Was kann ich noch besser machen bei ängstlichen Katzen?

Mademoiselle Minou

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Hallo liebe Forengemeinde,

Ich habe zwei Katzen, die aus einer sehr schwierigen Situation kommen. Ich habe hart mit ihnen gearbeitet, aber sie haben noch viele Ängste. Es handelt sich um zwei Wohnungskatzen, eine Katze und einen Kater, beide bereits ältere Tiere und keine Kitten mehr.

Beide kommen aus einer Haltung, in der sie grob vernachlässigt und oft tagelang nicht gefüttert und auch geschlagen oder zumindest mehrmals verstört oder sehr erschreckt wurden.

Als ich sie bekommen habe, hat sich alles um Existenz und Futter gedreht. Dafür haben sie auch Sachen zerstört und absoluten Terror gemacht. Es war sehr schlimm, ich musste anfangs alles absichern und wegschließen. Dazu kam, dass sie wahllos alles gefressen haben, was in irgendeiner Art und Weise hätte Essen sein können (z. B. weil etwas raschelt). Sie sind sogar an Müll gegangen und Verpackungen. Sie haben sogar Sachen angefressen, da hätte ich nie gedacht, dass sie das tun würden.

Ihre Verlassenheitsängste waren sehr groß und die Panik davor, zu wenig oder kein Futter zu erhalten. Die Katze hat in der ersten Zeit zwei Wochen nur durchgeschrien, auch Nachts. Ich bin irre geworden und war nervlich dann total fertig, weil ich kaum geschlafen habe in dieser Zeit.

Mittlerweile vertrauen mir beide und sie haben auch das Spielen für sich entdeckt. Sie hängen sehr an mir und vieles hat sich gebessert (Das Schreien, der Terror und Sachen zerstören sind zum Glück verschwunden. Auch fressen sie keinen Müll und Verpackungen mehr).

Aus Anfangs 400-500 Gramm Nassfutter und einen Haufen Trockenfutter am Tag PRO Katze, sind 150-300 Gramm Nassfutter und etwas Trockenfutter geworden. Die Katze hatte schlimme Blähungen, weil sie so furchtbar geschlungen und ihr Essen nur maximal zweimal gekaut hat. Auch das ist jetzt weg. Beide Katzen essen jetzt genüsslich und langsam.

Nun die Probleme, die aktuell noch bestehen: beide sehen sich immer unterschwellig als Konkurrenten. Anfangs ging es hauptsächlich um Futter, jetzt geht es fast nur um Aufmerksamkeit, Zuneigung und wer bei mir sein darf oder dass sie Angst haben, einer hat das Nachsehen. Natürlich spielen sie auch miteinander und liegen schon aneinandergeschmiegt zusammen, aber es gibt immer wieder diese Ausreißer!

Dazu kommen gerade bei der Katze immer wieder "schwallartig" aufkommende Panik, zu wenig Futter zu bekommen oder um die Existenz fürchten zu müssen.

Ein weiteres Problem ist, dass ich sich manchmal schwer entspannen können. Gerade, wenn sie wieder so eine Phase haben, in der sie sich als Konkurrenten sehen und sich kloppen oder Panik haben, dass sie kein Futter oder zu wenig bekommen könnten. Ich habe das Gefühl, dass ich ihnen noch nicht die Sicherheit biete, die sie brauchen?

Wenn sie aneinander geraten oder sich wieder gar nicht leiden können (sie meiden sich dann und sind sogar in getrennten Räumen) weiß ich nie so richtig, wie ich mich verhalten soll. Normalerweise drücke ich bei kleineren Streitigkeiten ein Auge zu. Ich denke, sie würden das sowieso austragen, wenn ich mal nicht da bin und letzten Endes möchte ich auch nicht, dass sich immer mehr und mehr anstaut, bis es dann explodiert und eskaliert.

Aber, sollte es zu heftig sein, gehe ich dazwischen. Ich bemitleide aber auch nie einen, wenn er verprügelt wurde und ich versuche auch nicht zu sehr auf die Streitigkeiten einzugehen. Ich bemühe mich sehr, beide gleichberechtigt zu behandeln, was schwer ist. Der Kater ist sehr zurückhaltend und ruhig, dadurch, dass die Katze sehr direkt und "fordernd" ist, zieht er sich eher zurück und fordert immer weniger und weniger ein, während sie aus Angst immer mehr und mehr fordert. Ich will nicht, dass der Kater sich im Nachteil fühlt. Ich weiß auch nicht, wie ich ihn am besten "gesondert" ansprechen kann, damit er mehr aus sich herauskommt (was zwischendurch durchblitzt) oder er versteht, dass ich ihn genauso wahrnehme und beachte, wie die Katze.

Was kann ich tun, was würdet ihr mir raten? Bitte verzeiht den ellenlangen Text. Ich bedanke mich im Voraus herzlich für jeden Beitrag!
 
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Margitsina

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Erst mal : Respekt vor deiner Leistung. :)
Die meisten hätten wohl die Katzen abgegeben.
Wann hast du die Beiden denn bekommen?
Vielleicht schreibst du noch ein bischen zu deinen Wohnverhältnissen und was du mit den Katzen spielst.
 
Mademoiselle Minou

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Erst mal : Respekt vor deiner Leistung. :)
Die meisten hätten wohl die Katzen abgegeben.
Wann hast du die Beiden denn bekommen?
Vielleicht schreibst du noch ein bischen zu deinen Wohnverhältnissen und was du mit den Katzen spielst.

Danke :).

Ich habe mich trotz allem immer verantwortlich für sie gefühlt und gewusst, dass sie ja nichts mit böser Absicht tun!

Ich hatte eine Phase, da wollte ich ein katzenerfahrenes Zuhause für die beiden finden, weil ich ziemlich fertig und überfordert war und auch nicht gedacht hätte, dass die beiden Tiere dann doch noch so offen für mich sind und so großartig mitmachen, wenn ich Versuche starte, ihnen als Anfängerin zu helfen und mich mit ihren Ängsten zu beschäftigen.

Aber jetzt geben sie mir so viel zurück und sind so fröhlich und dankbar. :pink-heart:

Anfangs war es sehr schwer, sie zu beschäftigen. Futter war ja DER Dreh- und Angelpunkt, oder die Suche danach. War schlimm :(.

Aber ich habe nicht aufgegeben und sie immer wieder und wieder zum Spielen animiert.

Angefangen haben wir mit dem "Snackball". Leckerlie waren dann die einzigen Motivatoren, um sie zum Spielen zu animieren, wenn es auch nur kurz war. Dann habe ich Leckerlie versteckt, damit sie die suchen und auch dafür klettern mussten. Ist aber oft schwer. Gerade die Katze ist total schnell frustriert und will ihr Futter gesichert.

Habe jetzt, nachdem sie Freude und Spielen für sich entdeckt haben, mehrere Spielsachen angeschafft: einen Catdancer (den lieben sie total), einen Rascheltunnel (heiß und innig geliebt), so einen Flummi-Ball der rumhüpft, normale Bälle die rasseln, eine Spielangel mit Glöckchen, Feder und Mäuschen und einen großen Karton, an dem sie sich abreagieren und reinklettern können. Der Snackball ist weiterhin in Benutzung. Ein Laserpointer ist bestellt worden :D.

Der Kater liebt geistige Forderung. Möchte bald mit einem Fummelbrett anfangen oder ähnliche Gerätschaften, die ihn geistig herausfordern und wo er rumprobieren kann.

Aber so dolle spielen wollen sie (noch) nicht. Lange Zeit überhaupt nicht, sie haben auch gar nicht verstanden, was das soll. Und aktuell wollen sie überwiegend mit mir schmusen, von mir angesprochen werden und weniger herumtollen. Machen sie auch oft für sich allein oder miteinander, aber überwiegend spielen sie nicht so viel. Sie sind aber auch schon älter, keine jungen Katzen mehr.

Beide habe ich seit über 2 Monaten. Also eigentlich noch nicht so lange. Seit erst zwei Wochen läuft es sehr viel besser.

Wohne in einer Wohnung in einer WG mit einer Freundin (75 qm) + Balkon. Ich bin die Hauptbezugsperson der beiden und kümmere mich. Es gibt mehrere Fensterbretter mit großen Fenstern zum Rausschauen. Habe einen guten Kratzbaum besorgt, der ist aber so mittelgroß, will noch einen größeren/höheren kaufen. Habe mehrere Bretter angebracht für mehrere Ebenen. Habe erfahren, dass man das "Catwalks" nennt. Sie können also auf den Catwalks rumklettern und auf den Schränken und Regalen.

Habe auch Schlafhöhlen angeschafft, damit sie sich zurückziehen können. Aber eigentlich gibt es mehrere Rückzogsorte hier.
 
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Suncat75

Suncat75

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Das hört sich ja alles ganz toll an! :)

Bei scheuen Miezen braucht es einfach Zeit, Zeit und nochmals Zeit. Eine von meinen beiden Katzen ist auch ein kleiner Angsthase bei gewissen Dingen, aber hat sich mittlerweile schon sehr geöffnet (zumindest mir gegenüber). Vertrauen aufbauen braucht eben Zeit, und ich finde, Du machst das richtig toll! Du spielst mit ihnen, richtest die Wohnung nach ihren Bedürfnissen ein (Catwalks etc.), sie haben schon gelernt, dass Futter bei Dir keine Mangelware ist... ich denke, das kommt mit der Zeit richtig gut, die zwei haben ja jetzt schon richtig schön Vertrauen in Dich gefasst!

Ein Tipp von mir wäre sonst noch, probier doch mal mit den beiden etwas Clickertraining zu machen! Ich bin ja ein richtiger Fan davon - die Katzen haben "geistig" was zu tun, es festigt die Bindung zwischen Dir und den Katzen und vor allem kannst Du damit auch gewisse Verhaltensweisen trainieren. Wenn sie das clickern mal kennen, kannst Du z.B. ganz gezielt auch das Entspannen mit ihnen trainieren. Besorg Dir am besten mal etwas Literatur oder lies Dich im Internet mal etwas durch.
 
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Fline

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Das klingt ja als hätte man die beiden unglaublich vernachlässigt und gequält :( wieso hatten die überhaupt Katzen? Oder haben sie die "geerbt"? Die armen Tiere :reallysad:
Für mich klingt das jedenfalls so, als würdest du alles richtig machen. Sie haben offensichtlich einen extremen Mangel den sie erst mal kompensieren müssen, erst an Nahrung, jetzt an Aufmerksamkeit. Super, dass sie schon so gut mitspielen und sich beschäftigen lassen! Ich weiß wie das ist, als wir unser Paulchen zu uns geholt haben wollte er zwar spielen, wusste aber gar nicht so recht wie und hatte auch eine unheimlich niedrige Frustrationsgrenze. Von Ina1964, (die übrigens auf Bachblüten spezialisiert ist, vielleicht ist das ja auch was für euch?) habe ich eine Spielidee bekommen, die auch das Selbstvertrauen sehr fördert: Schuhkarten zukleben, auf einer Seite zwei kleinere, auf der anderen Seite ein größeres Türchen schneiden. Wichtig ist, dass die Löcher bis zum Boden gehen. Dann Leckerli vor ihren Augen reinlegen und sobald sie es rausgeangelt haben überschwinglich loben. Eventuell die Löcher anfangs etwas größer machen. Meiner ist ganz verrückt nach diesem Spiel :)
Jedenfalls, für mich klingt das schon nach sehr großen Fortschritten für die kurze Zeit, und sobald sich die Situation normalisiert hat und die beiden richtig bei dir angekommen sind, wirst du zwei sehr dankbare Stubentiger und viel Freude an ihnen haben :)
 
tiedsche

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Ein dickes Kompliment für dich:pink-heart:
Was du da bisher hinbekommen hast als Anfänger, mit wirklich problematisches Katzen, ist wirklich bewundernswert (ich kenn ja deine Geschichte von Susanna und ich hätte nicht geglaubt, dass das machbar ist;) )

Dem Vorschlag mit dem Clickern schließe ich mich an. Gerade für deine Katzen wär das sicher ein Gewinn in bezug auf Vertrauen, Bindung und Selbstbewußtsein. Zu Beginn würde ich das aber getrennt machen. Später kannst du dann vielleicht einen gemeinsamen Versuch starten.

Hier bekommst du dazu einen guten Einstieg https://katzentraining.wordpress.com/2011/08/20/schritt-1/
Später gibts dazu auch diverse Bücher:)

Ina1964 ist dir ja schon ans Herz gelegt worden. Bei euch würde ich es auf jeden Fall zusätzlich mit Bachblüten versuchen.

Einen positiven Durchbruch gabs ja jetzt schon und ich drücke dir die Daumen, dass die Eifersucht sich auch irgendwann legt.
Diese Katzen mußten wohl immer um ihre grundlegenden Ressourcen kämpfen um zu überleben. Das dauert einfach, bis sie sich entspannen.

Auf jeden Fall hast du das bisher wirklich toll gemacht:):):)
 
J

Jonika

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Hallo,

das ist doch super, was ihr in der relativ kurzen Zeit erreicht habt! Hut ab!

Da haben die beiden ja richtig großes Glück gehabt, daß sie bei dir gelandet sind. Ich weiß nicht, ob ältere Katzen mit so einer Vorgeschichte noch in der Lage sind, ein natürliches Sättigungsgefühl zu entwickeln. Vielleicht kann da jemand was zu sagen?
Was du machst, ist jedenfalls klasse. Hab weiter Geduld, da geht sicher noch mehr.
Ich schick dir mal ne PN mitder HP einer sehr guten Tierheilpraktikerin, die hat sicher auch noch ein paar gute Tips für dich.

LG
 
tiedsche

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Aus Anfangs 400-500 Gramm Nassfutter und einen Haufen Trockenfutter am Tag PRO Katze, sind 150-300 Gramm Nassfutter und etwas Trockenfutter geworden.
Das ist doch schon ein Wunder, dass sie in der kurzen Zeit schon so runtergefahren sind.;)
Meine Hungerkatze würde auch nach 2 Jahren noch fressen bis sie platzt, wenn ich sie lassen würde.:oops:
Die Zwei scheinen also wirklich lernfähig zu sein. Futterneid wird wahrschjeinlich immer ein Thema bleiben denk ich, aber damit kann man ja umgehen, indem man getrennt füttert oder ähnliches...
 
mefi

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Hallöchen,

ich freue mich, dass Du Dich so anstrengst, Katz und Kater ein Zuhause zu schaffen, in dem sie sich wohlfühlen.

Ich weiß nicht, ob ich es überlesen habe, aber könntest Du beschreiben, wie sich die von Dir genannten Ängste und Verhalten, wie z.B. wenn beide sich "streiten", genau äußern? Was machen die Katzen dann genau?

Wie alt sind die beiden? Oder habe ich das überlesen?

LG
Mefi
 
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Jule390

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  • #10
Für nur zwei Monate die die Zwei bei Dir sind, hast Du schon unglaublich viel erreicht! Respekt! :)
 
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Stancer

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  • #11
Zum entspannen kann Musik beitragen. Katzen stehen wohl auf langsame klassische Musik. Sollte man für Menschen als "leise" abspielen ! Katzen haben ja ein empfindliches Gehör.
Ansonsten sind Naturgeräusche auch ganz gut. Meeresrauschen, Waldgeräusche etc.

Ausserdem kann man das ganze noch mit Duftölen verstärken.

http://www.katzenaufzucht.de/natur/aroma.html
 
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tiedsche

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  • #12
Bei Ölen wäre ich vorsichtig und würde das lassen:oops:
Dann lieber Feliwaystecker;)
 
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Stancer

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  • #13
Bei Ölen wäre ich vorsichtig und würde das lassen:oops:
Dann lieber Feliwaystecker;)

Bei Ölen muss man natürlich aufpassen was man kauft. Es dürfen keine Phenole oder Terpene enthalten sein. Sowas zu finden kann schon mühsam sein !
Auf jeden Fall sollte man sich auskennen !
 
Mademoiselle Minou

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  • #14
Danke für eure Antworten! :)

Kurz etwas mehr zur Vorgeschichte: die beiden haben bei einer demenzkranken alten Frau gelebt, die alleinstehend war und bis zu ihrem Tod in der Wohnung geblieben ist. Dann wurden die beiden unter den Nachbarn ziemlich lange immer wieder "rumgeschoben", bis sie dann zu entfernten Verwanten kamen. Diese haben die Katzen gar nicht gewollt, wollten sie nur los werden und haben sie eben tagelang nicht gefüttert, vernachlässigt und ja, ich denke auch schlimmere Dinge gemacht.

Ich habe damals mehrere Tierschutzvereine kontaktiert, um nach zwei Katzen zu fragen. Ein Tierschutzverein hat sofort auf beide hingewiesen. Ich habe immer betont, dass ich Anfängerin bin in Katzenhaltung und habe dies auch bei den Vorbesitzern gesagt, viel gefragt usw. Aber sie haben mich eiskalt angelogen und die ganzen Probleme mit den beiden waren bei den Kennenlernterminen nicht ersichtlich. Und nachdem ein Tierschutzverein auf die beiden hingewiesen hat, dachte ich, es ist okay. War es dann aber nicht, denn als es Probleme gab, hat zuerst der Tierschutzverein sich komplett rausgezogen und gemeint, sie werden mir nicht helfen, weil die Katzen nur über sie und nicht von ihnen vermittelt worden sind. Gab auch keinen Vertrag und ja, jetzt weiß ich, wie wichtig ein Vertrag ist und wie unseriös das gelaufen ist ...

Auf jeden Fall haben die vom Tierschutzverein auch dann zugegeben, niemals die Katzen kennengelernt zu haben und sie haben sich auch nie näher mit den Vorbesitzern beschäftigt, die dann eiskalt zugegeben haben, dass sie es mit der Versorgung doch nicht sooo genau genommen haben, dass die Katzen ihnen lästig waren und dass die beiden nicht nur bei EINER Nachbarin waren (so wie sie es mir erzählt haben), sondern bei sehr vielen.

Tja, am Ende war ich dann "die Dumme", bin hängen gelassen worden und durfte mir dann noch von diesem besagten Tierschutzverein sagen lassen, dass ich verantwortungslos bin und dass die Katzen mit mir ein Problem haben, nicht ich mit ihnen und einfach keine Sympathie da ist und ich wohl prinzipiell nicht für Katzenhaltung geeignet bin und mir Illusionen gemacht habe. Das sei alles ganz normal, was die machen, so seien Katzen. :rolleyes:

So, zu den anderen Fragen: der Kater lässt mittlerweile immer Futter im Napf übrig. Ist das ein Zeichen für ein normales Sättigungsgefühl? Die Katze auch ab und zu, aber meistens frisst sie alles auf und hat dann als einzige noch diese panischen Ausreißer, dass sie fressen könnte ohne Ende, Angst hat zu wenig zu bekommen oder wieder hungern zu müssen und sie hat dann wirklich Angst. Sie hat dann so ein spezielles Miauen, das sie nur dann hat, wenn sie sich reinsteigert wird eine Art Gurgeln daraus und sie reißt auch immer panisch/hysterisch die Augen auf, legt die Ohren an und macht hin und wieder gerne Schreikonzerte.

Anfangs hat sie IMMER aus Prinzip dem Kater das Futter weggefressen. Ich habe ihr beigebracht, es zu lassen. Interessant ist: sie lässt mittlerweile sogar sein halb aufgegessenes Futter stehen, wenn sie diese Ängste hat und geht nicht mehr ran. Und ich habe mit ihr eingeübt, dass sie immer brav wartet, wenn ich das Futter fertig mache und nicht hysterisch herumrennt, so wie vorher.

Den Feliway-Stecker habe ich in Benutzung. Aber, das kann keine Dauerlösung sein und ich habe Angst, was passiert, wenn ich den mal weglasse. :(

Ich werde es mal mit der leisen Musik versuchen oder mit Naturgeräuschen. Vielleicht hilft das ein wenig :). Aktuell habe ich ihnen auch ein Baldriankissen gekauft.

Mit Bachblüten will ich es auf jeden Fall versuchen! Ich habe mich dazu ein wenig eingelesen. Meint ihr, ich kann die auch einfach ins Futter träufeln? Sonst werden es meine nicht annehmen, befürchte ich. Ich würde auch gerne Zylkene geben. Kann ich das auch mit den Bachblüten machen? Wem von beiden würdet ihr Zylkene geben? Oder beiden?

"Scheu" im Sinne von Distanz zu mir sind sie gar nicht. Sie sind jetzt sehr anhänglich und laufen mir meistens nach. Gerade die Katze will immer schmusen und hängt dann wie ein kleines Püppchen in meinen Armen :pink-heart:. Der Kater mag auch gestreichelt werden, aber es macht ihm noch oft Angst oder mag es nicht immer so sehr. Aber er streicht mir immer um die Beine und ist IMMER der erste, der mich an der Tür begrüßt. Und er schnurrt immer sehr laut, wenn er in meiner Nähe sitzt und blinzelt freundlich. Nur einmal ist er auf meinen Schoß gekommen, das war so toll ... ich wünschte, er würde es wieder tun, aber ich will ihn nicht bedrängen und lasse ihn in Ruhe.

Beide machen aber immer wieder "Kontrollgänge" ob ich noch da bin. Da ist noch große Unsicherheit mit im Spiel.

Denkt ihr, es ist in Ordnung, wenn ich die Userin Ina1964 einfach anschreibe? Ich will sie nicht belästigen oder nerven ...

Ich weiß nicht, ob ich es überlesen habe, aber könntest Du beschreiben, wie sich die von Dir genannten Ängste und Verhalten, wie z.B. wenn beide sich "streiten", genau äußern? Was machen die Katzen dann genau?

Wie alt sind die beiden? Oder habe ich das überlesen?

Also angeblich ist die Katze 8 und der Kater 6 Jahre alt. Aber, ich werde die Tage zu einem Tierarzt gehen und das mal ganz genau checken lassen. Auf jeden Fall sind sie keine Kitten mehr und nicht mehr ganz so jung.

Das Streiten macht mir gerade sehr zu schaffen.

Anfangs war es so: die Katze hat den Kater ständig verprügelt und als "Ventil" benutzt. Immer, wenn ich sie getadelt habe oder sie gefrustet war, hat sie ihn sofort geschlagen. Sie hat ihm auch immer, bis ich angefangen habe, das anzugehen, ihm prinzipiell das Futter wegfressen wollen. Und wenn er zu mir wollte, hat sie ihn sofort angegriffen, angefaucht und nach ihm gehackt. Seitdem kommt er nicht mehr von sich aus zu mir. :(

Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Vor ein paar Tagen war es ganz schlimm, da hat der Kater die Katze stundenlang (!) durch die Wohnung gejagt. Sie haben definitiv nicht gespielt. Am Schluss hat er sie nur unter meinem Schreibtisch geduldet und auf dem Fensterbrett, sobald sie sich wegbewegt hat oder sogar zu mir wollte, ist er dagegen vorgegangen.

Nach ein paar Tagen haben sie wieder ruhig zusammengelegen, ein bisschen gekuschelt und gestern sogar miteinander gespielt.

Aber seit drei Tagen ist es so: jeden Morgen streiten sie sich erstmal. Dann ist aber wieder Ruhe und sie gehen "normal" miteinander um. Nachts manchmal auch nochmal so ein Streit, aber dann passt es wieder.

Gestern hat die Katze den Kater am Kopf geputzt. Er hat es genossen und entspannt die Augen dabei geschlossen. Nach einer Weile hat er sich aber dann gesträubt und ihr dann mit der Pfote mehrmals auf den Kopf gehauen, davon ist sie ziemlich erschrocken. :(
 
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tiedsche

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  • #15
Ina1964 kannst du einfach anschreiben;)
Wenn sie keine Zeit hat wird sie es sicher sagen. Die Arme ist ja Anlaufstelle des gesamten Forums bezüglich BB ;) Da lernt man sicher zu sagen was geht und was nicht.

der Kater lässt mittlerweile immer Futter im Napf übrig. Ist das ein Zeichen für ein normales Sättigungsgefühl? Die Katze auch ab und zu, aber meistens frisst sie alles auf und hat dann als einzige noch diese panischen Ausreißer, dass sie fressen könnte ohne Ende,
Der Kater scheint inzwischen Vertrauen in die tägliche Versorgung zu haben - ja, das hört sich nach normalem Verhalten an.
Die Katze noch nicht - da solltest du noch nachlegen, wenn es ihr nicht reicht

Da sie schneller5 gefrustet zu sein scheint würde ich auch erstmal getrennt füttern. Dann mußt du nicht abmahnen (und sie zusätzlich frusten und sie muß nicht vor dem vollen Napf des Katers aushalten) und jeder kann in Ruhe fressen.

Anfangs war es so: die Katze hat den Kater ständig verprügelt und als "Ventil" benutzt. Immer, wenn ich sie getadelt habe oder sie gefrustet war, hat sie ihn sofort geschlagen. Sie hat ihm auch immer, bis ich angefangen habe, das anzugehen, ihm prinzipiell das Futter wegfressen wollen. Und wenn er zu mir wollte, hat sie ihn sofort angegriffen, angefaucht und nach ihm gehackt. Seitdem kommt er nicht mehr von sich aus zu mir.

Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Vor ein paar Tagen war es ganz schlimm, da hat der Kater die Katze stundenlang (!) durch die Wohnung gejagt. Sie haben definitiv nicht gespielt. Am Schluss hat er sie nur unter meinem Schreibtisch geduldet und auf dem Fensterbrett, sobald sie sich wegbewegt hat oder sogar zu mir wollte, ist er dagegen vorgegangen.

Diesen Wechsel finde ich nachvollziehbar. Irgendwann reicht es meist auch der friedlichsten Katze und sie wehrt sich.

Die Katze scheint ja eine seeehr geringe Frusttoleranz zu haben und genau daran solltest du wahrscheinlich schwerpunktmäßig jetzt arbeiten.
Die Katze muß lernen zu warten.
Einfacher gesagt als getan.
(ich habe auch so eine Dame hier, die alles verprügelt, wenn sie nicht bekommt, was sie will...)
Das ist eigentlich wirklich ein Fall für einen Profi....

Grundsätzlich solltest du schauern, dass du bekannte Situationen, die zum ausrasten führen erstmal versuchst zu vermeiden (zb den Morgen so gestalten, dass sie sich nicht in die Wolle bekommen. Gibt es Ärger vor oder nach dem Frühstück?
Und ich würde wirklich vorerst in getrennten Zimmern füttern und die Katze immer zuerst.
In diesem Stadium verstärkst du mit Erziehung zum Warten oder Ignorieren des fremden Napfs vielleicht eher ihren Frust. ...
(in meiner friedlichen Gruppe gibts auch jeden Morgen Krawall vor dem Frühstück - vor allem ausgelöst durch die Dame, die auch schlecht warten kann)

Beim Clickern könntest du Übungen machen, wo sie vor allem irgendwo für einen Moment ruhig warten muß, um zu lernen das auszuhalten. Aber auch viele kleine Dinge, die sofort belohnt werden mit Leckerli und Lob.

Gestern hat die Katze den Kater am Kopf geputzt. Er hat es genossen und entspannt die Augen dabei geschlossen. Nach einer Weile hat er sich aber dann gesträubt und ihr dann mit der Pfote mehrmals auf den Kopf gehauen, davon ist sie ziemlich erschrocken.
Das ist katzentypisch und nicht schlimm, wenn sie auch nett miteinander umgehen;)
Lecken ist nicht immer nur nett, sondern kann auch Dominanzverhalten sein oder Provokation.:)
 
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Mademoiselle Minou

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  • #16
Kann auch jemand mit Clickertraining richtig umgehen, der auch noch Anfänger in Sachen Katzenhaltung ist? Wo kann ich mir Clicker bestellen oder kaufen (Fressnapf?) und gibt es da Unterschiede?

Meinst du, dass ich auch schon jetzt anfangen sollte, trotz der hohen Frustrationsgrenze der Katze? Der Kater wird gerne beschäftigt und lernt gerne, aber auch er zieht das Leckerlie-Suchen und mit dem Snackball nicht länger als eine Stunde durch und wenn er Leckerlie riecht, aber nicht sofort findet, geht er auch oft einfach nur aus dem Raum. :oops:

Der Kater scheint inzwischen Vertrauen in die tägliche Versorgung zu haben - ja, das hört sich nach normalem Verhalten an.
Die Katze noch nicht - da solltest du noch nachlegen, wenn es ihr nicht reicht

Ja, wäre meine nächste Frage gewesen, ob ich sie noch so viel füttern soll, wie sie es möchte. Heute war es nämlich wieder soweit, sie ist ganz gierig nach Futter und panisch. Die letzten Tage hat es so gut geklappt, sie kam mit 200 Gramm Nassfutter zurecht ... Ich habe aber Angst, dass sie dann total viel zunimmt und ich am Ende vielleicht sogar eine Diät mit ihr machen muss, was sie ja wahrscheinlich in ihren Ängsten zurückwerfen würde. Ich möchte auch nicht, dass sie sich daran gewöhnt, immer so viel Futter zu bekommen, wie sie will. Heute sind wir schon wieder bei 250 Gramm. Und zum ersten Mal seit langem hat sie die Portion vom Kater mitgefressen, als dieser genug hatte (aber sie geht nicht mehr ran, WÄHREND er frisst, das finde ich wieder gut, das hat sie nämlich zuerst ständig gemacht).

Seit der Kater "dominanter" geworden ist, backt sie ganz kleine Brötchen und hat auch nichts mehr gegen ihn gemacht. Sie versteckt sich während dieser Streitereien sehr viel vor ihm. Ich bemitleide sie dann nicht, auch wenn sie mir dann irgendwo leidtut und schlichte dann nur, wenn es zu wild wird. Ist das richtig, oder soll ich gleich jeglichen aufkeimenden Streit unterbinden?

Obwohl der Kater dominant ist (er stapft dann mittlerweile auch mit geschwellter Brust durch die Wohnung) zieht er sich gleichzeitig sehr zurück, was das Einfordern von Zuneigung, Futter oder Spielen angeht. Er ist für alles sehr dankbar und freut sich, aber er käme nie auf die Idee, so wie die Katze direkt Streicheleinheiten einzufordern. Obwohl er es am Anfang gemacht hat, bis sie ihn immer angezickt hat. Wie kann ich da anders auf ihn zugehen oder sollte ich das überhaupt tun? Will ihn ja nicht bedrängen.


Grundsätzlich solltest du schauern, dass du bekannte Situationen, die zum ausrasten führen erstmal versuchst zu vermeiden (zb den Morgen so gestalten, dass sie sich nicht in die Wolle bekommen. Gibt es Ärger vor oder nach dem Frühstück?

Vor dem Frühstück. Aber auch erst seit einer Woche. Während dem Essen streiten sie nicht, da gibt es keine Probleme. Danach sind sie etwas angespannt, aber nach ein paar Minuten liegen sie dann nebeneinander, als wäre nichts gewesen. :/

Ich werde sie trotzdem mal getrennt füttern und sehen, was passiert. Habe ich nur am Anfang gemacht, als die Katze dem Kater ständig alles wegfressen wollte und es war schwer, weil sie verstanden hat, dass ich ihn auch füttern werde. Sie hat also alles getan, damit ich sie nicht seperat mit ihrem Futter in einen Raum bekomme.


Lecken ist nicht immer nur nett, sondern kann auch Dominanzverhalten sein oder Provokation.

Das hat sie früher auch gemacht, als sie noch die dominantere von beiden war und den Kater aktiv verprügelt hat. Da hat es ihm auch gar nicht gefallen, er hat dann immer die Ohren angelegt und die Augen zugekniffen.

Das Putzen gestern hat eher freundlich gewirkt auf mich als Laie. Und er hat auch entspannt dabei gewirkt und seinen Kopf hingestreckt (hat er sonst nicht gemacht). Trotzdem hat er sie dann gehauen.
 
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  • #17
Kann auch jemand mit Clickertraining richtig umgehen, der auch noch Anfänger in Sachen Katzenhaltung ist? Wo kann ich mir Clicker bestellen oder kaufen (Fressnapf?) und gibt es da Unterschiede?

Meinst du, dass ich auch schon jetzt anfangen sollte, trotz der hohen Frustrationsgrenze der Katze?

Das Einzige was du brauchst ist ein gutes Timing und das ist abhängig von einen guten Beobachtungsvermögen...und das traue ich dir locker zu, nachdem was du geschafft hast ;)

Grade, weil sie so leicht Frust schiebt wären viele kleine Erfolgserlebnisse gut und die kann man mit Clickern oder anderen Kunststückchen mit Belohnung gut gestalten.
Du mußt nicht mit Warten anfangen, sondern mit ganz leichten Sachen, die Erfolgserlebnisse bieten. zB am Anfang nur, dass sie auf Zuruf reagiuert oder kommt:)
Und das Clickern kannst du ganz entspannt angehen.
Lies dir mal den Link durch, den ich vorne eingestellt habe.
Als Clicker nutze ich zB ein Schnalzen (Kugelschreiber geht auch), dann habe uch die Hände frei. Bei mir läuft es auch eher unter Kunststückchen.
Target wär bei dir aber sicher prima, weil du damit schnell etwas erreichst (da reicht auch ein Stab mir irgendwas drauf gesteckt (darüber könntest du sie zB später auf einen Warteplatz dirigieren).
Lies dir den Link durch - das kannst du jeden Abend 5 Minuten nebenbei machen ohne großen Aufwand. Achte nur drauf, dass du Dinge verlangst, die schnell zu Lob führen und nicht zu schwierig sind. Viel Lob ist das Ziel und nicht noch mehr Frust.

Und nocheine Sache, gerade bei unsicheren Katzen immer super wichtig:Routinen Katzen lieben Routinen.:) Sie geben Sicherheit, schaffen Erwartungshaltungen und Erfolgserlebnisse.
Also alle Angebote (Spielen, Füttern, Kuscheln) mit gleichem Ablauf zur selben Zeit und an bestimmten Orten anbieten.
Die Katzen konnten sich auf nix mehr in ihrem Leben verlassen. Da sind Routinen doppelt wirksam!

wäre meine nächste Frage gewesen, ob ich sie noch so viel füttern soll, wie sie es möchte. Heute war es nämlich wieder soweit, sie ist ganz gierig nach Futter und panisch. Die letzten Tage hat es so gut geklappt, sie kam mit 200 Gramm Nassfutter zurecht ... Ich habe aber Angst, dass sie dann total viel zunimmt und ich am Ende vielleicht sogar eine Diät mit ihr machen muss, was sie ja wahrscheinlich in ihren Ängsten zurückwerfen würde.
Ich würde auf jeden Fall noch füttern soviel wie sie will, aber das Gewicht im Auge behalten

edit - frag mal Susanna wegen "Futtercellulose"- Die hat auch so einen Fresssack "lach". Der lernt es auch nicht und das scheint gut zu klappen
 
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Mademoiselle Minou

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  • #18
Das Einzige was du brauchst ist ein gutes Timing und das ist abhängig von einen guten Beobachtungsvermögen...und das traue ich dir locker zu, nachdem was du geschafft hast

Puh, danke, das erleichtert mich. Habe ein wenig Panik, dass ich das Clickertraining falsch angehe oder zu anstrengend für die Katzen gestalte. Dein Link ist aber total gut, ich lese mich da noch mehr ein. Habe auch auf Youtube Videos gefunden, wo das Schritt für Schritt erklärt und an echten Katzen gezeigt wird. Da werde ich mir auch noch einige ansehen.


Und nocheine Sache, gerade bei unsicheren Katzen immer super wichtig:Routinen Katzen lieben Routinen. Sie geben Sicherheit, schaffen Erwartungshaltungen und Erfolgserlebnisse.
Also alle Angebote (Spielen, Füttern, Kuscheln) mit gleichem Ablauf zur selben Zeit und an bestimmten Orten anbieten.
Die Katzen konnten sich auf nix mehr in ihrem Leben verlassen. Da sind Routinen doppelt wirksam!

Guter Tipp. Ich war vermutlich ziemlich doof, ich habe sie zwar Morgens/Nachmittags/Abends/Spät Abends gefüttert, aber nicht immer zur exakt gleichen Uhrzeit. Habe einen Ratgeber gelesen, wo drinstand, dass man das nicht tun soll, weil Katzen in der freien Wildbahn ja auch nicht immer um die gleiche Uhrzeit Beute bekommen würden und wir Menschen ja auch nicht immer um gleiche Uhrzeiten essen.

Vor allem am Wochenende habe ich nicht immer gleich so früh gefüttert, wie unter der Woche. War wohl ein riesen Fehler? Dachte, das ist okay, weil ich ihnen über Nacht Trockenfutter hinstelle.

Ich bin gerade mit den Anzahl der Mahlzeiten etwas überfordert und wie viel das sein sollte ...

Ich gebe Morgens 100 Gramm Nassfutter für jeden (da haben sie am meisten hunger). Nachmittags habe ich dann 50 Gramm Nassfutter gegeben und später etwas Trockenfutter als Zwischenmahlzeit. Später Nachts habe ich noch weitere 50 Gramm Nassfutter gegeben und zum Schluss, bevor ich ins Bett gehe, stelle ich noch etwas Trockenfutter hin. Was ich auch mache, wenn ich z. B. zu einem geschäftlichen Termin außerhalb muss oder mich Abends mit Freunden länger treffe (arbeite aber sonst von zuhause aus).

Davor waren es locker 400-500 Gramm Nassfutter pro Katze und es war kein Normalzustand und auch keine Struktur drinnen, weil sie immer hunger hatten, besonders die Katze und immer nur an Fressen gedacht haben ... seit zwei Wochen versuche ich es mit mehr Struktur und weniger Mengen, damit sie nicht fett werden oder sich an die Massen Futter gewöhnen. Der Kater kommt damit gut klar und lässt auch immer einen Teil der Mahlzeiten oft drin, hebt sich was für später auf und ist auch nicht gierig, auch wenn er sich natürlich freut, wenn es Futter gibt.

Ich habe gelesen, dass das mit dem Trockenfutter nicht gut ist und will wieder weg davon. Der Tierarzt einer Freundin meinte, dass Trockenfutter angeblich besser wäre für die Verdauung und die Organe mitunter nicht so belasten würde wie Nassfutter, aber das ist anscheinend totaler Bullshit. Nächsten Donnerstag haben wir einen Tierarzttermin und da werde ich den nochmal fragen, was der meint, besonders bei meinen Katzen und werde aber jetzt überwiegend das Trockenfutter weglassen. Aber dann würde gerade die Katze wieder sehr viel mehr Nassfutter verlangen.

Im Moment reichen dem Kater Morgens 100 Gramm Nassfutter und dann eben jeweils die 50 weiteren Gramm pro Mahlzeit. Er frisst aber auch total gerne Trockenfutter zwischendurch.

Wie viel mehr Nassfutter müsste ich geben, wenn ich das Trockenfutter weglasse, so dass es sich noch in einem normalen Bereich bewegt, was Katzen fressen sollten?


Ich würde auf jeden Fall noch füttern soviel wie sie will, aber das Gewicht im Auge behalten

edit - frag mal Susanna wegen "Futtercellulose"- Die hat auch so einen Fresssack "lach". Der lernt es auch nicht und das scheint gut zu klappen

Stimmt, Futtercellulose hat sie schon einmal erwähnt. Werde ich nochmal anfragen :). Hoffentlich kann ich es der Katze unterjubeln.

Also würdest du mir raten, dass ich jetzt ganz feste Futterzeiten einlege und dann zusätzlich noch füttere, wenn die Katze hunger hat? Damit sie a) die Sicherheit hat, dass sie auf jeden Fall zu festen Zeiten was bekommt und b) sie trotzdem weiß, dass sie immer noch was fressen kann, wenn es ihr zu wenig ist?

Wie machen das denn so die anderen hier im Forum, was das Füttern angeht und die Menge?

Übrigens, ich habe meinen Katzen jetzt eine eigene Playlist mit Naturgeräuschen gemacht. Sie lieben es! :wow:

Besonders so Waldgeräusche mit Vogelgezwitscher. Sie entspannen sich da irgendwie, auch wenn sie gespannt zuhören, wegen den Vögeln.
 
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Stancer

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  • #19
Also bei Trockenfutter und Nassfutter kannst vermutlich 100 Leute fragen und jeder sagt dir dazu was anderes.

Das ist für manche Leute fast schon wie Religion. Ich denke ne gute Mischung ist absolut ausreichend und wird die Katzen nicht umbringen.

Ich kenne Leute die haben nur Trockenfutter gegeben und da wurde die Katze 20 Jahre alt aber ich kenne auch Leute da war das gleiche mit Nassfutter.
Unsere kriegen gemischt, auch weil unsere (Prinzessin)Avni ne Mäkel-Diva ist und lieber Trockenfutter frisst. Dem Kater ist es eher egal, hauptsache essbar :)
Ich denke es kommt auch nicht drauf an ob Trocken oder Nass, sondern dass das Futter hochwertig ist und kein "billig"-Futter ! Gutes Futter muss auch nicht teuer sein.

Am besten wäre barfen aber das ist zum einen teuer und zum anderen auch aufwendiger ! Wenn die Katzen bereits was älter sind ist es eh schwerer sie dann darauf umzugewöhnen !

Aber schön, dass das mit den Naturgeräuschen klappt :)
 
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Mademoiselle Minou

Mademoiselle Minou

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  • #20
Also bei Trockenfutter und Nassfutter kannst vermutlich 100 Leute fragen und jeder sagt dir dazu was anderes.

Ja, es ist echt sehr schwer :(. Ich habe mich hier im Ernährungs-Teil eingelesen und auch allgemein (habe in der Bücherei Bücher über Katzen und deren Haltung ausgeliehen) und es wird tatsächlich total viel verschiedenes zu dem Thema gesagt.

Aber ich will auch nicht, dass meine Katzen krank werden oder später Nierenprobleme etc. bekommen. :reallysad:

Ich habe jetzt echt gerade Schiss, was ich da so gelesen habe.

Gerade der Kater frisst liebend gerne Trockenfutter und ja, es ist halt für sie aktuell eine Sicherheit, wenn da Trockenfutter steht, wenn ich aus der Wohnung gehe oder ins Bett. Sie sind dann viel ruhiger.

Trinken tun sie, wie viel kann ich jetzt nicht sagen, aber ich fülle regelmäßig einen großen Napf mit frischem Wasser auf.

Ich füttere Purina One. Weil sie das am liebsten fressen. Ich gebe eigentlich auch nur Trockenfutter als Zwischenmahlzeit.

Nassfutter bin ich gerade noch am ausprobieren. Sie fressen ja alles, aber ich weiß, dass es echt schlecht ist, Futter zu geben, das nur 4% Fleischanteil hat. Whyskas hat eine Marke mit mindestens 60% Fleisch, aber Whyskas soll nicht gut sein, habe ich öfters gelesen.

Ansonsten werde ich mit Marken überschwemmt, was Nassfutter angeht und ja, viele sind extrem teuer und ich weiß nicht mal, welches Nassfutter vom Preis/Leistungs-Verhältnis super ist und nicht ungesund. :(

Habe jetzt mal im Monat 80-100 Euro für beide Katzen für Futter und Streu eingeplant.

Ich möchte zum Teil barfen. Also, wenn das geht. Heißt, immer mal wieder Fleisch und Innereien füttern, aber eben dann noch überwiegend Nassfutter.

Habe auch mal wo gelesen, dass man ab und zu den Katzen Reis mit Huhn geben soll oder ein Ei unter das Essen mischen sollte? :confused: Wenn sie Getreide nicht wirklich verwerten können (abgesehen von ein paar Körnchen, die von den Nagern stammen, die sie sonst fressen würden), dann sind doch Reis und Eier auch nicht gerade so optimal?

Aber dann weiß ich allgemein immer noch nicht die "richtigen" Futtermengen für eine Katze, ohne dass es zu viel oder zu wenig ist. Als Fütterungsempfehlung heißt es immer 150-200 Gramm Nassfutter pro Katze + Trockenfutter.

Ja, meine beiden mögen das Vogelgezwitscher wirklich sehr :). Ist auch interessant für sie!
 

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