Umgang mit FIV+ Katzen im Tierschutz

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Ich bin in einem kleinen Tierschutzverein aktiv (2. Vorsitzende). Es gibt uns erst seit wenigen Jahren, ich bin dort erst seit knapp einem Jahr aktiv, seit 8-9 Monaten auch sehr aktiv bei Einfangaktionen, Versorgung der Tiere etc. (vorher nur Pflegestelle). Wir fangen unter anderem im Auftrag unserer Samtgemeinde in den umliegenden Dörfern die Streuner ein, lassen sie kastrieren und suchen ihnen ein Zuhause. Viele haben sich dabei im letzten Jahr als FIV+ herausgestellt. Es gibt keine Futterstellen oder Leute, die bereit wären, welche einzurichten (das möchte die Gemeinde auch nicht). Was macht man dann mit solchen Katzen? Sie sind sehr oft nicht anfassbar. Wie machen andere Vereine das? Einfach wieder auf die Straße setzen und sollen sie sich doch weiter durch kämpfen? Finden wir gar nicht gut und nicht im Sinne des Tierschutzes, zumal wir dadurch ja auch wieder andere Freigänger gefährden könnten, die sich dann bei den FIVis anstecken können.

Mir ist klar, dass sozialverträgliche FIV+ mit FIV- zusammenleben können und deswegen nicht getrennt werden müssen. Auch dass FIV bei domestizierten Katzen nicht unbedingt bedeutet, dass sie nie wieder in Freigang sollten, wenn sie nicht aggressiv sind. Aber bei Wildchen? Aktuell haben wir zwei Fälle da. Ein Kater, der ausgesetzt wurde irgendwo im nirgendwo (zum Glück wurde der Besitzer dabei beobachtet und hat ne Anzeige bekommen). Es hat über 3 Monate gedauert, bis wir ihn endlich per Lebendfalle hatten. Die erste Zeit hat er sich nur in den Höhlen im Kratzbaum versteckt. Jetzt ist er seit 6 Wochen auf einer Pflegestelle bei einer alleinstehenden Person ohne eigene Tiere und taut merklich auf. Anfassen lässt er sich aber weiterhin nicht. Der andere Fall ist ein Kater, der auch mal ein Zuhause hatte, wo aber die Besitzerin verstorben ist. Er ist dann verwildert und lässt sich auch nicht anfassen. Momentan ist er in unserer Auffangstation und bekommt dadurch natürlich nur wenig Kontakt zum Menschen, denn es ist nur zu den Fütterungszeiten jemand da, der ihm etwas Ansprache geben kann. Wir suchen händeringend eine geeignete Pflegestelle oder Endstelle, aber trotz fleißigem Teilen in allen möglichen lokalen Gruppen, speziellen Gruppen für FIV Katzen etc. gab es für beide Kater bisher nicht eine Anfrage. Es gibt bei uns in der Nähe jemanden, der auf einem alten Pferdehof ausschließlich FIV+ Katzen hält, wo auch schon ein paar unserer FIVis hin vermittelt wurden. Aber sie kann verständlicherweise auch nicht alle aufnehmen (hat schon an die 20 Katzen, ihr Gelände ist ausbruchssicher eingezäunt und die Katzen können sich dort und in den Stallungen frei bewegen).

Wie gehen andere Vereine mit solchen Katzen um?
 
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tigerlili

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Gute Frage. Ich habe aktuell selber eine FIV Pflegekatze, und wahrscheinlich ist ein Kater auf einer anderen PS nun auch positiv. Beide sind allerdings lieb und schmusig. Eure sind ja nun auch noch scheu, das macht es super schwer.

bin gespannt auf weitere Antworten.
 
elenayasmin

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Gute Frage. Ich habe aktuell selber eine FIV Pflegekatze, und wahrscheinlich ist ein Kater auf einer anderen PS nun auch positiv. Beide sind allerdings lieb und schmusig. Eure sind ja nun auch noch scheu, das macht es super schwer.

bin gespannt auf weitere Antworten.
Ja, es ist super schwer. Zumindest taut der eine Kater langsam auf und versteckt sich nicht ständig, wenn jemand an ihm vorbei geht. Er faucht aber immer noch jeden an, der ihm zu nahe kommt. Das wird noch lange dauern, bis er soweit ist, dass man ihn vermitteln kann.
 
tigerlili

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Kann der 2. nicht dazu?
 
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Kann der 2. nicht dazu?
Der ist erst vor Weihnachten kastriert worden, da sprießen die Hormone noch zu sehr. Und die Wohnung der Pflegestelle ist recht klein, mit zwei so großen Katern wäre da eine Vergesellschaftung mit Gittertür unmöglich.
 
tigerlili

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Ja, stimmt. Ist er denn verträglich mit Anderen?
 
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Ja, stimmt. Ist er denn verträglich mit Anderen?
Das wissen wir halt nicht. Der auf der Pflegestelle ist wurde ja irgendwo im Nirgendwo ausgesetzt, da gab es keine anderen Katzen. Der andere hatte früher eine Partnerin, daher vermuten wir, dass er prinzipiell verträglich wäre. Aber als unkastrierter Kater ist man ja erstmal mehr auf Krawall gebürstet. Bei ihm müssen die Hormone erstmal ins Lot kommen. Hat bei dem auf der Pflegestelle auch ganz schön lange gedauert.
 
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Ich drücke alle Daumen! Mein FiVchen ist ja super verträglich und wäre ohne dieses blöde Virus schon längst vermittelt, so süß wie sie ist.
 
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LonchuraStriata

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Nur anekdotisch am Rande:
Eine Bekannte hat mir mal im Vertrauen erzählt, dass viele kleinere Tierheime und Tierschutzvereine ihre Tiere aus diesem Grund bewusst gar nicht erst auf FIV und FELV testen, wenn sie symptomfrei sind. Denn wenn sie testen und sich eine Katze als positiv herausstellt müssten sie das Interessenten mitteilen und die Vermittlungschancen sinken gegen null, selbst wenn die Katze ansonsten kerngesund ist.
Ich sage absolut nicht, dass ich das richtig finde - gerade wenn die Katzen im Tierheim oder auf der Pflegestelle in Gruppen leben oder zu anderen Katzen vermittelt werden halte ich es für grob fahrlässig und eigentlich ein Unding - aber so lange nicht sehr viel mehr Aufklärungsarbeit über die Realität eines Katzenlebens mit FIV geleistet wird, klingt KatzenAIDS, Immunschwäche, Ansteckungsgefahr für andere Katzen etc. natürlich für den unbedarften Interessenten erstmal nach einer Dauerbaustelle und Horror und das will sich niemand antun.
Ich habe selbst zwei FIV Kater aus dem Tierschutz mit diversen anderen Baustellen und kann völlig offen sagen, dass FIV ihr kleinstes Problem ist und - wenn man von gelegentlichen Sorgen meinerseits mal absieht - weder unser Leben noch ihre Lebenserwartung großartig negativ beeinträchtigt. Aber das sieht eben der "Normalinteressent" nicht. Der hört nur AIDS und die Sache ist damit quasi schon gestorben.
 
Taskali

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  • #10
Das Problem gibt es leider überall und es reicht von (wie oben schon gesagt wurde) einfach gar nicht erst testen, über trotzdem wieder raussetzen, Spezielle Fiv und Felv Gehege bauen, wo die Katzen "verwahrt" werden, bis hin zum einschläfern... Ich bin Pflegestelle ohne Verein und auf solche Fälle spezialisiert und habe haufenweise Anfragen solcher Fälle, eben weil niemand weiß, wohin mit den Tieren. Tatsächlich lassen sich aber mit den richtigen Methoden und viel Geduld die Tiere auf den Menschen (wieder) sozialisieren und werden mindestens soweit zahm, dass sie gut in einen normalen Haushalt gehen können, sofern nicht gerade erwartet wird, dass das Mietz nach 3 Tagen auf der Couch liegt. Und gerade diese alten Straunerhaudegen sind oft super sozial mit anderen Katzen und geben tolle Gruppenchefs ab, die Ruhe in zerstrittene Katzengruppen bringen. Mit diesen Eigenschaften und guter Aufklärung lassen sich dann die Tiere doch erstaunlich gut vermitteln. Nur leider gibt es zu wenig Leute, die sich dieser Tiere annehmen... Dabei werden das nicht selten Traumkater, man muß ihnen nur die Chance geben das aus sich herauszuholen.
 
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  • #11
Das Problem gibt es leider überall und es reicht von (wie oben schon gesagt wurde) einfach gar nicht erst testen, über trotzdem wieder raussetzen, Spezielle Fiv und Felv Gehege bauen, wo die Katzen "verwahrt" werden, bis hin zum einschläfern... Ich bin Pflegestelle ohne Verein und auf solche Fälle spezialisiert und habe haufenweise Anfragen solcher Fälle, eben weil niemand weiß, wohin mit den Tieren. Tatsächlich lassen sich aber mit den richtigen Methoden und viel Geduld die Tiere auf den Menschen (wieder) sozialisieren und werden mindestens soweit zahm, dass sie gut in einen normalen Haushalt gehen können, sofern nicht gerade erwartet wird, dass das Mietz nach 3 Tagen auf der Couch liegt. Und gerade diese alten Straunerhaudegen sind oft super sozial mit anderen Katzen und geben tolle Gruppenchefs ab, die Ruhe in zerstrittene Katzengruppen bringen. Mit diesen Eigenschaften und guter Aufklärung lassen sich dann die Tiere doch erstaunlich gut vermitteln. Nur leider gibt es zu wenig Leute, die sich dieser Tiere annehmen... Dabei werden das nicht selten Traumkater, man muß ihnen nur die Chance geben das aus sich herauszuholen.
Genau das möchten wir ja gern und einfach nicht testen kommt einfach nicht in Frage! Da könnte ich nicht mehr ruhig schlafen. Aber es ist super schwer, überhaupt Pflegestellen zu finden, für FIVis fast aussichtslos. Wir haben genau 5 Pflegestellen, davon kann nur eine solche Fälle aufnehmen. Nicht, dass wir uns ansonsten langweilen oder die Pflegestellen unbesetzt sind...
 
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Taskali

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  • #12
Ich finds toll, dass ihr das so machen wollt! Das wäre mein Traum, das alle Vereine das so handhaben...
Es trauen sich halt viele nicht zu und Kitten sind niedlicher - zumindest aus Sicht der meisten Menschen. Dabei finde ich gerade diese alten Streunerhaudegen haben einen unglaublichen Charme und Flair - aber ich merke immer wieder, dass viele halt doch Hemmungen vor so einem Katertier haben, dass fauchend vor einem steht. Dabei ist doch gerade das die Herausforderung ihnen die Angst zu nehmen und wenn dann der riesen 8 Kilo Kampfkater irgendwann wie ein Kitten der Spielangel hinterherhüpft, dann hüpft mir das Herz. Aber man muß es sich halt zutrauen und auch wissen wie man mit solchen Katzen umgeht, sonst kann man auch viel versauen...
 
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  • #13
Ich finds toll, dass ihr das so machen wollt! Das wäre mein Traum, das alle Vereine das so handhaben...
Es trauen sich halt viele nicht zu und Kitten sind niedlicher - zumindest aus Sicht der meisten Menschen. Dabei finde ich gerade diese alten Streunerhaudegen haben einen unglaublichen Charme und Flair - aber ich merke immer wieder, dass viele halt doch Hemmungen vor so einem Katertier haben, dass fauchend vor einem steht. Dabei ist doch gerade das die Herausforderung ihnen die Angst zu nehmen und wenn dann der riesen 8 Kilo Kampfkater irgendwann wie ein Kitten der Spielangel hinterherhüpft, dann hüpft mir das Herz. Aber man muß es sich halt zutrauen und auch wissen wie man mit solchen Katzen umgeht, sonst kann man auch viel versauen...
Es ist ja auch schwierig, ich kann das durchaus verstehen. Eines unserer Vorstandsmitglieder hat einen der FIV Kater in Pflege. Hat keine anderen Tiere, von daher passt das schon gut. Ist aber beruflich und in der Freizeit auch sehr viel unterwegs und sagt natürlich, dass sie eigentlich zu wenig Zeit für ihn hat und zu wenig Zuhause ist. Aber das ist immer noch besser als in der Auffangstation, wo definitiv nur 2 x täglich jemand kommt und sich vielleicht ne halbe Stunde bis Stunde mit ihm beschäftigen kann. So bekommt er jetzt schon mal Alltagsgeräusche in einem Mehrfamilienhaus mit, kann langsam auftauen, merkt auch nachts, dass jemand da ist. Prinzipiell wäre es bei mir auch möglich, ein FIV Tier aufzunehmen, da ich hier unser Haus in zwei separate Wohnungen aufteilen kann. Aber oben wohnen meine Töchter und sie sind nicht so begeistert von der Vorstellung, einen scheuen Kater dort sitzen zu haben, der sie anfaucht und auch mal Pfotenhiebe austeilt, wenn sie nachts mal ins Bad gehen. Wir haben öfter Pflegekatzen hier, aber in gewissem Maße sozialkompatibel mit dem Menschen sollten sie zumindest schon sein.

Es ist wirklich ein sehr schwieriges Thema. Eine zufriedenstellende Lösung für alle Seiten haben wir auch nicht gefunden bisher. Es gibt einfach auch zu wenige Leute, die sich damit gut auskennen (ich würde mich selbst auch nicht dazu zählen) mit Angstkatzen umzugehen und noch weniger, die bereit sind, sich das "anzutun". Ich hab ja auch schon mal herum gesponnen, für die FIVis in der Station ein großes Gehege mit Zugang zum Haus zu bauen, so dass sie dort zumindest in einer Gruppe leben können, wir beobachten können, wie sie untereinander interagieren (und sich vielleicht Gespanne zusammen tun, die dann zu zweit wieder einfacher vermittelt werden könnten, denn Zweiergespanne Wohnungskatzen werden eher mal gesucht als einzelne, ist ja prinzipiell auch sehr zu begrüßen) und zur Not Pflege auf Lebenszeit bekommen. Aber sowas erstmal genehmigt und vor allem finanziert zu bekommen... :cry:
 
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Max Hase

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  • #14
Meine fünf sind deshalb ungetestet. Alt geworden Stallkatzen, Tierschutzkatzen. Jede wäre auch FIV positiv eingezogen.
Solange hier so viele Niemandskatzen rumlaufen, werden meine nicht die Hauptansteckungsquelle sein.

Wenn es uns in Deutschland gelänge, endlich das Problem der Niemandskatzen zu lösen, dann und nur dann macht "Wegsperren" von FIV positiven Katzen Sinn für mich.
 
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Mascha04

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  • #15
Als ich noch in einem Verein war habe ich darauf gedrungen dass alle eingefangenen Katzen auf FIV/FeLv getestet wurden. Leider wurde das meistens mit zu hohen Kosten abgebügelt. Einige positiv getestete Kater wie Knubbel oder Filou wurden mangels Pflegestelle erst mal wieder raus gesetzt weil sie ihr ganzes bisheriges Leben in ihrer Katzengruppe gelebt haben. Andere Katzen hatten sich da nicht mal angesteckt. Das Problem ist nicht mal so sehr die Ansteckungsgefahr für andere Katzen sondern eher die Anfälligkeit für verschiedene Krankheiten wenn sie älter werden und man darauf achten muss. Später wurden sie dann noch mal eingefangen und ich würde jetzt auch keine FIV positive Katze mehr wegen oben genannter Gründe in den Freigang lassen. Ich würde jederzeit einen FIV positiven Kater/Katze bei mir aufnehmen wenn ich den Platz hätte und die Katzen friedlich sind.

Ja, es ist schwierig solche Katzen zu vermitteln, da braucht es noch viel Aufklärung.
 
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Birgitt

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  • #16
Ich hatte 1996 das erste mal Kontakt zu einem Aidskater im Tierheim.
Damals war ich noch ganz unbedarft und hatte mangels Aufklärung auch Angst vor ansteckung(bei mir).:ROFLMAO:
Das hatte sich nach einer kurzen erklärung der Tierpflegerin ganz schnell gegeben.

2008 habe ich dann meinen ersten FIV+Kater als Hospitzkater aufgenommen.
Seitdem hatte ich noch mehrere FIV+Kater teilweiße bewust mit FIV aufgenommen und teilweise war das ein zufallsbefund.


Im Tierheim wurde als ich noch aktiv war nur dann getestet wenn es gesundheitliche auffälligkeiten gab.
Aus kostengründen war das auch anders nicht finanzierbar.
Ich denke das ist bei ganz vielen Vereinen so.
 
Onni

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  • #17
Wirklich schwieriges Thema.
Ich habe bewusst zwei FIV+ Kater.

Wohin mit all denen... darüber habe ich noch nicht so wirklich nachgedacht. 🤔 Ich finde fangen, testen lassen und nicht mehr in den Freigang halt auch den (richtigen) Weg. Aber genau... woher zaubert man die Plätze für solche Wohnungskatzen nun. Freigehege ist halt noch ne Maßnahme.

Ganz schwierig. 😐

Ich glaube den Ansatz, das es gar nicht mehr erst dazu kommt, werden wir wohl alle nicht mehr erleben.
 
Paddelinchen

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  • #18
Ich würde mir wünschen das diesbezüglich mehr Aufklärung passieren würde. In Tierheimen, in Vereinen und bei Tierärzten…

Wir haben zwei FIVI’s Genommen weil sie Charakterlich genau unserer Suche entsprachen und zum vorhandenen Kater passten. Als wir dann noch einen weiteren Kater gesucht haben wurde wir in den Tierheimen direkt abgelehnt bzw. es wurde sofort darauf hingewiesen das wir lediglich wieder FIV+ Kater bekämen. Gemischte Gruppen würden ja gar nicht gehen 🤷🏻‍♀️
Wenn Tierheime/Vereine so an die Sache ran gehen ist eine Vermittlung natürlich doppelt schwierig.
 
SaltedCaramel

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  • #19
Wir haben auch einen Fiv+ Kater, weil wir schlicht und einfach nicht wussten, dass nicht alle Katzen im Tierheim getestet werden. Im Nachhinein hat es herausgestellt und ich weiß nicht, ob ich mich auch dann für ihn entschieden hätte, wenn ich es gewusst hätte. Insofern verstehe ich auch die Tierschutzvereine, die bewusst nicht testen. Die Tierheim Mitarbeiterin, die zur Nachkontrolle kam, sagte, dass es hauptsächlich an finanziellen Mitteln fehle, dass sie aber auch davon ausgehe, dass ein sehr großer Teil der Streuner vermutlich Fiv + seien und damit wahrscheinlich auch viele Freigänger, von denen man es nicht weiß, weil sie einfach nie getestet werden. Fiv ist übrigens sein geringstes Problem. Da gibt es noch ganz andere Baustellen. Unsere anderen beiden Kater wurden erst kürzlich wieder negativ getestet. Keine Überraschung, da unser Fiv- Kater super friedlich ist🥰
Mittlerweile würde ich jederzeit wieder ein Fiv+ Katze aufnehmen, solange sie friedlich ist.
 
Taskali

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  • #20
Es ist wirklich ein sehr schwieriges Thema. Eine zufriedenstellende Lösung für alle Seiten haben wir auch nicht gefunden bisher. Es gibt einfach auch zu wenige Leute, die sich damit gut auskennen (ich würde mich selbst auch nicht dazu zählen) mit Angstkatzen umzugehen und noch weniger, die bereit sind, sich das "anzutun". Ich hab ja auch schon mal herum gesponnen, für die FIVis in der Station ein großes Gehege mit Zugang zum Haus zu bauen, so dass sie dort zumindest in einer Gruppe leben können, wir beobachten können, wie sie untereinander interagieren (und sich vielleicht Gespanne zusammen tun, die dann zu zweit wieder einfacher vermittelt werden könnten, denn Zweiergespanne Wohnungskatzen werden eher mal gesucht als einzelne, ist ja prinzipiell auch sehr zu begrüßen) und zur Not Pflege auf Lebenszeit bekommen. Aber sowas erstmal genehmigt und vor allem finanziert zu bekommen...

Bei mir ist das ganze auf die Scheumietzen ausgerichtet. Es ist ein normales EFH in dem ich einzelne Zimmer oder Bereiche mit Gitter-Türen abgetrennt habe. Diese Räume sind bewußt klein und ohne Vollverstecke gehalten, damit die Scheumietzen indirekt gezwungen sind den normalen Alltag mitzuerleben. Es gibt bei den Räumen auch Abstufungen - zuerst lernen sie im abgeschlossenen Quarantäneraum, dass "drinnen" und eingesperrt sein nichts schlimmes ist. Danach gehen sie in einen etwas abgeschottet liegenden Gruppenraum, wo ich dann erstes dosiertes "Menschenkennenlernen" mache - hauptsächlich durch vorlesen und Leckerlis verteilen. Und wenn sie zeigen, dass sie das gar nicht so schlecht finden gehen sie in den mittig im Haus liegenden Gruppenraum oder ins offen im Flur befindliche Gehege bzw. das offene Gehege nutze ich gern auch für die besonders schwierige Langzeit-Fälle. Dazu dann spezielle Tricks wie das Wedelstreicheln usw. Das Konzept funktioniert erstaunlich gut.
 
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