Zusafü von Katz & Hund - kann Verhalten der Katze nicht einschätzen

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Hallo,

ich würde gern mal alle um ihre Einschätzung bitten, die Erfahrung mit der Vergesellschaftung von Katzen und Hund (Welpe) haben.

Gestern haben wir unser neues Familienmitglied von der Züchterin abgeholt, einen 9 Wochen alten Mini-Australian-Shepherd-Welpen, der auf den Namen Flynn hören wird.
Flynn kennt noch keine Katzen. Wir haben zwei: Grisu und Peppi, beide etwa 11 Monate alt und aus dem Tierschutz. Sie hatten in ihrem bekannten Leben keinen näheren Kontakt zu Hunden, aber zumindest bei Peppi ist nichts auszuschließen, weil sie ein Findelkind ist. Flynn ist jetzt fast gleich groß wie Peppi, aber ein Stück kleiner als Grisu. Ach ja, Peppi ist selber erst seit zwei Wochen bei uns, aber sie hat sich sehr schnell eingelebt, schmust mit allen und versteht sich bestens mit Grisu.

Dass die beiden den Neuzugang nicht ohne weiteres akzeptieren werden, war uns schon bewusst; wir sind davon ausgegangen, dass die Katzen erstmal einen großen Bogen um das unbekannte Wesen machen und es anfauchen würden. Bei Grisu ist das auch so eingetroffen, wobei er nicht mal faucht, er sträubt nur das Fell, macht eine Flaschenbürste und düst mehr oder weniger schnell wieder ab, wenn er Flynn sieht.
Das Problem ist Peppi: Sie hat den Zwerg leider gestern dreimal angegriffen oder zumindest Anstalten dazu gemacht. Zweimal davon hat sie ihn mit der Tatze erwischt, beidesmal in der Küche am Wassernapf, als Flynn mit meinem Mann grade reinkam. Das erste Mal ist besonders unglücklich gelaufen, weil irgendwer dabei versehentlich den Wassernapf anschubste und Wasser auf Peppis Beine schwappte, daraufhin hat sie wohl vor Schreck nochmal extra zugelangt. Verletzt hat sie Flynn offenbar nicht, er hat nur einen Riesenschrecken bekommen und auch geschrien.

Wenn Flynn auf seinem Kissen im Wohnzimmer sitzt oder dort spielt, verhalten sich die Katzen ruhig - sie sitzen in mindestens anderthalb Metern Abstand von ihm und schauen mehr oder weniger entspannt in seine Richtung oder drehen ihm auch mal die Rückseite zu, oder sie bewegen sich ganz normal durchs restliche Haus. Gestern hat Peppi noch oft gefaucht, sobald Flynn sich bewegte, und anfangs auch Drohgesänge angestimmt; heute gab es bisher nur einen einzigen Faucher, als Flynn in ihre Richtung tappste, aber sie ging nicht auf ihn zu und blieb unter dem Sofa sitzen. Sie macht auch keine Flaschenbürste mehr und legt nicht die Ohren an, wenn sie sonst auf ihn zugeht und er sich einigermaßen ruhig verhält.
Mindestens einer von uns ist natürlich immer dabei und bereit zum Eingreifen, wenn die beiden keine Tür zwischen sich haben.
Man muss vielleicht dazu sagen, dass Peppi eine Sehbehinderung hat; aber eigentlich dürfte die nicht so stark sein, dass sie ihn nicht mehr sehen würde, wenn er eine Weile ruhig ist.

Flynn hat nur leider inzwischen einen Puls von 200, wenn er Peppi auch nur von weitem sieht. Er sucht dann Schutz bei meinem Mann und traut sich generell nicht, sich frei im Wohnzimmer zu bewegen.

Mein Mann ist Peppi einerseits ziemlich hart angegangen, als sie Flynn angriff (er war ja auch selber erschrocken). Andererseits versuchen wir, Begegnungen zwischen Katz und Hund mit angenehmen Dingen zu verbinden, und belohnen alle mit Streicheleinheiten und Leckerli oder Peppi mit der Spielangel, wenn alle ruhig bleiben und keiner faucht. Wir bürsten alle abwechselnd mit der Hundebürste und versuchen natürlich selber möglichst gelassen zu bleiben, auch wenn es nicht leicht fällt.

Wir hoffen, dass Flynn durch die Angriffe keinen Schock fürs Leben bekommen hat. Wenn er normalen Respekt vor den Katzen behält, schadet das natürlich nicht, er wird ja auch größer. Das Schönste wäre es, wenn sich alle anfreunden würden. Aber wir wären auch zufrieden, wenn sich ein "ich bin dir egal, du bist mir egal"-Gleichgewicht einstellen würde, so dass sich wenigstens alle angstfrei bewegen können.

Was meint ihr dazu? Wie kann man da weitermachen? Wie ermutigen wir Flynn, das Wohnzimmer zu erobern? Hat Peppi jetzt kapiert, dass Flynn ihr nix tut und sie die Aggressionen einstellen kann, oder wird sie wieder angreifen, sobald Flynn mutiger wird?

Danke schon mal an alle, die den Roman überhaupt durchgehalten haben ;)
 
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Hmm, hat keiner eine Meinung? Vielleicht kann ich euch mit süüüßen Hundibildern bestechen? :D



 
trojamoon

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Ich denke das ihr viel Geduld haben müsst. Positives Verhalten würde ich bestärken und negatives Ignorieren. Ich denke das euer kleiner süßer Hund gelernt hat bei Katzen vorsichtig zu sein und sonst kein weiteren Schaden davon getragen hat. Die Katzen werden sich an den neuen bestimmt bald gewöhnen.
 
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(Sa)rah

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ich kann dir leider keinen guten tip geben
meine hündin hat sich von den katzen nicht beirren lassen
aber ich denke nicht,dass flynn einen schock fürs leben bekommt.
deine katzen werden sich schnell an den kleinen gewöhnen,wenn sie merken,dass er ihnen nichts tut
 
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Röxi

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mein Hund war zwar schon acht, als Bella gekommen ist, aber die ersten zwei Wochen waren auch nicht so ganz einfach.. Jule kennt katzen eigntlich schon ihr Leben lang, aber wenn dann eine im eigenen haus ist, ist das was anderes. Jule ist ein seeehr ängstlicher, lieber Hund, eine absolut treue Seele. Aber eben auch eine absolute schissbuchse. Als bella ankam, war sie erst neugierig, aber bella hatte wohl Angst und ist dann mehr oder weniger zum Agriff über gegangen.. Inklusive Flaschebürstenschwanz, Buckel, schönstes kreischen und fauchen und jagen durch die ganze Wohnung.. Jule hatte dementsprechend natürlich mega schiss und hat sich nicht mal mehr nach oben getraut (sie schläft im Zimmer meiner schwester, Bellas hauptaufenthaltsraum ist eig bei mir) Das ging dann mehrere tage so. meist habe ich die Blumenspritze bereitgehalten und bella damit besprüht, wenn sie wieder anfangen wollte. das hat abe rnur mittelmäßig geklappt.
Wir haben Jule halt immer ermutigt, sich mal zu wehren, und einmal, als bella sie wieder von hinten angreifen wollte, hat sie sich umgedreht und sie einmal angebellt. Bella war richtig erschrocken, sie hat wohl gar nicht mehr damit gerechnet, dass der Hund sich auch nicht alles gefallen lässt. der Freund meiner schwester hat dann mit Jule bellen geübt, und dann hat sie sich beim nächsten Angriff auch richtig umgedreht und bella ziemlich angemacht. Wurde danach natürlich gelobt bis über beide Ohren, und Bella hat ihr rebellenverhalten abgelegt. ich denke, sie war einfach total ängstlich, und wusste nicht, was sie von dem Hund halten soll, und hat nach dem prinzip "Angriff ist die beste verteidigung" gehandelt.
Mittlerweile ist es gar kein problem mehr, wenn die beiden nebeneinander stehen oder liegen.. Kuscheln oder so tun sie nicht, aber ich warte mal auf den Winter. Jule lässt bella sogar aus ihrem napf trinken, und als bella das erste mal im garten war, hat sie sich nur mit Jule richtig getraut.
Sind also nach 5 wochen richtig gute Freunde geworden.
 
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Danke für eure Antworten!

Ich denke das ihr viel Geduld haben müsst.
Die haben wir :)

Positives Verhalten würde ich bestärken und negatives Ignorieren.
Negatives Verhalten ignorieren? Also wir werden Flynn nicht beruhigen und betüddeln, wenn er Angst hat. Aber bei realer Angriffsgefahr darf er sich ja ruhig hinter meinem Mann verstecken. Und ich werd's sicher nicht ignorieren, wenn Peppi fauchend auf ihn losstürzt.
Wobei momentan (wenn nicht sowieso alle pennen) eine halb-angespannte Neugier vorherrscht - hier mit Socken spielender Hund und zuschauende Katze:



Er traut sich mittlerweile schon ein bisschen mehr, und sie hat weder den Schwanz aufgepuschelt noch die Ohren angelegt. Wenn mich nicht alles täuscht, ist das Pfötchen vorne bei ihr sogar untergeschlagen.
Manchmal wirkt Peppi, als würde sie am liebsten gleich mitspielen wollen. Einen Fellball hat sie denn auch in dieser Situation bespielt, Leckerli wollte sie aber keins annehmen.
Gefaucht wird nur, wenn Flynn von sich aus ihre Wohlfühldistanz unterschreitet. Festhalten müssen wir sie nicht, aber wir sitzen halt direkt daneben und passen auf, ich denke, das weiß sie auch.

Ich denke das euer kleiner süßer Hund gelernt hat bei Katzen vorsichtig zu sein und sonst kein weiteren Schaden davon getragen hat. Die Katzen werden sich an den neuen bestimmt bald gewöhnen.
Das hoffe ich, danke dir :)

ich kann dir leider keinen guten tip geben
meine hündin hat sich von den katzen nicht beirren lassen
aber ich denke nicht,dass flynn einen schock fürs leben bekommt.
deine katzen werden sich schnell an den kleinen gewöhnen,wenn sie merken,dass er ihnen nichts tut
Danke! :)

Wir haben Jule halt immer ermutigt, sich mal zu wehren, und einmal, als bella sie wieder von hinten angreifen wollte, hat sie sich umgedreht und sie einmal angebellt. Bella war richtig erschrocken, sie hat wohl gar nicht mehr damit gerechnet, dass der Hund sich auch nicht alles gefallen lässt. der Freund meiner schwester hat dann mit Jule bellen geübt, und dann hat sie sich beim nächsten Angriff auch richtig umgedreht und bella ziemlich angemacht.
:muhaha:
Flynn wehrt sich halt bisher überhaupt nicht - klar, er ist noch ein Baby und hat wahrscheinlich noch nie erlebt, dass ihn jemand ernsthaft angreift.

Grad eben ist Flynn in den Flur raus gewieselt, und Peppi kam ihm aus der Küche entgegen getrabt, Ohren neugierig aufgestellt ... ich hab sie sicherheitshalber gebremst, weil ich halt doch nicht einschätzen kann, was sie vorhat. Er ist sofort umgedreht und zurück ins Wohnzimmer.
 
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Ich würd sagen, die Lage entspannt sich weiter ...
Flynn hat zwar noch groooßen Respekt vor beiden Katzen, aber vorhin an der Tür waren er und Peppi schon fast Nase an Nase, ohne dass sich irgendwer aggressiv benommen hätte.
Gestern und heute haben wir ein gemeinsames Abendessen versucht. Peppi hat gestern noch kaum was gefuttert, solange Flynn mit in der Küche war, heute hat sie sich gar nicht mehr um ihn gekümmert. Der Griesel vergisst sowieso alles, wenn es was zu futtern gibt :D Flynn hat allerdings beidesmal nur wenig gefressen und sich schnell wieder vom Acker gemacht.

Als mein Mann vorhin mit Flynn draußen war, sind die beiden Katzen leicht durchgeknallt - sie fingen auf einmal an, sich gegenseitig mit aufgeplustertem Fell und Buckel im Seitwärtsgalopp die Treppe rauf und runter zu jagen - zwei Sekunden später wurde wieder gegurrt. Vielleicht heißt das neue Spiel "Hilfe, der Hund kommt" ... :D
 
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Hehe, mein Mann erzählte mir, Flynn habe heute morgen kurz Peppis Hinterteil beschnüffelt, als ich nicht im Zimmer war - und ihre einzige Reaktion sei ein verdutzter Blick gewesen :cool:
Und vorhin haben alle drei mit einer Handbreit Abstand ein paar Leckerli gefuttert.
Faucher gibt's nur noch ganz selten, Griesel hält halt noch respektvollen Abstand, Flynn tut sowieso keinem was, also ich denk, das wird was. :)
 
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Eigentlich wollte mein Mann mit Flynn mal wieder "Sitz" und "Platz" üben ... aber die angebotene Belohnung (Fleischwurst) war auch für andere interessant :D



Man sieht, er zieht sich noch etwas zurück und sucht Schutz bei Papa, wenn die Katzen zu nahe kommen. Aber wir können mittlerweile alle drei im selben Raum lassen, ohne dass ständig jemand aufpassen muss. Die meiste Zeit interessiert man sich einfach nicht groß füreinander.
 
anjaII

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  • #10
Bei dieser Zusammenführung kann ich leider nicht recht mit Tipps dienen,aber die Daumen drücken und auch hier ist wahrscheinlich Geduld und Fingerspitzengefühl angesagt ;):smile:
 
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  • #11
Danke fürs Daumendrücken, Anja :)

Der Hundezwerg wird immer mutiger, er wieselt jetzt auch mal durchs Wohnzimmer und stört sich nicht weiter dran, wenn eine Katze ihn verfolgt.

Das Verfolgen sieht für mich mittlerweile auch mehr nach wachsamer Neugier aus. Grisu hat Peppi auf diese Weise verfolgt, als sie hier einzog und ihre ersten Erkundungsgänge unternahm. Zwei Tage später waren sie ja schon dicke Freunde.

Peppi hat sich heute morgen nochmal auf Flynn gestürzt, aber nicht mit Fauchen, sondern mit Popowackeln :D - ich glaube, sie wollte mit ihm spielen. War ihm dann doch nicht ganz geheuer, aber er hat sich nur auf sein Kissen verzogen und gleich wieder neugierig rumgeguckt.

Und noch eine lustige Szene am späten Vormittag: Mein Mann kam mit Flynn durch die Terrassentür rein, und Flynn hat mich mit hundetypischer Begeisterung vor dem Esstisch begrüßt (wildes Schwanzwedeln, Rumspringen, Hand abschlecken ...). Auf den Stühlen unter dem Esstisch saßen beide Katzen und guckten runter wie milde befremdete Opernzuschauer von den Rängen. :D ("Du Peppi, was macht der denn da?" - "Weiß nicht Griesel, aber sehr würdevoll ist das nicht ...")
 
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  • #12
Jetzt wird's langsam lustig ... Peppi zeigt von sich aus überhaupt kein aggressives Verhalten mehr, dafür hat Flynn sie heute schwanzwedelnd verbellt :)
Meine Männer (= Mann und Stiefsohn, die beide schon Hundeerfahrung haben) sagen, das sei eine Spielaufforderung. Peppi konnte damit noch nicht so viel anfangen, sie ist einfach sitzen geblieben und hat geguckt.
Später waren sie am selben Spielzeug dran, da hat Peppi zur Abwehr auch gefaucht (aber nicht zugehauen). Aber Flynn lässt sich davon auch nicht mehr groß beeindrucken.

Griesel liegt die ganze Zeit im oberen Flur und pennt ... dem macht die Hitze arg zu schaffen. :(
 
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  • #13
Tja, im Moment sind wir etwas ratlos ...
Grisu verhält sich wenigstens gleichbleibend reserviert, da weiß Flynn wenigstens, woran er ist. Aber Peppi scheint unberechenbar. Gestern hat sie schon beinah mit ihm gespielt - er ist um sie rumgetollt, sie hat sich dann auch mal auf die Seite gelegt und mit den Pfoten nach ihm geangelt -, aber dann kam Griesel dazu, fauchte und buckelte Flynn an, und zack hat Peppi auch gefaucht und dem Hundi eine runtergehauen. Der heulte und verkroch sich und ist jetzt noch leicht verunsichert. :(
Ich hoffe, dass sich das bald mal stabilisiert und Griesel wenigstens nicht mehr jedesmal in Drohhaltung geht, wenn er Flynn unverhofft über den Weg läuft ... :verstummt:
 
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  • #14
Dankeschön :)
Naja, die Situation ist bei uns nicht ganz so angespannt, u.a. weil Flynn noch viel schläft und die Katzen ihn dann auch ignorieren. Wenn er ruhig in seinem kleinen Bereich des Wohnzimmers vor sich hin spielt oder mein Mann mit ihm übt, guckt Peppi oft neugierig zu, aber sie tut ihm nix. Nur wenn beim Toben irgendjemand erschrickt oder was Plötzliches passiert (wie Grisus Faucher gestern), kann es kurz mal eskalieren. Das sollte aber auch bald mal aufhören, damit sich Klein-Flynni endlich etwas ungezwungener im Erdgeschoss bewegen kann.
 
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  • #15
Jaaa, ich fürchte auch immer noch jedesmal den "Schock fürs Leben" für den armen Hundi-Hund ... dabei findet der das womöglich auch ganz normal, dass man als schwächstes Rudelmitglied eben auch mal verhauen wird :wow:

Ich bin gespannt. Mal gucken, ob und wann Griesel noch merkt, dass der müffelnde Pelzknopf ihm nix tut. ;)
 
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  • #16
So allmählich liegen meine Nerven aber wirklich blank :(

Flynn hat inzwischen solchen Schiss vor Peppi, dass er wegrennt, wenn sie mit einer gewissen Geschwindigkeit auf ihn zuläuft. Wahrscheinlich ist sie bloß neugierig und will spielen - sie faucht nicht, sie hat den Schwanz hochgestreckt und gurrt -, aber sie hat ihm jetzt wohl ein-, zweimal zuviel plötzlich eine runtergehauen.
Im Haus flitzt Flynn dann halt sofort auf seinen Platz und bleibt dort. Aber vorhin waren wir im Garten, Peppi war mit dabei, und als sie ihn von der Eingangstür weg"gejagt" hat, hat er erst gewinselt und ist dann in Richtung Straße gerannt ...:massaker:
Wir haben beide zum Glück noch rechtzeitig abfangen können.

Peppi ist nun nicht nur Katze, sondern auch noch ziemlich schwer erziehbar ... wie sollen wir ihr bloß beibringen, dass sie ihn nicht verfolgen soll, zumal wenn sie gar nix Böses dabei im Sinn hat?

Und Flynn ist ja jetzt wohl mitten in der Prägephase. Mein Mann hat jetzt nicht nur Katzenfrust, sondern meint auch, diese Panik würden wir nicht mehr aus ihm rauskriegen.
(Seinen Frust lässt er außerdem in Form von schlechter Laune an mir aus. Ich könnte vielleicht auch einfach mal jemanden brauchen, der mich in den Arm nimmt und sagt "Das schaffen wir schon", aber nee ... Ich komm mir immer so vor, als wär ich die Böse, nur weil ich Peppi auf Grund von Beschreibungen ausgesucht habe ... dabei war da ja auch noch gar kein Hund im Gespräch.)

Ich sitz hier schon den halben Mittag und frage mich, was wir nur tun sollen. Ich will doch bloß, dass hier alle möglichst zufrieden leben können, und ich will mich nicht ständig fragen, welches Tier jetzt grade vor wem wie in Sicherheit gebracht werden muss.

Hat denn keiner einen Rat für mich? :(
 
anjaII

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  • #17
Tut mir echt leid,daß ihr solch Stress habt:(
Bachblüten?Tiertherapeut?
 
M

Momenta

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  • #18
Hi Nadine,

es ist bislang sehr ungünstig gelaufen für Euren Hund.

Eine ehemalige Bekannte ist Hundetrainerin und wir haben uns viel über das Thema Welpen, Eingewöhnung, alleine, mit anderen Hunden und Katzen etc unterhalten.

Peppi hat bereits in den ersten Tagen all das getan, was ein Welpe nicht erfahren sollte, niemals in seinen ersten Wochen in seinem neuen Zuhause erfahren sollte.

Sein neues Zuhause sollte angstfrei sein, seine Mitbewohner sollten ihm keine Angst machen und die letzte Aktion (wegrennen) zeigt, daß sein Verhalten gegenüber dieser Katze schon geprägt ist.


Ich persönlich hätte es nicht so und nicht so lange zugelassen und schon garnicht bis ich selbst die neue Katze so gut kenne, daß ich sie auf Hunde loslassen kann.
Peppi ist selbst erst wenige Wochen da und hat noch nicht ihren Platz gefunden.


In diesem Fall wurde ich umgehend einen Profi, Tierverhaltenstherapeuten hinzuziehen, denn das, was jetzt schief läuft, wird Euch die nächsten 14-16 Jahre begleiten.

Tierschutztiere machten häufig sofort in den ersten Wochen schlimme Erfahrungen mit Menschen und anderen Tieren.
Euer Hund ist vom Züchter und hat nichts Schlimmes kennengelernt und das sollte auch genau so bleiben.
 
M

Momenta

Gast
  • #19
(Seinen Frust lässt er außerdem in Form von schlechter Laune an mir aus. Ich könnte vielleicht auch einfach mal jemanden brauchen, der mich in den Arm nimmt und sagt "Das schaffen wir schon", aber nee ... Ich komm mir immer so vor, als wär ich die Böse, nur weil ich Peppi auf Grund von Beschreibungen ausgesucht habe ... dabei war da ja auch noch gar kein Hund im Gespräch.)

Die Suche nach der Zweitkatze ist doch erst seit wenigen Monaten aktuell.
Ihr habt den Hund dann jetzt innerhalb von wenigen Wochen geholt? Einen Australien Shepherd :eek:

Du weisst,was das für ein Hund ist? Dann kannst Du Dich ja auch noch nicht so lange mit der Zusammenführung Hund und Katze beschäftigt haben, leider....
 
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  • #20
Die Suche nach der Zweitkatze ist doch erst seit wenigen Monaten aktuell.
Ihr habt den Hund dann jetzt innerhalb von wenigen Wochen geholt? Einen Australien Shepherd :eek:

Du weisst,was das für ein Hund ist? Dann kannst Du Dich ja auch noch nicht so lange mit der Zusammenführung Hund und Katze beschäftigt haben, leider....

Ja, haben wir. Ja, weiß ich. Mein Mann hat schon länger über Hütehundrassen recherchiert, wollte den Plan aber ursprünglich noch nicht so bald in die Tat umsetzen.
Was die Zusammenführung angeht, da haben wir immer nur gehört, die Katzen sollten dem Hundewelpen am Anfang klarmachen, dass sie die Chefs sind, und dann würde das schon laufen, weil ein Welpe das noch gut akzeptieren würde. Wenn hier klare Verhältnisse herrschen würden, dann wär das ja auch alles in Ordnung. Auf Peppis unberechenbares Verhalten - mal spielen wollen, mal zuschlagen - waren wir nicht vorbereitet.

Hast du Ratschläge?
 
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