Zusammenführung Hund und Katze

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dk2704

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Hallo,

ich bin neu im Forum und benötige einige Ratschläge.

Seit längerem überlege ich ob ich mir einen Hund anschaffe oder nicht!? :confused: Hätte da schon ein Hund im Auge, sie ist 1,5 Jahre alt und ist derzeit noch in Zypern in einer Rettungsstation. Sie wird als sehr umgänglich beschrieben und findet Katzen suspekt, jagt sie aber nicht.

Meine beiden Stubentiger (weiblich 6 und 5 Jahre) leben mit mir zusammen in einer 3 Zimmerwohnung. Sie kennen keine Hunde, wenn dann nur von weitem, wenn sie auf dem Balkon sitzen und Vögel beobachten o.ä.
Beide sind recht entspannt, etwas anhänglich und neugierig. Die "Kleinere" ist ein kleiner schiesser, aber die Neugier überwiegt immer. :)

Ich tu mich mit der Entscheidung Hund ja oder nein sehr schwer, da ich auf keinen Fall meine beiden Mädels weg geben oder verschrecken möchte. Natürlich wäre es für den Hund auch nicht schön irgendwo rausgeholt und dann wieder abgegeben zu werden.

Wäre für hilfreiche Ratschläge bezüglich der Entscheidungsfindung sehr dankbar. Habe bereits im Internet viel gelesen und die Meinungen einer Zusammenführung gehen auseinander...
 
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tolya

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Wäre für hilfreiche Ratschläge bezüglich der Entscheidungsfindung sehr dankbar. Habe bereits im Internet viel gelesen und die Meinungen einer Zusammenführung gehen auseinander...
das Problem bei so etwas ist der Ausdruck 'EIn Hund'
echt echter JAgdhund, ein Kuscheltier wie Malteser oder ein Border Collie sind zB schon mal 3 komplett andere Geschichten. Was ist die Vorgeschichte des Hundes?
man muss auch die eigene Katze kenne. ich weiss wie meine Katze auf Hunde reagiert, aber ob deine Stressreaktionen bekommen kann man nicht wissen (du auch nicht schÄtze ich mal)

90-95% der Hunde ist im Prinzip kein Problem, die meisten kapieren relativ schnell wie das Rudel aussieht (und Katze gehört dazu).
und wenn ein Border Collie dann mal versucht die Katzen zu treiben muss man vielleicht korrigieren.
 
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chinchillas123

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Hast du Freunde im Umkreis oder jemanden aus der Familie, der selbst einen Hund hat, welcher Katzenkompatibel ist und man da eventuell mal testen könnte, wie deine beiden darauf reagieren?

Als ich mir damals, vor Übernahme meiner Hündin, Gedanken zum Thema Hund machte war für mich klar, dass einzig und allein ein Hund in Frage kommt, bei dem die Katzenfrage bereits klar ist - sprich der Hund zu 100% mit Katzen kompatibel ist.
Bei meiner Hündin wusste man das, weil sie auf der Pflegestelle mit 8 anderen Hunden und 2 Katzen zusammen lebte und auch heute noch besteht keinerlei Problem mit der Vergesellschaftung von meinem Hund und anderen Katzen.

Wir hatten vor einiger Zeit das Problem, dass ich nicht wusste, wie die Katzen meiner besseren Hälfte auf meine Hündin reagieren.
Der Hund wurde an der Leine in die Wohnung geführt und hat einen Liegeplatz zugewiesen bekommen. Dort blieb die Leine auch dran und ich immer in ihrer Nähe, so dass ich jederzeit hätte reagieren können.
Zum Glück waren die Katzen BEIDE absolut relaxed und meine Hündin hat nichts gemacht.

WENN ein Hund, der nie Katzen kannte, auf Katzen trifft, wäre ich sehr vorsichtig. Auch bei der Beschreibung "sind ihr suspekt, reagiert nicht" wäre ich vorsichtig. Wenn würde ich mir für solch eine Überlegung nur einen Hund aussuchen, der wirklich mit Katzen kann, und selbst da kann es noch schief gehen, wie ich im Bekanntenkreis erfahren musste. Der Hund lebte vorher mit Katzen zusammen, Besitzerwechsel welcher eine Katze hatte und der Hund wollte die Katze neue Katze nur noch erlegen!

Katzen müssen auf jeden Fall genug Rückzugsorte haben, an welche der Hund nicht kommt. Hund und Katzen dürfen anfangs nie alleine gelassen werden, immer nur unter Aufsicht. Der Hund sollte Anfangs unbedingt an der kurzen Leine gehalten werden, auch beim Aufenthalt im Haus.

Es gibt z.Bsp. die Orga "Far from Fear" die mit Pflegestellen arbeitet. Diese können genau sagen, ob der Hund kompatibel ist mit Katzen oder man es besser lassen sollte, einfach weil auf den PS selbst Katzen vorhanden sind. Da gibt es sicher auch noch andere Orgas in ganz Deutschland.

Du musst dir klar werden, was für einen Hund du haben möchtest, welche Anforderungen stellst du an den Hund, muss er eher lauffreudig sein, aufgeweckt, Couchpotatoe oder oder oder.
Und dann kann man anfangen zu "suchen", welcher Hund oder welcher Vertreter einer Rasse zu einem passen würde, stolpert man sicher hier und da über den für einen passenden.

Jedoch würde ich eher nicht auf jagdlich ambitionierte Hunde gehen, also Jagdhunde, Jagdterrier oder sowas. Gibt auch da sicher Vertreter, die Kompatibel sind, aber grad wenn man die aus dem Ausland holt, weiß man es nicht.
Besser wirklich auf einen Hund gehen, bei dem (über ehemalige Halter oder Pflegestellen) bekannt ist, dass das Tier wirklich mit Katzen kann.

Aber auf jeden Fall solltest du erst mal wissen, wie deine Miezen reagieren.

Bei meinen wusste ich es damals nicht und ich hatte wirklich Glück, dass es ohne Probleme klappte. Es hätte auch wirklich schief gehen können, sehr schief!
 
galgospotter

galgospotter

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Hallo!

Bitte nimm keinen Hund direkt aus dem Ausland, wenn Du nichtmal weißt, ob Deine Katzen mit Hunden können, oder nicht. Du tust Dir selbst und den Tieren keinen Gefallen. Direktvermittlung ist in dem Fall ein Glücksspiel.
Such´ Dir bitte einen aus, der auf einer Pflegestelle mit Katzen zusammenlebt, bei dem man genau sagen kann, wie das Zusammenleben klappt.

An was für einen Hund hattest Du denn gedacht?
 
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dk2704

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Hallo,

ich treffe die Entscheidung ja nicht leichtsinnig, nur weil ich mir einen Kindheitstraum erfüllen möchte. Es wird ja auch nicht heute und morgen entschieden.

Am liebsten hätte ich einen Labrador, aber der ist zu groß für die Wohnungshaltung. Ehrlich gesagt, ist mir die Rasse so gesehen völlig schnuppe, Hauptsache die Mädels kommen mit dem Hund aus und umgedreht. Es müsste schon ein Hund von der ruhigeren Fraktion sein, da meine beiden Grazien nicht auf Hektik stehen.

Testen kann ich es leider nicht. Eine Freundin hat sich vor einigen Tagen einen Hund aus dem Ausland geholt und bei dem kleinen Zuckerstück ist der Jagdtrieb zu ausgeprägt.

Lasse seit ein paar Tagen für 30 Minuten Hundegebell über den Lappi laufen und darauf reagieren die beiden überhaupt nicht. Liegen weiterhin neben mit entspannt auf der Couch. Bei Welpengefippe, fangen beide gleich an zu suchen, ist schon niedlich. Die ganze Wohnung wird abgesucht:pink-heart:

Werde meine Internetrecherche erst einmal weiterführen und gucken was ich für Infos und Anlaufstellen finde.
 
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chinchillas123

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Sei mir nicht böse - aber Hundegebell vom Laptop ist etwas anderes als ein REALER Hund, der vor den Katzen steht.
Keine Katze lässt sich von "Lauten aus dem Laptop" auf einen Hund trimmen und damit kann man nicht testen, ob das Tier, welches aus Fleisch und Blut ist, von den Katzen angenommen wird oder nicht.

Guck dir alleine schon die "Gesten" der Tiere an.

Hunde wedeln vor Freude - Katzen wedeln, wenn sie nervös sind oder kurz vorm Angriff.
Katzen schnurren, wenn sie sich wohl fühlen - Hunde knurren und da ist es ein "bleib mir bloß vom Leib" bzw. eine Warnung.

Hunde sind bedeutend größer als Katzen. Wie willst du das mit "Lauten vom Laptop" hin bekommen?
 
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dk2704

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Mir ist durch aus bewusst, dass die Geräusche aus dem Laptop mit dem realen auftreten eines Hundes nichts zu tun hat. Wollte nur mal sehen wie die beiden so reagieren, nicht mehr und nicht weniger.
 
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chinchillas123

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Muss ich nicht verstehen ... auch warum man dann über mehrere Tage für je 30min GEBELL aus dem Laptop laufen lässt.

Naja, du wirst das Kind schon schaukeln.
 
Lux

Lux

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Nimm doch einen jungen Hund (paar Monate alt), den kannst Du gut erziehen und dann würde er später nie auf die Katzen losgehen.

Bezüglich Rassen solltest Du dich GENAUESTENS informieren, nicht jeder Hund der klein und süss ist, ist auch ruhig usw.
 
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dk2704

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  • #10
Nabend,

das Experiment Hund ist geglückt. :) Eine Freundin war heute mit ihrer Jack Rusell-Dackelmix Hündin hier und es hat super geklappt. Die Hündin blieb angeleint und alle konnten sich in Ruhe "begutachten". :D

Die Neugier war größer als die Angst. Alle haben sich beschnuppert und beobachtet. Bewegung des jeweils anderen wurden mit Skepsis betrachtet, aber kein Fauchen, knurren oder sonstiges. Bin begeistert und Stolz auf meine Mädels. :)

Wollte das nur mal los werden
 
Margitsina

Margitsina

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  • #11
Die meisten Hunde aus dem Süden sind absolut katzenverträglich, deutlich umgänglicher wie viele deutsche Hunde, welche mit 8 Wochen in die Familien kommen, dann eher isoliert gehalten werden. Die Vereine testen auch, wie der Hund sich gegenüber Katzen verhält. Am besten bist du oftmals mit mittelgroßen Mischlingen mittlerem Alters beraten. Die passen sich schnell im Haushalt an.
Bis auf wenige jagdhundrassen ist es überhaupt kein Experiment Hunde und Katzen zusammen im Haushalt zu haben. Die Katzen sind die Chefs.
Um so kleiner der Hund, um so schwieriger ist oft die Haltung , was von den Haltern Vorfeld unterschätzt wird.
Nimm die Hündin aus Zypern ruhig, wenn sie für eure Anforderungen passt.
 
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