Vertrauen, Angst und Zickereien

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Amiga3000D

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Hallo liebe Mitforisten, ich heiße Steffen und komme aus Berlin.

Ich habe ein schönes Schildpattmädchen (auf Gerda getauft, wie meine Oma) seit dem 04.01. aus dem Tierheim geholt. Sie ist eine Fundkatze und wird auf ca 5-6 Jahre geschätzt. Sie kam ins Tierheim, nachdem sie in Lichtenberg angefahren und verletzt wurde. Die Verletzungen im Becken wurden operiert und sind verheilt und sie wurde nochmal schön durchgecheckt.

Sie ist geimpft, kastriert und hat auch artig ihr Wurmmittelchen genommen. Seit dem ersten Tag läuft sie dick, zufrieden und artig in der Wohnung herum, hat sofort gut und gern gefressen, das Klo angenommen und ist sehr auf mich fixiert.

Die Umstände in der Wohnung sind voll und ganz auf eine Katze eingestellt (ich hatte vor ihr eine ältere Schildpattkatze, Ophelia, ebenfalls aus dem Tierheim, ebenfalls Fundkatze, mit geschätzt 11 bekommen und am 18.12. aufgrund rapide verschlechternder Niereninsuffizienz einschläfern lassen müssen. da wurde dann auch noch festgestellt, dass sie wohl eher schon 17-19 jahre alt war), sie hat eine Stoffhöhle, eine Kuschelecke mit Decke im Bücherregal, Fensterbretter mit kuscheligen Decken, ein Katzenbettchen auf meinem Schreibtisch (neben dem Computer, sie guckt gern zu), eine kleine selbstgebaute Höhle unter dem Couchtisch und im Bett schläft sie auch jede Nacht. Sie kommt dann meist gegen 2-3 Uhr vom Schreibtischbettchen rüber zu mir. Klo steht im Bad und wird täglich 2x geleert, ist ein Haubenklo. Napf mit Wasser steht im Wohnzimmer und in der Küche, dort dann zusätzlich noch mit Nassfutternapf und Trockenfutterspender. Unregelmäßig bekommt sie Leckerlis, die ich in der Wohnung verstecke und die sie dann auf ihren "Touren" finden kann. Wir spielen jeden Tag mit wechselnden Spielzeugen, ein Fummelbrett ist auch vorhanden.

Im Tierheim wurde sie als Einzelkatze vorgestellt, die grob spielt. Dies konnte ich auch direkt erfahren, beim kraulen und kennenlernen biss sie mir in die Hand, die doofe. :D Kein Problem, wenige Sekunden später schmuste sie wieder ganz doll mit mir.
Die Versuche, sie mit anderen Katzen zusammen zu bringen scheiterte im Tierheim mehrfach, auch mit wechselnden Katzen/Katern, vom gleichaltrigen bis zum älteren, gemütlichen Tieren, die sonst mit allem klar kommen.

Da ich Vollzeit arbeiten gehe, bekommt sie jeden Morgen und direkt nach Feierabend die volle Aufmerksamkeit.

Nun die Problematik:

Ihre grobe Art und das ambivalente Verhalten war am Anfang sehr ausgeprägt, lief man neben ihr in die Küche oder in irgendeinen anderen Raum, konnte es schnell sein, dass sie einen biss oder kratzte. Kraulen am Kopf ging nur wenige Sekunden, dann wurde gebissen. Hoch nehmen war gar nicht möglich, verständlicherweise. Von Anfang an wurde sie zu nichts gedrängt und sollte, wenn sie möchte, von alleine kommen.

Inzwischen hat sich das schon sehr gebessert, sie besteht auf das Begrüßungsritual, wenn ich komme. Rucksack ab, Jacke aus, Schuhe aus und dann hochheben und auf der Schulter tragen. Ich kraule sie, sie gibt Köpfchen, dann wieder kraulen - im Wechsel eben. Sie hat auch keine Probleme mehr damit, wenn jemand sie irgendwohin begleitet und faucht dann nicht mal mehr.

Sie scheint mir zu vertrauen, setzt sich ganz selbstverständlich auf meinen Schoß oder, wenn ich liege, auf meine Brust und drückt mir den Hintern quasi ins Gesicht. :D Ich darf sie inzwischen auch am Rücken kraulen, Bauch und Becken/Hintern sind jedoch tabu (vllt durch den Unfall?). Kopfnüsse und lecken gibts eigentlich jeden Tag mehrfach, was ich als sehr angenehm empfinde. Sitze ich auf der Couch, kommt sie auch gern dazu und schläft dann auch auf meinem Schoß oder neben mir.

Was jedoch sehr komisch ist und wo ich Rat brauche: Sie hat scheinbar große Angst vor Händen. In einer Minute kann ich sie noch kraulen und alles ist gut, greife ich dann jedoch nach dem Handy, was neben ihr liegt, beisst oder kratzt sie mich und rennt weg. Gerade noch hocke ich vor ihr und kraule sie, da beisst sie mich ins bein und rennt weg, wenn ich aufstehe. Ab und an rennt sie auch meiner Freundin hinterher, wenn diese vom Bett aufsteht und z.B. ins Bad gehen will und beißt ihr in die Hacke. Das macht sie jedoch nur ganz, ganz selten.

Beispiel: Ich sitze am PC, sie liegt im Bettchen neben dem Monitor. Alles ist total entspannt, sie pennt oder ist kurz davor. Mein Handy liegt vor ihr, neben der Tastatur. Es kommt eine Nachricht, ich greife nach dem Handy, sie schlägt plötzlich mit der Pfote und rennt weg. Nicht spielerisch, sondern sie kratzt richtig. (Ich kann das manchmal nicht richtig einschätzen, ob sie einfach zu viel Kraft hat oder ob es wirklich ernst/böse als Angriff gemeint ist)

Dieses ambivalente Verhalten würde ich ihr gerne abtrainieren. Es verletzt mich und bringt mich zum grübeln, wieso sie mir scheinbar schon sehr vertraut und mich gern hat, dann jedoch unvermittelt so überreagiert. Wir haben feste Abläufe und Rituale, wie das Begrüßen oder wann/wie es Futter gibt. Wenn ich zur Arbeit fahre, bekommt sie vorher ein Leckerchen. Es ist immer der gleiche Ablauf: Ich ziehe mir die Schuhe und die Jacke an, sie flitzt schon die Küche und guckt - gehe ich zum Schrank, springt sie aufs Fensterbrett und guckt. Ich komme, sage "sitz" sie setzt sich hin und wird gelobt und bekommt die Leckerchen und wird verabschiedet.

Wir spielen auch gern mal grob, so wie sie es mag. Bis zur totalen Erschöpfung. :D Gewalt hat sie von mir keine erfahren bzw. zu erwarten, selbst wenn mal was umkippt o.ä. - trotzdem kann man nicht ausschließen, dass sie nicht davor irgendwie mal schlechte Erfahrungen machen musste. Wenn die Türklingel geht, versteckt sie sich z.B. jedes Mal unterm Bett.


Nun also meine Frage: Was ist da los? Was kann ich tun? Habe ich einen offensichtlichen Fehler begangen? Hilft ein Klickertraining oder ein Psychologe? Beim Tierarzt war ich natürlich schon mit ihr, körperlich ist alles gut. Feliway habe ich auch getestet und in der Eingewöhnungsphase genutzt, hat jedoch nicht wirklich viel geholfen. Die Näpfe, Höhlen und Decken sind nicht von der vorherigen Katze, sondern allesamt neu.
 
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Starfairy

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Diese Art Verhalten zeigen oft Katzen, die zu früh von der Mutter und den Geschwistern getrennt wurden und dann alleine aufwachsen mußten.

Dein Beispiel mit dem Handy, hier ist es gut möglich, das sie dein Hinfassen falsch interpretiert. Evtl. meint sie, du greifst nach ihr. Und wenn man etwas greifen will, ist die Bewegung einfach anders als wenn man hinfaßt, um sie zu streicheln.
In solchen Fällen würde ich mal testen, ob es was bringt, wenn du sie vorher ansprichst. So das sie sieht, du greifst in die Richtung, aber wenn es ihr nicht gefällt, hat sie genug Zeit um wegzugehen.

Wenn sie deine Freundin oder dich in die Beine beisst, dürft ihr ruhig laut rufen und jammern. Es kann gut sein, das sie gar nicht weiß, das sie euch damit weh tut. Hier landen wir wieder bei der schlecht sozialisierten Katze.

Mit dem Anfassen, da hast du für die kurze Zeit doch schon sehr viel erreicht. Sogar hochheben darfst du sie schon. Warte einfach ab, wenn es geht, streichel ab und zu ganz flüchtig über die ausgesparten Teile, aber erzwing es nicht. Das kommt ganz sicher auch noch von alleine. Der Bauch allerdings, der ist bei vielen Katzen tabu. Das ist einfach so, das ist weder eine Vertrauenssache noch ein Erziehungssache. Da muß man einfach akzeptieren, das Katzen Individualisten sind und nicht jede Katze das mag.

Wie hat denn das Nicht-vertragen im Tierheim ausgesehen? War sie aggressiv? Oder hat sie sich vielleicht eher zurückgezogen?
 
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Amiga3000D

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Diese Art Verhalten zeigen oft Katzen, die zu früh von der Mutter und den Geschwistern getrennt wurden und dann alleine aufwachsen mußten.

Dein Beispiel mit dem Handy, hier ist es gut möglich, das sie dein Hinfassen falsch interpretiert. Evtl. meint sie, du greifst nach ihr. Und wenn man etwas greifen will, ist die Bewegung einfach anders als wenn man hinfaßt, um sie zu streicheln.
In solchen Fällen würde ich mal testen, ob es was bringt, wenn du sie vorher ansprichst. So das sie sieht, du greifst in die Richtung, aber wenn es ihr nicht gefällt, hat sie genug Zeit um wegzugehen.

Wenn sie deine Freundin oder dich in die Beine beisst, dürft ihr ruhig laut rufen und jammern. Es kann gut sein, das sie gar nicht weiß, das sie euch damit weh tut. Hier landen wir wieder bei der schlecht sozialisierten Katze.

Mit dem Anfassen, da hast du für die kurze Zeit doch schon sehr viel erreicht. Sogar hochheben darfst du sie schon. Warte einfach ab, wenn es geht, streichel ab und zu ganz flüchtig über die ausgesparten Teile, aber erzwing es nicht. Das kommt ganz sicher auch noch von alleine. Der Bauch allerdings, der ist bei vielen Katzen tabu. Das ist einfach so, das ist weder eine Vertrauenssache noch ein Erziehungssache. Da muß man einfach akzeptieren, das Katzen Individualisten sind und nicht jede Katze das mag.

Wie hat denn das Nicht-vertragen im Tierheim ausgesehen? War sie aggressiv? Oder hat sie sich vielleicht eher zurückgezogen?

An ansprechen dachte ich auch schon, vllt anfänglich um ihr es beizubringen. Später dann schon weniger und es dann wieder gänzlich lassen. Das probier ich mal!

Ach, wenn sie sich nicht am Bauch kraulen lässt, wäre das kein Drama. Es geht mir doch eher um das beißen und kratzen aus völlig ungefährlichen und unsinnigen Situationen heraus.

Andere Katzen (im Tierheim, wie auch die etwas jüngere Katze meinere Freundin) greift sie richtig böse an, treibt sie vor sich her und bekämpft sie regelrecht. Da ist kein beschnuppern, beobachten oder kennenlernen drin, die greift alles und jeden an.
 
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Tadi

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Schliesse mich mal den Vermutungen von Starfairy an und ergänze, was das
Hinfassen zuim Handy etc betrifft, auch noch die Unfallsituation, die Deine
Katze hatte. Ein verletztes Tier zu bergen, macht auch noch mal grosse Schmerzen, auch die langwierige Behandlung.
Das sind Erinnerungen, die evtl. zu diesen "Attacken" führen können.

Zusammen mit der offenbar fehlenden guten Sozialisierung im Kittenalter
ergibt sich dann durchaus so ein Bild.
Da hilft Geduld, Ansprache vor Bewegungen, die als Auslöser dienen und auch
ein klares Nein bei z.B. Hackenbissen.

Wie wurde sie denn im Tierheim gehalten? Auf Grund der Verletzung und dem
Heilungsprozess allein über längere Zeit ? In einem Käfig allein in einem Raum mit
freilaufenden anderen Katzen ?
Hat man sie, als sie gesund war, in einer Katzengruppe mitlaufen lassen?
Sie hat evtl. auch da noch negative Erfahrungen mit anderen Katzen machen müssen.

Grüsse
Tadi
 
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Amiga3000D

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Schliesse mich mal den Vermutungen von Starfairy an und ergänze, was das
Hinfassen zuim Handy etc betrifft, auch noch die Unfallsituation, die Deine
Katze hatte. Ein verletztes Tier zu bergen, macht auch noch mal grosse Schmerzen, auch die langwierige Behandlung.
Das sind Erinnerungen, die evtl. zu diesen "Attacken" führen können.

Zusammen mit der offenbar fehlenden guten Sozialisierung im Kittenalter
ergibt sich dann durchaus so ein Bild.
Da hilft Geduld, Ansprache vor Bewegungen, die als Auslöser dienen und auch
ein klares Nein bei z.B. Hackenbissen.

Wie wurde sie denn im Tierheim gehalten? Auf Grund der Verletzung und dem
Heilungsprozess allein über längere Zeit ? In einem Käfig allein in einem Raum mit
freilaufenden anderen Katzen ?
Hat man sie, als sie gesund war, in einer Katzengruppe mitlaufen lassen?
Sie hat evtl. auch da noch negative Erfahrungen mit anderen Katzen machen müssen.

Grüsse
Tadi

Meinst du, diese Erinnerungen werden irgendwann verblassen? Es ist schon recht hart, wenn man sich so viel Mühe gibt und Verständnis zeigt und dann doch irgendwie gebissen wird, als wäre man ein "Fremder".

Das Tierheim in Berlin-Ahrensfelde ist sehr fortschrittlich, alle Gehege sind aus Glas und der Boden ist beheizt. Es gibt ein Innengehege und eine Art Wintergarten mit Zaun außen, verbinden durch eine Katzenklappe. Also, für jedes Gehege, versteht sich.

Sie wurde wohl zuerst ganz allein gehalten, grad auch wegen der Verletzung. Alle Tiere stehen da unter Beobachtung durch Personal und Ärzte, ist schon ganz okay dort. (Ich musste bei der Adoption der Katze ein wenig schummeln, aber das ist eine andere Geschichte^^)

Da sie ansonsten sehr lieb, reinlich und auch vorsichtig ist, würde ich schon denken, dass sie einen Vorbesitzer hatte. Sie geht nicht an mein Essen, selbst wenn ich in Zwischenzeit dusche und die dampfende Salamipizza auf dem Wohnzimmertisch steht. :D Sie frisst keine Kabel an, pinkelt nirgends hin, schmeisst nix um, außer meinen Emaille Kaffeebecher, aber auch nur wenn er leer ist - der klimpert dann so schön.^^

Ihr meint also, dass sich das mit der Zeit geben wird, ja? :)
 
Mikesch1

Mikesch1

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Im Moin-Moin-Gebiet ;-)
Ihr meint also, dass sich das mit der Zeit geben wird, ja? :)

Sie ist jetzt 4 Monate bei Dir. Für Dich eine (vielleicht) lange Zeit, für sie eventuell eine erst kurze Zeit. Wer weiß, was sie schon alles mit den Menschen erleben musste.

Ich denke, wenn sie richtig richtig Vertrauen gefasst hat und Du sie auch noch besser kennengelernt hast, so dass Du sie einschätzen kannst und weißt, was vielleicht auf eine bestimmte Bewegung hin passiert, dann wird es immer besser werden.

Beherzige und setze die Tipps um, die Du bisher schon bekommen hast und dann hab noch etwas Geduld mit ihr. :)

Ich denke auch, es ist noch viel Unsicherheit in Gerda. Es wird besser, je mehr Sicherheit sie gewinnt. Eventuell kannst Du sie unterstützen mit z. B. Bachblüten. Die sollten aber von einer erfahrenen Fachfrau/-mann zusammengestellt werden, damit sie auch den Bedürfnissen von Gerda entsprechen.
 
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Ina1964

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Probier doch mal folgendes aus:
beweg die eine Hand und gleichzeitig gibst du mit der anderen Hand ein Leckerlie. Anfangs nur kleine und langsame Bewegungen machen, die später ausgebaut werden, außerdem umgehend mit Lob arbeiten.
So kann eine positive Verknüpfung mit der Hand stattfinden - wer weiß, was das arme Hascherl erlebt hat!
 
Jessica.

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Sie ist eine Fundkatze und wird auf ca 5-6 Jahre geschätzt. Sie kam insTierheim, nachdem sie in Lichtenberg angefahren und verletzt wurde.

Da ich Vollzeit arbeiten gehe, bekommt sie jeden Morgen und direkt nach Feierabend die volle Aufmerksamkeit.

Wir spielen auch gern mal grob, so wie sie es mag. Bis zur totalen Erschöpfung. :D Gewalt hat sie von mir keine erfahren bzw. zu erwarten, selbst wenn mal was umkippt o.ä. - trotzdem kann man nicht ausschließen, dass sie nicht davor irgendwie mal schlechte Erfahrungen machen musste. Wenn die Türklingel geht, versteckt sie sich z.B. jedes Mal unterm Bett..

Hallo
Mit den Fund-Katzen weiß man halt vorher nicht so genau ,ob die Katzen vorher Freigang genossen haben. Oder ob die Katze irgendwo aus Wohnungshaltung ausgebüxt ist.

Arbeitet deine Freundin auch Voll-Zeit und wie lange ist die Katze alleine in der Wohnung?

Wie schaut den das "grobe Spielen ",das sie so mag aus-wie machst du das genau?

Unsere Katze hat "hüpft" auch von meinen Mann auf den Schoß und begrüßt ihn intensiv jeden Tag wenn er von der Arbeit kommt. Das macht sie von den Rest der Familie nicht so extrem . Bei mir war sie noch nie auf den Schoss gesessen.
Von der Türklingel hat das auch lange gebraucht, bis sie keine Angst mehr hatte.

Die jüngere Katze deiner Freundin -wie alt ist sie?
Wohnen jetzt die zwei Katzen bei euch?
 
Das Manu

Das Manu

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Vielleicht hilft auch klicker Training?!

Bauch und Hinterläufe sind für Katzen absolut empfindliche Stelle. Daher lassen die Katzen jemanden ungern dran. Nur bei 110% Vertrauen und auch nicht jede lässt es zu.

Hab ein wenig Geduld und versuche keine ruckartigen Bewegungen mit der Hand. Vllt anfangs mit Unterarm arbeiten (flache Stelle und wirkt anders da nur begrenzte Bewegung möglich)

Das schaffst du :) ;) :)
 
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Tadi

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  • #10
Wenn Du Deiner Katze genügend Zeit gibst - und das ist bei jedem Idividuum
unterschiedlich lang - wird sie ihre schlechetn Erfahrungen oder mangelden
Erfahrungen durch Neue ersetzen können und Vertrauen aufbauen.
Ueberfordere sie nicht durch Anforderungen, langsam, Schritt für Schritt.

Hm, wenn Du "schummeln" musstest bei der Adoption, weisst Du ja, was es war.
Unter Umständen hat auch das Einfluss auf ihr Verhalten.
So haben es z.B. Freigänger schwer oder schaffen es gar nicht, nur in Wohnungen zu leben.

What ever, beziehe es unter Umständen in die Situation ein, wenn Du nicht darüber berichten magst.


Grüsse
Tadi
 
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Amiga3000D

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  • #11
Sie ist jetzt 4 Monate bei Dir. Für Dich eine (vielleicht) lange Zeit, für sie eventuell eine erst kurze Zeit. Wer weiß, was sie schon alles mit den Menschen erleben musste.

Ich denke, wenn sie richtig richtig Vertrauen gefasst hat und Du sie auch noch besser kennengelernt hast, so dass Du sie einschätzen kannst und weißt, was vielleicht auf eine bestimmte Bewegung hin passiert, dann wird es immer besser werden.

Beherzige und setze die Tipps um, die Du bisher schon bekommen hast und dann hab noch etwas Geduld mit ihr. :)

Ich denke auch, es ist noch viel Unsicherheit in Gerda. Es wird besser, je mehr Sicherheit sie gewinnt. Eventuell kannst Du sie unterstützen mit z. B. Bachblüten. Die sollten aber von einer erfahrenen Fachfrau/-mann zusammengestellt werden, damit sie auch den Bedürfnissen von Gerda entsprechen.

Ja, ich bleibe da auf jeden Fall dran, natürlich. So einfach weggeben stand gar nicht zur Debatte, sie muss sich ja auch auf gewisse Weise an mich gewöhnen. Das ist, glaub ich, ein Spiel, welches man nur zu zweit spielen kann.^^


An wen wende ich mich am besten, wenn ich bezüglich der Bachblütentherapie mehr Infos brauche? Oder wo kann ich sowas erhalten?
 
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Amiga3000D

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  • #12
Probier doch mal folgendes aus:
beweg die eine Hand und gleichzeitig gibst du mit der anderen Hand ein Leckerlie. Anfangs nur kleine und langsame Bewegungen machen, die später ausgebaut werden, außerdem umgehend mit Lob arbeiten.
So kann eine positive Verknüpfung mit der Hand stattfinden - wer weiß, was das arme Hascherl erlebt hat!

Ich habe nun damit begonnen, sie erst anzusprechen, bevor ich irgendwas mit der Hand in ihrer Nähe mache. Klappt bisher ganz gut, es gab auch schon ein Leckerchen. :) Sie guckt dann nur kurz, was ich mache, aber ist in einer entspannten Haltung. Kein abwarten "ob da was angreift". :)
 
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Amiga3000D

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  • #13
Vielleicht hilft auch klicker Training?!

Bauch und Hinterläufe sind für Katzen absolut empfindliche Stelle. Daher lassen die Katzen jemanden ungern dran. Nur bei 110% Vertrauen und auch nicht jede lässt es zu.

Hab ein wenig Geduld und versuche keine ruckartigen Bewegungen mit der Hand. Vllt anfangs mit Unterarm arbeiten (flache Stelle und wirkt anders da nur begrenzte Bewegung möglich)

Das schaffst du :) ;) :)

Klickertraining finde ich auch gut, das fordert sie auch geistig. Muss mich diesbezüglich mal belesen, wie das so geht. Meine Ophelia war ja schon etwas älter und ruhiger, daher muss ich mich ja auch erstmal an eine junge Katze gewöhnen. (Wo die überall so hinkommt, das glaubt man gar nicht....^^)
 
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Amiga3000D

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  • #14
Wenn Du Deiner Katze genügend Zeit gibst - und das ist bei jedem Idividuum
unterschiedlich lang - wird sie ihre schlechetn Erfahrungen oder mangelden
Erfahrungen durch Neue ersetzen können und Vertrauen aufbauen.
Ueberfordere sie nicht durch Anforderungen, langsam, Schritt für Schritt.

Hm, wenn Du "schummeln" musstest bei der Adoption, weisst Du ja, was es war.
Unter Umständen hat auch das Einfluss auf ihr Verhalten.
So haben es z.B. Freigänger schwer oder schaffen es gar nicht, nur in Wohnungen zu leben.

What ever, beziehe es unter Umständen in die Situation ein, wenn Du nicht darüber berichten magst.


Grüsse
Tadi

Na gut, ich beziehe hierzu mal meine Bewertung des Tierheim Berlin auf Facebook ein, ist jedoch etwas mehr Text. Edit: "Irmchen" war der Name, der ihr im Tierheim gegeben wurde. Bei mir heißt sie Gerda, wie meine Oma. :)

"Nur zum Verständnis: Die drei Sterne ergeben sich aus der Erfahrung, die ich vor ca 2,5 Jahren und heute machen durfte/musste.

Damals habe ich meine geliebte Ophelia, eine Fundkatze mit geschätztem Geburtsjahr 2001 (am 18.12 hat sich herausgestellt, dass sie deutlich älter, eher 17-19 statt 14 zu sein scheint) abgeholt. Die Vermittlung ging schnell vonstatten, ich habe mich sofort in die Katze verliebt und auch sie hat mich "ausgesucht". Die Beratung, das Gespräch vorab, die Behandlung waren mehr als 5 Sterne wert, eher 7 von 5. Alles war super!

Nun, da ich mein Mäuschen am 18.12. leider einschläfern lassen musste, wollte ich heute nach einem neuen Gefährten fürs Leben schauen. Hierzu bin ich natürlich wieder ins Tierheim gefahren, um einer anderen kleinen Seele ein zuhause bieten zu können. Ich hatte ja sehr gute Erfahrungen gemacht - jedoch verhielt sich dieses Mal alles anders. Ich habe mich in die kleine Schildpattkatze "Irmchen" verguckt, welche, zu meiner Freude, als "Wohnungskatze" vermittelt werden sollte. Sie sei zickig und spiele grob, stand auf dem Zettel. Jeder, der Schildpattkatzen kennt, wird wissen, dass diese sehr divenhaft und gern zickig sind. Irmchen war auch überaus zutraulich, kam vom Kratzbaum gesprungen und hat sich sofort an die Scheibe geschmiegt. Sie wollte offensichtlich Aufmerksamkeit und Liebe!

Ich habe mich daher an eine Pflegerin gewandt, die mir dann die Tür geöffnet hat und Irmchen und ich haben uns sofort sehr gut verstanden. Grob wie sie ist, hat sie mich auch kurz gebissen, als ich eine unvorhersehbare Bewegung gemacht hab - ich bin aus der Hocke aufgestanden, da die Gehege doch sehr eng sind. Man müsste es eben mal versuchen, weil man nicht 100%ig sicher wäre, wie sie aufgewachsen ist, da sie eine Fundkatze war, wurde mir erklärt.

Bekräftigt in meinem ersten Eindruck und mit dem großen Wunsch, diese Katze nun mitnehmen zu können, wandte ich mich an die Pflegerin. Nun beginnt das eigentliche Drama.

Ich musste mich sofort für alles rechtfertigen, sei die geplante Wohnungshaltung (hierfür war sie auf dem Schild ausgewiesen), denn ein Freigang wäre wohl viel besser, was man aber auch nicht absolut sicher wusste, war sie doch eine Fundkatze. Eine Einzelhaltung wäre am besten, da sie andere Katzen nicht mag. Das meine Wohnung eine 54m² Altbauwohnung mit großzügigen Räumen ist, wurde ignoriert, wie auch meine von mir erwähnte Erfahrung mit Katzen im Allgemeinen und Schildpattkatzen im Speziellen. Auch meine Berufstätigkeit wäre ein Problem - ungeachtet dessen, dass ich in Gleitzeit und NIE am Wochenende arbeite, ich also hauptsächlich zuhause bin. Auch der anfängliche kleine Biss wurde negativ gewertet, dabei kann man unmöglich innerhalb von Minuten das Wesen einer Katze sofort kennen, geschweige dessen ein Vertrauensverhältnis aufbauen.
Zusätzlich wurde dann noch eine zweite Pflegerin hinzu gerufen, die dann natürlich in den Tenor einstimmte.

Kurz: Es wurde innerhalb von 5 Minuten die komplette Situation verdreht. Ich musste mich zu allen Fragen rechtfertigen.

Aus einer Fundkatze, die in Wohnungshaltung leben sollte, wurde eine Katze, die dringend Freigang bräuchte (auch wenn das nicht sicher sei, weil Fundkatze(!))!
Einzelhaltung wäre gut, aber besser wäre eine Haltung als Paar (was aber mit der nicht geht - worüber reden wir hier eigentlich!?), was wiederum in meiner Wohnung nicht geht (meine Aussage).
Da ich berufstätig bin, wäre ich nicht im Stande, ihr genug Aufmerksamkeit zu bieten (dieser Vorwurf entwertet die gemeinsamen Jahre mit Ophelia, die immer zufrieden und glücklich bei mir war!) und am besten wäre eh ein älterer Besitzer, am besten ein Renter (weil die ja bekanntlich so fit sind und eine junge Katze bespaßen können?).

Und zur Krönung am Schluss wurde mir wieder eine ältere Katze empfohlen, gerne auch ein Pärchen - ich bin offensichtlich nicht "gut genug" für eine junge Katze, darf jedoch gern wieder eine ältere haben und diese dann "begleiten".

Diese Behandlung durch jenem Ort, an dem ich eine kleine Seele mit mir nahm und ein zuhause gab und es auch auf seinem letzten Weg begleitet habe, so kurz nach dessen Tod ist nur durch die unglaubliche Arroganz und das Desinteresse der Pfleger zu übertreffen. Fragen werden gestellt, damit sie gestellt wurden, nicht um die Antwort zu bewerten. Für diesen wirklich schlimmen Besuch heute gibt es keinen einzigen Stern.

Wenn niemand gut genug für die Tiere ist, sollten eher die Hürden überdacht werden, die potentiellen Interessenten in den Weg gestellt werden, statt die Überfüllung und die ausgeschöpften Kapazitäten medial zu beklagen.

Ich für meinen Teil werde nicht nochmal in diesen Häusern auf die Suche nach einer kleinen Seele gehen. Auch Futter- und Geldspenden werde ich von nun an an private Träger leisten.

Es trifft dann leider die falschen, die Tiere, aber die Schuld hat dann wie so oft - der Mensch."

Meine Freundin ist dann einige Tage später allein hingegangen und hat sich dann ebenfalls für die Katze interessiert und bezüglich Wohnung und Arbeitszeiten fast identische Angaben gemacht - und die Katze bekommen. Ihr wurde die Katze sogar als ausgesprochene Wohnungskatze und Einzelhaltung beschrieben.

Ob ich nun einfach als Mann nicht gepasst oder denen meine Nase nicht gefallen hat, kann ich nicht sagen. Denkwürdig war es allemal.
 
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Amiga3000D

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  • #15
Hallo
Mit den Fund-Katzen weiß man halt vorher nicht so genau ,ob die Katzen vorher Freigang genossen haben. Oder ob die Katze irgendwo aus Wohnungshaltung ausgebüxt ist.

Arbeitet deine Freundin auch Voll-Zeit und wie lange ist die Katze alleine in der Wohnung?

Wie schaut den das "grobe Spielen ",das sie so mag aus-wie machst du das genau?

Unsere Katze hat "hüpft" auch von meinen Mann auf den Schoß und begrüßt ihn intensiv jeden Tag wenn er von der Arbeit kommt. Das macht sie von den Rest der Familie nicht so extrem . Bei mir war sie noch nie auf den Schoss gesessen.
Von der Türklingel hat das auch lange gebraucht, bis sie keine Angst mehr hatte.

Die jüngere Katze deiner Freundin -wie alt ist sie?
Wohnen jetzt die zwei Katzen bei euch?

Meine Freundin und ich wohnen (noch) nicht zusammen. Meine Gerda ist ungefähr 8-9 Stunden allein, von Mo-Fr. Morgens stehe ich früher auf und bespaße Sie ca. eine Stunde vorm losgehen und abends ist sie vor Haushalt und Co. "dran" und bekommt sofort Aufmerksamkeit, Futter und Spielereien. Am Wochenende bin ich den ganzen Tag daheim, sowie im Urlaub/an Feiertagen.

Das grobe Spielen besteht aus dem üblichen Jagen und Fangen von Spielzeugen an der Strippe und einem Spiel, dass ich so sonst auch nicht von Katzen kenne^^:

Gerda nennt einen Stofftunnel ihr Eigen, in dem sie sehr gerne sitzt. Das Spiel besteht darin, dass ich außen mit einem Spielzeug am Tunnel entlang kratze und sie, durch den Stoff hindurch, den Tunnel "verteidigt". Ab und zu taucht das Spielzeug hinter oder vor ihm auf und sie rotiert wild schnurrend und kämpfend im Tunnel (manchmal dreht er sich auch mit ihr :D) Sie verteidigt auch gern ihre Höhle und wartet darauf, dass eine Maus rein "klettern" will. Diese wird dann in die Höhle gezogen und "getötet", dann wieder rausgeworfen und sie wartet darauf, dass der Besuch erneut rein kommt.

Kabelbinder und Haargummis liebt sie auch, sowie kleine Stoffflummis und Co. davon hat sie schon einige kaputt bekommen. :)

Die erste Zusammenkunft unserer Katzen war nicht wirklich erfolgreich, aber ich habe mir den Artikel hier im Forum über das Treffen von Katzen durchgelesen und werde dies in naher Zukunft wie dort beschrieben Stück für Stück erneut versuchen. Ich glaube, die beiden (die Katze meiner Freundin heißt Lotta) könnten sich ganz gut vertragen. Mal schauen. :)
 
Mikesch1

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  • #16
An wen wende ich mich am besten, wenn ich bezüglich der Bachblütentherapie mehr Infos brauche? Oder wo kann ich sowas erhalten?

Das passt gut. Denn Ina1964 hat sich ja auch in diesem Thread schon zu Wort gemeldet ;) Schreib ihr mal eine PN. Sie ist entsprechend ausgebildet und hat hier schon vielen geholfen. :)

Probier doch mal folgendes aus:
beweg die eine Hand und gleichzeitig gibst du mit der anderen Hand ein Leckerlie. Anfangs nur kleine und langsame Bewegungen machen, die später ausgebaut werden, außerdem umgehend mit Lob arbeiten.
So kann eine positive Verknüpfung mit der Hand stattfinden - wer weiß, was das arme Hascherl erlebt hat!


Die Geschichte mit dem Tierheim. Tja, es kommt immer darauf an, an wen man gerät :( Traurig ist so etwas. Aber schön, dass Deine Freundin mehr Erfolg hatte und scheinbar an den "richtigen" geraten ist. Und nun ist Gerda ja bei Dir ;)
 
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  • #17
Die erste Zusammenkunft unserer Katzen war nicht wirklich erfolgreich, aber ich habe mir den Artikel hier im Forum über das Treffen von Katzen durchgelesen und werde dies in naher Zukunft wie dort beschrieben Stück für Stück erneut versuchen. Ich glaube, die beiden (die Katze meiner Freundin heißt Lotta) könnten sich ganz gut vertragen. Mal schauen. :)

Das heißt, diesen Thread kennst Du schon? http://www.katzen-forum.net/eine-katze-zieht-ein/95613-die-langsame-zusammenfuehrung.html

Ergänzend hierzu lies diesen bezgl. einer Gittertür http://www.katzen-forum.net/eine-katze-zieht-ein/55687-gittertuer-selber-bauen-tipps-gesucht.html

Die Trennung mit einer Gittertür kann ich Dir nur empfehlen. Sie verhindert, dass sich die Katzen bekämpfen. Sie können zwar knurren und fauchen (was auch sicherlich passieren wird), aber sie haben auch Zeit genug, sich langsam aneinander zu gewöhnen, ohne dass einer verletzt wird, was die Zusammenführung sehr erschweren wird.

Und bitte stellt Euch darauf ein, dass es Wochen, manchmal auch Monate dauern kann, bis die Zusammenführung glückt. Gerade bei etwas "schwierigeren" Katzen. Aber für jede Einzelkatze lohnt es sich, wenn sie hinterher nicht mehr allein sein muss. :)
 
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Amiga3000D

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  • #18
Das heißt, diesen Thread kennst Du schon? http://www.katzen-forum.net/eine-katze-zieht-ein/95613-die-langsame-zusammenfuehrung.html

Ergänzend hierzu lies diesen bezgl. einer Gittertür http://www.katzen-forum.net/eine-katze-zieht-ein/55687-gittertuer-selber-bauen-tipps-gesucht.html

Die Trennung mit einer Gittertür kann ich Dir nur empfehlen. Sie verhindert, dass sich die Katzen bekämpfen. Sie können zwar knurren und fauchen (was auch sicherlich passieren wird), aber sie haben auch Zeit genug, sich langsam aneinander zu gewöhnen, ohne dass einer verletzt wird, was die Zusammenführung sehr erschweren wird.

Und bitte stellt Euch darauf ein, dass es Wochen, manchmal auch Monate dauern kann, bis die Zusammenführung glückt. Gerade bei etwas "schwierigeren" Katzen. Aber für jede Einzelkatze lohnt es sich, wenn sie hinterher nicht mehr allein sein muss. :)

Habe ich beides schon gelesen und plane etwas in der Art zu basteln. :) Da wir derzeit noch getrennt wohnen, dachten wir an einen turnusmäßigen Wechsel (mal zu ihr, mal zu mir) mit der jeweiligen Katze - dann lernen sie beide Wohnungen kennen und vllt auch lieben (?). Ist ja auch immer aufregend, alles zu erkunden und den Katzenkumpel zu treffen.

Oder ist diese Denkweise falsch und eine Wohnung als Treffpunkt ist eine bessere Wahl?
 
Mikesch1

Mikesch1

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Im Moin-Moin-Gebiet ;-)
  • #19
Oder ist diese Denkweise falsch und eine Wohnung als Treffpunkt ist eine bessere Wahl?

Ja, ist falsch. Katzen sind sehr revierbezogen. Heißt, der jeweilige "Eindringling" wird unsicherer sein und die Stammkatze hat "Oberwasser". Lasst die beiden in der Wohnung und erst dann zusammen (mit Gittertür), wenn für Euch klar ist, wo Ihr zukünftig zusammen wohnen werdet. Bitte kein Hin und Her. Ihr tut den Katzen damit keinen Gefallen.

Wird es denn eine der beiden Wohnungen sein, in der Ihr jetzt schon wohnt?
 
A

Amiga3000D

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  • #20
Ja, ist falsch. Katzen sind sehr revierbezogen. Heißt, der jeweilige "Eindringling" wird unsicherer sein und die Stammkatze hat "Oberwasser". Lasst die beiden in der Wohnung und erst dann zusammen (mit Gittertür), wenn für Euch klar ist, wo Ihr zukünftig zusammen wohnen werdet. Bitte kein Hin und Her. Ihr tut den Katzen damit keinen Gefallen.

Wird es denn eine der beiden Wohnungen sein, in der Ihr jetzt schon wohnt?

Höchstwahrscheinlich wird es keine von beiden Wohnungen sein. Vielleicht wäre es dann besser, noch zu warten und meine Bindung an Gerda erstmal zu stärken und ihr Vertrauen zu erhalten. Eine Zusammenkunft mit Lotta in der neuen, gemeinsamen Wohnung wird dann auch etwas entspannter.
 
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