Zusammenführung 2 Mädels 1 Kater

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HaraldWoody

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Hallo zusammen.
Erstmal muss ich erwähnen, dass ich die letzten ca. 3 Wochen das Internet auswendig gelernt und leer gelesen habe, was Zusammenführungen angeht. Vor 1 Woche ist ein Kater (ca. 2,5 Jahre) aus dem Tierschutz Bulgarien zu unseren 2 vorhandenen Mädels (5 + 9 Jahre) in unser EFH eingezogen. Seit dem lebt der Kater in unserem Schlafzimmer (1. Etage), die Zimmertür wurde gegen eine Tür mit Gitterloch getauscht. Die Mädels haben früher Keller, EG und OG komplett genutzt, alle Türen stehen offen. Seit dem Einzug traut sich keine der beiden Mädels mehr ins OG, ich kann also an der Gittertür keine "selbständige" Zusammenführung durch Neugier oder Schnuppern erwarten. Anlocken mit Leckerli oder Futter geht nicht, Katze hochtragen, futter vor der Tür anbieten ... geht auch nicht, die hauen sofort wieder ab wenn der neue Kater gegen die Gittertür springt. Hat vielleicht noch jemand eine Idee ?
 
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Tante

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Ich bin ja nur selten hier, aber es hat noch keiner geantwortet da springe ich kurz rein.

Erst einmal: schön das du dir Hilfe suchst. Bitte sehe meine Fragen und Gedanken nicht als Angriff an. Nun zum Anliegen.

Bist du sicher, dass die Kombination gut ist? Was war der 'Grund' für den Einzug des Katers. Nicht das 3 Katzen grundsätzlich falsch sind (habe aktuell 5 Pflegetiere ;) ), aber generell würde ich bei einem gut funktioniertendem Mädelduo mit 5+9 Jahre eher nach einem ab 4jährigem 3ten Mädel suchen das auch spielerisch und charakterlich passt.

Generell gesprochen (!) sind Kater eher Kontaktspieler und grober. Kann natürlich in deinem Fall anders sein aber eben deswegen frage ich ja :) Noch dazu ist der Kater deutlich jünger als die Mädels, wird also in der Regel einen höheren Spieltrieb haben.
Die Hintergründe würden mich also wirklich interessieren wenn du die teilen magst.

Dann zu deiner aktuellen Situation. Der Kater ist erst eine Woche da. Rückzug ist eine der Möglichkeiten bei Zusammenführungen (deswegen dauern die zb. mit Freigängern auch immer eine Ecke länger) und vollkommen legitim. Dadurch das du sie hinlockst oder sogar trägst (!) baust du viel Druck auf, dem deine Bestandstiere natürlich entweichen wollen.

Also: Tief durchatmen und einfach abwarten. Wenn sie einen Monat brauchen bis sie an die Gittertür rantappsen, dauert es eben einen Monat. Der Herr scheint ja auch nicht gerade freundlichkeit aktuell noch auszustrahlen (ranspringen ist Vertreibungsaktion).
Genau dafür sind Gittertüren ja schließlich da: damit jeder in seinem Tempo lernt und sich gewöhnt :)
 
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HaraldWoody

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Hallo Tante.
Bis vor 3 Monaten hatten wir einen 8jährigen Kater (Jungtier der älteren Katze), den wir leider einschläfern lassen mussten, er hatte einen Herzfehler und Wasser in der Lunge, was uns nicht bekannt war :reallysad: Es sollte wieder eine dritte Katze ins Haus kommen, auch als zusätzlicher Kumpel/Spielkamerad, da die beiden Mädels sich zwar akzeptieren, aber die grosse Liebe zwischen denen ist es nicht. Die ältere ist auch mit spielen selten zu beschäftigen, das interessiert sie wenig. Die Wahl fiel auf den Kater aus Bulgarien, weil ein Tierschutztier klar war, und der Kater ein Handicap hat, er hat keinen Schwanz mehr. Wir möchten dem armen Kerl ein schönes zuhause geben. Das anlocken ins OG sollte natürlich dazu dienen, dass sie sich am Gitter bekannt machen können. Die beiden Mädels haben immer bei uns im Schlafzimmer geschlafen, was ja jetzt auch nicht möglich ist, weil der Kater ja dort einquartiert ist.
 
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Ok, wenn ich das also richtig verstehe, war der Grund für den Kater nun zum einen, dass vorher auch ein Kater da war und zum anderen, weil er ein Notfellchen ist. :)

Wie spielt denn deine jüngere Kätzin bzw. wie hat sie mit dem vorherigen Kater gespielt?
Zb. Antätzeln und wegrennen, draufspringen/'umarmen' und umschmeißen, längeres festhalten mit trampeln der Hinterpfoten auf dem anderen, längeres festbeißen gegenseitig, kurze oder angedeutete Bisse usw.

Ist obiges dann auch über den Neuankömmling bekannt?

Ich will nur sichergehen, dass es auch passen könnte zwischen den beiden, denn Kater/Katze ist nicht gleich Kater/Katze. Gerade, erneut, auch wegen dem Stückchen Altersunterschied. (Im Zweifelsfall müsste zb. noch ein Katerkumpel dazu)

Das anlocken ins OG sollte natürlich dazu dienen, dass sie sich am Gitter bekannt machen können.

Das verstand ich auch so :) Anlocken sollte aber dennoch bitte nicht gemacht werden, da die Tiere sonst über ihre eigentlichen Grenzen hinaus gehen und die Zusammenführung somit in der Regel sogar länger dauert als wenn der Mensch nicht eingegriffen hätte. Kann sogar derbe nach hinten losgehen und ich würde das ebenso nicht machen.

Sollten die drei bzw. besonders deine jüngere Kätzin und der Kater wirklich zusammenpassen, bleibt erneut nur: abwarten. :)
 
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HaraldWoody

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Die kleine Katze hat eigentlich so gut wie gar nicht mit dem vorherigen Kater gespielt. Irgendwie sind hier ale ihre eigenen Wege gegangen. Nach längerer Zeit mal ein Update von heute. Alles läuft ohne Zwang, ohne locken, das habe ich gelernt zwischenzeitlich. Mittlerweile frisst die jüngere Katze an der Gittertür, der Kater ebenfalls. Manchmal springt der Kater dann an die Gittertür, manchmal zieht er sich zurück. Die ältere Katze hat vollkommen andere Fressgewohnheiten. Zwischenzeitlich geht sie zur Gittertür und schaut, was sich da verbirgt, haut aber ab, wenn der Kater an der Tür auftaucht. Nach mehrwöchigem täglichen Reviertausch erfolgt auch hier keine Angstreaktion mehr, die beiden Mädels laufen und schlafen problemlos im anderen Revier (Schlafzimmer und Obergeschoss) wenn unser Kater im Wohnzimmer ist. Nachts kommen die Mädels schon mal bis zur Schlafzimmer-Gittertür, hauen aber dann auch wieder ab, wenn der Kater auftaucht. Heute haben wir nun die Zusammenführung gestartet. Ergebnis: Eine Riesenjagerei. Den Kater habe ich eingefangen und sitzt jetzt wieder im Schlafzimmer. War es nach 7 Wochen zu früh ? Ist das normal ? ich bin vollkommen unsicher und möchte nichts falsch machen. Vielen Dank für zahlreiche Tips
 
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"Zwischenzeitlich geht sie zur Gittertür und schaut, was sich da verbirgt, haut aber ab, wenn der Kater an der Tür auftaucht."

Solange Begegnungen an der Gittertür noch so ablaufen sprich irgendeine Unsicherheit oder Abwehr zu sehen ist, war es tatsächlich etwas früh die Tür aufzumachen.
Denn gerade Unsicherheit kann wieder Ärger hervorrufen, das Partnertier verhält sich nicht wie es 'sollte' oder sonst ist und los gehts wie in deinem Fall.

Also Kommando zurück, Gittertür, Tee trinken :)

Signale und Körpersprache an der Gittertür müssen durchgängig, über mind. 1-2 Tage positiv sein (also auch kein faucher nach Nasenstubser o.ä.). Alle Parteien selbstbewusst :)
 
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Solange Begegnungen an der Gittertür noch so ablaufen sprich irgendeine Unsicherheit oder Abwehr zu sehen ist, war es tatsächlich etwas früh die Tür aufzumachen.
Das würde ich auch sagen.
Du schreibst, dass der Kater ab und zu gegen das Gitter springt. Das sollte er auch lassen, bevor Du sie nochmal zusammen lässt.
Negative Begegnungen können hängen bleiben und die Zusammenführung dauerhaft schädigen. Lieber etwas länger warten, als etwas überstürzen :)
 
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HaraldWoody

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Nach längerer Zeit mal ein Update. Es hat sich nicht viel geändert. Nun sind 3 Monate seit der Ankunft ins Land gegangen, die Kleine Katze frisst fast problemlos an der Gittertür, bei der grossen passiert gar nix :reallysad: Nun haben wir den kleinen Kerl schweren Herzens zur Vermittlung freigegeben, kämpfen aber weiter darum, ihn hier zu behalten. Ohne Schwanz, mit einem leichten Schliessmuskel-Problem, das hin und wieder auftaucht wird die Weitervermittlung allerdings schwierig werden. Ich weiss, dass von Anfang an der Wurm drin war, weil wir keine Ahnung hatten von wegen junger Mann und alte Weiber :hmm:, aber nun ist der kleine Kerl da und Tierheim ist KEINE Option. Die neuste Idee ist, noch nen Kater dazu zu holen. Was sagen die Profis hier zu dieser Option ?
 
GroCha

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Nur kurz fürs Verständnis:
Die drei Katzen sind immer noch mit Gittertür getrennt?
Permanent?
Die "kleine Katze" is die jüngere von den Uris?
Und die hat inzwischen kein Problem mehr damit, in seiner Nähe, also am Gitter zu fressen?
Die "große Katze" (die ältere?) frisst nur nicht am Gitter oder ist generell noch ängstlich, aggressiv, neugierig, angespannt, ...?
Arbeitet Ihr am Gitter mit den Katzen?
Ist er immer noch oben und die beiden anderen unten?
Habt Ihr die "Kleine" mal zu ihm gelassen?

Sorry, aber wie hier immer so gern geschrieben wird: lieber zu lange Texte mit vielen Infos, als nur Brocken hinwerfen :) Wir haben keine Kameras mit Live-Schaltung zu Euch in die Wohnung ;)

Generell finde ich die Idee mit dem Spielkameraden für den Kater sehr gut, will aber noch keine Empfehlung abgeben, wenn man den Rest der Situation nicht kennt.
 
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HaraldWoody

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  • #10
Ja, die 3 sind immer noch durch Gittertür getrennt, wie weiter oben schon beschrieben. Täglich wird Reviertausch gemacht, Kater Tagsüber im Wohnzimmer und Nachts im Schlafzimmer, die beiden Mädels haben dann jeweils die anderen Räume in Keller, EG + OG zur freien Verfügung. Die kline Katze ist die jüngere, vorhandene Katze, ca. 4 Jahre alt. Manchmal wird beim fressen ander Gittertür geknurrt, aber bei weitem nicht mehr so stark wie beim Letzten update. Wir haben den Kater und die kleine noch nicht probiert, zusammen zu führen.
 

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