Viel Maunzen, aber nur nachts

Dixxl

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Hallo Gemeinde,

Dickie ist ja nun schon 20, und seit neuestem maunzt er zu verschiedenen Zeiten in der Nacht, und weckt mich damit auf (dringt klar durch meine Ohrstopfen).
Tagsüber maunzt er nur zielgerichtet, wenn er raus will oder manchmal, wenn er vom Klo kommt (keine Verstopfung, kein Durchfall, auch sonst gesundheitlich alles im grünen Bereich).
Es gibt keine Katzenklappe, aber ich bin meistens daheim.

Ich will nun mal eure Theorien zu den eventuellen Gründen hören.

Hier die Lage:

Dickie sieht noch gut
Dickie hört noch so gut, dass er mit dem Maunzen kurz aufhört, wenn ich ihn rufe
Er ist nicht dement, aber wohl altersmäßig langsam und "umständlich".
Trofu + Wasser ist an verschiedenen Stellen immer verfügbar, das wird auch genutzt
Katzenklos werden immer geleert (es gibt 2)
Es gibt nachts kalte und ein warmes Zimmer.
Er kann in jedes Zimmer außer dem Bad, und auch in mein Bett (Aufstieg erleichtert + für ihn gut zu machen)
In der Küche brennt immer das Licht über dem Herd, und die Wg. ist nicht stockfinster
Sein Mitbewohner (nicht Kumpel) Bibo ist kurz vor Weihnachten gestorben, Dickie's Maunzen war aber zuvor schon da.
Es gibt draußen andere Katzen, aber ich glaube nicht, dass sich oft welche hier im Garten bewegen.

Tagsüber kann Dickie raus, wann er will, aber nachts ist es im Moment oft so kalt/ windig, dass ich ihn trotz warmer, geschützter Plätze draußen in seinem Alter nicht im Freien übernachten lassen will.
Viele Jahre hat er auch immer ohne Maunzen durchgeschlafen.

Irgendwelche Ideen? Danke für eure Antworten!

LG,
Marion
 
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biveli john

biveli john

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Nein keine Idee, bei meiner 20 jährigen Putzi haben wir
exakt, aber wirklich exakt das gleiche Problem.
Teilweise habe ich schon Schlafstörungen,
da sie so laut maunzt.
Ich glaube dieses Problem ist dem Alter geschuldet, vielleicht
sind sie doch ein wenig dement.:)
 
Gnocchilli

Gnocchilli

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Ich hätte auch erstmal an Demenz gedacht :)

Als nächstes hätte ich überlegt, ob es nicht doch am verstorbenen nicht(?) Kumpel liegt. Dass er das vorher schon gemacht hatte, könnte man damit begründen, das Katzen sensibel genug sind vor uns zu wissen was passieren wird.

man kann immer schlecht in die Katzen hinein sehen :confused:
 
Dixxl

Dixxl

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Danke für eure Antworten.
@biveli John: Hat eure Putzi denn einen Kumpel zuhause?

Jetzt liegt Dickie gerade wieder völlig ruhig und zufrieden auf seinem "Vormittagsplatz" am Fenster - nachdem er letzte Nacht und vor allem ab ca. 5 Uhr früh unregelmäßig gemaunzt hat.

Es kann natürlich sein, dass ihn der nicht-Kumpel nachts allein durch seine Anwesenheit beruhigt hat.

Obwohl ich Dickie (auch nach so einigen desaströsen Erfahrungen mit Vergesellschaftungsversuchen in seiner Jugend) schon immer als eifersüchtige Einzelkatze kenne, könnte es doch sein, dass er sich nun im hohen Alter, + nach Bibo's Ableben, doch ein wenig langweilt so alleine: Alle seiner früheren Freigängerkumpels sind weg: Entweder nun selbst alt + am liebsten drin, oder verschwunden, oder verstorben.
Und Dickie kann ja nicht mehr wie früher spazieren gehen + jagen, diese Unterhaltungen sind auch weg. (Drin spielen mochte er noch nie.)

Ich selbst lebe allein und habe fast nie Besuch - aber wenn, dann hat sich Dickie nach ein paar Schnüffeleinheiten nie groß für Gäste interessiert.
In andere Wohnungen dagegen ist er immer gern gegangen - aber hier im 4-Parteien-Komplex gibt es leider keine Katzenliebhaber mehr, die ihn mal zu Besuch reinlassen würden...

Das Wagnis eines erneuten Vergesellschaftungsversuchs kann ich erstens aus persönlichen Gründen nicht eingehen, und zweitens wäre es mir für Dickie in seinem Alter zu riskant.

Gerade vor ein paar Wochen habe ich es ja wieder miterlebt: Eine neue relativ junge, freundliche Fundkatze (die jetzt, nach allem was ich weiß, wieder zuhause ist), die bei mir Anschluss suchte, ist auch Dickie begegnet - und der hat sofort gefaucht, gespuckt + richtig gekämpft (mit Abszessfolge :-(, um sie loszuwerden.
Sie war nur 2 Tage präsent, aber Dickie war regelrecht verstört...

So war das immer: Dickie war öfter mal einer weibliche Katze
zugetan, aber die haben ihn alle ignoriert oder abgelehnt. Und wenn mal ein Kater (wie Bibo) absolut freundlich kontaktsuchend war + sich dabei sogar noch konsequent untergeordnet hat (!), hat Dickie ihm sofort unmissverständlich gezeigt, wer hier der Boss ist.

Aber Bibo und er haben eben auch friedlich nebeneinander gefressen und (mit 1-2m Abstand) geschlafen. Bibo hat sich gutmütig und ohne Gegenwehr immer mal scheuchen (= Dickie Frust abbauen) lassen; er war sich souverän seiner festen, geliebten Position hier + bei mir 100% sicher.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn es so weitergeht, muss ich Dickie wohl einfach morgens sehr früh rauslassen; er hat ja ein paar warme, geschützte Plätze draußen.
Im Sommer erledigt sich das Problem von selbst: Tagsüber ist dann den ganzen Tag meine Eingangstür offen, und Dickie kann nachts problemlos draußen schlafen...

LG,
Marion
 
biveli john

biveli john

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Dixxl, Putzi hat zwei Kumpeln zu Hause, die sie aber nicht mag und ignoriert.
Wir sind zugezogen und ich habe sie geerbt.
Wir haben uns im wahrsten Sinne des Wortes zusammengerauft.
Sie war immer Einzel- und Hardcorefreigängerin.
Sie verhält sich genauso wie du es beschrieben hast.
Manchmal ist es besser und manchmal schlechter.
Ich schreibe das dem Alter zu.:)
Ich weiß nicht ob ich in deinem Fall eine Vergesellschaftung anstreben würde.
Ich glaube eher nicht.
Ich habe in der Nacht auch ein Licht brennen
damit sie sich zurechtfindet.
 
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Dixxl

Dixxl

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Gestern nacht habe ich es mal damit versucht, Dickie wirklich lange draußen zu lassen (wie er es wollte) - um 1.30 Uhr gab's plötzlich Kampfjodeln.

Ich stürmte raus, kriegte den kurzen "Endkampf" noch mit, sah aber natürlich in der Dunkelheit gar nichts. Ein paar Minuten später war Dickie wieder zurück - rundum mit stinkendem Kot "verziert" :-( ??
Das ist auch nett: Kater mitten in der Nacht in der Badewanne abwaschen...

Keine Ahnung, wer der Gegner war/ ist, aber das war nun schon das 2. Mal. Als Bibo noch da war, trauten sich andere Katzen nicht hierher - aber selbst wenn das mal vorkam, hat Dickie in den letzten Jahren) nie mehr gekämpft, sondern einfach passieren lassen.

Es muss eine Durchgangsstrecke sein, denn Futter kann ich nicht mehr rausstellen (wir haben hier ein kleines Rattenproblem, der Nachbar hält Hühner); allerdings habe ich draußen immer Wassernäpfe - und halt die diversen Schlafgelegenheiten...

Fazit: Nachts extrem lang draußen lassen ist auch keine Lösung.
Wenigstens war Dickie gestern danach (erstaunlicherweise) nicht geschockt, fertig oder zittrig, und wir haben beide in Ruhe durchgeschlafen...

LG
 
biveli john

biveli john

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Kampfjodeln, der Ausdruck ist gut.:D
Ja, diese Nacht war auch bei mir
halbwegs ruh.
Vielleicht liegt es am Mond?
Ich habe eine Katzenklappe, da können alle raus und rein
wie sie wollen.
Uralt Putzi geht jetzt im Winter nur raus um ihr
Geschäft zu verrichten.
Es ist bei uns zu kalt.:)
Wenn ihr da jemand in die Quere kommt, wird auch gerauft.
Ich hab einen Kostgeher, der hält sich aber zurück.
Hoffentlich werden die Rattenfänger, wie Marder &Co, bei euch am Lande
nicht verfolgt.
Ich sah vor ein paar Monaten einen Kampf zwischen
Ratte und Marder.
Marder geht natürlich auch auf die Hühner.
Ratten sind auch dort, wo Hühner gefüttert werden.
Ist ein Kreislauf.
 
F

Fauni

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Hallo Dixxl,wir haben zwar keine alte Katze aber Hund ,der war auch immer gegen frühen Morgen unruhig hat uns geweckt leckte sich die Pfoten.

Seitdem er mehr Schmerzmittel bekommt und die Haupttablette Abends um 22 Uhr schläft er wieder durch .Die schmerzen sind wohl morgens früh am schlimmsten.

Vielleicht ruft er nach Dir,ob du noch da bist Nachts hört man Dosis nicht:)
 
biveli john

biveli john

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Ja Fauni, das mit dem Rufen könnte auch möglich sein.
Weil manchmal klingt es so und wenn ich mich melde oder nach dem rechten sehe, ist wieder eine gewisse Zeit Ruhe.:)
 
Dixxl

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  • #10
Hallo Fauni, guter Gedanke: Dickie hat ja (wie ich auch) Arthrose, und bei Kälte/ Feuchtigkeit tun wir uns beide schwerer; die Gelenke ächzen...
Dickie läuft zwar "typisch steif", aber er zieht sich noch überall hin hoch, und Schmerzen halten sich bei ihm sichtbar in Grenzen. Er bekommt ja schon Schilddrüsenmedis und oft Kortison (er hat gering ausgeprägtes EG); da bin ich mit Schmerzmittelgabe eher vorsichtig.

Ja, das mit dem Rufen ist gut möglich. Dickie ruft ja meist zu irgendeinem Zweck; früher ist er dafür zu mir gekommen und hat mich 1x aufgefordert, oft auch ganz ohne Maunzen - vielleicht will er sich jetzt einfach den Weg sparen, und ruft deshalb von da, wo er gerade ist, solange, bis ich zu ihm komme...

biveli john: Deine Puzti rauft sich auch noch? Das ist schon der Wahnsinn mt unseren uralten Fellnasen...

Hier (Unterfranken) ist es seit Jahren im Winter nicht "richtig" kalt, d.h. kaum mal viel unter 0° (Am Morgen oder Abend).

Früher war Dickie zu allen Zeiten viel unterwegs (alleine und mit mir), aber nun kommt zu der eingeschränkten Beweglichkeit auch noch immer größere Schreckhaftigkeit, vor allem vor Autogeräuschen; früher hatte der Kater damit null Schwierigkeiten, er war quasi "autotrainiert".

So viele dieser geänderten Verhaltensweisen von Dickie spiegeln ähnliche, die man regelmäßig bei alten Leuten beobachten kann...

Ja, Ratten sind auf dem Dorf klar nichts unbekanntes, und Rattenfänger werden hier nicht verfolgt - ich glaube aber, dass es von denen hier auch nicht viele gibt: Bei uns ist (leider) weit mehr flaches, belandwirtschaftetes Land als Wald, und es gibt kaum Sträucher; einen Fuchs habe ich hier noch nie gesehen...

Leider hatte ich auch noch nie einen Rattenfänger-Kater: Wühlmäuse war das größte, was Dickie je "erlegte" (das schon tote halbe Kaninchenbaby hat er von einem gemähten Feld in den Garten getragen - und wie das arme Eichhörnchen gestorben ist, das mal völlig unversehrt im Garten lag, bleibt ein Mysterium - aber das war der andere Garten in der anderen Gegend, in einem anderen Leben...

Ich schau jetzt einfach, dass ich im Dunkeln mit Dickie zusammen rausgehe, so dass er sich ein wenig sicherer fühlt.
Es geht ja nicht an, dass er nicht mal mehr auf die Terrasse + in den Winzgarten kann/ will, bloß weil eine andere Katze dort ab der späten Nacht schläft (was ich vermute)...

LG,
Marion
 

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