Wie kann ich dem Katertier helfen?

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Mäusepolizei

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Hallo,

ich möchte mich erst mal kurz vorstellen: ich bin Anja und lebe mit meinem Freund, 2 Katern & 1 Katze zusammen in einem Haus. Sie heißen Hugo (3 J), Gary (1 J) & Knödel (4 J - das ist die Katze). Alle 3 sind Freigänger.
Ich hoffe, jemand kann mir wegen Gary helfen.
Zur Vorgeschichte: Hugo hatte einen Spielkumpel im gleichen Alter, der leider im Frühjahr gestorben ist. Wir haben schnell gemerkt, dass er wieder einen Rauffreund braucht, da unsere Knödi kein Interesse an anderen Katzen zeigt.
Im Tierheim wurde uns dann Gary vermittelt. Das war Mitte Mai. Er wurde als schüchterner und zurückhaltender Jungkater beschrieben, was auch passte, da er sich im Tierheim total zurückgezogen hatte. Die Eingewöhnungszeit verlief dann aber ganz anders als erwartet. Fast von Anfang an war er der Chef im Haus.
Er versucht, Hugo ins Bein zu beißen, er „besteigt“ ihn und jagt Knödi, 2 – 3 Mal hat er mich von hinten in die Wade/Ferse gezwickt, teilweise beißt er in die Hand (zwar nie grob bzw. schmerzhaft, sondern eher als Warnung). Wollen wir ihn kämmen oder ihm eine Zecke rausmachen, geht das nur wenn er noch leicht schläfrig ist. Der Nackengriff funktioniert bei ihm überhaupt nicht – im Gegenteil, er flippt völlig aus. Selbst der TA hatte keine Chance, ihn zu halten.
Am Anfang wollten wir mit ihm spielen, in dem wir ein Gras vor ihm herzogen. Damit konnte er gar nichts anfangen!? Ich habe den Eindruck, dass er erst so nach und nach von Hugo lernt, wie man Mäuse fängt, spielt, etc…?
Es kam sehr oft vor, dass Gary geschaut hat, wo Hugo liegt, ihn von dort verjagt und selbst dahin liegt.
Ich kenne dieses Verhalten nicht von unseren bisherigen Katzen. Die wehren sich nicht wirklich gegen ihn, sondern suchen dann eher genervt das Weite. Und es ist auch nicht so, dass es permanent so schlecht läuft. Es gibt Tage, da denken wir, es wird.
Neulich abends habe ich etwas beobachtet, was mir Sorgen macht: Gary lag auf dem Sofa und Hugo wollte sich zu ihm legen (endlich!!). Was macht Gary? Verteidigt sein (ausreichend großes) Sofa und beißt Hugo weg…
Hugo wollte ihn schon mehrmals putzen, aber Gary lässt ihn nicht, sondern wird aggressiv.
Ich habe versucht, im TH Infos über seine Vorgeschichte zu bekommen, aber alles, was sie mir sagen konnten war, dass er vorher bei einer schwerst Alkoholabhängigen gelebt hat.
Meine Vermutung ist, dass er viel zu früh von der Mutter getrennt wurde, dann als Einzelkatze leben musste und wahrscheinlich viel alleine war.
Kann mir jemand Tipps geben, wie ich ihm helfen kann, ein normaler Kater zu werden?
Danke im Voraus!
Anja
 
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Venya

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keinen Nackengriff!!
und abwarten..
ich hab hier zwei "Einzelkatzen", als ich sie zusammensetzte, wollte die schon vorhandene Einzelkatze sofort alles mit der neuen Einzelkatze machen, nur die wusste nicht, was und wie und wo und überhaupt!!!
Mittlerweile liegen sie zusammen in Zimmern, aber nicht aufeinander/nebeneinander, ohne Abstand geht das nicht.
Aber sie putzen sich gegenseitig, obwohl das meist im wilden gekabbel endet, allerdings auf spielerische Art.
Wir haben aber auch Zylkene zur Hilfe genommen.Evtl versuchst dus bei Gary auch damit.
 
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Ich nutze den Nackengriff nicht zum Anheben. Wir müssen z. Bsp. Knödis Ohren mit Sonnencreme einschmieren und am stressfreiesten klappt dass, wenn sie auf dem Boden sitzt und man sie leicht (!) am Nacken hält. Bei Gary hatte das nur der TA versucht...(zum Glück nicht ich :aetschbaetsch1:)
 
Evo

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Versuch mal nicht den Nackengriff dafür, auch keinen leichten, sondern nimm sie locker zwischen deine Bein und legst ihr die Hand locker entweder in den Nacken (nicht greifen sondern nur legen) oder was bei friedlichen Tieren auch gut geht eine Hand unter das Kinn und sich langsam über das Tier beugen. Das setzte aber Vertrauen zwischen Tier und Halter voraus, weil dieses über die Katze beugen unangenehm empfunden wird.
Notfalls mit einem Handtuch am Boden fixieren.
 
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Danke schon mal für die Antworten, aber mit Knödi passt alles. Ich denke, mit einem Handtuch auf dem Boden fixieren, würde sie nicht so witzig finden.
Unser "Sorgenkind" ist Gary und mich würde interessieren, ob sein Verhalten noch als "normal" bezeichnet werden kann...
 
Venya

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Ja, es kann normal sein. Wenn Gary vorher keine Katzen kanne, zu früh von der Mama wegkam.
Pina und Hexe sind seit November zusammen, ohne Gefauche gehts immer noch nicht (wobei ich nicht sicher bin, ob Pina beim fauchen wirklich auch fauchen will oder was anderes), putzen geht, spielen auch. Schlafen mit 50 cm Abstand auch. Aber das alles erst seit Mai/Juni.. also nahc 7-8 Monaten.
 
Evo

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Die Handtuchgeschichte (so wie viele andere Maßnahmen wie Zähnekontrolle und Co) müssen geübt werden. Sowas funktioniert selten beim ersten mal sauber.
 
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So, ich hab jetzt mal Zylkene bestellt und werde das versuchen. Würdet ihr das dann nur Gary geben oder auch Hugo? Wie gesagt, Hugo versucht immer mal wieder eine Annäherung und von ihm geht auch keine Aggressivität aus.
Danke!
 
taggecko

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Zylkene beruhigt und entspannt, ich würde es allen drei geben, die Lady wird ja auch etwas von Gary drangsaliert.
 
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  • #10
Jetzt habe ich doch nochmal eine Frage:
Seit 3 Tagen bekommt Gary Zylkene und die letzten Tage war sein Verhalten völlig in Ordnung (führe ich jetzt mal nicht auf Zylkene zurück, solche Phasen hatte er davor auch schon). Dann heute nacht um 3 musste ich ihn eine halbe Stunde knuddeln :pink-heart:
Als wir heute morgen aufgestanden sind war er wieder völlig durchgeknallt... er sprang von hinten meine Wade an (wie ein Hund, der ein Bein rammeln will), hat rumgegurrt & miaut als wäre er rollig. Knödi & Hugo mussten heute dann auch wieder dran glauben. Er rast rum wie ein Bekloppter, geht an den Holzbalken hoch und scheint völlig unausgelastet zu sein...
Ich habe hier von einigen Katzen gelesen, bei denen die Kastra schief lief... gibt es das bei Katern auch? Danke schon mal für alle Antworten.
 

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