Welche Gesellschaft für spielfreudigen, verschmusten 12j. Kater?

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Marguerita

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Hallo, ich suche Rat von erfahrenen Menschen betr. Katzenzusammenführung.
Noel (Kater, kastr., 12Jahre, Abessiniermix) bis vor Kurzem unser Jüngster in einem Katzentrio ist plötzlich allein, nachdem die beiden Älteren (Katze, 12J. und Kater, 15J.) im Januar, bzw. Juni dieses Jahres gestorben sind. Eigentlich bin ich noch ziemlich in Schock und Trauer, aber ich sehe, dass der Kleine nun einsam ist und Spiel- / Kuschelpartner vermisst.
Ich mache mir nun Gedanken, welche Katzengesellschaft für ihn die beste Lösung wäre:
- Ein od. zwei Kitten... eher nicht wegen dem zu grossen Altersunterschied?
- Ein gleichaltriges Tier.... auch eher nicht, da Noel für sein Alter noch sehr verspielt und aktiv ist?
- Mit einem jüngeren Kater könnte es evt. schwierig werden bez. Rangordnung?
- Also eher etwas Halb-Junges (1 od. 2? / Kater od. Katze?), das auch gerne spielt u. kuschelt...?
- ?
Da ich mittlerweile alleine lebe (Kinder sind ausgezogen) u. berufstätig bin (ca. 3 Tage pro Woche), kann ich ihm auch nicht mehr das Familienleben bieten, wo (fast) immer jemand da ist.

Noel ist vom Wesen her ein dominantes Katerchen, aber sehr liebenswürdig und sozial (nicht aggressiv), eher im Sinne von "hallo, hier komme ich (zuerst)" "halt still und lass dir von mir die Ohren putzen" oder "rück mal ein bisschen, Kumpel. ich will mich neben dich legen" :) Er wirkt immer noch sehr jung, naiv u. etwas tollpatschig.
Im Gegensatz zu den anderen beiden ist er kein ausdauerndes Schosskätzchen u. will sich auch nicht lange auf dem Arm tragen lassen, trotzdem ist er seeehr verschmust u. anhänglich. Noel kuschelt sich am liebsten NEBEN seine Lieblinge (Menschen od. Katzen) auf dem Sofa od. Bett, er liebt u. fordert charmant (mit leisem Piepsestimmchen) ausgiebige Streicheleinheiten. Er ist sehr neugierig, will überall dabei sein, legt mir Spielzeugmäuse vor die Füsse u. will, dass ich sie gefühlt hundertmal möglichst weit werfe, damit er ihnen nachjagen u. sie mir als Beute wieder zurückbringen kann.

Gegenüber unbekannten Menschen ist er sehr scheu, er versteckt sich, wenn Besuch in die Wohnung kommt, taucht dann allerdings nach einiger Zeit meist von selbst vorsichtig wieder auf (wenn ich rufe, kommt er sofort!) u. lässt sich teilweise auch (kurz) streicheln, solange jemand von uns im Raum mit dabei ist.

Im Moment lebt er als Wohnungskater mit gesicherter Terrasse, welche sich jedoch auch für Freigang eignen würde (Treppe vorhanden, Wohnquartier sehr ruhig u. naturnah, weit weg vom Durchgangsverkehr). Er war früher schon - an einem anderen Wohnort - in einer Wohnung mit (nur tagsüber geöffneter) Katzenklappe, hat sich aber mehrheitlich in der Nähe aufgehalten, so als wolle er das Haus bewachen:), Auslauf wäre also auch jetzt in dieser Wohnung wieder möglich, jedoch nicht zwingend.

Soviel zur Situation.

Ich suche also vor allem den Rat und Einschätzungen von Menschen, die Erfahrung mit Vergesellschaftungen haben (unser Katzentrio war relativ unkompliziert; alle seit Babyalter u. ohne grösseren Probleme Teil unserer Familie) und weniger konkrete Angebote von abzugebenden Fellnasen (ich wohne in Bern CH).

Besten Dank im Voraus
🌺
 

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Hallo, ich suche Rat von erfahrenen Menschen betr. Katzenzusammenführung.
Noel (Kater, kastr., 12Jahre, Abessiniermix) bis vor Kurzem unser Jüngster in einem Katzentrio ist plötzlich allein, nachdem die beiden Älteren (Katze, 12J. und Kater, 15J.) im Januar, bzw. Juni dieses Jahres gestorben sind. Eigentlich bin ich noch ziemlich in Schock und Trauer, aber ich sehe, dass der Kleine nun einsam ist und Spiel- / Kuschelpartner vermisst.
Ich mache mir nun Gedanken, welche Katzengesellschaft für ihn die beste Lösung wäre:
- Ein od. zwei Kitten... eher nicht wegen dem zu grossen Altersunterschied?
- Ein gleichaltriges Tier.... auch eher nicht, da Noel für sein Alter noch sehr verspielt und aktiv ist?
- Mit einem jüngeren Kater könnte es evt. schwierig werden bez. Rangordnung?
- Also eher etwas Halb-Junges (1 od. 2? / Kater od. Katze?), das auch gerne spielt u. kuschelt...?
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Da ich mittlerweile alleine lebe (Kinder sind ausgezogen) u. berufstätig bin (ca. 3 Tage pro Woche), kann ich ihm auch nicht mehr das Familienleben bieten, wo (fast) immer jemand da ist.

Noel ist vom Wesen her ein dominantes Katerchen, aber sehr liebenswürdig und sozial (nicht aggressiv), eher im Sinne von "hallo, hier komme ich (zuerst)" "halt still und lass dir von mir die Ohren putzen" oder "rück mal ein bisschen, Kumpel. ich will mich neben dich legen" :) Er wirkt immer noch sehr jung, naiv u. etwas tollpatschig.
Im Gegensatz zu den anderen beiden ist er kein ausdauerndes Schosskätzchen u. will sich auch nicht lange auf dem Arm tragen lassen, trotzdem ist er seeehr verschmust u. anhänglich. Noel kuschelt sich am liebsten NEBEN seine Lieblinge (Menschen od. Katzen) auf dem Sofa od. Bett, er liebt u. fordert charmant (mit leisem Piepsestimmchen) ausgiebige Streicheleinheiten. Er ist sehr neugierig, will überall dabei sein, legt mir Spielzeugmäuse vor die Füsse u. will, dass ich sie gefühlt hundertmal möglichst weit werfe, damit er ihnen nachjagen u. sie mir als Beute wieder zurückbringen kann.

Gegenüber unbekannten Menschen ist er sehr scheu, er versteckt sich, wenn Besuch in die Wohnung kommt, taucht dann allerdings nach einiger Zeit meist von selbst vorsichtig wieder auf (wenn ich rufe, kommt er sofort!) u. lässt sich teilweise auch (kurz) streicheln, solange jemand von uns im Raum mit dabei ist.

Im Moment lebt er als Wohnungskater mit gesicherter Terrasse, welche sich jedoch auch für Freigang eignen würde (Treppe vorhanden, Wohnquartier sehr ruhig u. naturnah, weit weg vom Durchgangsverkehr). Er war früher schon - an einem anderen Wohnort - in einer Wohnung mit (nur tagsüber geöffneter) Katzenklappe, hat sich aber mehrheitlich in der Nähe aufgehalten, so als wolle er das Haus bewachen:), Auslauf wäre also auch jetzt in dieser Wohnung wieder möglich, jedoch nicht zwingend.

Soviel zur Situation.

Ich suche also vor allem den Rat und Einschätzungen von Menschen, die Erfahrung mit Vergesellschaftungen haben (unser Katzentrio war relativ unkompliziert; alle seit Babyalter u. ohne grösseren Probleme Teil unserer Familie) und weniger konkrete Angebote von abzugebenden Fellnasen (ich wohne in Bern CH).

Besten Dank im Voraus
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Ich würde dir dringend davon abraten, einen Spielkameraden dazu zu holen, der DEUTLICH jünger ist.
Kitten sowieso schonmal gar nicht.

Es gibt doch mit Sicherheit auch Kumpels für Noel, die 7+ sind und ähnlich verspielt? Dann läufst du weniger Gefahr, dass der neue Kumpel all zu aktiv ist, wenn es bei Noel alterstechnisch irgendwann deutlich ruhiger wird.
Schau doch mal hier im Forum bei den Notfellchen. Die Tiere können meist sehr gut eingeschätzt und beschrieben werden.
 
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Marguerita

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17. April 2013
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Danke für Deine Einschätzung.
Ich hab mich in der Zwischenzeit etwas gezielter nach Katzen im Erwachsenenalter umgesehen, jedoch fand ich auf den Seiten der regionalen Katzenvermittlungen (CH) nebst vielen 1- bis 2- Jährigen (u. einigen wenigen 12 - 16jährigen!) nur Tiere im mittleren Alter, welche wegen div. Probleme (Krankheiten, vertragen keine anderen Katzen) explizit zur Einzelhaltung angeboten werden (oder eingefangene Verwilderte - nur im Doppelpack).

Daneben habe ich mich auch mit dem unterschiedlichen Spielverhalten von Kater u. Katze schlau gemacht (u.a. mit einem hier verlinkten - köstlich geschriebenen - Blogbeitrag) u. das bringt mich wieder zu einer Frage, welche mich schon zu Beginn beschäftigt hatte; der Rangordnung... u. damit verbunden Kämpfe / Stress.
Ich muss vorausschicken, dass es hier im ländlichen Raum noch sehr verbreitet ist, eine Einzel- Hauskatze (meist mit Auslauf) oder dann eine ganze Bande mit eher losem Kontakt (sog. Stallkatzen) zu halten.... Ich habe also nicht viele Vergleichsmöglichkeiten zum Spielverhalten in Katzengruppen.

Für unsere Familie bedeutete Katzenspiel bis anhin (abgesehen von der Babyzeit), dass entweder wir mit den Katzen spielen oder jede für sich, während die beiden anderen - mal mehr, mal weniger - fasziniert zuschauten. Jede hatte eine andere "Spezialität" - der Älteste war begeisterter Fummler u. apportierte Bällchen (nur die!), unser sonst sehr sanftes Mädchen mutierte zur knurrenden Raubkatze bei Allem, was mit Federn oder Baldrian zu tun hat, der Jüngste (Noel) liebt Plüschmäuse u. Raschelsäckchen (jedoch keine Bällchen!), die er mit viel Körpereinsatz jagt u. mit ihnen durch die Wohnung dribbelt. Alle drei lieb(t)en Klettern u. Verstecken, hielten dabei aber meist einen gewissen Abstand zueinander (Noel am wenigsten, er war den andern wohl manchmal zu aufdringlich u. erhielt auch mal einen Nasenstüber, was er jeweils klaglos akzeptierte).
Was ich mit dem sagen will: Obwohl alle drei oft gemeinsam ruhten (z.B. auf dem Sofa: z.T. mit etwas Abstand, z.T. mit Hinterteil an Hinterteil, nach kurzem Ohren putzen), nebeneinander auf dem Fensterbrett od. Balkon sassen, einträchtig aus dem gleichen Teller frassen, im gleichen Bett schliefen, gab es kaum je ein miteinander Raufen od. Jagen (weder freundschaftlich noch im Streit).

Wenn ich dann im Forum (od. anderswo) stöbere und lese, was da bei einer Neuvergesellschaftung z.T. abgeht, wird mir schon ein wenig mulmig, was dabei auf uns zukommen könnte.
Ich kann den Grundsatz "Gleichaltrig u. gleiches Geschlecht" im Prinzip gut nachvollziehen. Trotzdem frage ich mich, ob Noel mit seinem einerseits äusserst friedlichen, jedoch auch etwas naiv-distanzlosen Verhalten nicht "unter die Räder" käme im Zusammentreffen mit einem anderen erwachsenen Kater....?
Oder anders gefragt: Ist meine Vorstellung, dass er sich mit seiner gutmütig- fürsorglichen Art auch mit einem jüngeren Kätzchen (1 -2 jährig) gut ergänzen könnte, also unrealistisches (und übertrieben ängstliches) Wunschdenken?
Ich kann mir nämlich kaum vorstellen, dass er jemals eine andere Katze angreift.
Ebenso wenig kann (oder will?) ich mir vorstellen, dass er sich jemals genervt fühlen könnte durch (spielerisches, friedliches) Verhalten einer anderen Katze.
Und ich will mir auch grad nicht vorstellen, dass er ja auch einmal alt u. gebrechlich werden könnte.

Ich hoffe, ich nerve euch nicht allzusehr mit meinem im Kreis-rum-denken. Aber ich merke grad, dass ich vielleicht selber noch nicht so weit bin, eine neue (insbesondere erwachsene!) Katze in unser Leben (ist ja auch meins!) zu lassen. Zu nah ist mir noch die Trauer um unser allerliebstes Mädchen und den besten Ersten Kater der Welt.
Es passiert mir in diesen Tagen jedes Mal, wenn ich unvermittelt eine schwarze Katze sehe, dass mein Herz einen Hüpfer macht - für den Bruchteil einer Sekunde denke ich "mein Liebling ist ja wieder da!" - bis mir Tränen ins Auge schiessen u. ich realisiere, dass dies nie wieder so sein wird.... Schwarz ist deshalb also - leider - schon ein Ausschlusskriterium für eine allfällige neue Fellnase.

Ich hab mir kurz überlegt, den ganzen Text jetzt wieder zu löschen, da er vielleicht gar nicht mehr in diese Rubrik passt, aber ich lass ihn nun doch stehen, damit Ihr nachvollziehen könnt, was der Hintergrund für meine eigentlich kleine Frage ist.

Ich denke nun, dass ich dem Entscheid über einen Neuzugang noch ein bisschen Zeit geben muss... vielleicht "kommt Zeit - kommt Katz" (oder Kater!) ;)

Liebe Grüsse aus der Schweiz 🌺

P.S. Noel liegt - bestimmt schon seit Stunden - lang ausgestreckt auf dem Sofa.... nachdem ich ihm gestern sein Mäuschen sicher tausendmal werfen musste, ist er heute wahrscheinlich zu müde für sportliche Betätigung.
 
Frollein_S

Frollein_S

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4.916
Hey Marguerita,

du kennst deinen Noel natürlich am besten und kannst viel eher einschätzen, was ihm gut tut und was nicht.
Was du aber nicht einschätzen kannst, ist sein potentieller Gegenspieler/seine potentielle Gegenspielerin.
Für das unterschiedliche Spielverhalten von Katzen und Katern habe ich zuhause die Paradebeispiele sitzen:

Zwiebel möchte gerne fangen spielen.
Pumpkin will lieber raufen.
Er fängt an, mit Zwiebel fangen zu spielen, lauert ihr an der nächsten Ecke auf, springt sie an und schon habe ich ein schreiendes Knäuel durchs Wohnzimmer kugeln. Zwiebel hysterisch, Pumpkin so: "OH YEAH, MEHR DAVON!".
Zwiebel zieht sich dann meist fauchend aus der Situation raus. Pumpkin bleibt allein zurück und staunt Bauklötze, warum das so schnell vorbei gegangen ist.

Als Bindeglied habe ich nun Mr. Pickles dabei. Der rauft mit Pumpkin und spielt mit Zwiebel fangen und verstecken.

Eine sehr junge Katze von einem Jahr ist noch sehr "unfertig" und es ist durchaus im Bereich des möglichen, dass eine nette, schmusige und zurückhaltende Katze sich nach ein paar Wochen in einen wilden Tobewutz verwandelt, der ganz unbedingt den ganzen Tag mit Noel spielen will.
Oder aber andersherum.
Was ich damit sagen will: da steckst du einfach in dem Alter noch nicht drin.

Lass dich bitte nicht davon ins Bockshorn jagen, dass du so viel von gescheiterten Zusammenführungen liest.
Das liegt oftmals einfach daran, dass sich

a) im Vorfeld nicht schlau gemacht oder Tipps ignoriert wurden und
b) das die Leute erst aktiv werden, wenn sie Probleme bekommen

wohingegen problemlose Zusammenführungen, von denen es durchaus auch einige gibt, seltener thematisiert werden.

Wenn du selber gerade das Gefühl hast, dass es für euch noch nicht passt, dann hast du ja auch noch ein wenig Zeit, den perfekten Partner/ die perfekte Partnerin für euch zu suchen. Ich würde jedenfalls immer noch dafür plädieren, ein etwas älteres Exemplar zu wählen.
 
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