Zylexis bei FORL und IBD?

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
nicker

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Seit letzter Woche ist unsere Orientalin Nine dreizähnig. Einer ihrer nach der großen Zahn-OP vor zwei Jahren (wg. FORL) verbliebenen Eckzähne war in der letzten Woche einfach weg (wahrscheinlich ausgefallen oder einfach weggebröselt; ich konnte es nicht aufklären); unsere TÄin meint, Nine kann erstmal mit Metacam und ohne AB auskommen.
Die Zahnwunde (Wurzelreste sind nicht zu erkennen) sieht laut TÄin wenig entzündet aus und heilt gut ab; seit sie Metacam bekommt, frisst Nine auch wieder gut und ist munter und spielfreudig.

Meine Fragestellung gilt insofern auch eher den drei verbleibenden Canini: das Zahnfleisch umrum ist stark entzündet, die Zähne sollen allerdings erhalten bleiben, meint die TÄin, und schlägt eine Kur mit Zylexis vor.
Da ich Zylexis immer in Verbindung mit Calici bringe und Nine auch keine Erkankungen aus dem Katzenschnupfenkomplex hat, möchte ich mich weiter informieren, ob so eine Medikamentengabe wirklich Sinn macht zur Stärkung des Immunsystems.

Wie ich schon verschiedentlich geschrieben hatte, ist unsere Frau Nine ein IBD-Fellchen und wird bei Schüben in erster Linie mit Cortison behandelt. Das hat bisher auch immer soweit gut funktioniert.
Ich habe es so verstanden, dass Cortison und Zylexis pp. auf das Immunsystem sehr unterschiedlich wirken (Cortison eher unterdrückend, Zylexis eher lenkend). Mir scheint es daher, als ob beide Methoden wie das jeweilige Gegenteil wären. Auch aus diesem Grund bin ich wegen des Zylexis-Vorschlages eher am Grübeln.

Hier im Forum wird verschiedentlich geschrieben, dass bei Zahnfleischentzündungen eine Futterumstellung (getreidefrei, ohne Zucker usw.) notwendig/sehr hilfreich sei. Diesbezüglich haben wir das Problem, dass Nine sehr gut auf ihr Trofu RC Sensible eingestellt ist, dazu auf ihren Lidl-Mist in Sauce und auf Versuche mit anderem Nafu entweder direkt mit einem Schub oder aber sehr gern auch mit absoluter Ablehnung reagiert. Ich gehe daher mit den Versuchen, neues Futter einzuführen, sehr vorsichtig und auch nur in großen Zeitabständen vor. (Siehe auch mein Teilzeitbarf-Fred)

Da Nine aktuell auch wieder angefangen hat, ihr Gesicht aufzukratzen (glücklicherweise diesmal sehr dezent), möchte ich in sie nicht mehr Medis reinstopfen, als notwendig ist, v. a. auch dann nicht, sollte wegen der Kratzerei wieder Cortison das Mittel der Wahl sein.
Ein konkreter Anlass für diesen neuen Schub ist bisher nicht erkennbar (außer es wäre zeitlich sehr verzögert das einmalige Ausprobieren von Miamor Feine Filets Huhn und Reis als neue Nafu-Sorte mit nur einer Eiweißquelle --- selbstgekochtes Huhn und Reis als Basis der damaligen Ausschlussdiät hatte Nine vertragen!), und eine erfolgreiche Ernährungsumstellung könnte aus meiner Sicht auch nur dann funktionieren, wenn Nine wenigstens halbeswegs symptomfrei wäre bezüglich der IBD!
(Abgesehen davon, dass unsere wandelnde Gießkanne auch eine absolute Mäkelkatze bei Nafu ist!!! *heul*)

Neben ihrem gewohnten Futter (mit Betonung auf ihrem Lidl-Müll, also so wenig Trofu wie machbar!) bekam Nine zwischenzeitlich auf Wunsch auch kleinere Dosen Katzenmilch, als alles noch so sehr wehtat; aktuell frisst sie wieder ihr Nafu, ihre Aldisticks als Leckerli und trinkt viel Wasser. Trofu frisst sie in meinem Beisein noch nicht, und sie hat in den letzten ca. 4 Wochen rund 300 g abgenommen (von 3,5 kg beim letzten Wiegen auf unserer Babywaage auf 3,2 kg beim Wiegen beim TA). Urin und Kot sind unauffällig. Ein Allergietest vor ca. 2 Jahren (IgE) blieb ohne Befund.

Nine ist aktuell noch nicht ganz 4,5 Jahre alt, und zu den allgemeinen Rahmenbedingungen noch:
Sie lebt mit weiteren drei Orientalen bei uns (3, 2 und ein Jahr alt; zwei weitere Kätzinnen und ein Kater - alle mit Handicap), clickert und fummelt sehr gern für ihre Aldisticks und ist ein Herz und eine Seele mit ihrem neuen Mann, Siamkater Moody, den sie in den letzten Tagen allerdings auch häufig angefaucht und weggejagt hatte, wenn er ihr zu aufdringlich auf die Pelle rückte.
Nine ist eine eher gemütliche und gutmütige Katze, keine Zicke und kein Nervenbündel, allerdings eher weinerlich veranlagt und sehr schmusebedürftig (mit Mensch und Katz/Kater).

Über eure Meinungen und Ratschläge zum Thema Zylexis würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank dafür!

LG
 
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N

Nicht registriert

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Wenn der Eckzahn plötzlich weg ist, würde ich das unbedingt (!) röntgen lassen.
Die Wurzeln von den Dingern sind ziemlich tief, es kann gut sein, dass der Zahn über der Wurzel abgebrochen ist und die Wurzel jetzt noch im Zahnfleisch sitzt und die Entzündung auslöst.
Die Wurzeln der anderen Eckzähne sollte man auch checken, vor allem mit einer FORL-Vorgeschichte. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Entzündung dadurch ausgelöst wird.
Ich würde da zu einem Tierzahnarzt gehen.

Warum Zylexis gegeben werden soll, erschließt sich mir nicht ganz - bei IBD kann man das, was Zylexis stimuliert, eigentlich so gar nicht brauchen.
Wenn FORL die Ursache für die ZFE ist, bringt es auch überhaupt nichts.
Ich würde mir das von der Tierärztin noch mal genau erklären und begründen lassen.
 
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DaisyPuppe

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Wenn das Zahnfleisch so entzündet ist, verstehe ich nicht, warum die letzten 3 Zähne erhalten werden müssen? :confused:
 
Omelly

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Wenn das Zahnfleisch so entzündet ist, verstehe ich nicht, warum die letzten 3 Zähne erhalten werden müssen? :confused:

Das habe ich mich auch gerade gefragt. Mit denen kann sie doch jetzt ohnehin nicht mehr viel anfangen - sind aber ständige Quelle neuer Sorgen, weil man sich stets fragen muss, ob irgendwelche Beschwerden dann von den verbliebenen "FORL-Zähnen" herrühren.

Es liest sich auch so, als hätte die TÄ jetzt auch gar nicht geröntgt. Selbst, wenn ein Tier nicht FORL hat, ist es doch bei einem abgebrochenen Zahn von außen kaum zu beurteilen, ob da entzündete Wurzelreste im Kiefer stecken. Von daher verstehe ich nicht wirklich, warum nicht zunächst das Naheliegende überprüft und ggf. behandelt wird.

Zu Zylexis:

Ich habe es noch nie angewendet. Aber ich vermeide bei meinem IBD-Kater jede Form von Immunstimulanz. Er bekommt auch Cortison. Aber selbst als er noch nicht mit Cortison therapiert wurde, habe ich sein Immunsystem komplett in Ruhe gelassen. Ob das immer richtig ist, weiß man letztendlich nicht, weil es sicher auch IBD-Formen gibt, die gar keinen autoimmunen Faktor beinhalten. Cortison ist dabei dann auch nicht immer ein eindeutiger Indikator, weil es eben nicht nur immunsuppressiv wirkt, sondern auch entzündungshemmend. Eine erfolgreiche Cortison-Therapie beweist also auch nicht unbedingt ein Autoimmungeschehen. Dennoch meine ich, dass man sich auf der sichereren Seite befindet, wenn man bei der IBD von immunstimulierenden Maßnahmen absieht.
 
nicker

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Danke für eure Rückmeldungen, die meine Zweifel an Zylexis soweit bestätigen! Die derzeit behandelnde TÄin ist die Vertretung unserer HausTÄin, die Nine bisher (einschl. Cortison) regelmäßig Von daher ist die Thematik in der Praxis eigentlich bekannt.
Wir haben die Eckzähne noch nicht neu geröngt. Insofern besteht bisher (die alten Röntgenbilder habe ich nicht bzw. kann aktuell nichts zu dem damaligen Befund bei den Canini sagen) nur der "alte" Verdacht auf FORL bei diesen Zähnen. Aber für mich spricht schon einiges dafür, weil ich auch keine Spur von dem Zahn bzw. der Wurzel gefunden habe.
(Wie FORL-Zähne aussehen, weiß ich noch von Sternchen Nicker, dessen "Bilderbuch-FORL" der TA sich damals als Anschauungsmaterial für die Ausbildung erbat.)
Ich werde Nine beim Zahnarzt vorstellen und mir eine fachliche Aussage zur Entfernung der restlichen Zähne holen und das Thema Zylexis für mich persönlich erstmal beiseite legen.
Über eine weitere Diskussion, auch losgelöst von Nine, freue ich mich (mit dem Hintergedanken, dass die Aussagen hoffentlich dann auch anderen Usern in ähnlicher Lage hilfreich sind!) und werde vom Zahnarzt dann berichten (ich muss erstmal einen Termin ausmachen).

Vielen Dank für eure Meinungen!

LG
 
nicker

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Frau Nine Katharine könnte am Dienstag mal ein paar Daumen gebrauchen: da kommen die Eckzähne raus, und unser vierjähriges Vollweib ist dann eine zahnlose Omma....:sad:

Wir hatten in der TK neue Röntgenbilder gemacht; FORL war in dem Sinne nicht erkennbar, aber Nine ging es nicht besser mit den Zähnen. Wir haben hin- und her überlegt und die Ärzte befragt, und es macht dennoch unterm Strich mehr Sinn, die Zähne komplett rauszunehmen und zu hoffen, dass dann ein Unruheherd weniger im Katz ist. Die junge Dame ist gegenwärtig nicht wirklich gut gelaunt und jagt auch den aufdringlichen Kater weg, wenn es ihr zuviel wird. Ganz zu schweigen von der pöbelnden Prinzessin von eigenen Gnaden und dem unkaputtbaren Flummi....

Immerhin frisst Nine unter Metacam wieder gut und spielt und jagt auch, aber das ist kein Dauerzustand, daher die Zahn-OP.

Augenblicklich liegt das grantige Ninchen allein und offenbar glücklicher als vorher auf ihrer Tonne, während Moody unglücklich Trost bei Mercy sucht. Unser Strohwitwer! *lach*
Pfötchen beobachtet argwöhnisch die ungewohnten Konstellationen in Ruritanien und schmiedet offenbar neue Pläne für den Hofstaat.

Dienstag dann mehr vom Orte des Geschehens!

LG
 
Bea

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Eckzähne sind natürlich eine Hausnummer. Daumen werden gedrückt.

Würde mir für die Mahlzeitenerstversorgung etwas Reconvales besorgen; kann nicht schaden.

Wie sieht es denn bezüglich IBD und der Ernährung aus? Funktioniert das gut?
 
nicker

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Danke für die Daumen, Bea!
Futtertechnisch sieht es bei Nine augenblicklich gut aus, besser als die letzten Tage und Wochen. Sie würde zwar am liebsten ausschließlich Leckerli fressen (natürlich klein gebröselt), futtert aber auch ihren Lidl-Müll (Nafu) und schluckt auch das eine oder andere Bröckchen Trofu, wo sie vorher gar nicht ran ging.
Der Kot ist fest, Nine bricht auch nicht, und ihr Gesicht ist gut abgeheilt nach der letzten Kratzattacke.
Nine bewegt sich noch ziemlich steifbeinig, was nach meiner Erfahrung auf Bauchschmerzen hindeutet. Auch ihre Abwehr, wenn Moody ihr zu dicht auf die Pelle rückt, zeigt ja, dass ihr nicht so wirklich wohl zumute ist (sie bekommt 0,2 ml Metacam täglich im Augenblick), aber ich bin froh, dass sie insgesamt wieder so munter ist!!!

Nine bekommt eine Inhalationsnarkose bei der OP, was den Organismus weniger belastet, und die Medikation postoperativ wird auch auf die IBD abgestimmt werden. Metacam geht letztlich ja auch auf den Verdauungstrakt, wenn es - wie hier - längere Zeit angewendet wird. Aber es ist im Augenblick das geringere Übel, denn sonst hätte ich Nine zwangsernähren müssen, und das macht ihr deutlich mehr Stress als jetzt die Medis.

Ich freue mich natürlich, wenn ihr noch gute Tipps habt, was zu beachten ist bei dieser Konstellation und wie man die Situation insgesamt noch verbessern kann!!!

LG
 
Bea

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Schwierig; kenne die Vorgeschicht deiner Katze nicht. Ich hatte hier bei meinem Sternchen auch FORL und IBD.

Wie verträgt Nine Metacam, ist dir das bekannt? Selber hab ich keine Erfahrungen damit, aber mehrfach gelesen das Onsior als Schmerzmittel besser verträglich sein kann ( keine Ahnung warum - ist ja auch ein NSAID). Frag mal beim TA nach.

Evtl. reicht ein Schmerzmittel auch für zwei Tage und dann Dosis auf jeden Fall reduzieren.
 
Omelly

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  • #10
@Nicker
Meine Tierklinik arbeitet so gut wie gar nicht mit Metacam, sondern mit Novalgin. Allerdings habe ich bisher noch nicht hinterfragt, wieso - da es bei uns nur einmal nach einer umfangreichen Zahnsanierung zur Anwendung kam und daher Schmerzmittel lange nicht mehr Thema waren.

Da mein Kater jedoch ebenfalls IBD hat und vor der Zahnsanierung bereits erhebliche Verdauungsprobleme, kann es sein, dass sie wegen besserer Verträglichkeit auf Novalgin zurückgreifen.
Vielleicht magst Du da Deine TÄ auch mal dahingehend fragen?
 
nicker

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  • #11
Danke für eure Hinweise! Ich werde Onsior und Novalgin mit unserer TÄ besprechen.

Nine hatte bisher - also nach ihrer ersten großen Zahn-OP vor zwei Jahren - Metacam, wie unsere anderen Katzen auch. Sie hat es auch gut vertragen. Ich halte es aber für gut möglich, dass ihre jetzigen Bauchschmerzen vom Metacam kommen, das will ich nicht ausschließen! Da heute die letzte Dosis Metacam war und sie morgen das Medi "ausgeschwitzt" ;) haben soll vor der OP, spielt das jetzt auch nicht mehr die Rolle, sondern wir müssen uns auf die Medikation nach der OP konzentrieren.

Das Problem bei Nine ist, dass niemand wirklich weiß, worauf sie evtl. allergisch reagieren könnte. Die klassische Ausschlussdiät mit Huhn und Reis haben wir ja hinter uns, hochwertiges Nafu (bzw. die homöopathischen Ansätze von BARF) probieren wir in hinreichend großen Abständen, dass völlig sonnenklar ist, dass iwelche potentiellen Beschwerden ausschließlich vom neuen Futter kommen würden und nicht aus anderen Ecken (bzw. soooo viel probieren wir auch gar nicht, nur halt so dann und wann alle paar Monate mal einen potentiellen neuen Ansatz, weil ich Nine vom Trofu mehr weg- und zum Nafu hinbringen möchte und nicht nur zu den Lidl-Tütchen).

Im Frühling kratzt sich Nine eher den Kragen auf als in anderen Jahreszeiten, aber der Blutttest auf IgE hat - erwartungsgemäß - kein Ergebnis gebracht.

Cortison lindert sehr gut und wird auch gut vertragen, ich kann das ja inzwischen auch subkutan spritzen (dank Sternchen Nicker :pink-heart:), aber aus welcher Ecke genau die chronische Darmentzündung nun kommt, ist letztlich unklar.

Eine Biopsie wurde im Kittenalter nicht gemacht; die Entzündung und Verdickung der Darmwand wurde bei der Kastra nochmals bestätigt (Nine war da ca. 5 Monate alt, soweit ich weiß), und für uns hat sich nie die Notwendigkeit ergeben, einen so schweren Eingriff wie die Öffnung des Bauchraumes wieder zu machen.

Nine ist relativ stabil, sie verträgt ihr RC Trofu und ihren Lidl-Mist gut und mag es, sie liebt ihre Aldisticks, und wenn wir mit dem Ziehen der letzten Zähne noch eine Baustelle erfolgreich beseitigen können und sie dadurch mehr Lebesnqualität gewinnt, bin ich eigentlich schon sehr dankbar!

Ich sehe die life-balance auch als wichtig an, also dass sich das Tier wohlfühlt, so gut es machbar ist, auch wenn jetzt das Futter nicht wirklich gut oder optimal ist (Nine ist auch eine ausgesprochene Mäkeltante *hüstel*) oder man noch 25 unterschiedliche OP-Methoden an ihr ausprobieren könnte. Natürlich mache ich mir auch viele Gedanken, wie ich es für Nine hinkriegen kann, dass sie hochwertigeres Futter frisst und all das, aber ich will es ihr auch nicht reinquälen!

Augenblicklich hat sie eh nicht viel zuzusetzen, denn sie ist (für eine Orientalin) eine großrahmige Katze und wiegt (endlich wieder zugenommen!) aktuell knapp 3,3 kg. Normal hat sie so um 3,5 kg, wobei sie dann auch Speck auf den Rippen hat. Vor einigen Wochen war sie innerhalb - das waren natürlich die Zähne! - kurzer Zeit von 3,5 auf 3,1 kg runter (ca. 3 Monate).
Das sind Zahlen, die viele Katzenhalter erschrecken werden, aber die Oris sind häufig eher die Leichtgewichte unter den Katzen, also bitte nicht falsch verstehen!

Reconvales besorge ich dann noch über die TK, und Hipp Gläschen habe ich schon gebunkert.

Sry, dass es so lang geworden ist, ich wollte nach Möglichkeit keine Info vergessen, die evtl. eine Rolle spielen könnte.
Ich würde Nine gern auch homöopathisch unterstützen nach der OP; hat jemand von euch evtl. noch Tipps in dieser Richtung? Auch bezüglich der Abheilung der OP-Wunden? Und macht es Sinn, Nine evtl. erstmal von den drei anderen Katzen komplett zu separieren, damit sie ihre Ruhe hat? Die Oris sind ja für ihre Aufdringlichkeit den Mitkatzen gegenüber allgemein bekannt, und unsere machen da keine wirkliche Ausnahme.
Nine wird Montag abend eh im Kinderzimmer komplett separiert (evtl. mit Moody als Gesellschaft, der dann zwar auch über Nacht hungern muss, aber er hat eh zuviel Speck, dem tut das ganz gut....:D); da ist insofern alles für eine Quarantäne einer oder mehrerer Katzen parat und könnte auch nach der OP bereit stehen.

Danke fürs Lesen +

LG
 
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  • #12
Hallo Nicker,

Deine ganze Beschreibung von Nine erinnert mich sehr an meinen Bobby und unsere Versuche von Ausschlussdiäten etc.
Er bekommt ja auch fast ausschließlich das RC Intestinal, dessen Nassfutterversion er allerdings inzwischen fast komplett ablehnt - so dass auch wir zwischendurch zum Trofu greifen müssen. Von der Qualität im Sinne von, was man Katzen eigentlich füttern sollte, sind wir damit auch weit entfernt. Es ist aber nun mal das einzige, welches vertragen wird - alles andere führt sofort zu Durchfall. Also haben wir nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. BARFEN geht mit ihm gar nicht - das verweigert er und sämtliches hochwertiges Futter kann er nicht verdauen. Der Proteingehalt darf nicht hoch bei ihm sein.

Auch er ist als Burmese ein Leichtgewicht mit ursprünglichem Kampfgewicht von 3,6-3,8kg. Vor seiner Cortison-Behandlung hatte er dann gerade noch 2,6kg. Man macht sich so große Sorgen, wenn sie an Gewicht verlieren, aber bei uns war es durch nichts aufzuhalten - außer Cortison. Und dabei hat er immer viel gefressen, konnte es aber nicht richtig verwerten.

Es kommt mir nur noch darauf an, dass er überhaupt frisst und sich ganz offensichtlich jetzt wieder richtig wohl fühlt. Aber die Futterwahl bleibt ein Problem. Ich würde ihm mehr Abwechslung wünschen, aber wenn es nun mal nicht vertragen wird... :(

Sei froh, dass es bei Euch zumindest schon mal das Lidl-Futter ist, was als Nassfutter taugt.

Bei uns ist es leider so, dass Bobbys' blöder Bruder zum Stinkestiefel wird, wenn Bobby beim TA war; nach einer OP erst recht. Du wirst ja wissen, ob das bei Euch auch zu einem Problem werden kann. Der Doofmann faucht den armen Bobby jedes Mal ca. 1 Woche lang an. Wenn einer von Deinen auch so reagiert, würde ich separieren - sonst nicht unbedingt. Die Tiere verknusen ja die Zahn-OPs normalerweise immer recht gut. Und wenn es Nine danach nicht allzu schlecht geht, wäre Separation wahrscheinlich stressiger als ein wenig Trost vom Kumpel.

Als homöopathisches Mittel nach Zahn-OP kenne ich persönlich nur Arnica - ohne dass ich es jemals selbst angewendet hätte. Da müsste dann mal Jemand mit entsprechendem Fachwissen was zu sagen. Allerdings braucht jetzt auch mein Großer bald eine Zahnsanierung. Und der bekommt derzeit schon mal Astorin Dental. Und das werde ich ihm auch anschließend geben.

http://www.fuetternundfit.de/Katzen...ental-K.html?gclid=CMWL64SNpb4CFa3LtAodQyUAvw

Ob es was nützt? Wer weiß das schon... ;)


Hier wird Dienstag Daumen gedrückt!
 
A (nett)

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  • #13
Hallo Nicker,

Wir hatten bei Opa Pü letzte Woche eine große Zahn-FORL-Total-OP (also das was noch drin war).

Da Pü CNI hat und leider auch öfter Pankreatitis...haben wir auch komplett auf Metacam verzichtet!
Es gab für die Pankreas 4 Tage 1 x tgl. 90 - 100 ml Infu (abwechselnd Ringer und NACL) und in die Infu Novalgin mit rein.
Ausserdem soweit mgl. 1-2 Traumeel tgl. .
Am OP-Tag selbst hatte der Spatz ein Schmerzmedi auf Opiat-Basis (ähnlicher Wirkstoff wie Buprenovet) bekommen.
 
nicker

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  • #15
Danke für eure Hinweise! <3 Ist alles getreulich notiert und wird mit den Ärzten besprochen.

Nine war heute sehr ruhig und hat viel geschlafen, ich habe sie nun mit Moody ohne Futter eingesperrt und warte darauf, dass hinter der geschlossenen Tür lautstark protestiert (Moody) bzw. geweint (Nine) wird.....:rolleyes:
Die beiden kleinen Mädchen sind ziemlich irritiert, dass auf einmal die Hälfte der Belegschaft verschwunden ist, aber jedenfalls beim Fressen lassen sie sich nicht stören.

Ich freue mich weiter über jeden gedrückten Daumen und hoffe, dass es morgen dann für Nine glatt über die Bühne geht und sie von der OP entsprechend gut profitiert!

LG
 
Bea

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  • #16
Nine hatte bisher - also nach ihrer ersten großen Zahn-OP vor zwei Jahren - Metacam, wie unsere anderen Katzen auch. Sie hat es auch gut vertragen. Ich halte es aber für gut möglich, dass ihre jetzigen Bauchschmerzen vom Metacam kommen, das will ich nicht ausschließen! Da heute die letzte Dosis Metacam war und sie morgen das Medi "ausgeschwitzt" ;) haben soll vor der OP, spielt das jetzt auch nicht mehr die Rolle, sondern wir müssen uns auf die Medikation nach der OP konzentrieren.

Wenn Nine das Metacam soweit verträgt spricht nichts dagegeben. Ich hab halt die Erfahrung gemacht, dass bei Unverträglichkeiten deutliche Anzeichen gibt - z.B. Erbrechen.
Ob das immer so ist... k.A.:confused:


Das Problem bei Nine ist, dass niemand wirklich weiß, worauf sie evtl. allergisch reagieren könnte. Die klassische Ausschlussdiät mit Huhn und Reis haben wir ja hinter uns, hochwertiges Nafu (bzw. die homöopathischen Ansätze von BARF) probieren wir in hinreichend großen Abständen, dass völlig sonnenklar ist, dass iwelche potentiellen Beschwerden ausschließlich vom neuen Futter kommen würden und nicht aus anderen Ecken (bzw. soooo viel probieren wir auch gar nicht, nur halt so dann und wann alle paar Monate mal einen potentiellen neuen Ansatz, weil ich Nine vom Trofu mehr weg- und zum Nafu hinbringen möchte und nicht nur zu den Lidl-Tütchen).


Eine klassische Ausschlussdiät ist Hühnchen mit Reis nicht. Gerade Reis kann auch allergische oder Unverträglichkeitsreaktionen auslösen.

So dann und wann ausprobieren ist auch nicht wirklich eine durchgängige Linie. Wenn muss man wirklich konsequent und durchgehend vorgehen und auch entsprechend Futtertagebuch führen.
Wie äussert sich die IBD denn überhaupt und wurde diagnostiziert?



Eine Biopsie wurde im Kittenalter nicht gemacht; die Entzündung und Verdickung der Darmwand wurde bei der Kastra nochmals bestätigt (Nine war da ca. 5 Monate alt, soweit ich weiß), und für uns hat sich nie die Notwendigkeit ergeben, einen so schweren Eingriff wie die Öffnung des Bauchraumes wieder zu machen.

Würde ich auch nicht machen lassen.

Nine ist relativ stabil, sie verträgt ihr RC Trofu und ihren Lidl-Mist gut und mag es, sie liebt ihre Aldisticks, und wenn wir mit dem Ziehen der letzten Zähne noch eine Baustelle erfolgreich beseitigen können und sie dadurch mehr Lebesnqualität gewinnt, bin ich eigentlich schon sehr dankbar!

Ich sehe die life-balance auch als wichtig an, also dass sich das Tier wohlfühlt, so gut es machbar ist, auch wenn jetzt das Futter nicht wirklich gut oder optimal ist (Nine ist auch eine ausgesprochene Mäkeltante *hüstel*) oder man noch 25 unterschiedliche OP-Methoden an ihr ausprobieren könnte. Natürlich mache ich mir auch viele Gedanken, wie ich es für Nine hinkriegen kann, dass sie hochwertigeres Futter frisst und all das, aber ich will es ihr auch nicht reinquälen!

Die Verträglichkeit ist natürlich unter Cortisongabe mit abgesichert. Klar ist Lebensqualität an sich wichtig und wenn sie auch noch ein Mäkeltante ist andere Möglichkeiten schwierig.
Trotzdem würde ich mir halt überlegen "ob da nicht noch was geht" - ohne Cortison lebenslang.

Aber wichtig ist jetzt erstmal, dass morgen alles gut läuft.

Und macht es Sinn, Nine evtl. erstmal von den drei anderen Katzen komplett zu separieren, damit sie ihre Ruhe hat? Die Oris sind ja für ihre Aufdringlichkeit den Mitkatzen gegenüber allgemein bekannt, und unsere machen da keine wirkliche Ausnahme.
Nine wird Montag abend eh im Kinderzimmer komplett separiert (evtl. mit Moody als Gesellschaft, der dann zwar auch über Nacht hungern muss, aber er hat eh zuviel Speck, dem tut das ganz gut....:D); da ist insofern alles für eine Quarantäne einer oder mehrerer Katzen parat und könnte auch nach der OP bereit stehen.

Ja, macht absolut Sinn. Wenn die Katze noch nicht fit ist merken das die anderen Katzen und können durchaus aufdringlich sein.
Oder Nine riecht noch nach Tierarzt und es kann zu Reaktionen kommen.

Ich würde sie separieren,bis sie wieder komplett fit von der Narkose ist.

Daumendrück.:)
 
A (nett)

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  • #17
Ich würde sie separieren,bis sie wieder komplett fit von der Narkose ist.

Ich auch.

*Daumenquetsch*!!!

Ich hatte kurz nach Pü s OP auch gezweifelt ob es richtig war, dem alten Bärchen so eine heftige OP zu zumuten.
Denke (und hoffe) aber mittlerweile, dass ich ihm damit ein bisschen mehr Lebensqualität geschenkt habe.
 
nicker

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  • #18
Danke fürs Daumendrücken!!! :pink-heart:

Eben habe ich Frau Nine wieder aus der TK abgeholt. Sie lebt, sie ist schon wieder fit genug, um zu weinen und zu maulen und sich die Fäden im Mäulchen ziehen zu wollen (daher trägt sie jetzt einen schicken Kaninchenkragen), aber ich habe sie erstmal neben der Heizung (die volle Pulle läuft) im Kennel im Gästebad geparkt, bis ich alles sortiert habe. Sie ist eh noch zu high, um aus dem Kennel rauszudürfen.

Die drei verbleibenden Canini wurden rausoperiert, und es gab (was auf den Röntgenbildern doch eher diffus blieb) Anfänge von FORL an zwei Zähnen.
Die Zähne und Wurzeln bzw. Wurzelfragmente sind komplett raus, und nun kann es hoffentlich auf dieser Baustelle nur besser werden!

Leider haben wir auch eine ziemlich niederschmetternde Diagnose bekommen: Nine hat eine reichlich heftige Stomatitis (Entzündung der Maulschleimhaut) hinten im Rachen und Kehlbereich. Beim Intubieren waren, so die TÄin, auch Verwachsungen erkennbar.
Aus diesem Grund bekommt Nine jetzt auch ein entsprechend hochdosiertes AB (Clinacin, 75 mg Tagesdosis). Als Schmerzmittel bekommt sie vorerst Novaminsulfon oral (Novalgin), weil das nicht so auf den Magen gehen soll.

Reconvales war leider in der TK nicht zu bekommen (dafür haben wir Eucanuba high calorie bekommen, was hoffentlich auch einigermaßen reingeht ins Katz) und eine Päppelpaste von Virbac (NutriPlus Paste), die von Nine interessiert beschnuppert, aber dann doch nicht genommen wurde. Mal sehen, wenn sie morgen noch richtig Knast hat, geht die Paste (wegen der unleckeren Medis) vllt. auch rein..... *hoff*

Donnerstag müssen wir zur Nachuntersuchung wieder hin, und da ich vorhin meinen Grips noch nicht richtig sortiert habe, werde ich Donnerstag vorsorglich noch nach einem Rachenabstrich fragen (Ursache der Stomatitis)!

Bezahlt haben wir jetzt für die drei Canini mit Inhalationsnarkose, den schwierigen Zahnextraktionen und allem weiteren incl. Medis usw. (aber noch ohne Nachsorge) knapp 250 Euro brutto, was ich relativ günstig finde.

Ich freue mich vor allem über weiteres Daumendrücken, aber auch wenn es noch Tipps gibt, worauf bei der weiteren Behandlung bzw. der Rekonvaleszenz noch zu achten ist. An dieser Stelle schon mal vielen Dank dafür!

edit: Nine hat jetzt ihr Nachtlager in der Duschkabine (ebenerdig, Ganzglastüren) bezogen. Dick mit Moltontüchern ausgelegt, im Kennel den snugglesafe, ein Babyklo und eine Schüssel Wasser mit etwas Katzenmilch.... nein, Frau Nine ist not amused, aber da muss sie jetzt durch! Die Tür zum Gästebad ist auch fest zu, damit die neugierigen Nasen sie nicht weiter belästigen. Moody protestiert heftig, er möchte zu seiner Frau, sie beschnüffeln und die interessanten Düfte näher untersuchen, und die beiden kleinen Mädchen protestieren eh gegen alle geschlossenen Türen usw.

LG
 
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  • #19
Hier wird weiterhin feste für Frau Nine gequetscht!!!
 
Omelly

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  • #20
Hallo,

schön, dass Nine es überstanden hat, und wenn sie tatsächlich noch nicht komplett fit ist, dann ist es sicher auch gut, sie über Nacht getrennt zu halten.

Versuche mal Nine zu überzeugen, dass sie die Nutri-Plus Paste zumindest mal kostet. Hier fahren beide Kater - auch der, der eigentlich nie Pasten annimmt - total auf das Zeug ab. Ich gebe es auch als Belohnung. Bobby macht dafür Kopfstand, wenn es sein muss. ;)

Ich hätte Dir jetzt auch noch einen Rachenabstrich empfohlen; einfach damit jetzt diese unschöne Sache Ratzfatz durchdiagnostiziert wird, ohne dass da auch wieder zig Fragezeichen bleiben, was da alles Ursache sein könnte und dann kleckerweise untersucht wird. Damit ziehen sich solche Dinge immer so unnötig lange hin.

Hoffentlich erholt sich Nine jetzt ganz schnell und kann dann bald wieder zu ihren Kumpels zurück.
 
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