zwei Katzen mit Tierheimhund vergesellschaften?

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Thusnelda

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Guten Morgen zusammen,

kurz zu meiner Situation, bei mir leben zwei 10 Monate alte Katzenmädels, Bella und Muffin.

Bella habe ich im Alter von 5 Wochen aus katastrophaler Haltung übernommen, sie wurde damals quasi instant nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt und Muffin habe ich mit 4 Monaten aus dem Tierheim geholt.

Die beiden haben sich nach anfänglichen Schwierigkeiten angefreundet und sind nun, naja ich würde nicht sagen superdicke miteinander, aber sie mögen sich, spielen gemeinsam und putzen sich auch hin und wieder gegenseitig.

Nun habe ich letzte Woche in dem Tierheim, wo ich mich ehrenamtlich engagiere, eine ganz bezaubernde 2jährige Mischlingshündin kennengelernt. Sie ist gegenüber Fremden recht schüchtern, aber sobald sie mal aufgetaut ist, ist sie sehr lieb und folgsam. Ich würde sie am liebsten adoptieren, allerdings mache ich mir echte Sorgen, dass das mit meinen beiden Katzendamen nicht funktioniert.

Zwar sind beide kein bißchen aggressiv o.ä., allerdings ist Muffin schon von Anfang an, seit ich sie aus dem Tierheim geholt hatte, extrem ängstlich und schreckhaft. Das Ängstliche hat sie gottseidank zu einem großen Teil abgelegt, sie ist bei mir auch richtiggehend anhänglich, aber sie erschrickt sich eben vor vielen Dingen und versteckt sich generell in der letzten Ecke, wenn z.B. mal Besuch kommt.

Zudem hat sie, nachdem ich sie damals aus dem Tierheim holte, wochenlang mehrmals täglich erbrochen und sich den ganzen Tag nur versteckt. Beim TA gab es diesbezüglich keinen Befund (Magen und alles war i.O.) und er tippte, genauso wie der Tierheim-TA darauf, dass ihr die neue Situation mit der neuen Katze, die sie anfangs nicht mochte, einfach auf den Magen schlug, da sie so ein sensibles Gemüt hat.

Ich mache mir nun natürlich Sorgen, dass die Kotzerei wieder von vorne anfängt, wenn ich plötzlich einen Hund daherbringe, vor dem sie ohnehin Angst haben wird.

Bella ist dagegen sehr aufgeweckt und neugierig, macht aber bei fremden Tieren (z.B. wenn mal meine Freundin mit ihrem Chihuahua vorbeikommt) sofort einen Buckel und fängt an zu fauchen. Das tat sie damals auch , als Muffin eingezogen ist, bestimmt zwei Wochen lang. Jedoch kam es bei ihr bisher nie zum Äußersten wie beispielsweise kratzen oder beissen, sie drohte bisher immer nur und suchte dann das Weite.

Was die Hündin betrifft, die ich gern mit den beiden vergesellschaften würde, so hat sie bisher wohl nicht auffällig auf Katzen reagiert, also keine Aggressivität, sie war eher interessiert, ließ sich auch ablenken.

Nun bin ich schon das ganze Wochenende am Überlegen, ob ich sie mal mit nachhause nehme und sie den beiden Katzen vorstelle, aber dennoch habe ich ziemliche Angst vor der Situation oder besser gesagt davor, dass meine beiden Mädels mir das evtl. übel nehmen könnten (bei Katzen weiß man ja nie.. ;-) ).

Hinzu kommt, dass ich eben erst umgezogen bin und die beiden daher noch keinen Freigang haben, wodurch sie natürlich noch weniger Ausweichmöglichkeiten hätten, wenn der Hund ihnen zuviel wird.

Habt ihr einen Rat für mich, wie ich das Ganze am besten anstellen könnte bzw. ob ich es überhaupt wagen soll, oder ist die Chance, dass das in die Hose geht, zu groß?
 
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Margitsina

Margitsina

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Warum soll das denn nicht funktionieren? :)
Ich habe viele Jahre Hund aus dem Ausland auf PS aufgenommen und alle haben hier immer im Haushalt mit Katzen zusammen gelebt.
Ohne Probleme für beide Seiten.

Trau dich einfach. Arbeite viel mit positiver Bestärkung und leckerchen in der Eingewöhnung.
 
K

Katzlinchen

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hallo,

wie viel Platz hast du denn?
und Erfahrung mit Hunden?

grundsätzlich denke ich auch, dass das gut klappen kann, wenn es genug Raum für alle gibt

getrennte Fressmöglichkeiten sind oftmals gut (also vor allem höhere für die Katzen), Rückzugsmöglichkeiten
 
T

Tante

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Das wichtigste bei Hund-Katzen Zusammenführungen ist meiner Meinung nach immer, dass der Hund 100% abrufbar und auch angeleint ist für die ersten Tage/Wochen bis der Umgang mit den Katzen sicher abläuft.

Rückzugsmöglichkeiten sind natürlich auch essentiell, aber wollte nur obiges noch erwähnt haben. Mit genügend Verantwortung läuft so etwas sehr entspannt :)
 
Rewana

Rewana

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Hallöchen,
wir haben auch immer Hunde und Katzen zusammen gehabt.

Unseren jetzigen Hund, gute 50 kg Lebendgewicht und über 70 cm hoch ist aus einem Tierheim und als großer brauner Mischling vermittelt worden. Was im Tierheim gemacht wurde ist das sie einfach mit dem Hund ins Katzenhaus gegangen sind und da geschaut haben wie sie auf die Katzen reagiert. Sie hat überhaupt nicht reagiert. Also haben wir sie mitgenommen.

Zuhause haben wir ihr dann (an der Leine) die einzelenen Katzen vorgestellt. Im Endeffekt hat sie die Katzen ignoriert und die Katzen haben zwei Tage lang gefacht wenn die dicke Lotte (Yuki heißt sie richtig) durch die Wohnung trampelte. Naja die Katzen haben schnell gelernt das sie ein großer Trampel ist und Katze besser den Schwanz einzieht wenn das riesen Kamel durch die Hütte trampelt. Ansonsten ist es recht entspannt gewesen und ist es immer noch.

Unsere kleine Katze (Millie) hat ihr direkt zu anfang eine gezimmert und an ihr geht der große Hund auch nicht vorbei. Heißt Milli sitzt in der Tür und Yuki davor und jammert.

Wenn die Katzen ihre dollen 5 Minuten haben schaut der Hund eigentlich nur etwas verwundert was die da machen und wenn Yuki ihre dollen 5 Minuten hat (hat sie auch ab und an und dann wirds holperig) sind die Katzen alle weg. :D:D:D;)

Das Katzenfutter steht erhöht, das Hundefutter unten. Yuki ist nicht futterneidisch und akzeptiert auch wenn die Katzen ihr mal etwas von dem Futter stiebitzen.


Also versuch einfach den Hund mal mit zu dir zu nehmen und schau wie der Hund bei dir auf die Katzen reagiert. Wenn sie die Katzen soweit ignoriert würde ich es ganz entspannt angehen. Die Katzen kommen irgendwann weil sie neugierig sind und werden sich dem Hund nähern, wenn du und der Hund dann ganz entspannt bleibt werden die Katzen den Hund schnell akzeptieren.

Überigens Leckerchen verteilen geht auch bei Hund und Katze ganz gut.
 

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