Umzug in Wohnung

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4kala

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Hallo liebes Forum
Ich hätte gleich drei Fragen...
Vielleicht zuerst zur Situation: Wir sind mit unseren zwei Katzen vom Land, wo sie natürlich Auslauf hatten, in eine Wohnung in einem Park in der Agglomeration umgezogen. Die Wohnung ist relativ gross und hat natürlich einen Balkon, wobei die Katzen auch auf die durchgehenden Nachbarsbalkone gehen können, die sich im Gesamten auf eine Länge von bestimmt über 100m hinziehen.

Nun Frage 1.
Die beiden Katzen leben seit über 5 Jahren zusammen, aber sie spielen nie miteinander oder liegen auch nie gemeinsam rum, fauchen sich höchstens mal kurz an. Es ist nicht so, dass sie sich nicht verstehen, sie können z.B. gut auf einem Sofa zusammen liegen, nur liegt dann der Kater in der einen Ecke und das Weibchen in der anderen. Früher war uns das gleich, da hatten sie ja Auslauf und immer war jemand da, wenn nicht wir, dann die Nachbarn, andere Viecher etc...Aber in der jetzigen Situation frage ich mich, ob die beiden so über den Tag, wo wir bei der Arbeit sind, genügend Gesellschaft und Ablenkung haben, wenn sie zwar zu zweit sind, aber nichts gross gemeinsam machen.

Meine zweite Frage betrifft das Männchen:
Bei ihm hatten wir eigentlich keine Probleme erwartet. Er ist ein sehr gemütlicher, der auch früher gerne einfach hingelegen ist und das Leben um ihn herum beobachtet hat, dem eigentlich vieles egal schien und der generell einfach zufrieden war. Er hat sich auch schnell eingelebt, bzw. es schien ihm tatsächlich gleich, wie das Umfeld ist. Er spielt auch viel, isst normal, schnurrt sobald man ihn streichelt, die Nachbarn kennen ihn auch schon, da regelmässig überall zu Besuch geht und es sich irgendwo gemütlich macht. Aber dennoch scheint er mir einfach generell ein bisschen unzufrieden. Er miaut z.B. ohne das erkennbar wäre, was er will. Jetzt habe ich beobachtet, dass er immer wieder auf den Balkon will und sich da versucht auf dem Boden zu wälzen, wie er es früher immer auf dem Kiesweg getan hat, nur dass der Boden des Balkons nicht Kies sondern Beton ist. Dieser Kiesweg bzw. der schmale Streifen Wiese zwischen Kiesweg und Hausmauer, war früher auch immer sein Lieblingsplätzchen. Könnte es sein, dass er als Langhaar-Kater einfach eine Möglichkeit vermisst, sich in Kies oder ähnlichem zu wälzen und dabei zu kratzen oder ähnliches? Dem wäre natürlich Abhilfe zu schaffen, was wir heute sicher auch als Versuch in Angriff nehmen...Oder hat sonst jemand Erfahrung mit so einem Umzug und eine Idee, was sonst sein könnte/was wir ihm bzw. ihnen noch hinstellen/einrichten könnten?

Die dritte Frage betrifft beide, bzw. vor allem das Weibchen:
Sie brauchte eine längere Eingewöhnungsphase, was wir erwartet haben, da sie sehr ein "Gewohnheits-Tier" ist. Früher ging sie sehr viel raus, ausser im Winter, wenn die Pfötchen der Prinzessin wegen dem vielen Schnee zu kalt geworden wären, da haben wir dann aber auch gemerkt, dass ihr der Auslauf fehlt. Also haben wir beschlossen, es mit ihr in der Wohnung zu versuchen und falls es nicht gehen sollte, sie schweren Herzens dem ehemaligen Nachbarn anzuvertrauen. Nun scheint sie sich aber ganz gut eingelebt zu haben, solange sie in ihren Rückzugsort, eine Schreibtischschublade, kann. Dennoch würden wir ihr bzw. beiden gerne wieder mehr Auslauf in den Park mit Teich und Fluss usw. um die Häuserblocks verschaffen...Falls es durchs Treppenhaus geht für beide, sonst versuchen wir eine Möglichkeit zu finden, wie die Katze vom dritten Stock auf das Vordach im ersten Stock klettern könnte (sie ist eine sehr gute Kletterin, die solche Distanzen früher freiwillig geklettert ist). Aber nun meine Frage: Wie bringt man einer Katze einen solchen "Heimweg" bei, wenn sie sich gewohnt ist, dass die ebenerdig spazieren gehen kann? Geht dies überhaupt, oder geht dies wie sonst auch automatisch, sobald sie einen/den Weg runter einmal gefunden hat? Bevor wir so etwas in Angriff nehmen, wollte ich mal Fragen, ob damit jemand Erfahrung hat, denn sie ist sehr scheu und wenn sie draussen ist und den Heimweg nicht mehr finden würde, hätten wir fast sicher keine Chance mehr sie wieder einzufangen...Allerdings ist sie sich schon auch gewohnt, dass es im 1. oder 2. Stock auch einen Eingang gibt, im früheren Haus ist sie oft hochgeklettert, wenn niemand im Erdgeschoss war oder sie einfach auf die obigen Balkone wollte.

Schon mal jetzt vielen, vielen Dank für Eure Antworten und Inputs :)
 
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Lukretia92

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Fürstentum Waldeck ;)
Hey, also zuerst mal ist eure Situation sehr suboptimal. Ich nehme mal an, ihr habt euch das so nicht ausgesucht. Normalerweise sagt man, einmal Freigänger, immer Freigänger.

Ich bin jetzt allerdings überhaupt nicht Freigängererfahren, aber der "Abstieg", den eure Katze machen müsste, den fänd ich schon sehr gewagt. Das könnt ihr höchstens absichern. Also einen Weg nach unten bauen, den sie gehen kann. Sonst hätte ich an eurer Stelle zu viel Angst, dass sie abstürzt und sich ernsthaft verletzt.

Wie ist denn überhaupt die Gegend bei euch beschaffen? So ein großes Haus mit mehreren Parteien hört sich eher nach einer Gegend mit Straßen an. Selbst wenn ein Park in der Nähe ist.
 
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4kala

Neuer Benutzer
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22 Dezember 2014
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Hallo
danke für die schnelle Antwort :) ja wir haben uns die Situation tatsächlich nicht ganz freiwillig ausgesucht...Aber ist es für die beiden tatsächlich so schlimm, nicht mehr raus zu können?
Klar müssten wir den Weg irgendwie ein bisschen absichern, wir haben uns auch einfach mal verschiedenstes überlegt, aber alles überlegen bringt nichts, wenn sie dann den Heimweg sicher nicht mehr finden würde...
Die Gegend ist eigentlich für Katzen schon sehr schön. Es handelt sich um solch eine neue Überbauung bei der die Wohnblöcke innerhalb eines kleinen "Erholungsgebietes" stehen. Also direkt vor dem Block gibts einen grösseren Platz mit Wiese und Spielplatz, gleich dahinter einen grösseren Teich mit Enten, um den man herumlaufen kann, davon geht natürlich ein kleiner Fluss ab, der um die ganze Überbauung fliesst, überall stehen Bäume und es gibt kleine Spazierwege, Autos dürfen nur in die Garagen am Rande fahren...Klar, es ist in der Stadt wo es auch Strassen gibt, allerdings müssten die Katzen um auf eine grössere Strasse zu kommen über eine Brücke laufen oder durch den kleinen Fluss (so wasserscheu wie das Weibchen ist, wird sie höchstens das Wasser trinken, der Kater könnte aufgrund seiner tollpatschigkeit schon noch reinfallen). Aber wegen den Autos würden wir uns weniger Sorgen machen, der Kater würde der Erfahrung nach nicht soweit gehen, die Katze ist so scheu, dass sie deswegen in die ruhigeren Gegenden gehen würde bzw. bereits vor sie in die Nähe der Strasse kommt vom Lärm der Autos abgeschreckt werden würde.
 
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Jessue

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danke für die schnelle Antwort :) ja wir haben uns die Situation tatsächlich nicht ganz freiwillig ausgesucht...Aber ist es für die beiden tatsächlich so schlimm, nicht mehr raus zu können?

Auf jeden fall. Man kann Freigänger nicht zu Wohnungskatzen machen, das ist furchtbar für sie.

Drei Etagen mit einer Treppe halte ich auc für schwierig, wie will man das so absichern, dss sie nicht fallen können? UNd Treppenhaus geht ja auch nicht.

Und da noch eine andere Sache: Wie habt ihr den Balkon gesichert? damit die katzen rauskönnen muss er komplett vernetzt sein, alles andere ist absolut lebensgefährlich.

Ich bin aber der Meinung, wenn ihr keine Treppe bauen könnt irdenwie, dass es sehr egoistisch wäre die Katzen zu behalten. Das ist, als würde man einen freien Menschen einfach mal ins Gefängniss sperren und nie wieder rauslassen. Die Katzen wissen ja, das sdie Welt draussen toll ist und das wird ihnen nun verwehrt.

Gib aber bitte nicht eine Katze allein ab, Katzen brauchen andere Katzen und wenn soie sich ja verstehen sollten sie nicht auch noch den Partner verlieren müssen.
 
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