Verspielter Kater + ruhige Katze = Zuwachs nötig?

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MauzFlausch

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Hallo zusammen,

ich bin neu im Forum und hoffe, es ist okay, dass ich direkt mit einem Ratgesuch herausplatze (mag Vorstellungsthreads nicht so gerne).

Zu unserer Situation: Mein Mann und ich leben seit einigen Jahren mit unseren zwei Katzen zusammen, Paulchen und Gerda. Gerda ist mittlerweile 13 Jahre alt, wir haben sie damals von Bekannten übernommen, die sie wegen Kinderzuwachs nicht mehr halten konnten/wollten. Paulchen haben wir aus dem Tierheim dazu geholt, er wurde uns als ruhiger und sozial verträglicher Kater vermittelt. Er ist 7 Jahre alt. Tatsächlich ist er nicht ruhig, sondern ein absolutes Energiebündel, was am liebsten den ganzen Tag bespielt werden möchte und sehr auf mich fixiert ist. Er stammt wohl auch aus Einzelhaltung und ist nicht so sozial eingestellt, sondern eher ein "Menschenkater".

Je älter die Katze wird, desto größer die Spannungen: Er pirscht sich an, versteckt sich, geht auf sie los und sie reagiert mit viel Gefauche und Gekreische und fühlt sich bedroht. Manchmal fliegt auch Fell. Meiner Einschätzung nach will er nur spielen und ist nicht wirklich aggressiv, aber sicher bin ich da nicht. Auf jeden Fall ist es für Gerda eine ziemlich unangenehme Situation und Paulchen ist nicht ausgelastet.

Was also tun? Ist es eine gute Idee, eine dritte Katze dazu zu holen oder verschärft das unsere Probleme nur noch? Sollte ich stattdessen versuchen, den Kater noch mehr auszupowern, damit er die Katze in Ruhe lässt?

Zu den Rahmenbedingungen: Beide sind Wohnungskatzen und kennen auch nichts anderes. Wir haben hier 120qm ohne Balkon mit zwei großen Zimmern und einer Gallerie. Zusätzlich dürfen sie ab und zu den Dachboden erkunden.

Vielen Dank schonmal und viele Grüße!
 
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Selina90

Selina90

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Hallo MauzFlausch!

Dieses Problem gibt es leider oft, dass Kater und Katze sich nach einer gewissen Zeit nicht mehr ganz so gut verstehen.

Ein zweiter Kater wäre wahrscheinlich ideal. Ihr habt genug Platz dafür und dein Kater wäre ausgelastet. Allerdings würde ich das dritte Tier mit sehr viel Bedacht auswählen, da eure Katze ja nicht noch mehr bedrängt werden soll. Hier werden aber sicher noch ein paar Experten aufschlagen und dir damit besser helfen können als ich :)
 
Paty

Paty

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Ihr habt - wie bereits von Selina erwähnt - ein gängiges Problem zu dem auch noch der große Altersunterschied kommt

Kater haben ein völlig anderes Spielverhalten als Katzen und euer Kater ist mit 7 Jahren im besten Kateralter, eure Katze mit 13 schon eine Seniorin.

Kater raufen gerne - auch bis ins hohe Alter. Was für Kater einfach nur unglaublicher Spaß ist (Prügeln bis die Fellfetzen fliegen, hinterher wird sich geputzt und gekuschelt - so nach der Devise: das war jetzt toll, machen wir bald wieder)

Nur mal ein Beispiel wie es bei drei Katern manchmal abgeht: Kater 1 ist auf dem Klo, Kater 2+3 warten vor dem Klo, Kater 1 kommt aus dem Klo und bekommt von 2 und/oder 3 eins auf den Kopf - jede Katze würde sich verstecken und bedrängt fühlen, nicht die meisten Kater - Kater 1 findet es toll und Katerwrestling geht los (sieht für Leute die es nicht kennen schlimm aus :D)

Ich denke mit einem gleichaltrigen Kater könntet ihr die Situation gut entspannen.
Am besten ist es wenn ihr euch bei Pflegestellen umseht, die können ihre Tiere besser einschätzen als in Tierheimen.

Ich bräuchtet einen gleichaltrigen Kater mit ähnlichem Temperament und Charakter. Außerdem solltest du dich mal mit der langsamen Zusammenführung auseinander setzen.
http://www.katzen-forum.net/eine-katze-zieht-ein/95613-die-langsame-zusammenfuehrung.html

Falls du magst kannst du ja hier im Forum ein Gesuch nach einem passenden Kater einstellen

http://www.katzen-forum.net/gesuche/
 
tiedsche

tiedsche

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Mit 13 wechselt eure Gerda langsam zu den Senioren. Euer Kater wird noch lang vor Kraft platzen.
Um die Kätzin jetzt und erst recht später zu entlasten finde ich den Gedanken richtig sich um Verbindungsglied zu bemühen.

Ich würde aber nicht einfach irgendein Tier dazu nehmen, sondern mir genau überlegen wie es sein sollte -
Schreibt auf, was jede eurer Katzen braucht, um glücklich zu sein, was sie gar nicht mögen usw. Aus diesen Eigenschaften bastelt ihr dann den Zuwachs.
In dieser Altersklasse ist es immer etwas schwieriger das richtige Puzzlesteinchen zu finden und es wird etwas dauern.
Wichtig ist halt wirklich, dass euer Kater noch einen Kumpel bekommt, aber auch, dass eure Gerda dann nicht von 2 Tieren provoziert wird.
Ganz wichtig fände ich, dass derdiedas Neue die Eigenschaft hat, Grenzen anderer Katzen zu akzeptieren.
 
N

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Hallo Mauzflausch,

willkommen im Forum :)

Ein drittes Tier kann die Situation deutlich entspannen, aber es muss sehr sorgfältig ausgesucht werden.

Tiedsche hat es gut zusammengefasst.

Ich persönlich würde nach einem sehr sozialen freundlichen Kater im Alter von 7-10 Jahren schauen.
 
E

Eifelkater

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Hallo zusammen,

ich bin neu im Forum und hoffe, es ist okay, dass ich direkt mit einem Ratgesuch herausplatze (mag Vorstellungsthreads nicht so gerne).

Ich glaube die wenigsten hier lesen Vorstellungstreads.....aber trotzdem macht es Sinn einen mit den Basicinfos zu erstellen. Dann muss man nämlich nicht immer nach "wichtigen" infos suchen.

Ich würde auch zum 2. Kater tendieren. Stell doch wenn du magst hier im Forum einfach mal einen Gesuch ein, der deine jetzigen Katzen beschreibt. hier tummeln sich viele Pfelgestellen, wo bestimmt bei einer der richtige "rumsitzt".

Wenn du lieber ins örtliche Th gehen willst, denke bitte daran, dass die Aussagen der mitarbeiter dort mit :stumm:Vorsicht zu genießen sind, alleine schon weil sich Katzen im TH oft anders verhalten als im Zuhause.
 
I

inno1

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Auch von mir herzlich willkommen im Forum,

ja ein Kater im alter zwischen 7-10 kann die lange entspannen. Er sollte Eigenschaften des ersten Katers haben. Am besten mal bei Pflegestellen nachfragen die können ihre Tiere meist am besten einschätzen.

VG
 
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MauzFlausch

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Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten! Das entspricht dem, was wir uns auch überlegt haben. :) Was ich mich frage ist: Kann mein Paulchen, nachdem er bei seinen früheren Besitzern in Einzelhaltung war, und bei uns jetzt immer der "Chef" war, einen "Konkurrenten" überhaupt akzeptieren?

Pflegestelle klingt sehr sinnvoll, auch für den Fall, dass es gar nicht klappen sollte. Wir kommen aus Hamburg, könnt ihr da jemanden empfehlen? Vielleicht wäre auch ein Spanier das richtige für uns?
 
M

MauzFlausch

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Wenn du lieber ins örtliche Th gehen willst, denke bitte daran, dass die Aussagen der mitarbeiter dort mit :stumm:Vorsicht zu genießen sind, alleine schon weil sich Katzen im TH oft anders verhalten als im Zuhause.
Genau die Erfahrung haben wir ja gemacht, als wir das Paulchen geholt haben. Ich meine, ich liebe ihn über alles und würde nicht tauschen wollen, aber trotzdem sind wir total falsch beraten worden.
 
R

realykee

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  • #10
Huhu Mauz,

Wie die Anderen schon schrieben, wäre vlt. in eurer Situation ein 2. Kater sinnvoll. Alter 5-7 und ähnlicher Charakter wie der 1. Kater.

Es sind hier im Forum einige Pflegestellen vertreten, die vielleicht einen passenden Kumpel für euch hätten.

Stelle am besten mal ein Gesuch in diesem Bereich ein:

http://www.katzen-forum.net/gesuche/


Am besten diesen Steckbrief dazu verwenden, also den dazu ausfüllen, damit die Vorschlagenden noch ein paar Eckpunkte erfahren:

http://www.katzen-forum.net/gesuche/139958-steckbrief-gesuche.html
 
I

inno1

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  • #11
Na das ist doch ein Zufall, ich komme auch aus Hamburg. Finde ich ja super.

Du kannst hier auch eine Suche einstellen:

http://www.katzen-forum.net/notfellchen/

Ich glaube nicht das Paulchen damit ein Problem hat.
 
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Miausüchtel

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  • #12
ich schließe mich an. Ein zweiter Kater also.

Aber ich habe zudem noch ein paar Fragen?

Was weisst du über die Gesundheit deines Katers und der Katzenseniorin? Sicher sind auch beide katriert? Bevor du ein weiteres Tier dazuholst sollten A) deine Tiere auf ansteckende Krankheiten wie Leukose-FeLV und Katzenaids-FIV Feline Infektiöse Peritonitisusw-FIP. untersucht werden. Auch der Neuzugang sollte keine ansteckenden Krankheiten mitbringen.

Oder alle haben die gleichen Krankheiten, dann wäre es ja egal.
 
Zuletzt bearbeitet:
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MauzFlausch

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  • #13
Sicher sind auch beide katriert?
Japp, definitiv. Die Katze kommt ursprünglich auch aus dem Tierheim und ist dort sowohl kastriert als auch auf FIV und Leukose untersucht worden (war ein Fundtier). Beim Kater hat uns der Tierarzt bestätigt, dass er kastriert ist (stammt auch aus dem Tierheim). Ob er auf FIV und FeLV untersucht wurde, kann ich allerdings nicht sagen. Eventuell hat der Tierheim es bei ihm für überflüssig befunden, weil er als Einzelkater in Wohnungshaltung war.
 
N

Nicht registriert

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  • #14
Hallo MauzFlausch,

Was ich mich frage ist: Kann mein Paulchen, nachdem er bei seinen früheren Besitzern in Einzelhaltung war, und bei uns jetzt immer der "Chef" war, einen "Konkurrenten" überhaupt akzeptieren?

Die Frage ist ja, ob Dein Kater überhaupt ein "Chef" ist oder ob er nur auf dicke Hose macht, weil die Kätzin eher zurückhaltend ist.

Ein gestandener ausgeglicher Kater, der charakterlich gut zu Euch passt, muss sich nichts gefallen lassen, kann bei Euch die Lücke zwischen Kater und Katze ausgleichen, aber auch dem Kater Grenzen aufzeigen.
Wenn er das ruhig und souverän macht, kann es mit ganz viel Ruhe und Geduld funktionieren :)


Pflegestelle klingt sehr sinnvoll, auch für den Fall, dass es gar nicht klappen sollte. Wir kommen aus Hamburg, könnt ihr da jemanden empfehlen? Vielleicht wäre auch ein Spanier das richtige für uns?

Es kommt auf den Spanier an ;)
Wichtig ist, dass das Tier hier in Deutschland ist, evt. auf einer Pflegestelle, dass er charakterlich gut eingeschätzt werden kann und bekannt ist, wie er sich mit Artgenossen verträgt.

Eine Kätzische Wundertüte wäre m.E. bei Euch fehlt am Platz.

Und ich persönlich würde zu dieser Konstellation auch keine südländische Katze nehmen, sondern eine deutsche Hauskatze, also Kater ;)
 
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MauzFlausch

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5
  • #15
Eine Kätzische Wundertüte wäre m.E. bei Euch fehlt am Platz.
Da hast du definitiv recht. Wir werden uns zwingen (müssen), eine ganz rationale Entscheidung bei der Katzenauswahl zu treffen, anstatt uns zu "verlieben".
 
tiedsche

tiedsche

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Kassel
  • #16
Manchmal klappt auch beides. ;) Spätestens dann, wenn "die rationale Entscheidung" eingezogen ist :)
 
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Gast
  • #17
Da hast du definitiv recht. Wir werden uns zwingen (müssen), eine ganz rationale Entscheidung bei der Katzenauswahl zu treffen, anstatt uns zu "verlieben".

Wenn der Charakter gut passt, dann kann "Liebe auf den zweiten Blick" eine bessere Entscheidung sein, als "Mich hat es voll erwischt" und die Katzen sind unglücklich :)

Man kann sich m.E. vieles schön gucken, aber ein unpassender Charakter ist auf Dauer sehr unschön.

Mit etwas Zeitaufwand werdet Ihr sicher Euer passendes Gegenstück finden :)
 

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