(Wer kennt) Vicky Halls und ihre Einstellung zum Mehrkatzenhaushalt

Poison Ivy

Poison Ivy

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Hallo,
weil ich zwar seit meiner frühesten Kindheit (bei der ersten Katze war ich 4 Jahre alt und das ist WEIT über 30 Jahre her *heul*) mit Katzen zusammenlebe, aber bis auf meine derzeitige Wohnsituation noch nie reine Wohnungskatzen hatte, lese ich seit Monaten alles zu dem Thema, was mir in die Finger kommt. Eigentlich war ich nicht so überzeugt, dass reine Wohnungshaltung für Katzen wirklich ok ist, habe aber jetzt mit meinen beiden Spanierinnen (Mama, behindert, und Töchterchen, ca 6 Mon. alt) gar keine Probleme, die Katzen fühlen sich in der Wohnung ganz offensichtlich beide sehr wohl, es gibt überhaupt keine Unarten, sie sind beide einfach nur lieb und so unkomplizierte Katzen wie die beiden hatte ich noch nie. Da wird nix kaputt gemacht, es landet nix neben dem Katzenklo, sie kommen zu mir und schmusen und putzen mich, oder halt auch mal nicht, ist dann auch ok. Ich bedränge sie nicht, sie sollen bestimmen, das geht echt sehr gut.

Warum ich nun trotzdem etwas verunsichert bin: vor kurzem hab ich auch ein Buch von Vicky Halls in die Finger bekommen (Cat Counsellor), kennt das Buch (oder andere von ihr) jemand? Anscheinend ist sie ja eine Top-Katzen-Psychologin. Oder ist das nur ein Marketing-Gag? Was mir bei dem Buch aufgefallen ist: Für JEDES Katzenproblem gibt es unterm Strich bei dieser sicher teuer bezahlten Lady eine einzige supersimple Lösung: ALLE Katzen MÜSSEN Freigänger sein und Katzen wollen NIE mit anderen Katzen zusammen leben ... Äääähmmm, ja, ok.

Ich hab ja nu mit meinen beiden Mädels überhaupt kein Problem, hab das nur aus Interesse am Verhalten gelesen. Aber bin jetzt doch verunsichert, gerade weil sie auch schreibt, dass es ganz schlecht wäre, eine Mama mit ihren Babies zusammen zu lassen. Und gerade das mache ich ja gerade.

Die beiden sind total aufeinander fixiert, sie spielen zusammen, kuscheln zusammen, fressen zusammen, und wenn sie sich aus dem Weg gehen möchten, dann tun sie halt das. Die Wohnung ist gross, sie können sich wirklich komplett aus den Weg gehen. Ich dachte eigentlich, das ist ok so. Nun kommt diese Katzenpsychologin daher und verteufelt sogar diese Mutter-Kind-Beziehung, weil sie behauptet, der Stressfaktor sei zu hoch und die Katzenmütter würden ihre Babies auch wieder endgültig los werden wollen.

Und jetzt frage ich mich, wenn die beiden spielen und toben und zusammen kuscheln usw. sehe, ob ICH nen Knall habe, wenn ich finde, dass das absolut harmonisch aussieht, oder ob ich verkenne, dass meine beiden Miezen obergestresst sind und jede kurz davor ist, sich vor den Staubsauger zu werfen, um ihrem geschundenen Leben ein Ende zu bereiten?

Wie sind denn die Erfahrungen anderer Wohnungshalter, und könnt ihr mir vielleicht auch noch Bücher zum Thema Wohnungshaltung empfehlen?

Vielen Dank schon mal + LG, Tine
 
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Hellskitten

Hellskitten

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Ich habe das neueste Buch von ihr gelesen (neben den beiden anderen) und neben vielen guten Tipps und interessanten Fallbeispielen hat mich die Einstellung zum Mehrkatzenhaushalt wirklich geärgert (und das nicht nur, weil ich selbst einen habe ;) :D).

Es gibt sicher Katzen, die lieber alleine leben. Und es gibt Fälle, in denen die Tiere nicht zusammen passen oder zu viele Katzen auf zu wenig Platz leben.

Aber für gut sozialisierte Katzen in entsprechender Umgebung ist ein Artgenosse m.E. richtig und wichtig.
 
Poison Ivy

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@Hellskitten: Macht es Sinn, ihre anderen Bücher zu lesen? Bringt es was für die Katzen? Ich frage nur, weil manche Autoren sich entwickeln, und man daher dennoch was von ihnen lernen kann, auch wenn man nicht immer der gleichen Meinung ist, und andere über 350 Jahre die gleiche Meinung vertreten .... :confused:
 
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Gwion

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Das wurde schon mehrmals diskutiert.
Versuch es mit der Suchfunktion.
 
Hellskitten

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@Hellskitten: Macht es Sinn, ihre anderen Bücher zu lesen? Bringt es was für die Katzen? Ich frage nur, weil manche Autoren sich entwickeln, und man daher dennoch was von ihnen lernen kann, auch wenn man nicht immer der gleichen Meinung ist, und andere über 350 Jahre die gleiche Meinung vertreten .... :confused:

Kommt drauf an, was du davon erwartest.
Ich finde sie sehr unterhaltsam und man kann sicher so einiges lernen (und sich eine eigene Meinung bilden). "Tiefer gehend" und auch sehr interessant sind aber beispielsweise die Bücher von Leyhausen und von Turner :).
 
S

Starfairy

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Ich kenne ein Buch von ihr. Weiß aber gerade nicht, wie es heißt.

In meinem Buch konnte sie übrigens _nicht_ jedes Problem lösen. Im meinem Buch kommen auch viele Wohnungskatzen vor.

Ich habe durchaus einige gute Tips aus dem Buch mitnehmen können.

Andere Sachen dagegen finde ich doch eher merkwürdig bis falsch. Z.B. stellt sie in meinem Buch die Hälfte der Katzen auf Trockenfutter um, weil man das überall gut verstecken kann. Sowas ist absolut ungut in einem Buch, wo sich viele Leute Rat holen.

Ein Buch ist halt immer auch geprägt durch die persönliche Meinung und die Erfahrungen des Autors. Ich habe z.B. auch keine Ahnung, wie Katzenhaltung in England überhaupt so aussieht.

Also laß dich nicht verrückt machen. Du siehst doch, daß es deinen Katzen gutgeht.
Und schlußendlich hat sie selbst ja auch mehr als 1 Katze.
 
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mrs.filch

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Viele, vermutlich die meisten Katzenpsychologen sind der Ansicht, dass die meisten Katzen am glücklichsten wären, wenn sie Einzelkatzen mit Freigang wären (und dadurch die Möglichkeit hätten, Kontakte dann - und nur dann - herzustellen, wenn sie selbst es wünschen)

Aus der Betrachtung der Feliden-Familie ist das durchaus verständlich, denn Feliden (mit Ausnahme der Löwen) sind keine sozialen Tiere, sondern solche, die gelegentlich soziales Leben aufsuchen. Allerdings wurden die Hauskatzen dahingehend selektioniert, dass sie die Gegenwart anderer Katzen dulden (soll heißen, als die Falbkatzen entschieden, in den ägyptischen Kornkammern nach Mäusen zu jagen, haben die Sozialeren unter ihnen die Gegenwart der anderen ausgehalten, die weniger Sozialen haben mit der Abwesenheit von anderen Katzen auch das schlechtere Nahrungsangebot gewählt).

Hier im Forum wirst du mit Sicherheit eher Antworten finden, die auf Mehrkatzenhaltung verweisen. Wenn du ins Tierheim gehst, wird die Zahl der Katzen mit dem Zusatz "nur in Einzelhaltung" ein anderes Bild ergeben.

Unabhängig davon, freu dich, dass es mit deinen Beiden klappt, und lies dennoch weiter die Bücher von Vicky Halls und anderen. Wie immer, lerne dazu und nehme das heraus, was für dich wichtig ist.
 
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mrs.filch

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Andere Sachen dagegen finde ich doch eher merkwürdig bis falsch. Z.B. stellt sie in meinem Buch die Hälfte der Katzen auf Trockenfutter um, weil man das überall gut verstecken kann. Sowas ist absolut ungut in einem Buch, wo sich viele Leute Rat holen.

Ein Buch ist halt immer auch geprägt durch die persönliche Meinung und die Erfahrungen des Autors. Ich habe z.B. auch keine Ahnung, wie Katzenhaltung in England überhaupt so aussieht.

In meinen England-Aufenthalten hatte ich immer das Gefühl, dass dort extrem viel Trockenfutter gefüttert wird.

Man muss aber auch berücksichtigen, dass die Bücher von Vicky Halls keine Ernährungsratgeber sind, sondern verhaltensorientierte Ratgeber. Wenn du über Belohnung arbeiten willst, z.B. Spielverhalten anregen, ist verstecktes Trockenfutter natürlich ideal. Ich jedenfalls würde keine Hühnerherzen in die Bücherregale legen, um meine Katze tagsüber zu beschäftigen, obwohl ich vollbarfe.
 
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Mirijam

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  • #10
Ich kenne die Bücher von Vicky Halls (leider?) nicht.

Wenn Deine Katzen sich bei Dir wohlfühlen, dann machst Du unter Garantie nichts falsch - also bitte nicht verunsichern lassen. Jede Katze ist ein kleines Individium und man kann sicher nicht alles pauschalisieren.

Wir hatten und haben auch seit über 30 Jahren nur Freigänger-Katzen und ich konnte mir auch nicht vorstellen, daß sich Katzen in reiner Wohnungshaltung wohlfühlen können. Die Freigänger Katzen hatten auch untereinander nie ein sehr herzliches Verhalten - akzeptieren ja - lieben nein.

Meine beiden jüngsten (ca. 2 Jahre) haben mich aber eines besseren belehrt. Katzen können durchaus glücklich und zufrieden in reiner Wohnungshaltung leben. Man muß ihnen nur genügend Aufmerksamkeit schenken, für abwechslungsreiche Spiele und Klettermöglichkeiten sorgen. Die beiden sind mein absolutes Dream-Team (Geschwisterpärchen); in einem Moment flitzen sie wie 2 Verrückte durchs Haus und im nächsten Moment putzen sie sich gegenseitig und kuscheln sich für ein Entspannungsschläfchen aneinander.
Sie sind einerseits total wild und andererseits wiederum total verschmust. Rassebedingt (Siam) extrem neugierig und es wird einem nie langweilig mit den beiden :D. Ich habe es noch keinen Tag bereut, daß ich sie nur Indoor halte - ganz im Gegenteil! Alleine wenn ich dran denke, welche "Kunststückchen" mir dabei entangen wären :rolleyes:

Jeder verantwortungsvolle KatzenbesitzerIn kennt seine Lieblinge und weiß mit Sicherheit ganz genau, wenn irgendwas im Argen ist. Soweit ich das beurteilen kann, brauchst Du Dir da überhaupt keinen Kopf machen.
Tine, Deine beiden Süßen harmonieren toll und sie lieben Dich - mehr kann man eigentlich nicht verlangen :pink-heart:

Lg
Miri

P.S.: Never change a winning Team !!! ;)
 
nadir

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  • #11
Hallo,

ich hab auch ein Mutter-Tochter-Gespann aus Spanien. Mir wurde anfangs auch gesagt, daß Katzenmütter zusammen mit ihren erwachsenen (Mama Gwen ist 4 Jahre, Tochter Arwen 3,5 Jahre) Kindern zu halten, oft nicht gut geht.
Bei uns klappt das relativ problemlos. Relativ, weil die Rangordnung absolut klar und unverrückbar ist: Gwen ist die Queen Mum, Chefkatze und überhaupt bei allem und jedem die Erste. Arwen fügt sich. Ab und zu kriegt sie (aus für mich oft nicht nachvollziehbaren Gründen) eins hinter die Ohren, um sie dran zu erinnern.
Arwen hat ihren eigenen Rückzugsraum (den Kletterbaum) wo Gwen nicht drauf geht, ansonsten kuscheln die beiden durchaus miteinander.
Draußen gehen sie unterschiedliche Wege (bzw. Gwen streunt durch die Gegend und Arwen liegt dekorativ auf der Terrasse rum).
Ich persönlich hätte mir keine Katzen angeschafft, wenn es keine Möglichkeit für sie zum Freigang gäbe. Meiner Meinung nach ist das die katzengerechteste Form der Haltung. aber das muß jeder für sich selbst entscheiden.

Grüße von Nadir
 
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minna e

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  • #12
(...)Hier im Forum wirst du mit Sicherheit eher Antworten finden, die auf Mehrkatzenhaltung verweisen. Wenn du ins Tierheim gehst, wird die Zahl der Katzen mit dem Zusatz "nur in Einzelhaltung" ein anderes Bild ergeben.

(..)
.

ist das allgemein so in tierheimen?

mich würde das wundern (ich habe jetzt aber nicht alle ths danach abgecheckt) :rolleyes:

kann also nur für unseren verein und die umliegenden sprechen, mit denen wir häufig zusammenarbeiten:

unsere fellpopos gehen NICHT in die einzelhaltung, sollten sie in die reine wohnungshaltung vermittelt werden. (es gab in meiner jahrelangen arbeit sage und schreibe zwei wirkliche einzelgänger)

und genau DESWEGEN haben wir dahingehend höchstens diskussionen und stoßen auf unverständnis. aber es nutzt nichts, wir haben alle gute erfahrungen gemacht mit diesem weg.

und die tierchen, die uns übereignet werden, kommen nicht selten aus der einzelhaltung und machten dann "probleme".

mutter und tochter ist meines erachtens oft eine gute kombi.

ich würde mir da keine gedanken machen, deinen katzies geht´s so gut und verstehen sich offensichtlich prima.

man kann alle diese bücher sicher lesen, ist halt die frage, ob man alles eins zu eins umsetzen kann und will. außerdem: nobody is perfect, sicher auch experten nicht.
 
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mrs.filch

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  • #13
ist das allgemein so in tierheimen?

mich würde das wundern (ich habe jetzt aber nicht alle ths danach abgecheckt) :rolleyes:

Ich habe mal kurz eine Stichprobe gemacht im örtlichen TH.

Ergebnis bei 7 Katzen (was natürlich keinesfalls repräsentativ ist):
3 Einzelgänger, 1, die sich nicht für andere interessiert, aber auch kein Problem damit hat, 3 Kontaktsuchende.

Wie gesagt, repräsentativ ist das nicht. Trotzdem spiegelt die Stichprobe mit 3:4 nicht annähernd das wieder, was hier immer so extrem propagiert wird.

In diesem TH gehen übrigens in Wohnungshaltung auch nur dann Einzelkatzen, wenn sie als Einzelgänger "eingestuft" wurden, sonst immer paarweise. Wenn die Halter berufstätig sind, gilt auch hier: zwei oder keine...
 
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minna e

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  • #14
ok. dann im grunde doch nicht ganz so extrem, wie ich das erst verstanden hatte. alles klar ;)
 
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shirkaninchen

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  • #15
Vicky Halls ist nicht unumstritten, wird aber gern als "Katzenflüsterin" bezeichnet. Ich finde nicht dass sie diesen Titel zu Recht bekommen hat. Mit ihren Büchern konnte ich wenig anfangen.

Paul Leyhausen der "Katzenpapst" hat sich doch ganz anders mit unseren Samtpfoten auseinander gesetzt. Würde sein Buch aber nicht unbedingt für den Katzenanfänger schon empfehlen.

Empfehlenswert finde ich auf jeden Fall Sabine Schroll mit ihren beiden Büchern. Sie geht auch auf den Mehrkatzenhaushalt ein. Ihr Schreibstil ist kurz und informativ. "Aller guter Katzen sind .... ?" bezieht sich auf den Mehrkatzenhaushalt. Das Einsteigerbuch heißt "Miez, miez ... na komm!" mit guten Tipps für Wohnungskatzen und auch Katzenanfänger
 
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mrs.filch

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  • #16
Vicky Halls ist nicht unumstritten, wird aber gern als "Katzenflüsterin" bezeichnet. Ich finde nicht dass sie diesen Titel zu Recht bekommen hat. Mit ihren Büchern konnte ich wenig anfangen.

Paul Leyhausen der "Katzenpapst" hat sich doch ganz anders mit unseren Samtpfoten auseinander gesetzt. Würde sein Buch aber nicht unbedingt für den Katzenanfänger schon empfehlen.

Ich gebe dir da inhaltlich vollkommen Recht.

Ich möchte nur noch zufügen, dass dabei Äpfel mit Birnen verglichen werden. Leyhausen ist bzw. war Verhaltensforscher, Halls ist Verhaltenstherapeutin und von daher gezwungen, ständig als Vermittlerin zwischen Halter und Tier tätig zu sein. Das schafft schon andere Voraussetzungen.

Paul Leyhausen übrigens (ich habe leider keine Quellenangabe) hat bei allen von ihm untersuchten Katzen in Mehrkatzenhaltung ohne Ausweichmöglichkeit (sprich Freigang) Verhaltenveränderungen festgestellt. Ich muss mal nach der Quelle graben, ich habe es nicht mehr genau im Kopf...
 
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shirkaninchen

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  • #17
Ich gebe dir da inhaltlich vollkommen Recht.

Ich möchte nur noch zufügen, dass dabei Äpfel mit Birnen verglichen werden. ...

stimmt :)

ich habe nur den Namen von Leyhausen in einem Beitrag gelesen und deswegen auch beide erwähnt. Für Anfänger oder zum Einstieg halte ich S. Schroll für besser geeignet.

Allerdings fand ich noch nirgends die Körpersprache der Katzen so ausführlich dargestellt wie bei Leyhausen
 
Hellskitten

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  • #18
Ich hatte Leyhausen erwähnt, weil nach empfehlenswerten Büchern gefragt wurde :). Natürlich ist das eine ganz andere herangehensweise als bei der Katzenflüsterin. "Katzenseele" geht aber auch für Einsteiger, finde ich. Es ist auch flüssig zu lesen und hat (zumindest in meiner Ausgabe) schöne Zeichnungen.

Von Sabine Schroll gibt es auch ein neueres Buch "Wenn Katzen Kummer machen". Das ergänzt die beiden anderen ganz gut.

Vicky Halls Bücher finde ich auch nicht schlecht, nur wäre es schade, wenn sich Leute nun verunsichern ließen. Freigang in sicherer Umgebung ist ein Optimum, da gebe ich euch Recht. Und man kann durchaus auf die Probleme von Wohnungs- und/oder Gruppenhaltung hinweisen. Aber das - überspitzt gesagt - auf jeder dritten Seite zu tun, nimmt dem Buch schon seinen Charme. Weil es sehr dogmatisch und als "Allheilmittel" rüberkommt: "Lass deine Katze raus und halte sie alleine, dann sind die Probleme weg." Das funktioniert genau so wenig, wie eine Zweitkatze als Allheilmittel.
 
Tigerlilly94

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  • #19
ich habe auch ein mutter-tochter gespann und es klappt. es gibt aber auch phasen, wo sie sich anfauchen. und gerade die zeit, wenn die kleinen erwachsen werden ist schwierig, da die mütter die jungen irgendwann versuchen zu verscheuchen. meine sind freigänger und müssen nur beim fressen miteinander klarkommen, aber in der wohnung kann das ein problem sein.

an der diskussion zum thema freigänger scheiden sich die geister. sicherlich kann man als katzenhalter viel tun, um die katze zu beschäftigen und ihr damit den freigang und die natur ersetzten, aber ich glaube, dass es trotz allem nicht das gleiche ist. der vorteil ist, dass viele katzen nicht erfahren, was freigang ist und was sie verpassen und somit weniger probleme in der wohnung machen.
 
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Gwion

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  • #20
Empfehlenswert finde ich auf jeden Fall Sabine Schroll mit ihren beiden Büchern
Witzig, ich kann Schroll nicht leiden.
Weniger wegen des Inhalts (da ist sie durchaus ok), aber ihre Art in ihren Büchern immer mal etwas anzusprechen und dann "subtil" darauf zu verweisen, daß das in ihrem Buch XY ausführlich(er) behandelt würde.
So nach dem Motto "kauf gefälligst alle meine Bücher".

Von den bisher genannten finde ich Halls für den normalen Katzenhalter und die Praxis am besten, solange man sie nicht zum Papst stilisiert und alles bedingungslos nachahnt.

Leyhausen ist sicher eine andere Kategorie.

Prinzipiell würde ich sagen, man sollte einfach möglichst viele verschiedene Bücher von möglichst vielen Autoren lesen, aber keines als Dogma betrachten.
Und man sollte immer im Hinterkopf haben, wer da schreibt und unter welchen Voraussetzungen und in welchem Umfeld er arbeitet.

Nur als Beispiel, ich kenne einen Ratgeber, der gut zum Verständnis von div. Verhaltensmerkmalen und Aufflälligkeiten beiträgt, angenehm zu lesen ist, aber vom Lösungsansatz her so häufig auf Psychopharmaka setzt, daß er IMO hierzulande wenig praxistauglich ist.

Denn Psychopharmaka können in Einzelfällen schon berechtigt und wirksam sein, aber in unserem Sprachraum, wo TA noch nicht mal ein Blutbild als Standarddiagnose ansehen, wird man kaum einen finden, der davon auch nur annähernd Ahnung hat, geschweige denn wirklich qualifziert wäre.
 
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