Was tun gegen Verlustangst - wenn es denn solche ist

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Luna5

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15. Mai 2021
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Hallo zusammen,
ich hoffe, Ihr könnt mir ein paar Ratschläge geben.

Zur Vorgeschichte: Wir haben 4 Katzen, jede mit unterschiedlichem Charakter, Alter und Rasse , aber das war nie ein Problem. Alle sind Mädels. Vor einem Jahr bin ich von meinem Exmann aus- und bei meiner Freundin eingezogen. Seitdem sind alle Minitiger aufgeblüht - mein Exmann mochte sie nicht, während meine Freundin absolute Katzenfreundin ist. Das spüren sie natürlich. Alle sind reine Wohnungtiere und kastriert.

Zu den einzelnen Katzen:
Shali: 13 Jahre, Türkisch Angora, sehr ruhig und auf mich fixiert
Chili: 13 Jahre, Shalis Schwester, absolutes Kuscheltierchen, kennt kein "nein" (ist erst seit ca einem Dreivierteljahr bei uns), war damals depressiv, weil sie altersbedingt ihre ganze vorige Katzengruppe verloren hat (innerhalb von 2 Jahren), bei uns ist sie wieder fröhlich geworden; eine Vergesellschaftung mit einer anderen Gruppe (vor unserer) war schief gegangen
Tigga: 8 Jahre, Hauskatze, sehr eigenständig und hat erst seit etwa einem halben Jahr gemerkt, dass kuscheln schön sein kann - zu ihren Bedingungen, heißt sie fordert es mittlerweile ein und möchte auf ganz bestimmte Weise angefasst werden, was sie dann sehr genießt
Blue Jasmin: 5 Jahre, Türkisch Van, wurde bis sie 2 war in der damaligen Gruppe gemobbt, kam dann zu uns, wo sie als erstes die anderen Katzen verprügelt hat, seitdem ist sie Chefin und dominant, ist schon immer menschenbezogen

Blue Jasmin ist die Katze, um die es mir heute geht. Sie hat sich meine Freundin als Bezugsperson ausgesucht, hat auch immer bei ihr im Bett geschlafen.
Im März war meine Freundin drei Wochen im Krankenhaus - sie ist Transfrau (Mann zu Frau) und hatte ihre geschlechtsangleichende OP. Als sie wieder heim kam (Ende März), hat sie die ersten paar Nächte auf dem Sofa geschlafen, da konnte sie besser aufstehen. Die Katzen durften nicht zu ihr, schliefen aber bei mir im Bett - auch Blue Jasmin. Dann wechselte meine Freundin nachts ins Bett, aber damit der Wunde nichts passiert durften die Katzen nicht mit ihr ins Bett.
Etwa zwei Wochen, nachdem meine Freundin aus dem Krankenhaus zurückkam, begann Blue Jasmin, immer öfter und lauter zu schreien, tagsüber und nachts (seit Anfang April). Sie läuft durch die Wohnung, schreit und verhält sich fast wie bei einer Rolligkeit - ist aber mit 1,5 Jahren kastriert worden. Nur das typische "Rollen" fehlt. Erst ist sie ruhig, plötzlich scheint es ihr einzufallen und sie springt auf und schreit. Wenn sie dann Aufmerksamkeit bekommt (streicheln) genießt sie das, aber oft läuft sie dann auch weg und schreit weiter. Dann ist sie nicht zu beruhigen - außer, wir gehen zu ihr und folgen ihr, wenn sie wegläuft, bis sie den Platz gefunden hat, an dem sie gerade liegen und gekuschelt werden will. Sobald wir aufhören, ruft sie wieder.
Sie zu uns zu rufen, wenn sie schreit, klappt nicht - sie kommt nicht zu uns, sondern schreit weiter, bis wir hingehen.
Mittlerweile darf sie nachts wieder mit im Bett schlafen, tut dies jedoch nur manchmal. Und selbst dann springt sie oft auf, rennt aus dem Schlafzimmer und schreit.
Was uns zusätzlich aufgefallen ist: Sie sucht vermehrt Kontakt zu den anderen Katzen, kehrt nicht mehr ganz so stark die Chefin raus. Außerdem putzt sie sich vermehrt am Genital, hat sich am Schwanzansatz auch mal Haare ausgerupft (nur zwei oder drei mal, dann hörte es auf).

Tierärztlich ist sie abgeklärt, da fehlt nichts.
Feliway Beruhigungsdüfte bringen gar nichts.
Mit ihr beschäftigen oder kuscheln bringt maximal ganz kurz was, bevor sie wegläuft und weiterschreit.

Eine befreundete Züchterin kam darauf, dass es Verlustangst und Verwirrung sein könnte, weil meine Freundin (die Bezugsperson) so lange weg war und wegen der hormonellen Umstellung jetzt anders riecht. Was meint Ihr?

Und viel wichtiger: Was können wir tun? Wir schlafen keine Nacht durch und selbst die anderen Katzen wirken genervt, wenn das Geschrei wieder losgeht. Vorgestern habe ich mit jemandem telefoniert und bin auf das "Kindergeschrei" bei mir zu Hause angesprochen worden, das der Anrufer durchs Telefon hörte...

Habt Ihr irgendwelche Tipps für uns? Trotz langjähriger Katzenerfahrung weiß ich gerade nicht weiter...
 
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ottilie

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Hallo , grüß Dich, willkommen hier im Forum!

Zu aller erst: Nicht anfassen wenn die Katze schreit. Das ist für Sie eine Belohnung und du verstärkst versehentlich das Verhalten noch. Warten, bis sie aufgehört hat zu rufen und dann streicheln

Die Katze ist natürlich irritiert, wenn ihre Bezugsperson auf einmal eine ganz andere ist.
Vielleicht versuchst du mal Telizen, Das beruhigt Katzen . Habe ich immer im Internet gekauft
 

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