Vertragen sich Maine Coons mit EKH?

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likalus

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Hallo an alle,
ich lese schon lange hier im Forum still mit und habe schon viele Informationen und Anregungen erhalten. Jetzt muss ich aber doch mal eine Frage stellen und hoffe, ihr könnt mir helfen:oops:

Wir werden demnächst einen jungen Maine Coon Kater bei uns aufnehmen (er ist ca. 3 Monate dann) und natürlich soll er nicht allein bleiben. Meine Tochter (4) und ich würden gern dazu auch einem Kitten aus dem Tierheim ein neues Zuhause geben, vermutlich wird es also ein EKH/FeldWaldWiesen- Katerchen der zu dem Maine Coon dazu kommt.

Nun meine Frage: die Züchterin, die einen sehr kompetenten Eindruck macht, meint, es sei schwierig Maine Coons mit anderen Rassen zu vergesellschaften. Sie hat auch schon "schlechte" Beispiele bei anderen erlebt, wo es nicht gut läuft mit der Vergesellschaftung.

Jetzt mach ich mir doch etwas Sorgen, denn ich denke, sie weiß wovon sie spricht. Das "einfachste" wäre natürlich, ein Wurfgeschwisterchen dazu zu nehmen. Aber eigentlich wollten wir doch auch ein Tierheimtier...

Was meint ihr? Habt ihr Erfahrungen mit solchen gemischten Gruppen? Sind Maine Coons so besonders im Wesen oder Körpersprache, dass sie andere nicht verstehen?

Schon mal Danke im Voraus
Lika
 
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Irmi_

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Zugegebenermaßen, ich hatte noch nie Maine Coons. Aber auch Maine Coons sind Katzen. Genauso wie EHK. :)

(Bevor jemand anders darauf rum reitet: Eigentlich heißt es EuropäischeHausKatze - EHK. Dagegen bezeichnet EKH streng genommen eine seltene Rasse, die EuropäischeKurzHaar. Das wird aber selbst von Tierärzten und Tierheimen gerne falsch herum sortiert;))
 
Polayuki

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Ganz ehrlich, die Aussage von der Züchterin ist sehr seltsam. Bekommt ihr einen Stammbaum und ein gesundheitszeugnis für den kleinen coonie? Werden die Elterntiere alle halbe Jahr auf Erbkrankheiten untersucht? Warst du mal vor Ort und hast auch den Kater (Papa) gesehen?
Klingt für mich als wolle sie dir noch ein coonie aufquatschen...
Ich hatte mein Leben lang coonies und gleichzeitig Feld und wiesen Katzen. Nie gab es Probleme, es wird gekuschelt und sich gegenseitig geputzt und ganz viel gespielt. Das was deine "Züchterin" da von sich gibt ist Humbug, Katzen sind keine Rassisten.
 
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likalus

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Danke für Eure schnellen Antworten!

Zur Züchterin: Sie ist in einem Verein und der Kater hat einen Stammbaum. Ich war schon (mehrmals) dort, alle Tiere der Gruppe können besichtigt werden (Mutter und Vater habe ich gesehen, schöne, entspannte Tiere). Keiner wird separiert. Sie lässt regelmäßig schallen etc. und hat auch sonst auf alle meine Fragen sehr kompetente Antworten. Sie ist in Ordnung! Sie hat nur eben bei schon von ihr vermittelten Kitten Probleme berichtet bekommen, die sie mir nicht vorenthalten wollte. Ich kann sie verstehen.

Zu den Katerkitten: vielen Dank für die Links, die Katzenhilfe Bremen und das örtliche Tierheim hier stehen in der Tat auf meiner Liste.

Ich wollte eben nur wissen, wie eure Erfahrungen sind. An alle, die hier schon berichtet haben, nochmal vielen Dank!
 
Gigaset85

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Katze ist Katze ,zunächst mal…..kompetent wirkt deren Aussage auf mich nicht wirklich. Ich selber habe einen BKH Kater(4) und seit dem Tod seines Kumpels,ein MC, jetzt 2 kleine MC Katerchen.Die Vergesellschaftung ging völlig problemlos,die Zwei sind erst seit 5 Wo. bei uns.
 
Lirumlarum

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Hallo,

so wie die Anderen hier schon geschrieben haben, gibt es meist keine Probleme zwei Katzenkinder unterschiedlicher Rassen zu vergesellschaften.

Also ein kleines Cooniekind und ein ein kleines EHK-Kind sollten recht schnell gute Freunde werden.

Wichtig ist ein bisschen zu schauen, das sie (soweit man das in dem Alter überhaupt schon erkennen kann) vom Charakter ähnlich sind.
Dann sollten Beide in etwa gleich alt sein und das gleiche Geschlecht haben.

Allerdings hat deine Züchterin im besonderen Einzelfall nicht sooo völlig unrecht.
Coonies werden recht groß und haben eben dieses Monster-Flausche-Fell.
Es gibt Fälle, da haben anderen Katzen aufgrund des vielen Fells und der Größe etwas Schwierigkeiten die Sprache der Coonies richtig zu deuten und reagieren dann grummlig und ablehnend auf so ein Tier...

Aber diese Fälle, wo normale Katzen von den Coonie Fellbergen Respekt oder Angst haben, kommen dann doch äußerst, äußerst selten vor.
Diese seltenen Fälle jedoch sorgen immer wieder dafür, das landläufig gerne mal schalmeit wird, dass Coonies, Perser, Norweger etc. nicht mit anderen Rasssen kompatibel wären.

Hier im Forum gibt es Einige die eine gemischte Truppe haben und noch nie irgendwelche Probleme deshalb hatten.

Edit: zur Erfahrung deiner Züchterin: dass es Probleme gab mit Kitten von ihr und normalen Katzen, wird wohl weniger an der Rasse gelegen haben, als vielmehr das irgendwas vor Ort nicht richtig gelaufen ist.
Sei es, dass zwei Charakterlich nicht passende Katzen zu einander gesetzt wurden, die Halter unter Umständen bei der Vergesellschaftung zu schnell vorgingen etc.... es gibt da ein Dutzend Möglichkeiten, warum es mal problematisch war, die viel wahrscheinlicher sind, als die Theorie das es an der Rasse lag
 
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Polayuki

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Das war bei uns am Anfang auch, dass der Kater vom coonie eingeschüchtert war, da er durch das Fell aggro wirkt. Aber das hat sich recht schnell gelegt, jetzt weiß er dass das normal ist.
Lass dich nicht abschrecken, coonies sind unglaublich soziale Tiere, da sollte es keine Probleme geben.
 
GroCha

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CasaLea

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  • #10
Nun meine Frage: die Züchterin, die einen sehr kompetenten Eindruck macht, meint, es sei schwierig Maine Coons mit anderen Rassen zu vergesellschaften. Sie hat auch schon "schlechte" Beispiele bei anderen erlebt, wo es nicht gut läuft mit der Vergesellschaftung.
likalus: Unsere Züchterin (ebenfalls Maine Coons) ermuntert ihre Käufer, die sich nicht gleich 2 Coonie-Kitten leisten wollen/können sehr dazu, Kittenkumpel aus dem TS dazu zu nehmen. Kitten gewöhnen sich ja i.d.R. sehr schnell aneinander, v.a. wenn das Temperament zueinander passt.

Allerdings keine Regel ohne Ausnahme: manche EHKs sind sehr verunsichert, wenn sie auf einen Puschel treffen ... so ein ständig aufgeplusterter Coonie-Schwanz kann für Normal-Schwänze schon bedrohlich wirken.
Und es gibt auch unter Katzen auch "Rassisten" :D ... im weiteren Bekanntenkreis erlebt (erwachsene Katzen).

Bei einem Kitten sind Probleme eher unwahrscheinlich ... achte halt darauf, dass die beiden Kleinen möglichst gleichzeitig einziehen.

P.S.:
sehe gerade, Lirumlarum schreibt ähnliches :).
 
tanja1644

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  • #11
Ich habe hier auch eine Coonie/Nicht-Coonie Mischung, und es könnte nicht besser zwischen ihnen laufen! Ich hab die beiden als Kitten geholt und am selben Tag einziehen lassen. Kann auch nur bestätigen, dass Coonies sehr soziale Tiere sind und sich mit jedem gleich gut verstehen.

Probleme kann es natürlich trotzdem immer geben, oder dn Fall dass sich Katzen untereinander nicht gut verstehen, aber grundsätzlich sehe ich kein Problem darin, eine Maine Coone und eine EHK zu vergesellschaften.
 
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likalus

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  • #12
Oh hier melden sich ja richtig viele :) danke nochmal.

Das "Dauer-Puschelfell" wird von Kurzhaarkatzen also als Aufregung falsch gedeutet. Daran hab ich noch gar nicht gedacht - aber macht eindeutig Sinn!:)

Ja vielleicht ist bei den anderen was in der Zusammenführung schief gelaufen oder der TH Kater war leicht zu verunsichern. Maine Coons sind ja als Kitten schon riesig im Vergleich zu anderen. Aber ich dachte auch, Kitten kann man "einfach so" einander vorstellen ohne separieren und Gittertür usw. :oops: Was muss ich denn bei Kitten beachten? Dabei bleiben, ein paar Tage Urlaub nehmen usw. habe ich schon eingeplant. Gibt es noch was wesentliches?
 
Paty

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  • #13
Bei mir leben aktuell ein BKH, ein Wuschelmix und ein rot/weißer EHK

Nachdem wir im Herbst unseren Samsi (roter Hauskater) verloren haben bekamen wir im Januar einen Neuzugang (EHK rot/weiß).

Benji hatte am Anfang Probleme mit Merlin da er immer gemeint hat er wäre aufgeplüscht aber das hat sich dann sehr schnell gelegt

Ich denke nicht dass das bei Kitten zum Problem wird wenn selbst Kater über 8 Jahren sich schnell an sowas gewöhnen.
 
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  • #15
Weniger auf die Katzen bezogen, was zu beachten ist:
Aaaaaalllllles gut sichern. :)

Also Kippfensterschutz, achten das der Klodeckel nie gar nie nicht offen steht.
Kabel sichern. Etwaige Schlitze hinter Trocknern, Waschmaschinen etc. dicht machen. Pflanzen an unerreichbare Orte verbannen. Türstopper aufstellen, die Schlitze bei den Schanieren der Türen abkleben, Fenster sichern...

Es ist einfach der schiere Wahnsinn auf was für dooofe Idee zwei Kitten im Spielwahn kommen.
Die passen in Ritzen und Ecken, die man vorher noch nie in der Wohnung gesehen hat. :eek:
 
CasaLea

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  • #16
Das "Dauer-Puschelfell" wird von Kurzhaarkatzen also als Aufregung falsch gedeutet. Daran hab ich noch gar nicht gedacht - aber macht eindeutig Sinn!:)
Allerdings: ein aufgestellter Puschelschwanz ist eher das Zeichen für Aggression.

Ich würde nix separieren, am besten am gleichen Tag einziehen lassen.
Ein paar Tage Urlaub in der Eingewöhnungszeit sind prima ... aber bloß nicht die ganze Zeit dabei hocken, die Kleinen brauchen nach dem aufregenden Umzug auch ein bissel Ruhe ... lass die mal machen :).

Tanja:
Du hast aber zwei Puschel ... damit gibt es schon mal kein Puschelschwanz-Verständigungsproblem :D.
 
Aurora87

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  • #17
Also ich kann dir als Coonie und EHK "Mama" sagen... Hier gibt es überhaupt keine Probleme und ich finde die Aussage der Züchterin wirklich merkwürdig.

Unser EHK lebt sogar allein unter Puschelschwänzen aber geschadet hat es ihm noch nie ;)
 
Gypsy 2

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  • #18
Ich würde die zwei Kitten auch einfach zusammenlassen. Hier gab es einen Tag lang Gefauche, dann war alles gut, und wie andere schon erwähnt haben, lass sie auch mal alleine, sie wollen nicht immer beobachtet werden. ( Auch wenns sehr schwer fällt, weil sie 1. so süß sind und man 2. sich Sorgen wegen des Gefauches macht) Mein Mann hat mich öfter "abgerufen" :D und dann zum Essen eingeladen, als wir wiederkamen lagen beide ganz erschöpft auf unserem Bett zusammengekuschelt ;)
 
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  • #19
Das "Dauer-Puschelfell" wird von Kurzhaarkatzen also als Aufregung falsch gedeutet. Daran hab ich noch gar nicht gedacht - aber macht eindeutig Sinn!:)
Wenn sie als kitten gemeinsam aufwachsen, ist es für sie kein Problem. Das Leben besteht aus Spielen, Jagen und Rennen, da ist das Puschelfell uninteressant.

Bei erwachsenen Katzen kann es anfangs zu Missverständnissen führen, aber das gilt für jedes andere Merkmal auch. Katzen mit Augenproblemen (Nickhaut sichtbar, Rolllied), oder Katzen mit (Teil-)abgeschnittenen Ohren können anfangs ihre Artgenossen irritieren. Aber wenn man erwachsene Katzen langsam mitGittertür zusammenführt, dann werden auch Eigenarten in Größe, Fell, Optik von den Tieren akzeptiert.

Wichtig ist, dass sie artgenossenverträglich sind.

Und wenn es zwischen einer Hauskatze und einer Maine Coon nicht klappt, kann man es auf das Fell schieben, es kann aber genauso persönliche Antipathie sein.
 
SabaYaru

SabaYaru

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  • #20
Ich habe Perser- Lookalike und Chartreux. Bei der Vergesellschaftung gab es keinerlei Probleme. Saba war fünf Monate alt, Yaru 12 Wochen.Meine Katzen sind Teilzeit-Freigänger. Letztes Jahr zogen zwei Freigänger im Haus ein (beide EHK). Nach etwas Anfangsschwierigkeiten klappt es mit den Vier sehr gut. Ich glaube, dass die beiden Neuen am Anfang Schwierigkeiten hatten, Saba zu lesen und erst einen ‚Dialekt‘ verstehen lernen mussten.

Ich glaube nicht, dass Coonie und EHK nicht kompatibel sind. Katzen sind wie schon gesagt keine Rassisten.
 
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