Vermehrer statt Züchter - Kätzchenschwemme

saurier

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  • #21
Schaut mal hier:

Wenn ich einmal Rassekatzen züchten will...


Und dann habe ich noch einen Text einer Freundin, der, denke ich, auch zum Nachdenken anregt (ich habe die Erlaubnis, ihn einzustellen):

Wichtige Informationen VOR einem (Rasse-)Katzenkauf

Rassekatzen mit Papieren – Never Ending Story oder eine Geschichte voller Missverständnisse?

Seit fast 15 Jahren züchte ich nun Rassekatzen, genau genommen Siamesen und Orientalisch Kurzhaar und immer wieder stoße ich auf hitzige Diskussionen um das Thema „Was ist eine Rassekatze?“, „Warum braucht eine Rassekatze Papiere?“, „Sind Katzen ohne Papiere weniger wert?“ usw. usf.
Ich gebe zu, auch ich habe Tage, wo mir diese endlose Diskussion mit immer wieder denselben (seltsamen) Argumenten auf den Keks geht. Aber ich habe auch immer wieder das Gefühl, dass die Diskussion eskaliert, weil sie nicht nur sehr emotional geführt wird, sondern weil es einfach auch eine Reihe Missverständnisse gibt.

Deswegen habe ich mich entschlossen, diesen Text zu verfassen – möglichst sachlich und erklärend, immer in der Hoffnung, dass es dazu beiträgt, dass Missverständnisse aufgeklärt und kurzsichtige Einstellungen vielleicht noch einmal überdacht werden können.

Fangen wir ganz vorne an – mit Begriffserklärungen und der neutralen Bewertung derselben:

- „Katze“ – gehört zur Gattung der Feliden, ist in jeder Ausführung absolut liebenswert und auf der ganzen Welt ein beliebtes Haustier. Es ist der Oberbegriff.

- „Rassekatze“ (ggfs. halt durch den Namen der Rasse gekennzeichnet) – ist eine Katze, die ihre reinrassige Abstammung durch entsprechende Papiere, sprich „Stammbaum“ nachweisen kann. Dies ist ein juristischer Fakt, dass nur diesen Katzen diese Bezeichnung zusteht. Ich nenne es gerne das Nutella-Prinzip: Nur wo Nutella draufsteht, ist auch Nutella drin. Alles andere sind Nuss-Nougat-Cremes, die aber trotzdem nicht weniger lecker (im übertragenen Sinne dann liebenswert) sind.

- „Rasse-Mix“ (also z.B. Siam-Mix, OKH-Mix,…) – ist eine Katze, die nachgewiesenermaßen mindestens einen reinrassigen (also mit Stammbaum) Elternteil hat. Bestenfalls hat sogar diese Katze einen Abstammungsnachweis, oder zumindest eine Kopie des Stammbaums des reinrassigen Elternteils. Auch bei Züchtern können schon mal Mixe entstehen, wenn man zwei Rassen züchtet, die EIGENTLICH nicht miteinander verpaart werden dürften, die Katzen sich aber über alle Sicherheitsvorkehrungen hinweg gesetzt haben.

- „Point-Mix“ – ist eine Katze, die eine gewisse Fellfärbung aufzeigt (Kältealbinismus, Pointzeichnung mit blauen Augen), aber keinerlei Nachweise über eine reinrassige Beteiligung bei den Elterntieren mitbringt. Bestes Beispiel sind hier wohl die Tiere, die über den Tierschutz aus südlichen Ländern kommen.
Soviel zu den wichtigsten (juristischen) Begrifflichkeiten bezüglich des Themas, natürlich im Schwerpunkt auf Siamkatzen bezogen. Es gibt noch mehr Begriffe, aber das würde zu weit führen.

Dann zu den Begriffen bezogen auf die möglichen „Einkaufsquellen“ für Katzen:

- „Tierschutz“ – immer eine gute Quelle, wenn man eine Katze adoptieren möchte, denn Katzen aus dem Tierschutz sind immer würdig, dass man ihnen ein gutes Zuhause gibt.

- „Hobbyzüchter/Rassekatzenzüchter“ – auch eine gute Quelle, wenn man eine bestimmte Vorstellung hat, welche Optik und welchen Charakter eine zukünftige Mitbewohnerin (also Katze) haben soll. Ein Hobbyzüchter/Rassekatzenzüchter ist ein Mensch, der nachgewiesen reinrassige Katzen unter den Auflagen eines Vereines mit bestimmten Zuchtzielen verpaart. Er ist informiert, was die notwendigen Gesundheitsvorsorgen, die Linienrecherche im Stammbaum, die Aufzucht, gute Sozialisierung, Verhalten, Haltung und Ernährung angeht. Er hält sich an die Auflagen des Vereins, was erlaubten Inzucht-/Inzestgrad der jeweiligen Verpaarungen angeht, an die vorgeschriebenen Pausen für die Mutterkatzen, das vorgeschriebene Abgabealter der Katzenkinder, die Zuchttauglichkeit der Elterntiere usw. usf. Auch fühlt er sich für seine Katzen weit über den Übergabezeitpunkt hinaus verantwortlich und hilft, wann immer Hilfe gebraucht wird, mit Rat aus seinem Wissensfundus, weiter.
Auch wenn diese Katzen für den Käufer einen auf den ersten Blick hohen Preis haben, verdient sich der gute, seriöse Hobbyzüchter mit seinen Katzen „mit Papieren“ ganz sicher keine goldene Nase, das kann ich aus eigener schmerzlicher Erfahrung sagen. Wird es ordentlich gemacht, muss Züchter ein gutes Einkommen haben, um das Hobby finanzieren zu können.

- „Schwarzzüchter/Vermehrer“ – das sind all jene, die Katzenkinder in die Welt setzen lassen, ohne sich den Auflagen eines Vereines zu unterwerfen, die ggfs. keine Stammbäume für ihre Katzen (egal ob Eltern oder später die Kinder) haben, die sich nicht großartig mit notwendigen Gesundheitsvorsorgen, Wurfabständen, Abgabealter der Katzenkinder, Genetik, Linienrecherchen (mangels Stammbaum) usw. beschäftigen. Würden sie alle diese Regeln einhalten, könnten sie ja auch in einen Verein gehen, denn Mitgliedschaft und Stammbäume kosten nicht die Welt. Oft geben sie ihre Katzenkinder viel zu früh (8 bis 10 Wochen) mit sehr traurigen, herzgängigen Geschichten (die Mutterkatze hat die Kinder verstoßen, z.B. ) an die neuen Besitzer ab. Und auch das „Einmal einen Wurf“ fällt in diese Kategorie.

Warum aber jetzt so viel mehr Geld ausgeben, um bei einem Hobbyzüchter zu kaufen und nicht bei einem Vermehrer?

Über die Adoption aus dem Tierschutz braucht man sich wohl nicht unterhalten – das ist unstrittig immer eine gute Wahl.

Also, warum den Vermehrer nicht unterstützen? Sind diese Tiere weniger liebenswert, überhaupt weniger wert, nur weil sie keinen Stammbaum haben?
Ein ganz klares NEIN, sind sie nicht!
Aber…

Wenn man sagt, dass man eine bestimmte Katzenrasse liebt, weil sie so ist, wie sie ist (Charakter), sollte man dann nicht daran interessiert sein, dass sie so bleibt?
Wenn man sagt, dass man eine bestimmte Katzenrasse liebt, weil sie so aussieht, wie sie aussieht (Optik), sollte man dann nicht daran interessiert sein, dass dies erhalten bleibt?
Sollte man nicht, wenn man eine Katzenrasse wirklich einfach klasse findet, weil Charakter und Optik genau das sind, was man haben möchte, all jene unterstützen, die sich unter großem Einsatz von Wissen, Zeit und Geld darum bemühen, all das zu erhalten?
Oder sollte man jene unterstützen, denen das im Grunde egal ist, weil sie halt gerne mal Kätzchen hätten, egal, ob Optik und Charakter unter Mischverpaarungen leiden?
Ja, ich höre es schon – aber die Eltern sind doch reinrassig, da kann doch nichts passieren. Doch, kann es, denn in den seltensten Fällen sind die Eltern wirklich reinrassig und wenn sie es doch sind, wurden sie wohl nicht als Zuchttier verkauft, sondern als Liebhabertier. Und warum?
Mag sein, dass durchaus zuchttaugliche Exemplare darunter sind, aber Liebhabertiere sind oft auch mit kleinen, allerdings zuchtausschließenden Fehlern behaftet, die einem Leben als Liebhabertier überhaupt keinen Abbruch tun, aber um böses Erwachen zu vermeiden, nichts in einer Zucht verloren haben. Oder es sind Tiere, die zwar ohne Fehler sind, aber – auch wenn es gemein klingt, Zucht ist, richtig gemacht, kein Ponyhof – für die Zucht dem Standard nicht gut genug entsprechen. Mein liebstes Beispiel in Punkto Optik ist da die Augenfarbe.

Wer von den Verfechtern von „meine Katze braucht keine Papiere“ kann mir denn bei seinen Mixen mit einer wirklich (!) dunkel blauen Augenfarbe zeigen, dass die Optik bei Vermehrern/Schwarzzüchtern nicht leidet?
Es gibt sogenannte Standards für jede Katzenrasse, dem ein Zuchttier entsprechen muss, damit die Optik in einem gewissen Maß erhalten bleibt. Dies wird auf den oft und viel kritisierten Ausstellungen (die der Hobbyzüchter auch bezahlen muss) überprüft. Das interessiert einen Vermehrer allerdings nicht.
Auch der Charakter leidet, je mehr man die Rasse verwässert. Merkt man oft erst im direkten Vergleich. (Und nein, das ist keine Wertung bzgl. der Liebenswürdigkeit einer Katze!)

Vermehrer kümmern sich oft nicht mehr um ihre Tiere, wenn sie erst mal ausgezogen sind. Gibt es Probleme, sind sie nicht zu erreichen. Kann man das Tier nicht behalten, nimmt er es nicht zurück – Quintessenz: So manches Vermehrerkätzchen landet im Tierschutz. [...]
 
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saurier

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  • #22
[...] Aber warum, verflixt noch mal, soll man dann da nicht kaufen? Ist doch viel günstiger und die Tiere genau so liebenswert?

Ganz einfach – ist mir die Rasse wertvoll, möchte ich den Erhalt unterstützen, muss ich beim seriösen Züchter kaufen.
Ist mir die Rasse egal, kann ich auch zum Tierschutz gehen, das ist sogar noch günstiger als beim Vermehrer (in den meisten Fällen).
Und nur, wenn sich die Menge der Vermehrer durch mangelnden Absatz reduziert, haben Tierschutz und seriöse Zucht auf Dauer eine Chance.

Für jedes adoptierte Vermehrerkitten rückt mindestens eins nach.

Jeder gute, womöglich langjährige Hobbyzüchter, der das Handtuch schmeißt, ist ein Verlust an Wissen und Know How für die Rasse, die man ja so liebt.
Langfristig betrachtet bedeutet das aber – es wird sie irgendwann nicht mehr geben, die reinrassigen Siamesen, weil keiner bereit ist, so viel Geld für etwas zu investieren, wo er dann immer und immer wieder lesen muss, dass er zu teuer ist und Papiere ja nicht so wichtig sind.
Wenn man sich mit der Züchterszene mal ein bisschen beschäftigt, wird man feststellen, dass sie sich verändert hat. Viele langjährige Züchter mussten aufhören, weil die Geiz ist geil Mentalität in den letzten 10 Jahren so immens um sich gegriffen hat, dass sie es einfach nicht mehr stemmen konnten.
Ja, es kommen auch bei den Züchtern neue nach, ich nenne sie gerne A-B-C-Züchter, weil sie spätestens nach dem dritten oder vierten Wurf aufgeben, weil sie sich das alles ganz anders vorgestellt hatten. So baut man aber keine Linien auf, über die man seinen Käufern dann aus langjähriger Erfahrung Informationen mitgeben kann.
Wirklich langjährige Züchter gibt es kaum noch. Die wenigstens schaffen die 10 Jahre. Als ich begann, waren da viele, die schon seit 10 oder 20 Jahren gezüchtet haben und ganz ehrlich – die haben ganz sicher nicht alle aus Altersgründen aufgehört!!!

Also kurz zusammengefasst – wer die Rasse liebt, unterstützt diejenigen, die hart dafür arbeiten, die Rasse so zu erhalten, wie sie sein sollte. Mit Know How, Herz UND STAMMBAUM!
(Alternativ, wenn das Geld für ein Katzenkind nicht reicht, ein älteres Tier adoptieren oder eben im erwähnten Tierschutz umschauen.)

Wer wider besseren Wissens bei Vermehrern kauft, tut – mit viel Glück – vielleicht kurzfristig seinem Portemonnaie einen Gefallen, der geliebten Rasse aber ganz sicher nicht, denn nur der Stammbaum ist ein Garant dafür, dass ein Tier zu Recht den Namen seiner Rasse trägt und dass die Rasse so auch für die Zukunft erhalten bleibt.
Ich würde mir ein wenig mehr Weitblick im Sinne der Rasse wünschen, die Rasse, deren Optik und deren Charakter so wunderbar und einmalig sind, dass ich sie für absolut erhaltenswert halte, vor allem auch, weil sie eine der ältesten Katzenrassen überhaupt ist.

Danke für das tapfere Lesen bis zum Ende! ;)
(c) Gesine Härter, Krefeld, Cattery "Ninniach"
 
saurier

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  • #23
Ein Problem ist oft auch, dass viele denken: Aussehen = Rasse und auch nicht verstehen, dass ihr "BKH" oder "Main(e) Coon" keine Rassekatze ist (was im Grund ja auch nicht wichtig ist, aber DANN sollte es eben ein Tier aus dem TS sein!), denn "man brauche keine Papiere", um Rassekatze zu sein, Rassekatzen seien eh überzüchtet und überteuert. Dass das Gegenteil der Fall ist und die günstigen Kitten beim Vermehrer viel öfter aufgrund der fehlenden Vorsorge bei den Elterntieren Erbkrankheiten in sich tragen, scheint sich ihrer Logik zu entziehen :(.
 
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OMalley2

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  • #24
Tier-Rassisten sind schlimm (alle eigentlich) - aber nur Tierschutztiere sind ok? Nein. Nicht einverstanden, Bo :grin:

Wenn jemand ein Lebtag lang für seine Tiere einsteht, musst Du diesem Menschen schon zugestehen, dass er sich gelegentlich mal das aussucht, was Herz und Auge ganz besonders erfreut.
 
Annemone

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  • #25
Ich jedenfalls kann mein Herz sowohl beim Züchter, als auch im Tierschutz verlieren, weil es auf beiden "Seiten" wundervolle Katzen gibt und sicher auch auf beiden Seiten zu meiner Gruppe passende Tiere gäbe.
So geht es mir auch. Und für mich ist es auch das wichtigste Kriterium: Dass es passt zwischen den Katzen.

Weil ich ja immer alte Katzen nehme, kommen Züchter fast nicht infrage - die seriösen geben ihr Oldies sehr selten ab. Die erste Anlaufstelle ist das hiesige TH, aber wenn es da nichts passendes gibt, schaue ich auch weiter. Ob in der eigenen Stadt, ob im Umland, ob Ausland ... für mich ist es wichtig, das meine Ansprechpartner seriös sind. Und da gibt es sowohl bei Züchtern als auch bei TS-Vereinen schwarze Schafe. Deshalb würde ich diesen Unterschied so generell nicht machen.

Und wenn sich jemand für eine bestimmte Rasse begeistert, dann finde ich das kein Verbrechen, sich einen guten Züchter zu suchen. Auch dort hat man, wie im seriösen TS, einen Ansprechpartner für ein ganzes Katzenleben. Auch die interessieren sich dafür, ob es ihren Schützlingen gut geht.
 
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OMalley2

Gast
  • #26
Zitat aus dem Zitat:
"Wenn man sagt, dass man eine bestimmte Katzenrasse liebt, weil sie so ist, wie sie ist (Charakter), sollte man dann nicht daran interessiert sein, dass sie so bleibt?
Wenn man sagt, dass man eine bestimmte Katzenrasse liebt, weil sie so aussieht, wie sie aussieht (Optik), sollte man dann nicht daran interessiert sein, dass dies erhalten bleibt?
Sollte man nicht, wenn man eine Katzenrasse wirklich einfach klasse findet, weil Charakter und Optik genau das sind, was man haben möchte, all jene unterstützen, die sich unter großem Einsatz von Wissen, Zeit und Geld darum bemühen, all das zu erhalten?"

Das ist genau richtig so. Deswegen geben sich seröse Züchter egal welcher Tiere Mühe, nur nach strengen Kriterien weiterzumachen und die Rasse nicht nur irgendwie quantitativ zu erhalten, sondern zu verbessern. Heißt, dass die erwünschten guten Eigenschaften sich immer weiter innerhalb des Genpools stabilisieren und mit jeder Anpaarung besser vorausberechnen lassen. Kreuze ich irgendwas ein, streut das wieder (s. Mendel).

Persönlich könnte ich ja für Russisch Blau oder Neva Mascara fast sterben. So rein optisch. Aber was sitzt bei mir 'rum? Ein TS-Lastrami und ein übergebliebener älterer Brite.... und ich liebe sie beide! :yeah:
Aus meiner "früheren Szene" gibts den Spruch: "Ein gutes Pferd hat keine Farbe". Eben. Eine liebenswerte Katze auch nicht. Trotzdem muss man sie nicht stumpfsinnig vermehren bzw. solches unterstützen.
 
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GroCha

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  • #27
Bei uns daheim leben ausschließlich Katzen aus dem TS.
Das ist aber eine rein persönliche Einstellung. Hätten wir Rassekatzen würde es ihnen ganz bestimmt nicht schlechter gehen ;)
Ich schließe auch nicht aus, dass bei uns irgendwann Mal ein Rassekätzchen einziehen könnte. Besonders weil wir uns aufgrund eines Look-a-Like Briten aus dem TS voll in diese Rasse verschossen haben :pink-heart:

Aber wenn ich mir z.B. die beiden Damen, die hier auch schon gepostet haben, nicker und saurier, ansehe, die soweit ich weiß nur reinrassige Orientalen beherbergen, muss ich Mal anmerken, dass da ein unglaublich großes Wissen über Haltung, Pflege, Rassen, Krankheiten, etc. besteht und über Jahre angehäuft wurde, von dem sicher schon viele Foris profitiert haben.
Solchen Haltern vorzuwerfen, sie wären ungeeignet, nur weil sie eine Vorliebe für eine bestimmte Optik haben, ist schon ein wenig anmaßend.

Da könnte man auch argumentieren, dass jeder, der sich TS-Katzen holt gegen saubere Erblinien vorgeht und die Verbreitung von Krankheiten unterstützt.

Es ist doch nur wichtig, dass man sich der Verantwortung bewusst ist. Sowohl über Herkunft als auch Haltung.
 
P

potatoiv

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  • #28
Ich gehöre dann wohl eindeutig zu denen, die keine Eignung für die Tierhaltung haben, denn ich habe zwei Rassekatzen ( zwar vom seriösen Vereinszüchter, aber das ist ja anscheinend dann auch schon egal)!
Ich hatte davor auch eine supertolle Katze aus dem Tierschutz und als Kind und Jugendliche habe ich viele viele Bauernhofkatzen wirklich gerettet ( vor dem gegen die Mauer geworfen werden) und an Schulfreunde vermittelt oder auch selbst behalten- auch damals schon versucht, etwas an der Einstellung und Haltung der Leute zu verändern- manchmal gelang es sogar. Später war ich immer wieder auch im Tier- und Umweltschutz engagiert.
Trotzdem habe ich mich nach dem Tod meiner Buschl für zwei Maine Coons entschieden. Und zwar weil ich mich in meine Domino einfach wirklich verliebt habe- ich habe zuerst nur ein Bild gesehen und es war sofort da- das Gefühl, das wir zusammengehören. Als ich ihre Geschichte hörte, war klar, dass sie zu mir kommt, denn auch sie hätte, trotz sehr lieber Züchterin, es schwer gehabt, weil sie durch Mobbing dort einfach schon auffällig und unsauber war.
Aber egal, ich hätte sie auch genommen, wenn das nicht so gewesen wäre- und zwar, weil es klick gemacht hat.
Ich war in diese Rasse schon als Kind verliebt, als ich sie das erste Mal sah- habe mich aber immer für andere Tiere entschieden, weil es sich einfach so ergeben hat.
Diesmal wollte ich mir aber diesen Wunsch erfüllen, weil ich einfach sehr sehr krank war und auch älter werde- und kapiert habe, dass man sich Wünsche wirklich erfüllen muss!
Ich mag diese Rasse, weil sie eigentlich ursprünglich eine Naturrasse war und durch geldgeile Vermehrer und Geizistgeil-Käufer eigentlich schon oft fast ruiniert wurde, weil sie einfach wirklich einen ganz besonderen Charakter haben und sie mir unglaublich gefällt.
Ich habe jemanden unterstützt, dem es wichtig ist, dass diese Rasse in aller Schönheit erhalten bleibt, der extrem viel Geld in seine kleine Hobbyzucht investiert und tolle Linien importiert und züchtet. Jemanden, dem es sicher nicht ums Geld geht, weil er viel mehr in meine beiden Mädels investiert hat, als er jemals von mir verlangt hat oder könnte- der sie jederzeit wiedernehmen würde, wenn mit mir irgendetwas ist ( und zwar zu fast der Höhe des Kaufpreises) und und und...
Natürlich hätte im meinen Fall ansonsten wohl ein Tierschutztier einen Platz bekommen- denn ich liebe alle Katzen- ob groß, ob klein, dick oder dünn, grau oder bunt....
aber trotzdem ist es nicht verwerflich sich auch einmal für ein anderes Tier zu entscheiden...
es wird bestimmt in absehbarer Zeit auch wieder eine andere arme Seele bei mir ein zu Hause finden, wenn wir ja bald mehr Platz haben, denn Katzen denken ja gottseidank nicht in schwarzweiss und werden auch jemand anderer Rasse in ihre Gemeinschaft aufnehmen...
Ich persönlich habe damals mit Buschl bewusst ein verhaltensauffälliges Tier aufgenommen und sie hat mir das, trotz ihrer Schwierigkeit manchmal, hunderfach zurückbezahlt mit ihrer Liebe...
es ist aber jetzt auch schön, mal zwei Tiere zu beobachten, wo alles ideal gelaufen ist, die monatelang mit ihren Müttern waren, bestens sozialisiert wurden, top medizinisch versorgt, mit gutem Futter genährt, und von Beginn weg vom Menschen geliebt wurden und immer in großen Katzengruppen waren...
natürlich weiss ich, dass es auch viele Tierschutzkatzen gibt, die keine Auffälligkeiten haben...
Behandelt habe ich alle Tiere immer so, wie auch ich mir wünsche von anderen behandelt zu werden- ich habe im Lauf der Jahre viel dazugelernt und bin besser geworden in der Versorgung meiner Tiere- aber geliebt habe ich sie immer alle, auch als ich vieles noch nicht wusste- und ich habe immer alles für sie gemacht, was ich konnte...
 
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saurier

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  • #29
Ausnahme z. B. Allergiker, die NUR auf die eigene Rasse nicht reagieren und daher sowieso kein anderes Tier genommen hätten. [...]
Das ist nach meinen Informationen so nicht korrekt. Man kann eine allergische Reaktion nicht an einer Rasse festmachen, zumindest ist das mein derzeitiger Wissensstand, wenn du da andere Belege/Studien etc. hast, wäre ich sehr interessiert.
Die meisten Menschen sind auf ein Enzym im Speichel der Katze(n) allergisch und das ist nicht rasse-, sondern linienabhängig und so kann es sein, dass Tier A der Rasse X das Enzym hat, Tier B nicht, dafür aber Tier B der Rasse Y, Tier A aber nicht.

Daher sollte man, wenn eine Allergie oder ein Hang dazu bekannt ist, immer auf das Tier, das man adoptieren will, testen lassen (Haare erhält man vom Züchter), nicht etwa "die Rasse". Ich habe Freunde, die auf unsere Orientalen gar nicht und andere, die heftig reagieren. Es hat selten etwas mit der "Rasse" zu tun.

Von daher ist das Argument, so wie du es gebracht hast, in meinen Augen hinfällig.
 
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OMalley2

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  • #30
Sagichdoch. Ich bin Allergikerin, ich kanns Euch genau so bestätigen wie saurier das beschreibt.

Wenn Züchter auf ihre Homepage schreiben, dass ihre RASSE allergiker-geeignet wäre, dann ist das unseriös ohne Ende. Egal ob und in welchem Verband sie sind.
Es ist einfach skrupellos. Denn es spricht all die Menschen an, die eine Tierallergie haben, aber trotzdem verzweifelt ein Tier halten möchten.
Viele gehen so einer Werbung auf dem Leim und lernen es erst auf die harte, bittere Tour, wenn sie nämlich den Fellpopo nach Wochen wieder abgeben müssen. Ganz besonders übel, wenn Eltern ihren allergischen Kindern einen Herzenswunsch erfüllen möchten....
Zum Glück hat sichs schon etwas herumgesprochen und es kommen nicht viele Rassen für solche Werbung überhaupt in Frage.
 
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dieMiffy

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  • #31
Und zwar weil ich mich in meine Domino einfach wirklich verliebt habe- ich habe zuerst nur ein Bild gesehen und es war sofort da- das Gefühl, das wir zusammengehören.
Das kann ich gut nachvollziehen, das ging mir mal genauso :)
Das war bei mir auch ein klassisches Beispiel, dass Rassekatzen vom Züchter nicht zwingend Tierschutztieren den Platz wegnehmen. Da haben wir noch in der alten, kleinen Wohnung gewohnt und eine 4. Katze war kein Thema. Und dann sah ich sie :pink-heart: In dieses Maine Coon Mädchen war ich von der ersten Sekunde an verliebt. Ich habe sie auch besucht, die Züchterin war eh super, aber ich hab die Kleine dann nicht genommen aus mehreren (Vernunft)gründen. In erster Linie konnte sie so mit ihrer gleichalten Schwester zusammen bleiben, was mich sehr gefreut hat für beide.
Aber in dem Fall war von Anfang an klar: Entweder sie zieht ein, oder keine ;) Da war keine Option auf "irgendeine" andere Katze, weil ich mich in eben genau diese verliebt hatte.
 
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Annemone

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  • #32
es ist aber jetzt auch schön, mal zwei Tiere zu beobachten, wo alles ideal gelaufen ist, die monatelang mit ihren Müttern waren, bestens sozialisiert wurden, top medizinisch versorgt, mit gutem Futter genährt, und von Beginn weg vom Menschen geliebt wurden und immer in großen Katzengruppen waren...
Das kann ich absolut nachvollziehen.
Auch wenn ich mich über meine TS-Mädels echt nicht beschweren kann. In Sachen Zusammenführung haben die immer super mitgearbeitet und alles gegeben.
Aber von den Orientalischen träume ich schon manchmal.:oops: So eine erzählfreudige Pattex-Katze ist schon was besonders schönes. Und seit ich zufallsweise mal ein paar Jahre mit so einem Wesen verbringen durfte, hat es mich nicht wieder losgelassen.
Von daher kann ich auch gut verstehen, warum man sein Herz an eine "Rasse" verliert.
 
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  • #33
Aber in dem Fall war von Anfang an klar: Entweder sie zieht ein, oder keine ;) Da war keine Option auf "irgendeine" andere Katze, weil ich mich in eben genau diese verliebt hatte.
So war das bei Nevel ja hier im Prinzip auch. Ich hatte mich so in ihn verliebt heute, genau vor einem Jahr.

Ich habe mit Tierschutzkatzen sehr schlechte Erfahrungen gemacht (oder sagen wir mit der Vermittlung, denn die Katzen waren natürlich absolut zauberhaft) und daher kommt für mich leider keine Tierschutzkatze mehr in Frage (auch wenn ich das ein oder andere Notfellchen anschmachte möchte ich das im Moment nicht mehr. Vielleicht irgendwann, dann muss aber zur Vermittlerin und dem Verein ein großes Vertrauen da sein). Hinzu kommt, dass es mir vor allem die TUA sehr angetan hat. Wenn dafür die Leute denken, dass ich ungeeignet für Katzenhaltung oder ein schlechter Katzenhalter bin oder meine Tiere nur wegen ihres Aussehens habe, soll er doch. Mir ist das herzlich egal.
 
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OMalley2

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  • #34
Ich habe mit Tierschutzkatzen sehr schlechte Erfahrungen gemacht (oder sagen wir mit der Vermittlung, denn die Katzen waren natürlich absolut zauberhaft) und daher kommt für mich leider keine Tierschutzkatze mehr in Frage.
Das ist interessant, was Du schreibst, aber total schade. Es zeigt, dass manchmal Tierschutzleute echt übers Ziel hinaus schießen. Zum Glück nicht alle.
Aber einige sind schon so, dass manche Tierfreunde sagen, hey, rutscht mir den Buckel 'runter, dann lieber 'ne Katze aus Ebay.
Es treibt sie sozusagen den Vermehrern in die Arme. Fanatismus wirkt jeder Aufklärung entgegen.
 
dieMiffy

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  • #35
So war das bei Nevel ja hier im Prinzip auch. Ich hatte mich so in ihn verliebt heute, genau vor einem Jahr.
Manchmal springt da einfach so der Funke über, da ist das halt so :) Ich erinnere mich noch gut an deine Schwärmerei als ihr hier wart :D:pink-heart:

Wenn dafür die Leute denken, dass ich ungeeignet für Katzenhaltung oder ein schlechter Katzenhalter bin oder meine Tiere nur wegen ihres Aussehens habe, soll er doch. Mir ist das herzlich egal.
Schade und traurig finde ich es trotzdem, wenn dann Leute so denken :(
 
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Sidala

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  • #36
Eigentlich habt ihr ja schon alles geschrieben :)


Was vielleicht noch dazukommt- ein seriöser Züchter schaut auf seine Babys- ok, Katzen. Alle unsere Züchter wollten sehen, wie *Ihre* Katzen untergebracht waren.
Bei uns waren sie zufrieden :oops:- aber es gab Fälle, bei denen sie ihre Katzen schlicht zurückgeholt haben. Weil es den Katzen offensichtlich nicht gut ging, weil die Halter mit dem Katzen überfordert waren...

Ein Kater von uns ist so ein *zurückgegebenes* Tier. Es hat ein paar Tage gedauert, bis er begriffen hat, dass es ihm bei uns gut ging. Er geht heute noch in Deckung, wenn ich die Hand hebe :(

Also wäre ich ein guter Tierhalter, wenn die Züchterin das Tier nicht zurückgeholt hätte, und der Halter Katerchen ins Tierheim gegeben hätte, aus dem ich es dann geholt hätte :confused:


Und - bitte nicht falsch verstehen, ist absolut nicht abwertend gemeint- durch unsere (Rasse) Katzen kommen wir an Leute heran, die mit dem normalen Tierschutz erst einmal gar nicht kommunizieren wollen. Hier können wir Tipps geben wie- unbedingt zu zweit halten, möglichst früh kastrieren etc. Bzw nur von einem Züchter kaufen, der frühkastriert abgibt.


Am nettesten war unser Nachbar, der uns seufzend sagte, seine Kitten wären zu lebhaft, er würde ihnen nun Baldrian geben, damit sie endlich mal durchschlafen :cool:
 
S

sus@

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  • #37
@OMalley2 Ja, ich finde es auch sehr schade, aber ich muss gestehen, dass ich nach dem 4. Versuch dann nicht mehr wollte :p. Meine erste "Rassekatze" war dann naiver Weise tatsächlich auch vom Vermehrer. Da bin ich im Nachgang nicht Stolz drauf aber ich kann es nicht mehr ändern.

Mittlerweile - und auch dank dem Forum - habe ich aber viel gelernt und meine Ansprüche an einen Züchter sind deutlich nach oben gegangen (z. B. nur kastrierte Kitten, Gesundheitsvorsorge der Eltern wie z. B. HCM,...).
Manchmal springt da einfach so der Funke über, da ist das halt so :) Ich erinnere mich noch gut an deine Schwärmerei als ihr hier wart :D:pink-heart:
Ich auch. Zu dem Zeitpunkt habe ich aber noch nicht gedacht, dass wir es tatsächlich tun. So viel im übrigen auch zur Optik, bzw. Oberflächlichkeit, denn gefallen hat er mir ja optisch nicht so wirklich :oops:. Aber letztendlich ist es egal, der Charakter ist wichtiger und es ist einfach so, alles was einzieht wird geliebt und ist automatisch wunderschön :). Der Züchterin bin ich außerdem sehr dankbar, dass es für sie absolut i. O. war ihn auch 6 Monate oder auch ein wenig länger zu behalten und für mich zu reservieren, einfach um den Charakter besser einschätzen zu können (übrigens komplett auf ihr Risiko, denn angezahlt habe ich für ihn nichts).
 
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OMalley2

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  • #38
@OMalley2 Ja, ich finde es auch sehr schade, aber ich muss gestehen, dass ich nach dem 4. Versuch dann nicht mehr wollte :p. Meine erste "Rassekatze" war dann naiver Weise tatsächlich auch vom Vermehrer. Da bin ich im Nachgang nicht Stolz drauf aber ich kann es nicht mehr ändern.
Kann mir das grad so richtig illustriert vorstellen. Irgendwann geht man halt dahin, wo man erstmal nicht mehr grantig angemeiert wird.
Da hatte ich mit meinen Tierschutz-Leuten vom Kater 1 und selbst bei meinen allerersten Tests ("Darf ich mal ihre Katzen kuscheln, ich mach grad 'ne Anti-Allergie-Therapie und muss testen") echt Glück.
 
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dieMiffy

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  • #39
Aber letztendlich ist es egal, der Charakter ist wichtiger und es ist einfach so, alles was einzieht wird geliebt und ist automatisch wunderschön :).
Das ist ein schönes Statement dazu und kann ich nur bestätigen :)
Mein Mann war auch vom ersten Tag an in Pepi schwer verliebt, obwohl er Rote eigentlich nicht schön findet. So ist das eben, wenn einem Katz ins Herz blickt, ob sie nun vom Züchter kommt oder aus dem Tierschutz :)
 
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  • #40
...Man kann kaufwilligen Rassekatzeninteressenten immer wieder nur raten, sich die Elterntiere vor Ort anzusehen, nach dem Namen des Zuchtvereins zu fragen - und diesen auch zu googlen und sich die Zuchtrichtlinien anzusehen und mit denen eines bekanntermaßen seriösen Vereins (z. B. 1. DEKZV) zu vergleichen. Und dann, wenn auch nur eine Kleinigkeit nicht passt oder es bauchtechnisch ein Grummeln gibt, vom Kauf abzusehen.
so ist es. leider ists für Käufer wirklich oft schwer die Spreu vom Weizen zu trennen..
Grad in letzter Zeit ärgere ich mich wieder so dermaßen über unseriöse (Möchtegern-)Züchter die es hervorragend verstehen Käufer zu blenden.. geben zb großartig auf ihrer Homepage an ihre Katzen seinen ja auf "alles" getestet und negativ.. dann schaust genau, habens einen Gentest gemacht und schreiben großartig auf die Homepage HCM negativ.. und Käufer glauben das auch noch ... es ist eine Farce, vor allem verlangen solche Züchter genauso viel für die Kitten wie ich die ihre Zuchttiere über Generationen schallt (und das nicht nur alibi-halber einmal) und frühkastriert abgibt, und damit viel höhere Ausgaben habe. Aber die Käufer interessiert das alles nicht, die sehen die süßen knuffigen Kitten und fragen nichtmal nach den Gesundheitstests :(

Zum Tierschutz: grundsätzlich sehe ich seriösen Tierschutz und seriöse Züchter nicht als Konkurrenz. Seriöse Züchter geben die Liebchen frühkastriert ab und tragen somit aktiv "Vorsorge" dass keine nachkommen auf der Strasse oder im Tierschutz landen, und nehmen selbstverständlich ihre Kitten auch zurück wenn der Käufer sich nicht mehr in der Lage sieht sie zu behalten.

Ich berate auch gerne Pflegestellen in Punkto Geburt und Aufzucht wenns da Probleme mit Pflegekatzen gibt.

Umgekehrt gibt's beim Tierschutz genauso wie bei den Züchtern schwarze Schafe.

Und zu guter Letzt: der Käufer hats in der Hand, was er fördern will... Nachfrage bestimt das Angebot und solange bei unseriösen Vermehrern (egal ob mit oder ohne verein/Stammbaum) gekauft wird, werden die weiter produzieren.
 
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