Und ich dachte nur Männer wären kompliziert!

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Haven

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Hallo zusammen :)

Ich muss ein wenig weiter ausholen um meine aktuelle Situation zu erklären:

Vor 4 Jahren bekamen mein Bruder und ich zwei Geschwister (Kater), sie waren damals 10 Wochen und haben die ersten 2 Jahre als Stubentiger verbracht und sich immer gut verstanden.
Dann bin ich umgezogen und habe die beiden mitgenommen - auf einen Aussiedlerhof, wo sie später auch rausgehen sollten. Jack, der mutige von den Beiden war immer viel unterwegs, war auch schon mal ne gute Woche oder zwei weg, war aber auch immer sehr anhänglich und verschmust. Juno hingegen ist eher ein Sensibelchen und kommt nur schmusen wenn er es will und solang er will, kommt dafür aber jeden Tag nach Hause ;)
In der Anfangszeit haben die beiden sich mehr als nur spielerisch geschlagen, wenn Jack wieder länger weg war. Jetzt wohn ich seit 2 Jahren hier und mit den beiden lief es wieder gut, sie haben auch wieder mit mir zusammen auf der Couch gelegen und geschmust. Man muss aber dazu sagen, das Draußen Juno das Sagen hatte und Jack eher in der Wohnung.

Ende Februar/Anfang März wurde Jack allerdings überfahren. Es hat eine Weile gedauert bis Juno realisiert hat, das sein Bruder jetzt ganz weg ist. Er hat viel geknatscht und hat Aufmerksamkeit gefordert, da ich aber Berufstätig bin und er sich nicht mit dem Nachbarskater versteht, kam ich zu der Überlegung ihm wieder Gesellschaft zu suchen. Aber diesmal ein Mädchen, damit es nicht zu Revierkämpfchen o.ä. kommt.

Mitte Mai ist dann Nala eingezogen, ein 9 Wochen altes Kitten, da wir das Risiko mit einer erwachsenen Katze nicht eingehen wollten. Juno vermöbelt den anderen Kater regelrecht, daher sollte es eine sein, die keine Bedrohung für ihn darstellt.

Das erste Zusammentreffen verlief wie erwartet: die Kleine plustert sich auf und Juno hat sie angeknurrt/-gefaucht, mal nach ihr (ohne Krallen) gehauen und ist nach dem Fressen wieder raus. Danach kam er nur spätabends zum Fressen rein.
Aufgrund einer Verletzung musste er kurz danach für 2 Wochen in der Wohnung bleiben und war auch ziemlich angeschlagen. Wenn ich nicht da war, hab ich die zwei lieber getrennt, aber wenn ich da war hat man schon gemerkt das er sie doch gar nicht mehr so schlimm fand. Sie haben sich eben arangiert und wenn es sein musste, lagen sie sogar Rücken an Rücken zusammen auf meinem Schoß :) Gegen Ende der zwei Wochen haben sie sogar ansatzweise miteinander gespielt.

Seit Juno aber wieder raus darf, kommt er nur noch selten nach Hause :/ Er geht mittlerweile zu meiner Oma (war immer neutrales Gebiet für die Katzen) und schläft seit kurzem auch nachts dort :( wenn er nach Hause kommt, dann schlingt er zwei Tütchen Futter runter, schlägt (meistens ohne Krallen) nach der Kleinen weil sie mit ihm spielen will und verschwindet dann wieder..

Er hat sich halt irgendwie zu einem Einzelgänger entwickelt.. oder war es schon länger und Nala hat das nur für uns sichtbar gemacht.. :(

Jetzt weiß ich nur nicht, was ich machen soll..:hmm:

Soll ich bis zum Winter abwarten, bis er wieder mehr drinnen ist, und es nochmal mit den zweien versuchen? Oder soll ich ihn bei Oma einziehen lassen und Nala einen Spielgefährten suchen? Da ich ja berufstätig bin, kann ich ihr die Aufmerksamkeit nicht geben, die sie braucht.. Sie beschäftigt sich ja gut alleine, aber ich bin einfach kein Freund von Einzelhaltung bei Katzen..

Wäre sehr froh über Tipps, Erfahrungsberichte, etc.!
 
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Tilawin

Tilawin

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Hallo und willkommen im Forum!

Tut mir leid, dass dein Kater ein Opfer des Straßenverkehrs wurde :(

Die meisten erwachsenen Katzen finden Kitten doof. Richtig doof. Man meint als Mensch das richtige zu tun wenn man eben keinen erwachsenen "Revierfeind" als Partnertier holt, sondern ein Kind das keine Probleme macht, aber meist passiert das, was bei dir passiert ist: Das Kitten will spielen und hat einen richtig hohen Aktivitätslevel. Das "Alttier" is davon nur noch genervt und verzieht sich. Da er Freigänger ist, geht Juno den Weg des geringsten Widerstands und kommt nicht mehr nach Hause.
Blöde Siuation :(
Im Forum hätten wir dir zu einem sozialen, nicht dominanten Zweittier geraten, der Junos Grenzen akzeptiert :oops:

Tja, was gibt es für Möglichkeiten? Fakt ist die kleine Maus braucht eine Spielgefährtin. Du siehst das ganz richtig, Katzen und vorallem Kitten sollten nicht alleine leben. Sie braucht eine Freundin mit der sie spielen und nach Kittenart toben kann. Wäre denn ein zweites Kitten im ähnlichen Alter eine Möglichkeit für dich?

Ich würde eine Freundin für Nala holen - gut sozialisiert, sprich sie sollte mind. 12 Wochen bei der Mama und Geschwistern verbracht haben oder momentan mit anderen Kitten zusammenleben. 9 Wochen ist zu jung :( (abgesehen davon, dass jetzt 9 Wochen das falsche wäre, da Nala ja schon älter ist)
Und dann würde ich die Sache einfach so laufen lassen. Juno kriegt sich bestimmt wieder ein. Er wird durch die Kleinen nicht so bedrängt weil sie miteinander spielen. Wenn es kühler wird, wird Juno auch wieder häuslicher werden.

Das wäre mein Lösungsvorschlag :) Ich selbst hatte eine ähnliche Situation: Einer meiner beiden Kater (die zusammen bei mir aufgewachsen sind) wurde überfahren. Merlin blieb zurück (mit 1,5 Jahren) und bei uns zogen zwei Kitten (im Alter von 6 Monaten) ein. Die Kitten haben wie verrückt miteinander gespielt und getobt. Merlin hat mitgemacht wenn er Lust hatte und wurde in Ruhe gelassen wenn er keinen Bock hatte. Heute (und auch schon in der Anfangszeit) sind die drei die allerbesten Freunde.
Übrigends sind sie auch Freigänger (die Kitten erst seit sie erwachsen sind) und Merlin kam immer gerne nach Hause (wobei er eh sehr, sehr häuslich und anhänglich ist).
Wir haben in der ersten Zeit wo Nico und Hobbit so wahnsinnig verspielt waren so oft gesagt: Gott sei Dank haben wir zwei genommen... die haben so eine Freude miteinander!
 
Zaubermäuse

Zaubermäuse

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Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen.

ich würde ein gleichaltriges, also etwa 5 Monate altes Kätzchen dazunehmen.

Dann haben sie den gleichen Entwicklungsstand und sind sich ebenbürtig.

Außerdem tust du damit noch was gutes.
Denn 5 Monate alte Katzenkinder gibt es sehr viele und leider gehören sie schon fast wieder zu den "Ladenhütern" weil sie eben schon kleine Babys mehr sind.
 
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Haven

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Dankeschön & danke für die schnellen Antworten :)

Anfangs wollte ich auch gar kein Kleines dazu haben, sondern eher eine aus dem Tierschutz holen. Ich hatte schon eine aus Spanien ins Herz geschlossen, Vorkontrolle war auch gut gelaufen und dann nächster Tag der Anruf "ja tut mir leid, die ist jetzt schon weg". Hab mich dann in örtlichen Tierheim umgehört, aber ich hatte halt auch meine Vorstellungen. Meine Tierärztin hat sich ebenfalls für mich umgehört (die arbeitet auch beim Veterinärsamt), aber bei ihrem Tierheim war nichts passendes dabei. Und von anderen Tierheimen hab ich mehrfach Absagen bekommen. Katze schon weg, würde eh nicht passen, etc. im Grunde hatte ich aber mehr das Gefühl das sie mir keine Katze geben wollten, weil ich erst 22 bin.
Und mit einer erwachsenen Katze von privat wollte ich es nicht versuchen, falls es überhaupt nicht klappen würde, könnte ich diese ja nicht zurückgeben. So blöd es klingt :/ Im Grunde will man ja nur das Beste für seine Vierbeiner..

Ich hab eine 66m² Wohnung unterm Dach, leider auch nur mit 2 geschlossenen Räumen (Bad + Küche). Aber ich wohn auf dem Land bzw. auf einem Pferdehof und da die später auch raus gehen sollen (Nala will ja jetzt schon, aber erst kommt sie unters Messer!), haben sie genug Platz.. Hab auch 3 Katzenklos stehen.
Findet ihr das zu klein? Die zwei Jungs hatte damit zumindest keine Probleme.

Und sollte ich mich für eine Nr. 3 entscheiden.. (habe bisher ja fast nur positives darüber gelesen) würdet ihr auch eher zu einem Mädchen tendieren?
 
ottilie

ottilie

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Ja, unbedingt ein Mädchen dazu setzen. Die Jungs die raufen viel zu grob für viele Katzen Damen
 

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