Wann ist die Zusammenführung gescheitert?

murmel79

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Ende Dezember ist Mimi (3 Jahre) als Zweitkatze bei uns eingezogen.
Unsere Erstkatze Luna ist 4 Jahre alt, lebt seit September bei uns und ist laut den Vorbesitzern gemobbt worden.
Jetzt ist die Situation folgende bei uns:
Die Mimi lebt tagsüber im Aquariumschrank und kommt nur abends raus und schmust mit mir und frisst und trinkt. Ich spiele auch mit beiden gleichzeitig und versuche sie so aneinander zu gewöhnen. Das klappt auch gut, bis die Luna ihren "bösen Blick" aufsetzt. Dann flüchtet Mimi wieder in den Schrank.
Es ist halt so, dass ich lange gesucht hab, bis ich eine so liebe Katze wie die Mimi für die Luna gefunden hab. Bei der Auswahl der 2. Katze hab ich darauf geachtet, dass sie sehr ruhig und nicht dominant ist, weil ich ja Angst um die Luna hatte. Jetzt läuft aber die Luna hier rum, als wäre sie ein Puma und beobachtet die Mimi oft. Die Mimi darf sich bewegen, aber nicht rennen - sobald sie rennt, rennt die Luna hinterher und jagt sie in den Schrank.
Sie schlagen sich nicht richtig, aber sie knurren und fauchen sich an.
Seit 3 Wochen hab ich Feliway in der Steckdose und ich hab das Gefühl, es ist schon ein bisschen besser geworden.
Kann ich noch damit rechnen, dass die beiden sich irgendwann noch vertragen, oder ist die Zusammenführung schon gescheitert? Wie lang kann ich da noch zuschauen? Muss ich mich schon nach neuen Besitzern für die Mimi umschauen? Ich will ja das es beiden gut geht...
Grad in diesem Moment liegt die Mimi links auch der Couch, dann kommt mein Mann, und rechts liegt die Luna. Das ist schon ein riesiger Fortschritt, aber ich mache mir trotzdem Sorgen um die Mimi. Schliesslich kommt sie nur für 2 oder 3 Stunden raus und ansonsten liegt sie in dem engen Schrank. Die Tierärztin hat gesagt, ich brauch mir keinen Kopf machen, die regeln das schon unter sich. Was sagt ihr dazu?
Ganz lieben Gruß, murmele...
Und schon mal danke für die Antworten
 
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Kuschelkatze0

Kuschelkatze0

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Hallo! Mein Bruder hatte das Problem, dass sich Katzenmutter und Tochter überhaupt nicht vertragen haben, was zur Folge hatte, dass die Tochter unsauber wurde. Zusätzlich zum Feliway-Stecker haben sie vom Tierarzt noch ein Spezialfutter bekomen - RC Calm oder s.ä. Leider gibts das nur als Trofu - aber langsam aber sicher kehrt bei den Miezen Ruhe ein - es wird schon mal gespielt und geputzt und nicht mehr nur gefaucht und geschlagen - ist vielleicht bei dir auch ein Versuch wert... Es dauerte natürlich auch einige Wochen, aber langsam entspannte sich die Lage - und die Unsauberkeit legte sich auch.
LG und viel Glück
Susanne
 
balulutiti

balulutiti

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Ende Dezember ist Mimi (3 Jahre) als Zweitkatze bei uns eingezogen.

Das sind dann ungefähr 6 Wochen oder so, oder? Da würde ich echt noch nicht aufgeben!
Meine sind nach 6 Monaten das erste Mal gemeinsam im Bett gelegen ;)
 
M

mrs.filch

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Gescheitert ist da noch nichts, aber schwierig ist die Lage schon.

Luna mit ihren schlechten Vorerfahrungen will es Mimi wohl nicht leicht machen.

Ich finde euer bisheriges Vorgehen eigentlich recht gut. Für Mimi wäre es aber entspannender, wenn es auch Situationen gäbe, in denen sie einfach mal "sicher" ist.

Hättet ihr die Möglichkeit, für Mimi zeitweise ein Zimmer mit einer Gittertür zu verschließen, so dass sie sich entspannt zurückziehen kann, aber trotzdem den Kontakt zu Luna aufnehmen? Und wo Luna auch mal die "Neue" kennenlernen kann, ohne Angst, dass das Mobbing wieder los geht?

Das wäre gut für die Zeiten, in denen ihr nicht da seid. Gemeinsames Spielen und Kuscheln, wie es sich jetzt andeutet, kann natürlich weiterhin erfolgen.
 
murmel79

murmel79

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Danke

Erst mal danke für die schnellen Antworten.
Es tut gut, zu hören, dass ich nicht alles falsch gemacht hab. Ich dachte schon ich hätte es irgendwie verbockt.
Ich kann sie räumlich leider nicht trennen. Ich könnte die Mimi in die Tranportbox tun, aber ich denke, damit ist niemandem geholfen.
Das mit dem Futter ist evtl noch ne Möglichkeit, die ich versuchen werde.
Ich wünsch jetzt erst mal gute Nacht und bis dann
 
Birgitt

Birgitt

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Als gescheitert würde ich die zusammenführung sicher nicht betrachten.
So wie ihr das macht hört sich das doch schon ganz gut an.Manchmal kann eine zusammenführung schon mal mehrere Monate dauern.
Das mit dem zusammenspielen finde ich eine gute Idee.
Das gleiche kannst du auch mit leckerchen geben versuchen.
Bei allen was ihr mit den beiden macht(streichel,spielen,füttern usw)sollte zuerst Luna dann Mimi drankommen.
Haast du schon einmal überlegt den beiden Bachblüten zu geben??
Oft helfen die bei einer zusammenführung.

Gib die Hoffnung nicht auf.Das wird schon noch.
 
G

gisisami

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Als gescheitert würde ich die zusammenführung sicher nicht betrachten.

sicher nicht.

Du bist schon auf dem richtigen Weg.

Bachblüten würde ich auf jeden Fall für Mimi einsetzen um ihr Selbstbewußtsein zu stärken.

Und wenn Du dabei bist, wenn der "böse Blick" kommt, schreite mal ein.Schieb Luna mal ein wenig zur Seite.
So stärkst Du Mimi den Rücken und zeigst Luna, so nicht meine Liebe!


LG
 
MaBaCa

MaBaCa

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Ich habe auch immer gesagt, das ich eine einmal adoptierte Katze nie wieder abgeben würde, nur leider muss ich jetzt genau diesen Weg gehen, da unser letzter Neuzugang (Eine Katzendame aus Teneriffa) und die vorhandenen Katzen einfach nicht zueinander finden.
Die letzten knapp 3 Monaten haben wir alles versucht (Feliway, Ablenkung bei Aggressionen und und und) um den Stress für die Fellis in erträglichen Bahnen zu halten, aber es wird eher schlimmer als besser.

Die Konstellation ist auch noch die, das der älteste Kater, die neue Katze extrem dominiert. Sie z.B. ständig angreift, sie blockiert (wenn sie z.B. auf dem Katzenklo ist, setzt er sich davor, und verhindert, das sie wieder herauskommen kann).

Kishu ihrerseits setzt bei jeder Gelegenheit unsere älteren Katzendame und dem kleinen Kater extrem zu, und jagt sie durch die Bude, und es gibt auch blutige Auseinandersetzungen.

Unser Kleinster hat sich sogar schon 2x vor Angst eingenässt, und bewegt sich nur noch sehr vorsichtig durch die Wohnung, schreckt bei jedem Geräusch zusammen und verkriecht sich.

Wie gesagt, mein Herz hängt an Kishu, aber Fakt ist, das momentan 4 Katzen wirklich unglücklich sind mit der Situation, und alle in totalem Stress leben, und da denke ich, es ist richtig eine Zusammenführung als gescheitert anzusehen, und sich wieder zu trennen, um eben allen Katzen wieder ein schönes Leben zu ermöglichen, und nicht auf Teufel komm raus die Katze behalten zu wollen.

@murmel79

Ich hoffe das es bei euch vielleicht doch noch besser läuft, und die Tiere vertragen sich, aber wenn nicht, sollte man die Vernunft siegen lassen, und im Sinne der Katzen nach einer anderen Lösung suchen.
 
murmel79

murmel79

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wie funktioniert denn das mit den Bachblüten und wo krieg ich die her?

Ich behandel die Luna immer bevorzugt. Meint ihr, ich sollte das mal anders rum machen? Oder wird meine Luna dann reutig? Ich probiert auf jeden Fall alles aus.
Und ich werde natürlich im Sinne beider Katzen entscheiden, wenn es wirklich nicht besser werden sollte.
Danke noch mal für die vielen Antworten.
 
dynasty

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  • #10
Hi,

also wir haben unseren Neuzugang seit dem 19. Dezember, nun also auch so um due 6 Wochen.

Bei uns ist die Situation ähnlich, Bibi, die ältere wurde auch gemobbt und als Einzelkatze vermittelt. Sie zeigt sich auch immer noch recht schwer und wenn die kleine in die Nähe kommt wird immer noch nach ihr gehauen und auch gebrummt wie ein Bär. Allerdings gibt es zwischendurch (bisher 2mal) auch mal einen Nasenstupser. Bibi hat einfach nie gelernt mit anderen Katzen umzugehen und man merkt, dass sie das jetzt erst lernen muss, wenn Bibi haut merkt man das sie versucht zu spielen... ich mache mir oft meine Gedanken darüber ob es so gut war, aber es gitb immer wieder ein paar mini Fortschritte was mich die Flinte nicht ins KOrn schmeißen lässt.

Gruss
 
Dr. Cat

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  • #11
Bitte steck keine Katze in eine Transportbox

Bevorzuge keine der Katzen und strafe keine.
Jede Katze verhält sich immer richtig! Sie verhält sich ihrer Art, ihrem Charakter und der Situation entsprechend.
Wenn es nicht möglich ist, für jede Katze ein Zimmer zu reservieren, ist deine Wohnung vermutlich für diese beiden Katzen zu klein.
Vielleicht kannst du ein Netz quer durch das Zimmer spannen bis sich die beiden aneinander gewöhnt haben. Sorge für viele Rückzugsmöglichkeiten –auch wenn dein Wohndesign darunter leidet.
Die Chancen stehen aber vermutlich schlecht.
Trotz Chemotherapie oder Bachblüten würdest du dich wahrscheinlich auch nicht an einen Menschen gewöhnen, den du nicht ausstehen kannst und der dann auch noch deine intimste Sphäre besetzt: in dein Bett will, das Bad besetzt, die Küche versperrt und dir dauernd vor die Füsse läuft. Da wird man neurotisch.
Deine Katzen haben scheinbar nur ein sehr, sehr kleines Revier und wahrscheinlich dürfen sie nicht mal nach draußen. Mach sie nicht unglücklich!
 
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Miss Schmilli

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  • #12
Ich gehöre zu der Fraktion, die kein Freund von endlos langen Zusammenführungen ist. Meistens zeigen die Katzen einem recht deutlich, ob sie mit der Wahl des "Kumpels" einverstanden sind oder nicht.

"Mini-Fortschritte" existieren meist nur im Wunschdenken des dazugehörenden Dosis. Dazu zählte ich übrigens auch mal! Auch ich habe mir eingeredet, dass die 5 friedlichen Sekunden doch ein sicheres Indiz für nahenden Frieden wären. Die restlichen 23 Stunden, 59 Minuten und 55 Sekunden in denen sich die Katzen angeknurrt und gefaucht haben habe ich dafür geflissentlich ausgeblendet, weil ICH unbedingt wollte, dass es klappt. Und weil ICH keine Katze abgeben wollte!

Eine Katze, die seit 6 Wochen im Schrank lebt, ist in meinen Augen keine glückliche Katze. Ich würde vielleicht nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, aber wenigstens mal über Plan B nachdenken.
 
murmel79

murmel79

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  • #13
Dr. Cat, was heißt denn "Mach sie nicht unglücklich!"? Soll ich aufgeben und mich für eine entscheiden? Oder wie meinst du das?

Gestern abend, als wir nach hause kamen, saßen beide auf Couch. Und dann ist die Mimi auf die Luna zugekommen und hat ihr Nase gestupst. Und die Luna hat überhaupt nicht geknurrt oder gefaucht. Und seit dem hab ich sie auch nicht mehr fauchen hören oder gesehen.
Ich glaub das wird schon noch. Ich bin das nicht so negativ eingestellt wie Dr. Cat.
 
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mrs.filch

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  • #14
Ich glaub das wird schon noch. Ich bin das nicht so negativ eingestellt wie Dr. Cat.

Von deiner positiven Einstellung hängt auch eine Menge ab, und offenbar entwickelt sich grad was.

Nach der kurzen Zeit ist auf jeden Fall noch viel Bewegung drin, und freiwillig zu Zweit auf der Couch ist ein tolles Signal.
 

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