Wie oft entwurmen?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Schnuffelkatze

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Hallo zusammen:smile:

vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen?
Wie oft sollte man reine Wohnungskatzen die ab und zu Rohfleisch fressen entwurmen?
Reicht es da 1-2mal im Jahr?
 
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mia22

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Ich denke schon.
 
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Zugvogel

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Die Frage müßte eigentlich heißen "Wann entwurmen?" Die Antwort ist dann "wenn offensichtlich krankhafter Wurmbefall vorliegt".
Vorbeugend entwurmen ist nicht möglich, also behandelt man nur dann, wenn der Fall es Falles - Wurmbefalls - da ist.
Wurmbehandlungen belasten jedesmal den Darm, und wenn das nicht nötig ist, dann vermeidet man natürlich diese 'Darmbomben'. Es sind keine Kuren, sondern jedesmal tötende Medizin.

Ich hab meine Katzen bis heute nie entwurmen müssen, keine reinen Stubentiger und keine Freigänger.

Zugvogel
 
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shirkaninchen

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bisher vertrat unsere Tierklinik die Meinung alle 6 Monate entwurmen. Inzwischen empfehlen Sie bei reinen Wohnungskatzen jährliche Entwurmung mit Profender.
 
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Zugvogel

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Und Wurmbehandlung wird gegeben, ganz ohne Indikation? Es ist doch mittlerweile Allgemeinwissen, daß man nicht vorbeugend entwurmen kann, höchstens die Abwehrkraft aufbauen und stimulieren.
Es ist bekannt, daß unmittelbar nach einer Wurmbehandlung Würmer auftreten können, und DANN erst wäre Wurmbehandlung nötig. Die vorherige Giftgabe kann den Darm geschwächt haben, daß es erst zu krankhafter Vermehrung einiger weniger Würmer kommt.

Generell sollte VOR jeder Wurmbehandlung eine Kotprobe auf Würmer getestet werden, um die Therapie zu indizieren. Ist der Befund 'negativ', ist das die Erfassung der Zeit, in der Kot gesammelt wurde.
Daß kurz drauf später dann doch Würmer vorhanden sind, kann mit einer Infektion zwischen Sammlung, Test und Wurmbefall zusammenhängen. In diesem Fall wird oft von Testergebnis 'falsch-negativ' gesprochen.

Zugvogel

Nachtrag: wenn das Rohfleisch vom üblichen Metzger ist, ist die Wahrscheinlichkeit vom Wurminfekten äußerst gering. Wurmbefallenes Fleisch darf nicht in den Handel kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
anjaII

anjaII

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Meine Süßen habe ich in den 12 Jahren 2x entwurmen müssen.Aber da lag auch Wurmbefall vor.
Warum alle 3 Monate,halbjährlich oder 1x im Jahr,wenn keine Würmer da sind?
Unnötige Chemie,die den Körper belastet.
Für sich selber nimmt man ja auch keine 'vorsorlglichen'Medis,weil man vielleicht irgendwann mal ne Erkältung oder Kopfschmerzen bekommen kann.
;)
 
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Fionaa

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bisher vertrat unsere Tierklinik die Meinung alle 6 Monate entwurmen. Inzwischen empfehlen Sie bei reinen Wohnungskatzen jährliche Entwurmung mit Profender.

Also ich muss sagen, da würd ich mich lieber an die Anweisungen des Herstellers halten, der weiß am besten, wie lang sein Mittel wirkt. Wenn´s nämlich nur um die Tierarztmeinung geht, dann halt ich mich lieber an die Empfehlungen auf escapp.org, weil dort nicht ein TA seine Meinung abgibt, sondern das Ganze von mehreren Tierärzten gemacht und überwacht wird.

Außerdem, was sind denn schon reine Wohnungskatzen? Da gibts ja auch eine ganze Bandbreite von Variationen. Meine Katze ist zur Zeit eine Wohnungskatze. Aber wir kommen alle mit unseren Straßenschuhen ins Vorzimmer und ziehen erst dort die Schuhe aus. Mit dem Einkaufstrolley gehts überhaupt durch bis in die Küche. Die Katze geht oft durchs Vorzimmer und von dort ins Bad zum Katzenklo. Selbst wenn sie nicht mit den Straßenschuhen herumspielen würde, reicht ja schon das Gehen über den Boden, den die Straßenschuhe auch berühren, und das Abschlecken danach um sich mit Würmern zu infizieren. Ganz zu schweigen davon, dass manchen der "Wohnungskatze" auch Gras von draußen mitbringen. Also Ansteckungsquellen wären ausreichend vorhanden. Das Problem ist dies Abschlecken der Katzen, dadurch gelangt ja alles erst in den Körper.

Also dieser Arzt in der Klinik scheint mir nicht sehr erfahrend zu sein.
 
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frechertigger

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  • #10
In einer Tiersendung auf ATV hat eine Parasitologin davon gesprochen, dass JEDES Tier mindestens einmal im Leben von Parasiten befallen wird. Vor allem von der Gefahr eines Wurmbefalls, den man manchmal nicht gleich entdeckt, war darin die Rede. Demnach ist eine regelmäßige Vorsorge sicher ratsam.
 
anjaII

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  • #11
Es gibt viele und deutliche Hinweise für einen Wurmbefall.Und auch wenn es nicht sofort erkannt wird,ist das noch kein Todesurteil:rolleyes:
Werde mich weiterhin hüten,als Vorsorge unnütze Chemie in die Körper meiner Katzen reinzupumpen:)
 
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Susu

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  • #12
tschuldigung, mal ne blöde Frage, woran merkt man eigentlich den Wurmbefall??? :hmm:
 
anjaII

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  • #13
- Sichtbare Wurmteile im Kot (Untersuchung durch Tierarzt)
- Erbrechen
- Blutarmut
- Blut im Kot
- Schlechte Wundheilung
- Glanzloses, struppiges Fell
- Gewichtsverlust, Abmagerung
- aufgeblähter Bauch bei Jungtieren (sog. Wurmbauch)
- verminderte Fruchtbarkeit
- Leistungsminderung
- allgemein herabgesetzte Widerstandskraft und Vitalität
Bei Jungtieren kann massiver Befall der Tiere sogar zum Tod führen

Aus:
http://www.weissepfoten.de/HOS/wuermer.htm
 
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Susu

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  • #14
Danke anjaII, jetzt weiss ich Bescheid! :smile:
 
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Zugvogel

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  • #15
In einer Tiersendung auf ATV hat eine Parasitologin davon gesprochen, dass JEDES Tier mindestens einmal im Leben von Parasiten befallen wird. Vor allem von der Gefahr eines Wurmbefalls, den man manchmal nicht gleich entdeckt, war darin die Rede. Demnach ist eine regelmäßige Vorsorge sicher ratsam.
Nicht jedes Tier, daß einen Parasitenbefall hat, ist dem hilflos ausgeliefert. Wäre das so, gäbe es keine Tiere mehr.
Jeder Organismus hat ein Abwehrsystem, daß Parasitenbefall ohne jede Einwirkung (Behandlung) von außen damit fertig werden kann.
Je geschwächter ein Organismus ist und je mehr und öfter man mit chemischen Mitteln dagegen angehen will, umso fataler wird der Zustand des Abwehrsystems, bis es völlig zusammenbricht.

Wurmmittel sind erst dann einzusetzen, wenn ein Tier an den Parasiten krank geworden ist. Alles andre ist sinnlos und sehr kontraproduktiv.

Im übrigen wird kein Wurmmittel vorbeugend wirken. Gift wirkt nur dann, wenn Befall da ist, aber gleichzeitig vergiftet es den Katzenorganismus.
Die regelmäßigen Wurmmittelgaben haben sich leider eingebürgert, sind aber auf keinen Fall zum Nutzen der Tiere!

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Andrea75

Andrea75

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  • #16
Früher habe ich auch auf die Tierärzte gehört und meine Katzen regelmässig entwurmt....gut ok, da hatte ich auch noch Freigänger, die auch öfters mal eine Maus oder eine Amsel verputzt hatten.
Seit etwa 2 Jahren mache ich lieber sporardisch mal eine Kotuntersuchung, und siehe da, keine Würmer trotz fehlender Entwurmung!

Und das, obwohl meine Puschels gesicherten Freigang im Garten haben und ich meine Strassenschuhe auch nicht schon vor der Wohnungstür ausziehe.

Deshalb, nein, ich würde Wohnungskatzen nicht "vorbeugend" mit Wurmmitteln behandeln.
 
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Zugvogel

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  • #17
öfters mal eine Maus oder eine Amsel verputzt hatten.
Nicht jede Maus oder Amsel ist automatisch verwurmt. Und es gibt viele Katzen, die mal mit einem oder zwei aufgenommenen Würmern spielend zurechtkommen, die Jäger haben ja immerhin noch ein Abwehrsystem, das auch gegen Würmer hilft.

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Miss_Piggy

Miss_Piggy

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  • #18
Hallo habe zu eurem Thema jetzt mal ne Frage: Also ich habe ein kleines kitten so 9 Wochen alt und habe jetzt vom Tierarzt ne Wurmkur bekommen und wollte jetzt eigentlich nur nochmal schaun wie oft ich dem was geben soll? und ob ich meine "alte" Katze knapp ein jahr :D auch direkt mit entwurmen soll die haben beim Tierarzt gesagt das ich das ruhig machen soll. na ja jetzt bin ich doch verwirrt wie oft mache ich das? gebe ich den beiden jetzt ein wenig und dann nach ein paar monaten nochmal oder garnicht? würde mich sehr über ne Antwort freuen


LG
 
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Zugvogel

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  • #19
Es ist üblich geworden, den jungen Katzen so früh wie möglich (oft schon in der 4-5ten Lebenswoche) solche Darmbomben reinzustopfen.
Doch auch wenn es üblich ist, ist es nicht sinnvoll. Behandeln wird man immer nur wurmkranke Miezen und nicht, wenn sie keinerlei Anzeichen für eine Wurmerkrankung haben, ganz egal, wie alt die Tiere sind.

Schon die erste Wurmbehandlung bei solch kleinen Tierkindern kann fatale Folgen für den noch nicht fertig ausgebildeten Darm haben, an dem man ein Leben lang zu tragen hat.
Vorbeugend entwurmen geht nicht! Die Mittel sind alle so konzipiert, daß sie nur vorhandene Würmer töten, denn es sind spezielle Gifte in der Arznei drin.

Zugvogel
 
Miss_Piggy

Miss_Piggy

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  • #20
Gut ok hab ich verstanden. Hm aber ich denke doch wenn mir der Tierarzt das gibt das er schon weiß was gut ist?!

Die Frage ist jetzt eher wie wende ich das an? also in den Mund oder ins Futter wieviel? einmal ein bisschen und wann dann wieder?


will nicht zu viel geben oder dann noch Falsch.
 
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