Wie soll's nun weitergehen? Ex-Freigänger...

Sasa

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Hallo ihr,
der Tiger läßt mich mittlerweile verzweifeln, ich hoffe ich bin jetzt hier richtig weil er zur Zeit ja Wohnungskatze ist.

Er war jedoch ca. 14 Jahre Freigänger und bei uns geht das nicht mehr weil a) die Straße hier stärker und schneller befahren ist, als die enge Seitenstraßensackgasse in der er vorher wohnte (wäre also erhöhte Gefahr weil er sein Revier gegenüber auf den Schulhof/Kindergartengelände ausgedehnt hatte - mußte also über die Straße) und b) jetzt mal endlich alle seine Krankheiten behandelt werden und regelmäßig SD- und BSD-Medikamente sowie geeignetes Futter braucht.

Nun will er natürlich raus und steht morgens, mittags und abends an Haustür und Terrassentür jammert, schreit und kratzt. Zwischendurch schläft er und ist auch so lieb. Also kein Protestpinkeln, keine Zerstörungswut o. ä.. Wir haben 550qm Garten, der allerdings noch im wildesten Ur-Zustand ist:oops: und zum Herbst angelegt werden soll. Sind jetzt auf der Suche nach einem Gärtner und der Garten soll auch Katzensicher werden. Also ab Herbst gesicherter Freigang für Tiger!

Der Super-Gau ist jetzt am WE eingetreten, daß auf einmal eine fremde Katze bei uns auf der "Pseudo-Terrasse":) zum ersten Mal am Igel-Unterstand (vermutlich Igel-Katzenfutter gerochen) saß. Zum Glück hat er die noch nicht gesehen. Aber da im ganzen Haus bodentiefe Fenster sind (außer Küche und Bäder), ist es wahrscheinlich, daß es dazu irgendwann kommt.

Dann war ich Sonntag mit ihm am Geschirr erstes Mal draußen, war auch ganz okay für ihn glaube ich. Bin durch Büsche und Sträucher hinter ihm hergekrabbelt:rolleyes:. Natürlich wollte er dann erwartungsgemäß nicht wieder rein und wurde erstes Mal so richtig giftig zu mir. Dann ging drinnen das Geschrei los, aber übelster Sorte.

Jetzt meine Fragen:
- weiter am Geschirr rausgehen oder weckt das jedes Mal auf's Neue den Ex-Freigänger in ihm?
- gibt es irgendwelche Mittel (Globuli, Bachblüten) die unterstützen können?
- wäre eine zweite Katze hilfreich? Habe immer von jeder Tierart hier mindestens zwei, weil ich es artgerechter finde. (wobei, hier ist dann die Frage: es gibt doch auch Katzen in der TH-Vermittlung wo steht "akzeptiert keine anderen" woher weiß ich, ob Tiger nicht auch lieber allein bleibt?)
- breche ich ihm den Willen und kann das psychische Auswirkungen auf ihn haben, eingesperrt zu sein? (bitte nicht lachen:()
- wie kann ich ihn zum Spielen animieren? Er reagiert nur ab und an auf einen Schnürsenkel, sonst ist alles uninteressant, kennt er auch nicht von der Vorbesitzerin. Kratzbaum ebenso wenig. Fummelbrett wird jetzt geplant. Wie spielt man mit einer Katze richtig?
- er wird nicht gern gekuschelt, max. 5 Minuten streicheln sind drin. Ist das akzeptabel? (ich glaube schon, oder?)
- was mache ich denn nun mit der fremden Katze? Verscheuchen? Würd' ich eher ungern tun.
:confused:

Hoffe, ihr habt Rat. Also das Für und Wider von Freigang und Wohnung möchte ich hier jetzt nicht wieder zum Thema machen (habe alle Threads dazu lange gelesen;)), das ist jetzt so entschieden: Wohnung, ab Herbst gesichert im Garten und vielleicht zwischendurch am Geschirr raus je nach dem was ihr sagt.
 
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Ich würde versuchen, den Garten schneller abzusichern - also möglichst gestern ;) - er leidet ganz gewiss sehr darunter, nicht raus zu können und das "Verwilderte" ist ihm schnurzegal - im Gegenteil, das wird ihm gefallen...

Wie wollt Ihr denn den Garten absichern ? Schon konkrete Ideen ?
 
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Eva

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Ich würde nicht weiter mit der Leine rausgehen. Das "erinnert" ihn sicher noch mehr an den Freigang und es wird im Haus immer schwerer werden. Ich habe nach dem Umzug Ricky zunächst dringelassen und dachte auch, es sei eine gute Idee, ihn an der Leine rauszulassen. Aber in der Wohung wurde es danach nur noch schlimmer.
Ich würde auch den Garten (zumindest einen Teil davon) möglichst schnell absichern.
 
Sasa

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Tiger hat ja Spondylose und kann daher auch nur noch maximal auf die Sitzfläche eines Stuhls springen. Von daher könnte ein Elektrozaun in taktisch klugen Abständen nach oben ausreichen, vermute/hoffe ich mal. Also die Katze die hier jetzt unregelmäßig auftaucht ist den Zaun in einem Affenzahn hochgeklattert, da war ich aber baff. Also zur einen Seite ist der Zaun (diese Stabmatten-Metall-Variante in grün) 1,20 hoch, nach hinten ist ein Problem weil da zwar ein Zaun steht, das ganze aber die Wirkung hat wie ein Infinity-Pool: das Grundstück wurde angeschüttet und da ist vor dem Zaun eine Böschung nach unten, der verschwindet in der Aussicht quasi, und eine geübte Katze könnte da mit Sicherheit Anlauf nehmen einen großen Satz mache und hinter dem Zaun auf'm Acker (unsanft) landen. Weiß nicht ob er das noch machen würde. An der anderen Seite steht der alte Maschendrahtzaun vom Nachbarn, nicht wirklich hoch, nicht wirklich stabil, dahinter Koniferen. Allerdings ist das hier die pure Wildnis mit Disteln, Brennesseln, Gräsern, wilden Beeren, Margerithen, Mohn, Acker halt und alles ca. ein Meter hoch. Da gehen selbst wir kaum noch durch.

Ich vermutete das fast mit dem Geschirr. Weil er ja eben vorher Hardcore-Freigänger war ist das bestimmt etwas anderes, als wenn man einer Wohnungskatze mal frische Luft gönnen möchte. Er ist auch so wechselhaft drauf. Mal schläft er den ganzen Tag durch und andere Tage quengelt er nur. Aber wir kommen auch nicht an ihn ran um ihn abzulenken, er ignoriert uns oft einfach.
 
Bea

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Hi Sandra,

also ich würde auch versuchen so schnell wie möglich den Auslauf zu schaffen.
Vielleicht könnt ihr andere Arbeiten hinten anstellen und euch erstmal auf den Garten stürzen.:D

An der Leine würde ich nicht mit ihm rausgehen, allein aus dem Gedanken heraus das er früher Freigänger war.

Auch wenn du es nicht gerne möchtest, im Sinne deines Katers würde ich die Katze verscheuchen.
Ebendso würde ich das Futter dementsprechend nicht dort hinstellen ( wobei ich den Igel garnicht füttern würde) wo eine andere Katze hinkommt und evtl. dann von deinem Kater gesehen wird.
 
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Ich würde auch so schnell wie möglich den Garten rauslaufdicht machen, Schönheit hintenanstellen und das praktische ganz voran! Provisorisch, aber dicht!

Einen 14-jährigen Kater, der immer Freigänger war, jetzt drinne zu halten, ist wirklich äußerst schlimm für das Tier. Also rauslassen, so schnell wie es nur geht!

Er wird im eingezäunten Areal eh noch genug Streß haben, weil 1. der Auslauf begrenzt ist und 2. es nicht sein altes Revier ist, das er mit Sicherheit wieder findet, sollte er ungesichert rauskommen.

Zugvogel
 
Sasa

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Die Futterbox für den Igel ist in Arbeit, ist noch ein Kleiner, der sich hier angesiedelt hat und wir haben auch ab und an Fundigel gepäppelt, von daher kann dem eine Zusatzportion nicht schaden. Aber das ist jetzt OT.

Tiger ist sogar in der glücklichen Lage, daß der Garten durchaus sein altes Revier ist, als er immer von der alten Frau aus der Nebenstraße kam (ist'n Loch im Zaun). Nur als das Gras im Mai schon so hoch war, hatte er sich mehr von vorne (Straßenseite) genähert und als wir hier seine Hauptanlaufstelle wurden, fing er an, hinten ganz zu vernachlässigen und sich auf die gegenüberliegende Straßenseite (Schulhof mit dahinterliegender Siedlung etc.) auszuweiten. Das alte Revier (also auch den Garten) ist er aber doch jetzt bestimmt los, wenn die fremde Katze hier schon öfters vorbeischaut, oder? Wie läuft sowas dann ab? Die kann doch dann bei uns rein. Gibt's dann Prügel im eigenen Garten?:eek:

Wie ist das denn mit einer zweiten Katze, mit der er dann gemeinsam den Garten unsicher machen kann? Erforderlich, nice to have oder Finger weg?
 
Bea

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Zur Zweitkatze:

Wie hat sich den Tiger "draussen" gegenüber Artgenossen verhalten?

Hat er sich eher sozial verhalten, oder alles verkloppt was vier Pfoten und Fell hat? Oder zurückhaltend?
 
Sasa

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Also ich weiß nur, daß er mit einem Labrador zusammengewohnt hatte, das war nämlich der Blindenhund der Frau.

Eine Frau aus seiner früheren Straße, die selbst Katzen hat und echte Streuner dort abends füttert, erzählte noch, daß er schon mit einem anderen Kater (ein ganz gemütlicher, den sie jetzt auch aufgenommen hat) aus einem Napf gefressen hatte.

Er hat auch keine erkennbaren Narben und ist auch eher ängstlich/zurückhaltend (wenn einer der Hasen z.B. auf ihn zuhoppelt zuckt er zurück und geht bevor ich eingreifen muß).

Kastriert wurde er 1995 als ausgewachsener Kater, ist der erste Eintrag bei seiner TÄ. '95 die Kastra, dann einmal im Jahr impfen und entwurmen und einmal ein AB wegen Hundebiss, sonst keine Behandlungen.

Er ist hier auf einem Reiterhof geboren und aufgewachsen und hat sich dann die alte Frau als neues Zuhause "ausgesucht". Seitdem wir dort wohnen, hatte er uns immer öfter angesteuert und ist ohne Scheu ins Haus marschiert.
 
Bea

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  • #10
Also ich weiß nur, daß er mit einem Labrador zusammengewohnt hatte, das war nämlich der Blindenhund der Frau.

Eine Frau aus seiner früheren Straße, die selbst Katzen hat und echte Streuner dort abends füttert, erzählte noch, daß er schon mit einem anderen Kater (ein ganz gemütlicher, den sie jetzt auch aufgenommen hat) aus einem Napf gefressen hatte.

Er hat auch keine erkennbaren Narben und ist auch eher ängstlich/zurückhaltend (wenn einer der Hasen z.B. auf ihn zuhoppelt zuckt er zurück und geht bevor ich eingreifen muß).

Kastriert wurde er 1995 als ausgewachsener Kater, ist der erste Eintrag bei seiner TÄ. '95 die Kastra, dann einmal im Jahr impfen und entwurmen und einmal ein AB wegen Hundebiss, sonst keine Behandlungen.

Er ist hier auf einem Reiterhof geboren und aufgewachsen und hat sich dann die alte Frau als neues Zuhause "ausgesucht". Seitdem wir dort wohnen, hatte er uns immer öfter angesteuert und ist ohne Scheu ins Haus marschiert.

Das liest sich doch insgesamt gut für eine Zweitkatze an.:D
 
Sasa

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  • #11
Mir wäre auch wohler dabei. Dann sieht er mal seinesgleichen und hat ausreichend Beschäftigung wenn ich ihn schon nicht zum Spielen animieren kann. Nimmt man dann eher was junges, was älteres oder was gleichaltes? Katze oder Kater? Oder Hauptsache vom Charakter ähnlich? Mein Gott ist das alles kompliziert. Also ein Aquarium wäre einfacher gewesen:D
Wie muß ich das eigentlich deuten, daß er uns mittlerweile so ziemlich auf Schritt und Tritt folgt? Positiv im Sinne von Anschluß suchen oder negativ im Sinne von anbetteln und "ich bin so einsam"?
 
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  • #12
Mir wäre auch wohler dabei. Dann sieht er mal seinesgleichen und hat ausreichend Beschäftigung wenn ich ihn schon nicht zum Spielen animieren kann. Nimmt man dann eher was junges, was älteres oder was gleichaltes? Katze oder Kater? Oder Hauptsache vom Charakter ähnlich? Mein Gott ist das alles kompliziert. Also ein Aquarium wäre einfacher gewesen:D
Wie muß ich das eigentlich deuten, daß er uns mittlerweile so ziemlich auf Schritt und Tritt folgt? Positiv im Sinne von Anschluß suchen oder negativ im Sinne von anbetteln und "ich bin so einsam"?


Täusch dich da mal nicht mit dem Aquarium. Ich finde Katzen einfacher.:D

Wichtig ist vor allem natürlich ein ähnlicher Charakter, allerdings würde ich auch zu einem ungefähr gleichaltrigem Kumpel raten.
Vielleicht findest du in einem TH in der Nähe so etwas.;) Meist bleiben die älteren Tiere länger dort "sitzen".Leider.

Letzteres könnte eine Kombination aus beidem sein.Wenn er bisher nicht alleine war, also nur mit Menschen, fehlt ihm bestimmt was.
 
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