zu hülfe... mäuse!!

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nannymädchen

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guten abend ihr alle,

ich bin neu hier und dringend auf der suche nach hilfe.
ich habe drei fellnasen, die alle freigänger sind. stressemann 4 j, henry 2 j und mein nannymädchen 5 j.
hier ist es traumhaft für miezen, keine autos keine bösen menschen. mobile tierärztin.
meine nasen bringen viel mit nachhause: vorwiegend mäuse, blindschleichen, schmettertiere, sogar mal ne elster( wie retten immer was zu retten ist)
manchmal bringen sie die mäuse wohl nur als spielkameraden mit. manchen haben das glück zu entkommen und leben dann , keine ahnung wie lange hält n der wohnung.
vor 2 tage schaute mich eine maus aus der küchenschublade an😱 ich begab mich auf spurensuche und ich sag euch, ich hab sachen gefunden und die ganze wohnung auf den kopf gestellt. das problem ist: während der arbeit und nachts, merken wir nicht wer hier was anschleppt. unter das sofa und die küchenzeile kommen katzen nicht drunter. lebend/ oder todfallen sind sinnlos, da ich glaube dass die mäuse genug finden und keine not haben das futter aus der falle zu holen. wir haben einen offenen wohnküchen vereich. tür zu ist nicht. und ebenerdig wohnen wir auch. hat mit dieser problematik noch jemand erfahrungen? ich bin dankbar für alle tips.
danke und grüssle an alle. bleibt gesund !
petra
 
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GroCha

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Für dieses Problem hat wohl noch kein Freigängerhalter mit stets geöffneter Katzenklappe eine Lösung gefunden.

Es gibt Ansätze für eine Katzenklappe, die erkennt, ob ein Beutetier mitgebracht wird und dann den Zutritt zum Haus verwehrt. Soweit mir bekannt ist, ist das aber bisher alles andere als spruchreif und bisher nicht über eine Testphase hinausgekommen. https://katzenwelt.net/zubehoer/katzenklappe-mit-mauserkennung/

Ich habe hier im Forum allerdings auch schon mal von einem Halter gelesen, der es wirklich geschafft hat, seiner Katze anzutrainieren, dass sie Beute nur an einem bestimmten Ort im Haus frisst - was natürlich auch nicht mehr hilft, wenn die Beute noch lebt und sich dann verdünnisiert ;)


Es sei noch angemerkt: Katzenbisse sind so mit Keimen belastet, dass es fast unmöglich ist, Beute zu "retten". Das erbeutete Tier verreckt (sterben trifft hier nicht mehr zu) nach der sogenannten Rettung mit ziemlicher Sicherheit qualvoll an den Folgen eines Bisses. Dazu reicht schon ein kleiner Kratzer.
Katzenbisse können sogar für Menschen tödlich sein und sollten in jedem Fall medizinisch behandelt werden.
Also auch wenn ein Tierchen unversehrt aussieht und im ersten Moment noch fidel in der Gegend rumwackelt, muss es zu einem TA und mit AB versorgt werden. Ansonsten ist die Rettung keine Rettung sondern statt eines vergleichsweisen schnelles Todes das Urteil auf einen langsamen, grausamen Tod. Ich für meinen Teil hab in den sauren Apfel gebissen und die armen Viecher erlöst. Das ließ sich mit meinem Gewissen eher vereinbaren, als ein Tier passiv zu Tode zu quälen.

Ich wurde selbst schon zwei Mal von meinen eigenen Katzen (nicht ganz zutraulich, da ehemalige Straßenkatzen) beim eintüten für den TA heftig gebissen.
Beide male in die linke Hand. Es hat sich jedesmal so entzündet, dass ich den Zeigefinger für ein paar Tage nicht bewegen konnte. Das hält kein Mäusekörper aus.

Ein Katzenbiss kann bis auf die Knochen, Gelenke und die Sehnenscheiden gehen. Wenn der Katzenbiss sich entzündet, kann es innerhalb weniger Stunden gefährlich werden.
[...]
Das Keimspektrum im Speichel der Katze ist breit gefächert. Es enthält beispielsweise die Bakterien

Pasteurella multocida
Staphylococcus aureus
Staphylococcus saprophyticus
Streptokokken
Quelle: https://www.der-niedergelassene-arz...iss-wunde-ist-stets-ein-medizinischer-notfall


Katzenbisse sind deshalb so gefährlich, weil die Tiere im Speichel zahlreiche Keime bzw. Bakterien tragen und diese somit auch in die Wunde gelangen. Dort können sie nun zu einer schlimmen Entzündung führen. Vor allem im Bereich der Hände, wo es zahlreiche lange Sehnen und Sehnenscheiden gibt, ist die Gefahr für eine Entzündung sehr hoch.

Die Bakterien und Viren, welche über den Speichel in die Wunde gelangt sind, können sich nun durch das Blut im kompletten Körper des Menschen ausbreiten und somit sowohl ins Gehirn als auch zum Herzen gelangen. Des Weiteren sind die Zähne der Katzen sehr lang, sodass ein Katzenbiss auch besonders tief gehen kann. Geht eine Wunde sehr tief, so gibt es dort auch nur wenig Sauerstoff, was für viele Bakterien von Vorteil ist. Die Anaerobier vermehren sich auch ohne Sauerstoff und können großen Schaden anrichten.
Quelle: https://www.zoobio.de/blog/katzenbiss-risiken-behandlung-1301


Vielleicht kannst Du Lebendfallen mit etwas besonders leckerem, was die Mäuse nicht an jeder Ecke finden, bestücken?
So ein schönes Stück Speck finden die doch nicht überall. Vielleicht gehen sie dafür in die Falle.

Aber bitte unbedingt Lebendfallen verwenden. Diese Dinger mit dem Bügel töten eine Maus mitunter nicht, sondern brechen ihr nur das Rückgrat und sind damit teilweise genauso grausam wie diese Klebedinger.
 
Razielle

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Moin, kann mich nur anschließen. Aus diesem Grund hat mein plüschiger Killer nur Teilzeitausgang mit manueller Türöffnung und sobald diese Katzenklappe mit Beuteerkennung mal serienreif ist bin ich dabei. Ich würde echt 4stellig dafür zahlen...aber da ist noch nichts in Sicht.
Aber solange das noch nicht der Fall ist und du ihnen den Freigang nicht beschränken möchtest kannst Du nur mit Mausefallen arbeiten, leider.
 
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Myma

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Es sei noch angemerkt: Katzenbisse sind so mit Keimen belastet, dass es fast unmöglich ist, Beute zu "retten". Das erbeutete Tier verreckt (sterben trifft hier nicht mehr zu) nach der sogenannten Rettung mit ziemlicher Sicherheit qualvoll an den Folgen eines Bisses. Dazu reicht schon ein kleiner Kratzer.
Das habe ich auch immer wieder gehört, kann ich aber, was Mäuse betrifft, nicht bestätigen.
Manche waren ramponierte Humpelbeinchen ohne Schwanz, aber zumindest die meisten haben überlebt und sich dann teilweise auch fröhlich vermehrt, ich bin mit dem einfangen und aussetzen gar nicht mehr nachgekommen. :rolleyes:

Naja, jedenfalls habe ich mir dann einen leidenschaftlichen Mäusefresser zugelegt, der auch dem anderen Kater zuverlässig jede Beute abnimmt und umgehend beseitigt.
Wo drei Katzen Platz haben, fällt doch eine vierte auch nicht mehr auf, oder? :D
Ansonsten: alle Lebensmittel schwer zugänglich verstauen und Lebendfallen mit Erdnussbutter aufstellen, das hat bei mir immer gut funktioniert.
 
GroCha

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Das habe ich auch immer wieder gehört, kann ich aber, was Mäuse betrifft, nicht bestätigen.
Manche waren ramponierte Humpelbeinchen ohne Schwanz, aber zumindest die meisten haben überlebt und sich dann teilweise auch fröhlich vermehrt, ich bin mit dem einfangen und aussetzen gar nicht mehr nachgekommen. :rolleyes:

Und woher genau weißt Du, dass die sich vermehrenden Mäuse dieselben waren, die von ner Katze erwischt wurden?
 
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Myma

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Und woher genau weißt Du, dass die sich vermehrenden Mäuse dieselben waren, die von ner Katze erwischt wurden?
Meines Wissens nach ist bei mir noch nie eine Maus selbstständig ins Haus gekommen. Immer, wenn ich keinen oder nur einen altersschwachen Freigänger hatte, war ich auch mäusefrei.
Daher gehe ich davon aus, dass die teilweise verstümmelten Mäuschen in meinen Fallen zuerst von den Katzen gefangen wurden und die Mäusebabys in den Fallen von ihnen abstammen müssen.
 
GroCha

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Deine Freigänger bringen Dir also bereits trächtige Mäuse ins Haus, die dann so lange bei Dir wachsen und gedeihen bis sie ihre Babies direkt in der Mausefallen werfen? :confused:


Na dann freuen wir uns mal für diese außergewöhnlich resistenten Mäuse.
Katzenbisse zählen zu den gefährlichsten Verletzungen durch heimische Haustiere. Die Bisswunden sehen in der Regel zunächst harmlos aus. Allerdings kommt es bei jeder zweiten Bissverletzung zu schwerwiegenden Infektionen. Der Speichel von Katzen enthält einen Cocktail aus aggressiven Enzymen und Bakterien. Mit ihren spitzen und langen Zähnen übertragen die Katzen diese bei einem Biss tief in die Wunde und das Gewebe.

Katzenbisswunden bluten in der Regel wenig und verkrusten innerhalb kurzer Zeit. Die Bakterien in der Tiefe vermehren sich aber auch ohne Sauerstoff.
Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Warum-Katzenbisse-gefaehrlich-sind,katzenbiss101.html
 
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Myma

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Deine Freigänger bringen Dir also bereits trächtige Mäuse ins Haus, die dann so lange bei Dir wachsen und gedeihen bis sie ihre Babies direkt in der Mausefallen werfen? :confused:
Du hast ein bisschen zu viel Fantasie. :oops:
Da die Katze täglich etwa ein halbes Dutzend Mäuse ins Haus geschafft hat und ich mit meinen zwei Fallen nicht jeden Tag genauso viele wieder einfangen konnte, waren einfach immer ein paar Mäuse da.
Ein paar klügere/vorsichtigere Exemplare, die länger nicht in die Fallen gegangen sind, haben sich Nestchen gebaut (finde ich noch manchmal beim renovieren) und teilweise wohl auch Junge aufgezogen.

Jedenfalls hatte ich immer wieder mal einen ganzen Schwung tapsiger Jungmäuschen auf einmal in der Falle. So zarte kleine Dinger sterben schnell beim Katzenspiel, daher glaube ich nicht, dass der Kater so viele lebendige auf einmal heimgeschleppt hat.

Ich weiß, dass Katzenbisse für Menschen sehr gefährlich sind. Aber dass gefangene Mäuse praktisch keine Überlebenschance haben, kann ich nach meiner Erfahrung nicht bestätigen.
 
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Neol

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Auch ein Threadtitel, welchen man SO nicht wirklich in einem Katzenforum erwartet. Hihihihi :omg:

(sorry an alle Betroffenen und alle Mäusekens)
 
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Nimsa

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  • #10
Ich hab ähnliche Probleme und kann nur empfehlen alles an Nahrung zu verschließen.
Ich hab zudem die Ritzen abgedichtet. Uuund ich lass die Fenster u Tür nachts zu.
 

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