Warum auch ältere Katzen toll sind!

nicker

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  • #21
Ich finde diesen Fred auch ganz toll und hätte bei dem kleinen Comic fast heulen können, weil er so zutreffend ist! Danke, Karöttchen!! :pink-heart:

Wir haben genau diese Ablehnung behinderter Tiere mehrfach selbst erlebt (gerade bei Pfötchen, unserem energischen Dreirädchen), und diese Leute dürfen aus meiner Sicht sterben gehen, sinnbildlich gesagt!!!

Wenn jemand selbst sich nicht zutraut, ein pflegebedürftiges oder aufgrund von Behinderung/Krankheit kostenintensives Tier zu sich zu nehmen, kann ich das respektieren. Das sind sachliche Gründe bzw. eben auch finanzielle Grenzen. Soweit ok.
Und wenn jemand sagt, er findet die und die Rasse einfach wegen der Optik toll oder mag am liebsten Tiger, Kuhkatzen oder Appelköppe - gerne. Geschmack ist etwas sehr individuelles, und letztlich kann man darüber nicht streiten (unsere rappeldürren Ohrentiere mag optisch ja auch nicht jeder ;)).

Aber wo ich wirklich den Kragen kriege, sind Äußerungen in Richtung, "mei, ist das Tier hässlich mit dem Matschauge/ dem verkrüppelten Ohr/ dem fehlenden Bein......" und "sowas gehört doch eingeschläfert, das arme Tier muss einem doch leid tun, das leidet doch nur" :alien::alien:!
Die diktatorische Erbprinzessin von Ruritanien sieht das ganz anders, die hätte gerne alle Haushaltsmitglieder unter ihrer Knute *gg*! Sie wird am Sonntag drei Jahre alt, und wäre sie nach ihrem komplizierten Beinbruch, der zur Amputation führte, direkt eingeschläfert worden, hätte sie weder zwei wunderbare Sommer erlebt noch den Umstand, dass sie ihre Herzensschwester an ihrer Seite und sich einen ganz neuen dreidimensionalen Lebensraum erobert hat! (Nein, sie würde nicht in einem Tierheim dauerhaft wohnen, davon bin ich fest überzeugt! Aber was ist mit all den anderen Dreirädchen und sonstigen Handicats, die nicht in so glückliche Umstände hinein geboren wurden??? Darum geht es doch!)

Ich möchte jeden ermutigen, sich statt eines Kittens eine erwachsene - gern auch eine ältere - Katze zuzulegen, der aktuell vor der Frage steht, eine Katze in seinen Haushalt aufzunehmen! Denn: das Putzelige, das Kitten im jungen Alter haben, ist mit ca. 1/2 Jahr schon deutlich vorbei; sie sehen sehr erwachsen aus und entsprechen nicht mehr dem Kindchenschema (das Wuselige und Verrückte bleibt ja noch eine Zeit ^^). Was soll an diesen insgesamt vielleicht 12, 16 Wochen zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat so extrem wünschenswert sein????? (Außer besagtem Kindchenschema!) Warum soll ein Zeitraum von vielleicht 3 oder 4 Monaten darüber entscheiden, ob ein Tierchen wohlmöglich über einen langen Zeitraum im TH bleiben muss oder halt wegen seiner vorübergehenden Putzeligkeit schnell ein neues Zuhause findet?:reallysad:

Das gleiche gilt für die Handicats: die rein optische Erscheinung, die z. B. Piraten (Halbblinde und Einäugige) mit sich bringen, bewirkt im Alltag und im gesundheitlichen Bereich keinen wirklichen Unterschied zu gesunden und "schönen" Katzen. Ähnliches gilt für Täubchen oder echt Blindchen, da man sich auf diese Form der Behinderung sehr schnell einstellen kann. Auch Ataxisten können in ihrem weiteren Leben sehr pflegeleicht sein (jedenfalls bei leichter Ataxie)
Dreirädchen sind auf Dauer kostenintensiver als gesunde Katzen, wegen der Aussicht auf Gelenkarthrose. Ebenso Diabetiker und andere chronisch kranke Katzen. Besonders pflege- und kostenintensiv können Schnittchen und Windelkatzen werden. Dass diese Katzen Langzeitinsassen im TH bleiben können, liegt auf der Hand, aber das beruht eigentlich ja nur auf dem Kostenfaktor bzw. der Notwendigkeit von Pflege oder regelmäßiger Medikamentengabe.
Und es ist ganz richtig: wenn man ein Tier erstmal hat, fällt es wesentlich leichter, auch Dinge zu tun, die man sich vorher nie zugetraut hat. Für mich persönlich war das Nickerkaters Vermächtnis: dass eine ewige Zimperliese wie ich es fertig kriegt, einem Lebewesen mit der Injektionskanüle einen Pieks unter die Haut zu versetzen. Danke, Nicki!!!!:pink-heart::pink-heart: (Ich werde deswegen nicht bei allen Diabetikern hier im Forum "hier" schreien, aber bei unseren Katzen würde ich mir jetzt auf jeden Fall zutrauen, dass ich sie auch spritzen könnte, wäre es notwendig!)

LG
 
Roma

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  • #22
Einfach nur toll!!!

:pink-heart::pink-heart::pink-heart:
 
tiedsche

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  • #23
Ich habe mein Leben lang fast immer nur Babys gehabt - weils einfach so war- auf ne andere Idee bin ich gar nicht gekommen.:hmm: Und das, obwohl ich auf Babys jeglicher Spezies gar nicht wirklich scharf- sondern erwachsene Katzen viel ansprechender finde.
Als es mal wieder soweit war und ich im TH nach nem Baby gesucht habe, bin ich über Shiwa gestolpert - erwachsen, scheu, schwarz und in Depression erstarrt - die konnte ich da nicht hocken lassen:oops: Auch das ist einfach passiert. Alt oder jung hat für mich eigentlich keine Bewertung:)
Aus Gewohnheit zogen nach ihr wieder Kitten ein, auch wenn Shiwa sich wunderbar entwickelt hat und ich keinen Unterschied zu meinen Kittenadoptionen festgestellen konnte....

Jede meiner Katzen hatte/hat ihren ganz eigenen Charakter. Einen großen Einfluß hatte ich da sicher nie drauf:p....von wegen Kitten passen sich besser an, haben eine tiefere Bindung, lassen sich besser erziehen blablablup:D

Meine jetzigen Katzen sind erwachsen eingezogen (3, 7 und 2? )und das war zum ersten Mal eine bewußte Entscheidung. Ich bin auch schon älter und hatte keine Lust mehr auf Dauernervkekse:grin: Das war die beste Entscheidung ever :cool: noch mehr Umtrieb, als mit meinem Dauerteenie Kabisa (jetzt fast 11) würde ich nicht ertragen:p
Und da ich immer davon ausgehe, dass alle meine Katzen 30 werden, habe ich auch keine Angst vor dem eventuell früheren Abschied. Und so schmerzhaft dasist, der Tod gehört nunmal dazu-früher oder später.
Meine nächsten Katzen werden definitiv ab 10+ hier einziehen, wenn es denn so sein soll.

Vor Scheuchen hatte ich immer Angst, wegen TA und CO. Naris durfte dann doch einfliegen und auch das war bisher nur eine Erfolgsstory und mit ihr habe ich hier meine erste Hardcorekuschlerin:)

Bewußt kranke Katzen würde ich persönlich wohl nicht adoptieren, weil ich einfach kein Pflegetyp bin. Aber ich denke, wer so gestrickt ist, hat eine sehr dankbare erfüllende Aufgabe gewählt.
Allerdings sollte man sich dann bewußt sein, dass solche Katzen halt auch mehr Einsatz in puncto Geldbeutel erfordern und die Möglichkeit sollte da sein.
Bei mir auch ein Grund, dass ich diese Verantwortung nicht übernehmen würde/könnte.

Langes Gelaber Kurzer Sinn :p
Diesen Satz finde ich sehr richtig:
Alles was ich von Menschen erwarte, ist offen zu sein gegenüber der Idee, ein "andersartiges" Tier in ihrem Leben zu haben. Wähle das Tier, in das du dich verliebst, aber gib wenigstens allen eine faire Chance, dein Herz zu erobern.
und ergänzend - man sollte einfach auch mal bewußt Wege abseits der Gewohnheit gehen, damit man überhaupt die Chance hat "Dinge" aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Scheuchen haben ihren Schrecken für mich völlig verloren.....bei anderen "Handicapsern" wärs sicher ähnlich, wenn man sie hautnah begleitet,
 
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GeneticRed

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  • #24
Mich haben kleine Kätzchen nie interessiert. Ich wollte schon immer eine ausgereifte Katzenpersönlichkeit, gerne auch älter :D

So sehr ich Katzen liebe, ich möchte keine Kätzchen in der Wohnung, die mir die Vorhänge hoch gehen, die Topfpflanzen ausbuddeln und meine Teppiche massakrieren.

Dass Diego (als Jungspund) hier eingezogen ist, liegt an ihm. Ausserdem hat er keinen Schwanz mehr. Also passt das auch wieder:cool:

Wenn ich's mir aussuchen kann, dann eine oder mehrere ältere Katzen, die durchaus auch ein körperliches Problem haben können.

Womit ich allerdings ein Problem hätte sind Perser: Ich finde das Fell entsetzlich und die Köpfchen sind in meinen Augen auch nicht schön.
 
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abraka

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  • #25
nicker: du beschreibst das sehr gut.

Jetzt wo ich gesehen habe, wie leicht sich Lise mit allem tut, versteh ich auch nicht mehr, wieso ich mir das nicht vorstellen hätte können.
Eigentlich haben wir überlegt, als dritte Katze noch eine Handicat zu nehmen. Aber jetzt wird es ein gesundes 4-jähriges Scheuchen - nach der "Einteilung im Comic" also gleich zwei "Handicaps" - Scheu und - nach de meistens angesetzten Maßstäben - alt.

Als wir erfahren haben, dass Lise blind bleiben wird, hab ich oft gehört: lass sie einschläfern.
Gott sei Dank hatte ich aber liebe Foris hier, die mir Mut gemacht haben. Ich habe auch mit ein paar Leuten von Tierschutzvereinen telefoniert und auch die haben mir alle versichert, dass es für Lise kein Problem sein wird. Und mir wird ganz anders, wenn ich mir vorstelle, wir hätten Lise eingeschläfert. Sie ist so fröhlich - wer hat das Recht zu sagen, das ist kein lebenswertes Leben?

ohje - ich schreib wirr... ich hoffe man versteht mich trotzdem ;)
 
GeneticRed

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  • #26
Ich habe deinen thread verfolgt - hat die Lise ein Glück, dass sie bei euch leben darf.
 
abraka

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  • #27
Gerade wenn man diesen Thread liest:
Lise hätte auch bei Euch allen Glück - ich würd sogar sagen bei den meisten Foris, die hier oft unterwegs sind (von den unbelehrbaren Kurzzeitpostern mal abgesehen) :D
Das einzige ist vielleicht: man musste es sich auch leisten können - nicht jeder kann mal schnell deutlich über 4.000 'Euro an die tierklinik zahlen. Da haben wir auch sehr viel Glück, dass wir zwei gutbezahlte Jobs haben.
Ich mag mir gar nicht vorstellen, was man machen soll, wenn das Geld knapp sitzt.
 
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nicker

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  • #28
Gerade wenn man diesen Thread liest:
Lise hätte auch bei Euch allen Glück - ich würd sogar sagen bei den meisten Foris, die hier oft unterwegs sind (von den unbelehrbaren Kurzzeitpostern mal abgesehen) :D
Das einzige ist vielleicht: man musste es sich auch leisten können - nicht jeder kann mal schnell deutlich über 4.000 'Euro an die tierklinik zahlen. Da haben wir auch sehr viel Glück, dass wir zwei gutbezahlte Jobs haben.
Ich mag mir gar nicht vorstellen, was man machen soll, wenn das Geld knapp sitzt.
Danke für dein Kompliment weiter oben *knicks*, und ich habe euren fred über Liese auch mit großer Spannung und Atemanhalten gelesen - super, wie die Süße sich ihr Terrain wieder erobert hat!!! *schmelz*

Bei Unfallkatzen ist es völlig korrekt: diese eine Sekunde kostet u. U. Unsummen! Auch das ist ja leider ein Grund, warum manches Katz im Tierschutz landet und warum auch leider immer wieder verunfallte Katzen (und auch Hunde) eingeschläfert werden! :dead::dead:
Wenn jemand nicht das notwendige Geld für eine OP des verunfallten Katz hat, gibt es auch immer wieder Tierschutzinitiativen, die den Dosis dann finanziell unter die Arme greifen, damit das Katz tiermedizinisch sinnvoll behandelt und bei den Dosis bleiben kann. Ich denke, das rechnet sich auch für beide Seiten (natürlich in den Fällen, in denen die Dosis nachgewiesenermaßen die Kosten finanziell nicht aufbringen können, aber bereit sind, das Katz auch zu behalten und pflegerisch zu versorgen!), da der TS in dem Fall "nur" den Zuschuss zur Behandlung am Hacken hat und sich - mal etwas fies ausgedrückt - den Pflegeaufwand spart. Und natürlich einen weiteren Langzeitinsassen im TH!

Genauso wichtig finde ich es auch, dass man sich - bevor man aus reinem Gutmenschentum und Mitleid ein Handicat adoptiert - realistische Gedanken über den Pflegeaufwand und die notwendigen Finanzen macht. Zwar geben THe auch hier teilweise finanzielle Unterstützung, indem sie beispielsweise die Medi-Kosten übernehmen oder die TÄliche Behandlung unterstützen (das TH Berlin beispielsweise bietet in solchen Fällen kostenfreie Behandlung der spezifischen Malessen beim dort angestellten TA an), aber ein Handicat kann - je nach Eigenart der Krankheit/Behinderung - ganz schnell ganz teuer werden.
Für gesunde Katzen gilt dies - abstrakt - auch, denn auch sie können, z. B. als ältere Tiere, erkranken oder in jedem Alter verunfallen, aber der Handicathalter holt sich bewusst auch das finanzielle Risiko ins Haus. Und bei den Schnittchen usw. obendrauf noch den erheblich Pflegeaufwand. Das ist so.
Deswegen sehe ich persönlich da auch meine Grenzen (weniger im finanziellen Bereich, glücklicherweise, aber beim Pflegeaufwand) und möchte an diieser Stelle auch noch einmal (wie so oft) meine absolute Hochachtung vor den Dosis von Schnittchen und Windelkatzen zum Ausdruck bringen!

Auch Menschen, die bewusst Tiere, die am Ende ihres Lebens stehen ("graue Schnauzen"), bei sich aufnehmen, haben meine Bewunderung, denn es ist immer sehr schwer, ein Tier gehen zu lassen, das bei einem lebt! Aus diesem Grunde sind auch die Begleiter von Tieren in der letzten Lebensphase sehr sehr wichtig - eben damit diese Tiere noch etwas anderes als das TH sehen in ihrem Leben!

Was mir an diesem Fred so gut gefällt, ist die Idee, die Katzenliebhaber, die zuerst "nur" an ein Kitten denken, noch einmal gesondert auf die Vielfalt aufmerksam zu machen, die die Katzenpopulation (egal aus welcher Quelle) bietet. In erster Linie sind dies natürlich die TH-Insassen und anderen TS-Katzen, ob jung, ob alt, ob gesund oder krank. Aber ältere, behinderte, kranke Tiere finden sich überall: beim Vereinszüchter an einen Ende der Skala nicht weniger als bei den eBay-Kleinanzeigen und auf dem Bauernhof am anderen Ende. Und alle verdienen ein liebevolles Zuhause....

LG
 
P

Primula

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  • #29
Ich habe den Thread angepinnt - möchte aber noch eine der Foris bitten, den Comic zu übersetzen (oder eine kleine Übersetzung einzuarbeiten). Nicht alle können englisch.
 
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Luchen

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  • #30
Schönes Comic.
Ich hatte 2 x Kitten (die sind aber weder die Vorhänge hoch, noch haben sie an den Tapeten gekratzt und viel kaputt gemacht haben die auch nicht), aber jetzt passen irgendwie nur noch reifere Katzen zu mir. Ich mag diese fertigen Persönlichkeiten.
Was Handycaps betrifft finde ich z.B. ein Einauge, zerfledderte Ohren, keine Zähnchen mehr etc. völlig zu vernachlässigen wenn ich mich in eine Katze verliebt habe oder sie mich ausgesucht hat und ich ihrem Charme erliege. Bei einer leichten Ataxie würde ich mich auch nicht abschrecken lassen, bei einer schweren evtl. schon. Ein Scheuchen, was schon viel durchgemacht hat würde mich auch nicht abschrecken.
Bei gesundheitlichen Handycaps wäre ich vorsichtig. Wenn man mit den Katzen alt wird und sie nach und nach die üblichen Zipperlein bekommen wächst man da rein. Man lässt ja seine Katze niemals im Stich. Aber z.B. von Anfang an eine zuckerkranke Katze, die täglich zu einer bestimmten Zeit gespritzt werden muss zu adoptieren, da würde ich vor zurück schrecken, weil ich da auch keine Erfahrungswerte habe. Auch kann man der Katze, die man Jahre lang hatte, sicherlich einfacher eine Tablette geben ( auch nicht bei allen), weil man seine " Pappenheimer" kennt und weiss wie, als das bei einer ganz neuen Katze, die evtl. gleich am ersten Tag darauf angewiesen ist, das es funktioniert. Bei allem wo ich denke, dass ich das finanziell hinbekomme (das sollte man ja auch nicht vernachlässigen) und der Mieze auch die erforderliche Medizin oder Besondernheiten geben kann, wäre ich nicht abgeschreckt. Trotzdem ist da immer eine grosse Portion Realismus angesagt, wenn man eine Handycap Katze adoptiert.
 
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C

catfriend

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  • #31
Warum auch ältere katzen toll sind!

ich muß "mal eine lanze brechen" für die seniorkatzen, toll, dass es immer wieder dosis gibt, die sich speziell senioren "aussuchen", ist sicherlich nicht immer leicht, dass dann die katze halt nur eine kurze zeit bei einem ist, aber es kann auch sein, dass das tier dann noch jahrelang lebt (dank guter pflege). mein kater ist im sommer 5 jahre bei mir und das ist schon eine lange zeit, im nächsten jahr wird er auf die 2te null in seinem leben zugehen (geschätzt)
 
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M

Moggies

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  • #32
Sissil war auch schon 12,5, als ich sie aus dem Tierheim holte, und hatte noch fast 5 schöne (so hoffe ich) Jahre bei mir. Jetzt Luna und Ronja, knapp 11, und immer die Kommentare: "Warum denn keine Kleinen? Die sind doch schon 'durch'!" Nee, die älteren haben sich schon im Griff und schmeißen nicht mehr alles runter (obwohl...)
 
W

Winterwort

Gast
  • #33
Auch wenn Orpheus nach nur drei Monaten bei uns schwer krankgeworden ist, ich bereue kein Stück, dass wir ihn adoptiert haben. Er ist der liebenswerteste, hübscheste und lustigste Gesell den man sich vorstellen kann. :pink-heart:
 
Anouschka

Anouschka

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  • #34
O-Ton der Tierheimmitarbieterin: "Ich hätte hier eine tolle Katze für sie, aber die ist ihnen bestimmt zu alt, die ist schon 10."

Wir lieben unsere Marliemaus :pink-heart:
 
Baset

Baset

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  • #35
Meine Sternenkatze hat mich "gefunden", als wir beide nicht mehr ganz taufrisch waren.

Es war die beste Zeit meines Lebens.

Nach ihrem Tod fühlte ich mich nicht in der Lage, ein "älteres" Tier aufzunehmen. Da gab es noch zuviel Schmerz und auch zuviel Fehlverhalten meinerseits. bei Krankheit.

Stattdessen kam dann halt ein Täuberich. Er hat mich nicht gesucht. Er wurde mir mehr oder weniger aufgedäut.
Dann kam noch ein Scheuchen dazu. Auch sie hat mich nicht gesucht.

Mein persönliches Fazit: älter, alt, behindert: für mich spielt das keine Rolle mehr.

Alle drei sind Geschenke des Lebens an mich. Es ist meine Aufgabe, diesen Geschenken gerecht zu werden.

Und sollte ich nochmal in die Situation kommen, eine Katze aufzunehmen: ich würde immer einer Katze den Vorzug geben, die einen Nachteil hat, seis aufgrund ihres Alters oder aufgrund einer Behinderung.

Birgit
 
coinean

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BaWü
  • #36
Mein Opi Zwergle kam mit 21 und ging mit 22.
Es war eine schöne Zeit. Er schlief bei mir im Bett und saß auf dem Sofa und hat den Vögeln interessiert zugeguckt. Er ging an schönen Tagen auch ein bißchen im Garten spazieren und saß da im Schutz der Terrasse.
Es waren nur 5 Monate, aber ich war nicht recht traurig, denn er war ja schon ein Methusalem. Das einzige, was an mir genagt hat, war, daß er nicht an Alterschwäche in meinen Armen einschlafen durfte...
 
Bergziege

Bergziege

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  • #37
Oh ein Fred für mich, ein Fred für mich :pink-heart:

Während des Entscheidungsprozesses „Katze - ja oder nein“ habe ich nie auch nur im Ansatz über Kitten nachgedacht. Das wäre mir viel zu stressig gewesen, und dabei kannte ich zum damaligen Zeitpunkt die ganzen Geschichten aus dem Forum noch gar nicht ;)
Davon abgesehen - ich hab dieses „es muss unbedingt ein Welpe/Kitten sein“ einfach noch nie verstanden. Ich habe da keinen Bezug zu.

Am allerliebsten hätte ich zwei Oldies genommen, wir hatten im Tierheim letztes Jahr mal zwei Katzendamen mit 16 Jahren sitzen.
Wäre ich allein zuhause gewesen, ich hätte sie eingetütet, das ist genau mein Beuteschema - alt, wie auch immer geartetes Handicap, auch krank
(soweit ich es bezahlen könnte) - ich würde sie alle nehmen (das ist ganz schön schwer, wenn man im Tierschutz tätig ist, da gibt’s viel zu viele davon :().
Mein Mann aber hat ein Problem damit, weil er Angst vorm zu schnellen Abschied nehmen hat - er meint er könnte das einfach nicht.
Ich wollte ihm daher als erstes eigenes Haustier nicht direkt etwas zumuten, was vielleicht wirklich nicht mehr allzu lange bei uns wohnt (auch wenn er natürlich auch genau weiß, dass man nie drinsteckt, und auch jüngere Tiere schwer erkranken oder verunfallen können).
Deswegen wohnen jetzt zwei siebenjährige Kater bei uns, das ist ein prima Alter. Die sind gereift und haben trotzdem noch genug Unsinn im Kopf und bringen Leben in die Bude ;) Unfassbarerweise empfinden ja viele Leute in meinem Umfeld 7 Jahre schon als "alt" und sind ganz überrascht, dass wir uns nix "junges" geholt haben...

Im Jahr 2002 habe ich mit meinem damaligen Freund einen 11jährigen Schäferhund-Opi aus dem Tierheim adoptiert und ich würde es JEDERZEIT wieder tun, wenn die Umstände passen. Wir hatten noch 2,5 wundervolle Jahre mit ihm, und er musste nicht im Tierheim sterben, wo er sich schon aufgegeben hatte. Er ist nochmal richtig aufgeblüht zuhause, und hatte uns total im Griff, der alte Sack :D
Danach zog eine 11jährige Hundedame ein, auch sie ein absolutes Goldstück - kaum noch Zähne und Sehkraft, super ängstlich, entwickelte sie sich zum allerliebsten Traumhund.

Wer weiß, wann doch nochmal ein altes und/oder behindertes Schätzchen auch bei uns einziehen darf.

Ich appelliere an alle da draußen: gebt den älteren Tieren bitte eine Chance! Sie warten auf euch. Sie sind dankbar. Und sie haben es nicht verdient, gehen zu müssen, ohne nochmal ein liebevolles Zuhause gehabt zu haben.

LG
Die Bergziege
 
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Almafi

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  • #38
Uns hat unser Buddy ja auch im "zarten" Alter von ca. 13 Jahren gefunden...und ganz ehrlich, ich bin sehr dankbar, dass wir als fünften Mitbewohner einen so ruhigen, besonnenen und lebenserfahrenen Kater haben...Den bringt im Grunde nichts aus der Ruhe und er genießt einfach sein neues Zuhause (so interpretieren wir das). Er dümpelt so durch den Tag, macht keinen Mist, hängt nicht in den Vorhängen oder Lampen, ist bisher nur zwei Mal auf die Arbeitsplatte in der Küche gehopst, weiß was wir meinen, wenn wir "nein" sagen usw...Und wenn er dann in ca. 2 Wochen raus will, kann/soll er...wenn nicht, dann nicht :) Der Kater ist für uns einfach perfekt.

Klar sind Kitten süß, das kann man nun gar nicht bestreiten, aber die werden ja auch schnell groß...
Unser Fazit nach knapp 4 Wochen: Jederzeit genau so wieder :pink-heart:
 
Annemone

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  • #39
Dazu möchte ich mich auch einmal melden aus dem "Katzenaltersheim".

Ich plädiere ja hier auch öfter dafür, den Senioren aus dem TS eine Chance zu geben. Eben, weil sie schwerer zu vermitteln sind. Ich gestehe aber auch, dass ich vor 3,5 Jahren - als ich die Wahl hatte zwischen Diabetes und Leber - die Leber genommen habe.
Das hatte damit zu tun, dass ich aufgrund von manchmal unregelmäßigen Feierabendzeiten/Dienstreisen die optimale Versorung einer insulinpflichtigen Diabetikerin nur schwer hätte sicherstellen können. Zum Füttern und Schmusen finden sich hier immer Freunde und Nachbarn. Aber wie sieht es mit Blutzuckertests und Injektionen aus?

Klar, wenn die eigene Katzen dann doch eine solche Erkrankung bekommt, muss man sich dem Problem stellen und eine Lösung finden. Aber das war mir damals doch ein zu hohes Risiko.

Inzwischen hat "die Leber" keine Leberprobleme mehr, dafür aber felines Asthma und wir haben GSD Katzensitter gefunden, die mit ihr inhalieren und sie optimal versorgen können, auch wenn ich mal nicht da bin.

Ist halt auch immer die Frage, was man sich so zutraut.
Und wenn man Gesellschaft für einen Freigänger sucht, ist man sicher mit einer gehörlosen Katze auch nicht furchtbar gut beraten. Natürlich ist man nie davor gefeit und muss dann evtl. den Garten sichern (mit Chipklappe für die anderen).

Ich wünsche mir von den TH-Mitarbeitern manchmal ein offenes Ohr für die Interessenten und ihren Unsicherheiten und von den Interessenten mindestens zwei offene Augen für die Alten, Behinderten und Scheuen.
 
Karöttchen

Karöttchen

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  • #40
Ich habe den Thread angepinnt - möchte aber noch eine der Foris bitten, den Comic zu übersetzen (oder eine kleine Übersetzung einzuarbeiten). Nicht alle können englisch.
Ich habe eine Übersetzung angefügt, nachdem GeneticRed so lieb war, das zu übersetzen. Danke.
 
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