Wie füttert ihr eure Lieblinge mit Mischfütterung?

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jaykay22

jaykay22

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Hallo ihr Lieben,

ich möchte gern die Fütterung meiner beiden 3 Jahre alten Stubenkater umstellen.
Bisher habe ich ihnen morgens und abends eine Portion Nassfutter (2x ca. 50g pro Katze) bereitgestellt und Trockenfutter in einem separaten Napf einfach nach Augenmaß reingeschüttet.
Leckerlies gibt es zwischendurch beim Spielen oder wenn sie auf meine Rufe hören und vom Balkon rein kommen als Belohnung. Buddy ist feliner Asthmatiker, bekommt also zusätzlich ein Stück Leckerlie nach dem Geben seiner Medizin.
Sie wiegen beide ca. 4,7-5 kg und sehen weder zu dick noch zu dünn aus (beide haben einen kleinen Hängebauch, der laut Tierarzt aber durch die Kastration gekommen ist und sich nicht mehr zurückentwickelt).
Ich merke nun, dass sie über den Tag immer mal unruhig werden und auch sehr schlingen, sobald wieder Fütterungszeit ist. Deswegen möchte ich gern die Menge Nassfutter erhöhen und auf 3x am Tag verteilen und dafür die Menge Trockenfutter reduzieren. Ich habe in mehreren Foren gelesen, dass so 400g Nassfutter pro Tag für beide zusammen eine gute Menge ist. Ich füttere nur hochwertiges Futter von Animonda oder Mac's.
Ich bin mir nur nicht sicher, wie ich das mit dem Trockenfutter anstelle. Einige sagen, dass es auf Dauer schädlich ist und füttern es gar nicht, wieder andere geben es nur als Leckerlie, manche geben 15-20g zusätzlich zum Nassfutter, damit sie auch zwischendurch oder über Nacht mal snacken können.

Ich bin 3x die Woche neben meinem Studium arbeiten und mal 1x pro Woche über Nacht weg und könnte dann die Fütterung nicht auf 3x am Tag verteilen, macht es da vllt. Sinn, Mischfutter anzubieten?

Ich bin da ein wenig ratlos und hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.

Beste Grüße
 
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bohemian muse

bohemian muse

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Herzlich Willkommen im Forum!

Ich finde es sehr schön, dass du dir so viele Gedanken um die Fütterung deiner beiden Katzen machst.

Tatsächlich würde ich dir von einer Mischfütterung abraten und empfehlen, das Trockenfutter in Zukunft komplett zu streichen.

Da Katzen ursprünglich Wüstenbewohner waren nehmen sie den Großteil ihrer Flüssigkeit über die Nahrung auf und trinken in der Regel sehr wenig zusätzliches Wasser. Die große Differenz im Feuchtigkeitsgehalt zwischen Nass- und Trockenfutter können Katzen nicht selbstständig über die Aufnahme von Flüssigkeit ausgleichen. Da helfen leider auch „Trinkfein“ oder ähnliche Produkte nicht wirklich. Aus diesem Grund muss man versuchen den Flüssigkeitsbedarf so gut wie möglich über die Fütterung zu decken. Außerdem enthält Trockenfutter oftmals viele pflanzliche Inhaltsstoffe. Katzen fehlen jedoch in Magen und Bauchspeicheldrüse die notwendigen Enzyme für die Verdauung der pflanzlicher Bestandteile und auch der Darm ist ausschließlich auf die Verarbeitung fleischlicher Nahrung ausgerichtet. Ein weiteres Problem ist, dass Trockenfutter erst nach einer Weile im Magen der Katze aufquillt und somit erst verspätet ein Sättigungsgefühl eintritt. Das führt dazu, dass Katzen sich oftmals überfressen ehe sie merken, dass sie eigentlich satt sind.
Aus diesem Grund kann Trockenfutter bei Katzen zu Übergewicht und auch Folgeerkrankungen wie Diabetes führen.

Für deine Katzen wäre es am besten wenn du in Zukunft nur noch Nassfutter zur Verfügung stellst und das rund um die Uhr.
Gesunde Katzen besitzen in der Regel ein sehr gutes Sättigungsgefühl und es entspricht viel mehr ihrem natürlichen Fressverhalten über den Tag verteilt kleine Häppchen zu sich zu nehmen, als zweimal eine riesige Portion.
Ich füttere meine eigenen Katzen (aktuell fünf Stück zwischen 8 Jahren und 10 Monaten) sowie unsere Pflegekatzen schon seit Jahren ad libitum und habe damit ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. Die Katzen haben alle ein optimales Gewicht und die Fütterung läuft vollkommen stressfrei ab.
Nassfutter kann man übrigens problemlos über längere Zeiträume offen stehen lassen, auch wenn man arbeiten muss oder nachts außer Haus ist. Ich fülle beispielsweise nachts bevor ich ins Bett gehe die Schüssel einfach komplett auf und die Katzen können sich dann bedienen, wie sie möchten. Manchmal sind morgens noch ein paar Reste übrig, die dann auch gerne noch verputzt werden, bevor ich wieder nachfülle.
 
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Wally87

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Ich möchte mich bohemian muse gern anschließen. Stell Nassfutter rund um die Uhr bereit und fülle die Näpfe nach wenn sie leer sind. Katzen - gerade wenn sie noch so jung sind - regulieren sich von selbst beim Fressen.
Ich habe einen 12-jährigen Kater, den ich bis vergangenen November immer 2x am Tag gefüttert habe und das Futter gemäß Fütterungsempfehlung gegeben habe. Ich habe vor ein paar Jahren mal versucht auf All-you-can-eat umzustellen und habe wieder aufgegeben, weil der Kater völlig aus dem Leim ging (er war damals für meinen Geschmack schon zu moppig, weshalb ich ihn auch umstellen wollte). Damit will ich sagen: bei jüngeren Katzen klappt das häufig noch besser als bei älteren, deshalb würde ich Dir empfehlen sofort damit anzufangen.
Im Herbst letzten Jahres wurde der Kater krank und hat weniger gefressen. Deshalb habe ich ihm ab dann immer Futter zur Verfügung gestellt. Da hat er doch noch gelernt, dass er fressen kann bis er satt ist und sich nicht "auf Vorrat" den Bauch vollschlagen muss. Inzwischen bekommt er - wie die beiden neuen Kitten - rund um die Uhr Futter und ich muss sagen: Bei uns geht´s seitdem viel entspannter zu. Wir werden morgens nicht mehr ab 5 Uhr im Bett genervt und nachmittags schon angebrüllt. :)
 
Kubikossi

Kubikossi

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Wie schon gesagt wurde, Trockenfutter als Mahlzeit weglassen. Als Leckerli aufbrauchen, z.B. im Fummelbrett geht das ganz gut.
Näpfe kannst du ruhig voll machen, vor der Arbeit, vorm schlafen, die bedienen sich dann schon so wie sie hungrig sind. Das kann gerne 9-12 Stunden stehen, wenn es nicht zu heiß ist. Mach ruhig nen Löffel Wasser drüber, dann trocknet es nicht so schnell aus.

Allerdings finde ich 200g Nassfutter pro Kater schon sehr wenig. Mit 5kg sind die ja schon gut dabei.
Zum Vergleich: meine 3 Kater, zwischen 4,5 und 6,5kg schwer, fressen zusammen 1,6kg Nassfutter, und die sind auch nicht dick.
 
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Celistine

Celistine

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Allerdings finde ich 200g Nassfutter pro Kater schon sehr wenig. Mit 5kg sind die ja schon gut dabei.

Habe ich einen Denkfehler? Ich komme nur auf 100 g Nassfutter pro Katze und Tag......morgens und abends ( 2 mal am Tag ) 50 g pro Katze

Ich zitiere: Bisher habe ich ihnen morgens und abends eine Portion Nassfutter (2x ca. 50g pro Katze) bereitgestellt
 
Kubikossi

Kubikossi

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Habe ich einen Denkfehler? Ich komme nur auf 100 g Nassfutter pro Katze und Tag......morgens und abends ( 2 mal am Tag ) 50 g pro Katze

Ich zitiere: Bisher habe ich ihnen morgens und abends eine Portion Nassfutter (2x ca. 50g pro Katze) bereitgestellt
Ich bezog mich mit den 200g auf diese Aussage:
Ich habe in mehreren Foren gelesen, dass so 400g Nassfutter pro Tag für beide zusammen eine gute Menge ist.
 
Celistine

Celistine

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Ich bezog mich mit den 200g auf diese Aussage:
Ich glaube die sind erst "in Planung".....

>>Ich merke nun, dass sie über den Tag immer mal unruhig werden und auch sehr schlingen, sobald wieder Fütterungszeit ist. Deswegen möchte ich gern die Menge Nassfutter erhöhen und auf 3x am Tag verteilen und dafür die Menge Trockenfutter reduzieren. Ich habe in mehreren Foren gelesen, dass so 400g Nassfutter pro Tag für beide zusammen eine gute Menge ist. Ich füttere nur hochwertiges Futter von Animonda oder Mac's.<<
 
Grinch2112

Grinch2112

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Sie wiegen beide ca. 4,7-5 kg und sehen weder zu dick noch zu dünn aus (beide haben einen kleinen Hängebauch, der laut Tierarzt aber durch die Kastration gekommen ist und sich nicht mehr zurückentwickelt).

Auch wenn es zu deiner Frage nicht wichtig ist, aber dieser Hängebauch hat nichts mit der Kastration zu tun. Der nennt sich Urwampe und je nach Körperbau usw. entwickelt er sich bei jeder Katze und jedem Kater unterschiedlich intensiv, aber entwickeln tut sich die Urwampe mit der Zeit der Geschlechtsreife automatisch bei allen.

Die Urwampe

Hier ein kurzgefasster Artikel dazu.
 
Onni

Onni

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Ich möchte dich auch dazu ermutigen, rund um die Uhr Futter zur Verfügung zu stellen.
Ich habe erst, durch Zufall, seit einem Jahr eine Katze (bald zwei) und das war irgendwie das erste was ich gelernt habe.
Das sie Häppchenfresser sind. Und DAS beobachte ich auch. Onni nimmt über 24 Stunden immer mal wieder etwas zu sich.
Er wiegt 5,4 Kilo und frisst, nach seiner Zahnop, endlich wieder ausreichend und viel Nassfutter.
Ich gewöhne Trofu, was ihm ebenso permanent wie Nassfutter in der langen Phase der Zahn"geschichte" zur Verfügung stand, weil er schlichtweg nichts anderes mehr zu sich und zwei Kilo abnahm, ab.
Er bekommt aktuell 260 bis 340 Gramm Nassfutter pro 24 Stunden. Manchmal mehr, wie er es halt braucht und will.
Das funktioniert wunderbar und er sieht gut aus, muss nie hungrig sein und alle sind glücklich und zufrieden. 😊👍
 
Knoedel

Knoedel

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  • #10
Ich möchte dich auch dazu ermutigen, rund um die Uhr Futter zur Verfügung zu stellen.
....... und alle sind glücklich und zufrieden. 😊👍
Kann ich nur bestätigen die Katzinger werden dann sowas von entspannt
 
K

KatzeK

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  • #11
Ich bin 3x die Woche neben meinem Studium arbeiten und mal 1x pro Woche über Nacht weg und könnte dann die Fütterung nicht auf 3x am Tag verteilen

Es gibt Futterautomaten, damit kannst Du den Katzen auch dann ihre drei Portionen geben wenn Du unterwegs bist falls Du das Nassfutter nicht offen stehen lassen möchtest.

Ich mache es aber auch so dass ich morgens einfach die Menge Nassfutter in den Napf fülle die sie erfahrungsgemäss braucht (sie wiegt ca. 4kg und bekommt je nach Futtersorte gute 200gr am Tag, manchmal etwas mehr je nach aktuellem Fressverhalten - die Fütterungsempfehlungen der Hersteller sind nicht für jede Katze passend, da muss man ein bisschen kucken wieviel sie wirklich brauchen und Katzen fressen auch mal mehr und mal weniger) und lasse das dann einfach stehen bis zur abendlichen Fütterung. Klappt prima. Und meist ist noch ein Rest drin, dann war es auf alle Fälle genug.

Zur Abwechslung bekommt sie wenn ich tagsüber unterwegs bin machmal noch ein bisschen TroFu in einen Snackball oder ein Fummelbrett das sie dann irgendwann im Laufe des Tages findet, das dient aber mehr ihrer Bespassung und es ist auch nur eine kleine Menge. Also nur ein paar Bröckchen.

Wenn ich wirklich mal Sorge habe viel länger unterwegs zu sein bekommt sie etwas Trockenfutter in den Futterautomaten, das dient aber dann auch mehr der möglichen Überbrückung bis ich zu Hause bin und es wieder Nassfutter gibt. Es gibt aber auch Futterautomaten für Nassfutter, meiner ist dafür aber nicht ausgelegt. Würde ich welches einfach so hinstellen würde sie sich damit wohl direkt vollstopfen da sie TroFu liebt und das NaFu eher ignorieren.

Und nachdem sie vor Kurzem in ihrem Napf eine Ameisenparty vorgefunden hat (fand sie sehr spannend...ich allerdings eher nicht so 🙈) füttere ich eh nur noch mit einem SureFeed mit Deckel, da bleibt das Futter nochmal besser frisch als offen und es riecht auch nicht so doll nach Futter im Zweifel.

Falls ich wirklich mal mehrere Tage am Stück weg bin und sie nur einmal am Tag ein Sitting hat (sie ist Freigängerin) bei dem es NaFu gibt bekommt sie auch mal mehr TroFu, so streng bin ich da nicht weil das eh nur selten vorkommt. Dann eben auch wieder über den Futterautomaten.
 
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K

Katzenmama2021

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  • #12
Auch wenn es zu deiner Frage nicht wichtig ist, aber dieser Hängebauch hat nichts mit der Kastration zu tun. Der nennt sich Urwampe und je nach Körperbau usw. entwickelt er sich bei jeder Katze und jedem Kater unterschiedlich intensiv, aber entwickeln tut sich die Urwampe mit der Zeit der Geschlechtsreife automatisch bei allen.

Die Urwampe

Hier ein kurzgefasster Artikel dazu.
Genau, den hat einer meiner Kater auch schon (4 Monate alt, noch nicht kastriert).
 

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