Zweite Katze mit Eingewöhnungsproblemen

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Aschrum

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Hallo wertes Forum,

ich bin neu hier und dies wird mein erster Thread.

Wer keine Lust auf den Roman hat kann beim vorletzten Absatz weiterlesen.

Seit zweieinhalb Jahren habe ich den Kater Blacky (inzwischen sechs Jahre alt), damals ausm Tierheim geholt und das erste Jahr einige male in die Heimat mitgenommen (ich weiß, Katzen sind revierbezogen), wo er Kontakt mit zwei anderen Katern hatte. Dort gab es natürlich mal Raufereien, aber grundsätzlich gab es dabei keine erwähnenswerten Probleme. Inzwischen nehme ich ihn nur noch über Weihnachten mit in die Heimat, bin jedoch weiterhin jedes zweite Wochenende weg, wo mein Freundeskreis zum sitten (natürlich in meiner Wohnung) herhält. Je nach Sitter kriegt er dann jedoch weniger Aufmerksamkeit, was man ihm Sonntag abends jeweils stark anmerkt, wenn ich zurückkomme. Blacky hat hier zwar Freigang, auch wenn ich weg bin, jedoch habe ich es dennoch für gut befunden, ihm einen Artgenossen an die Hand zu geben.

Seit Montag habe ich nun Bea, sieben Jahre alt. Die ersten 30-40 Minuten war Blacky im Garten und Bea hat erst entsprechend ängstlich, aber im Verlauf selbstbewusster werdend die Butze erkundigt. Da ihr Katzenklo, das sie aus ihrem alten Heim mitgebracht hat, anfangs noch nicht befüllt war ist sie zu erst auf seines gegangen.
Irgendwann kam Blacky dann um wieder reingelassen zu werden. Bea kam mit mir mit zum Fenster, also sind die fast genau dort aufeinander getroffen mit entsprechendem Radau. Blacky hat Bea dann im Bad eingekesselt, sie oben auf der Toilette, er unten mit Drohgebärden. Nach einem Moment habe ich ihn dann mit nem Katzenstick aus ihrer Nähe geholt (ich weiß, damit habe ich ihn dafür belohnt, aber der Kampf war zu Ende und Bea trotzdem noch bedroht). Im laufe des Nachmittags hat sie dann vier verschiede Verstecke ausgesucht und ist ab dem Abend unterm Sofa gewesen, zwei mal davon flogen abermals Haarbüschel. Blacky habe ich, wenn er sie in Ruhe gelassen hat, immer mal wieder mit Leckerchen und Streicheleinheiten betüdelt. Meistens war er mit mir im Schlafzimmer, wenn er zu ihr gegangen ist, gab er aber auch mürrische Geräusche von sich.
Für die Nacht von Montag habe auf Dienstag habe ich Bea ein Katzenklo ins Wohn-/Esszimmer gestellt. Essen steht sowieso dort. In selbiger Nacht ist Bea ein oder zwei mal aufs Klo gegangen, jedoch dennoch auf seines im Schlafzimmer. Dabei gab es dann jeweils Radau, jedoch beide mal erst nachdem sie ihr Geschäft verrichtet hatte.
Über den gestrigen Tag war Bea die ganze Zeit unterm Sofa, wo ich ihr immer mal wieder Trockenfutter vor die Nase gelegt habe, welches sie dann längere Zeit später immer angenommen hat. Bei der Futtergabe wurde ich immer mit fauchen und knurren bedacht. Blacky ist immer mal wieder gucken gekommen mit ~1 m Sicherheitsabstand und ohne fauchen oder knurren. Am späteren Abend hat sie sich sogar noch weiter zurückgezogen, hinter das Sofa an eine Stelle, die nur einen Ausgang hat. Dennoch ist sie vor der Nacht fünf mal aus ihrer Deckung rausgekommen. Blacky war zu der Zeit auch immer im Wohnzimmer, hat sie aber meistens nur argwöhnisch beobachtet. Ein mal, als sie schon recht weit (3 m von dem Versteck) ist er dann doch zu ihr hin. Dabei flogen jedoch zum ersten mal nicht die Fussel, trotz seines stürmischen Auftritts. Als er dann wieder von ihr abgelassen hat, habe ich ihn für das sie-in-Ruhe-lassen mit Leckerchen belohnt.

Ursprünglich hatte ich die Idee, dass es sinnvoll wäre, ihr vor das
Versteck das Katzenfutter und trinken zu stellen. Da dann Blacky immer
vor ihrer Nase gegessen hat, habe ich dies jedoch geändert, damit sie
einfacher "raus" kann.
Blacky ist die meiste Zeit freiwillig im Schlafzimmer, lässt ihr also
eigentlich schon Raum zum Leben. Nur wenn er im Wohnzimmer ist und sie
Geräusche von sich gibt, z.B. knurrt oder isst, guckt er, was da
passiert, aber in keiner Weise aggressiv oder invasiv.

Nun zu meinem eigentlichen Anlass:
Wenn ich es richtig mitbekommen habe, hat es Bea seit gestern Morgen/Nacht nicht mehr zum Katzenklo geschafft. Auch hat sie denke ich noch nichts getrunken. Ich bin zwar gewillt, beiden Katzen so viel Zeit, wie brauchen, zu geben, jedoch möchte ich natürlich nicht, dass Bea gesundheitliche Probleme bekommt.
Gestern ist Blacky davon unabhängig das erste mal freiwillig nach draußen gegangen für ~30 Min. Heute Vormittag habe ich sie eine gute Stunde alleine gelassen. Blacky war draußen, ich unterwegs. Da sie immer noch hinterm Sofa war, als ich wiederkam, nehme ich an, dass sie sich dennoch nicht raus getraut hat. Eben ist sie kurz rausgekommen, fauchend und jedoch nur für eine halbe Minute oder so und dann schnell wieder unters Sofa geflüchtet, obwohl Blacky gerade draußen ist. Ich sitze auf dem Sofa. Vielleicht fühlte sie sich von mir bedroht? Als sie gestern rauskam, war Blacky sogar mit im Zimmer, ich saß am Esstisch und sie hatte sich schon weiter getraut als eben.

Ich habe ihr heute Morgen auch Blackys Katzenklo ins Wohnzimmer gestellt. Ob ich dafür ihr Katzenklo ins Schlafzimmer stellen sollte weiß ich noch nicht.
Gibt es irgendwelche Tipps dazu, wie ich es für Bea sonst noch einfacher machen kann?
Das alte Frauchen wohnt hier im Ort. Wäre es gut (vertraute Person) oder schlecht ("ich werde wieder abgeholt"), das alte Frauchen zur Eingewöhnung dazuzuholen? Die Bereitschaft gäbe es dazu.

Gruß,
André
 
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Aschrum

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Habe ich gelesen. Im Prinzip sind sie ja getrennt, weil Blacky fast immer im Schlafzimmer ist. Richtig trennen ist aber nicht möglich, da Blacky Türen aufspringen kann und die Tür zwischen Schlaf- und Wohnzimmer kein Schloss hat. Abgesehen davon würde ich damit Blackys Bewegungsfreiheit massiv einschränken und ihre nicht nennenswert erhöhen, da er wie gesagt eh kaum im Wohnzimmer ist seit sie da ist.
 
sitzwurst

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aber die neue katze hat extrem stress!
und wenn ihr raum noch so klein ist, sie muss sich unbedingt sicher fühlen und aufs klos gehen dürfen, ohne dass sie angst haben muss, das blacky kommt.
das hat momentan äusserste priorität!

hatte bea überhaupt schonmal einen katzenkumpel ?
wie verhält sich blacky anderen katzen, die er draussen trifft gegenüber ?
 
misterfinny

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Unser Kater macht auch die Türen auf, was die Zusammenführung nicht einfacher macht. Wenn damit der erste Schritt der Zusammenführung nicht möglich ist, gehe zum zweiten Schritt hinüber und baue eine Gittertür zwischen Schlaf- und Wohnzimmer auf. Wenn Blacky draußen ist, kann die Neue die Wohnung für sich entdecken. Wenn Blacky reinkommt, muss die Trennung mit Gittertür stattfinden.

Wenn Blacky sich lieber im Schlafzimmer aufhält, stelle sein Fressen usw. dort hin und das von der Neue im Wohnzimmer. Dann haben die beiden die Möglichkeit sich zu riechen und sehen und sich aneinander zu gewönen, ohne Angst vor Angriffen haben zu müssen.
 
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Aschrum

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Bea war früher eine Freigängerin. In geschlossenen Räumen hatte sie wohl ein paar mal Kontakt mit anderen Katzen, aber immer nur ein paar Tage und vor allem in ihrem Revier, nicht in einem neuen. Sie hatte also im eigentlichen Sinne noch keinen Katzenkumpel (im Gegensatz zu Blacky).

Das Wohnzimmer ist erheblich größer als das Schlafzimmer, aber wie gesagt, es ist einfach nicht möglich, den Raum für sie zu reservieren. Dafür müsste ich Blacky dauerhaft draußen, also im Garten, lassen.

Bei den beiden Katzen in der Heimat, also in fremden Revier, war er dominanzmoralisch leicht unterlegen. In Bezug auf andere Katzen hier, in seinem Revier, ist er draußen der totale Schisser.

Was haltet ihr von der Idee, das alte Frauchen dazu zu holen? Überwiegen die Vor- oder Nachteile für Bea?

Gruß,
André
 
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sitzwurst

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Was haltet ihr von der Idee, das alte Frauchen dazu zu holen? Überwiegen die Vor- oder Nachteile für Bea?

Gruß,
André

nun ja, für das schlechte gewissen bea gegenüber wäre das wohl ein vorteil ;)
ansonsten bringt es eher nichts.
aus katzensicht gesehen, ist der "feind" immer noch da.
sie riecht ihn überall.
du musst einfach eine möglichkeit finden, bea einen eigenen raum zu geben und wenn es das bad ist.
 
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Aschrum

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Ah ja, das Bad wäre in der Tat möglich, die Tür ist natürlich auch abschließbar. Gitternetz zwischen Wohn- und Schlafzimmer wäre es nicht.
Allerdings ist mein Bad sehr klein und ich müsste dennoch weiter zum Geschäft und duschen zu ihr kommen, was ihr vermutlich kaum besser schmecken würde.

Sie lässt sich aber von mir bisher sicher nicht (mehr; bevor Blacky kam, ging das schon) anfassen, also zumindest zum "Umlagern" das alte Frauchen dazu holen?

Dann dürfte ich allerdings Blacky erst mal nicht rauslassen, da sie sich sonst am Fenster begegnen und sich dann, so würde ich meinen, als revierfremde Katzen betrachten bzw. wenigstens Bea. Blacky weiß ja, dass drinnen sein Revier ist.
Ich könnte alternativ zum Netz aber dann immer mal den Subwoofer vor die Tür stellen. Den kriegen die auf keinen Fall bewegt und dann könnten sie sich dennoch angucken, wenn die Tür einen Spalt offen ist. Wäre das was?

Tante Edith sagt: Ich habe ihn, nachdem er sie eben von der Lehne des Sofa angegriffen hat, weil sie nur ihren Kopf rausgestreckt und bischn gefaucht hat, erst mal freundlich (mit Leckerchen) rausgeschmissen, mich dann in die Nähe von Bea (aber knapp außer Sichtweite) gelegt und sie vollgesabbelt mit allem, was ich gerade gemacht/-dacht habe, damit sie sich an meine Stimme gewöhnt und dann kam mir eine mittelmäßig brillante Idee: Seine Näpfe habe ich schon früher heute rüber geholt ins Schlafzimmer. Ich habe jetzt ein Nachtschränkchen vor die Tür gestellt. Er hat dann ne Viertelstunde probiert, die Tür dennoch aufzubekommen bzw. das Schränkchen wegzuschieben und dann aufgegeben und sich wieder auf den Stuhl neben dem Schreibtisch gesetzt. Dazu werde ich ihn dann die ganze Nacht rauslassen. Ich hoffe, die Therapie wird ein wenig Erfolg zeigen. :)

Gruß,
André
 
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Aschrum

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Kleines Update: Bislang scheint Bea noch nicht hinterm Sofa hervorzukommen, jedoch sieht sie dort schon erheblich entspannter aus! Blacky akzeptiert es soweit auch ganz gut, dass er nicht mehr ins Wohnzimmer kann. Nur wenn ich dorthin gehe probiert er, hinterher zu kommen.
Da er sowieso nicht ins Wohnzimmer kommt werde ich ihn die Nacht über doch drin lassen. Im Idealfall wird Bea dann ein bisschen Geräusche von sich geben und er sie mal ohne Angstzustände zu Gehör bekommen. :)
 
Silent Paw

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  • #10
Trennen ist auf jeden Fall das Beste - auch wenn man sich als Mensch dann etwas einschränken muss.
Ich nutze auch jedes meiner Zimmer oft und es bedeutet eine Einschränkung, meine Beiden getrennt zu halten, aber es lohnt sich!

Du darfst nur nicht zu schnell wieder zusammenlassen, Bea muss erst einmal viel sicherer werden und vor allen Dingen entdecken, dass sie auch Rechte hat. Dass Du ihr neuer Mensch bist, sie lieb hast und sie beschützen wirst.
Das weiß sie ja jetzt alles noch nicht und das Vertrauen musst Du Dir auch erst verdienen. ;)
 
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Aschrum

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  • #11
Ja, schon klar.
Ist echt bisschen blöd, dass ich am WE weg bin, aber ich habe die Sitterin schon darauf gedrillt, die räumliche Trennung aufrecht zu erhalten.

Eben, als Bea herumgelaufen ist, wollte Blacky unbedingt dorthin und wurde fast grantig, dass ich ihn nicht gelassen habe.

Ich hoffe, dass ich sie zumindest vor Freitag schon mal (wieder) streicheln darf und sie mich nicht mehr anknurrt.

Update: Gestern Abend habe ich Blacky für anderthalb Stunden rausgelassen, die Tür aufgemacht und mich ins Bett gelegt. Bea ist dann einige male ums Bett herum gelaufen und war heute Morgen auf einem meiner Schränke in Ihrem Körbchen, nicht mehr in dem "Verlies" hinterm Sofa. Es wird! :)
 
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Aschrum

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  • #12
Ihr müsst hier auch mal was schreiben. Wie sieht denn das aus, wenn ich hier einen Monolog führe? :aetschbaetsch2:

Übers Wochenende ist meiner Sitterin Bea ein mal ins Treppenhaus entwischt und immer weiter die Etagen nach oben gegangen, aber später von alleine wieder zurück gekommen.

Als ich gestern Abend angekommen bin, fing auf ein mal Bea rechts von mir zu fauchen an. Links von mir tauchte nämlich Blacky auf, den ich dann schnell wieder zurück schob. Keine Ahnung, ob er es geschafft hat, trotz der vertikalen Klinke die Tür zu öffnen? Ansonsten interessiert er sich zur Zeit kaum für die Tür.

Wenn Blacky draußen ist, öffne ich (und das hat auch die Sitterin so gemacht) nach wie vor für Bea die Tür zum Schlafzimmer. Blacky läuft dabei immer passend zu dem Raum, in dem sich Bea grad aufällt, vorm Fenster an und beobachtet sie aufmerksam. Vorhin ist Bea im Wohnzimmer aufs Fenster gesprungen, weil sie zurückbeobachtet hat, direkt vor Blackys Nase und hat ihn angefaucht. Dann hat Blacky allerdings auch ein wenig gejodelt.
Bea steht auch ansonsten oft vor der Tür und mauzt, dass sie da rein will.
Blacky schnüffelt inzwischen auch nicht mehr wild herum, wenn er wieder reinkommt. Scheinbar hat er sich in den fünf Tagen der räumlichen Trennung schon ein wenig an den Geruch von Bea gewöhnt.

Auf mich (und die Sitterin) reagiert(e) Bea aus einer Mischung zwischen ängstlich, freundlich und interessiert. Wenn sie am Boden herumläuft, knurrt sie immer noch viel rum, faucht manchmal und zeigt, dass man ihr nicht zu nah kommen sollte. Andererseits isst sie weiterhin begeistert Leckerchen aus der Hand und schmeißt sich einem an die Beine (während sie dabei meist faucht), sobald sie Futtergabe vermutet.
Streicheln lässt sie sich bisher fast gar nicht.
Sowohl mit mir (gestern) als auch am WE mit der Sitterin hat Bea schon gespielt. Ich habe gestern ein langes, wuscheliges irgendwas genommen, dass ihr Frauchen zum Umzug mitgebracht hat. Ein paar mal hat sie sich wild draufgestürzt, wenn ich es bewegt habe, und sich dann völlig darin verknotet. ;)

Gibt es irgendwelche Tipps für mich?
Ist es ok, dass ich Bea überall hinlasse, wenn Blacky draußen ist?
Ich vermute, dass es bisher keine gute Idee wäre, Bea ins Schlafzimmer zu lassen, wenn Blacky nicht draußen ist, auch wenn das ihr Wunsch ist. Was meint ihr?

Wie sollte ich vorgehen, wenn es wieder an die Zusammenführung geht und die sich abermals heftig fetzen? Dazwischen gehen? Blacky zurückhalten? Blacky bei der Zusammenführung schon vor Streit bestechen? Allerdings würde Bea ja wieder so eindringlich fauchen, dass Leckerchen wohl zur Ablenkung Blackys nicht reichen würden.
Bea mit Leckerchen abzulenken und dadurch davon abzuhalten, Blacky mit ihrem Gefauche zu provozieren ist denke ich nicht möglich, dafür reagiert sie zu stark auf ihn. Nichtsdestotrotz könnte ich es natürlich mit doppelter Bestechung versuchen. Also die Sitterin zu einer der Katzen, ich zu der anderen und beide mit Leckerchen bewaffnet. Meinungen? :)
Ich habe zur Zeit auch kein Gefühl dafür, wie lange ich damit warten sollte. Bis Bea mich nicht mehr anknurrt? Bis sie sich einigermaßen normal streichen lässt?

Ich habe bestimmt noch Dinge vergessen. Mehr fällt mir gerade aber nicht ein. ;)

Das erste Foto ist Bea auf ihrem Standardplatz, in ihrem Körbchen, das zweite beim mehr oder minder galanten Abstieg vom Kratzbaum.

Gruß,
André
 

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Aschrum

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  • #13
Schreibe ich zu lang, zu irrelevant oder so?

Ich führe meinen Monolog mal weiter. Vielleicht gibt es daraufhin ja mal wieder Antworten.

Bea hat sich inzwischen aus dem Wohnzimmerfenster schon 30 cm nach draußen getraut im dritten Anlauf. Mit mir will sie außerdem auch immer mal wieder ins Schlafzimmer, was dann stets im eingeengt werden und Blacky zurückpfeifen meinerseits endet.

Ansonsten hatte ich die letzten Tagen fast immer die Tür zum Schlafzimmer offen. Wenn Bea auf ihrem Platz, oben aufm Schrank ist, juckt es sie nicht mehr übermäßig, wenn Blacky im Raum ist und sie knurrt ihn dann nur noch selten an. Wenn sie selber gerade unten ist und er reinkommt probiert sie meist direkt auf den halbhohen Schrank zu flüchten und knurrt oder faucht ihn von dort dann auch manchmal an (woraufhin er sich im Schleichgang ins andere Zimmer trollt) oder beobachtet ihn nur. Da sie nicht die allerzarteste Figur hat ist es sehr deutlich zu hören, wenn sie von ihrem Schrank kommt. Darauf reagiert er aber gar nicht mehr. Manchmal legt er sich auf den Kratzbaum am anderen Ende des Wohnzimmers und beobachtet sie oder schläft einfach nur dort.

Grundsätzlich probiere ich bei "Feindkontakt" immer, sie zu bestärken und ihr Mut zu machen.

Ich denke, dass es noch einige Wochen bis Monate dauern wird, bis es für beide bzw. vor allem Bea wirklich entspannt ist. Der nächste größere Schritt wird sicherlich sein, dass Blacky sie auch im Schlafzimmer gewähren lässt.

Meinungen, Vorschläge?
 
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jaz

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Im schönen Norden
  • #14
hallo aschrum, ich finde das hört sich schon viel besser an! du brauchst bestimmt noch etwas geduld, aber es wird ja schritt für schritt immer besser. knurren und fauchen ist ok, nur wenn einer den anderen anstarrt und verfolgt würde ich dazwischen gehen, einfach durchlaufen, schlüsselbund schütteln, dann richten sie ihre aufmerksamkeit auf etwas anderes.
das mit dem bestärken bei feindkontakt, kann auch in die hose gehen. wenn blacky sich auf einen angriff vorbereitet solltest du ihn nicht loben oder mit freundlicher stimmme auf ihn einreden, lieber ablenken und Nein sagen, sonst versteht er das als lob für sein verhalten...nur loben wenn er sie ignoriert...

ich wünsche dir ganz viel kraft und geduld, es wird betimmt klappen!
 
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Aschrum

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  • #15
Hi jaz,

danke für deine Antwort.

Mit "sie" meinte ich nicht "die Katzen", sondern Bea. Habe ich zugegeben unglücklich formuliert.

Kurz nach meinem gestrigen Beitrag war sie dann das erste mal "richtig" draußen und ist gleich gut zweieinhalb Stunden weg geblieben, was aber denke ich daran lag, dass sie einen unglücklichen Weg wählte und dort dann von nem Hund belästigt wurde.
Nachdem sie sich sattgegessen hat, kam sie dann zu mir aufs Sofa und saß länger als ich blieb dort. Außerdem hat sie sich auch so im Zimmer auf den Boden aufe Seite gelegt. Scheinbar tat der Ausgang ihrem Ego ganz gut. ;)

Heute habe ich sie die ersten beiden male hochgehoben, was sie nicht gestört hat.

Außerdem habe ich den beiden heute mal wieder zwei mal Katzensticks gegeben. Da es sich so ergab war dann bei beiden malen jeweils eine Katze rechts, die andere links. Bea hat zwar immer leicht geknurrt, aber beide haben fein aus meinen Händen gegessen und sich dabei von mir streicheln lassen.
Blacky hat sie später noch mal angegriffen, wobei ich seine "Vorbereitung" sogar mitbekommen habe, jedoch hat er sich da nicht von "nein" und klatschen abhalten lassen. Beim nächsten mal nutze ich wieder die Überzeugungskraft des Wassers.

Es wird insgesamt jeden Tag ein bisschen besser. :)

Geduld ist unabhängig davon aber auch kein Problem. Ich hätte die harte Anfangszeit auch noch länger durchgehalten. Ich bin aber schon froh, dass es jetzt schon so rund läuft! :)
 
tiedsche

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  • #16
Geduld, Ruhe und die richtige Intervention bei möglichen Fehlentwicklungen ist das Wichtigste :) Du machst das schon ;)
 
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Aschrum

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  • #17
Also Bea war jetzt ein paar wenige male länger draußen, ein mal auch eine ganze Nacht.

Blacky nutzt leider immer noch öfter mal ne Gelegenheit, in der ich nicht ausreichend aufpasse, um ihr im Wortsinn in den Rücken zu fallen. Ich schätze mal, da kann ich einfach nur warten. Das wird sich in den nächsten Wochen wohl noch nicht abstellen?

Ich probiere jetzt, Blacky die Selbstbedienung an Beas Essen zu untersagen.

Wie sollte man das mit der räumlichen Zusammenführung eigentlich machen? Bea traut sich nicht runter, wenn Blacky im gleichen Zimmer ist. Aber auch ansonsten kommt sie nicht so richtig oft runter. Nachts mache ich die Tür noch länger zu. Aber wie sollte ich das tagsüber, wenn ich da bin, handhaben? Auf jeden Fall immer die Tür offenlassen oder lieber zB tageweise auch mal zu?

Gruß,
André
 
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Aschrum

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  • #18
Kann mir vielleicht wenigstens jemand mitteilen, woran es liegt, dass mir so spärlich geantwortet wird?

Inzwischen nervt es mich schon ein wenig, dass Blacky nicht damit aufhören will, Bea zusammen zu falten. Insgesamt kommt es zwar selten vor, aber das liegt nur daran, dass ich immer, wenn ich sehe, dass Blacky ihr auflauert oder sie bald angreifen könnte, einschreite und inzwischen nachts auch wieder die Tür schließe.
Bea legt sich öfter mal zu mir aufs Sofa und die beiden essen auch relativ nah beieinander, aber sobald Bea ihn sieht, spätestens aber, wenn er Bea anguckt, fängt sie aus (berechtigter!) Angst an zu knurren.

Raus lasse ich beide nie nicht mehr gleichzeitig.

Blacky geht ab und an mal auf Beas Platz, auf dem Schrank in ihr Körbchen, jedoch scheint sie das nicht nennenswert zu stören und sie hat inzwischen auch drei alternative Plätze. Recht häufig auf so einem Hängekuschelplatz an der Heizung, seltener mal auf dem Sofa oder dem großen Kratzbaum.

Nach Tipps oder Hinweisen, wie ich Bea zu einem entspannteren Leben verhelfen könnte, frage ich diesmal besser nicht, denn das scheint ja kontraproduktiv zu sein. ;)

Gruß,
André
 
Balou0511

Balou0511

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  • #19
Hallo André,

Tipps kann ich Dir leider nicht geben, da ich seit Samstag auch bei meiner 1. Zusammenführung bin :verschmitzt:
Aber ich hoffe, dass Deine Zwei sich doch bald vertragen oder wenigstens ignorieren...drücke die Daumen! :zufrieden:

LG
Balou
 
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Aschrum

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  • #20
Die beiden essen schon seit einer Weile recht nah aneinander, auch wenn es für beide nicht recht entspannt ist. Es gibt aber niemals Streit ums Futter.

Eben war es mal zwei Stunden lang richtig ruhig. Kein Knurren oder ähnliches, obwohl beide im Wohnzimmer waren, aber eben ohne sich von ihrem jeweiligen Platz zu bewegen. Danach gab es dafür dann aber auch eine längere Klopperei, also so 15-20 Sekunden, weil Bea sich wohl nicht schnell genug ergeben hat.

Bea wegzugeben ist natürlich nach wie vor keine Option, da ich ihr das auf gar keinen Fall antun kann.

Es ist auf jeden Fall an der Zeit für geeignete Maßnahmen, um ihr Leben friedlicher zu gestalten. Darüber hinaus nervt mich der Stress zwischen denen langsam.

Gibt es vielleicht Möglichkeiten, mit irgendwelchen Tröpfchen den beiden einzutrichtern, dass sie sich "mögen" bzw. akzeptieren/ignorieren können? Irgendwelche anderen erzieherischen Wege?
Ich brauche langsam wirklich gute Tipps, um irgendwie mal wirkliche Fortschritte mit den und für die beiden erzielen zu können, also bitte antwortet mir.

Gruß,
André
 
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