Zusammenführung Romeo+Pina

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Karibra91

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17. Juni 2012
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Hallo erstmal - ich bin neu hier und ich finde das Forum hier total toll. Ich hab schon ein bisschen hier gelesen, als wir die Zusammenführung von Romi und einer anderen Katze geplant haben und ihr habt mir sehr viele Anregungen gegeben.

Romeo ist ein kastrierter BKH-Kater und war fast vier Jahre lang der alleinige Prinz in unserer 80 qm-Wohnung. Er ist (bzw. war) der Schmuser schlechthin und führte ein glückliches, zufriedenes Katzenleben. Er ist ein sehr ruhiger, gemütlicher Kater, der nicht allzu gerne spielt und sehr gerne schläft und kuschelt. Wilde Raufspiele mag er nicht - da jagt er lieber einer versteckten Plüschmaus hinterher und übt Sprungtechniken.

Da man immer wieder hört, dass es am besten ist, eine Zweitkatze zu haben, damit jemand da ist, der Kätzisch versteht, haben wir uns dazu entschlossen, eine Zweitkatze zu nehmen. Daher sind wir freitags zu einer BKH-Züchterin gefahren und haben Pina Colada geholt. Sie ist drei Jahre alt und laut Züchterin auch eine eher ruhige Zeitgenossin. Sie ist noch nicht kastriert, dies würde aber in den nächsten 2 Monaten gemacht werden.

Bis jetzt ist alles so verlaufen:
Als sie zu uns kam, haben wir sie sofort aufs Klo gesetzt und sie hat es sofort akzeptiert. Wir haben beschlossen, die beiden Katzen sofort zusammenzulassen und Romi hat gleich an den Gerüchen erkannt, dass da noch jemand anderes in der Wohnung ist. Als er die andere Katze erblickte, wusste er erst einmal nicht, was er tun sollte. Er war sehr neugierig - gleichzeitig aber ängstlich. Sie war ängstlich und defensiv, blieb aber sitzen in der Abstellkammer neben dem Klo. Beide beäugten sich, fauchten und knurrten.

Bei uns war Pina sehr verschmust, total anhänglich und lieb, der Kater aber war ihr reichlich suspekt. Sie blieb eigentlich nur in der Abstellkammer hocken und drohte Romi, der sehr neugierig war und sich immer wieder annähern wollte, sie regelrecht belagerte. Schließlich haben wir die Kleine herausgelockt und sie erkundete die Wohnung, wobei Romi nicht in ihre Nähe kommen durfte, da sie sehr verschreckt war.

Gestern früh fanden wir Pina nicht - dann doch, sie saß hinter der Waschmaschine und ließ sich nicht herauslocken - den ganzen Vormittag nicht. Dann doch mit Leckerlies und bei Begegnungen fauchte/knurrte immer entweder Romi oder Pina. In geeignetem Abstand starrten sie sich dann nur an. Romi war die ganze Zeit sehr distanziert uns gegenüber und schlich nur durch die Wohnung, war sichtlich verängstigt. Er fraß fast nichts. Um ca. 4 Uhr früh fing Pina vor den Schlafzimmertüren extrem zu maunzen an und sprang gegen die Türen. Ich bin rausgegangen und hab nachgeschaut - Romi lag nur auf seinem Platz im Wohnzimmer und schaute irritiert. Pina rieb sich sofort extrem an meinen Beinen und schnurrte wie wild. Als ich wieder schlafen gegangen bin, ging es weiter mit Schreien, schließlich legte sich meine Mama ins Wohnzimmer zu den beiden Katzen, Romi schlief friedlich an ihrem Fußende und Pina auf dem Sofa nebenbei - mit genügend Sicherheitsabstand versteht sich.

Heutige Lage: Romi schleicht herum, Pina erkundet alles und schnurrt ununterbrochen. Sobald sich Romi nähert, droht sie ihm mit Knurren, gleiches gabs auch umgekehrt. Sie schauen sich immer wieder an. Pina hat nur ganz wenig gefressen heute, Romi hat statt seines Futters ihrs gefressen. Beide gehen normal aufs Kaklo.

Bin neugierig, was heute nachts passiert, nochmal Schreien wäre nicht so dolle, recht viel Schlaf haben wir nämlich nicht bekommen. Wir werden auf erneutes Schreien mit Ignoriern reagieren (wsl ist es nur Heimweh ihrerseits), sie muss sich dran gewöhnen, in der Nacht außer Romi niemanden zu haben.

Es gab bis jetzt keinerlei Prügeleien, Romi scheint uns die neue Katze aber übel zu nehmen, da er bei uns nicht mehr schnurrt und sich auch eher ungern anfassen lässt. Sie dagegen scheint uns heiß und innig zu lieben...schnurrt und schmeichelt ununterbrochen. Spielt auch mit uns, Romi lässt sich gelegentlich auch zum Spielen animieren. Sie nimmt großteils seine Lieblingsplätze ein und droht ihm dann, wenn er auch dorthin will. Wie sollen wir da reagieren? Wir versuchen, Romi zu zeigen, dass er die Nummer 1 ist und bleibt und ihn zu bevorzugen.

Was meint ihr, wie läuft die Vergesellschaftung bis jetzt? Romi tut mir ein wenig leid, weil er doch ziemlich darunter leidet, dass er nicht mehr der Prinz ist und es uns sehr übel nimmt, dass wir Pina besorgt haben.

Liebe Grüße, Karibra91 samt Fellknäueln und Familie
 
A

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^^ ich kenne das zu gut - mein Kater hat 1 Monat lang gestreikt bevor er wieder unser "Guten-Morgen-Wochenend-Ritual" aufgenommen hat. Ich würde sie machen lassen. Bisher hört sich das doch gut an. A Unkastrierte Katze steht ja in der Hierarchie über der Kastrierten. Ich denke ich würd so schnell wie möglich kastrieren.
Und er nimmt es euch sicher übel - ein Prinz vom Thron gefallen - aber bald ist er euch dankbar. Unsere Schüchterne Angstkatze hat sich dank der neuen Gefährtin zur frecheren Maus gemausert (klar keine neue Katze aber viel frecher) ... der Kater jammert seit über 2 Monaten und findet sihc noch nciht richtig damit ab.

Zeit und viel Geduld.
 
Okay, das beruhigt mich erstmal. Ja, wir wollen sie auf jeden Fall nach dem Eingewöhnen kastrieren lassen, also ca. in einem Monat. Wir haben auch überlegt, eine kastrierte Katze zu nehmen, gleichaltrige Katzen wie Romi, die nicht mehr/nicht zur Zucht eingesetzt werden, sind aber alle noch nicht kastriert, da die Züchterin meint, sonst werden sie von den unkastrierten Zuchttieren unterdrückt. So haben wir die Maus unkastriert übernommen.

Irgenwie scheint es, dass einmal der eine und einmal der andere unterlegen ist. So traut sich Pina manchmal nicht an Romi und er sich manchmal nicht an sie heran. Wer jetzt der Ranghöhere ist, lässt sich nicht wirklich herausfinden. Fakt ist, sie beansprucht einige seiner Lieblingsplätze und er will nicht mehr dorthin. Sie ist total besitzergreifend uns gegenüber.
 
habt ihr sie schon gegenseitig abgerieben (also mit nem Tuch die eine dann die andere Katze) um den Geruch auszugleichen?

bei mir gibts nassfutter für alle gleichzeitig und das nebeneeinander. Das hat am anfang gut geholfen. Wer Hunger hat kommt 🙂
 

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