Welches Futter für Bengalkatze?

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Leuchtendes_Grün

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  • #41
Ups, jetzt hat sich die Diskussion weit von der Eingangsfrage der TE entfernt! Ich bin ja recht neu hier und kenne die Gepflogenheiten noch nicht. Sollten wir die AYCE-Diskussion vielleicht in einen separaten Thread auslagern, um die TE nicht zu erschlagen? Und wenn ja, wie geht das?

Danke schon einmal für Eure Überlegungen.
Katzen brauchen Futter zum überleben, nicht zum freuen.
Natürlich "brauchen" sie es nicht zum freuen. Aber es ist ein Gewinn, wenn das Futter zusätzlich zur Lebenserhaltung auch noch Freude bereitet. Warum sollten das nicht haben? Und ich bin mir sicher, Katzen können sich über Futter freuen, das ist nicht vermenschlicht. Da muss ich mir nur vergegenwärtigen, wie sie federnden Schritts angetrabt kommen, wenn sie hören, dass ich mit ihren Näpfen hantiere.

Und wer weiß, daß man keinen Hunger leiden muß – @Leuchtendes_Grün, Deine kennen das ja von früher – ist zufrieden, und hoffentlich sogar glücklich.
Ja, richtig, meine beiden kennen Hunger und das ist mit Sicherheit wesentlich dafür, dass AYCE so gar nicht funktioniert. Besonders Cora läßt sich keine Kalorie entgehen. Ich beschreibe jetzt nicht, was sie tut, wenn ihre Schwester Kendra sich übergibt ... Und dass ich das gruselig finde, ist ganz klar vermenschlicht, ich weiß :)

Jetzt würde mich mal interessieren, wo Ihr eigentlich die Vorteile von AYCE seht. Wie gesagt, aus meiner Sicht ist die Alternative zu AYCE nicht, die Katzen hungern zu lassen, sondern bedarfsgerecht zu füttern. Ich habe bei einigen Antworten von Euch herausgelesen, dass die Katzen unleidlich werden ohne AYCE. Das kann ich hier nicht beobachten. Wenn AYCE dem häuslichen Frieden dient, dann ist das natürlich ein Argument. Aber was spricht sonst dafür?
 
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SamMeo

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  • #42
Ich habe zwei Streuner im August aufgenommen, davor waren sie vier Monate in einer PS, also seit April. Davor lebten sie im Industriegebiet und hatten Zugang zu einer Futterstelle (Streunerkolonie). Sie werden auf rd 5-6 und 8-10 Jahre geschätzt.

Man kann also davon ausgehen, dass sie Hunger kennen und das nicht zu knapp.

In der PS und auch hier bekommen sie ad libitum, hier etwas hochwertiger als in der PS, wo sie erstmal dran gewöhnt werden müssten. Sie essen tagsüber quasi gar nichts (da wird im Versteck geruht, Streuner halt) und ab abends wird ohne jede Mäkelei aus EINEM Napf gegessen, beim ersten Schwung wird immer ein paar Minuten lang zugelangt, den Rest des Abends bzw in der Nacht dann immer mal wieder ein paar Happen.

Ich wache nachts verlässlich wenigstens einmal auf, meistens ist der Napf dann fast leer und ich fülle wieder auf. Morgens ist er dann annähernd leer und ich fülle wieder auf - nur wenig, weil wird eh kaum genommen, weil tagsüber wird nicht/kaum gefressen (erste zarte Ansätze kommen hoch, dass man auch tagsüber mal nen Happen riskieren kann).

Sodele, die Hunger kennenden, früher ums Futter kämpfen müssende Kater (die zerfledderten Ohren zeigen es deutlich) sind hier total friedlich, futtern gemeinsam oder nacheinander, haben beide eine prima Figur und sind sehr munter und spielen freudig miteinander. Das Futter zu rationieren würde ich nicht wagen wollen, um keine Prügeleien ums Futter zu riskieren. Mit ad libitum Fütterung sind hier alle zufrieden, wobei ich jeden Tag eine andere Sorte anbiete; bislang wird nicht gemäkelt, also bleibe ich erstmal dabei.
 
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cakehole

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  • #43
Ja, richtig, meine beiden kennen Hunger und das ist mit Sicherheit wesentlich dafür, dass AYCE so gar nicht funktioniert.
Gegenbeispiel:
Ehemalige Straßenkatzen hier, also kennen sie Hunger.
Danach von einer Großpflegestelle, also mit weiterhin viel Konkurrenz um die Resource Futter.
Bei unseren Flauschers funktioniert AYCE.

Vor All You Can Eat (AYCE) haben sie gierig geschlungen und geschlungen, auch mal mit anschließdendem Erbrechen oder Regurgitieren - ett kam halt alles wieder raus.

Zu Beginn von AYCE haben sie zunächst gefuttert, wie Mähdrescher, dann aber verstanden, dass es immer was gibt, dass immer was nachgefüllt wird, dass man nicht futtern braucht, bis man platzt, weil wer weiß, wann es das nächste Mal wie viel gibt.

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  • #44
Vor All You Can Eat (AYCE) haben sie gierig geschlungen und geschlungen, auch mal mit anschließdendem Erbrechen oder Regurgitieren - ett kam hat alles wieder raus.

Zu Beginn von AYCE haben sie zunächst gefuttert, wie Mähdrescher, dann aber verstanden, dass es immer was gibt, dass immer was nachgefüllt wird, dass man nicht futtern braucht, bis man platzt, weil wer weiß, wann es das nächste Mal wie viel gibt.
Exakt genau so bei uns bei der Umstellung TroFu→NaFu mit Futterzeiten→AYCE. Und, nota bene, unsere beiden kamen aus behüteten Verhältnissen und kannten weder Hunger noch Not noch Kälte.
Jetzt würde mich mal interessieren, wo Ihr eigentlich die Vorteile von AYCE seht. Wie gesagt, aus meiner Sicht ist die Alternative zu AYCE nicht, die Katzen hungern zu lassen, sondern bedarfsgerecht zu füttern.
Weil es artgerecht ist.
Und was heißt schon 'bedarfsgerecht'? Immer dann etwas auf den teller zu tun, wenn der virtuelle Moment herangekommen wäre, daß Katz grad mal wieder … vielleicht … ein virtuelle Maus verspeist?
Bedarfsgerecht = artgerecht kann doch nur heißen, daß Katzen ihre eigenen Ressourcen, sofern sie denn welche haben und nicht drum kämpfen müssen, am besten selbst verwalten.

Mir hat das hier sehr geholfen zu verstehen
 
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Feli02

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  • #45
Ich habe gesehn, dass es von Royal Canin Bengalfutter gibt, leider nur als Trockenfutter. Hat jemand Erfahrungen damit? Ist das ein tolles Futter oder nur Geldmacherei? Vllt würde ich dieses TF noch zusätzlich füttern, aber lieber wäre mir wie gesagt ein Lösung komplett mit NF.
Um diese Frage zu beantworten.
Zutat an 2. Stelle ist Pflanzenproteinisolat. Damit wäre dieses Futter für mich für alle Tiere die Fleischorientiert essen automatisch aus dem Rennen.
Danach kommt in absteigender Reihenfolge: Weizen, Mais, Reis.
Wenn nicht irgendwann in der Reihe der Bengalen mal Hühner eingekreuzt wurden wüßte ich nicht was sie mit soviel Getreide sollen
 
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Rickie

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  • #46
Jetzt würde mich mal interessieren, wo Ihr eigentlich die Vorteile von AYCE seht. Wie gesagt, aus meiner Sicht ist die Alternative zu AYCE nicht, die Katzen hungern zu lassen, sondern bedarfsgerecht zu füttern. Ich habe bei einigen Antworten von Euch herausgelesen, dass die Katzen unleidlich werden ohne AYCE. Das kann ich hier nicht beobachten. Wenn AYCE dem häuslichen Frieden dient, dann ist das natürlich ein Argument. Aber was spricht sonst dafür?
Eine zu lange Futterpause, und das kann bei manchen Katzen 2 bis 3 Stunden betragen, kann zur Magenübersäuerung führen, was wiederum bedeutet, es wird dann geschlungen und sofort wieder ausgekotzt. Die Übelkeit und evtl. Magenschmerzen bei Übersäuerung mag ich mir auch nicht vorstellen.
Wir hatten so eine magenempfindliche Katze und der ständige Zugriff auf Futter war die einzige Lösung.

Unsere "Sibirische Kurzhaarkatze", also ein BKH-Verschnitt von der Straße in Omsk, wo sie sich einige lange, harte Winter durchschlagen mußte, ist bei AYCE nicht komplett wie ein Hefekloß aufgegangen, aber ein wenig dicklich ist sie schon. Zum Glück aber auch ein wenig mäkelig, also sie leidet nicht an krankhafter Freßsucht, sondern ist auch eher naturbedingt etwas pummelig. Alle unsere anderen Katzen, und die Kater kommen z.B. auch von der Straße und kennen also auch Hunger, sind schlank und alles andere als verfressene Monster.
Also es klappt, wobei das Futter bei uns täglich gewechselt wird.

In der Natur hauen sich die Katzen auch nicht bei einer oder 2 Mahlzeiten am Tag den Bauch voll, sondern fangen mehrmals am Tage eine Beute. Sind ja keine Schlangen oder Krokodile. ;)
 
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  • #47
Ich beschreibe jetzt nicht, was sie tut, wenn ihre Schwester Kendra sich übergibt ... Und dass ich das gruselig finde, ist ganz klar vermenschlicht, ich weiß :)
Sie stürzt sich auf das Ausgekotzte von Kendra und verschlingt es, nicht wahr? Ist ja auch sehr wohltemperiert auf Körpertemperatur und evtl. auch schon ein wenig vorverdaut. ;)

Das hat Bruno nämlich auch immer gemacht, wenn Prissy gekotzt hat. Das war dann, sowie ich das Geräusch gehört habe, immer eine Art Wettlauf zwischen Bruno und mir, wer zuerst am Tatort des Geschehens war. Nur waren unsere Motive unterschiedlicher Art. ;)
 
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  • #48
Ob bei Deinen Katzen AYCE funktioniert, kann Dir niemand versprechen. Ich hatte mal eine Katze, bei der hat es funktioniert. Aber sie war generell nicht besonders interessiert an Futter. Bei meinen beiden jetzigen Katzen funktioniert es eindeutig nicht. Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass (fast) alle Katzen aufhören zu fressen, sobald sie satt sind. Das klappt bei uns Menschen auch oft nicht. Es wird weitergegessen, weil es so lecker ist oder einfach nur aus Langeweile oder oder oder. Man muss sich vergegenwärtigen, dass das Gegenteil von AYCE nicht etwa Hunger ist, sondern bedarfsgerecht portioniertes Futter. Das ist nichts schlimmes.

Andersrum wird ein Schuh draus. Bei den allermeisten Katzen klappt alll-you-can-eat. Der Knackpunkt ist hier der Mensch, der es durchhalten muss, denn es kommt idR auf das Vorleben der Katzen an - d.h. wenn du Katzen hast, die nie Hunger leiden mussten, geht es recht schnell, dass sie ihren persönlichen Sättigungsgrad finden, bei Katzen, die Hunger kennen, ggf. lange Zeit, dauert es entsprechend lang, trotzdem klappt es meistens.
 
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tiha

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  • #49
Ich glaube trotzdem, dass man ihnen eher die Freude am futtern nimmt, unabhängig vom Lieblingsessen-Beispiel. Warum sollte man sich noch über etwas freuen, was ständig und selbstverständlich da ist?

Schau, du hast Tierchen, die man Draußen gefunden hat. Sie kennen ganz sicher Hunger. Und auch, wenn sie bei dir angekommen und glücklich sind, was ich gar nicht in Frage stelle, dann werden sie trotzdem mit aufkommendem Hungergefühl instinktiv gefühlsmäßig daran erinnert werden. Deshalb würde ich eher sagen, sie freuen sich nicht über das Futter, sondern es nimmt ihnen den durch den inzwischen verspürten Hunger entstandenen Druck und die Unruhe. Für meine eigenen Tiere wünsche ich mir, dass sie diesen Druck, diese negativen Erinnerungsgefühle gar nicht erst erleben müssen.
 
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