Was lange getrennt war....

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SilenceAngel

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... kann man das wieder zusammenführen?

Es könnte in nächster Zeit ein Problem auf mich zukommen.. Eigentlich bin ich kein Anfänger, was Katzen angeht, die begleiten mich seit 45 Jahren.. Da ich aber bis jetzt nur 4 Katzen hatte bis zu ihrem Lebensende, könnte man mich doch als Anfänger bezeichnen..
Nachdem nach meiner letzten Katze vor 8 Jahren nach einiger Zeit doch wieder was in der Wohnung fehlte, kam mir der Notruf aus dem Kollegenkreis gerade recht und 2 Katzenkitten zogen bei mir mit ein..

Die beiden kleinen stammten aus einer versehentlichen (unfreiwilligen) Zucht von einer älteren Dame, deren Teenagermädchen für ein paar Nächte noch unkastriert entfleuchte und dem Ruf der Natur folgte.^^ Besagte ältere Dame mußte leider ins Krankenhaus und ihr leiblicher Nachwuchs war völlig überfordert (oder witterte die Chance und wollte die Schande schnell unter den Teppich kehren, denn Katzenmama sollte als *unbefleckte* Bombay Preise gewinnen)....

Unverantwortlicherweise landeten so zwei 8 Wochen junge Katerchen bei einem Arbeitskollegen, der bei aller Liebe aber für 6 Katzen insgesamt eine zu kleine Wohnung hatte. Und nach 2 Tagen war meine Wohnung bezugsfertig für die beiden Kleinen.. Gut, sie stammten nicht wirklich aus schlechtem Hause, denn beide fraßen schon Naßfutter und waren stubenrein, geimpft und entwurmt. Sie waren ganz normale Katzen, aber entwickelten sich völlig unterschiedlich.. Die ersten Wochen spielten beide viel und ausgiebig miteinander und verstrickten sich zum Schlafen als ein Bündel ineinander.. Max zeigte aber dort schon mehr eine Tendenz zu mir hin.. Und so kam es wie es kommen mußte.. War ich zu Hause, hockte Max immer öfters auf meinem Schoß und forderte immer öfters Kuschel- und Streicheleinheiten. Paul nahm mit meiner einen Tochter vorlieb, er wollte Nähe, aber selten Krauleinheiten..
Später in den Anfängen der Pupertät fing beide dann aber mit mal an, sich gegenseitig zu unterdrücken.. Sie bestiegen sich immer öfters und es kam zu Kloppereien aus denen Max als Verlierer herausging.. Paul hinderte ihn dann daran, aufs Katzenklo zu gehen und wenig später ließ er ihn auch nicht mehr fressen.. Die Hoffnung, dass die Kastration der Beiden wieder Ordnung reinbringen würde, erfüllte sich nicht. Zeitlich war ich auch meistens über 4 Stunden nicht zu Hause und eine räumliche Trennung innerhalb der Wohnung kaum möglich, denn beide können Türen öffnen, zumal die Klopperei und Mobberei auch unabhängig von meiner Anwesenheit stattfand.. Also kam dann nach 8 Monaten Plan B zum Einsatz und Paul zog zu meinem Freund und Moritz (EKH-Kater), der schräg gegenüber von uns wohnt.. Ursprünglich als Test geplant, weil Paul sehr dominant ist, entpuppte sich das als richtige Entscheidung.

So ist die Situation seit knapp 7 Jahren unverändert, beide Kater entwickelten sich prächtig und beide lebten wieder förmlich auf.. Max ist der King in unserem Weiberhaushalt, während Paul die Nähe und die Tobeeinheiten von seinem Dosenöffner und dem ehemaligen Wohnungsoberhaupt (Moritz) genießt..

Doch mein Freund wechselte jetzt den Arbeitgeber und bei diesem könnte es im nächsten Jahr passieren, dass er auf Montage muß.. Klar könnte ich Paulchen + Moritz pflegen.. aber dauerhaft dort einziehen würde wg. der Kinder schon gar nicht gehen. Dahingehend ist meine Überlegung, es nochmal mit Paulchen + Moritz bei uns zu versuchen.. Wegen uns mach ich mir da keine Sorgen, denn sie kennen uns ja, wir sind oft genug drüben und beide begrüßen uns auch, wenn wir rüberkommen. Nur mit Max hatte er nie wieder Kontakt und Moritz kennt ihn gar nicht.
Es ist wie verhext.. während Paul vom Aussehen her als eine Bombay durchgeht, hat er das eigenwillige Wesen einer EKH ist es bei Max komplett umgekehrt. Sieht eher aus, wie eine zu klein geratene EKH, hat aber das komplette Wesen einer Bombay und ist ausschließlich auf den Menschen fixiert.

Ob das wieder in Prügelei und Frust auf allen Seiten endet? Ich bin auch kein Freund von nutzlosen Versuchen, die mehr Leid bringen. Was sagt der Katzenkenner zu so einer Situation?
 
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nicker

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... kann man das wieder zusammenführen?

Es könnte in nächster Zeit ein Problem auf mich zukommen.. Eigentlich bin ich kein Anfänger, was Katzen angeht, die begleiten mich seit 45 Jahren.. Da ich aber bis jetzt nur 4 Katzen hatte bis zu ihrem Lebensende, könnte man mich doch als Anfänger bezeichnen..
Nachdem nach meiner letzten Katze vor 8 Jahren nach einiger Zeit doch wieder was in der Wohnung fehlte, kam mir der Notruf aus dem Kollegenkreis gerade recht und 2 Katzenkitten zogen bei mir mit ein..

Die beiden kleinen stammten aus einer versehentlichen (unfreiwilligen) Zucht von einer älteren Dame, deren Teenagermädchen für ein paar Nächte noch unkastriert entfleuchte und dem Ruf der Natur folgte.^^ Besagte ältere Dame mußte leider ins Krankenhaus und ihr leiblicher Nachwuchs war völlig überfordert (oder witterte die Chance und wollte die Schande schnell unter den Teppich kehren, denn Katzenmama sollte als *unbefleckte* Bombay Preise gewinnen)....

Unverantwortlicherweise landeten so zwei 8 Wochen junge Katerchen bei einem Arbeitskollegen, der bei aller Liebe aber für 6 Katzen insgesamt eine zu kleine Wohnung hatte. Und nach 2 Tagen war meine Wohnung bezugsfertig für die beiden Kleinen.. Gut, sie stammten nicht wirklich aus schlechtem Hause, denn beide fraßen schon Naßfutter und waren stubenrein, geimpft und entwurmt. Sie waren ganz normale Katzen, aber entwickelten sich völlig unterschiedlich.. Die ersten Wochen spielten beide viel und ausgiebig miteinander und verstrickten sich zum Schlafen als ein Bündel ineinander.. Max zeigte aber dort schon mehr eine Tendenz zu mir hin.. Und so kam es wie es kommen mußte.. War ich zu Hause, hockte Max immer öfters auf meinem Schoß und forderte immer öfters Kuschel- und Streicheleinheiten. Paul nahm mit meiner einen Tochter vorlieb, er wollte Nähe, aber selten Krauleinheiten..
Später in den Anfängen der Pupertät fing beide dann aber mit mal an, sich gegenseitig zu unterdrücken.. Sie bestiegen sich immer öfters und es kam zu Kloppereien aus denen Max als Verlierer herausging.. Paul hinderte ihn dann daran, aufs Katzenklo zu gehen und wenig später ließ er ihn auch nicht mehr fressen.. Die Hoffnung, dass die Kastration der Beiden wieder Ordnung reinbringen würde, erfüllte sich nicht. Zeitlich war ich auch meistens über 4 Stunden nicht zu Hause und eine räumliche Trennung innerhalb der Wohnung kaum möglich, denn beide können Türen öffnen, zumal die Klopperei und Mobberei auch unabhängig von meiner Anwesenheit stattfand.. Also kam dann nach 8 Monaten Plan B zum Einsatz und Paul zog zu meinem Freund und Moritz (EKH-Kater), der schräg gegenüber von uns wohnt.. Ursprünglich als Test geplant, weil Paul sehr dominant ist, entpuppte sich das als richtige Entscheidung.

So ist die Situation seit knapp 7 Jahren unverändert, beide Kater entwickelten sich prächtig und beide lebten wieder förmlich auf.. Max ist der King in unserem Weiberhaushalt, während Paul die Nähe und die Tobeeinheiten von seinem Dosenöffner und dem ehemaligen Wohnungsoberhaupt (Moritz) genießt..

Doch mein Freund wechselte jetzt den Arbeitgeber und bei diesem könnte es im nächsten Jahr passieren, dass er auf Montage muß.. Klar könnte ich Paulchen + Moritz pflegen.. aber dauerhaft dort einziehen würde wg. der Kinder schon gar nicht gehen. Dahingehend ist meine Überlegung, es nochmal mit Paulchen + Moritz bei uns zu versuchen.. Wegen uns mach ich mir da keine Sorgen, denn sie kennen uns ja, wir sind oft genug drüben und beide begrüßen uns auch, wenn wir rüberkommen. Nur mit Max hatte er nie wieder Kontakt und Moritz kennt ihn gar nicht.
Es ist wie verhext.. während Paul vom Aussehen her als eine Bombay durchgeht, hat er das eigenwillige Wesen einer EKH ist es bei Max komplett umgekehrt. Sieht eher aus, wie eine zu klein geratene EKH, hat aber das komplette Wesen einer Bombay und ist ausschließlich auf den Menschen fixiert.

Ob das wieder in Prügelei und Frust auf allen Seiten endet? Ich bin auch kein Freund von nutzlosen Versuchen, die mehr Leid bringen. Was sagt der Katzenkenner zu so einer Situation?

Natürlich wird das wieder mit Prügeleien und Frust auf beiden Seiten enden!

Es sind sieben Jahre vergangen, und Max hat seitdem bei euch als absoluter Einzelprinz gelebt.
Paul und Moritz dagegen sind ein eingespieltes Team in ihrem betreffenden Revier bei deinem Freund und werden bei einem Umzug zu dir natürlich auch versuchen, sich ihr Revier in deiner Wohnung zu erobern.
Dass Max die Revierübernahme und den Einzug zweier weiterer Katzen ohne Widerstand dulden wird, ist nicht zu erwarten.

Wenn du alle drei Katzen direkt aufeinander loslässt, ist genau das zu erwarten:
Prügelei und Frust!

Warum sollte das jetzt, nach sieben Jahren, anders sein als vor der Abgabe von Paul? *wunder*

Du schreibst nicht, dass sich deine Wohnsituation verändert hätte. Also hast du heute genauso wenig die Möglichkeit zu einer sinnvollen Separierung wie vor sieben Jahren.
Und dies für dann inzwischen drei erwachsene Katzen statt - wie vorher - für zwei Teens.

Eine neue Zusammenführung könnte durchaus funktionieren, aber dann nur als sog. "langsame Zusammenführung". Also mit separaten Räumen für die Katzen (einmal für Max, einmal für Paul und Moritz gemeinsam) und Einsatz der Gittertür zwischen den beiden "Revieren".

Eine langsame Zusammenführung ist essentiell für das Gelingen der Vergesellschaftung der erwachsenen Tiere, gerade wo dein Max so lange als Einzelkatze ohne Kontakt zu anderen Katzen gelebt hat.

Und wenn du diese räumlichen und technischen Voraussetzungen nicht bieten kannst, lass es bitte im Interesse der drei Katzen bleiben!
 
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SilenceAngel

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Das stimmt schon. Die Wohnsituation hat sich nicht verändert seit dem. Ein seperater Raum sozusagen nicht wirklich verfügbar. Wir wohnen mit 3 Menschen und 1 Kater in einer 3Raum-Wohnung, wo jeder sozusagen sein Zimmer hat.. Der Prinz bewegt sich frei und wählt seinen Aufenthaltsraum selbst, da Tür zumachen eh zwecklos ist^^
Ein 'Klemm'-Gitter ist zwar umständlich, da dann sozusagen immer ein Mensch mit eingesperrt ist, aber temporär denkbar, die Kinder sind jetzt größer als vor 7 Jahren und hätten auch die Reife dafür, dies kurzzeitig mit zu unterstützen...

Paul und Moritz werden mit einem dritten im Bunde bestimmt weniger Probleme haben. Sicher bin ich mir in Bezug auf Max allerdings nicht. Es wäre eine andere Situation als vor 7 Jahren, wo sich beide nur allein hatten. Ich denke, ich würde dies nur als allerletzten Ausweg wählen, wenn kein neues zu Hause für die beiden Racker zusammen gefunden werden kann.

Und nein, keine Panik, falls es soweit kommt, dass die beiden zu mir müssen, kommt der jetzige Dosenöffner seine Katerchen hier lediglich besuchen. Das ist keine temporäre Lösung, sondern bedeutet für alle beteiligten lebenslänglich ;)
 
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yellowkitty

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Das stimmt schon. Die Wohnsituation hat sich nicht verändert seit dem. Ein seperater Raum sozusagen nicht wirklich verfügbar. Wir wohnen mit 3 Menschen und 1 Kater in einer 3Raum-Wohnung, wo jeder sozusagen sein Zimmer hat.. Der Prinz bewegt sich frei und wählt seinen Aufenthaltsraum selbst, da Tür zumachen eh zwecklos ist^^
Ein 'Klemm'-Gitter ist zwar umständlich, da dann sozusagen immer ein Mensch mit eingesperrt ist, aber temporär denkbar, die Kinder sind jetzt größer als vor 7 Jahren und hätten auch die Reife dafür, dies kurzzeitig mit zu unterstützen...

Paul und Moritz werden mit einem dritten im Bunde bestimmt weniger Probleme haben. Sicher bin ich mir in Bezug auf Max allerdings nicht. Es wäre eine andere Situation als vor 7 Jahren, wo sich beide nur allein hatten. Ich denke, ich würde dies nur als allerletzten Ausweg wählen, wenn kein neues zu Hause für die beiden Racker zusammen gefunden werden kann.

Und nein, keine Panik, falls es soweit kommt, dass die beiden zu mir müssen, kommt der jetzige Dosenöffner seine Katerchen hier lediglich besuchen. Das ist keine temporäre Lösung, sondern bedeutet für alle beteiligten lebenslänglich ;)

Das wäre der Link zur langsamen Zusammenführung:
http://https://www.katzen-forum.net/eine-katze-zieht-ein/95613-die-langsame-zusammenfuehrung.html?highlight=langsame+Zusammenf%FChrung

Ich würde bei deiner Situation aber nicht von "kurzzeitig" ausgehen, das kann sich echt lange ziehen. Dein Kater wird in den 7 Jahren die Katzensprache verlernt haben, die muss er erst wieder lernen und das kann dauern. Natürlich kann es auch schneller gehen, aber wenn es früher schon Probleme gab, würde ich mich auf Wochen, wenn nicht sogar Monate einstellen.
 

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