Wenig Begeisterung über neues Kitten

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JellyBean

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Hallo!

Ich habe die Frage schon im Bengalenforum gestellt, versuche es aber auch hier nochmal.



Ich lese seit einiger Zeit hier mit und hoffe nun, bei meinem ersten Beitrag, auf einige Tipps und Erfahrungen. Kurz zu uns:



Wir haben seit vielen Jahren Hauskatzen und haben uns vor einem halben Jahr, nachdem unser Kater verstorben war, zu der Anschaffung einer Bengalin entschieden, ein lang gehegter Traum von uns. Zu der Zeit lebte eine ältere Hauskatze bei uns. Die Bengalin war zu der Zeit 16 Wochen alt.

Die Vergesellschaftung verlief einigermaßen problemlos, unsere Hauskatze war nicht sonderlich begeistert und das Spiel der Bengalin war ihr oft zu wild, aber sie akzeptierte sie und sie führten ein friedliches Miteinander. Vor zwei Monaten ist unsere Hauskatze nun nach kurzer und schwerer Krankheit verstorben. Wir haben uns ganz bald auf die Suche nach einer neuen Gefährtin gemacht und wollten ebenfalls wieder ein Bengalmädchen. Leider konnten wir keine Katze im ähnlichen Alter wie unsere (jetzt 8 Monate) finden oder waren immer zu spät. So haben wir uns für ein Kitten entschieden.

Diese weibliche Bengalin ist nun gestern im Alter von 12 Wochen eingezogen.



Sie ist noch sehr scheu, versteckt sich viel, will aber unbedingt Kontakt zu unserer "Großen". Die ist allerdings wenig begeistert. Anfangs zeigte sie sich verängstigt, was überhaupt nicht ihre Art ist. jetzt wird sie zunehmend aggressiver.

Ist das zu diesem frühen Zeitpunkt schon Grund zur Sorge? Wir waren eigentlich davon überzeugt, dass wir unser Bengalin etwas Gutes tun und nun findet sie die ganze Sache extrem ätzend
=O




Zu unserem Vorgehen:



Wir haben das Kitten bei Ankunft zunächst in der Box gelassen und die Große schnuppern. Sie fauchte und zog sich direkt zurück. Wir haben die Box geöffnet, die kleine Katze rausgehen lassen, sich Verstecke suchen, auch hier war die Große erstmal auf Rückzug. Jetzt bewegt die Kleine sich etwas freier und sucht Nähe zur Großen, die jetzt immer mutiger und angriffslustiger wird und der Kleinen jetzt auch schon eine verpasst hat.

Help!

Was können wir tun? Wir haben drei Stockwerke, die Große hat auch Freigang, den sie jetzt großzügig nutzt. Es gibt genug Rückzugmöglichkeiten.

Tennung durch irgendwelche Türen ist nicht möglich, zumal beide auch schreien würden.

Soll ich es weiter beobachten? Mich neutral verhalten? Wann greife ich ein und wie? Soll ich die Große maßregeln, wenn sie angreift oder jagt?



Ich habe seit über 20 Jahren Katzenerfahrung, Vergesellschaftung war nie ein Problem. Und nun, bei der Bengalin, die doch so unbedingt Freunde braucht, plötzlich das? Oder alles noch im Rahmen und ich mache zu viel Stress?



Ich freue mich riesig auf Input.



Viele Grüße
 
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BilBal

BilBal

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Hallo,

auch wenn ich mich jetzt gleich unbeliebt bei dir mache...

Ich frage mich, ob man das, was man beim 1. Mal falsch gemacht hat nicht eigentlich beim 2. Mal versucht besser zu machen? (Erst recht nach 20 Jahren Katzenerfahrung)

Warum setzt ihr denn wieder so ein Kleinteil zu einer fast erwachsenen Katze?

Ein pubertierender Teenager oder junger Erwachsener kann nunmal mit einem Baby nichts anfangen.

Die Kleine kann der Großen doch auch noch nichts entgegen setzen.

Mit viel Zeit und Geduld kann das vielleicht werden, aber optimal gelaufen, besonders für das Kleinteil, ist anders.
 
Kayalina

Kayalina

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Hallo,

puh, das sind leider alles andere als optimale Voraussetzungen. Eure Katze ist mit acht Monaten in einer richtigen Hochphase, die ist ein Teenie voller Power und möchte spielen und toben. Und nun sitzt ihr ein Kitten gegenüber.
Das neue Kitten mit 12 Wochen kann der Großen körperlich überhaupt nichts entgegensetzen. Die Unterschiede im Gewicht, in der Kraft und vor allem im Entwicklungsstand sind einfach riesig. Man kann das in etwa vergleichen, indem du beim Menschen einen Teenie um die 13-15 nimmst und ihm ein Kleinkind vor die Nase setzt. Das wären keine geeigneten Kumpels, oder?
Der Altersunterschied ist jetzt extrem, weil die Entwicklungsschritte anfangs noch so groß sind. Auch das kannst du dir ähnlich wie beim Menschen vorstellen. 5 und 10 ist ein immenser Unterschied, 45 und 50 dagegen nicht mehr.
Viele Katzen finden Kitten gruselig. Sie sind tapsig, unkoordiniert und häufig auch distanzlos. Daher wird sie vermutlich erstmal auf Abstand gegangen sein und nun ist sie eher genervt.

Ist das zu diesem frühen Zeitpunkt schon Grund zur Sorge? Wir waren eigentlich davon überzeugt, dass wir unser Bengalin etwas Gutes tun und nun findet sie die ganze Sache extrem ätzend
=O
Ganz ehrlich, ich würde mir Sorgen machen. Vor allem, wenn ich das da lese:
Anfangs zeigte sie sich verängstigt, was überhaupt nicht ihre Art ist. jetzt wird sie zunehmend aggressiver.
Eine Aggressivität der älteren Katze kann für die Kleine ganz schnell problematisch werden, eben weil sie ihr körperlich nicht gewachsen ist. Ad hoc würde ich die Beiden trennen. Das Kitten in einen eigenen Raum, damit die Große nicht hin kann. Du schreibst das geht nicht, darf ich fragen weshalb? Das kann einfach irgendein Zimmer sein, am besten eines in dem die Große sich sonst nicht super viel aufhält.
Und dann eine Gittertür bauen und so vergesellschaften, damit sich die Katzen ohne Verletzungsrisiko am Gitter kennenlernen können. Jagen oder angreifen sehe ich bei dem Altersunterschied als extrem heikel an, daher dieser Schritt.

Der zweite Punkt ist, dass ich an der Konstellation noch etwas ändern würde. Das heißt entweder ihr gebt die Kleine wieder ab und sucht weiter nach einer Partnerin im selben Alter wie eure Katze (es muss auch nicht unbedingt eine Bengalin sein, aber sollte vom Wesen her sehr aktiv und ähnlich wie eure Katze sein). Die zweite Möglichkeit wäre, für das Kitten passende Gesellschaft dazuzunehmen. Dann haben die beiden Zwerge sich gegenseitig und wenn sie anfangs noch von der Großen separiert sind, sind sie auch nicht alleine. Später können sie dann miteinander spielen und die Große kann mitmachen, wenn sie möchte.

Ich selbst habe bei meinen Pflegekatzen vor Kurzem eine neun Wochen alte Katze mit einem sieben Monate alten Kater vergesellschaftet. Das ging nur gut, weil der Kater extrem sozial und sanft ist und die Katze genug Ego für zwei hat und ein richtiger Frechdachs ist. Trotzdem habe ich die Beiden anfangs nur unter Aufsicht zusammen gelassen und vor allem nachts noch eine Weile getrennt, weil das Risiko einfach da ist. Die sind von Anfang an super nett zueinander gewesen und haben freundschaftlich gerauft, aber im Zweifel hätte der Zwerg dem Kater einfach nichts entgegensetzen können. Ich bin daher sehr vorsichtig damit solche Konstellationen zu empfehlen oder einfach auszusitzen.
 
TiKa

TiKa

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Gemeinhin sagt man gleiches Alter, gleiches Geschlecht und das aus gutem Grund.;)
Schon bei der 1. Bengalin wäre es besser gewesen, gleich zwei Kitten zu einer älteren Katze zu setzen.

Alles andere wurde ja schon ausführlich erklärt.
 
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JellyBean

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Gut, nachdem wir dann hinreichend geklärt wurde, was alles falsch gemacht wurde, gibt es denn eventuell noch etwas hilfreiches? Die beiden sind fünf Monate auseinander, ich weiß nicht, wie viel mehr gleiches Alter noch sein sollte.
Es hilft doch auch in der aktuellen Situation nicht, was alles besser gewesen wäre.

Wir haben ja versucht, eine Katze mit ähnlichem Wurftag wie die Große zu finden, aber ich wollte nicht noch ewig warten, und es noch schwieriger machen, weil die Große dann sehr lang allein gewesen wäre. Und ja, ich war in der Hinsicht anspruchsvoll, dass ich wieder eine Bengalin oder zumindest eine Rasse mit ähnlichem Temperamt wollte.
Ich habe mich sowohl bei der Züchterin der älteren Bengalin als auch bei der Züchterin der Kleinen mehrfach erkundigt, ob das klappen kann und wird und niemand sah ein Problem. Die Züchterin der Kleinen rät mir übrigens weiterhin, die Katzen keinesfalls zu trennen, es wird einfach etwas dauern. Und nein, das ist keine sinnlose Vermehrerin sondern eine erstklassige Zucht mit viel Erfahrung.

Wenn wir jetzt also davon ausgehen, dass die Situation ist, wie sie ist, egal was ich hätte alles anders oder besser machen können...
Wie gehe ich jetzt vor?
Kayalina, danke, Du hast als einzige auch Vorschläge gemacht, die ich versuchen werde, umzusetzen.

wir haben einen ausgebauten Dachboden, den werde ich jetzt irgendwie versuchen abzutrennen, keine Ahnung, wie ich da eine Gittertür anbringen soll, aber ich werde mir etwas einfallen lassen. Die Frage ist, was dann? Was hilft es mir, wenn sie sich nicht begegnen können? Wie komme ich da voran?
Eine weitere Katze ist ausgeschlossen. Wie haben drei Kinder, zwei Katzen reichen völlig, wir sind liebevolle Katzeneltern voller Einsatz aber sie sind nicht der Mittelpunkt unserer Universums, wir können nicht mehr Arbeit leisten als zwei Katzen sie mit sich bringen.
 
Sancojalou

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Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum.

Um gleich auf deine Fragen zurück zu kommen, meiner Ansicht nach machst du dir zuviel falschen Stress.
Bengalen sind auch nur Katzen und sprechen die kätzische Sprache.

Ich hätte der Kleinen erst einmal ein, zwei Tage Zeit gelassen, um anzukommen und deiner anderen Katze auch, um zu bemerken, dass da noch jemand anderes ist und den Geruch ausgetauscht.

Wir waren eigentlich davon überzeugt, dass wir unser Bengalin etwas Gutes tun und nun findet sie die ganze Sache extrem ätzend
=O

Nun ja, ihr setzt ihr Kleingemüse in ihr Territorium bzw. vor die Nase und geht davon aus, dass sie sich freut? Meiner Meinung nach darf sie das erst einmal ätzend finden.

So ein Kitten ist halt ungestüm, unbedarft und überschreitet Grenzen weil es spielen möchte.
Die Große zeigt ihr die Grenzen auf, in dem sie ihr eins überbrät, wenn ihre überschritten sind.

Damit sind wir bei dem Punkt aggressiv, was verstehst du darunter?
Du schreibst zwar, du hast 20 Jahre Katzen Erfahrung, aber ich weiß nicht, ob du da nicht eine Menge misinterpretierst .

Was ich bei eurer Zusammenführung darüber hinaus etwas problematisch sehe ist, dass die Große Freigängerin ist und sich damit einfach der Situation, dass da eine neue sitzt, entziehen kann.
Damit zieht sich eine Zusammenführung unnötig in die Länge.

Ansonsten würde ich die beiden am Anfang nur unter Beobachtung zusammen lassen, damit du ggf. schnell eingreifen kannst, aber nur wenn die Situation wirklich brenzlig wird.

Die Frage ist halt ob du das erkennst?

Ich schreibe das jetzt so, da ich davon ausgehe, dass keine der Beiden abgegeben wird (zwischenzeitlich sind auch ganz viele Antworten reingekommen).
 
kymaha

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Ich habe mich sowohl bei der Züchterin der älteren Bengalin als auch bei der Züchterin der Kleinen mehrfach erkundigt, ob das klappen kann und wird und niemand sah ein Problem. Die Züchterin der Kleinen rät mir übrigens weiterhin, die Katzen keinesfalls zu trennen, es wird einfach etwas dauern. Und nein, das ist keine sinnlose Vermehrerin sondern eine erstklassige Zucht mit viel Erfahrung.
Das kann ich ehrlich gesagt so nicht glauben , die erste Züchterin hätte dir von dieser konstellation schon abgeraten , wenn sie denn so seriös wäre und 3 Katzen machen nicht mehr arbeit als 2 , das ist auch ein Irrglaube .
 
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Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum.

Um gleich auf deine Fragen zurück zu kommen, meiner Ansicht nach machst du dir zuviel falschen Stress.
Bengalen sind auch nur Katzen und sprechen die kätzische Sprache.

Ich hätte der Kleinen erst einmal ein, zwei Tage Zeit gelassen, um anzukommen und deiner anderen Katze auch, um zu bemerken, dass da noch jemand anderes ist und den Geruch ausgetauscht.



Nun ja, ihr setzt ihr Kleingemüse in ihr Territorium bzw. vor die Nase und geht davon aus, dass sie sich freut? Meiner Meinung nach darf sie das erst einmal ätzend finden.

So ein Kitten ist halt ungestüm, unbedarft und überschreitet Grenzen weil es spielen möchte.
Die Große zeigt ihr die Grenzen auf, in dem sie ihr eins überbrät, wenn ihre überschritten sind.

Damit sind wir bei dem Punkt aggressiv, was verstehst du darunter?
Du schreibst zwar, du hast 20 Jahre Katzen Erfahrung, aber ich weiß nicht, ob du da nicht eine Menge misinterpretierst .

Was ich bei eurer Zusammenführung darüber hinaus etwas problematisch sehe ist, dass die Große Freigängerin ist und sich damit einfach der Situation, dass da eine neue sitzt, entziehen kann.
Damit zieht sich eine Zusammenführung unnötig in die Länge.

Ansonsten würde ich die beiden am Anfang nur unter Beobachtung zusammen lassen, damit du ggf. schnell eingreifen kannst, aber nur wenn die Situation wirklich brenzlig wird.

Die Frage ist halt ob du das erkennst?

Ich schreibe das jetzt so, da ich davon ausgehe, dass keine der Beiden abgegeben wird (zwischenzeitlich sind auch ganz viele Antworten reingekommen).

Ich danke Dir für Deine freundliche und positive Antwort. Das baut mich etwas auf, denn Du hast Recht, ich bin grad ein nervliches Wrack.

Zur Aggression: Leider ist es gerade nicht mehr so, dass die Große ihr nur die Grenzen aufzeigt, sondern die Kleine wird von ihr überall hin verfolgt und angegriffen. Angegriffen soll heißen, sie treibt sie in eine Ecke und faucht sie dort an, sie erhebt dann auch die Tatze, ich weiß nicht, wie weit es noch gehen würde, ich unterbinde das dann. Und ja, da bin ich unsicher, wann ist wirklich brenzlig. Wenn ich sie nicht beaufsichtigen kann, lass ich die Große raus. Womit wir dann beim nächsten Thema wäre, denn da hast Du auch Recht, sie entzieht sich natürlich dann auch oft der Situation.

Ah, alles in allem sieht es übel aus. Aber es ist ja auch erst Tag 2. Und nein, wir wollen keine wieder abgeben, würden aber im Notfall das Kitten wieder zur Züchterin geben. Nur dann wäre ein weiterer Versuch die Große zu vergesellschaften für mich echt vom Tisch.
Wir trennen uns ja nicht so ohne Weiteres von nem Tier, wenn es erstmal da ist.
 
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Das kann ich ehrlich gesagt so nicht glauben , die erste Züchterin hätte dir von dieser konstellation schon abgeraten , wenn sie denn so seriös wäre und 3 Katzen machen nicht mehr arbeit als 2 , das ist auch ein Irrglaube .
Musst Du ja auch nicht, das stört mich nicht. Mir reicht es, dass ich das weiß. Und ich finde es gar keinen Irrglauben, für mich macht jedes weitere Tier Arbeit. Es sind mehr Ausscheidungen in den Katzenklos, mehr Näpfe zum Auswaschen, mehr Haare zum Wegsaugen, auch wenn letzteres bei Bengalen jetzt kein Riesenproblem darstellt. Es ist doch meine persönliche Entscheidung, wie viele Katzen ich halte, so lange es nicht dem Tierschutz widerspricht.
 
Sancojalou

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  • #10
Zur Aggression: Leider ist es gerade nicht mehr so, dass die Große ihr nur die Grenzen aufzeigt, sondern die Kleine wird von ihr überall hin verfolgt und angegriffen. Angegriffen soll heißen, sie treibt sie in eine Ecke und faucht sie dort an, sie erhebt dann auch die Tatze, ich weiß nicht, wie weit es noch gehen würde, ich unterbinde das dann. Und ja, da bin ich unsicher, wann ist wirklich brenzlig.

In deinen 3 Stockwerken, gibt es dort kein Zimmer mit Tür, wo ihr erst einmal trennen könnt um etwas Ruhe in die Situation zu bringen und das ganze etwas langsamer anzugehen?
 
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  • #11
In deinen 3 Stockwerken, gibt es dort kein Zimmer mit Tür, wo ihr erst einmal trennen könnt um etwas Ruhe in die Situation zu bringen und das ganze etwas langsamer anzugehen?

Schon, ich könnte die Kleine im Wohnzimmer separieren. Sie traut sich nur bedingt in andere Zimmer. Die Große kann ich nicht irgendwo einschließen, die würde vollständig ausrasten.
Ich achte schon darauf, dass die Große nichts ins Wohnzimmer hinterherrennt, ich werde dann jetzt auch immer wieder mal die Tür schließen.
 
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Kayalina

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  • #12
Die Große darf ruhig das ganze restliche Haus haben, sie musst du nicht wegsperren. Dann nehme die Kleine in das Wohnzimmer, wenn das geht. Denke da stört die Gittertür auch später am wenigsten.
Die Begegnungen der beiden Katzen am Gitter schafft man teilweise bewusst, z.B. durch Leckerlirunden am Gitter oder indem man den Futterplatz dort in die Nähe verlegt. Und dann einfach etwas Zeit geben, bis sich beide mit der neuen Situation wohlfühlen, bevor sie wieder zueinander dürfen 😊
 
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  • #13
Die Große darf ruhig das ganze restliche Haus haben, sie musst du nicht wegsperren. Dann nehme die Kleine in das Wohnzimmer, wenn das geht. Denke da stört die Gittertür auch später am wenigsten.
Die Begegnungen der beiden Katzen am Gitter schafft man teilweise bewusst, z.B. durch Leckerlirunden am Gitter oder indem man den Futterplatz dort in die Nähe verlegt. Und dann einfach etwas Zeit geben, bis sich beide mit der neuen Situation wohlfühlen, bevor sie wieder zueinander dürfen 😊

Danke Dir!

Ich mach mich mal auf die Suche nach sowas.
 
Sancojalou

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  • #14
Schon, ich könnte die Kleine im Wohnzimmer separieren. Sie traut sich nur bedingt in andere Zimmer. Die Große kann ich nicht irgendwo einschließen, die würde vollständig ausrasten.
Ich achte schon darauf, dass die Große nichts ins Wohnzimmer hinterherrennt, ich werde dann jetzt auch immer wieder mal die Tür schließen.
Das hört sich schon mal viel besser an. Die Kleine braucht für die Ankunft gar nicht das ganze Haus.
Könntest du eine Gittertür besorgen (ich persönlich habe bisher noch keine benötigt).
LG
 
Kayalina

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  • #15
Die Gittertür kann man einfach selbst bauen, die einfachste Variante wäre im Baumarkt für 15-30 Euro eine billige Zimmertür nehmen, unten einen großflächigen Ausschnitt raussägen und dann ein Katzennetz oder sowas hin tackern.
Alternativ kann man auch mit Latten einen Rahmen bauen und da das Netz befestigen. Dann braucht man ja aber auch noch die Türbeschläge und sowas.

Zur Zusammenführung findest du hier noch mehr Infos: Die langsame Zusammenführung | Katzen Forum - Das große Katzenforum (katzen-forum.net) Wie lange das dauert bis es klappt ist sehr individuell. Manchmal geht es nach ein paar Tagen schon gut und man kann direkt aufmachen, manchmal dauert es länger. Das musst du dann einfach von der Situation und dem Verhalten der Katzen abhängig machen.
 
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JellyBean

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  • #16
Ja, die Große ist schon kastriert.
 
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  • #17
Wir hatten bei unserer Vergesellschaftung ähnliche Voraussetzungen. Ca. 8 Monate alter Kater und Kittenkater. Zunächst haben wir aber den Kleinen in Ruhe ankommen lassen (ebenfalls ausgebauter Dachboden). Mein Mann und ich haben dann in Wechselschichten Zeit bei jeweils einem Kater verbracht (auch nachts). Gerüche ausgetauscht und dann versucht zu öffnen, während beide am Eingang Leckerlis aßen. Fand der Große erstmal beängstigend, sodass wir wieder trennten. Der Kleine war aber ziemlich mutig und schnell selbstsicher. So haben wir dann mit Gittertüren in den Wohn-Essbereich gewechselt, wo wir uns hauptsächlich aufhalten. Leckerchen, fressen und spielen an dem Gitter und nach 2 Tagen konnten wir öffnen.
 
Angellike

Angellike

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  • #18
Ich würde auch sagen, so dramatisch ist ein Altersunterschied von fünf Monaten jetzt nicht. Schlimmer würde ich finden, wenn einer der Beiden ein anderes Geschlecht hätte, das gibt viel öfter Zündstoff.
Zum Mutmachen: Bei uns sind es fast zwei Jahre, die Kalle und Bu trennen. Und die Zusammenführung lief ganz anders als geplant und ging trotzdem gut aus. Heute sind die zwei meistens dicke Kumpel!
 
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  • #19
Ich berichte mal. Ich würde so gern mal ein Video zeigen, weil ich mich bei manchen Situationen schwer tue mit der Einschätzung.
Insgesamt ist es etwas ruhiger geworden. Sie liegen jetzt auch mal in einem Raum ohne dass die Große völlig ausflippt. Vorhin kamen sie auch beide in die Küche als es Futter gab und haben sich toleriert, gefüttert habe ich aber separat, sonst könnte es doch wirklich brenzlig werden.

nun hatte ich vorhin das Gefühl, dass es bei der Großen ins Spielen übergeht, ich bin mir aber total unsicher, wann es ernst wird und wann ich auch generell unterbrechen muss, weil es für die Kleine zu viel wird. Wir hatten vorhin die Situation dass die Große spielen wollte, dann auf die Kleine draufsprang und es wirklich nach fiesen Knäuel aussah. Sobald die Kleine aber kratzt, weil das einseitig zu rabiat ist, lässt die Große ab. Generell nimmt sie es sehr ernst, wenn die Kleine faucht oder sich wehrt.
Trotzdem haben wir immer wieder die Situation, dass die Große knurrt und das Kitten durch die Wohnung jagt, obwohl sie schon völlig fertig ist und Angst hat.

ich hab keine Ahnung, ich handle da nach Gefühl und unterbinde es, wenn ich meine, dass es reicht, aber ich weiß natürlich nicht, ob ich mit meinem Gefühl da richtig liege.
Vielleicht muss die Große auch einfach erstmal kapieren, was geht und was nicht.

Ich hatte es mir nicht ganz so nervenaufreibend vorgestellt, die Große ist so gut sozialisiert, kommt aus einer tollen, liebevollen Züchterfamilie, war 16 Wochen alt, als sie hier einzog, lange mit ihren Geschwistern zusammen und anderen Katzen. Und hatte hier bis vor kurzem ja auch Gesellschaft. Ich will einfach nicht glauben, dass sie das jetzt so blöd angeht.

aber es ist doch eigentlich ein gutes Zeichen, dass nicht mehr völlige Eskalation herrscht, oder?
 
Daannem

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  • #20
Also ich hab bisher selbst genau 1 Zusammenführung durch, das ist auch gar nicht lang her und ich würde sagen, dass es grundsätzlich mal nicht schlecht klingt.

Ich weis wie nervenaufreibend das besonders für uns Dosi‘s ist, ich war das eine oder andere mal am Nervenzusammenbruch 😅
Wenn du dir schwer tust kannst du das ja mal filmen, auf YouTube einstellen und den Link hier teilen, das machen viele Nutzer und so können dir vielleicht ein paar erfahrenere Nutzer etwas helfen.

Ich weis, leichter gesagt als getan, aber Versuch dich selbst zu entspannen, am Ende lohnt es sich 😄
 
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