Wurmkur - prophylaktisch oder bei Befall?

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Artemis

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Hallo zusammen,

ich habe mal wieder eine Frage, die vielleicht schon mal diskutiert wurde- habe ich aber so nicht gefunden :oops:

Also, mein Freigänger-Tigger hat vor 3 Monaten seine Spot-on Wurmkur bekommen, wäre jetzt also wieder "fällig".

Nun habe ich gelesen, dass es unterschiedliche Sichtweisen dazu gibt. Prophylaktisch Wurmkuren durchführen kann auf Dauer die Darmflora schädigen... :eek:

Wurmkur bei sichtbaren Anzeichen von Würmern heißt aber, die Fellnase ist bereits voll von Würmern....:eek:.....

Hm, jetzt bin ich hin und her gerissen, was ich tun soll.

Wie seht Ihr das? Was sind Eure Erfahrtungen?

Danke schon mal im voraus für die Antworten und die Geduld mit meinen Fragen! ;)
 
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Thyria

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Huhu,
ich bringe den Kot meiner Katzen von 3 Tagen zum TA, die untersuchen den dann. Und je nach Befund gebe ich dann die Wurmkur oder was normalerweise der Fall ist, seitdem ich das so mache, eben nicht. Allerdings sind meine keine Freigänger.
 
Hollie

Hollie

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Hallo,
mein TA hat mir empfohlen meine Hollie regelmäßig prophylaktisch zu behandel. Bei den Freigängern wissen wir ja nicht was sie alles fressen und Mäusez.B. können auch Würmer übertragen. Ich benutze das Profender und
laut meinem TA alle 8 - 10 Wochen.
 
NellasMiriel

NellasMiriel

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ich gebe eine Wurmkur nur bei tatsächlichem Befall, also nach einer untersuchten Kotprobe....(allerdings habe ich Wohnungskatzen, wie das bei Freigängern ist, die keinen Kot daheim abliefern weiß ich nicht)

lg Heidi
 
Uli

Uli

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Unsere drei Tiger sind auch Freigänger und gute Jäger. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann sie unter Wurmbefall leiden. So geben wir einen Spot-on regelmäßig.

Ein akuter Wurmbefall muss doppelt bekämpft werden, einmal im akuten Stadium und einmal einige Zeit später um die junge Brut abzutöten. Mit Pech kann es so zu drei verwurmungen pro Jahr kommen, dann werden sie 6 Mal mit Chemie behandelt, sonst nur 4 Mal und sind immer geschützt.

Bei einer regelmäßigen Behandlung ist auch die Übertragung auf den Menschen unwahrscheinlicher.
 
Hollie

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..............., dann werden sie 6 Mal mit Chemie behandelt, sonst nur 4 Mal und sind immer geschützt.

Bei einer regelmäßigen Behandlung ist auch die Übertragung auf den Menschen unwahrscheinlicher.

... und alleine das ist es doch schon wert, oder ??
 
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Artemis

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Ja, mit Kot abgeben ist schwierig. Monsieur benutzt ja seit Wochen sein Katzenklo nicht mehr und hat in verschiedenen Ecken im Garten sein Freiland-Klo eingerichtet. Daher weiß ich eben auch nicht, welches Klo/Häufchen von wann ist. :confused:

Wohl besser, wenn ich ihm prophylaktisch die Wurmkur verabreiche. Das Tragische ist ja nur, ein Tag nach der Wurmkur braucht er sich nur eine "verseuchte" Maus genehmigen und die Wurmkur war für die Katz... im wahrsten Sinne des Wortes :rolleyes:
 
Katie O'Hara

Katie O'Hara

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Freigänger haben IMMER Würmer. Sie fangen z. B. Mäuse, diese übertragen den Flohbandwurm (mit nahezu 100%iger Sicherheit). Meist haben Freigänger auch noch Spulwürmer.

Profender Spot-On ist eine sehr gut Lösung, um Freigänger zu entwurmen; jedoch reagieren manche Katzen allergisch auf das Mittel (bei mehrfacher Anwendung) und die Haare fallen im Nacken aus. Es kann auch zu Hautreaktionen kommen.

Sofern Du dies beobachtest, solltest Du auf MilbeMax umsteigen, sind Tabletten, die drei Tage hintereinander gegeben werden. Am Besten in Leberwurst oder Rinderhack "einbauen".


Freigänger sollten alle 3 Monate entwurmt werden, da der teils massive Wurmbefall schädlicher ist als die Nebenwirkungen der Wurmkuren.

Kotprobe einschicken ist m. E. nur Geldverschwendung, denn der Wurmbefall ist bei Freigängern auf jeden Fall vorhanden. Wenn Deine Katze/n viele Mäuse fangen, würde ich außerhalb der Winterzeit auch die Intervalle auf 10 Wochen setzen; sollte/n Deine Katze/n bereits Würmer erbrochen haben, ist eine sofortige Entwurmung nötig sowie eine Wiederholung derselben nach 14 Tagen (nur so erwischt man alle Entwicklungsstadien der Parasiten).
 
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Artemis

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ok, ok überzeugt! :)

Heute abend ist er dran! :cool:
 
Hollie

Hollie

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  • #10
Wohl besser, wenn ich ihm prophylaktisch die Wurmkur verabreiche. Das Tragische ist ja nur, ein Tag nach der Wurmkur braucht er sich nur eine "verseuchte" Maus genehmigen und die Wurmkur war für die Katz... im wahrsten Sinne des Wortes :rolleyes:

???
Wieso das denn??
 
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Andrea-LU

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  • #11
Hallo,

ich würde nicht prophylaktisch entwurmen. Das ist aber wirklich nur meine Meinung, die ich auch nicht medizinisch begründen kann. Ich meine einfach, dass die chemische Keule nur bei wirklichem Befall zum Einsatz kommen sollte.

Ich habe meinem TA damals meine Beweggründe genannt. Er war sehr skeptisch, ob das funktionieren wird - obwohl ich reine Wohnungskatzen habe. Seither gebe ich vierteljährlich Proben ab und mußte seit 1 1/2 Jahren nicht entwurmen. Wir werden schauen, ob es dabei bleibt. Ansonsten kennen wir zumindest den ungefähren Entwurmungsrhythmus.

Meine Freundin hat Freigänger. Sie entwurmt ebenfalls nur bei Bedarf. Letztes Jahr mußte sie nach 4 Jahren (!) mal wieder entwurmen.

Was mich letztlich zu meiner Ansicht gebracht hat ist, dass Entwurmungsmittel keinen Depotschutz herstellen. Heißt, man kann heute entwurmen und morgen holt sich das Fellchen irgendwo Würmer. Ich finde, diese fehlende Depotwirkung ist eigentlich das beste Argument für eine gezielte Entwurmung und nicht für eine prophylaktische.

lG
Andrea
 
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Katie O'Hara

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  • #12
Hallo,

ich würde nicht prophylaktisch entwurmen. Das ist aber wirklich nur meine Meinung, die ich auch nicht medizinisch begründen kann.
.....
lG
Andrea


Diesen Tipp finde ich äußerst gefährlich. Weshalb?
Weil es einen sehr gravierenden Unterschied zwischen Wohnungs- und Freigänger-Katzen gibt.

Die Schäden, die bei den allermeisten Freigänger-Katzen durch den Wurmbefall entstehen, sind deutlich schlimmer als die möglichen Nebenwirkungen einer Wurmkur!
 
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Andrea-LU

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  • #13
Diesen Tipp finde ich äußerst gefährlich. Weshalb?
Weil es einen sehr gravierenden Unterschied zwischen Wohnungs- und Freigänger-Katzen gibt.

Die Schäden, die bei den allermeisten Freigänger-Katzen durch den Wurmbefall entstehen, sind deutlich schlimmer als die möglichen Nebenwirkungen einer Wurmkur!

Hast Du weitergelesen? Wenn nicht, bitte tue das noch.

Ich schreibe nämlich auch, dass meine Freundin Freigänger hat und erst nach 4 Jahren mal wieder entwurmen mußte. Permanente Labortests sind selbstverständlich auch ganz klar und werden von mir total befürwortet. Nur eben keine Prophylaxe.

lG
Andrea
 
Tom-SH

Tom-SH

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  • #14
meine drei sternenkater haben nur als kitten die grundimmunisierungen bekommen und entwurmt.
dann nie wieder, es waren aber reine wohnungskater.

tom als freigänger bekommt prophylaktisch seine wurmkuren und auch floh-und zeckenzeugs.
er fängt regelmäßig mäuse und flöhe auch:cool:
mit kotproben ist es bei ihm eh nicht möglich ,da er irgendwo draussen seine geschäfte macht und mit zumindest der nachbarskatze die kloecke zusammen benutzt.
wäre nur mit zusätzlichem DNA test möglich, festzustellen, welches häufchen von wem wäre:D

mein fazit ist:
freigänger regelmäßig entwurmen
reine wohnungskatzen nur bei bedarf
 
Yola04

Yola04

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  • #15
Was mich letztlich zu meiner Ansicht gebracht hat ist, dass Entwurmungsmittel keinen Depotschutz herstellen. Heißt, man kann heute entwurmen und morgen holt sich das Fellchen irgendwo Würmer. Ich finde, diese fehlende Depotwirkung ist eigentlich das beste Argument für eine gezielte Entwurmung und nicht für eine prophylaktische.

Und da frag ich mich, inwieweit die quartalsmäßige Entwurmung dann noch wirklich Sinn macht. :confused: Deswegen bin ich bei Pattex, der Freigängerin meiner Eltern, so unschlüssig was die Entwurmung angeht.
 
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