinander, die Pfosten sind schweißnass und sie zittert. Aus dem Grund tu ich mich auch so schwer, ihr das Ganze noch mal anzutun.

Wir werden uns bald entscheiden müssen. Ach man...
 
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