verzweifelt...

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Jeal

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Hallo,

meine Freundin und ich haben seit letztem Freitag einen zehnmonatigen Kater (EKH - noch nicht kastriert).
Die ersten beiden Tage lief noch alles super. Seit Sonntag makiert er überall und macht auch sein größeres Geschäft in der Wohnung, aber nur wenn wir nicht zuhause sind oder in einem anderen Raum sind (Schlafzimmer) (Katzenklo wird jeden Tag merhmals gesäubert). Ansonsten benutzt er das Katzenklo.
Wir haben Freitag einen Termin für die Kastration, aber haben Angst, dass es anschließend nicht besser wird.
Er ist ab und zu auch etwas aggressiv, dies zeigt er indem er faucht und uns anspringt und zubeißt. (Bsp.: er schläft, das Telefon klingelt und er wird wach und springt sofort auf einen los und beißt.)

Er ist sehr selbstbewusst und eigentlich auch eher lieb, garnicht zurückhaltend oder schüchtern. Das hat uns selbst die Tierärztin nach fünf Minuten bestätigt.

Mittlerweile sind wir an einem Punkt angekommen, an dem wir ihn nicht mehr die gewünschte Zuneigung geben können, weil er uns jeden Tag aufs Neue auf die Palme bringt.


Was können wir dagegen machen? Wie sollen wir uns ihm gegenüber verhalten? Wie "bestraft" man dies angemessen... Sind viele Fragen, die uns durch den Kopf gehen....
wissen einfach nicht, wie lange wir dies mitmachen können...

Vielen Dank im Voraus

Jeal
 
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bleibt erst mal ruhig, wartet die Kastra ab. ich würd ihm nen Spielgefährten dazu holen;)
 
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Melli77

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Es kann sein das er mit dieser "Aktion" auf sich aufmerksam machen will. Vielleicht stört ihn irgendwas.

Evlt hört das Verhalten nach der Kastration auf. Habt ihr schon mal über einen Katzenkumpel nachgedacht?
 
pacara

pacara

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Oje, das hört sich nicht grade nach Spaß an:(
Wißt Ihr denn etwas über seine Vorgeschichte? Hat er Verlassensängste und protestiert mit Pinkelei, wenn er meint, Ihr laßt ihn alleine? Hat er möglicherweise schlechte Erfahrungen gemacht? Vermißt er einen Kumpel?Vielleicht bessert es sich ja nach der Kastra....
 
Petra-01

Petra-01

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Bitte nie den Kater bestrafen. Bitte!

Dadurch wird nichts besser, er lernt dadurch nicht. Immer nur Verhalten belohnen wenn er etwas richtig macht und viel loben wenn es gut läuft.

Er ist noch unsicher und braucht eure Hilfe, er will nichts falsch machen!

Nach der Kastration wird das sicher besser, aber auch nicht in einem Tag sondern ihr solltet dann Gedult haben.

Habt ihr mal überlegt einen zweiten Kater dazu zu nehmen?
Dann würde es ihm auch viel besser gehen.

Werft nicht so schnell die Flinte ins Korn, er ist doch erst ein paar Tage da, ihr müßt euch doch erst aneinander gewöhnen.
 
J

Jeal

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Danke für die schnellen Antworten.

Vorgeschichte: Er ist mit vier Monaten zu seinem Vorbesitzer gekommen. Dort war er die meiste Zeit allein, weshalb er ihn auch abgegeben hat.
Dadurch, dass meine Freundin seit zwei Wochen krank geschrieben ist, hat er die meiste Zeit jemand um sich, so dass er nicht einsam ist, bis auf nachts (und dass auch erst seit gestern, weil er ins Schlafzimmer vor unseren Augen seinen großen Haufen gemacht hat) und wenn wir mal einkaufen gehen.

Aufgrund des Vermieters kommt eine zweite Katze leider nicht in Frage.


habt ihr vielleicht eine Idee, was man gegen den Katzengeruch machen kann? Habe bisher nur etwas über Uf2000 gefunden, weiß aber nicht von welcher deutschen Seite ich das bekommen kann, bzw ob des überhaupt hilft.

liebe grüße

jeal
 
P

Pieper

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im Klövensteen
Er ist ab und zu auch etwas aggressiv, dies zeigt er indem er faucht und uns anspringt und zubeißt. (Bsp.: er schläft, das Telefon klingelt und er wird wach und springt sofort auf einen los und beißt.)

Der Kater mag insgesamt eher lieb sein, aber das Telefonbeispiel steht für Stress pur.

Ich glaube nicht, dass es allein die Kastration ist, die mehr Ruhe schaffen wird. Woher kommt der Kater? Wisst ihr etwas über seine Vergangenheit?

Kastration ist auf jeden Fall richtig, auch der Tipp, für einen weiteren Artgenossen zu sorgen, aber zusätzlich finde ich es wichtig, zu schauen, woran dieses gestresste Verhalten noch liegen könnte.

Frisst der Kater gut? Wie schaut sein Fell aus?

Von Strafe bitte ich gänzlich abzusehen. Dieser Kater hat ein Problem. Da darf man nicht bestrafen. Hier gilt es die Ursache dieses Problems zu finden, aber was sage ich, deshalb schreibst du ja hier.

Was weißt du von der Vergangenheit des Katers?

*EDIT* Sorry, mein Posting hat sich mit deinem überschnitten.
 
NellasMiriel

NellasMiriel

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Hallo Jeal, und willkommen hier bei uns!
das ist wirklich stressig und das gleich so schnell nach der Aufnahme -
ich denke auch dass die Kastra allein da wenig ausrichten wird - er braucht sicher eine gewisse Zeit, bis er Menschen wieder oder erstmalig wirklich vertrauen kann.
Ein Kumpel, der eher ähnlich ist wie er könnte schonmal eine Maßnahme sein - dann würde ich allerdings auch eine THP einschalten um zu sehen, ob man ihm seelisch helfen kann - da gibt es homöopathisch und oder mit Bachblüten ziemlich gute Möglichkeiten. TÄ kennen sich mit der Behandlung der Seele meist nicht sooooo sehr gut aus....klar gibt es welche....aber halt nicht so Viele...
Wenn Du Niemand in der Nähe hast könntest Du hier bspw. Hatnefer anschreiben....sie ist THP und hat hier schon vielen Tieren helfen können.

Dann zum Geruch - es gibt die Möglichkeit dies mit naturreinem Myrrteöl in den Griff zu bekommen - gib das mal in die Suchfunktion hier ein - darüber ist schon Viel geschrieben worden.

Aus irgendeinem Grund ist er bei Euch gelandet - das soll wohl so sein....ich drücke Euch die Daumen dass Ihr es miteinander schafft.

lg Heidi
 
J

Jeal

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Werd morgen sofort das Myrteöl besorgen, hoffe, dass es funktioniert.

Heute war er sehr lieb und ist brav auf das Katzenklo gegangen. Lag sicher daran, dass ich heut einen ruhigen Tag gemacht hab und zuhause geblieben bin.

liebe grüße
 
R

Rayden

Gast
  • #10
Erstmal ein hallo und willkommen hier :)

So... meine Fragen:

1) Was macht ihr, wenn er sein Geschäft mitten im Raum vor euren Augen absetzt?

2) Habt ihr schon mal überlegt, eine zweite Katze dazuzuholen? Vielleicht eine Katze bzw. einen Kater (ich würde zu einem Kater tendieren, aber das ist jedem seine persönliche Entscheidung, ich meine nur wegen ähnlichem Spielverhalten) der sehr gut sozialisiert ist und vielleicht auch einen Tick älter.

Junge Katzen orientieren sich oft an Spielgefährten. Beispiel? Meine Ginny mag Hunde nicht, wenn sie einen sieht, macht sie sofort einen auf Flaschenbürste und ist doppelt so hoch wie sonst. Mein Sternenkater Jack (5 Jahre war er jünger) kannte Hunde nicht und wusste nicht so recht, wie er sie einschätzen soll. Er beäugte den Hund meiner Freundin und versuchte ihn einzuordnen, hatte aber weder Buckel noch Flaschenbürste gemacht ;) Dann sah er wie Ginny reagierte und dachte sich: "Oh... Gefahr?!?! Da mach ich doch lieber mit!" Und ZACK hat er sie direkt nachgemacht ;)

Wenn euer Katerchen jemanden hat/bekommt zum Spielen, kann es sein, dass er ausgeglichener wird und sich auch nach dem Gefährten richtet, drum wäre eine relaxte, gut sozialisierte Katze vielleicht eine Lösung für seine und damit auch eure Probleme. ;)
 
G

Gwion

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  • #11
Da können mehrere Faktoren zusammenkommen.
Zum einen kann er schon seit einer Weile potent sein, was sich auf Verhalten und Sauberkeit auswirkt.
Dann kann in der Vergangenheit einiges schiefgelaufen sein, von der Einzelhaltung bis Unterbeschäftigung.
Zeit und Verständnis sind die besten Heilmittel.

Ich würde euch ein paar Bücher über Katzenverhalten empfehlen, das kann bei "schwierigen" Katzen viel zum besseren Verstehen beitragen.

Ich bin aber recht zuversichtlich, daß mit der Zeit und nach der Kastration sich sicher einiges bessern wird.
 
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Jeal

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  • #12
Zu Frage 1: Beim ersten Mal haben wir ihn aus den Raum geschickt, bei den weiteren Malen, haben wir ihn mit der Nase in die "Scheiße" gesteckt... Dort macht er jetzt nicht mehr hin

Zu Frage 2: Wir dürfen einfach keine weiteren Katzen haben (Vermieter)


Hatte ja eben geschrieben, dass er bis jetzt immer ins Katzenklo gemacht hat: Wir waren eben höchstens 5 Minuten im Keller, um Wäsche aufzuhängen. Wir kamen nach oben und er hatte sofort wieder im Wohnzimmer gepinkelt. Das kann es doch nicht sein, oder??? Wenn wir da sind, ist er der liebste Kater auf Erden. So langsam aber sicher wissen wir nicht mehr was wir machen können? Kann man das denn erziehen?
 
R

Rayden

Gast
  • #13
Zu Frage 1: Beim ersten Mal haben wir ihn aus den Raum geschickt, bei den weiteren Malen, haben wir ihn mit der Nase in die "Scheiße" gesteckt... Dort macht er jetzt nicht mehr hin

:eek::eek::eek::eek: Ja um HIMMELS WILLEN!!!!! DAS geht ja mal gar nicht!!! :mad:
Entschuldigung aber DA kann ich echt nicht anders reagieren - aber DAS verstört die Katze nur noch mehr! Bitte tut ihm und euch - sonst wird DAS nie besser - den Gefallen und sollte er das nochmal machen, ihn nehmen und ins Katzenklo setzen!!!

DAS ist keine Erziehung, das ist die schlimmste Strafe (neben Hauen aber da will ich gar nicht anfangen), die man einer Katze antun kann. Katzen sind an und für sich sehr reinliche und saubere Tiere, und ich denke nicht, dass er das wirklich versteht, warum ihr ihm das antut. Dass er da nicht hinmacht - ja ok, aber woanders wird ers wohl tun. :rolleyes:

Zu Frage 2: Wir dürfen einfach keine weiteren Katzen haben (Vermieter)


Hatte ja eben geschrieben, dass er bis jetzt immer ins Katzenklo gemacht hat: Wir waren eben höchstens 5 Minuten im Keller, um Wäsche aufzuhängen. Wir kamen nach oben und er hatte sofort wieder im Wohnzimmer gepinkelt. Das kann es doch nicht sein, oder??? Wenn wir da sind, ist er der liebste Kater auf Erden. So langsam aber sicher wissen wir nicht mehr was wir machen können? Kann man das denn erziehen?

Erziehen? Jain. Ihr braucht viel viel Geduld und Verständnis für das kätzische Wesen. Katzen lassen sich in der Regel nicht "erziehen" wie Hunde und nicht mal bei einem Hund hätte ich so reagiert wie ihr da oben beschrieben habt.

Und jetzt mal eine ganz direkte andere Frage: Würde der Vermieter das überhaupt mitbekommen, wenn ihr eine zweite Katze dazuholen würdet?
 
Petra-01

Petra-01

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  • #14
Liebe Leute,
da läuft was ganz schief. :(

Anscheinend habt ihr nicht viel Ahnung von Katzen, ihr meint es gut aber so geht es nicht. Das ist absolut nicht böse gemeint aber ihr braucht mal kompetente Hilfe!

Ich weiß nicht ob da ein Katzenforum reicht weil ich den Eindruck habe daß ihr im Moment echt überfordert seid.
Schön daß ihr nach Hilfe fragt!!!

Wo ist der Kater her, von einem Verein oder Tierheim? Kann da mal jemand rauskommen und euch beraten?

Wo wohnt ihr?`
Wäre es ok wenn mal jemand auf nen Kaffee vorbeikommt und sich das vor Ort anschaut und euch Tipps gibt wie ihr besser klarkommt?

Ich würde euch gerne helfen!!!!!

Vielleicht hilft auch mal ein längeres Telefongespräch aber besser jemand käme mal und beredet die Basics mit euch. ;)
 
M

mrs.filch

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  • #15
Kann man das denn erziehen?

Im Prinzip schon. Aber das wird viel Geduld von euch fordern, aber ihr werdet das schaffen, da bin ich ganz sicher.

Offenbar ist es extrem stressig für das Tier, alleine zu bleiben. Also ist es ganz wichtig, die Erfahrung zu vermitteln, dass das überhaupt nichts aufregendes ist, sondern das Normalste der Welt (was ja auch stimmt).

Ihr solltet öfter mal zu zweit in die Waschküche, aber nur ganz gaaaaanz kurz, erst mal etwa eine halbe Minute. Dann zurück kommen und den Kater freudig begrüßen (aber nur kurz), loben, ein Leckerli geben. (Natürlich nur, wenn kein Malheur in der Wohnung wartet). Nach einer Stunde das selbe noch mal. Wieder eine Stunde später noch mal, aber ohne Begrüßung, Lob oder Leckerli. Eine halbe Stunde später wieder, diesmal mit Lob. Und so weiter. Wenn das ein paar Mal gut geklappt hat, Zeit erhöhen, erst 45 Sekunden für ein paar Mal, dann eine Minute. Immer, wenn ihr merkt, dass es problemlos geklappt hat mit eurer Abwesenheit, erhöht ihr die Dauer. Irgendwann wird das funktionieren...

Wenn zwischendurch was schief geht, einfach weg machen, ggf. mit Myrthenöl nachwischen, nicht weiter drüber nachdenken, auch nicht ärgern. Nicht den Kater mit der Nase reindrücken, bitte. Der Kerlemann verunreinigt die Wohnung nicht, um euch zu ärgern, sondern weil er richtig Angst hat, dass ihr ihn im Stich lasst. Diese Erfahrung hat er nämlich gerade erst (mal wieder?) gemacht. Tut gegenüber dem Kater so, als hättet ihr keine Ahnung, wo das Zeug her ist, und als würde es euch auch überhaupt nicht interessieren....

Ich habe hier eine Katze, die wurde einstmals von der panischen Angst getrieben, sie müsse verhungern, und die alles (ALLES) gefressen und getrunken hat, was sie ergattern konnte (Salzgurken, Oliven, Obst, Alkoholika...)
Mittlerweile geht sie nicht mal mehr auf die Küchenanrichte, wenn ich dort leergegessene Teller parke... es hat etwa 4-6 Monate gedauert, und viel Konsequenz, aber es geht...

Nur Mut!

Wir können gerne auch mal telefonieren, schick mir ne PN
 
bine

bine

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  • #16
Mittlerweile sind wir an einem Punkt angekommen, an dem wir ihn nicht mehr die gewünschte Zuneigung geben können, weil er uns jeden Tag aufs Neue auf die Palme bringt.

Was können wir dagegen machen? Wie sollen wir uns ihm gegenüber verhalten? Wie "bestraft" man dies angemessen... Sind viele Fragen, die uns durch den Kopf gehen....
wissen einfach nicht, wie lange wir dies mitmachen können...

für so eine aussage nach weniger als einer woch die das katerchen nun bei euch ist hab ich kein verständnis :mad:
 
Petra-01

Petra-01

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  • #17
für so eine aussage nach weniger als einer woch die das katerchen nun bei euch ist hab ich kein verständnis :mad:

bine, ob du verständnis dafür hast oder nicht, Wir würden gerne dem Kater helfen!!
Und dein Beitrag macht es nicht besser für ihn.:mad:
Ich bin auch manchmal abgenervt und reagiere auch mal über aber hier geht es um das Wohl des Katers und das den neuen Dosis geholfen wird. ;)
 
Leonie

Leonie

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  • #18
Ich finde es gut, dass ihr euch Hilfe holt und ich kann auch gut verstehen, dass man die Nerven verliert, wenn man regelmäßig Kot oder Urin entfernen muss... Trotzdem würde ich euch raten, ersteinmal tief durchzuatmen und versuchen den Kater zu verstehen, denn Katzen sind nicht aus Bösheit unsauber. Nach der Kastra würde ich auch mit einer Katzenhilfe sprechen und mir Unterstützung holen, evtl auch von einem THP.
 
mikesh

mikesh

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  • #19
mrs.filch hat gesagt.:
Im Prinzip schon. Aber das wird viel Geduld von euch fordern, aber ihr werdet das schaffen, da bin ich ganz sicher.

Offenbar ist es extrem stressig für das Tier, alleine zu bleiben. Also ist es ganz wichtig, die Erfahrung zu vermitteln, dass das überhaupt nichts aufregendes ist, sondern das Normalste der Welt (was ja auch stimmt).

Hier wurde zwar das Problem erkannt, aber die Vorgehensweise ist keine adäquate Lösung.

Eine Katze kann man nicht erziehen. Man kann sie sanft führen, indem man das ungewollte Verhalten erschwert und das gewollte Verhalten vereinfacht und mit Lob unterstützt.


Um es auf den Punkt zu bringen, diesen Kater als Einzeltier zu halten ist pure Tierquälerei.

Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder ihr gebt den Kater ab und sorgt dafür, dass er in einen Mehrkatzenhaushalt kommt oder ihr redet mit dem Vermieter und holt euch eine zweite Katze dazu.

Versetzt euch mal in die Lage des Katers. Er wurde als Baby von der Mutter und den Geschwistern weggeholt und in Isolationshaft gesetzt. Er hatte keine kätzische Gesellschaft, was für ein Kitten in diesem Alter sehr wichtig ist. Aber mehr als das hatte er auch keine menschliche Gesellschaft. Er war seit den ersten Wochen seines Lebens allein. Stellt euch vor, man hätte euch im Kleinkindalter weggesperrt und ihr würdet erst jetzt im Erwachsenenalter auf andere Menschen treffen. Wie würdet ihr denn reagieren?

Klar dass er sich jetzt unheimlich freut, dass ihr für ihn da seid und dass er schreckliche Ängste aussteht, wenn ihr weggeht. Der schiebt Panik, dass er wieder in die Isolation muss.

Ich finde es grausam, wenn man versucht ihn mit Strafe zu brechen oder mit lustigen Übungen daran zu gewöhnen, dass er wieder einsam ist.


Ist euer Vermieter denn ein solcher Unmensch, dass man nicht mit ihm sprechen kann? Ihr habt den Kater aufgenommen und wusstet nicht, dass er nicht allein sein kann. Die einzige Lösung ist eben eine Zweitkatze. Das muss sich doch irgendwie vermitteln lassen!

Warum will er die Zweitkatze nicht erlauben? Offensichtlich kennt er sich mit den Tieren nicht aus. Bei einer einzelnen Katze besteht immer die Gefahr, dass sie verhaltensauffällig wird und anfängt die Tapeten und Vorhänge von der Wand zu reißen, dass sie überall hinpieselt und auch dass sie schreit. Zwei Katzen beschäftigen sich miteinander und sind viel ruhiger.

Es ist ja nicht so, dass ihr mit voller Absicht die Regel im Mietvertrag übertreten wollt. Ihr wusstet es einfach nicht besser und bittet jetzt um Unterstützung. Solange es sich nicht um eine Wohnungsgesellschaft handelt, die halt leider selten Abweichungen erlauben wird/kann, sollte ein Vermieter mit Argumenten zu überzeugen sein.


Denkt bitte daran, dass es hier nicht darum geht, dass ihr unbedingt eine Katze haben wollt, sondern es geht allein darum, einem Wesen, das zu hundert Prozent vollkommen von euch abhängig ist, die beste Situation zu schaffen. Ihr habt Verantwortung übernommen, kommt ihr nach!


Meine Meinung dazu.


mikesh
 
NellasMiriel

NellasMiriel

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Gundelfingen an der Donau
  • #20
Bitte holt Euch tierheilpraktische Hilfe oder nehmt das telefonische Angebot einiger Fories hier wahr......
Katzen sind sehr empfindsame und sensible Tiere - mit althergebrachten Erziehungsmethoden wie Nase in den Stuhlgang etc. erreicht Ihr nix -ebenso die Wohnungseinzelhaltung bei einem Tier das seelisch offen ist für ein anderes Tier.....bitte neu überdenken und nach einer Woche ist eigentlich doch noch Alles offen.....ausser ihr sagt: wir haben die Nase voll von Tieren.....

Bitte holt Euch Hilfe von aussen; schon dem Kater zuliebe

lg Heidi
 
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