Warum möchte jeder Kitten?

nandoleo

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Ich hab mal wieder meine nachdenklichen 5 Minuten und frage mich, warum die meisten Leute Kitten adoptieren? Es gibt so viele erwachsene Tiere, die ein gutes Zuhause suchen.
Viele Probleme gäbe es überhaupt nicht, wenn die Leute z.B. 2 erwachsene Katzen bei sich aufnehmen würden, die gut miteinander können. Da fallen die meisten Erziehungs- und Zusammenführungsprobleme weg, man weiss wie der Charakter der Tiere ist und kann viel gezielter für die eigene Lebenssituation auswählen.
Ich versteh diese "Kittensucht" irgendwie nicht. Aus Kitten werden doch auch erwachsene Tiere.
 
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Dana79

Dana79

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Gerne möchte ich antworten, weshalb wir bisher fast nur Kitten aufgenommen haben.
Hauptgrund für uns sind unsere Hunde und wir möchten schon gleich das Jungtier an Hunde gewöhnen. Das hat bisher auch super geklappt, die Katzen schlafen bei den Hunden im Korb.
Und das Gefühl, das keiner die Katze vorher versaut hat, finde ich auch gut.

Vor nicht all zu langer Zeit haben wir einen 10 Monate alten Kater aufgenommen, aus dem Tierheim. es hat super geklappt mit der Zusammenführung. Und trotzdem muss ich sagen, das Tier verhält sich hier völlig anders als angekündigt. Daher zieht bei mir das Argument nicht, man kenne schon die Eigenschaften. Da alles super harmonisch ist, ist es für uns kein Problem.
 
Z

Zugvogel

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Weil kleine Kätzchen ja soooo niedlich sind, da schlägt das 'Kindchenschema' voll zu.

Alles andere ist nebensächlich ;)



Zugvogel
 
N

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Wir haben auch mit zwei Kitten begonnen, weil ich dachte, daß das einfacher wäre.

Tja....es war nicht einfacher :rolleyes: und anders als ich mir naiverweise vorgestellt hatte :rolleyes:

Kurz vor Einzug der Kitten hatte ich Gardinen anfertigen lassen...für 1.500 DM.
Die Gardinen lagen nach dem Einzug der Kitten im Schrank :rolleyes:
Kurz darauf gab es auch keine Blumen mehr :rolleyes:, dann keine zerbrechliche Deko :rolleyes:, dann dies nicht :rolleyes: und das auch nicht :rolleyes:

Als 2005 die erste Gefährtin von meinem Moritz verstarb, zog die 8jährige Lady ein. Ok...die ist kein Maßstab.
Dann zog 2007 die 10jährige Cari ein und weitere erwachsene Katzen.


Dana79 hat gesagt.:
Und das Gefühl, das keiner die Katze vorher versaut hat, finde ich auch gut.

Ja...das finden viele Menschen gut und die "versauten Katzen" landen dann hier.
Anfängerfehler, Fehler "Das war nicht so gemeint", Fehler "Das habe ich nicht gewusst", Fehler "Ach..darf man sein Tier nicht aussetzen", Fehler "Dürfen Katzen nicht in Dunkelheit leben?", Fehler "Ist ein Messihaushalt nicht gut", Fehler "Ach...die haben wir vergesen zu vermitteln"

Das ist nur eine kleine Auswahl dessen, was sich hier tummelt und mit den Fehlern dürfen wir uns beschäftigen.


Dank Lady haben wir die unschöne Seite mit Katzen kennengelernt, aber wir haben mit Yogi auch viel Sonnenschein bekommen.

Kitten sind süß und wenn ich bei anderen Menschen welche sehe, quietsche ich auch "Meine Güte.....sind die süß!"
Aber haben wollen will ich sie nicht mehr.

Ich will mich nicht mit den Kittenspielen beschäftigen, ich will sie nicht von Hosen pflücken, aus Gardinen, hinter Schränken suchen müssen.

Ich mag schwierige Charaktere, bei Mensch und Tier. Ichmag die Herausforderung und ich habe - dank Lady - viel Erfahrungen sammeln müssen.

Die "versauten Katzen" lernen hier ein neues Leben, sie lernen sich einzugewöhnen, sich einzufinden, sich zu integrieren.
Sie sind gestandene Katzenpersönlichkeiten, mit einem Charakter, mit Macken und Eigenarten, aber mit viel Schmusebedürfnis, Ruhe und Geduld.


Kitten? Ja süß, aber nein danke.

Querköpfe? Ja bitte, denn so sollte eine Katzen sein :)
 
Dana79

Dana79

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Dazu sollte ich vll. ergänzen, wir haben mit dem 10 Monate alten Kater bewußt eine "versaute" Katze aufgenommen, völlig verstört, angeblich aggressiv, ließ sich gar nicht berühren. Ich bin froh, das wir ihn haben und es bereitet ungemeine Freude zu sehen, wie er auftaut. Das ist aber auch echt ne Aufgabe und jedes unserer Kitten war deutlich einfacher zu handhaben. Einen solchen Kater würde ich auch niemals im Leben einem Katzenneuling empfehlen.
 
N

Nicht registriert

Gast
Viele Menschen fragen sich "Aber leben sich die älteren Katzen überhaupt noch ein?"

Ja...tun sie...

Die weiße Dame mit dem schwarzen Frack kam 2005 im Alter von 8 Jahren zu uns.
Das Schwarzgesicht kam 2007 im Alter von ca. 10 Jahren zu uns.
Das Rotmützchen kam 2009 im Alter von ca. 8 Jahren zu uns.

Alle Katzen lebten vorher mit Artgenossen zusammen.



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Dana79

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nandoleo

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Im TS und in den TH gibt es doch auch ältere Katzen, die ausgewiesenermaßen hundeverträglich sind.

@Moment-a: Bei solchen Bilder geht mir das Herz auf!
Was für Persönlichkeiten!
 
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lulu39

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Auch ich bin über das Thema Kitten weg..

2004 fand ich einen Winzigkater auf der Straße in GR und habe "Katzenmama" gespielt. So schön, so gut - es war eine schöne Zeit, den Kleinen zu päppeln..

Die Adoption der Senioren Nero und Snoopy (bei Adoption 17 und 10 ) war eine total schöne Erfahrung. Die Tiere haben bereits Charakter und damit muß man sich auseinander setzen. Einfach toll!

Also ich brauch keine Kitten mehr und beim Anblick von Babykatzen setzt auch nicht der "Babyboom" bei mir ein..:rolleyes:

Man ganz pragmatisch:

Ich brauch keine an den Gardinen hochhangelnden, Tischdecken ziehenden Katzenbabys ohne "Aus - Knopf"..:D

Eine richtig schöne gestandene Katze /Kater ist genau das Richtige..

Auch mit einem 4jährigen hat man seinen Spaß - garantiert..:D

Allerdings scheinen manche Leute das Gefühl für Zeitspannen verloren zu haben. Selbst bei 1-2 jährigen heißt es: Derr is ja schon sooooooooo alt..:eek:

Aber hallo - ne Katze kann bis 20 Jahre alt werden..:rolleyes:
 
Dana79

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  • #10
was einfach denke ich wichtig ist das die katzen keine schlechten erfahrungen mit hunden gemacht haben.

Soweit wie wir wissen, hat er noch keine Erfahrungen mit Hunden gemacht. Und eigentlich sieht er wie die anderen Katzen mit den Hunden schmusen. Er mag sie gar nicht und faucht schon meterweit entfernt prophylaktisch...
 
Dana79

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  • #11
Jaja, die Hunde heißen hier auch... Katzenwaschanlage... :D Und es sieht zu gut aus wenn ein 15 Wochen Kitten einem 45 kg Labrador das Gesicht putzt.
 
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Fean

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  • #12
Ich habe mich gar nicht bewusst für 2 Kitten entschieden. Wenn man meine Vorstellung liest weiss man warum es die 2 Kurzen wurden.

Ich hätte auch zwei große Katzen genommen mir war das egal. Da ist dann auch was dran zum streicheln :omg: meine beiden sind noch so zart da kann man noch nicht so "wild" streicheln wie bei Großen. Hab immer Angst was kaputt zu machen bei den kleinen Köpfen :)
 
belaty

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  • #14
wir haben uns auch für kitten entschieden. WEGEN der hunde. die hassen nämlich ausgewachsene katzen. bei kitten ist das anderst: die möchten sie anfänglich bemuttern und passen auf sie auf. sie werden abgeschleckt und behütet:). glg
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Hellskitten

Hellskitten

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  • #15
Doch, ich kann das verstehen.
Es ist eine wunderschöne Erfahrung, "seine" Babys aufwachsen zu sehen und ich möchte sie um keinen Preis missen.
Nach unseren Jungs sind immer "fertigere" Katzen eingezogen - 3 Jahre alt, mindestens 10 Jahre alt, 9 Monate alt - und ich liebe sie genau so. Trotzdem möchte ich irgendwann mal wieder Kleine aufwachsen sehen. Allerdings hat sich das dank unseres Findlings mal wieder um 20 Jahre verschoben ;).
 
Mianmar

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  • #16
So, ich habe ja regelmäßig Kitten und höre ja auch immer die Therien der Adoptanten *G*
Ich möchte eigentlich keine Kitten haben, aber das machtiwie süchtig als Pflegestelle... am Anfang wollte ich Pflegestelle für ältere werden *seuftz* wurde aber mit Jungtieren überschwemmt.

Die meisten Gründe liegen auf dem " ist sonst schon versaut"-Schema... die Leute wollen "ihre" Katzen von Anfang an prägen und erziehen, gleichzeitig wollen sie perfekte Charakterbeschreibungen, etwas was so gar nicht klappt.
Ich denke auch bei Kitten ist es einfach häufig das Kindchenschema und ich denke auch das daher soviele Leute auch die Kitten viel zu früh von der Mama holen, weil sie eben so hilfsbedürftig udn süß ausschauen.
 
sibidoll

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  • #17
Hallo,
nachdem mein alter kranker Kater 2009 gestorben ist und ich ja über Katzen
einiges gelernt habe (niiiiiieeee mehr eine Katze alleine)habe ich überlegt
was ich jetzt mache.
Ich wollte zuerst etwas mit längerem Fell und habe mir eine dreijährige Ragdoll
genommen, die sehr gut sozialisiert war aber ein Jahr alleine bei einer alten
Dame gelebt hat und sie sich nicht mehr kümmern konnte.
Kurz darauf kam Sammy ein Sibi der bei mir den fünften oder sechsten Platz
hatte er war erst ein halbes Jahr aber einige Wochen alleine:mad:in einem Raum eingesperrt, er hat auch einen kleinen Schaden davon getragen(er ist
aber ein super lieber Kater)
Als ich aber gemerkt habe das Sammy noch einen Spielkameraden brauchte,
weil mein Zicke nicht mit ihm spielen wollte,habe ich wieder überlegt ev.Kitten

Welche Rasse??Gefallen würden mir ja viiiiieeeeele Katzen nach kurzer Überlegung und bearbeiten meines Mannes der zuerst strikt gegen eine dritte
Katze war, habe ich eine Bekannte angerufen die ein kleines Tierheim in Ungarn hat (sie ist aber Österreicherin) habe ich mir einen Tigerkater genommen, Nino war ein halbes Jahr alt (Tiger haben ja bekanntlich schlecht
Chancen) die Zusammenführung klappte ganz gut und ich habe es nicht bereut

Wenn meinen Katzen etwas passieren würde (Gott behüte) würde ich mir
auch eine noch ältere Katze nehmen, die im Alter zu meinen passt.

lG
 
doppelpack

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  • #18
Also ich wollte nur Kitten, aus verschiedenen Gründen.
1. Waren grad meine beiden letzten Tiere verstorben, sodass ich möglichst viel Lebenszeit haben wollte (klar, wäre bei einem 2 Jährigen auch noch da :D), aber im Tierheim gab es nur Kitten oder 10 Jährige+.
2. Möchte ich ein Tier gerne so erziehen, wie ich es sich in MEINEM Alltag einfügen soll - ältere Katzen sind da leider oft schon mit kleinen Unarten besetzt oder halt vieles nicht gewohnt (ich kann hier wirklich alles mit meinen Katzen machen, von Krallen schneiden, über ins Maul gucken, Öhrchen säubern...), da ist es der leichtere Weg, ein Kitten von Beginn an auf seinen Lebensstil zu prägen. Es wäre bei einer älteren Katze auch möglich, aber nicht mehr alles und vor allem braucht man deutlich länger.
 
sibidoll

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  • #19
Na punkto Körperpflege macht mir nur der jüngste etwas Probleme,beim Zähneputzen einmal in der Woche das mache ich bei allen dreien und die
vier Jährige ist am bravsten.:)
Gefallen lassen sie es sich aber im Endeffekt alles drei.
 
irlandfan

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  • #20
Ich glaube, es ist überwiegend das Kindchen-Schema. Etwas Rest-instinktives was dem Mensch im Lauf der Evolution noch geblieben ist. Das "Oh wie Süß" schaltet einen Großteil des Hirnes aus und verleitet zum unreflektierten Handeln. Viele, die Kitten aufnehmen, sind sich nicht bewusst was auf sie zukommt.

Einerseits zum Glück, denn auch die Würmer brauchen ein Zuhause. Aber sie werden es aus o.g. Grund immer einfacher haben als ältere, sog. schwierige oder problembeladene Katzen.

Ich wollte ganz bewusst keine Kitten als meine ersten Katzen, dann kam es aber anders.

Nach mittlerweilen fast 3 Jahren mit den Jungspunden kann ich für mich sagen: Nie mehr Kitten, lieber ältere Katzen, die es schwer haben einen Platz zu finden. Jetzt ist immerhin Bo mit seinen 4 Jahren hier eingezogen.

Aber ich möchte es auch nicht missen, die Erfahrung gemacht zu haben mit jungen Katzen zu leben und sie reifen zu sehen. Auch das trägt zum wichtigen Verständnis bei und ist eine wertvolle Erfahrung. Jetzt habe ich dies erlebt, jetzt brauche ich das nicht mehr.
 
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