Verwilderten Kater mit umziehen

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Kika50

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Hallo und guten Tag,

mein Name ist Christine und ich bin neu im Forum. Katzen habe ich seit mehr als 40 Jahren in meinem Leben. Meistens aufgelesene Katzen, die niemand will.
Nun stellt sich mir folgendes Problem:
Vor ungefähr 1 1/2 Jahren kam plötzlich ein verwilderter Kater zu mir ins Haus, total abgemagert, man konnte die Knochen sehen. Ein Zugang zu ihm nicht möglich. Kam nur zum Fressen, eine falsche Bewegung oder Geräusch und er war weg. Mit der Zeit habe ich ihn aufgepäppelt und er kommt jetzt 2 mal am Tag zum Fressen. An guten Tagen, darf ich mal über den Kopf streichen, an schlechten Tagen faucht er mich an und ich darf nicht in die Nähe. An manchen Tagen schläft er bis zu 2 oder 3 Stunden auf dem Sessel, dann will er aber wieder raus. An anderen Tagen ist er nach dem Futter direkt wieder weg. Die Möglichkeit ins Freie zu gelangen, hat er immer. Mit meiner Katze Lily gibt es keine Probleme, die beiden tolerieren sich.

Mittlerweile habe ich ihn Paul getauft, und seine Geschichte ist mir auch bekannt.
Der Besitzer ist vor etlichen Jahren weg gezogen und hat ihn einfach zurück gelassen.
Jetzt werde ich aber umziehen müssen. Ich bin selbständig und der Lock Down hat mich stark getroffen und so muss ich in eine kleinere Wohnung. Auch dort hätte er die Möglichkeit rein und raus zu gehen, wie es ihm beliebt.
Jetzt mein Dilemma:
Wie ziehe ich eine verwilderte Katze um. die sich nicht angreifen lässt. Ich möchte ihn ungerne zurücklassen.
Denn Paul ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Über Ratschläge bin ich sehr dankbar.
Ps. Kastriert ist er auch nicht.

Christine
 
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bohemian muse

bohemian muse

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Hallo Christine!

Schön, dass du dich um Paul gekümmert hast als er in Not war und ihn auch jetzt nicht zurücklassen möchtest.

Um eine scheue/wilde Katze umzusiedeln benötigt man in der Regel sind Katzenfalle.
Nach dem Einfangen musst du ihn dann im neuen Zuhause zur Eingewöhnung für mindestens 2 Wochen in einem geschlossenen Raum lassen (das ist meistens der schwierigste Part), bevor er wieder nach draußen darf. Ohne eine ausreichende Eingewöhnung kann es sein, dass er die neue Wohnung nicht als Zuhause erkennt und versucht wieder zu eurem alten Haus zurückzufinden.
 
-Malina-

-Malina-

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Der örtliche Tierschutzverein kann dir bestimmt mit einer Falle weiterhelfen. Du kannst ihn dann in der Falle zum Kastrieren bringen.
Allerdings musst du ihn nach dem Umzug ungefähr zwei Wochen lang bei dir einsperren damit er sich an die neue Wohnsituation gewöhnt.
 
K

Kika50

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Ihr Lieben,

vielen lieben Dank für eure Antwort.
Hier in meiner Wohnung 125 qm, wäre das kein Problem. Aber die neue Wohnung ist nur ca. 70 qm und es ist kein separates Zimmer vorhanden. Das ist ein Problem, das mir bewusst ist. Und wie er sich in der Wohnung macht, kann ich nicht nachvollziehen. Es ist ein echtes Dilemma.
 
tiha

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Ihr Lieben,

vielen lieben Dank für eure Antwort.
Hier in meiner Wohnung 125 qm, wäre das kein Problem. Aber die neue Wohnung ist nur ca. 70 qm und es ist kein separates Zimmer vorhanden. Das ist ein Problem, das mir bewusst ist. Und wie er sich in der Wohnung macht, kann ich nicht nachvollziehen. Es ist ein echtes Dilemma.
Hallo Christine und herzlich willkommen im Forum.

Soooo schön, dass du dich um Paul kümmerst :)

Da er dich ja schon kennt, finde ich nicht, dass er kein extra Zimmer braucht. Ich würde ihn einfach behandeln wie deine eigene Katze und mehrere Wochen (in meinen Augen sind 4 Wochen das Minimum). Du kannst ja viele Kartons zur Verfügung stellen, in denen er sich verstecken kann, Feliway friends einstecken, Sedarom ins Futter geben, ggf. auch täglich 1 Tropfen Calmin, ihn dort möglichst ignorieren und dann schauen, wie es läuft. Allerdings würde ich das deutlich länger machen als nur 2 Wochen, gerade weil er so scheu ist.

Ich hoffe, der Lockdown setzt dir nicht dauerhaft so schlimm zu und du kommst bald wieder ganz auf die Beine und kannst "normal" weiterleben. Ganz schlimme Situation zur Zeit :(
 
Zuletzt bearbeitet:
bohemian muse

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Hallo Christine und herzlich willkommen im Forum.

Soooo schön, dass du dich um Paul kümmerst :)

Da er dich ja schon kennt, finde ich nicht, dass er ein extra Zimmer braucht. Ich würde ihn einfach behandeln wie deine eigene Katze und mehrere Wochen (in meinen Augen sind 4 Wochen das Minimum). Du kannst ja viele Kartons zur Verfügung stellen, in denen er sich verstecken kann, Feliway friends einstecken, Sedarom ins Futter geben, ggf. auch täglich 1 Tropfen Calmin, ihn dort möglichst ignorieren und dann schauen, wie es läuft. Allerdings würde ich das deutlich länger machen als nur 2 Wochen, gerade weil er so scheu ist.

Ich hoffe, der Lockdown setzt dir nicht dauerhaft so schlimm zu und du kommst bald wieder ganz auf die Beine und kannst "normal" weiterleben. Ganz schlimme Situation zur Zeit :(

Ich hatte ein separates Zimmer vorgeschlagen, weil ich ansonsten die Gefahr sehe, dass der Kater jede Chance nutzt, um durch die Haustür nach draußen zu entwischen. Aber wenn es, wie die TE schreibt, kein separates Zimmer gibt, wird man das Risiko wohl eingehen müssen.
 
biveli john

biveli john

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Grüß dich Christine,
da ja der Kater mit einer Falle gefangen werden muß, wäre es möglich ihn anschließend
gleich zu kastrieren bevor er bei dir in Quarantäne geht.
Ich meinte so wie zwei Fliegen auf einen Schlag.
Dann wäre das ja vielleicht auch erledigt.
 
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Max Hase

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Wenn er kastriert ist, braucht es etwas bis die Hormone fallen. Dann wird er nicht mehr so umtriebig sein.
Ich würde versuchen mit dem Tierarzt die Kastration auf den Umzug zu legen und ihn dann ins neue Zuhause mitnehmen.
Schön wäre, wenn ein Tierheim ihn Dir da ein paar Tage abnehmen könnte, kostet etwas, machen aber einige.
Also mit Falle einfangen, kastrieren, im Tierheim parken, umziehen, Paul abholen.
 
O

Odenwälderin

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Da er ja in deine Wohnung kommt:
Einpacken, zum Tierarzt und kastrieren lassen, in der neuen Wohnung erst einmal 4-6 Wochen drin lassen und dann ist alles gut.
Leider spüren die lieben Katzen das etwas im Busch ist. Deshalb wäre das der Idealfall.

Wann ist denn dein Umzug? Wenn Du noch ein paar Wochen Zeit hast würde ich die Kastration jetzt erledigen. Dann können sich die Hormone schon mal abbauen und ein potenter Kater in der Wohnung ist nichts schönes. Es dauert nun mal 4-6 Wochen bis die Hormone und auch der typische Katergeruch weg sind.

Bitte berichte weiter und danke das Du dich kümmerst.
 
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Kika50

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  • #10
Ihr Lieben, ich war ein paar Tage nicht online, Vodafone hatte bei uns ein paar Schwierigkeiten.
Ich werde versuchen mit dem Verein der Katzenfreunde Kontakt aufzunehmen (hab schon angerufen, aber nur den Anrufbeantworter erwischt) Dort wollte ich nachfragen, ob Paul für die Zeit nach der Kastrierung über den Umzug vielleicht mit Spendenausgleich bleiben kann. Nach wie vor lässt er sich nicht streicheln. Allerdings war die Idee mit dem Fleisch sehr gut, mittlerweile frißt er mir aus der Hand. Ich bleibe geduldig. Aufgeben ist keine Option. Ahja, der Umzug ist Ende März geplant.

Ich danke euch von ganzem Herzen für die lieben Antworten.
 

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