Vegetarische Ernährung, wissenschaftliche Beweise

deKatz

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Hallo zusammen

Ich habe mich nun schon einige Zeit lang mit der Idee beschäftigt, Katzen vegetarisch/vegan zu ernähren. Affektreaktionen bitte mal ausschalten und dafür euren eigenen Verstand bitte jetzt einschalten.

Natürlich lese ich von 90% der Leute, dass es UNMÖGLICH sei, eine Katze vegan zu ernähren. Ich möchte in diesem Thread nicht hören, wie unverantwortlich das ist und so weiter. Ich möchte über das reden, was anscheinend von vielen als finale Fakten angesehen wird und das näher beleuchten. Also, spart mir und euch bitte jedwedes emotionales Drama und unreflektiertes Wiedergekäue an dieser Stelle, damit wir uns auf der Wesentliche fokussieren können, danke.

Erstmal möchte ich, dass klar wird, dass nur weil irgendwelche Menschen, die sich Wissenschaftlicher nennen, etwas sagen, das noch lange nicht die endgültige Wahrheit sein muss. Das bedarf hoffentlich keiner weiteren Ausführung. Dass Studien oft von der Industrie in Auftrag gegeben wurden und die daraus folgenden Implikationen sind hoffentlich auch klar.
Was ich gelernt habe, ist, dass nichts die eigene Erfahrung schlägt. Sprich: ich bin selbst seit Jahren Vegetarier und lebe größtenteils vegan. Ich supplementiere NICHTS und bin gesund und sehe 10 Jahre jünger aus, als ich bin. Insbesondere habe ich vor kurzem viele Werte checken lassen und siehe da: ausgerechnet Vitamin B12, das ja ach so essenziell für den Menschen ist, ist bei mir in perfekter Balance. Na wie kann das denn sein...
Das ist kein Argument, dass das für Katzen auch funktioniert, ich bin ja nicht blöd, aber es soll zeigen, dass jemand mit ner Lupe noch lange nicht das Gesamtbild verstanden hat. Es gibt zigtausende Stoffe und Prozesse im Körper und wenn mir irgendwer erzählen will, er hätte die Zusammenhänge sämtlichst verstanden, kann ich ihn nur als naiv bezeichnen. Unsere Körper und die von anderen Wesen sind so unglaublich komplex, dass es für mich einfach nur von mangelnder Selbstreflexion zeugt, soetwas zu behaupten. Messen kann ich auch wie ein Verrückter, aber leite ich denn die richtigen Schlussfolgerungen daraus ab?

Woher kommen also nun diese anscheinend jedem Katzenfreund bekannten Fakten, was eine Katze braucht und was nicht?
Ich habe die Studie von Pia Semp gelesen und mein Verständnis daraus ist, dass es den Tieren mit einer fleischlosen Ernährung sogar tendenziell besser geht als denen, die Fleisch bekommen.
Ich weiß ja nicht, ob hier jemand anzweifelt, dass Hunde vegan ernährt werden können, aber ich kenne selbst einen, der durch diese Ernährungsform überhaupt erst gesund wurde; nichts zuvor Versuchtes half. Wieder mal eine seltsame Ausnahme, nehme ich an. Oder was ist mit den 3 Katzen von Zugvogel's Bekannten, die plötzlich durch vegane Ernährung gesund wurden? Oder ich habe von einer Tierärztin gehört, die eine Katze behandelt, die seit 20 (in Worten ZWANZIG) Jahren vegetarisch ernährt wird. Hä? Wieso überleben Katzen, die von Anfang an vegan ernährt werden, wenn in dieser Ernährungsform doch essenzielle Dinge fehlen? Müssten sie nicht innerhalb weniger Tage/Wochen sterben? Wie kann eine vegetarisch ernährte Katze 20 Jahre alt werden? Muss ich hier vielleicht meinen Glaubenssatz mal überdenken?

Kommen wir mal zum Katzenfutter, das Fleisch beinhaltet. Was ist denn drin in diesen Produkten?
Getreide en masse, Gluten, Rind, Schaf und optimalerweise auch die Zusätze, die man auch bei veganer Ernährung supplementieren würde.
Katzen in freier Natur essen also Getreide? Töten Rinder und Schafe? Die Industrie (zur Erinnerung: das ist ein riesen Player) supplementiert doch auch allen möglichen Kram. Dass da vorallem immer Taurin genannt wird, will ich auch mal hinterfragen. Wo ist die Studie, die zeigt, dass Katzen ohne Taurinsupplementierung krank werden? Mich interessieren keine Grenzwerte und keine Zahlen, die sich irgendwer ausgedacht hat. Ich will den Beweis, dass eine Katze ohne Taurinsupplementierung krank wird (weil der ansonsten perfekte Körper einer Katze GENAU DAS natürlich nicht selbst herstellen kann, s. Vitamin B12 beim Menschen). Da es hier viele Experten im Forum gibt, sollte diese Anfrage ein Leichtes zu beantworten sein.

Zur Synthese bzw dem einfachen Gedanken, woher der Körper sein Protein bekommt, schreibt Peta:
Proteine setzen sich aus Aminosäuren zusammen. Alle essentiellen, also lebensnotwendigen, Aminosäuren, die beispielsweise Hunde benötigen, sind in Pflanzen vorhanden. Beispiel: 100 g Kichererbsen enthalten etwa 19 g Protein, 100 g schieres Rindermuskelfleisch circa 21 g.
Ich halte zwar nichts von der Idee von essentiellen Stoffen, aber was doch auch mal klar werden muss: Jemand behauptet etwas und jemand anders das Gegenteil. Nur durch unseren Verstand können wir die Wahrheit herausfinden. Es geht ja wohl nicht darum, wer lauter schreit, oder?

Katzen leben schon seit Tausenden von Jahren mit dem Menschen zusammen (s. Ägypten). Ihre Körper hatten mehr als genug Zeit, sich -ähnlich der Hunde- auf das einzustellen, was der Mensch übrig ließ. Und letztlich bestehen alle Bausteine des Körpers aus nur sehr wenigen Stoffen, das ist beim Menschen genauso wie beim Hund, bei der Katze und bei nem Vogel. Und diese göttlichen Körper sind wesentlich intelligenter gestaltet als der Mensch mit seinem begrenzten Verstand das erfassen kann. Deshalb will ich der Idee der vegetarischen/veganen Ernährung eine echte Chance geben. Es ist ja nicht so, dass ich diese Entscheidung leichtfertig fällen würde (habe derzeit keine Katze), aber wenn wir immer nur das wiederholen, was die schlauen, schlauen Wissenschaftlicher/Arbeiter der Industrie uns sagen, kommen wir auch nicht weiter.
Meine letzte Katze hat "normales" Katzenfutter bekommen und ist viel zu früh gestorben. Ich kann das zwar nicht ausschließlich aufs Futter zurückführen, aber mein Bauch sagt mir, dass die Ernährung hier stark ursächlich war. Betrachtet diese Seite eigentlich auch jemand? Dass "korrekt" ernährte Katzen auch früh sterben können und dass das -wie bei uns Menschen- zum großen Teil an der Ernährung liegen könnte?
Und was ist mit all den Tieren die leiden müssen, weil ihr eine Katze haltet und sie mit Qualfleisch füttert? Ist eure Katze etwa mehr wert als das Rind, welches sie verspeist? Ist es ethisch korrekt, all die Ressourcen, die wir haben, in Massentierhaltung zu stecken, um dann völlig ineffizient dieses Fleisch zu essen? Das soll in diesem Thread kein Diskussionspunkt sein, nur Anregung.

Also, was mich wirklich interessiert: wo sind die Studien, die ja anscheinend jeder kennt, da er/sie ja posaunt, wie unverantwortlich und unnatürlich (was ist doch gleich im regulären Futter drin?) es ist, eine Katze vegetarisch zu ernähren? Sind die Studien reproduziert worden, wer hat sie in Auftrag gegeben? Habt ihr die Studie von Pia Semp gelesen? Warum ist ausgerechnet ihre Studie weniger wert als eine andere? Grade den Underdogs, die gegen die Industrie arbeiten, höre ich aufmerksam zu.

Was soll denn eurer Meinung in Fleisch enthalten sein, was nicht anders erzeugt werden kann? Wie haben denn vegetarische Tiere (zB Kühe) Fleisch aufgebaut, obwohl sie sich von Gras ernähren?
Haben wir nicht fast alle vor einigen Jahren noch den Bullsh*t der Industrie geglaubt, der Mensch würde ohne Fleisch Mangelerscheinungen bekommen? Was ich eher sehe, ist eine Industrie, die den Menschen durch ihre Macht ein Dogma aufzwingt. Und das lasse ich nicht ohne nachzudenken stehen und erwarte das gleiche von euch, wenn ihr wirklich das Beste für euer Tier wollt.
 
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Margitsina

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Polayuki

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Huhu!

Hallo zusammen

Erstmal möchte ich, dass klar wird, dass nur weil irgendwelche Menschen, die sich Wissenschaftlicher nennen, etwas sagen, das noch lange nicht die endgültige Wahrheit sein muss.

Diese Wissenschaftler haben einen langen Weg hinter sich, mussten lernen akkurat und wissenschaftlich korrekt zu arbeiten, müsse sich in ihren Studien auf dutzende von anderen Quellen beziehen und VOR ALLEM gilt in der Wissenschaft, dass jede Behauptung die aufgestellt wird "Katzen brauchen zwingend Fleisch" bewiesen werden MUSS. Erst wenn sich mit allen anderen Studien dazu auseinandergesetzt wurde, eigene empirische Versuche durchgeführt wurden ist das Paper seriös. So einfach wie du das darstellst ist es heut zu Tage also nichtmehr.

Das bedarf hoffentlich keiner weiteren Ausführung. Dass Studien oft von der Industrie in Auftrag gegeben wurden und die daraus folgenden Implikationen sind hoffentlich auch klar.

Ist für mich nicht wirklcih ein Argument, da diese Industrie mit Sicherheit auch sehr viel geld mit vegetarischem hergestellten Katzenfutter machen kann. Ich weiß gar nicht ob das für die Industrie nicht sogar einfacher/geldsparender wäre? Da bin ich leider nicht genug drin in der Materie.

Was ich gelernt habe, ist, dass nichts die eigene Erfahrung schlägt. Sprich: ich bin selbst seit Jahren Vegetarier und lebe größtenteils vegan. Ich supplementiere NICHTS und bin gesund und sehe 10 Jahre jünger aus, als ich bin. Insbesondere habe ich vor kurzem viele Werte checken lassen und siehe da: ausgerechnet Vitamin B12, das ja ach so essenziell für den Menschen ist, ist bei mir in perfekter Balance.

wie du schon sagst, du bist nunmal keine Katze. Ich kann auch Jahrelang Schokolade Essen, dem Hund täte das mit Sicherheit aber nicht so gut. Wenn du wissenschaftlich argumentieren willst kannst du hier nicht Menschen mit Katzen vergleichen.

Ich weiß ja nicht, ob hier jemand anzweifelt, dass Hunde vegan ernährt werden können, aber ich kenne selbst einen, der durch diese Ernährungsform überhaupt erst gesund wurde; nichts zuvor Versuchtes half. Wieder mal eine seltsame Ausnahme, nehme ich an.

Auch Hunde sind keine Katzen. Hunde sind Allesfresser, das kannst du mit Katzen, die Carnivoren sind nicht vergleichen.


Oder ich habe von einer Tierärztin gehört, die eine Katze behandelt, die seit 20 (in Worten ZWANZIG) Jahren vegetarisch ernährt wird. Hä? Wieso überleben Katzen, die von Anfang an vegan ernährt werden, wenn in dieser Ernährungsform doch essenzielle Dinge fehlen? Müssten sie nicht innerhalb weniger Tage/Wochen sterben? Wie kann eine vegetarisch ernährte Katze 20 Jahre alt werden? Muss ich hier vielleicht meinen Glaubenssatz mal überdenken?
Ja und ich habe mal von einem Ugroßvater gehört der über 100 wurde, trotz intensiven Kettenrauchens. Dass das russisch roulette ist und du rauchen dennoch niemanden ans Herz legen kannst, sollte dennoch jedem klar werden. Ist also absolut gar kein Argument. im übrigen habe ich einen Artikel (bitte frag mich nicht wo) gelesen, indem stand dass eine Familie ihr Kitten zum Tierarzt bracht weil es so schwach war. Der tierarzt fand raus es wurde rein vegetarisch ernährt und war dabei zu verhungern. Aha

Ich halte zwar nichts von der Idee von essentiellen Stoffen, aber was doch auch mal klar werden muss: Jemand behauptet etwas und jemand anders das Gegenteil. Nur durch unseren Verstand können wir die Wahrheit herausfinden. Es geht ja wohl nicht darum, wer lauter schreit, oder?
Es gibt auch sehr bekannte Menschen, die behaupten den Klimawandel gäbe es nicht. *hust*



Katzen leben schon seit Tausenden von Jahren mit dem Menschen zusammen (s. Ägypten). Ihre Körper hatten mehr als genug Zeit, sich -ähnlich der Hunde- auf das einzustellen, was der Mensch übrig ließ.
Naja. Wie genau lebte die Katze mit den Menschen zusammen? Richtig, in Freiheit. Sie konnte jagen udn sich ihre so dringend benötigten Stoffe selbst holen. Heute wird sie teilweise in Wohnungshaltugn "gezwungen" und kann sich eben NICHTMEHR ihre Nahrung erjagen. Diese Art der Haltung ist im Vergleich zu der Katzenhaltung an sich aber eben noch nicht so alt. Und in so kurzer Zeit hustet dir die Evolution was.

Es ist ja nicht so, dass ich diese Entscheidung leichtfertig fällen würde (habe derzeit keine Katze), aber wenn wir immer nur das wiederholen, was die schlauen, schlauen Wissenschaftlicher/Arbeiter der Industrie uns sagen, kommen wir auch nicht weiter.
Nein stimmt. wir könnten auch den Tierversuch wagen und gucken ab wann Katz verhungert.

Meine letzte Katze hat "normales" Katzenfutter bekommen und ist viel zu früh gestorben. Ich kann das zwar nicht ausschließlich aufs Futter zurückführen, aber mein Bauch sagt mir, dass die Ernährung hier stark ursächlich war. Betrachtet diese Seite eigentlich auch jemand?
Naja wenn du ner Katze (weiß ich bei dir ja nicht) als hauptnahrung TroFu fütterst ist das mit Sicherheit alles andere als gesund. Kommt eben drauf an was du unter "normalen" Katzenfutter verstehst.

Und was ist mit all den Tieren die leiden müssen, weil ihr eine Katze haltet und sie mit Qualfleisch füttert? Ist eure Katze etwa mehr wert als das Rind, welches sie verspeist? Ist es ethisch korrekt, all die Ressourcen, die wir haben, in Massentierhaltung zu stecken, um dann völlig ineffizient dieses Fleisch zu essen?
Es gibt auch Katzenfutter, wo das Fleisch aus biologischer Haltung kommt. Oder du Barfst die Katze und holst das Futter vom nächsten Biobauer deines Vertrauens, wo die Tiere gut gehalten werden. ist ja alles deine Sache.


Was soll denn eurer Meinung in Fleisch enthalten sein, was nicht anders erzeugt werden kann? Wie haben denn vegetarische Tiere (zB Kühe) Fleisch aufgebaut, obwohl sie sich von Gras ernähren?
Ich gebe zu keine sehr seriöse quelle, aber dazu findest du mti sicherheit noch mehr:
"Die Katze benötigt, wie die meisten Säugetiere (einschließlich Mensch), Retinol (oder Vitamin A1), nimmt aber eine Sonderstellung ein, da sie im Gegensatz zu fast allen anderen Tieren nicht β-Carotin in Retinol umwandeln kann. Sie ist daher natürlicherweise auf den ausreichenden Genuss von Leber angewiesen, um sich mit Vitamin A versorgen zu können.[5] Weiterhin kann die Katze – im Gegensatz zu fast allen anderen Tieren – Arachidonsäure nicht aus der Omega-6-Fettsäure Linolsäure synthetisieren und muss diese daher über die Nahrung aufnehmen." (wikipedia/hauskatze)


lg
 
nicker

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In diesem Forum gibt es bereits einige Threads, die sich mit dem Thema "vegetarische/vegane Ernährung von Katzen" befassen. Wenn du diskutieren willst, musst du nicht hier eine gesonderten Thread aufmachen, sondern kannst auch dort schreiben.

Und:
irgendwelche Menschen, die sich Wissenschaftlicher nennen
sind im Zweifel genau das: Menschen, die einen Universitätsabschluss medizinischer oder naturwissenschaftlicher Fachrichtung haben und sich intensiv mit dem Thema beschäftigt haben.

Warum, bitte, sollten die Futtermittelhersteller so viele Forschungen betreiben und auch Studien erstellen, wenn durch ihr Futter ohnehin ihre Kundschaft (Katzen) wegsterben würde? :confused:
WENN vegane Ernährung so viel gesünder für die Katzen (und insofern dann ja auch einfacher herzustellen und finanziell lohnender für die Futtermittelhersteller) wäre, warum gibt es diese gesunde Ernährung für Katzen denn nicht bereits seit zig Jahren? Warum dann der Umweg über "Fleischnebenbestandteile" und was der Dinge mehr sind, die am klassischen Katzenfutter kritisiert werden?

Und:
Katzen leben schon seit Tausenden von Jahren mit dem Menschen zusammen (s. Ägypten). Ihre Körper hatten mehr als genug Zeit, sich -ähnlich der Hunde- auf das einzustellen, was der Mensch übrig ließ.
Ei ja, das ist in der Tat so: Die Katze hat sich im Gefolge des Menschen selbst domestiziert, so die Forschung (danke, dass du diese Tatsache - trotz deiner generellen Zweifel an "Forschung" - einmal NICHT anzweifelst :D).
Aber: sie ist kein Müllfresser, sondern sie hat sich schlicht auf das spezialisiert, was sich als Kulturfolger ebenfalls in der Nähe des Menschen in immer größeren Mengen gefunden hat: Mäuse. :)

Und da du ja so viel von Zahlen und Fakten hältst:
Bitte nenne doch einmal Ross und Reiter hinsichtlich der Tierärztin, die ihre Katze 20 Jahre lang vegan ernährte; da bin ich wirklich neugierig.

Und welche akademische Qualifikation kannst du bieten, die dich befähigt, dich wissens- und forschungstechnisch über die verschiedenen habilitierten Ernährungsexperten der Katzenfutterforschung zu erheben? :pink-heart:

Ich bin sehr gespannt. :)
 
Jiu

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Meine letzte Katze hat "normales" Katzenfutter bekommen und ist viel zu früh gestorben. Ich kann das zwar nicht ausschließlich aufs Futter zurückführen, aber mein Bauch sagt mir, dass die Ernährung hier stark ursächlich war. Betrachtet diese Seite eigentlich auch jemand? Dass "korrekt" ernährte Katzen auch früh sterben können und dass das -wie bei uns Menschen- zum großen Teil an der Ernährung liegen könnte?

Das betrachten gerade hier im Forum sehr viele Halter - und genau aus diesem Grund füttern sie hochwertiges Fleisch.

Woran ist denn deine Katze gestorben? Und wer sagt, dass der perfekt ernährte Mensch (sollte es ihn denn geben, was ich bezweifle) nicht trotzdem mit 50 Jahren tot umfällt?

Dein eigenes Argument wird nichtig, wenn du die vieeeeeeelen Katzen ansiehst, die mit Fleischernäherung ein sehr hohes Alter erreichen. Du sprichst von wissenschaftlichem Vorgehen, aber in diesem Punkt ist deine Argumentation alles andere als wissenschaftlich. Man kann nicht von einem (noch dazu unbewiesenen!) Fall auf die gesamte Spezies schließen.
 
deKatz

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Ich gebe zu keine sehr seriöse quelle, aber dazu findest du mti sicherheit noch mehr:
"Die Katze benötigt [blablabla] Sie ist daher natürlicherweise auf den ausreichenden Genuss von Leber angewiesen, um sich mit Vitamin A versorgen zu können.
In der Tat, keine seriöse Quelle. Und selbst wenn das exakt so stimmt, wie es da steht: Ich kann Gras vermutlich auch nicht so gut verdauen, wie eine Kuh. Ist das ein Beweis dafür, dass meinem Körper irgendwas fehlt? Oder dass ich womöglich nicht sogar komplett von Gras leben könnte? Ich behaupte ja auch nicht, ich müsse Kühe essen, weil ich nen Stoff nicht habe, den die Kuh braucht, um Gras zu verdauen. Das meine ich mit Lupe. Wie ich schon sagte, ich will nicht den Wikipedia-Müll oder was irgendwer behauptet, ich will die Studien sehen.

Dieses Zitat sagt außerdem: "(in Bezug zur Katze: ) Vitamin A ist nur in Leber enthalten und kann nicht anders von der Katze herstellt werden". Stimmt denn das wohl? Stirbt eine Katze, die niemals Leber isst? Was sagt eure Intuition?
Außerdem sagt das Zitat "β-Carotin --> Retinol geht nicht". Ja und? Vllt geht ja XYZ --> Retinol? Und wer sagt, dass es keinen anderen Stoff gibt, der eine ähnliche Funktion wie Retinol erfüllt?
Bemerkt ihr eigentlich die versteckten Implikationen dieser Texte?

Bitte nenne doch einmal Ross und Reiter hinsichtlich der Tierärztin, die ihre Katze 20 Jahre lang vegan ernährte; da bin ich wirklich neugierig.

Und welche akademische Qualifikation kannst du bieten, die dich befähigt, dich wissens- und forschungstechnisch über die verschiedenen habilitierten Ernährungsexperten der Katzenfutterforschung zu erheben?

Genaugenommen ist es eine Tierarzthelferin, die eine Halterin hat, die ihr Tier vegan ernährt. Willst du jetzt nen Namen von mir haben? Obwohl ich ihn rausfinden könnte, werde ich das sicherlich nicht tun.

Abgesehen von meinem M.Sc in anderer Fachrichtung habe ich gelernt, selbstständig zu denken. Und in den bisherigen Antworten finde ich keine von mir stark angeforderte Studie, sondern nur Verteidigung von Egos und alten Glaubenssätzen.

Ich sage keineswegs, dass ich recht habe, wer meinen Text aufmerksam liest, findet eher Fragestellungen und persönliche Erfahrung als Behauptungen.

Also bitte. Lasst doch das Ego mal raus und schreibt hier mal in einer tatsächlich wissenschaftlichen Art und Weise. Man muss nicht studiert haben, um selbstständig zu denken.
 
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Jiu

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Ich kann Gras vermutlich auch nicht so gut verdauen, wie eine Kuh. Ist das ein Beweis dafür, dass meinem Körper irgendwas fehlt? Oder dass ich womöglich nicht sogar komplett von Gras leben könnte?

Mach doch einen Selbstversuch und berichte dann mal... ;)
 
Irmi_

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Da ein solcher Mist eigentlich meiner Aufmerksamkeit nicht wert ist aber andererseits auch nicht unwidersprochen so stehen darf:

Bitte vergleiche den Verdauungstrakt von Vegetariern, z.B. Pferd mit XXXL-Blinddarm oder Rind mit 4 Mägen mit dem Verdauungstrakt einer Katze.
Blinddarm bzw. 4 Mägen dienen dazu, dass diese Tiere Pflanzen vernünftig verwerten können.
Katzen besitzen weder 4 Mägen noch einen XXXL-Blinddarm sondern einen sehr kurzen Verdauungstrakt.
Du wirst selbst ohne viel Wissen in Biologie erkennen, dass eine Katze pflanzliche Nahrung einfach schlecht bis nicht verwerten kann. Katzen können vegetarisch einige Zeit überleben. Mehr aber auch nicht. Wenn Du es mit Deinem Weltbild nicht vereinbaren kannst, Dein Haustier mit Fleisch zu füttern, solltest Du bitte weder Hund noch Katze halten.

Nebenbei bemerkt: Da viele vielbeworbene Katzenfuttersorten zu viel pflanzliches Zeugs und was weiß ich für Schrott enthalten, füttern hier im Forum sehr viele genau diese Sorten nicht an ihre Katzen, weil sie bemerken, dass sich Katz mit der Verdauung von hochwertigerem Futter leichter tut und gesünder lebt.
 
Willi Winzig

Willi Winzig

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Ich finde es auch unangenehm, dass ich, Vegetarierin, Fleisch für meine Katzen kaufen muss. :(

Es wäre schön, wenn es Alternativen gäbe. Ich habe eine zeitlang Bio Katzenfutter gefüttert, allerdings haben die Herren das irgendwann nicht mehr gefressen. Ich würde gerne ab und zu mal vegetarisches Katzenfutter geben, allerdings ist das ja doch sehr teuer, daher habe ich Sorge, dass ich am Ende darauf sitzenbleibe.

Wie auf so vielen neuen Sorten, die ich einführen wollte und die ich dann ins Tierheim bringen musste.

Ich hoffe, dass die Entwicklung im Bereich Clean Meat fortschreitet und dass ich bald Katzenfutter aus der Retorte füttern kann.

https://www.peta.de/laborfleisch
 
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Myma

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  • #10
Kommen wir mal zum Katzenfutter, das Fleisch beinhaltet. Was ist denn drin in diesen Produkten?
Getreide en masse, Gluten, Rind, Schaf und optimalerweise auch die Zusätze, die man auch bei veganer Ernährung supplementieren würde.
Katzen in freier Natur essen also Getreide? Töten Rinder und Schafe?
In meinem Futter sind tierische Nebenprodukte, Fleisch und Supplemente, sonst nichts. :confused:
Damit möglichst keine Unmengen Nutztiere aus qualvoller Haltung für die Ernährung meiner Katzen sterben müssen, müssen sie sich großteils mit Schlachtabfällen begnügen (und Menschen züchten, schlachten und essen eben mehr Rinder als Nagetiere).

Ich will den Beweis, dass eine Katze ohne Taurinsupplementierung krank wird (weil der ansonsten perfekte Körper einer Katze GENAU DAS natürlich nicht selbst herstellen kann, s. Vitamin B12 beim Menschen). Da es hier viele Experten im Forum gibt, sollte diese Anfrage ein Leichtes zu beantworten sein.
Diese Erfahrung musste ich leider schon machen.
Ich war noch ein Teenie und hatte null Ahnung von Katzenernährung, als mein erster Kater anfing zu kränkeln und sein Whiskas nicht mehr vertragen hat. Ich habe ihm stattdessen einfach Putenbrust gegeben, damit waren die Probleme schnell beseitigt.
Dem Kater gings besser, kein Durchfall, kein Erbrechen, er nahm zu und hat sein Fleisch (roh oder gekocht) mit Begeisterung gefressen, also bekam er auch weiterhin Fleisch (Pute, Huhn, Rind, Schwein,...). Nach ein paar Wochen wurde erst sein Fell immer stumpfer, er wirkte nicht mehr so gesund und irgndwann ist mir plötzlich aufgefallen, dass er kaum noch etwas sehen konnte.
Da bin ich dann erst auf die Idee gekommen, mal zu googlen und bin schnell auf Taurin gestoßen. Sein Fell wurde mit (besserem) Dosenfutter bald wieder schöner, die Augen haben sich leider nicht erholt. :(

Was ich gelernt habe, ist, dass nichts die eigene Erfahrung schlägt.
Gute Einstellung. ;)
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Hunde (und Menschen) von der ein oder anderen vegetarischen (oder auch veganen) Mahlzeit keinen Schaden nehmen. Die Hunde in meiner Bekanntschaft bekommen zwar (fleischhaltiges) Dosenfutter, aber immer wieder auch Reste vom Tisch, z.B. Reis mit Gemüse wird anstandslos gefressen und verdaut.
Meine Katzen fressen sowas auch gern (gekochte Karotten lieben sie besonders), aber wenn sie davon mehr als ein paar kleine Bissen erwischen führt das jedes mal sehr schnell zu Erbrechen und/oder Durchfall. Meine logische Schlußfolgerung daraus ist, dass das keine passende Nahrung für sie ist.
 
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Maiglöckchen

Maiglöckchen

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  • #11
Dass da vorallem immer Taurin genannt wird, will ich auch mal hinterfragen. Wo ist die Studie, die zeigt, dass Katzen ohne Taurinsupplementierung krank werden?

Katzen leben schon seit Tausenden von Jahren mit dem Menschen zusammen (s. Ägypten). Ihre Körper hatten mehr als genug Zeit, sich -ähnlich der Hunde- auf das einzustellen, was der Mensch übrig ließ.

Meine letzte Katze hat "normales" Katzenfutter bekommen und ist viel zu früh gestorben. Ich kann das zwar nicht ausschließlich aufs Futter zurückführen, aber mein Bauch sagt mir, dass die Ernährung hier stark ursächlich war. Betrachtet diese Seite eigentlich auch jemand? Dass "korrekt" ernährte Katzen auch früh sterben können und dass das -wie bei uns Menschen- zum großen Teil an der Ernährung liegen könnte?

Hier finden sich u.a. diverse Verweise auf Studien zum Thema Taurin.

https://books.google.de/books?id=Sk...ICBAB#v=onepage&q=taurine DCM studies&f=false

Im alten Ägypten wurden die Katzen auch nicht durch das ernährt, was der Mensch übrig ließ, sondern durch das, was die Getreidespeicher heimsuchte, nämlich Mäuse. Und so waren Katzen auch in den Jahrtausenden, die folgten, vor allem hoch spezialisierte Mäusejäger und wurden in erster Linie nur deshalb in der Nähe der Menschen geduldet.

Aufgrund dieser hohen Spezialisierung des Verdauungstraktes fehlen Katzen nach wie vor bestimmte Enzyme, um bestimmte pflanzliche Substanzen zu verstoffwechseln.

Dass kommerzielles Katzenfutter krank macht, das denke ich auch. Das liegt aber wohl weniger am Fleisch und den tierischen Nebenerzeugnissen, als an Konservierungsstoffen und sonstigen Futterzusätzen.

Eigentlich braucht es doch nur ein wenig gesunden Menschenverstand, um zu wissen, dass man den Verdauungstrakt eines Allesfressers oder eines Pflanzenfresser nicht mit dem eines hochspezialisierten Fleischfressers vergleichen kann.
 
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  • #12
In der Tat, keine seriöse Quelle. [...] Wie ich schon sagte, ich will nicht den Wikipedia-Müll oder was irgendwer behauptet, ich will die Studien sehen.


Und in den bisherigen Antworten finde ich keine von mir stark angeforderte Studie, sondern nur Verteidigung von Egos und alten Glaubenssätzen.


Also bitte. Lasst doch das Ego mal raus und schreibt hier mal in einer tatsächlich wissenschaftlichen Art und Weise. Man muss nicht studiert haben, um selbstständig zu denken.


Wie kommst du auf das schmale Brett, dass du nur hier im Forum hereinschneien musst, um und einen Antwortapparat zu finden, der dir jede von dir gewünschte Studie in dir genehmer wissenschaftlicher Qualität liefert? *wunder*


Ich persönlich sehe beispielsweise in deiner Schreibe keinerlei "wissenschaftliche Qualität", und daran ändert auch dein Master nichts (ich habe übrigens auch einen, der nicht aus dem naturwissenschaftlichen Bereich stammt, aber dafür habe ich noch ein Staatsexamen ^^). Mir macht dieser Thread zuviel Spaß, um mich sofort wieder daraus zu verabschieden, aber nett oder höflich ist an deiner Schreibe iwie doch recht wenig.


Genaugenommen ist es eine Tierarzthelferin, die eine Halterin hat, die ihr Tier vegan ernährt. Willst du jetzt nen Namen von mir haben? Obwohl ich ihn rausfinden könnte, werde ich das sicherlich nicht tun.

Ja, das wäre doch einmal ein Anfang. Dann könntest du gleich noch genaue Details über die konkrete Ernährung der Katze sowie über ihre Blut- und anderen Werte liefern, damit wir Unerleuchten einmal ein real-life Beispiel erleben dürfen, wie vegane Ernährung von Katzen funktioniert. :)

Und mir bleibt auch weiterhin die Frage: warum hat Mars (als Konzern hinter vielen Katzenfuttermarken) noch nicht die Zeichen der Zeit erkannt und springt auf den veganen Zug auf, indem von dort vegane Katzenfutterprodukte auf den Markt gebracht werden? Auch diese Antwort könntest du mir dann einmal beantworten. *freu*


Du kommst hier eingeflogen, gleich mit der Prämisse, dass sämtliche wissenschaftlichen Studien, die es zur Katzenernährung gibt, ihr Geld nicht wert seien, weil die Leute, die sie erstellen, nichts taugen.
Warum sollten wir dann deine Beispiele glauben, die ja außer dir offenbar noch niemand sonst in diesem Forum zur Kenntnis genommen hat?
Willi Winzig verlinkt ja wenigstens eine Mitteilung von Peta zum Thema Laborfleisch.
Das ist deutlich konstruktiver als alles, was du bisher geschrieben hast, deKatz. *find*
 
dieMiffy

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  • #13
Ich bin auch Wissenschaftlerin und tatsächlich brauche ich keine Studie um zu wissen, was Katzen gut tut :) Ich mach nämlich das, was Du extra vorschlägst: Den eigenen Kopf benutzen. Und der sagt mir, dass eine Katze bei freier Wahl in der Natur nur Fleisch frisst. Habe noch keine Katze im Getreidefeld futtern sehen.
Daher ist für mich auch klar, was das beste für Katzen ist, nämlich Barf.
Ansonsten musst Du Dir deine Studien wohl selbst zusammensuchen.
 
deKatz

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  • #14
Es ist ja nicht so, dass ich es grundlegend anders erwartet hätte, aber ihr interpretiert Dinge in meinen Text, die ich nicht gesagt habe.

Der Tonfall -zugegebenermaßen- liegt daran, wie quasi-militant hier einfach nur alte Glaubenssätze verteidigt werden ohne zu reflektieren oder Quellen zu nennen. Es geht mir absolut nicht darum, auf Teufel komm raus Recht zu haben, aber ich habe schon genug gelesen, wie hier mit der Meinung zu vegetarischer Ernährung umgegangen wird. Daher wollte ich von Anfang an klarstellen, dass ich an mimimi und erhobenen Zeigefingern nicht interessiert bin.
Den "Antwortapparat" erwarte ich, weil ja alle so schlau sind, und alle diese Studien kennen zu scheinen. Aber bisher wurde eine Studie gepostet und was les ich direkt "Springer Science". Springer - ernsthaft?
Zudem geht's doch schon direkt auf Seite 3 los: "Although THE CAT CAN SYNTHESIZE limited amounts of TAURINE ENDOGENOUSLY". Aha, die Katze kann also "begrenzt" doch Taurin selbst bilden? Vermutlich so begrenzt wie ich Vitamin B12 bilden kann, nämlich genau so viel, wie gebraucht wird.
Danke für die Studie, werde nochmal weiter reinschauen.

Ich höre immer Verdauungstrakt und Karnivor. Woher kommt denn das Wissen, dass Katzen sich primär von Mäusen und Vögeln ernähren und überhaupt nur so überleben können? Selbst wenn die Natur es so vorgesehen hat, was ja gut möglich ist, wieso können sie nicht trotzdem vegan leben? Die Natur hat auch vorgesehen, dass wir frische, ungekochte Nahrung zu uns nehmen. Und doch überleben Milliarden Menschen von Würger-King und totem Mikrowellen-"Essen". Geht anscheinend auch irgendwie. Und da weiß auch jeder, dass das nicht gesund ist.

@dieMiffy: wie gesagt, ich habe o.g. Studie gelesen. Und die sagt, dass es möglich ist und vermutlich sogar die Katzen gesünder werden lässt. Und wenn sie NUR Fleisch frisst, wie du sagst, dann hast du wohl noch nie gehört, dass Katzen auch Gras fressen.

Ich weiß gar nicht, woher alle so genau wissen, wie sich eine wilde Katze genau ernährt. Natürlich fängt sie Mäuse und gelegentlich vllt mal nen Vogel. Aber das ist doch kein Grund zu sagen, dass sie das zum Überleben braucht. Dieses Fleisch ist aus den selben Bestandteilen aufgebaut, die in 1000 anderen Nahrungsmitteln vorkommen.

@Maiglöckchen: jedes Wesen ist "hochspezialisiert". Vllt magst du mir mal mit einfachen Worten erklären, woran ich erkenne, dass ein Katzen-Verdauungstrakt ungeeignet ist für zB Kichererbsen, während es für Mäuse- und Rinderfleisch bestens geeignet ist.

Die Frage nach der Industrie und warum sie nicht auf vegetarisch umschwingt, ist wohl eine mit viel zu vielen Unbekannten. Aber was ich weiß, ist, dass wenn die Verbraucher nur noch fleischfreies Futter kaufen würden, die Industrie sich umstellen würde. Haben wir ja beim Bio-Boom der Menschen auch gesehen, wie schnell das gehen kann.
Und was ich auch weiß, dass eine Industrie von Mars' Größe nicht von heute auf morgen so einen riesen Umschwung vollbringen kann. Die haben ihre Lieferanten, Verträge mit Laufzeiten etc. Wer weiß, wie's in 10 Jahren aussieht.

Vllt erklärt mir jetzt nochmal jemand, was genau in Fleisch (hier scheint ja die Art völlig egal zu sein (Rind geht, Schaf geht, Ente geht, Schwein geht, Maus geht, Vogel geht)) enthalten ist, was in vegetarischer Nahrung fehlt. Nehmen wir mal an, man supplementiert adäquat. Das ist doch die eigentlich wichtige Frage
 
steinhoefel

steinhoefel

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  • #15
Es ist ja nicht so, dass ich es grundlegend anders erwartet hätte, aber ihr interpretiert Dinge in meinen Text, die ich nicht gesagt habe.

Der Tonfall -zugegebenermaßen- liegt daran, wie quasi-militant hier einfach nur alte Glaubenssätze verteidigt werden ohne zu reflektieren oder Quellen zu nennen. Es geht mir absolut nicht darum, auf Teufel komm raus Recht zu haben, aber ich habe schon genug gelesen, wie hier mit der Meinung zu vegetarischer Ernährung umgegangen wird. Daher wollte ich von Anfang an klarstellen, dass ich an mimimi und erhobenen Zeigefingern nicht interessiert bin.
Den "Antwortapparat" erwarte ich, weil ja alle so schlau sind, und alle diese Studien kennen zu scheinen. Aber bisher wurde eine Studie gepostet und was les ich direkt "Springer Science". Springer - ernsthaft?
Zudem geht's doch schon direkt auf Seite 3 los: "Although THE CAT CAN SYNTHESIZE limited amounts of TAURINE ENDOGENOUSLY". Aha, die Katze kann also "begrenzt" doch Taurin selbst bilden? Vermutlich so begrenzt wie ich Vitamin B12 bilden kann, nämlich genau so viel, wie gebraucht wird.
Danke für die Studie, werde nochmal weiter reinschauen.

Ich höre immer Verdauungstrakt und Karnivor. Woher kommt denn das Wissen, dass Katzen sich primär von Mäusen und Vögeln ernähren und überhaupt nur so überleben können? Selbst wenn die Natur es so vorgesehen hat, was ja gut möglich ist, wieso können sie nicht trotzdem vegan leben? Die Natur hat auch vorgesehen, dass wir frische, ungekochte Nahrung zu uns nehmen. Und doch überleben Milliarden Menschen von Würger-King und totem Mikrowellen-"Essen". Geht anscheinend auch irgendwie. Und da weiß auch jeder, dass das nicht gesund ist.

@dieMiffy: wie gesagt, ich habe o.g. Studie gelesen. Und die sagt, dass es möglich ist und vermutlich sogar die Katzen gesünder werden lässt. Und wenn sie NUR Fleisch frisst, wie du sagst, dann hast du wohl noch nie gehört, dass Katzen auch Gras fressen.

Ich weiß gar nicht, woher alle so genau wissen, wie sich eine wilde Katze genau ernährt. Natürlich fängt sie Mäuse und gelegentlich vllt mal nen Vogel. Aber das ist doch kein Grund zu sagen, dass sie das zum Überleben braucht. Dieses Fleisch ist aus den selben Bestandteilen aufgebaut, die in 1000 anderen Nahrungsmitteln vorkommen.

@Maiglöckchen: jedes Wesen ist "hochspezialisiert". Vllt magst du mir mal mit einfachen Worten erklären, woran ich erkenne, dass ein Katzen-Verdauungstrakt ungeeignet ist für zB Kichererbsen, während es für Mäuse- und Rinderfleisch bestens geeignet ist.

Die Frage nach der Industrie und warum sie nicht auf vegetarisch umschwingt, ist wohl eine mit viel zu vielen Unbekannten. Aber was ich weiß, ist, dass wenn die Verbraucher nur noch fleischfreies Futter kaufen würden, die Industrie sich umstellen würde. Haben wir ja beim Bio-Boom der Menschen auch gesehen, wie schnell das gehen kann.
Und was ich auch weiß, dass eine Industrie von Mars' Größe nicht von heute auf morgen so einen riesen Umschwung vollbringen kann. Die haben ihre Lieferanten, Verträge mit Laufzeiten etc. Wer weiß, wie's in 10 Jahren aussieht.

Vllt erklärt mir jetzt nochmal jemand, was genau in Fleisch (hier scheint ja die Art völlig egal zu sein (Rind geht, Schaf geht, Ente geht, Schwein geht, Maus geht, Vogel geht)) enthalten ist, was in vegetarischer Nahrung fehlt. Nehmen wir mal an, man supplementiert adäquat. Das ist doch die eigentlich wichtige Frage


Du weisst nicht wer Springer science ist, oder?
Tja das sagt mir eigentlich alles über deine " wissenschaftliche" Bildung.
Und damit hast du dich gerade selbst ziemlich ins Aus katapultiert.
 
dieMiffy

dieMiffy

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  • #16
@dieMiffy: wie gesagt, ich habe o.g. Studie gelesen. Und die sagt, dass es möglich ist und vermutlich sogar die Katzen gesünder werden lässt. Und wenn sie NUR Fleisch frisst, wie du sagst, dann hast du wohl noch nie gehört, dass Katzen auch Gras fressen.
Dass sie durchaus mal Gras fressen weiß ich sehr wohl, u. a. deshalb steht auch hier immer Gras zur Verfügung. Allerdings sind das im Vergleich zum Fleisch verdammt geringe Mengen und wohl kaum mit einer Kuh zu vergleichen, die das den ganzen Tag tut ;) Bei Katzen dient das Gras als Ballast und zum Hochwürgen von Haarballen.
Übrigens, das Gras steht hier immer zur Verfügung, aber 2 meiner Katzen gehen da nie dran. Pepi knabbert jeden Morgen paar Grashalme, kotzt sie aber fast immer gleich wieder aus. Und dann geht er genüsslich an sein Futterschälchen und frisst Fleisch mit Blut und anderen Supplementen wie Taurin und co. :cool:

Da Du auch von Erfahrungen sprachst: Meine Erfahrung zeigt mir auch, was den Katzen gut tut, was sie fit und vital sein lässt, glänzendes Fell macht usw. Ganz am Anfang haben die Puschel Trofu und Supermarktfutter (beides getreidehaltig) bekommen, da ich Ihnen zur Eingewöhnung das bekannte aus dem Tierheim gegeben habe. Kaum waren sie umgestellt auf hochwertiges Nassfutter, wirkten sie besser, auch das Fell war nicht mehr so stumpf. Und einen richtigen "Sprung" gabs dann nochmal, seit sie Barf fressen. Sie haben wunderbar seidiges Fell, gute Verdauung, wenig Hinterlassenschaften im Klo mit kaum schlechtem Geruch (es kann nämlich super verwertet werden) und sind auch sonst fit :)

Daher brauch ich keine Studie, sondern vertraue darauf, dass das, was natürlicherweise eine Katze frisst, auch am besten für sie sein wird und meine Erfahrung bestätigt es.
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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  • #17
@Maiglöckchen: jedes Wesen ist "hochspezialisiert". Vllt magst du mir mal mit einfachen Worten erklären, woran ich erkenne, dass ein Katzen-Verdauungstrakt ungeeignet ist für zB Kichererbsen, während es für Mäuse- und Rinderfleisch bestens geeignet ist.

Diesen Unterschied kennt bzw. erkennt wohl jeder Katzenhalter, der sowohl Erfahrung mit barfen hat als auch Futter mit hohem pflanzlichen Anteil verfüttert hat. Ein Blick ins Katzenklo genügt, um zu sehen, was der Darm einer Katze besser verwertet.

Viele Pflanzen enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, aber Katzen fehlen die entsprechenden Enzyme, um sie zu verstoffwechseln und über die Leber abzubauen.

Vielleicht schaust Du Dir einfach mal Abbildungen des Verdauungstraktes einer Katze, eines Menschen, einer Kuh und eines Kaninchens an, damit Du Dir selbst ein Bild machen kannst? Und liest mal ein wenig zur Verstoffwechslung einzelner Nahrungsbestandteile nach?

Deiner Logik nach würde es auch genügen, einen Menschen lebenslang mit Astronautenkost zu ernähren, Hauptsache, man supplementiert entsprechend. Dass das Ganze aber immer mehr als die Summe seiner Teile ist, kommt offenbar bei dieser Logik zu kurz.

Katzen fressen übrigens auch kein Gras, weil darin wichtige Nährstoffe für Katzen enthalten sind, sondern, wie dieMiffy schon schreibt, um damit leichter Haarballen loszuwerden. Denn das Gras wird nicht verdaut, sondern im Ganzen wieder hochgewürgt. Oder kommt auch schon mal hinten im Ganzen wieder raus....Die Verdauung kann damit also offenbar nichts anfangen.

Bezüglich der Millionen Menschen, die von Würger-King und Co überleben, gibt es ja weiß Gott auch genug Studien, die belegen, dass das ihrer Gesundheit nicht gerade zuträglich ist, vom früheren Sterbealter mal ganz abgesehen.

Google spuckt zum Thema Taurin-Synthese bei Katzen jede Menge Infos aus. Was Du daraus machst, ist alleine Deine Sache. Ich persönlich würde meine Tiere nicht zu weltanschaulichen Versuchskaninchen machen.
 
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Myma

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  • #18
Vllt erklärt mir jetzt nochmal jemand, was genau in Fleisch (hier scheint ja die Art völlig egal zu sein (Rind geht, Schaf geht, Ente geht, Schwein geht, Maus geht, Vogel geht)) enthalten ist, was in vegetarischer Nahrung fehlt. Nehmen wir mal an, man supplementiert adäquat. Das ist doch die eigentlich wichtige Frage
Ist die grundlegendste Frage nicht eher, was die Katze überhaupt fressen kann? Ob sie damit langfristig gesund bleibt, ist dann gleich die nächste.
Wenn ich morgen eine Dose Kichererbsen kaufe statt Katzenfutter (oder Fleisch), werden die Miezen das garantiert sofort erbrechen.
Das gleiche würde passieren, wenn ich ihnen einen Sack Möhren kaufe. Oder Getreide, Pilze, Salat, Nüsse,...
Mir fällt absolut kein veganes Lebensmittel ein, das ich verfüttern könnte. Was hättest du denn für Vorschläge? :confused:

Ob man Katzen mit einem veganen Proteinbrei aus dem Chemielabor gesund ernähren könnte, weiß ich wirklich nicht. Aber bei meinen Katzen würde ich es nicht ausprobieren wollen, für mich selbst bevorzuge ich schließlich auch möglichst frische, "echte" Lebensmittel. :verstummt:
 
nicker

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  • #19
Du weisst nicht wer Springer science ist, oder?
Tja das sagt mir eigentlich alles über deine " wissenschaftliche" Bildung.
Und damit hast du dich gerade selbst ziemlich ins Aus katapultiert.

Genau DAS lag mir beim Lesen eben auch auf der Zunge! :D

Danke dafür, Steinhoefel! :)

Ich bin übrigens keine Naturwissenschaftlerin, aber sogar ich kenne den Verlag und halte dessen Produkte für wissenschaftlich absolut fundiert.
 
Irmi_

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  • #20
Ich für meinen Teil finde es erstaunlich, dass Du sogar einen M.Sc. einsetzen musst, damit Deine Thesen wissenschaftlicher klingen.
Hast Du den selbst erlangt? Da sollte man doch lernen wissenschaftlich zu arbeiten und eben nicht jedem Humbug anheim zu fallen?

Bisher ist ja jede Deiner Thesen schon mit Hausverstand widerlegbar. Ungefähr so kompliziert von der Logik her wie wenn Feuer brennt wird etwas verbrennt.
Bitte such Dir mal was tatsächlich wissenschaftliches. Sollen wir alle die GWUP bitten, einen Preis für die wissenschaftliche Bestätigung Deiner Thesen auszuloben?:confused:
 
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